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Full text of "Fortsetzung des Allgemeinen teutschen Garten-Magazins : oder gemeinnützige Beiträge für alle Theile des praktischen Gartenwesens"

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Ex  libris 


HARVARD  UNIVERSITY 


LIBRA  R  Y 

OF  THE 

GRAY  HERBARIUM 


Received  ’Z.  %  ^  \Cy  y  y 


|  P.  E.  Lillbopp.  | 


V 


N 


beS 

TtÜQtmzinen  5Seittfd^en 

©arten  -  SKagajtn$ 

ober 

gemein  nü$ige  ©ettväge 

für  alle  Steile  b  e  §  ptaHifcfjett  ©artenroefenl. 
herauf  gt  jthn 

(Mt  ^ 


D  r.  &  83  e  t  t  u  tf) , 

«c.  b.  6.  8egations  =  9tatf)e,  mittet  US  meinen  gaffen  Drfccns  unb  mehrerer  gelebten  ©efetffd&aften  ÜJltfgliebe. 


-  ■  mtmrmm  i  - 

fünfter  £8  a  tt  b* 


> 


SD?  i  t  auäge  nt  alten  unb  fcfjwarjen  Äupfern. 

i»)  . 

SB  e  i  m  a  r, 

tm  ©erläge  b  c  $  SanbeSsSnbujftiesßomytoirS. 

1  8  2  0* 


wt 

6r&y  Herbarium 

rlarvsid  Universlty, 


Digitized  by  the  Internet  Archive 
in  2017  with  funding  from 
BHL-SIL-FEDLINK 


https://archive.org/details/fortsetzungdesal05indu 


$  o  c  t  f  e  £  u  n  ö 


b  t  $ 

Allgemein  eit  $  e  u  t  f  $  e  n 

@  «  r  t  c  it  ,  m  a  g  a  j  t  n  $. 


fünften  S3anbeS,  I.  ©tue!.  1820. 


SBlumiflereü 


1 . 

<S  d)  6  n  c  3  i  e  v  --  f  1  a  n  5  c  n. 
£>*t  g  «  föllte  @ambac  *  Safmin. 
(Jasminum  Sambac  flor.  plen.) 

(9Rit  2fbbilbung  auf  Safel  x). 


£i?fe  f)6d)fft>ritrefft!rf?e  <PfIanje  lernten  tt>ir  5^ 
erf!  burch  t>an  9?heebeg  berühmten  Hortus  Ma- 
iabaricus  fennen  ,  wo  f*c  ben  Manien  Kudda 
Mulla  führt.  3ht  Sßaterlanb  ifl  £)ftinbien  unb 


2frabien,  unb  fte  fam  $uerff  in  ben  ©arten  beg 
©roftberjogg  oon  glorenj,  wo  fie  alg  fine  bodbfle 
©eltenbeit  gefragt  würbe,  unb  oon  ba  ettblid) 
nad)  Gfnglanb,  wo  fte  auch  noch  fefjc  feiten,  unb 
nur  bei  ben  berühmteren  «£anbelggärttmn  $u  f)n- 
ben  if}. 

Sbte  ©ultut  ifh  wie  bie  orn  bem  einfachen 
©ambac  =  Safmin,  unb  fie  «erlangt  burebaug  bag 
Söarmhaug.  ©te  bat  orangenartigeg  Caub,  unb 
ibre  rofenartigen  blafigetben  Slurnen ,  welche  im 
Suliug  unb  2fugufl  blühen,  h^n  ben  hecrlicbften  bals 
famifd;en  ©ecuch.  Sh«  23crmebcung  gefchieht  burch 
2 


4  ölumiftetef. 

2(hlcget  unb  ©tecflinge,  tfl  aber  etwas  fchwierig. 

£)iefe  Etliche  ^fTattje  ift  ein  wahres  Suwel  unter  SSeifptel  einet  monfhSfeit  £t)acmff)e. 

""W™  W«"!«  •  ©ammluna,  «»»  M*  (Ät  rawiOT9  Saf„  3, , 

von  allen  Äernmn  aufsecorbentlid)  bo$$efc&$j}f,  _ 


Die  gtofj&lütf)tge  ©  i  cf  e. 

(Lathyrus  grandiflorus. ) 

(2 Rit  einer  JJbbilbung  auf  Safet  2.) 


Die  grofbluthige  ©iefe  iji  eine  wahre  3<etbe 
unfern  ^Blumengarten,  unb  eine  bet  fchonjlen  foge- 
nannten  9?abbatten:^panjen.  ©ie  gleißt  in  il)rem 
.gabituS  vollfommen  bem  Lathyrus  odoratus,  tfl 
aber  perennirenb,  unb  b>att  unfre  ©intet,  felbft  ohne 
fBebecfung  fcl>c  gut  aus.  ©ie  macht  flacfe  ©träuche, 
tfl  reichbtühenb,  unb  it>ve  fronen  großen  SSlumen, 
welche  vom  lebhafteren  Karmeftnrotf)  ins  Siolette 
übergehen/  gefallen  außerordentlich  bem  Bluge.  3ta= 
lieit  unb  ©icilien  tfl  ibv  SSateclanb,  unb  ba  fi>  bei 
uns  niebt  gern  ©aamen  tragt,  fo  wirb  fte  am  be; 
ften  butcb  Sheilung  bec  &3urjeln  im  geübjabre  ver= 
mebet.  ©ie  blüht  feb>c  lange  im  SuniuS,  ^wliuö 
unb  Bfuguji. 


n  ben  .fjetauSgebcc. 

Kin  Q3etef)ter  unb  gefec  SbreS  ©artenmagajmeS 
überfendet  ihnen  eine  flüchtige  Tfbjeicbnung  ber  merfs 
würdig  üppigen  SBlütbe  einet  einfachen  blaßtothen 
^pajintbe,  welche  fid)  vielleicht',  wie  bisher  manche 
andere  SSeifpiele  t>on  monflrb'et  SJcgetation  unb  $ro; 
liftcation,  3bre  Blufmerffamfeit  erwerben  fonnte.  Die 
ßwtebel,  woraus  biefeS  9)?onjtrum  aufbluhete,  war  in 
lebtet  Seipjigec  9D?id)aeliSmeffe  bei  #rn.  ttffourttt 
aus  .fjo.tlanb  in  Dfuntmel  evfauft  unb  eben  nicht  unge^ 
wohnlich  groß.  ©ie  würbe  jum  Treiben  befiimmt,  im 
Dcfober  mit  vielen  ähnlichen,  in  gewöhnliche  leichte 
SSlumenetbe,  in  einen  mittelmäßigen  «her  fleinen  SSlu- 
mentopf  gepflanzt,  im  falten  $aufe  aufbewahrt  unb 
im  gebruar  an  bie  genfier  beS  warmen  $aufeS 
Treiben  gefegt.  ©ie  brachte  14  Sage  eher  als.  alle 
ihre  eben  fo  behandelten  9iad)barn,  auf  fünf  jufam* 
men  gewaebfnten  (caulis  fasciatus)  unb  4  einjelnen 
S'lebenflangeln,  binnen  8  Sagen,  jufammen  drei  huns 
bert  unb  neunjehn  regelmäßige  blaßrothe,  hm'lid) 
buftenbe  SSlumcn  hervor.  Der  jufammengeroachfene 
fleifd)ige  ^auptfidngel  glich  einem  fronen  geberbufeh» 
an  welchem  bie  3af)l  b?t®!oc?en  nur  nach  tcmTfbwelfm 
unb  Slbfatlcn  §df)lbac  würbe.  Die  3wiebci  war  beim 
c^erauSnehmen  fafl  gefchwunben,  ihr  jfern  in  ein  gru* 
neS  fleifchigeS  jerhacfteS  Konglomerat  unb  s^lußgroße 
fBrutjwiebeln  verwandelt. 

Dr.  dg)  ir t  sea.  in  3i«öu. 


58  I  u  m  i  ft  e  r  e  t. 


5 


4* 

2C!ifi*üge,  eine  25tutt?cn  =  ^uriofitat  betreffend. 


£>a«  SSluhen  unb  ^crtnoad)fcn  bet  (5er»tifotte 
auf  unb  mit  einen  jugteid)  btufjenben  f leinen  3werg; 
Orangerie  :  58dumcben,  im  Sffiinter  getrieben,  ge= 
wahrt  einem  unbefdjreiblid)  fdjonen  ©enufj.  6in 
©rdflich  (5 1  n  f i  e  t>  e  t  ’fcf>er  ©dttner,  ehemal«  in  9fei» 
beräborf,  bie  Äunjl  tiefer  2?erbinbung  geheim 

unb  flarb  bamit.  £er  9fof*njwejg  wuch«  au«  ber 
Steilung  ber  etilen  Steige  be«  ^omeranjen  s  fBdunu 
d)en«  i>erooc  unb  trug  6  twllfldnbig  fdjone  23lumen, 
fo  wie  jugteid)  feine  (Srndhrerin,  nur  i  6lle  Pom 
SSoben  f>od> ,  jugleich  Poller  SSluthen  unb  grüchtchen 
prangte.  STran  fab  an  ber  3nfertion  be«  9tofen= 
jmeige«  in  ba§  ©tammdjen  webet  ton  JDculiren  ncch 
pfropfen  r.od)  Tfblactieren  bie  geringjle  ©pur.  2Beld)et 
SPfethobe,  bie  oegetierenbe  SScrbinbung  groeter  in  if)ter 
Sertur  fo  t)«tecogenet  fPftanjen  hetoorjubringen  unb 
ju  erhalten,  (id)  fatje  ba«  ndmlidhe  58dumcben3  Saf^e 
hinter  einanber  in  ähnlicher  23o(lfommenbeit)  mag  ber 
neibifdjc  Äunftler  ft'cf)  bebient  haben?  ? 

Dr,#i  Visen.  in  3ittau, 


Antwort. 

Diefe  Chmofttdt  i{l  gar  fein  ©eheimnifj,  fon- 
bern  eine  befanitte  ©drtner  =  ©pieterei.  SP? an  nimmt 
ndmticb  einen  alten  unb  etwa«  jlarfen  BwetgsDran* 
genjlamm,  ber  gute  3hau  =  unb  ^aatwurjeln  hat, 
fchneibet  ipm  bie  ^fablwurjet  fo  wie  auch  bie  SPIitte 
bet  Ätone  au«,  bohret  fobann  oon  unten  hinauf, 
mit  einem  etwa«  jlarfen  25rech$tcr  -öohlbebcet,  ei« 
£od)  non  ber  Sßurjet  bi«  jur  jftone  be«  ©tamme« 
herau«.  £urch  biefc«  god>  flieht  man  fobann  eine 
gutfcwurjelte  Sobe  einet  jungen  CSeutifolie,  welche 
hinein  pafjt,  unb  oben  herau«  geht,  Perwahrt  fo; 
wohl  oben  al«  unten  bie  5Bunben  mit  35aumwad)«, 
unb  fefct  al«bann  ben  fo  [ehr  perwunbeten  SSaum 
in  gute  Srangenerbe,  unb  wenigjlen«  einen  ©om= 
mer  lang  in  einen  watmen  Mafien,  bamit  er  ftdj 
erhöhten  unb  wieber  an  warfen  fann.  6c  fowofjt 
al«  bie  SRofe  werben  treiben  unb  blühen. 

fr  3.  8. 


6 


£)  b  (i  s  ß  «  1  (  it  r, 


£>&fi  Vguttur. 


I. 

G(>ara  f  terifiif  Per  £)  b  fi=  tfrten. 


Pflaumen  *  ©orten. 

35  i  e  Saup^incn  >  9).fUume. 

gtanj.  Prune  du  Dauphin  ,  auch  Petite  Reine  Claude. 
(2Xit  Äbbtlfcung  auf  Safel  4.) 


S  t  M  t. 

£iefe  grucht  ift  bet  Jtonigin  C lau  bie  (Reine 
Claude;  t> 0 II i ähnlich  unb  nur  babutd)  von  ihrer 
dufetfichen  ©rjlaU  abweidjenb,  baf  fte  fleiner  ifl. 
@ie  mift  einen  So'!  in  ihrer  <g>ehe  unb  einen  So II 
«nb  eine  gittie  in  ihrer  Sreite  unb  Stde,  unb  ifl 
mehr  platt  al«  breit.  Sic  ginic  00m  ©tiet  $ur  ent* 
gegen  gefegten  ©eite  ift  febr  flach  au«q ebrütff ,  bod) 
fo,  baf  man  fie  be:tlid>  wahrnehmen  fann,  unb 
enbiget  ft'cf)  an  einem  arauen  SBlüthenpünftchen,  an 
reelcb  m  ba«  gleifd)  an  ber  anbern  ©eite  etwa«  l>6= 
I)er  ju  flehen  pflegt,  baf  fte  fid>  nicht  gern  ba  auf* 
fiellen  laft.  2(m  otiele  ifl  fte  flacher  unb  biefer  hat 
ba  eine  enge  23erttefung.  Sie  gatbe  ber  $aut  ift 
grüngelb  unb  einige  bauen  haben  Diele  23aumflecfen, 
fluefj  ba,  njo  fte  bie  ©onne  flarf  getroffen  l )at,  rotb* 
liehe  fünfte,  bie  oft  eine  SSlutfatbe  in  ihrem  Um* 
freife  annef)men.  Sie  $aut  ifl  jdh?  unb  bünne  unb 


laft  ftch  recht  gut  ahjwh«t,  ba«  gleifd)  $«irt  unb  gal* 
fettartig,  unb  o.oll  bc«  füfefren  unb  augenet)mftcn 
©affe«,  ßine  gittie  unter  bem  Umfreife  lauft  eine 
fiar!  Derfd;lungene  giber,  bereu  einige  gegen  ben 

©tein  bmffrcicbcti. 

Ser  ©teilt  ifl  Flein ,  trift  einen  halben  Soll  in 
ber  gange,  riet  ginien  in  ber  23rcite  unb  bcei  tn  ber 
Sirfe.  Sie  breite  Äantc  hat  fünf  fcharfe  aufge* 
trorfene  ginien,  jwifchen  welchen  fladje  «ßectiefungen 
liegen,  Don  biefett  ifl  bie  mittetfle  bie  hochtfe  unb 
fd)d  f|le.  2fuf  ber  fchmaien  ©eite  fd;eint  bie  ginte 
gefpaltcit  51t  fepn,  unb  fleht  fel;c  beutlid?  auöeiitan* 
ber,  fte  hangt  aber  auf  ihrem  ®ntnbe  fefl  jufam* 
men.  Sie  SÖatfenfeiten  ffnb  jart  genarbt,  unb  in 
ber  Glitte  flreicht  eine  fldrfete  ginie  Dom  ©fiele  her= 
anrartg.  Tben  an  bi>fen  hat  ber  ©tein  eine  (lumpf 
aufgelegte  ©pifce,  unten  aber  ifl  er  mehr  jttqmtn* 
b>t,  welche«  hei  ben  «Pflaumen  fonfl  nicht  ber  gal l 
ifl,  unb  wirb  nur  bafelbfl  burch  ein  «pünftchen  wie 
bic  Äuppe  einer  jarten  ©tednabel  bemerftid). 

Sie  «Pflaume  wirb  im  Anfänge  be«  ©eptember« 
reif,  unb  bauert  etwa  14  Sage,  wo  fte  nach  unb  nad> 
Dom  «Saume  abgelefen  wirb. 

25  a  u  m. 

Ser  ©tamm  ifl  mittelmdfig  flarf,  ^aupt*  unb 
Plebendfle  fe(jen  ftcf>  gern  quirrlich  an.  Sie  3weige 
ftnb  Für j  unb  ficif.  Sa«  Sragtjolj  wechfelt  unor* 


£5  b  f! 


Kultur. 


7 


bentticb,  unb  fefct  oft  cm#.  Sie  Sommerfdi offen 
fmb  mittetmdjjig  lang  unb  flacf ;  auf  bet  Sonnen; 
fe  te  ftnb  fic  braun  unb  auf  ber  entgegenflebenben 
grün  unb  glatt. 

Statt. 

Da«  Statt  ifi  Idnglid)  unb  f>at  feine  grdfjte 
Sreite  in  ber  9J?itte  feiner  Pdnge,  von  ber  e«  naef) 
beiben  ©nben  gleicbmdfjig  abnimmt,  unb  vorn  mit 
einer  fur.jen  Rümpfen  Spifce  ftef?  enbet,  am  Stiel 
aber  lang  gefpifct  anlauft.  Die  9vippd)en  ftnb  weit= 
läufig  unb  orbentlicb  geredet,  taufen  auch  gonj  pa* 
rattetl  b.m  9?anbe  ju.  2fuf  biefen  befinben  fidt?  fleine 
unb  grofje  ßdefeben  aber  nidjt  fefarf  gejafnt.  Der 
Stiel  ifl  flarf  unb  furj,  bat  bi«we;len  etwa«  fcbmu= 
jig  rotl>e#  an  ftdj.  Da«  Statt  aber  ifi  an  £atbe 
hellgrün. 

Diefe  Pflaume  fuhrt  jwei  tarnen,  bie  aucfc  nod) 
jwei  perfd)iebene  anbete  führen.  Denn  man  bat 
febon  eine  fleine  Reine  Claude  bie  im  20  gfanbe 
S.  17  be«  Z.  £bfl*©drtn.  befdjrieben  worben  ijl,  unb 
aueb  eine  Dauphine ;  Pflaume ,  bie  icb,  wie  biefe, 
hier  au«  bem  Jard.  d.  Plant,  erhielt.  $0?an  konnte 
baber  jene  im  Z.  £>.  ©.  befebrtebene  ’jum  Unterfcfeiebe 
von  btefer  bie  bunte  Reine  Claude  nennen,  unb 
fo  würbe  biefe  jauch  in  2lnfebung  be«  anbern  £Ra= 
men«  von  bem  Sb.  21.  be«  3!.  Dbflgdrtner«  S.  11. 
befdjriebene  Dauphine  verfcf>icben  fepn. 

Sicfler. 


n4 

Hebet  bie  berf  v  ü  bete  SEragbarfctt 
ber  £)bjtbäume. 


5t?an  bat  allgemein  angenommen,  baf  bei  ab 
ten  organifirten  ©efebopfen  von  ihrer  eigen  (Sntfle* 
bung  an  bi«  ju  bem  Seitpunkte  tfrec  Sorfpflanjung 
eine  gewiffe  Seit  verfliegen  muffe,  bie  bei  einigen 
tanger,  bei  anbern  kürzer  fep  'Diefe  SSebduptung 
grünbet  fid)  tbeit«  auf  bie  Erfahrung ,  tbeit«  auf 
Seobacbtungen  unb  Untetfucbungen  ber  fRatur  eine« 
jeben  belebten  SBefen«  unb  ber  $u  ihrer  gottpflan* 
jung  beftimmten  Drgane.  3B  r  fefen  täglich  mit 
unfern  2lugen,  bafj  alle  ©efebopfe  vor  einem  bu 
flimmten  2f Iter  weber  ba«  Sermogen  jur  gjortpfTam 
jung  beft'ben  noch  auch  ben  Sri eb  baju  duftem;  bafj 
aber  bann,  wenn  alie  Steife  ihre«  jforpet«  ben  er= 
fotberlieben  ©rab  ber  2fu8bilbung  erlangt  haben,  ber 
Srieb  unb  ba«  gcrtpflansungäveunogen  firf)  von 
felbfi  einflellt,  unb  bann  auch  eine  gute  unb  fraf= 
tige  Wacbfommenfdjaft  erjeugt  wirb.  Diefe  Aerobe 
bet  2fu«bilbung  ift  nach  ber  tWannicbfattigfeit  ber 
©efebopfe  duferjf  verhieben  unb  wi  b  burd)  ba« 
optima  noch  mehr  mobifreirt.  3n  beiden  ©egenben 
eilt  alle«  mit  Schnelligkeit  feinem  3*ete  entgegen, 
unb  bie  männliche  9reife  tritt  bafer  aud)  früher  ein; 
in  f altern  btngegen  ftnbet  ba«  umgekehrte  Serbdlt* 
n;fj  Statt.  Unb  biefe  9?orm  ijl,  fo  weit  urifett 
Äenntniffe  reichen,  allgemein,  inbem  fie  fotvobl  in 
ber  animatifeben  a(«  vegetafcilifcben  Sdjopfitng  wahr; 
genommen  wirb.  Durch  aufmeeffame  Seobacptung 
bat  man  auch  bei  ben  meiden  lebenben  ©efebopfen, 
bie  mir  in  ben  Jltei«  unferer  ßultar  gezogen  pab  n, 
ben  Seitpunkt,  bi«  ju  welchem  ficb  ihre  SRannbat* 


8 


£)6{l  -- 

feit  ju  enttotcfefn  pflegt,  siemtidj  genau  beftimmt. 
5Kuc  in  ■Öinftdjt  ber  Dbflbdume  tjecrfät  hierher 
noc^  eine  gewaltige  &unfe[f>eit.  Wct»  fein  $omo-- 
fog  f emerfte  bisher  mit  entfd)ie&enec  @eiBt$&eit,  wie 
»  el  .jahre  unb  Sage  oott  ber  efuSfaat  eine»  Dbfts 
fernS  bis  5«r  Sragbacfeit  beg  barauS  etwaeftfenen 
IBaume«  wecfliegea  muffen.  9htr  non  bem  $5otS= 
botfecapfHbaume  tfi  man  burrf)  Erfahrung  jur  ©e= 
Wipbeit  getätigt ,  bajj  er  nicht  unter  bem  2o|fen 
Sabre  fruchtbar  werbe. 

S3on  anbem  2fepfelbdumen  behauptet  ber  Gfngj 
lattber  Ä  night/  bafj  ftc  nicht  unter  bem  breijehm 
ten  ober  Bierjehnten  Sabre  ihres  öfters  Möchte  frü, 
gen.  Sb  ft'ch  biefer  Settraum  nicht  burch  eine  be-- 
fonbere  SSebanblung  abfdrjen  (affe,  barüber  fetweü 
gen  alte  unfere  pomotog  fchen  ©cbriftfteller.  Dafi 
biep  aber  atlerbtngS  möglich  fep,  bauon  hat  mich 
eine  in  btefetn  S&h1*  gemachte  Erfahrung  Boftfoms 
men  überzeugt. 

3roei  meiner  jfinber  hatten  fleh  einen  Keinen 
Herrath  tfcpfelferne  gefimmelt,  unb  fdeten  fte,  um 
fi'ch  eine  Saumfchute  amutegen,  im  £ctbft  1515  aus. 
Sie  tfetne  tiefen  seifig  im  gröbere  1816  auf, 
unb  bie  jungen  ft>jTan5cn  wuchfen  fo  luftig  heran, 
b^  »on  ihnen  ju  (?nbe  beS  SnniuS  eine 

^ibhe  Bon  5—6  ßoü  erreicht  Ratten.  2fuf  meine 
SSemerfung:  ba<5  bie  SSdumdjen  t>i et  ju  biefe  ftun- 
ben!  hoben  biefe  angebenben  Dbftbaumpftan5er  in 
meiner  tfbwefenheit  eine  nnfef,nlicf>e  $arthie  batwn 
«US,  unb  nerpftansten  fte  auf  einige  anbere  S3eete 
«inen  weit  aus  einanber.  Btt  meinet  2?ermum 
berung  fehlen  fte  biefe  Setfebung  nicht  im  geringften 
«Ucmt  su  haben,  fte  wuchfen  fogar,  »eit  häufige 


G  ttlf  ui\ 

Siegen  unb  Reifte  ©emitterfuff  bie  Sßegetvion  au«, 
nehmeub  beg.'mfiigte,  noch  etwas  fort.  Da  fte  auf 
gutem  SSoben  ftunben,  fo  machten  fte  im  Sabre  1817 
einen  Srieb  Bon  mehr  als  einer ^(te.  Die  Äinbcr 
freueten  ftd,  beS  üppigen  SBud&feS  unb  befdrberfen 
ihn  no d)  mehr  babutch,  baft  fte  alte  ©eifenfc&bgtinge 
forgfattig  abfniffen :  bieg  hatte  aber  ben  9?ac&thcil, 
ba§  bie  ©tdmmchen  wenig«  in  bie  ©tdrfe  mud.ftn. 

Sahce  1818  mürben  fchon  Biete  Bon  ihnen  fo; 
puttret,  ba  aber  biefeS  ©efchdft  nur  tangfam  Bon 
©tatten  gieng,  fo  blieben  eine  CftZenge  juruef,  welche 
bie  ndmltcbe  S3ebanbtung  Wie  im  Borigen  Sa&re  n-- 
fuhren^  fte  fpinbetten  sum  Grcftaunen  in  bie  #obe, 
unb^  ba  ihnen  nun  in  ber  ©ptfce  mehrere  9?eben.- 
fchopltnge  gelaffen  remben,  fo  ftengen-fte  an,  eine 
Ärone  ju  btlben,  bie  fte  aber,  tBeit  es  ben  ©tdmnu 
chm  an  ©tdrfe  gebrad),  nidjt  aufrcd;t  tragen  fonn-- 
ten,  fonbern  immer  etwas  nieberwdtts  fenffen.  Sni 
Sahte  1819  hatten  fte  eine  gtye  ücn  beinahe  brei 
euen  erreicht  unb  ftiefen  mm  eine  Cftienge  ©eitern 
triebe  aus.  Die  jungen  ‘homologen  nahmen  biefe 

aber  forgfattig  hinweg,  mcburch  benn  ber  Srieb  in 
bie  Äcone  bcbcufonb  Bfvmehrt  würbe,  fo  bajj  biefe 
rnegen  junehmenber  ©chwere  ftd,  nicht  ganj  perpem 
bifttldt  erheben  fonnte,  tnbeffen  hatten  fte  boch  nun 
bie  ©tdrfe  eines  mäßigen  Ringers  erreicht  unb  j()te 
Sdrge  betrug  am  (Sube  bes  3ah«S  mehr  als  brei 
(Jlteu.  -Äl«  fte  bas  2aub  faüen- lief en ,  nahmen  ihre 
fronen  eine  mehr  perpenbiculdre  Dichtung  an.  Sd) 
tieth,  fte  nun  im  angehenben  Sruhiahre  1820  Su  pfC0; 
Pfen,  aUein  ber  fdjone  2Bud)g  brachte  meine  jungen 
©drtner  auf  bie  ©ebanfen,  ju  Berfuchen,  ob  nicht 
auch  unßetebelle  SSdume,  bie  ja  boch  aus  jfernen 
ebler  Dbfiforten  erzeugt  worben  wdren,  gute  getichte 
brachten,  unb  fo  blieben  fte  unangetaftet  ftehm. 


£>  b  fi  «  Sulfur. 


2fbet  wie  grof  war  mein  ©rflaunen,  als  |d>  im  An« 
fange  beS  perfloffenen  Sttaimonats  bemerfte,  bafj  eins 
biefer  SSdumcben  —  gerate  im  fünften  Sab«  feines 
Alters  einige  SSlttfben  «  S3ufd)el  trug!  23on  alten 
tiefen  Stützen  iff  inbeffen  nur  eine  einjige  befrud)« 
tet  worben,  unb  bat  einen  Apfel  angefe|t,  ber  jefjt 
fcbon  (imSn(iuS)  eine  jiemlicbe  ©rofje  erreicht  bat. 
—  2Bie  nun  aud)  bie  SSefcbaffenbeit  beffelben  aus* 
fallen  mag,  fo  bemeifet  bod>  btefeS  eine  SSeifpiel,  bafj 
unter  einer  gewiffen  SSebanblung  bie  aus  fernen 
gezogenen  Apfelbaume  Piel  früher  jurn  grucbttragen 
gebracht  werben  fonnen,  als  man  bisbet  geglaubt 
bat.  Sch  fcbteibe  nun  bie  frühere  Pubertät  biefeS 
ApfetbdumchenS  lebiglich  bem  Umtfanbe  $u,  bafj  eS 
wegen  Schwache  beS  Schaftes  feine  Ärone  nicht  gan^ 
aufreiht  tragen  fonnte,  fonbern  fte  unter  ihrer 
Schwere  berabbeugte,  woburch  bie  ©r^eugung  ber 
S5lattfnofpen  erfcbwert  würbe. 

Sn  ben  neuern  Seifen  bat  uns  $err  Änigbt 
dbnli^e  SSeifpiele  pon  ber  perfcühten  Stagbarfett 
ber  aus  Äernen  etjogenen  ^ftrfcbenbdume  mitge-- 
tbeilt.  Sn  einet  am  2tm  Sftdrj  1813  in  ber  ©ar« 
tenbaugefeUfd;aft  ju  Sonbon  gehaltenen  SJorlefung 
fagt  er: 

©in  auS  9?eufüb  «  2BalcS  jutücfgefommenet 
'©ngtdnber  perfid) erte,  bafj  por  etlichen  Sahren  ein 
9)ftrfcb«nbaum,  welcher  in  jener  ©egenb  aus  einem 
Äern  aufgewachfen  wäre,  in  einem  Atter  oon  fechS 
Monaten,  ohne  perebett  worben  $u  fepn,  grüßte 
getragen  batte.  £>aS  Stillfchweigen ,  welches  bie 
granjoftfeben  ©artenfcbriftjlellet  über  baS  frühzeitige 
gruchtanfeben  beS  ^PfttfcbenbaumS  beobachtet  haben 
ttnb  bet  feht  bekannte  Umfianb,  bafj  immer  ein  ge« 
gortf,  b,  A,  3,  @«rt,  2»ag,  V.  S3b,  1,  ©t.  i8?o, 


9 

wiffet  .Seitraum  jwifdjen  bet  ©ntdehung  eines  SSaumeS 
unb  bem  Seitpunfte,  wo  er  im  Stanbe  ifi  ^lüthen 
unb  grüchtc  ju  tragen,  Statt  ftnbet,  machten  bafj 
man  biefeS  gaftum  bezweifelte,  unb  ich  felbfi  würbe  es 
als  eine  gäbet  befradjtet  haben,  wenn  ich  nicht  por« 
her  einige  befonbere  Umfldnbe  beobachtet  batte  über 
bie  Art,  wie  ftch  aus  fernen  erwaebfene  fpftrfcben« 
bäume  oetbalten.  Sch  hatte  unter  anbern  beobacb« 
tet,  baf  biefe  SSdunte,  fo  lange  als  ihnen  bie  Sem« 
peratur  günfiig  ifi,  ju  Pegetiren  fortfahren,  baf 
ihre  SSldtter  fajr  alle  Monate  einen  befonbern  ©ha« 
rafter  annehmen,  fo  bag  fte  ftd>  am  ©nbe  beS  erfien 
#ecbjieS  in  feinem  Stücfe  pon  ben  Stattern  eines 
flau*  auSgebilbefen  üSaumeS  unterfdjeiben;  bafj  biefe 
SSdume  enblid),  wenn  man  fte  bis  sum  achten  9tto« 
nate  in  fef>t  fleinen  Sopfen  b««lt  unb  barauf  an 
eine  Sttauer  in  eine  febc  luftige  Sage  pflanjte,  in 
ihrem  britten  Sahre  grüchte  trugen.  Sch  glaubte 
alfo,  es  fep  nidjt  unwahrfcheinlich  mit  ^)ülfe  ber 
genfer  unb  einer  fünfilicben  Sßdrme  Pon  einem 
Zweijährigen  SSaume  grüßte  ju  erhalten,  eS  fep 
fogac  nicht  unmöglich,  beten  pon  einem  jährigen 
Saume  mittelji  eines  befonbern  Schnittes  ju  er« 
langen.  Snbeffen  mu§  ich  gefielen,  baf  bie  faji  un« 
unterbrochene  Abwefenbeit  ber  Sonne  tn  unferm 
Älima  mich  ein  wenig  mifjtrauifch  gegen  ben  glücf« 
lieben  ©rfolg  biefeS  festem  SSerfuc^ö  mad>te. 

Sdh  befafj  einige  ^firfebenferne  pon  Säumen 
mit  benen  ich  tm  Sabre  1811  SSerfucbe  §u  ©rjeu« 
gung  frühzeitiger  Sorten  gemalt  batte,  unb  nahm 
mit  por,  fte  ju  Anfänge  beS  SanuarS  in  £6pfe  zu 
fäen  unb  biefe  in  ein  9BarmbauS  ju  fietten.  25a 
ich  fein  SßarmbauS  hatte,  fo  bot  mir  einer  meiner 
greunbe  baS  feintge  jum  ©ebtauch  anj  «Hein  es 
85 


IO 


£>bfi  =  (5  ul  tu?. 


war  betgeffatt  ton  Snfeften  aller  2frt  ^etmsefwdjt, 
ba^  ich  es  nicht  wagen  wollte,  meine  2lu*faat  ba* 
ein  $u  machen.  ©eine  £erne  erfuhren  olfo  ben 
ginfluft  einer  künftigen  ©arme  nicht  ttyt,  al«  in 
ber  ©itte  be«  gebruar,  wo  ich  mein  5Beinf>auö  &u 
heilen  anfreng.  Sie  jungen  ^flanjm  [probten  ju 
Anfänge  bc«  ©drs  h^ot,  unb  wiitben  nem  @nbe 
be«  ©ai  ben  ganjen  ©ommer  unb  ^ecbjl,  Ijinburcl) 
unter  ©la«  getyaltfn, 

Ueberjeugt,  baf  wenn  man  ba«  tflter  ber  SErag* 
barfeit  an  ben  Säumen  non  bem  Augenblicke  ihre« 
entgehen«  an  auf  eine  fo  weite  Entfernung  t>tnauS 
[ehe,  bie  Statut  ihnen  in  biefec  Bwifdjenjeit  bie  ©it= 
tet  jur  Sereitung  eine«  reichlichen  Sotrath«  Srga* 
ntfation«fdf)igen  Stoffe«  habe  nerfdjaffen  wollen,  ehe 
bet  ©aft  jur  Silbung  ber  Slumcn  'unb  grüßte 
angewenbet  werbe,  wählte  ich  meinet  SE&mie  j« 
golge  eine  eigene  Art  ton  ©djnitt  unb  Eultur,  um 
jene«  Siel  ber  Statur  ju  erreichen.  Sa  bie  Slatter, 
meiner  ©einung  nach,  bie  einjigen  Srgane  fütb,  wo 
bet  eigentliche  ©aft  gebilbet  wirb,  fo  lieg  ich  jeber 
«Pflanje  alle  bie  ©eitenjweige,  welche  ihre  Slatter 
bem  Sichte  jufehren  konnten  ohne  ftd>  ju  fteujen 
unb  su  fchaben.  Siefe  Sweige  würben  in  ihrer  3u= 
genb  bi«  auf«  tierte  ober  fünfte  Auge  befebnitten, 
unb  bie  Änefpen,  weldje  fid)  in  ben  ©infein  bet 
Slätter  erseugten,  würben,  fobalb  fte  jum  Sorfchein 
kamen  weggenommen  ,  bag  alfo  nicht  ber  minbejfe 
©aft,  bet  ftch  in  ben  Sldttcrn  gebilbet  hatte,  uns 
nu^  nerwenbet  wyrbe.  3*  habe  an  einem  anbetn 
£)cte  K-raiefen,  bag  bie  Slatter  unter  folchen  Um* 
jldnben  ba«  ©ach«tf)um  be«jenigen  SheilS  be«  ©tarn* 
me«,  bet  fich  jwifdjen  ihnen  unb  ber  Erbe  beftnbet, 
begünfiigen,  unb  barau«  ergiebt  fid>,  bag  man  bem 


©tamme  nach  belieben  eine  eben  fo  reg’lmdftge 
ppramibalifcfce  gorm -geben  könne,  wie  bw  Äfr  fftee 
bem  tobten  £ol$e  mit  bem  ©eigel.  ©an  mufj 
nur,  um  *u  tiefem  Siele  ju  gelangen,  bie  Sah'  unb 
bie  ©teliung  ber  Slatter  mit  ber@rSfe,  bie  man 
ten  t.rfchiebenen  Sh'ilen  be«  ©tamme«  geben  will, 
in  Serbdltnig  bringen.  3$  hatte  auch  berechnet, 
bag  ber  eigentliche  ©aft,  welcher  oon  ben  Sid  tern 
be«  untern  STtjeilö  be«  ©tamme«  unb  bet  untern 
Brneige  erjeugt  würbe,  jur  Nahrung  ber  ©urjeln 
würbe  terwenbet  werben,  unb  bag  berjenige,  welcher 
in  ben  Sldttetn  be«  obern  2&eil«  be«  Saume«  be* 
reifet  würbe  f  jur  Silbung  bet  gruchtfnofpen  beitra* 
gen  mochte.  3<h  fdjrdnfte  mich  alfo  auf  bie  Ser* 
fütjung  ber  ©eitenjweige,  welche  ganj  oben  an  mei* 
nen.  jungen  Säumen  heroortrieben;  wenn  biefe  eine 
4>ohe  non  ffeben  bi«  acht  gug  erreicht  hatten,  unb 
lieg  ihnen  alle  Änofpen  in  ber  Hoffnung,  bag  Einige 
Slüthen  bringen  würben. 

Sie  Sopfe  würben  mit  9?afen  gefüllt,  welchen 
man  auf  einer  fdjonen  ©iefe  flach,  beren  Soben 
angefebwemmt  war.  S*h  hatte  biefe  ©ubflans  fchon 
norher  mit  nielem  ©lüefe  bei  ähnlichen  Scrfuchen 
angewenbet.  Sie  Erbe  in  ben  Sopfen  würbe  wdf)= 
renb  be«  ©ommer«  breimal  ncranbert,  unb  jebe«mal 
non  neuem  frifchet  Olafen  ^ingugefc^t. 

£)er  ©ommer  war  fo  fatt  unb  fo  nebelidjt,  bag 
id)  meine  Hoffnung  auf  einen  glücklichen  Erfolg  auf* 
gab,  war  aber  nidjt«  beflo  weniger  entfdjloffen  bie* 
fen  Sccfud)  unter  günfligern  Umfldnben  nod)  einmal 
ju  madjen;  ich  gab  alfo  meinen  spfücfchenbdumen 
feine  fünfilicbe  ©arme  mehr,  ob  id>  mir  gleich  an* 
fanglidj  norgenommen  h«tte »  folc^eö  bi«  in  ben 


£>bf!  =  t>yffur. 


i 


*£e-bP  fortjufetjen.  9?:cM$  bclHperngw  batte  ich 
gegen  bas  ®nbe  bcS  .fterbpeS  bae  unerwartete  523er= 
gnügen  jtu  fehcn,  bag  von  fteben  ©ä  <tnen  ,  w?l*e 
ber  ©egenpanb  meinet  ©etfudtS  gewefen  waren,  brei 
©tüthenfnofpen  batten.  £>er  Umfang  biefer  Änofpen 
würbe  nad)  unb  nach  groget  unb  fte  haben  eine 
fofd>e  Stärfe  erlangt,  ba§  ich  gar  nicht  jweifele,  bag 
fte  grüdjte  $u  bringen  im  Stanbe  fepn  werben. 

5)?an  fann  alf o  bie  (Erjählung  bcS  ^panjerS 
auS  9Rufüb  =  ©JalcS  feincSwegeS  in  Sweifel  5! eben, 
«mb  e$  ifl  wabrfcf)einlict)  bag,  inbem  er  bie  «Seitens 
jweige  feines  jungen  Saumes  perfürste,  um  ifm  eine 
angenehmere  gorm  $u  geben,  er  jufdlligerweife  bie 
2frt  beS  Schnittes  gemacht  hat,  bie  ich  h«  £h{OC‘e 
ju  golge  als  bie  bejle  betrachte. 


3. 

Ueber  bie  Functionen  bet:  Stattet 
in  ber  flanken  weit. 


Sie  (ftaturfotfeher  aller  Seiten  haben  über  bie 
©epimmurg  unb  gunctionen  ber  ©lätter  bet  'PParn 
jen  feht  per(d)i?bene  Meinungen  gebeget.  (Einige  ha* 
ten  fte  für  CfpacuationSs  unb  tfuSbünPungSwerfjeuge 
gehalten,  wobutch  ftd>  bie  fppanjen  berjenigen  Steile 
entlebigten ,  bie  entweber  ju  ihrer  Nahrung  um 
brauchbar  ober  ju  ihrem  ©epehen  überflüfpg  waren, 
unb  bie  ©erfudje,  bie  man  ju  bem  <5nbe  ang^fiellt 
t)at,  febeinen  biete  Meinung  allerbingS  ju  betätigen, 
©ringt  man  nämlich  eine  sppanje  unter  einen  gld= 
fernen  SRecipiente  ’ ,  fo  bemerft  man,  bag  jtrb  waf); 
tenb  ber  Stacht  eine  9)?enge  Sünjie  in  bemfelben  am 


hangen,  welche  in  ganzen  Stopfen  pon  fcen  Seitens 
wdnben  herabfliefen.  SaS  Stämliche  hat  man  burch 
ein  über  mehrere  sppanjen  auSgefpannteS  Such  ju 
beweifen  gefügt,  welches  wenig  ober  gar  feine  geuch* 
tigfeit  fpüren  lieg,  wähtenb  bie  fearunter  beftnblichen 
^flanjen  00m  $bau  ganj  bunbnägt  waren.  —  ttbec 
fo  fehr  au*  biefe  ©erfuche  für  bas  2luSbünpungSs 
gefchaft  ber  ©lätter  ju  fprechen  fcheinen,  fo  haben 
bo*  anbere  gerabe  baS  ©egentheil  angenommen,  unb 
behauptet;  bie  ^flanjcn  faugten  burch  biefelben  ei* 
nen  grogen  Sheil  ihres  StaljrungSffoffeS  ein.  Sie 
haben  bteteS  theilS  burch  einen  ©erfud)  ^ritfilepS 
ju  beweifen  gefucht,  welcher  ebenfalls  sppanjen  um 
ter  gläferne  Stecipienten  mit  PBaffer  gepellt  hatte, 
unb  wahrnahm,  bag  fte  oiel  f*neller  wuchfen,  wenn 
bie  £wft,  Pon  welcher  fte  umgeben  waren,  mit  fam 
len  Sünden  angefüllt  war;  theilS  haben  fte  ftcf> 
jur  Unterpüfcung  biefer  SDteinung  auf  fei?  (Erfahrung 
berufen,  bag  abgefchnittene  ^fTanjen  unb  ©autm 
jweig?,  wenn  fte  über  einen  ©runnen  aufgehangen 
ober  in  einen  feuchten  .Steller  gepellt  werben,  ftch 
länger  frifch  erhalten  als  in  freier  troefner  Suff. 
Stodh  atibere  haben  behauptet ,  bäS  ©ef*äft  ber 
©lätter  bepefje  eigentli*  barin,  bie  eleftrifche  SDtas 
terie  auS  ber  2uft  ansujtehen,  welche  bie  ^Panjen 
ju  ihrem  2Ba*?tbume  hebürften,  unb  biefe  CPteü 
nung  ip  ebenfalls  nicht  unwahrfchetnlirf)  ,  ba  bie 
jaefigen  unb  bie  fcharfaeränbeten  ©lätter  recht  baju 
gemacht  ju  fepn  fcheinen,  bie  (Elefiricität  aufjm 
nehmen. 

Sarwin  perwirft  alle  biefe  Meinungen,  unb 
fudht  bttr*  ©ecfudje  ju  bewegen,  bag  bie  ©lätter 
bei  ben  P'flanjcn  bie  Stelle  bet  ßungen  perträten, 
unb  behauptet  inionbetheit,  bag  bie  obere  giact?«  bet 
©  2 


18 


£>  b  ft  *  &  u  I  t  «  r. 


«glätter  bag  9lefpiratlongWecf$eug  bet  ^flanjcn  fep, 
benn  man  fönne  beutlicb  fetjen,  wie  bec  ©aft  in 
ben  ©efäfien  big  $u  bem  9?anbe  ber  Slätter  gefüb* 
m,  unb  bafelbfl  in  einen  weiten  ©aft,  welcher 
bas  SSlut  bec  «pflegen  f«9e  verwanbelt,  unb  butcb 
Senen  auf  bie  untere  Stacke  jurüefgefübtet  werbe. 

®o  verhieben  nun  auch  biefe  Meinungen  ftnb, 
fo  (affen  fte  ficb  vielleicht  alle  mit  einanbec  vereint 
gen,  benn  e8  lägt  ficb  fcblecbterbings  niebt  bebaup* 
ten,  bajj  bie  Slätter  ben  fPflanjen  nur  ju  einem 
3wecfe  gegeben  wären.  Ser  fchatffinnige  fPräftbent 
ber  ©artenbaugefellfcbaft  in  Sonbon,  >£>t.  Änigb*, 
nermutbet  fogat,  auf  intereffant*  «ßerfudje  geflüfct, 
bag  bie  Slätter  bei  ben  «Pflanjen  bie  ©teile  beg 
«Wageng  unb  beg  ©efrofeg  ber  2b««  vertraten, 
inbem  fie  ben  aufgenommenen  fRabcungsfaft  vetat-- 
beiteten,  unb  ben  eiitjelnen  Steilen  beg  Saumeg 
unb  ber  ^flanje,  namentlich  auch  ben  g'ücbten, 
jufubrten.  ©ine  ©tfabtung,  bie  er  baruber  mitges 
tbeilet  b«t/  ifl  in  ber  Sbat  S«  wichtig,  al8  bafj  fie 
hier  nicht  einen  9>la|s  uerbienen  foUte. 

2CUe  ©drtner,  welche  nur  einigermaßen  bie 
Gultur  beg  ^firfebenbaumg  beobachteten ,  muffen 
auch  bemerft  haben,  baß  bie  gruebt  burebgebenbg, 
wenn  bec  2bei(  «‘«eg  3»eigeg  über  bec  grurf)i  feine 
«glätter  bat,  feiten  reif  würbe  unb  niemalg  ben 
©tab  ber  ©üte  erlangte,  ben  er  $u  erreichen  fähig 
war.  Sie  Slütben  gebeiben  wohl  auf  biefer  ?lvt 
Zweigen  juweilen  beffer  alg  auf  anbern  Steilen  beg 
Saumeg,  unb  bie.  gewebt  wdcbfl  auperorbentlich. 
fcbneU;  aber  bemach  fann  fie  nicht  reif  werben. 

3m  grublinge  beg  vorigen  3«b«$  batte  ein 
spfirfebenbaum  in  meinem  ©arten,  von  bem  ich 


gern  grüßte  $u  haben  wfinfebte,  but<b  bie  ffvenge 
5ßittecung  alle  feine  Slütben  big  auf  jwei  vctlo* 
ren,  welche  gerabe  auf  Zweigen  ftunben,  bie  feine 
Slätter  batten.  3<b  wünfdbte  febr  fte  ju  erhalte» 
unb  iugleicb  bie  Urfacfce  ju  entbeefen,  warum  bie 
behaarten  unb  naeften  ^ftrfcben  unter  ahnüdbe» 
Umflänben  niemalg  reif  würben.  Sie  wabrfebein* 
licbjle  Urfacbe  war  meiner  Meinung  nach  ber  ©can* 
gel  beg  abfletgenben  ©afteg,  ben  bie  Slätter  ge* 
liefert  haben  würben,  wenn  fie  vorhanben  gewe* 
fen  wären,  unb  folglich  ber  franfhafte  Bußanb  beg 
3tveigeg.  3*  befcblofs  alfo  aug  einer  anbern  Quelle, 
denjenigen  2l)eil  beg  abjleigenbett  ©afteg,  ben  meine 
^ft'rfcben  bebueften,  bahin  ju  leiten,  Bur  Streichung 
biefer  3(bficht  würben  bie  ©piften  ber  beiben  Bweige, 
auf  welchen  bie  gruchte  fiunben,  mit  anbern  3weigen 
gleicbeg  2llterg,  welche  Slätter  batten,  in  Serübtung 
gebracht,  unb  unmittelbar  übet  ber  grubbt  nahm  man 
einen  52t>ei(  ber  SRinbe,  etwa  viermal  fo  lang,  alg 
ber  Bweig  im  Surdjmeffer  batte  hinweg.  Sehnliche 
SBunben  würben  in  bie  Bweige  mit  Slättern  gemacht/ 
bie  entblößten  Steile  in  Serübtung  gefe|t  unb  gut 
verbunben;  bie  Bweige  verwuebfen  fcbneU  ol)ne  Bwei* 
fei  biefer  Operation  ju  golge,  bie  grüßte  würben  voll* 
femmen  reif  unb  erlangten  einen  hoh«en  ©rab  von 
SSollfommehbtit, 

Sie  ©rhaltitng  ber  beiben  ^)ßrfcben  ifl  an  unb 
für  ficb  nicht  fonberlid)  wichtig,  allein  ba8  Ülefultat 
meineg  Secfudjg  öffnet  ung  eine  gan$  neue  Änftcht 
ber  gunftionen  ber  Slätter,  ©g  ifl  bieg  ein  fdjwa» 
eher  Sichtflrabt,  bec  auf  ben  bunfeln  SBeg  fällt, 
ben  bie  geriet  tber  fPflanjenpbPftologie  butchlaufen 
müffen. 


£>bfl  =  Kultur. 


4* 

£  6  £  t  e  t  8  iD  c  ti  hu  |  1, 

o  6  e  t 

wad  fantt  ein  Canb fd^ulie^rer  teilen? 


«Mitten  in  bem  f>ccrCi«^en  Sü^aCc ,  an  beffen 
öjilidjm  2fudgange  man  bad  alte  faljteiche  gran* 
fen  häufen  erblicft,  liegt,  faum  beet  SSicctet  ©tun* 
ben  trefttieft  ba»on,  bad  fchone  Dorf  Mottleben. 
Mur  $wei  ©tragen  enthaltenb,  bie  ein  Äreuj  bilben, 
ift  ed  fafl  auf  allen  ©eiten  umfrdnjt  non  grofen 
gut  bevfTanjteH  Öbpgarten,  bie  in  SSerbinbung  mit 
feinen  übrigen  Umgebungen,  bem  Orte  bad  fteunb* 
Itchpe  2fnfel)en  geben  unb  nie  anberd  ald  mit  3Bof)t» 
gefallen  betrachtet  werben  fonnen  non  3*bem,  ber 
ein  gteunb  ift  ber  Matur  unb  bed  Sanblebend.  «£iec 
trat  ed,  wo  feit  bem  Sollte  jjyj  bid  ju  feinem 
Sobe  18 *3 ^  bet  ©chullehret  ^o^ann  Micolaud 
Äotjter  lebte  unb  witEte,  unb  — unbefd)abet  feiner 
eigentlichen  SSerufdpPtdjten  —  burch  fein  eblcd  unb 
uneigennü&iged  SDirEen  für  bad  allgemeine  SSepe,  ftch 
um  bie  5Bohlfal)tt  Mottlebend  ein  SJerbienp  erwor* 
ben  baö  feine  Beit  nertilgen  wirb,  aud  bem 
banfbaren  Tlnbenfen  feiner  gegenwärtigen  unb  fünf* 
tigen  SSewohnet,. 

©eboren  ju  ©ladbad),  einem  fleinen  Dorf* 
d)eit  im  gürjtentbum  ©chwarjburg  Mubolpabt,  noc 
bem  2b&tinget  5Balbe ,  hatte  et  in  ben  Salden  fei* 
net  Vorbereitung  jum  ©<hulamte  ©elegenhett  ge* 
funben,  fich  unter  «nbern  auch  recht  fcha&bare  Äennt- 
niffe  nom  ©artenbau  unb  non  ber  Öbpbaumjucht 
einjufammeln,  unb  baburch  eine  gewiffe  Votliebe 


13 

für  Mebenbefdjdftigungen  biefer  tft t  gewonnen.  Sn* 
beffen  fchien  hoch  Mottlebcn,  wohin  er  im  oben  ge* 
nanntem  3af)te  als  ©chulamts  *  ©u&pitut  berufen 
würbe,  berDrt  nicht  ju  feijn,  um  biefer  feinet  Sieb* 
lingöneigung  in  ©tunben  ber  «Mujie  nadjhdngen  ju 
fonnen.  Denn  not  bem  bamaligen  ©chulhaufe  be* 
fanb  fich  nur  ein  fleined  gleichen  ©arten,  non  faum 
einer  Öuabratruthe  Sliichenraum;  unb  fo  würbe  auch 
oielleicht  mit  ber  Beit,  aud  «Mangel  an  ©elegenheit, 
fte  ju  befriebigen,  jene  Meigung  jum  ©artenbau  in 
il)m  netlofchen  fepn,  wenn  er  nicht  burd)  feine  jweite 
Verheiratung  wäre  in  ben  ©taub  gefegt  worbett, 
ein  ber  ©djulwohnung  gerabe  gegenüber  liegenbe« 
«haud  faufen  ju  fonnen  ,  beffen  uberflüf|lig  gtojjet 
wüper  #ofcaum  fich  ganj  »orjügltd)  jur  Anlegung 
eined  folcf>en  ©artend  eignete,  wie  ihn  ft d)  ber  tlja* 
tige  Köhler  bid  bahin  immer  »ergebend  gewünfeht 
hatte, 

Diefe  fchone  ©elegenheit  ju  benu^en,  fdumte 
er  nicht,  unb  balb  fahe  man  jene  »otmald  wüpe 
©tdtte  in  ein  überaud  fceunblidjed  ©drtchen  umge* 
wanbeit,  beffen  wirflich  gefdjmacfoolle  ©inridjtung 
Sebermann  greube  machte  unb  bie  Äenntniffe  beur* 
funbete,  welche  ftch  Äohl-et  »om  ©artenbau  uttj^. 
»on  ber  Öbpbaitmjucht  bereitd  erworben  hotte.  S5e* 
fonbetd  alücflich  war  er  in  ber  ©rjiehung  »on  Bwerg* 
Sbp,  ober  fogenannten  granjbaumchen,  beten  S3e* 
hanblung  er  metperhaft  eerPanb,  unb  welcher  Äunft 
ec  manche,  ihm  in  ber  £bat  ©hce  bringenbe  S3e* 
fanntfehaft  mit  audwärtigen  ©artenfreunben  —  bt* 
fonberd  in  gtaitfcnhaufen  —  ju  »erbanfen  hatte, 
bie  fein  latent  balb  auf  biefe,  balb  auf  jene  2fct  in 
Änfpruch  nahmen  unb  bm  »on  Matur  fo  gefälligen 
«Mann  immer  beretlwiüig  fanben,  ihnen  mit  Mat) 


unb  Sfxtt  an  bi?  £anb  ju  geben,  fo  oft  feine  ©d)uU 
Arbeiten  bi. $  oerflatteten. 

Ueberbaupt  gehörte  unfer  Äofjtec  nicf)t  e,u  be* 
nen,  bie  at a«S  bem,  was  ft?  beffer  n>tff?n 
«nö  oerfleben  als  Tfnbrrc,  grofe  ©eheimniffe  machen 
Wolfen;  vielmehr  bradite  eS  fein  gemeinnü&iget  ©inn 
mit  ftrf> ,  baf  er  in  eben  bem  ©rabe,  wie  er  felbfi 
lernbegierig  war  ,  unb  —  big  an  fein  gebenSenbe, 
burch  fragen  unb  gorfeften  unb  Dtacbbenfen  ben  eig= 
wen  23orratb  von  Äenntniffen  unb  Erfahrungen  ju 
Vermehren  fuebte,  ficb  auch  bereitwillig  jeigte,  Sebent, 
bem  bamit  gebient  war,  baS  mitjutbeilen,  was  er 
vorjugSweife  beffer  verflanb  als  2(nbere.  Daher 
beburfte  eS  auch  für  ibn  feiner  befonbent  2l\xf> 
forberung,  feinen  ©cbulfinbern  —  wie  in  anbern  ge* 
meinnüfcigen  Dingen,  fo  aud)  über  bie  £>bflbaum= 
guebt  Untmid)t  ju  ertbeilen,  unb  ihnen  biefelbe  um 
ihres  großen  Ohr^enS  willen  ju  empfehlen,  inbem  fein 
gemfinnübiger  ©inn  ibn  Pen  felbfi  baju  antrieb. 
SBenn  babec  im  Srubjabre  bie  3eit  fam,  wo  junge 
S5aumjldmme  gepfropft  werben  muffen,  fo  vetfams 
melte  er  bie  gröfjetn  feiner  ©cbulfinbet  um  ficb,  jeigte 
ihnen,  wie  baS  Pfropfreis  muffe  gefebnitten  werben, 
^e  nad)bem  man  baffetbe  in  ben  ©palt  ober  in  bie 
©cbale  beS  ©tammeS  einfe|en  wolle;  lie§  bann  un* 
ter  feinen  2(ugen  bie  Äinber  bie  ©ebnitte  felbfl 
machen,  unb  übte  fte  fo  lange  barin,  bis  er  glaub: 
te,  bafj  fte  alles  Dtötbige  begriffen  bitten.  Dann 
nahm  er  fie  auch  wohl  mit,  wenn  er  hier  ober  ba 
©;dmme  pfropfen  wollte,  geigte  ihnen  baS  ganje  23er= 
fahren  mit  bem  $u  pfropfenben  ©tamme  felbfi;  unb 
wenn  er  fte  nun  fo  auf  alle  SSortbcile  aufmetffam 
geuaebt  b01^/  bann  muffte  ber  Eine  unb  bet  2fnbere 
von  tbntn  unter  feinen  2iugen  felbfi  #anb  ans  Sßerf 


legen  unb  2S?tfucbe  im  pfropfen  machen,  ©o  war 
j.  23.  ich  felbfi  febr  oft  fein  25egleirer,  unb  weifj 
nod)  febr  genau  ben  23itnbaum  nachjuweifen ,  ben 
id)  als  jwölfjährtger  Änab?  unter  ber  Tfufftcbt  bie: 
feS  bantaligen  2ebrerS  in  einet  ber  ©emeinbe  jaget 
bdrigen  23aumpflanjung  gepfropft  habe.  —  Ebenfo 
»erfuhr  er  nun  aud)  in  ‘tfnfebung  ber  übrigen.  21 r: 
ten,  2Sauntjlamme  ju  verebeln,  befonbers  burd) 
Dculiren,  unb  legte  fo  ganj  unpermerft  in  ber©d)ule 
ben  erflett  ©runb  ju  bet  beffetn  Dbftcultur,  bie  man 
jefct  hier  ftnbet.  Denn  wer  unter  feinen  Zöglingen 
nur  in  etwas  mehr  Empfänglichkeit  für  23elebrun* 
gen  biefet  2lrt  gehabt  batte,  ber  fonn  nun  auch  von 
©tunb  an  auf  Gelegenheiten,  im  väterlidjen  ©arten 
felbfi  ober  irgenb  anberSwo  bie  erlernte  jfunfl, 
©tammeben  ju  perebeln,  üben  ju  fdnnett,  unb  bie 
3abl  ber  beffetn  Dbflarten  ju  vermehren  —  ein- SSec* 
fahren,  baS,  bureb  feinen  grofjen  9tuben  ftd)  empfeb- 
lenb  —  halb  allgemeiner  würbe,  bem  Drte  eine  Ptenge 
befferer  Dbflarten  jufübrte,  unb  eine  grofe  2fnjabl 
alter  bejahrter  f^aume  gejwungen  ^at,  ben  dtinbem 
beffere  grüd)te  ju  tragen,  als  bie  SSdter  bavon  jtt 
drnbten  gewohnt  waren. 

Doch  alles  btefeS,  was  Ä  6  hier  bis  fjier^er  ge^ 
tban  f>atte,  um  Siebe  jur  Dbflbtumtucbt  ju  erwecken, 
war  nur  ein  fcbwacber  Anfang  beffen,  was  er  nach 
23  r lauf  einiget  Sab^  in  biefer  2ftt  ©röteres  Per* 
anflaltete  unb  baburd)  bem  öffentlichen  SSBoblflanbe 
neue  Quellen  eröffnete. 

Sn  ben  Umgebungen  von  9t ott leben,  beTorn 
berS  auf  ber  nötblicben  ©eite  bee  Orts,  befanben 
ftd)  nämlich  grofje  auSgebcbnte,  ber  ©emeinbe  juge: 
hörige  tlnger  ober  SiSeibepl dge,  bie  ficb  jwifeben  ben 


Sb  fl  s  (Saftur. 


15 


bafelbft  befinblichen  SSiefen,  gleich  fangen  Mtm  ba» 
hin  jogen,  inbem  fie  an  betben  Seiten  mit  SBeiben» 
bäumen  bcpflanjt  waren,  welche  in  bem  herrlichen 
fetten  23oben  überaus  üppig  wucherten.  diner  ber» 
felben  i|f  1036  Schritte  lang,  unb  f>etgt  ba*2fnge» 
fpanne.  2fujjetbem  befanben  fid>  begleichen  ^>tdße 
oud)  auf  ber  mittäglichen  unb  treulichen  ©eite  be* 
£)rt*,  ohne  bafi  biefelben  ju  etwa*  anbet*,  al*  jur 
SSiehweibe  waren  benu^t  worben. 

©hne  alle  äußere  9S?rantafTung,  unb  btofi  ge» 
trieben  burch  feinen  gemeinnühigen  ©inn  für  bie  S3e» 
forberung  be*  allgemeinen  33cjien ,  fafte  Äohlet 
alfo  ben  dntfchlufj,  ganj  unentgeltlich  unb 
blofj  mit  ^tulfe  feiner  ©chulfinber  ba*  juerft  er» 
wähnte,  fogenannte  lange  Ufngefpanne  mit  Äirfch» 
ftämmeben  §u  bepflanjen,  bie  in  ben  nahe  gelegenen 
SBalbungen  ftch  in  }i?mltcher  2f n<af>l  fanben.  ©ie 
bort  auff  ichen  ju  bürfen,  wa*  ihm  auf  fein  barum 
befchehene*  S^achfudhen  oon  bem  Jorfibepartement  ju 
gtanf enhaufen  erlaubt  worben,  unb  bohlet 
glaubte  nun  nicht*  gewiffer ,  al*  baj?  biefet  fein  im 
©tillen  entworfener  sptan  bei  bet  ©eroeinbe  unb 
t)auptfäd)lich  bei  brr  bamaligen  äSormunbfchaft  gtofje 
greube  reranlaffen  würbe,  befonberö  ba  er  ja  alle* 
unentgeltlich  thun  wollte  unb  bei  bet  ganjen  Un= 
ternehmung  nur  ba*  gemeine  SSejie  unb  bie  SSermeh* 
tung  bet  bisher  fo  unbebeutenb  gewefenen  of» 
fentlid?en  dinfünfte  beabftchligte,  bie  bi*  bahin  nie 
hinteichenb  gemefen  waten,  nur  bie  Sintefeffen  ber 
alten  —  noch  au*  ben  3eiten  be*  ftebenjährigen  Ärieg* 
herfiammenben  ©emeinbe»©d)ulben,  abjutragen,  ge» 
fchweige  benn  mit  ihnen  anbete  grofjete  #u*gaben  ju 
befiteiten.  — 

2tbet  wie  fef>r  fanb  ftd)  ber  gute  9ftann  in  fei» 
nen  ßrwartungen  betrogen,  al*  bie  bamalige  SSor» 


mt  nbfchaft  unter  bem  Sßorwanbe,  bajj  baburch  bie 
Sßaibc  für  ^ferbe,  ©chweine  unb  ©änfe  gefchmä» 
lert  werben  würbe,  wiber  alle*  2(npflanjen  prote» 
flirte,  „d*  beflunb  bamal*,"  fo  h«t  er  in  einet 
2frt  ron  Hagebuche  barüber  angemerft —  „bieSSot* 
munbfehaft  au*  mehrentheil*  alten  Seuten,  bie  feine 
9fad)fommen  hinterliefen,  unb  burchgängig  f>crrfd^te 
unter  ihnen  ba*  unfeelige  SBorurtfjetl ,  man  muffe 
alte*  bei  ben  alten  Sodje-m  loffen,.  unb 
feine  Neuerung  machen." 

©anj  beflürjt  unb  niebergefchlagen  burd)  biefen 
ihn  fo  unerwartet  fommenben  5Biberfpruch ,  gab 
.Sohlet  ben  $)tan,  jene  2Cllee  anjulegen,  jmar  00t 
ber  .fjanb  auf,  pfla^gt#  aber  bagegen  auf  2fnratf)en 
eine*  beffer  benfenben  ©eifte*,  ben  bereit*  gefammet» 
ten  23orrath  von  Sirfchftämmen,  75  ©tücf  an  bet 
gabt,  läng*  bem  Hohlwege  auf  ber  mittäglichen 
©eite  be*  £rt*,  wo  man  ihm  ben  SSerwurf  nicht 
mad;en  fonnte,  baf  burch  biefe  ^flanjung  bie  93ieh* 
waibe  mochte  befd;ränft  werben.  £ieö  gefchah  im 
^etbffc  be*  S^hre*  1789*  Allein  fchon  ber  erffe 
batauf  folger.be  falte  unb  ©chneeretche  5Binter  fd)a* 
bete  feiner  jungen  *PfIanjurg  fehr ,  inbem  biete 
©tämmchen  theit*  erfroren  ,  theil*  bei  bem  bfhen 
©d)nee  oon  ben  #aafen  befchdbigt  unb  $u  ©runbe 
gerichtet  würben. 

2fl*  Ä  6  f>  t  e  r  nun  im  fommenben  Frühjahre 
3fnffatten  traf,  burch  ^erbeifchaffung  neuer  ©tämme 
ben  Abgang  ju  ergäben,  unb  überhaupt  bie  f leine 
^)flanjung  ju  erweitern,  würbe  bie  geftigfeit  feine* 
©inne*,  mit  weldjer  er  ba*  ©ute  wollte,  nod)  ein 
5D?al  geprüft.  3»ei  91icht*würbige  erbteujleten  fid) 
nämlid),  bei  bet  Kammer  $u  granf  e  n  hau  fett 
bie  »erläumberifche  Auflage  oorjubringen,  al*  ob 


iD  f>  ft  =  ß  u  I  t  u  v. 


16 

«Jtohler  burdi  fein  ©tdmmefuchen  bie  ^Salbungen 
ruinire,  welches  Tfnbringen  freilich  fein  ©ef)6r  fanb, 
bocb  aber  ben  guten  SRann  nicht  unbcfannt  blieb. 
Allein  aud)  biefe  verbrüßltche  Gftfabtung  fonnte  ihn 
in  feinem  wichtigen  Söitfen  nicht  irre  machen;  viel» 
met)t  fefcte  er  baffelbe  befto  eifriger  fort,  je  feffet  et 
überjcugt  mar,  baß  bet  Erfolg  fein  S3emühen  recht* 
fettigen  unb  feine  SBiberfacfjer  gar $  fttherlich  be* 
fd)dmen  «erbe. 

SRittlerweile  waren  jene  alten  SBormunbfchaftSs 
SRitglieber,  beren  SBoturtheile  Anfangs  feiner  ge* 
meinnüfcigen  SE&ätigfeit  fo  bruefenbe  geffcln  angelegt 
hatten,  verfforben  unb  buvd)  jüngere,  vernünftigere 
unb  helfet  benfenbe  SDlännet  erfefct  worben.  S5efom 
berS  fanb  frdj  unter  ihnen  ©iner,  bem  e3  felbfl  baS 
größte  Vergnügen  machte,  bem  guten  Ä  6  h  l  e  r  —  bie* 
fern  teblicben  gceunbe  ber  ©emeinbe  —  bei  allem, 
wa$  et  burd?  tfnpflanjungen  jum  SBeflen  berfelben 
that,  |>utfrcicf>  an  bie  £anb  ju  gehen. 

Seht  erneuerte  biefet  allfo  feinen  alten  ^)lan, 
bie  große  £bflallee  auf  bem  fogenannten  langen  2fn* 
gefpanne  unb  jwar  größtenteils  aus  Äernobjlbdus 
men  anjulegen,  unb  machte  bamit  ben  Anfang  im 
Saht«  1797.  Um  ber  ©emeinbe  fo  viel  als  mog* 
lieh  bie  Ausgaben  $u  erfparen,  war  et  fdjon  früher 
barauf  bebaebt  gewefen,  f leine  83aumfd)Ulen  anjule* 
gen,  ju  welchem  SSebuf  er  fich  jwei  flcine  $ld&e 
von  bet  ©emeinbe  ^atte  abtretm  unb  einjaunen  laf* 
fen.  Sa/  felbfl  fein  f leine«  glecfdjen  ©arten  vor 
her  ©d'ulmobnung  wibmete  er  btefem  3wede.  unb 
bie  ©djulfinber  verforgten  ihn  reichlich  mit  £>b|tfer* 
nen.  —  5Bot)in  inbejfen  fein  Anfangs  nur  fleiner 
fßortftth  fie^gener  «Stamm?  nicht  teilte,  b» 


würben  auS  ber  ©emeinbecaffe  fdbon  veredelte  93d”nte 
gefauft,  beren  Sefcrgung  unb  2fuSwahl  bem  erfah* 
renen  hohler  überlaffen  blieb.  @0  entjtanb  beim 
aUmdhtid)  bie  große  2fllee  auf  ben  2lnge* 
fpanne;  fo  würbe  baS  fegenannte  SPfingftflecf, 
wefilid)  von  Nottleben,  jwifchen  ben  bort  befind 
liehen  gelbmühlen  in  einen  herrlidjen  ©arten  Vers 
wanbeit,  wo  man  felbfl  bie  feinflcn  £)bftforten  fin* 
bet;  —  fo  entflanb  ober  erweiterte  fich  bie  £>bjls 
pflatrjung  in  ber  fogenannten  Sßaumgaffe,  unb 
wo  auf  ber  mittäglichen  ©eite  noch  ein  SKäum* 
chen  war,  baS  würbe  gleichfalls  mit  Ifepfel«,  SBitn* 
unb  3wetfchenbdumen  befefct,  fo  baß  SR ott leben, 
welches  ju  ber  3eit,  wo  Ä  6 hier  als  ©djullehret 
baf)in  fam,  nur  7  ber  ©emeinbe  jugehorige  £)bfls 
bäume  befaß,  bei  feinem  SEobe  1149  ©tücf  betfel* 
ben  jahlte. 

gaff  jeber  spflanjung  wohnten  ©djulfinbet  bei, 
bie,  wenn  fie  aud)  nichts  weiter  babei  thaten,  ent* 
weber  3Ba(fer  h«rbeitrugen,  um,  wo  eS  notbig  war, 
bie  ©tamme  einjufcbldmmen ,  ober  beim  ^»flanjett 
biefelben  halten  unb  jufehen  mußten,  wie  man  junge 
S3äume  $u  feiert  pflege.  Unb  biefet  SJRaßtegel  war 
eS  bouptftieblid)  mit  sujufchteiben ,  i>aß  ber  tbätige 
9J?ann  nie  Urfadje  hatte,  über  begangenen  Saum* 
frevel  ju  f lagen,  unb  baß  eS  hiefigen  £)rtS  nie  eis 
ner  5Barnung$tafel  beburfte,  um  bergUichen  ju  vor* 
hüten.  2?enn  auch  bie  Unverfiänbigften  unb  SRuth» 
willigffen  hi«U  bavon  bet  ©ebanfe  jutücf,  baß  fie 
butth  folchen  ^Baumfrevel  rin  SSBerf  jerfloren  würs 
ben;  baS  nicht  bloß  ju  ihrem  SBeflen  gefliftet  war, 
fonbetn  woran  fie  felbfl  mit  gearbeitet  hatten.  SBe* 
fonberS  bebiente  ftch  £  6  h  l  e  t  ber  ©chulfinber  im 
grühjah1*/  ton  SHaupennejlern  nachgefpürt  mir 


£>  b  ft 

fc»n  muffe,  unt>  machte  es  ihnen  Bei  tiefer  ©elegem 
*fit'  unter  Hnbrobung  harter  Sättigung ,  immer 
»en  neuem  jur  Pflicht,  in  ber  »rutjeit  feinen  ber 
»iflel  iu  jloren,  treidle  aus  Sfatumieb  ben  JRau, 
yen  unb  anbern  fchdblicben  SBauminfecten  nacbju; 
fretten  unb  jur  »ertilgung  betreiben  bag  meifie  *u 
tfjun  pflegen. 

S3egunf!igt  bttreh  einen  überaus  treffen  S3o* 
feen,  fab  man  bann  unter  ÄbbletS  forgfamet 
Wege  im  Saufe  ber  Seit  bie  pon  ibm  gepflegten 
S3aume  berrlicb  unb'  freubig  beranwaebfen  unb 
Srücbte  §u  tragen  beginnen,  beten  Atblicf  ibm,  bem 
©chöpfer  biefer  betriebenen  Atpflan  jungen ,  bie 
«tnffe  greube  gewahrten  unb  if)n  reichlich  entfebä- 
fe'9ten  für  alle  SKübe  unb  für  allen  früher  gehabten 
33erbru{j.  S  wie  begtücft  mugte  ftcb  bet  braoe  2ftann 
fühlen,  als  er,  als  ©emeinbefebreiber,  in  bag  fo- 
flenannte  ©emeinbebueb  unter  ber,  erfi  butcb  ihn 
fiefebaffenen  „Einnahme  für  £bfi"  aueb  bie 
rrfien  12  ©r.  anfübten  fonnte,  wofür  bie  ©rfllinge 
fett  grüebte  jener  Alee  an  einen  bieftgen  ©inwobnet 
waten  oerfauf t  worben,  blog  in  bet  Mfidjt,  um  ffe 
iur  Steife  fommen  ju  feben  unb  bie  2ftt  fennen  ju 
lernen.  Zbet  was  würbe  er  oollenbs  bann  empfun- 
feen  haben,  wenn  er  eg  erlebt  bdtte,  bag  -  wie 
*  *■  ®*  im  öwi9en  Sabre  ber  gall  war,  nur  allein 
feine  erfie  Sicfcbpflanjung  not  ben  fogenannten 
■fiirfcbgarten  nrbfi  ben  wenigen  ju  .fr  gehörigen 
Bwetfcbcn--,  S5irn-  unb  Apfelbäumen,  ber  ©emeinbe 
««em  114  SJtblr.  eintrug,  im  ©anjen  aber  für 
300  JRtblr.  Ö&fl  oerfauft  würbe,  eine  ©innabme, 
fe>e  ficb  leicht  noch  unter  ber  gegenwärtigen  ©ene- 
ration  oerboppeln  unb  mit  bereit  faf!  Perbreifacbm 
fann,  ba  einer  Seit*  bag  ©anje  bem  grogten  Sbeile 
Sortf.  b.  2f.  s,  @flrt,  SRaga}(  v<  m  2  et>  Ig2o 


na^  noch  immer  im  Serben  begt.ffen  ifl  unb  bie 
Saume  bie  Seit  ihres  befien  ffiaebstbums  Unb  ihrer 
Jocbflen  gruchtbarfeit  noch  Pot  ftcb  haben,  anbetet 
®“W  Sobe  ihre  *n|abl  fo  be. 

*»«*«  »ortw»  ifi  unb  fortbauemb  ne* 
mehrt  werben  fann,  fo,  bag  man  wohl  ben  ihrem 
Lrtrage  folc^e  ©Wartungen  hegen  barf! 

Snbeffen  fahe  Köhler  bodj  noch  feiefe,  3fn. 
fang«  nur  fo  geringe  unb  unbebeufenbe  ©innahme 
'«  «u  163  Sfthlr.  fteigen,  um  welche  Summe  ndm- 
W  *m  Sahre  i8t3  bas  fdmmtliche  ßbfl  perfauft 
»urbe.  -  ßeiber  nat  m  bQg  {m  s^t  fg.m 

«eben«,  inbem  im  folgenben  Sabre  1814  am  i.^ten 
2»at,  gerabe  in  ber  Seit  ber  SBaumblütbe,  ein  boS-- 
artigeS  ^erpenfieber  im  halb  Pollenbeten  öifien  Se- 
hengjabre  ihm  ben  Sob  brachte  unb  bamit  aller 
ferner  irbifchen  Sbatigfeit  für  immer  ein  Siel 
fefete. 


Sie  Nachricht  pon  feinem  Sobe  war  eine 
Srauerpofl  für  alle  S3ewof)ner  beS  £5rts.  ©enn 
man  liebte  unb  achtete  ihn  allgemein,  u„b  wer  pon 
ben  ©tngebornen  ba«  funfügfle  Saht  noch  nicht 
erreicht  hatte,  war  bei  ihm  in  bie  Schule  gegangen, 
tn  welcher  er  fiets  mit  ©ewiffenhaftigfeit  unb  nim¬ 
mer  ermübenben  ©ifer  gearbeitet  hafte.  SaSu  wugte 
jaSeber,  wie  grog  unb  mannichfaltig  bie  SJerbienfie 
waren,  welche  ftcf>  ft* hier  augerbem  burch  fein 
immer  reges  95e(freben,  unter  ben  ©emeinbegliebern 
feen  Sinn  für  bas  ©ute,  Seffere  unb  wahrhaft 
^uhliche  ju  weefen,  ju  netten  unb  ju  ftdrfen,  unb 
hei  feinem  fo  augerorbentlich  grogen  ©influg  auf  alle 
Sefchtüffe  unb  Unternehmungen  ber  »ormunbfehaff, 
um  bie  öffentliche  SS3of>lf«h,rt  Slot t leben 6  erwor- 
6 


un  w*-  ^ nt  ^  mit  be£  Beit 

ju  einem  eben  fo  gefehlte«  unb  w^cntn  ^ 
wirt*  gebilbet,  »w  ec  fdren  tenge  ein  öcfö>tc£tcc 
©aetnet  stufen  wat,  unb  aud)  bet  Verbau  hat 
bued)  -Um  9Kand)ed  gewonnen.  ©o  u>ac  ec  ed  j.  *• 
feen  bet  Ott  junad)ft  bie  Einführung  bed  ÄUebaue« 
unb  bie  freie  »effimmwung  bet  TCedet  &u  oetbanfen 
hat,  inbem  et  ungefähr  im  Sahre  i7%  in  bet  W" 

glitt  beh  etilen  ÄopfHee  auSfaete  unb  ft* 
bann  in  bet  95efdmpfung  bet  ©chwierigfeiten,  bie 

feem  Äieebau  -entgegen  flanben ,  fo  &6'W*  thdtig 
unb  wirffam  jeigte ,  ba*  vielleicht  ot>ne  fein  mu 
tuitfen  bem  Dttt  bfefet  SBott^eil  bet  Sanbmirtbfd>af t 
tvidrt  ju  3:t>eit  -geworben  »dte.  @benfe  machte  et 
ungefaßt  um’«  Sa^t  1807  bie  *****  W*** 
mit  bem  ftabacEesbau,  unb  braute  ed  tat«  fern 
söeifpiel  unb  tat*  feine  föctfo5fyter.ben  »ufmunte* 
wmgen  tabin,  ba&  bet  fo  einträgliche  SabaifdbftH 
and)  nup  !>i«  einfjeimifd)  unb  fo  allgemein  betrieben 
,u  werben  beginnt,  ball  bereit#  im  vergangenen 
3^r«  m  in  Nottleben  altern  mehr  ald  120 
(jentnet  bec  fdjonjlen  »Idttec  von  ^genannten 
»aurnfna-ftet  gewonnen  unb  nach  S3»f*ftff«nb«t 
U>ret  ©fite  $  bi«  14  «*<t.  fut  ben  ßentnet  fmb 

UlW  worben.  -  ®i«  nu»  ml>1  in 

einen  fold>en  W«mi,  welcher  bet  Urheber  fo  v.eled 
©Uten  wat ,  verlieren  fonnen,  *ot)ne  feinen  SSetlufl 
t>evälid)  ju  bebauetn?  — 

Km  f«m*tjtt*1!en  empfanb  jeboeb  biefen  »«* 
tufl  bet  feamald  nod)  iunge  ^cebiger  bed  Ott«,  bet 
cinfl  ald  Äinb  unb  Änabe  fein  ^gtipg,  f«« 
bem  3«t*  1808  aber  ^tebiger,  mithin  fein  ndd>* 
1i,t  ©orgefefetet  wat,  unb  ald  folget  in  nie  geflot. 
tec  tjetjlidjet  Harmonie  unb  Sreuttbfd)aft  mtf  »hm 


ul  tur. 

9<lebt  ^«tte.  «Jod  -  btefet  vtranifalrete ,  um  ben 
v  erbien  fl  vollen  SSKann  aud)  im  Höbe  8u  ehren  unb 
ein  recht  Dai.fb aved  unb  Wtevtots  2f«t>e»f«n  an  ü)tn 
ju  begtfinben ,  bad  mache  h«t  noefe  Mit«  ben  S5e= 
fd)lu  js  biefe-t  Gr$dl)!ung. 

®a  in  $cig<  einet  pottjeilidjen  »cwrbnwg  bei 
Äoljlerd  SSertbigun.,  fein  offentltdrcd  ßudjen&e, 
gdngnif  ©tau  finben  barfte,  inbem  aud)  et  an  bem 
bamald  fo  «nfletfenbtn  9letvetft«bet  geflotben  wat, 
fo  befdjlofi  bet  9>rebigct  bad  in  betfetben  SBocbe  fal« 
Unfee  £immelfal)vtdfefi  .&u  benwfeen ,  um  feem  35er* 
flotbenen  ju  «l>ren  bie  Sfctauecfeietli««**  nach&uholy 
Un,  bie  bei  feinet  Ritten  SSeetbigung  nicht  t>a«t 
©tatt  finben  fonnen.  —  Su  bem  <5nbe  f>atte  et  bce 
fdmmtlid)en  ©chulfinbet  angewiefen ,  fid)  am  ®lot* 
gen  bed  gebachten  gcfled,  reinlich  gefleibet  unb  jebed 
mit  einem  btuhenben  3wei9e  von  trgenb  einem  £>bfl» 
bäume  vetfehen,  -in  bet  ©c&uljlube  su  vetfammetn. 
eben  bafein  i>atte  et  um  bie  Seit,  wo  bet  ©otced, 
bUufl  feinen  Anfang  ju  nehmen  pflegt,  bie  gefammte 
Sowunbftaft  befchieben,  ohne  frei,  äbtigend  6bet 
feine  audffihtli«  iu  ^n*  %bttM 

noroet  wat  von  feinet  ©atnn  unb  mehreren  getnrn 
binnen,  bu  aUe  bem  SSetflotbenen  mit  Siebe  unfe 
Achtung  jugethan  waren,  ein  etwad  gtefee  Sranj 
ton  ebenfaUd  fclftfjenbcn  SSaumjweigen  gefectiget 
werben.  SDiefen  lief  et  nun  am  borgen  bed 
^immctfahtt^fejled  ,  tec  unb  an* 

muthdvoU  wat ,  «utj  vor  bem  Anfang  bed  ©otted» 
fe.ienfted  verbeeft  in  bie  ©d)«le  tragen,  »0  bere.td 
bie  Äinfeet  nebfl  bet  33ovmunbfchaft  fid)  eiugefunben 
hatten,  unb  begab  fleh  nun  fclb(l  bahin.  ©ein 
einttitt  —  in  bieft  Sßetfammlung  —  bet  ^fnbltcf  bet 
mit  »lutheniweigen  ge.fchmucften  Sinhet,  bet  fBlu» 


0  b  ft  = 

<$cnbuft  felbjl,  ber  jeöf  bag  ßebrjimmet  erfüllte;  — 
mc  allen  aber  betSebem  ff  cf)  aufbrdngenbe@ebanfe, 
bafj  biefeg  Simmer  gleichem  bie  Becfßatt  beg  Ver* 
fforbenen  gewefen  war,  in  welcher  man  9?iemanben 
alö  nur  bm  Meifrer  vermiete,  ben  j egt  bag  fühle 
©rab  umfcblof  —  bieg  Wieg  machte  auf  ihn  unb 
bie  ganjc  Verfammlung  einen  folcben  öuferorbenf. 
lidjen  ©inbnnf,  bajj  ein  lauteg  Beinen  bie  ©teile 
ber  gegenfeitigen  Morgenbegrßfjung  vertrat.  —  9kcf) 
einer  langen  $aufe  begann  enbtrcf)  ber  ^rebigec  in 
einer  furjen  Siebe  ben  Varmunbfcbaftggliebern  unter 
feierlicher  Wtfbecfung  beg  Äranjcg  feine  tfbficbt  ju 
entbeefen,  bie  barin  befianb,  baft  ©iner  aug  ihnen, 
ber  notjuggweife  mit  bem  feeligen  ©antöt  bie  @e» 
meinbeangelege:’f)eiten  geleitet  fjratte ,  unter  bem 
SSortritt  beg  «Prebigerg  unb  geführt  von  jwei  an= 
bem  Vormunbfchaftgpevfonm  tiefen  Äranj  in  bie 
itirc^e  tragen,  wofelbß  er  auf  bem  Wtare  nieberge. 
legt,  nad)  geenbigtem  ©ottegbienfie  aber  an  ber  £>r* 
gel  aufgehangen  werben  foETte.  Sie  Einher  follten 
ffch  ^aarweife  anfebtiefen,  unb  fo  in  biefer  Drbmmg 
gemeinfcfjaftlicb  mit  bem  fPtebiger  unb  ber  SScrmunbl 
febaft,  in  feierlicher  ^cocefffon  ff>reit  Beg  vor  bem 
©rabe  beg  verdorbenen  ßebrerg  vorbei  nehmen,  rrn 
Vorbeigehen  aber  Sebeg  feinen  Vlüthenjwerg  anf  ben 
©rabbuget  werfen  unb  bann  ben  übrigen  in  bie 
£ir<be  su  ben  ihnen  angewiefenen  ©i&ett  folgen. 

Mittlerweile  baffe  fleh  bie  ganje  ©emeinbe  aug 
eignen  freiem  Antriebe  auf  bem  Äircbbofe  in  ber 
üiäfye  beg  ©rabeg  verfammet,  unb  empfang  hier 
unter  unjdhligen  Shranen  unb  lautem  Beinen,  bag 
felbfi  bureb  bag  ©lotfengetaute  gehört  würbe  —  ben 
&B9-  Wg  man  nun  bei  bem  2f ltnre  anfam, 
itab^1  ber  SPrebiger  ben  Ärans  in  ©mpfang,  worauf 


G  U  l  f  U  t.  tg 

bann  foglercb  ber  ©ottegbienfl  begann.  Sic  ®e» 
febiebte  beg  geßeg  warb  von  ihm  benif|t,  um  mit 
befonbeter  Wiwettbung  auf  ben  verdorbenen  3ugeno* 
lebcer  über  bie  tfrt  unb  Beife  ju  teben,  wie 
man  bag  tfnbenfen  folget  ^erfonen  cfa 
ren  rnüffe,  bie  fidb  bureb  ein  Seben  »oll 
gemeinnüfcigtt  Sbdtigfeit  um  ihre  Mit. 
menfeben  befonberg  verbient  gemacht  ba* 
ben.  Wn©cbluffe  tiefer  fo  recht  vom  fersen  jum 
fersen  gebrochenen  $rebigt  tfjat  et  ben  Votfcblag, 
an  einem  febicflidjcn  £>rte  bem  Verewigten  ein  ein* 
facbeg  —  von  ben  biejTgen  ©teinhausrn  im  nabe  ge* 
legenen  ©Umbruch«  felbft  ju  fertigenbeg  Senfmabl 
?u  fe&en,  beffen  Unfofan  bureb  freiwillige,  beute 
noch  einjufammelube  Beiträge  foKten  befaitten  wer* 
ben.  —  Ser  Vortag  warb  freubig  angenommen, 
unb  fd)on  Siacbmittagg  4  Ufa  befanb  flcb  ber  «Pre* 
bigec  im  V efa  von  17  Sohlen.,  bie  man  auf  tiefe 
5ßeife  jufammengebraebt  batte.  $ag  etwa  gebiente 
erbot  fich  bie  Vocmunbfcbaft  aug  ber  ©emeinbecaffe 
ju  etfefcen.  2fUeg  Uebrige  warb  ber  Wrotbnung  beg 
^rebigeeg  überla|fen,  ber  nun  nach  einer  vorgeleg. 
ten  Zeichnung  von  ben  ffafaen  ©teinbauern  bag 
Senfmabl  fertigen  lief,  welches  man  je&t  auf  bem 
grofen,  ebenfallg  noch  von  bem  feeligen  £6  hier 
mit  herrlichen  Sbftbdumen  bepflanjten  Votplafa  ber 
langen  Vaumallee  —  ungefähr  ioo  ©ebritte  vom 
2Bege,  ber  oon  $r a n f  en b a  u  f en  nach  9?ottle. 
ben  führt ,  im  #intergrunbe  von  Beiten  unb  an 
ben  ©eiten  von  Sbfibäumen  umfebattet,  erblicft, 

dg  iß-  in  antrfec ,  fefjr  gefälliger  Jorm  gear= 
beitet  Sag  Äopfßucf  bittet  eine  ?frt  Sadb,  mit 
'’i«  fpifcig  suMfen&m  ©efen,  fpringt  in  ber  fronte  1 
unb  an  ben  ©eiten  2  Soll  übet  ben  mittlern  ©teln 

©  2 


20 


S6f**ßultur. 


fjcrtjoc  unb  ifl  24  3ott  höc*L  33  3oU  breit  unb  17 
3oll  tief.  Sec  mittlere  ©tein  ift  29  3oU  hoch, 
eben  fo  breit  unb  <4  3otl  tief.  2fuf  einer  bet  fcbina= 
len  ©eiten  be8  SDtittelftucfS  befinbet  f ich  in  erijabe; 
nee  Arbeit  eine  umgefehrte  Sacfet,  auf  bec  anbern 
ein  Tffcbenftug.  2lm  oberen  ©tein  lieft  man  mit 
Sapibarfchrift  vorn  bie  2Borte: 

AUS  DANKBARKEIT, 
unb  tunten 

UND  ZUR  ERMUNTERUNG. 

2fuf  bec  votbern  ©eite  be$  9)?ittelfiücfö  befinbet  ftcf> 
folgende  Snfd^rift : 

DEM 

ANDENKEN 

IHRES  FREUNDES  UND  JUGENDLEHRERS 
HERRN 

JOH.  NIC.  KOEHLER. 

geb.  zu  GLASBACH 

DE»  XXIX.  AUGUST  MDCCEIII. 

gest.  z  u  ROTTLEBEN 

»Elf  XIII.  MAI  JIDCCCinr. 

DIE  GEMEINDE. 

unb  auf  bec  entgegengefefcten  ©eite 

SEINER 

GEMEINNUETZIGEN  THA.ETIGKEIT  ALLEIN 

VERDANKT  DIESKR.  ORT 

DIE  IHN  UMGEBENDEN 
OESTPFLANZUNGEN. 

Sa§  ®an$e  ifr,  von  ber  Erb t  an  gerechnet  3  ©den 
unb  einige  3olt  t>^>  «»$  giemtidj  gut  gearbeitet. 


Sie  friegerifdjen  Unruhen  bec  bamaligen  Seit 
verdateten  Die  2lufjtelUmg  be$  Senfmabis,  bie  erjl 
im  foiaenben  Sah*«  Statt  fanb  ;  aber  ber  in  bet 
Snfchcift  auägefptodjene  Stebengwecf  beffetben,  baß 
e$  gut  Ermunterung  bienen  foüte,  ift  bi$  l)iert)cc 
herrlid)  beforbert  worben.  Senn  fd)cn  crblidt  man 
im  fchonflen  fÜkcbSthum  begriffen  dem  Senfmahl 
gegenüber  eine  unter  ber  5Mtur>g  be$  *pr«biget$  im 
Saijte  1816  angelegte  neue  ^flanjung  von  lauter 
Äernobjtbdumen,  unb  aud)  ein  anberec  bebeutenb 
großer,  an  ber  ©traf«  nach  iJtorbhaufen  ju,  weiter 
vom  Srte  entfernt  gelegener  fKafenplafs,  ba$  Älops 
pelb  iel  genannt,  ift  bereits  jur  Jpulfte  butch  bie 
©emeinbe  mit  Äirfcfcjtdmmen  nach  ber  Bett  ange= 
pflanjt  worben,  bie  nad)  einer  9teihe  von  Sahcw 
herrliche  Einfunfte  verfprechen  unb  gugleid;  von  ben 
lieberalen  ©efinnungen  beS  bermaligen  3tittergutS= 
befi§er$  geugen,  welcher  ber  ©emeinbe  bei  ihren  bi$» 
herigen  SSeftrebungen  nach  SSortheilen  biefer  2lrt  als 
Srtftberedftigtec  nie  ^inbetniffe  in  ben  9ßeg  ge; 
legt  Ipat. 

©0  befieht  unb  erweitert  ftdj  «Ifo  forfbaumtb 
baö  fo  viel  ©eegen  brtngenbe  SBetf  biefeS  fo  ver* 
bienten  ©d)ullehrer6 ,  beffen  2lnbeufen  übrigens  auch 
no*  auf  «ine  anbere  SQBeife  burch  ben  3ufaU  vor  ber 
SJergeffenheit  gefdhüfct  worben  ift.  Senn  jene«, 
Ä  oh  lern  eigenthumlich  gewefene  SBohnbanS,  nebft 
bem  Dabei  befttblichen  von  ihn  felbji  angelegten 
©arten,  warb  nach  gefabener  SGBiebetbcfefcung  be$ 
©chulamtS,  wegen  SSaufddigfeit  bec  atten  ©d)U U 
Wohnung  bei  ©eiegenheit  be$  SfüegjugS  feiner  5Bittwe 
von  ber  ©emeinbe  gefauft  unb  auf  Äofien  berfelben 
gut  ©chulwohnung  «ingerichtet.  —  SJtoge  benn  mit 
feinem  gewiß  tti«  erlöfcbenben  2fnbenfen  auch  fei« 


2t 


©  «  t  t  C  tt  s 

tätiger  gemeinnu&iger  ©inn  für  bie  Seforberung 
beö  allgemeinen  83<ffen  ebenfalls  hier  fortleben  unb 
fid)  allen  unb  jeben,  befonber«  aber  benen  mitthei* 
len,  bie  naob  ihm  «f«  feine  üftacbfoigfr  bie  grumte 
feine«  tvohlthätiyen  SBirfenS  fo  nabe  vor  fiel)  [eben 
unb  im  2lntli<f  unb  ©enufje  betfelben  fo  oiel  (Srmuns 
terung  jur  9iachahmung  ftnben. 

9iottlebenf  im  2tuguji  x820, 

SW  — c. 


8  1 1 1  r  «  t  u  t*. 

Wachfc&rift  bei  ^eraulgeberl. 

Scb  felbft  bin  ein  2fugen$euge  ber  vortrefflichen 
SbjfpfTanjungen  beS  Sorfis  Nottleben. 
boeb  biefer  n>of)lthätUe  ©eift  ber  Öbjl*6u[tuc  recht 
balb  ft'cb  über  alle  unfere  Sovfer  verbreiten,  unb 
aUe  unfere  Säcfet  folcbe  ©chullebrer  befemmen  wie 
Nobler, 

5.  3.  93ertttcb. 


©atten^Siteratur. 


I. 

3n  ber  Seipjigei:  SWicbaeltö  =  treffe  1819  unb 
Öfter  =  SJieffe  18^0  neu  erfd)ienene  ©arten  r 
unb  botanifdje  ©ebtiften. 


ftbbilbung  ber  2eutf<ben  ^oljarten,  für  Sorffmännet 
unb  üiebbaber  bet  Sotanif;  hetauSgegebcn  vom 
^Drof.  ©uimpel,  mit  Sefchteibung  betfelben 
bon  SB  i  l  tb  eno  tv  unb  S  ©.  .£>  anne  35.  bi«  36. 
#cft  mit  auSgemalten  Äupfent,  gr!  4.  Serlin, 
©cböppelfcbe  S5u*banblung. 
w  —  feemben,  in  Seutfdjlanb  auSbauern-- 
ben  £oljarten,  für  Sorffmännet,  ©otten&eft&et 
unb  Sreunbe  bet  Sotanif.  «fjetauSgegcben  vom 
*»f-  5  t.  ©uimpel;  mit  2fngave  bet  dulfur 
bom  Snfpector  St.  £)tto;  befehdeten  von  Sr. 


@ottr.  £apne,  1.  Sb.  3.  u.  4.  ©t.  SWit  12 
amgemalfen  Tupfern,  gr.  4.  SSctltn,  ©chüpped 
feb«  Suchhanblung. 

2fbler,  Dr  SB./  Slora  be$  3iegenru<fet  ÄreifcS  unb 
ber  umliegenben  ©egenben,  ober  Serjeicbnifj  ber 
bafelbfi  tvilbivachfenben  ^flangen  ,  nebff  Angabe 
ihrer  SBobnorte,  Sluthenjcit,  Sauer  unb  ihre« 
9lu&en«,  1.  Sb.  gr.  8.  Weuftabt  unb  3iegenruff. 
SBagner. 

Säbefer,  S  ®.  *6.  3-,  furjer  unb  faff lieber  Un- 
terricbf  *«  ber  einfachen  Sbjfbaumjucbt  für  bie 
Sanbjugenb.  Sritte  vermehrte  unb  verbefferte  2tuS* 
gäbe.  8  Cfffen  unb  SuiSburg  bei  Säbefer. 

Saumjucht,  bie  auf  bem  Banbe,  ober  grunb* 
lieb  unb  beutlicber  Unterricht ,  wie  ftef)  auch  ber 
fiattümann  bie  übonffen  Sbftbäume  auf  eine  leichte 
2frt  felbfi  ergeben,  verebeln  unb  vor  Äranfheiteti 


©arten  =  Literatur* 


23 

bewahren  fann.  SSette  2Ca{Iage.  8-  Leipzig,  liter. 
©enttaUßomptoir, 

S3ertuch,  Dr.  g.  S.f  ©artenmagajin,  allgemeines 
SeutfcheS,  gortfefcung  beffelben  ober  gemeinnufeige . 
Beiträge  für  alle  Steile  beS  praftifchen  ©artenwe* 
fen$.  SERit  auSgem.  u.  fchroatj.  Äupfern  IV.  23an* 
beS  i.  bis  4.  ©tucf,  gr.  4.  SSeimar,  3nöwp»«* 
©omptoir. 

Boon  Mesch  (H.  C.  v.  der)  Responsio  ad  quaest. 
botan.  de  ratione,  quae  est  intex  structuram 
et  form  am  externam  plantarum;  praemio  or- 
nata.  4.  maj.  Lugd.Bat.  (Lipsiae,  libr.  Weid- 
mannia  in  comm  ) 

Ejusdem  Commentatio  de  vi  lucis  ad  creanda 
principia  vegetabilium  proxima;  praemio 
ornata  4.  maj.  Lugd,  Bat.  (Ibidem  eodem 
in  comm.) 

©anbolle'S,  Dr.  X  $.  £)e,  unb  Ä.  ©ptengelS 
©ruttbzüge  bet  »ijfenfdjaftlic^en  ^)flanjenfunbe  ju 
SSotlefungen,  mit  8  Tupfern,  gt.  8-  2eipjig/  bei 
©noMod). 

JDietrtdyS,  Dr.  gr.  ©ottl.,  vollfUnbigeS  Bepicon 
ber  ©drtnerei  unb  SSotanif ,  ober  alphabetifche 
SSefcbteibung  vom  23au ,  Wartung  unb  9Zufcen 
aßet  in*  unb  auSldnbifchen  ofonomifchen  offtcinels 
len,  i«c  3ierbe  bienenben  ©en>dd)fe.  ifler  23anb. 
Zweite  netbefferte  Auflage,  gt.  8»  SSevlin,  ©ebr, 
©dbide. 

—  —  9tachtrag  ju  bem  »olljldnbigen  Septcon 

ber  ©artnetei  unb  SSotanif.  6.  23b.  gt,  8.  ßbenb. 
bei  ©benbenf. 

©utopas  nubicintfche  glora,  .mit  nad>  bet 
Statut  gezeichneten  unb  lifhographitten  2tbbilbungen 
i»  colorirten  unb  fdjmarzen  2tbbcücfen;  tjerawSgcaes 


ben  non  21.  6perbfr,  unb  g.  9?.  9tfapfrhof* 
fer.  gr.  gol,  München,  bei  gleifcbmann. 
glora,  ober  bofantfdje  Leitung,  welche  9t ecen (Tonen, 
Äb^anblungen  u.  f.  tv.  bie  SSotanif  betr.  enthdlf. 
2terSabrg.  1.2.3.  unfe  3t?r3a^g.  8.  Sfffitn* 
berg,  Siegel  u.  SBiejjnet  in  ©omm. 

Flora  Danica ,  plantarum  in  regno  Daniae  et 
in  ducatibus  Slesvici,  Holsaliae  et  Lauen- 
burgiae  sponte  nascentium  icones  nigras  co- 
loratasve  exhibens.  Jussu  regio  edita  a  J.  W. 
Hornemann.  Vol.  Xmi  fase.  lus  s.  trtius 
operis  28 us  Tabl.  MDCXXI  —  MDCLXXX. 
fol.  (Hafniae  librariaGyldendalia  in  comm.) 
Flora  Monacensis,  seu  plantae  sponte  circa 
Monachium  nascentes,  qnas  pinart  et  in  la* 
pide  delineavit  I.  N.  Mayrhoff  er ,  comment. 
perpet.  additit  F .  P.  de  Schrank ,  fase. 
LXXXII— XCII  fol.  maj.  (Monachii  Fleisch¬ 
mann  in  comm.) 

glora  91ätrr6ergffehe,  ober  erjte  2fbtf)ei(ung  ber 
S3aierfcf>en  glora,  ein  $anbbud)  zum  Unterricht  unb 
©clbjlbelehtung  mit  nach  ber  Statut  gemalten  2fbs 
bilbungen.  i.Sdnbchen  mit  ßoSafetn,  2.  S3dnb= 
djen,  1.  bis  3.  «£eft.  24  gemalte  tafeln,  gr.  8. 
Nürnberg,  SBinterfdjmibt  b.  3ung. 
gruchtgarten,  ber  Seutfche,  als  2fu8jug,  atiS 
©icflctS  Seutfcben  fDbjlgdrtner  unb  bem  allge= 
meinen  Scutfdjen  ©artenmagazme.  C0?it  auSgem. 
unb  febwarzen  Tupfern.  III.  SSbS.  1.  2.  u.  3.  @f. 
SEBeimar,  Snbufiiie:  ©omptoir. 
gunef,  $e  ©.,  frpptogamifche  ©eredchfe  beS  gid)- 
telgebirgS  in  natürlichen  ©ejlalten  gefammelt,  26. 
«fjeft.  Leipzig,  25arth. 

©detner,  ber  fleine,  vom  9??.  ®.  *p.  gt,  8. 
SreSben,  ^ilfc^etf.rfje  23ud)h<mblung. 


©arftn  *  2  i  f  e  t  a  t  u  r< 


25 


e&anne,  Dr.  g.  6.,  getreue  25ar(rellimg  unb  23e-- 
fcbreibung  ber  in  ber  2Tr$neifunbe  gebräuchlichen 
©ercdchfe/  wie  auch  folget,  welche  mit  ihnen  t>er* 
ived)felt  roerbm  fonnen.  VII.  23bS.  1 — 4.  2i«fer. 
gr.  4.  SSertin,  SJccfaffec  it.  glittner  in  Gcmm. 

—  —  Termini  botanici  iconibus  illustrati,  ober 
fcetanifche  Äunftfpradje,  burd)  tfbbilbungeu  erldu= 
tcrt.  II.  33b*.  6.  £ft.  fDiit  einet  illumtnitten  Äu= 
pfettafel,  gr.  4.  33etltn,  glittner. 

Tempel,  2.  2,,  ber  pomologifche  Ba«5 
betting,  ober  ba*  untrügliche  Rittet  bie  £)bfc 
bdume  $um  guuhttragen  ju  jroingen.  Broeite  um= 
gearbeitete  Äufl.  gc.  8-  2eipjig,  ©ngelmann. 

Henckel  a  DonnerSmark,  Nomenclator  bota- 
nicus  sistens  plawtas  omnes  in  Caroli  a  Liimd 
spec.  plant,  ab  illustro  Dr.  C.  L.  F.  Willde- 
now  enumeratas.  Editio  sec.  et  aucta.  8  maj, 
(Halae  Hendel  et  Filius). 

Hortus  Belvedereanus ,  ober  SBerjeicf>ni§  bet  hes 
frimmten  planten,  welche  in  bem  ©tophetjogl. 
©arten  ju  SSeloebere  bei.  2Beimat  bisher  gezogen 
ivorben  unb  ju  ftnben  ftnb.  I.  ßieferung.  gr.  8- 
SBeiniac,  Snbuftrie  =  Gomptoir. 

3ud>,  £>.  6.23.,  ©i'tpfTanjen,  jur  ^Belehrung  für 
Sebermann  befchrieben  unb  abgebilbet.  5.  bi$  1 2. 
.£eft,  gr.  4.  2(ug3burg,  Seipjig,  liter.  Gentrais 
Gomptoir. 

SamSborf,  g.  g.  uen,  ba*  ©patgelbuch ,  ober 
treifung  auf  eine  feiger  in  $£eutfd)lanb  unbefannte 
unb  ganj  einfadje  2fct ,  10—12  Bell  lang,  gerabe 
wie  eine  ©aefaeferje  unb  *on  ber  25ic?e  etneS  B0U6 
im  2>urchmeffet  ju  erliefen  unb  bie  ©pargelbeete 
Jburd)  $wan|ig  Sa^re  in  »ollforamen  tragbarem 


©tanbe  ju  erhalte«.  2)ut(h  3ojd^rige  ©rfafjrnnj 
geprüft.  8-  2i«},  afabemifcheSuchhanbl.  (2eipji|, 
bei  ©chmibt. ) 

£anbwirtbfchaft$s,  ©arten*  ttnb  gotfbGa* 
lenbet,  immerwdbtenbec,  obec  SBetjei^ntf  bet  t« 
jebem  ffflo nate  oorfallenben  Verrichtungen,  fowohi 
im  gelbe,  al«  in  Küchen*,  in  SStumen*,  Vaumgdt* 
ten  unb  in  ©albern  u.  f.  ro.  geipjig,  ©ommer* 
fd)e  Sud)l)anbl. 

Linne,  C.  A.,  Systema  vegetabilium  secundur* 
classes  ordines,  genera,  species,  cum  cha- 
racteribus,  differentiis  et  synonimis,  cur 
J.  A.  Schuhes,  Tomus  V.  et  VI.  6.  maj. 
Tubingae,  Cotta. 

2upin,  gr.  0.,  bie  ©arten;  ein  23ort  $u  feine* 
Beit,  mit  einem  ©arten  =  Svomatt  unb  einem  Vet*- 
jei<J>ttiffe  bet  $u  Glbetfelb  roachfenben  *Pflan5en. 
©?it  Tupfern.  8.  SSÄünc^en ,  ßentnec.  (£eipjij, 
*£artmann. ) 

Sftüllec,  5.  G.  g.,  ber  nollfldnbtge  5Ro« 
natägartner,  ober  Sleutfch«  noüjtdnbigc 
roeifung  ju  aHm  ©efdjaften  in  SSuunv,  Äucben; 
unb  SSlumengdrten  für  alle  SÄonate  beS  3af)re6. 
günfte  oeebefferte  u.  oermebrte  2Iuflage.  8-  Sranf* 
furta.  ffll.,  ©uilt)aumann. 

Nees  ab  Esenbeck ,  D.  Tn.  F.  L.  radix  plan- 
tarum  mycetoidearum,  scripsit  et  figura  aeri 
incisa  iliustravit,  4.  Bonnae.  Marcus. 

—  —  —  G.  ©. ,  «£anbbud>  ber  Sotanif  für 

S3otlefungen  ä«nt  ©elb(I(Iubium.  gr.  8-  Nürnberg, 
bei  ©d>rag. 

betrieb’«  praft.  Unterridit  für  ©artenfreunbe.  Giu 
©aiten buch ,  morau«  jebaeber  ©artenfreunb,  o^nt 


©arten  *  Siferatur, 


2* 

«£ütfe  etneS  ©arfnetS  ftcb  feine  ©bfibdume  erjie== 
b«t  uni)  aße$  gut  ©bffcultur  CRotfjige ,  grünblid) 
erlernen  fann.  Ütebft  einet  ooßjldnbigen  2(b^anb> 
tung  über  benßfpalier,  ^pramiben  unb  f)0cf>jtäm: 
migen  ©aumfebnitt.  ©fit  Tupfern.  8-  5Bien, 
©rdffetfcbe  ©ud)b&l. 

*Petricb’$  pomologifdje  (Sammlung  bet  beflen  ©at= 
tungen  SafelobfteS,  nach  bec  Statut  gejeicfjnet  unb 
forgfattig  ißuminirt.  i.  u.  2.  #eft,  jebeS  mit  6  iß. 
.Rupfern'.'  4.  ©benb.  bei  ©benbenf. 

—  —  tfbbanbtung  übet  ben  ©aumfebnitt  nadj 
erprobten  Siegeln.  ©iit  Rupfern.  8-  ©benbafelbjl 
bei  Ctbenbenftlben. 

—  —  praftifdje  ©artenlebre  für  ©artenfreunbe, 
n>ie  felbe  if>ce  ©arten  bet  ©rbnung  nach  angute* 
gen  unb  ju  bebanbeln  f>aben,  um  ben  beftimmten 
Stufen,  wie  auch  ba$  tfngenebme  gu  geniejjen, 
was  bie  Statur  bei  angemeffener  ©ebanblung  lie« 
fett,  mit  Rupfern.  8*  ßbenb.  bei  Crbenbenf. 

Plantae  rariores  Horti  academici  Monacensis 
descriptae  et  observationibus  illustratae  a  F. 
P.  de  Schrank.  Tom.  II.  fase.  VI.  et  75  fol. 
maj.  Norimbergae  Schräg. 

^Mato,  R.  ©. ,  5£eutfcf)lanb$  ©iftpflangen,  gurn 
©fbraud>  fuc  ©ebuten,  auf  einet  Safel  abgebil» 
bet  unb  fafjlicb  befebrieben.  ©ritte  Auflage.  8* 
ßeipjig  /  3ttbu(irie=  (üomptoit. 

Steidbarbts  2anb  =  unb  ©atCenfdfjafe  in  5  Steilen. 
SteuefletCuggabe  ober  fedjflc  umgearbeitete  Auflage. 
3n  ©erbin^ung  mit  mehreren  ©acboetfianbigen 
betauSgegeben  00m  *Prof.  ©.  #.  2.  2S.  ©olfer. 
9)?it  Rupfern  unb  ©teinbrüefen,  4.  unb  5,  Sfjeil 
».  f.  w,  Erfurt,  Rapferfdj«  SSudjljanbf. 


Stoiber,  S>  bon,  ber  ^epfenb au;  für  jeben 
©efonomen.  2anb$but,  Sßcberf^e  ©ucbb<mbl. 

Roth ,  A.  G.,  novae  plantarum  species,  prae- 
sertim  Indiae  Orientalis  cum  descript.  et  ob¬ 
servationibus  8  maj.  Halberstatii  Vogler. 

©cbmibtä,  (5.  S. ,  boßftdnbiger  unb  grunblicber 
©attenunterritfjt,  ober  tfnweifung  für  ©bff-,  Rü¬ 
chen  5  unb  ©lumengarten.  ©fit  brei  Anhängen, 
«om  2(ufbewabren  unb  Ghbalten  ber  grüebte  unb 
©ewaebfe  u.  f.  w.  mit  einem  ©ionatSgdrtnet  »er* 
fetten.  Sleunte  Auflage.  8*  Eeipjig,  bei  ©erbarb 
Steifeber. 

©Treibers,  St./  furge  unb  gtünblidje  2fnweifung 
jum  ©efdjneiben  bet  Stucbtbdume.  ©fit  1  2fbb. 
8-  3üßicbau,  bei  ©arnmann. 

©ternberg’8,  ©raf  Giafpr.  ton,  ©etfueb  einer 
geograpbifcbs  botanifeben  ©arflellung  bet  glora  bet 
©orwelt.  I.  *£>eft  mit  Rupfern,  gr.  Sol.  Seipgig 
unb  ^rag,  Sr.  S^if^er. 

Steudely  D.F.,  Nomenclator  botanicus  enum- 
merans  ordine  alphabet.  nomina  atque  Sy¬ 
nonyma  tum  generica  tum  specifica,  ä  Lin- 
nes  et  recentior  de  re  botanica  scriptoribus, 
plantis  imposita  8-  maj.  Stuttgardtiae  Cotta. 

©ergeiebnifi  ber  auSldnbifcben  ©dume,  ©traute  unb 
©ameteien,  ber  ©tauben s  unb  Stopfgewacbfe,  fo 
wie  bet  Derebetten  ©bjlforten,  welche  in  ben  non 
©el tbeimifeben  ©drten  unb  Plantagen 
gu  ^arbfe  bei  £elmßdbt  gegen  beigefefcte 
greife  gu  haben  fir.b,  gr.  8-  23raunfcbweig,  bei 
©ieweg. 

—  —  ber  £>bjlf orten  in  ber  fpffematifebett 
©bfibaumfcbule  im  Rongl.  ©debf.  gtofjen  ®at* 


©arten 

ten  bei  Ste«ben.  gr.  ff.  Sreiben,  Arnolbfcbe 
Sudbbanblurg. 

SBa  Iter’«,  -3.  3.,  allgemeine«  SrtitfAe«  ©artet* 
lud),  ober  neue  gemeinnü&lie&e  itnb  tolljianbig  prnfi 
tifdje  Anleitung  jur  Anlegung  unb  Sebantlung 
ber  8ujl*#  Jtücben*  unb  Saumgarten.  2  SSanbe. 
dritte  term.  unb  «erb.  Aufl.  gr.  3.  ©tuttgarbt, 
bei  Siedler. 

üSöet^e,  Dr.  Aug.,  $£eutfcbe  ©rdfev  für  Sotani* 
fer  unb  Sefonomen  getrocknet  unb  h$rau«gegeben. 
3.  unb  4.  (Sammlung,  jebe  ton  25  Arten.  golio. 
Semgo,  5D?eperfd)e  Sucbbanbl. 

SS3  e n  b  I  a  n  b  ’ö ,  3.  ?.,  ©ammlung  au«(dnbifcber  unb 
einf>eimtfd>cr  ^flanjen  mit  ihrer  Abbilbung,  Se* 
fcbreibung  unb  ©ultut.  3.  Sb.  2.  $eft.  9Kit  i U, 
Äupfern.  gr.  4.  $annoter,  £abnfcbe  Sud)f)b(. 


2. 

Gf)ritfian  e  i d>a r t ’  ö  Sanb  =  unb  ©au-- 
fcnfc^,  neu'e  ob«  fecfjfte  Auflage,  4ter 
bearbeitet  00m  $>rof.  Dr.  23  ölt  er. 

Neffen  5ter  $&eil  bearbeitet  00m  $>rof.  unb 
SJtcbic.  afat^Dr.  3  3  »ern&arbi, 
unb  berauSgegeben  00m  $cof.  Dr.  jßolter. 
ßifuvt  in  ber  tfetjferfc&en  23ucf$anotung. 


^nblicb  ift  nun  bie  Soffenbung  biefe«  torfreff 
tidjen  ffierfe*  -  befifen  I.  u.  II.  Streit  ich  bereit« 
im  III.  58b«.  4.  ©t.  ©.  160  unb  III.  Sfjeit  im 
IV.  Sb«.  1.  ©t.  mit  terbientem  2obe  anjeigte  — 
Settf,  b.  tf.3:.@art,  SDtag.  V.SS&g,  i.©t,  1820. 


=  Siterafnc.  25 

nut  fernem  4.  unb  5.  £f)eir  erfreuen ,  unb  erfüllt 
nid)t  allein,  ja  uberttifft  noch  bie  ©Wartung  aller 
Kenner  be«  gad;«  tollbommen.  Ser  fünfte  3:f)eit 
betjanbett  au«f%U£  bie  £)b fl  *  Cu  ttu r  ,  unb  ber 
fecbfie  bie  ©rjiebung  ber  Ap-rTbefer»  ©ettdc&fe 
unb  Bier s  ^>f[an jen.  2Baö  biefen  beiben  5£f)ei= 
len  einen  befonbecen  unb  au«ge$cid)neten  5öertf) 
Siebt,  ifi,  bag  bie  Searbeitung  be«  fünften  $beil«, 
ein  praftifdjer  homolog,  unb  be«  fedjflen,  unfet 
berühmter  Sotanifer,  $r.  S?ebijinal=9iatb  unb  ^ro» 
feffor  Dr.  Sernbatbi  ju  Crfurt,  übernabm,  unb 
fo  t>ortreff(id)  au«fübrfe,  ba£  man  beiben  tvörbigen 
SD?dnnern,  fo  mie  aud>  £r.  $rof.  Dr.  S 6 If  er,  al« 
£erau«geber,  für  bie  glücke  SSabl  berfelben  ju 
biefem  Bttecfe,  hier  öffentlich  banken  muß. 

2Bie  reich  bie  Materie  fo  ttie  ba«  Setail  biefer 
beiben  Sdnbe  i|f,  mirb  ihr  folgenber  Inhalt  jeigen. 

SnbaH  bei  fünften  23  a  n  b  e  i,  t>  0  m 
£>  b  fi  b  a  u. 

(Einleitung. 

erfler  Abfcbn  itt.  Son  ber  £6jl&aum$ud;t  im 
Allgemeinen. 

ßapitel  I.  Son  ber  erforberlicben  Sefcbaffenbeit  unb 
ber  Anlage  ber  jum  Sbjibau  bejtimmten 
©runbjlücfe. 

Gapitel  II.  Son  ber  ©rjiebang,  Sermebrung  unb 
Sereblung  ber  Sbflbdume  im  2flfgemeinen. 

I.  Sie  Sermebrung  burcb  ©tccflinge, 

II.  Sie  Sermebrung  buvch  Ableger. 

III.  Sie  Sermebrung  burcb  SButjel:  ©cbbflinge. 
IV7.  Sic  Sermebrung  burcb  <Saamcn. 

Sie  ©aamenfcbule. 

Sie  Saum»  ober  Serebclungöfcbule. 

Son  ben  Serebfung«s!2ftetboben. 

s- 


26 


©arten 


2  i  1 1  r  a  t  u  x. 


I.  £)ag  pfropfen. 

II  Sag  dopuliten. 

III.  Sag  Sculiren. 

Son  ber  Se&anblung  ber  üerebelten  (Stamme 
in  ben  unmittelbar  nach  ber  Sereblung  fof* 
genben  Sabren. 

Ctapitel  III.  SSon  ber  Scfjanblung  ber #odjflämme, 
Som  Serfefcen  ber  Saume. 

Som  Sefdjneiben. 

Sem  2IufJocfeut  beg  Sobeng, 

Som  Sungen. 

ßapitel  IV.  Son  bet  Sehanblung  ber  äraerg* 
flnmme. 

I.  Sie  Spalierbäume. 

II.  Sie  9>pramiben. 

III.  Sie  Äugelbäume. 

IV.  Sie  Äeffelbäume. 

Som  Saumfdjnitt. 

ßapitel  V.  SSon  ber  Scfjanblung  bet  £>bjl;£>tan» 
Serie  =  Stammten. 

(Sapitel  VI.  SSon  ben  £ranff>eiten,  gefjletn  unb 
nad?tf>eiligen  Sufallen,  benen  bie  Sbftbäume 
auggefe|t  ft'nb. 

(SSon  Saumfitten  unb  Salben), 

Som  Sranbe. 

SSem  Ärebl. 

Sem  2lugfa|  ober  SRäube. 

Sora  Saftfluf  (©ummiflujj). 

Son  bet  Sarrfuc^t. 

Son  bet  ©elbfudjt. 

Son  ber  Äräufet=  Äranffjcit. 

Som  -3?cfte  unb  atibern  SButjel*  Äranff)e4ten. 
Son  ber  Unfrud;tbarfeit. 

Som  gtoftfdjaben. 

Son  anbern  Sßitterunggfdjäben, 


Ctapitel  VI.  Son  ber  lernte  unb  bet  Senu&ung 
beg  Sbfleg. 

Som  abneljmen  unb  tfufberaahten  beg  Sbfieg. 
Som  Srocfnen  beflelben, 

Som  S'oflmufe. 

Som  Sbflfptup. 

Som  Sbjlttein. 

Sem  Dbjlbranntraein. 

Som  SbflefjTg. 

^  * 

^weiter  Äbftftnitt.  Son  ben  toerfdjiebe* 
nen  Sbftarten  unb  ihrer  Seh«nb= 
lung  ingbef onbete. 

Gapitel  I.  Som  ÄernobfTe, 

I.  Som  tfepfelbaume. 

II.  Som  Sirnbaume. 

III.  Son  ber  Sluitte. 

Som  Gornelfirfcfj;,  ©Ijebeer*  unb  Speierlingg» 
Saum. 

ßapttel  II.  Som  Steinobfle. 

I.  Som  Äirfdibaume. 

II.  Som  spflaumenbaurae. 

III.  Som  Tiprifofenbaume. 

IV.  Som  ^ftrfdjbaume. 

Kapitel  HI.  Som  ©djaleno^te, 

I.  Sem  SBatlnufjbaum. 

II.  Som  ^afelnufflrauche. 

III.  Som  Manbctbaume. 

IV.  Sem  Äaftanienbaume. 

Gapitel  IV.  Som  Seerenobjle, 

I.  Som  Maulbeerbaume. 

II.  Som  3obannigbeetjIrauche. 


©öftcn  sSiteratur. 


Iir.  S3om  ©tacbelfeerf!rau<be. 

IV.  SJom  v^>imfccet (Irauc^c. 

Y.  33om  Seige^baume. 

VI.  S3om  SBeinjlode. 

Snbalt  beö  fecbfren  SSanbeS. 

Apotbefergewdcbfe  unb  3 i c r pfTanjctt. 

Erfter  Abfchnitt.  SSom  Anbau  bet  Atj* 
neigewdcbfe  im  Allgemeinen. 

Einleitung. 

Eapitel  I.  SSon  bet  erforberticben  SSefdjaffem 
beit  unb  Anlage  eines  ApotbefergartenS. 

Eapitel  II.  S3on  ben  Arbeiten,  welche  bie  Arjs 
neipflanjen  erforbern,  befonberS  t>oit  Ein* 
fammlung  unb  Aufbewahrung  berfelben. 

3»eitet  Abfchnitf.  SSom  Anbau  bet  ein* 
Seinen  Arjneigewachfe  inSbefonb ete. 

Eapitel  I.  33on  einjährigen  Arjneigewacbfen, 

Eapitel  II.  SSon  jweijdbtigen  Arjneigewdcbfen. 

Eapitel  III.  SSon  ben  im  freien  auebauetm 
ben  ©taubengewdcbfen,  welche  jur  Arjnei 
benuet  werben. 

Eapitel  IV.  SSon  ben  im  freien  aufbauern= 
ben  ©trducbern  unb  SSdumen,  welche  jum 
Arjneigebrauche  gezogen  werben. 

©rittet  Abfdhnitt.  SSon  ber  Erhebung  ber 
3«erpf lan  jen  im  Allgemeinen. 

Einle  itung. 

Eapitel  I.  Einige  SSemerfungen  über  bie  Am 
läge  eine«  ©artcnS  für  3ierpflanjen. 

Eapitel  II.  SSon  SSebanblung  ber  Sanbpflan* 
|en  im  Allgemeinen, 


27 

Eapitel  III.  SSon  SSebanblung  ber  ©eberben: 
pflanjen, 

Eapitel  IV.  S3on  SSebanblung  bet  ©la^aul* 
pflanjen. 

Eapitel  V.  SSon  SSebanblung  ber  SteibbauS* 
pflanjen. 

Eapitel  VI.  S3on  einigen  ben  3ierpflanjen 
fchdblichen  Sbieren. 

SSierter  Abfchnitt.  SSon  ber  Erjiebung 
ber  einjelnen  3ierpf(anjen  in$b«; 
f  0  n  b  e  r  e. 

Eapitel  I.  S3on  ben  einjährigen  ober  ©om* 
mergewdchfen. 

Eapitel  II.  S3on  ben  jweijdbtigen  3jfr-- 
pflanjen. 

Eapitel  III.  S3on  ben  im  freien  auSbauern* 
ben  ©taubengewdcbfen-- 

Eapitel  IV.  SSon  ben  im  freien  auSbauernbm 
SSdumen  unb  ©trducbern. 

Eapitel  V.  SSon  ben  ©la$bau6pflan$ett. 

Ea'pitel  VI.  SSon  ben  Sreibbauöpflanjen. 

hiermit  erhalt  alfo  ber  praftifche  Sanbwirtb 
fowobt  al$  ber  folibe  ©artenfreunb,  ein  floffTfdyeä 
SBevf,  baS  ihn  ftcher  leiten  wirb,  unb  ben  ganjen 
neu  erfcheinenben  Schwall  non  ©artenbüchern,  bie 
Wie  ^ilje  au$  ber  Erbe  wacbfen,  unb  au$  bcnen  ber 
Anfänger  feinen  ©alatfopf  pflanjen  lernt,  unn ü& 
unb  überflüffig  macht;  benn  SReicbarbö  Sanb  = 
unb  ©artenfchab  unb  ©ietrid)$  ©arten* 
Sepicon,  jum  9?acbfd)[agen  in  einjelnen  Sailen; 
finb  ihm  mehr  aW  genug. 

3um  ©bluffe  biefer  Iftotij  ftnbe  ich  noch  für 
nötbig  unfern  2efern  fowobl  be$  #rn.  9Ueb.  3?ail)S 
©  2 


23 


(Satten  *  ßtferafur. 


sjJrof.  S5ern()ötbi8  Sortefce  ju  feinet  Seatbeiumg 
beS  fünften  S£f)eilö,  a!S  auch  beö  VetauSgeberS 
Vtn.  ^r.of.  SciUerS  9?achtid)t  übet  baS  ganje 
neugefchaffene  5Berf,  mitjutheilen,  bamit  il>re  3ns 
ßtuctien  vollfidnbig  fep. 

Sorrebe  bei  23erfaffeei  bei  fünften 
Z  ft  e  i  { I. 

2fl$  bie  IBerfagSftcmblung  bem  Vm.  fProfeffor 
58  6  l  f  e  r  bie  Verausgabe  biefes  3BecfS  übertrug, 
äußerte  biefelbe  jugletd)  ben  SBunfcft,  baß  ich  bie 
Searbeitung  beSjenigen  3.fttil3/  bet  »on  bet  drjie» 
fjung  bet  offtciellen  unb  3ierpfla«ien  ftanbelt,  übers 
nehmen  mochte,  inbem  ©ie  ftd)  überzeugt  halte,  baß 
bie  von  £R  e  t  dj  a  r  t  in  (Erfurt  unb  feinen  Umgebuns 
gen  gemachten  Seobadßungen  wn  benjenigen  am  bes 
ften  geprüft  werben  fünnten,  bie  ftd?  auf  bemfelben 
58oben  mit  bemfelben  ©egenßanbe  viele  Saljre  bin* 
burd)  befd)dftigt  hatten.  £)iefen  5E3unfd)  ju  erfüllen^ 
wollten  irtbeffen  anbere  fefyr  bringende  Arbeiten,  bie 
ich  bereits  übernommen  hatte,  bamalS  nicht  geßats 
ten,  unb  ich  fdblug  baf>er  vor,  bem  rühmlichft  bes 
fannten  V™.  Dr.  Siet  rieh  in  difenad)  einen  2fns 
trag  beShalb  ju  machen,  welcher  ftd)  auch  anfangs 
geneigt  finben  ließ ,  fpdter  es  aber  wieber  auffagte. 
£)a  ich  untetbeffen ,  bei  fcer  baburch  entftanbenen  58ets 
jogerung,  mehr  ,5D?uße  befotrmm  hatte,  fo  fonnte 
ich  jefct  ben  erneuerten  Sitten  ber  SerlagSftanblung 
nachgeben.  — 

2öaS  ich  hier  liefere,  ßnb  bie  Stefultate  eigener 
gwanjigidhtiget  Erfahrung  ,  vereint  mit  ben  früher 
von  5K  eidjart  in  feinen  ©djtiffen  nicbergelegten,  in 
fo  »eit  fte  mit  bett  meintgen  ttbcreinflimmten.  58on 
fR ei chartS  SJetfen  finb  babei  nicht. nur  bie  belang¬ 


tem,  als  ber  „ßanbs  unbSarfenfdbaf),"  bie  „dinlet# 
tung  jum  ©arten  s  unb  Stcferbau,"  bie  ,, gemachten 
©chriftett, "  fonbern  auch  baS  feltene  Such  von 
Äniephof  benufct,  welches  ec  felbft  furj  als  „lebem 
bigeSÄrduterbuch"  anjuführen  pflegte,  baS  aber  einen 
Viel  weitläufigem  Stifet  hat. 

58on  meinen  eigenen  Seobachtunaen  über  bic  Gul» 
tue  verfd)iebener  ipflanjen  bdtte  tch  gern  hier  unb  t« 
noch  etwas  mehr  mitgeth«ilt,  unb  überhaupt  ges 
wünfeht,  hier  unb  ba  ausführlicher  fepn  ju  fonnen;  a(* 
lein  ba  ohnehin  bie  anfangs  für  biefen  2beil  bcfi'mmte 
Sogenjahl  bebeutenb  überfchritten  würbe,  fo  wirb 
man  es  entfchulbigen,  wenn  manche  ©cgenftdtibe  vets 
l)dltnißmdßig  ju  furj  abgehanbelt  fd;einen,  auch  mehre* 
.ren  minber  fchonen  ©eradchfen,  bie  man  in'oeffen  nicht 
feiten  unter  ben  Bierpflanjen  aufgeführt  fj'nbet,  gar 
feine  Aufnahme  ju  i£l?cil  würbe,  2fuf  Sollfidnbig» 
feit  fann  überhaupt  biefe  ©d?rtft  feine  2fnfprüdje 
machen;  wer  biefe  fud)t ,  raup  fich  ein  größeres  2Berf 
anfehaffen,  unter  weldjen  befonberS  Vrn.  Dr.  £)  i  e  U 
tich’S  „ßeri'con  ber  ©drtnerei  unb  Sota* 
nif"  ju  empfehlen  iß. 

defurt,  im  Januar  1820. 

Sernharbi. 

üftacftrichf  t c §  Veratt ^ 3 e b e r§,  Verrn  $rof. 

S  6  l  1 1  r  ,  über  ba$  gange  5ZBerf. 

Sei  ber  neuen,  neu  vollenbeten  Ausgabe  bes 
„Stcidjarffchen  ßanb  s  unb  ©artenfcfta&eS,"  war 
eS  ein  VauptgefichtSpunft  beS  Vetrn  SerlegerS  (bet 
leiber  burd)  einen  ju  frühen  Sob  nüfclidjen  wiffem 
fchaftlichen  Unternehmungen  entäffen  würbe):  biefe« 
SBecf  burd?  eine  allgemeinere  Sccbreitung  fo  gemein: 
nüfcig,  als  möglich,  ju  machen,  gür  biefen  dnbs 


©arten  -  ßit  er  «tut. 


jwedf  war  ein  vethdltnipmdfiig  niebriger  *Preig  bcffcf= 
6ert  eine  unerlafHic^e  Sebingung»  burd)  weldje  wiebet 
beffen  Umfange  unb  ber  Seurbeitung  gewiffe  ©chenns 
fengefett  würben.  £>en  brei  ccfreten  Ä£t>eitcn ,  beren 
©egenffdnbe  an  ftd>  bic  wichtigeren  ftnb,  fonnte 
fd&werlid;  an  ber  Sogenjahl,  bie  ft'e  erbeten,  etwag 
abgebrochen  werben,  wofern  anberg  ber  Inbegriff  oon 
3ieid?artg  Erfahrungen  unb  gef>ren  über  be»  2(n= 
bau ■  ber  buchen  s  unb  ©pecereU,  ober  JQama 
wachfe,  auf  benen  ber  eigenthümliche  SSerti)  feiner 
©chriftcn  vorzüglich  beruht,  in  jweefmdpiger  Solls 
■ßanbigfeit  geliefert  werben,  unb  für  bie  notigen 
Zahlreichen  neuen  Ergänzungen  unb  Bufate  ber  9?aum 
nicht  gar  ju  befdjranft  augfallen  follte;  bem  eierten 
unb  fünften  Steile  h<n8?9f«  febienen  etwag  engere 
©rdnjen  gegeben  werben  ju  fomten;  ba  £>bf}baums 
jucht  unb  Slumengartnetei  minber  wichtige  Eulturs 
jweige  ftnb,  unb  9f  ei  chart  tjicrin  weniger  Eigens 
thumlicheg  leitete,  weghalb  hier  um  fo  eher  auch 
eine  freiere,  mehr  Gatim  etfparenbe  ^Bearbeitung 
©tatt  ftnben  fonnte.  Gadj  biefer  2fnftcht  würbe  ber 
vierte  2l)eil  bearbeitet  unb  follte  eg  auch  ber  fünfte 
Werben.  2)a  inzwifdjen  in  neueren  3eiten  ber  2ftts 
tau  von  Jfrjneipflanjen  eine  gropere  Serbrritung  ets 
halten,  unb  bie  Sieb  habet  et  an  manmchfalrigen 
Sierpflanjen  fo  fehr  jugenommen  ^at;  fo  funb  $err 
^Profeffot  Senvharbi,  welcher  bie  ^Bearbeitung 
6eS  fünften  ütheilg  übernahm,  bie  für  biefen  bt- 
flimmte  Scgen^l  ju  befcbrdnft,  um  etwag  23efrie= 
btgenbeg  ju  teilten.  —  Subem  er  von  bem  ©cftdjtgs 
yunfte  auSgieng,  bie  in  ben  ©drtner  *  Eatalogen  ge* 


29 

wohnlich  alg  f  au  flieh  aufgeführfen  BierpfTdnjen  bem 
fünften  ^fjeile  eittjuverlciben,  hat  biefer  jwar  gegen 
ben  urfprünglichen  9>ian  eine  viel  gropere  tfusbeljs 
nung  erhalten,  aber  an  Soliffdnbig'feit  beffo  mehr 
gewonnen;  unb  bie  $ertn  ^ranumeranten  wetben 
mit  ber  entfianbenen  Setmehrung  ber  Sogenjahl  um 
fo  mehr  jttfrieben  fepn,  ba  bie  Serlagghanblung  ben 
Gachfchup  jum  <Pcdnumerattongpteife  fo  duperff  nies 
brtg  angefefct  hat.  2>cnn  nad;  bet  2lnfünbigung  foll* 
tm  für  ein  Epemplat  beg  jwifchen  70  big  *0  Sogen 
angefchlagenen  SBerfg  auf  Drucfpapiet  3  2h«t«  alg 
^rdnumerationgpreig  entrichtet  werben;  jc^t  hat  ba« 
SBerf  eine  2fugbehnung  von  etwa  130  Sogen  befonts 
men  unb  ber  9)reig  betragt  hoch  nicht  mehr  alg  4  2ha' 
ler.  2fug  biefer  Gücfftcht  wirb  man  benn  auch  wohl 
bie  verfprodjenen  3fbhilbungen  von  Bterpflanjen  beim 
fünften  Steile  ohne  Sefchwerbe  »ermiffen,  welche 
hoch  mehr  jut  Serfchonerung  alg  jur  Selehrung  ge. 
bient  hätten,  —  Sfteine  Meinung  ift  eg  von  jeher 
gewefen,  bap  bei  SJerfen  biefer  2frt  nie  bag  ©cfcone 
auf  Unfoffen  beg  Gothwenbigen  unb  Gütlicheren  bes 
günfiigt  werben  bürfe;  injwifdjen  iff  boch  nid;t  Sebec 
von  ber  Gichtigfeit  biefer  2fbftdht  ju  überjeugen. 

Sn  bem  am  ©ebtuffe  beg  fünften  2heilg  angefjang^ 
ten  Serjeichnip  ber  Drurffehlec  ftnb  nur  bie  wichtiges 
ren  aufgeführt,  welche  ju  Sttipi'ttffdnbniffen  Seratts 
laffung  geben  fonnten;  bie  übrigen  wirb  bet  geneigte 
Sefer  fclbff  leicht  betätigen. 

Erfurt,  ben  1.  G?dt$  1820. 


S  0  l  f  e  r. 


30 


©arten  s  SftifeeUcn. 


©arten  =  5DtifceIlen. 


I. 

Beitreibung  einer  öerbefferfen ,  ftcf)  felbft  bi-. 
roegenben,  9)umpe,  für  ©arten, 

Nt 

SarneS  Runter. 

(?(ul  bem  Edinburgh  Philosophical  Journal,) 
(Sföit  einem  9?i|fe  auf  5£af.  5.  gig.  1.). 


SS  0  r  »  0  r  t. 

Sie  b««  betriebene  finnteiche  «Pumpe  trat 
früher  unter  ber  Benennung  ber  Ungatifchen 
£D?afcf)ine  ober  beö  d^emnifeer  SStunnenS  in 
©nglanb  befannt,  »eil  fte  juerfr  in  <5f>emntg  beim 
S3ergwerfe  angewenbet  war.  ©ie  batte  baS  Unbe* 
gueme,  bap  beftänbig  ein  Sttenfd)  babei  lieben  mufte, 
um  bie  £abne  ober  SSentiie  §u  tx>ed>fe Ifeitiner  ©im 
unb  2(uStaffung  beS  SBafferS  unb  ber  guft,  ju  off* 
nen  unb  ju  fd)liepen.  ©in  gewiffet  SS  op  well  ter= 
bewerte  jie,  unb  |te  fanb  häufige  tfnwonbung.  ©e* 
genwdrtig  ift  fte  febr  tereinfad)t,  unb  weniger  foft* 
bar;  fo  bap  (ie,  bei  ©artenanlagen  (unter  ben  er» 
forbetlichen  Umfldnben)  unb  überhaupt  ju  mancbetlei 
Sfonomifd)em  ©ebraud),  ftd)  feb>t  empfiehlt. 

*  * 

A.  i(i  eine  ©iflerne,  bei  B  but<b  eine  Guelle 
jefüUt;  D  ein  mctaliener  ( tx*afferbid>ter )  j?a{ien  im 


□  12  3otI,  unb  4  Sott  »n  ber  Siefe,  in  A  gefieflet 
unb  Mbe  an  beffen  Oberfläche. 

E  ein  Stofr  £  $oll  weit,  gel)t  tom  Oberteil 
ton  A  nach  bem  SSoben  ton  F.  F  i(l  ein  metalle* 
nerjtajten,  gleich  bem  D.  G  ein  Stof)*  5  3ott  weit, 
gebt  tont  Oberteil  ton  F  nad)  bem  Obertheil  ton 
D,  mit  feinem  obern  ©nbe,  über  bem  üliteau  ton 
B  ftebenb.  Hein  Stofr  £  3°U  weit,  gebt  tom  SSoben 
beS  ÄafienS  D  nad)  bem  SSoben  ton  C,  ifl  fo  lang 
als  bie  ©ntfernung  ton  R  nad)  S.  J  eine  Jtlappe 
(aufwärts  ficb  offnenb)  an  ber  SOlunbung  beS  Stob* 
reS  H.  K  eine  JUappe  (aufwärts  fid>  offnenb)  am 
SSoben  ton  D.  L  eine  klappe  (aufwärts  ftch  off* 
nenb)  am  33eben  ton  F.  M  ein  Siobr,  welches  baS 
überfliepenbe  SBaffet  ton  E  nach  N  aufntmmt. 
N  ein  fleineS,  leichtes  fPfdnnchen,  welches,  wenn  e$ 
angefüUt  mit  «Baffer,  O  nieberbrüeft.  O  ein  £ebel, 
welcher,  wenn  er  burd)  N  niebergebrueft  ifl ,  bie 
jf  lappe  L  öffnet.  P  ein  ©tift  (Stagel)  woran  ein 
©tudehen  Äette,  an  beren  ©nbe  ein  plattes  ©tücf 
gebet  befefligt  ifl,  welches,  wenn  N  niebergebrueft 
i|t,  bicfeS  tetldpf  unb  ein  god)  bei  Q  öffnet.  Q  ein 
god)  im  SSoben  tonN,  welches  ton  paffenbet  ©röpe 
fepn  muß,  um  baS  Sßaffer  ton  N  auSjula|fen,  unb 
jwar  in  berfelben  3'it/  bie  erforbert  wirb,  um  D 
mit  SSaffer  burch  K  ju  füllen. 

Stun  folgt  bie  Krt,  wie  bie  ^urnpe  opetirt. 
SGSenn  bie  ©efdpe  D  unb  F  mit  guft  gefüllt  finb,  fo 


3i 


©arten  s  StttfceUen. 


lauft  bag  Sßaffer  attg  A  in  E;  biefeg  treibt  bie  ßuft 
aug  burd)  G  unb  D  nad>  J,  unb  fallt  E,  F  unb  G, 
big  jum  Stioeau  Don  B.  Algbann  läuft  eg  über  bei  R, 
in  bag  9?of)t  M,  füllet  N,  weldjeg  burd)  bag  ©ewid)t 
beg  Sßafferg  nkbergcbrucft  wirb,  unb  öffnet  L  u.  Q 
wie  oben  befdjtie&en. 

Sag  ©efäf  F  leeret  ftd)  algbann  bei  L,  wirb 
mit  ßuft  gefüllt  bon  D  burd)  G,  unb  D  wirb  mit 
Sßaffer  gefüllet  burdf)  K.  ßu  gleicher  ßeit  Wirb  N 

burdf)  Q  geleert  unb  fefjrt  an  feinen  $lafc  juruef 
unb  madbt  bap  L  ftd)  berfdjliept,  währenb  F  unb  G 
^öoll  Sßaffer  bleiben.  Sag  Sßaffer  läuft  fortroäfjrenb 
butd)  E,  treibt  bie  Suft  bon  F  burd)  G  inD,  welche 
fiuft  bag  Sßaffer  bon  D  burcf)  H  aufwärtg  nad)  G 
brueft,  big  F  unb  G  mit  Sßaffer  unb  D  mit  2uft 
gefüllt  ftnb;  wo  bie  SO?afdf)ine  ftd)  in  bem  erften  ßu* 
ftanb  befinbet,  inbem  F  unb  G  big  jutn  SJibeau  bon 
B  gefüllet  ftnb. 

Siefe  felbf}gef>enbe  9)umpe  hat  mancherlei  9ht|* 
«nwenbungen. 

ein  groper  $Ber$ug  berfelben  befielt  boritt,  bap 
fie  faft  ganj  ohne  griction  ftd)  bewegt. 

©ine  fPutnpe  bon  obigen  Simenftonen  (welche 
fef)t  im  kleinen  ftnb )  gieng,  ohne  angerüftrt  $u  wer* 
ben,  brei  Stfonate  lang  tm unb  f )ob  täglich  8  £>jrf)oft 
Sßaffer.  Sag  Sßaffer  fann  baburd)  fo  biel  über  ftd) 
gehoben  werben ,  o[g  eg  gall  bei  bem  Dfeferooit  A 
unter  fid>  hat» 

gr.  Är. 


2 

©ngtifchc  ©arten  =  (Eingänge,  $kmfen  uni- 
SSerjäun  ungen. 

(SJltt  Abbt'lbungen  auf  Safe!  5.  unb  6.) 


Sie  englänber  —  welche  man  mit  9 fed)t  bie 
Schöpfet  ber  2anbfchaftg=©artenfunjf  nennen  fann  — 
lieben  auf  ihren  fdjönen  2anbft'|en  nidjtg  weniger 
alg  ummauerte  ©ärten,  unb  bermeiben  baher  in 
ihren  ©artenanlagen  bie  Stauern  fo  biel  immer  nur 
möglich  ift.  Stur  ber  $aupteingang  beg  fParfg, 
nahe  bei  ber  SJilla  felbft,  erlaubt  ein  gropeg  beco* 
rirteg  ©artenthor,  bon  eifernem  ©itterwerf,  berbun. 
ben  mit  einet  fd)onen  niebrigen  ^albmauer,  mit  2a= 
ternen  befeftt,  ober  eine  Hinfahrt  mit  2  Stebenpfor* 
ten,  unb  einer  holjernen  ^)lanfe  berbunben.  Sie 
übrigen  25efriebigungen,  welche  ein  @nglifd)et  ©ar» 
ten  nothig  hat,  begehen  in  einfachen  holietnen  fpian* 
fen  bon  berfchiebener  gorm,  um  einjelne  Steile  ei* 
neg  gropen  ^patfg,  j.  25.  ben  £h»*r9arten,  SSieh- 
waibe,  Sbftpflanjung ,  23aumfd)ulcn,  25lumengarteti 
unb  Treiberei,  bon  einanber  abjufonbern,  unb  ju 
fehlen.  ßu  l^en  fleineren  innern  Abteilungen  ber 
^artfien  eineg  fParfg  gehören  bann  bie  artigen  ge* 
fehmaefboden  ßäune,  bon  natürlichem  Selbffwuchg 
unb  rohen  25aumsweigen  unb  Sträuchen,  j.  25.  $a* 
fein,  Sßeiben  ober  (5fcf>en ,  womit  bet  ©efebntaef  unb 
bie  ^hantafte  ber  Snglifdfen  ©ärtner  auf  mancher* 
lei  Art  ju  fpielen  pflegt.  25eifpiele  bon  biefen  ber* 
fdhiebenen  Artifeln,  um  ft'e  anfdjaulid)  $u  machen, 
liefern  hierbei  bie  Safeln  5  u.  6. 


Saf.  5.  gig.  1.  jeigt  zweierlei  Arten  bon  25te- 
ter*  $)lanfen,  mit  jfeinernen  Säulen;  bie  eine  Art 


32 


<5$ a v t e n  r  SR  i  f  c  e  1 1  e  n. 


oben  auSgegaljnt  /  bie  rtnbtf c«  2£cf  oben  gerabe.  Sie 
gleicbbteiten  glattgchobelfen  SSreter  ftnb  aneittanber 
gefügt,  unb  bie  gugen  mit  2—5  3*11  breiten  Äat; 
nieSteiften  bebecft.  Sfefe  ftnb  mit  Setfarbe  fttber= 
gtau,  bie  SSreter  ber  pianfe  aber  bunfter  grau  an= 
gej!rid)en.  Siefe  pianfen  ftnb  fct)r  bequem  für  £bft= 
garten,  weil  man  innerhalb  ©paliete  anbringen  unb 
gutes  2afelobft  baran  pflangen  unb  giel;en  bann. 

SEaf.  5.  gig.  2.  geigt  eine  gelbpfetf«  in  einer 
pianfe,  mit  einet  nebenliegenben  £t)ür.  ©ie  fchidt 
[ich  fet>r  gut  für  ein  PachterhaitS  unb  einen  Sefc* 
nomieljof,  unb  wirb  ebenfo  angejtrichen ,  wie  Sto. 1. 

Saf.  5.  gig.  3.  geigt  fd;on  ben  ©ingang  gu 
einer  SSitta  ober  ganbfjaufe  Pen  etwas  eleganterem 
©tpt,  hat  ein  ©infahrtSthor  mit  einem  'Paar  ftcinet* 
nen  ©dulen,  unb  neben  biefen  2  Pforten j  übrigens 
mi)  eine  Steter sPlanfe. 

£af.  5.  gig.  4.  biejj  ift  nun  eine  fefjr  »er» 
gierte  ©infahrt  in  einen  Parf,  nat)e  bei  einem  fd?o= 
nen  Sanbhaufe.  ©ie  ift  oon  eifetnem  ©ittcrroerfe, 
»erbunben  mit  einer  .fjalbmauet ,  hat  in  ber  Sftitte 
baS  ©infahrtSthor  unb  gu  beiben  ©eiten  2  Pforten, 
barneben  aber  auf  ber  SRattcr  2  £atetnct.  ©etpotjn* 
lid)  ift  bamit  eine  ober  2  Sogen  für  ben  «Pförtner 
perbuttben ,  welcher  bie  Auf|icbt  über  ben  ©in* 
gang  hat. 

Sie  SJaf.  6.  geigt  unS  oetfd)iebene  Arten  Po» 
leichten  gefchmacfootl  geformten  Sergäunungen  gu 
inneren  Abteilungen  bet  ©nglifchen  ©arten,  unb 
*8efd)übung  eingelnet  Stumen  =  unb  Sbftpart&ien, 
womit  bie  ©drtner  fo  gern  fpielen.  3d)  *?abe  fd;on 


im  ©art,  SRagaj.  I.  Sb.  ober  34rg.  1804-  @.284- 
Saf.  2i  u.  22.  unb  ©.  327.  Saf.  25.  mehrere 
bergleidjen  fdjone  SScrjierungen  in  bem  Parifee  Jar- 
din  des  plantes,  fo  wie  aud)  in  ber  gortferjung 
meines  ©art.  SRagagütS  00m  34rc  i8n.  ©•  406. 

Sa  fei  41.  in  Seutfdjen  ©arten  abgebitbet  unb  be* 
fdjrieben,  unb  bitte  batjer  btefe  Artifet  bort  nachgu.- 
fetjen  unb  gu  oergleidjcn.  $ter  nun  ber  ©ebrauct) 
pon  bergleid)en  23ergdunungen  m  ©ngl.  ©arten. 

gig.  1.  unb  4.  ftnb  bewegliche  «Stücfen  Pon 
bergleidjen  3dunen,  bie  man,  wie  einzelne  ©djaafc 
hütben,  jufommenfefcen,  mit  pfählen  befeftigen,  unb  „ 
bamit  Partien  in  ©arten  einfchüefjen  fann. 

gig.  2.  unb  3.  ftnb  fleh) enbe  Scrgaunungen 
mit  Shüren,  unb  3  eingelne  Spüren,  welche  man 
nad>  Setieben  anbringen  fann.  Alle  biefe  3dune 
ftnb,  wie  febon  gefagt,  Pon  rohen  ungefchdlfen 
fdjtanfen  ©tangen  unb  SSaumdften  Pon  tafeln,  2ßei* 
ben,  ©fchen,  ©Hern  unb  Ahorn,  bie  man  mit  Srath 
ober  9?dgeln  in  jtd>  Perbinben,  unb  befeftigen  fann, 
©ic  ftnb  überaus  nü|lich  unb  bequem  in  ©arten. 

g.  3.  SB, 


3«* 

lieber  bie  naeften  <Sd)netfen  ( Limax 
agrestis)  unb  bie  SRittel  ju  ityrer 
2$  e  r  t  i  1 9  u  n  9. 


©ins  ber  laftigften  unb  fchdblichfren  Ungejiefer, 
welches  uns  nicht  allein  in  unfern  ©emüfegdrten, 


©arten*  SXtfeelle«. 


33 


ben  empffnblichfien  ©d)aben  |ufüget,  fonbern  fognc 
ganze  gelbet  verwerft,  fittb  bic  naifenben  ©djnecfcn. 
S3ei  einbrechenbem  Äbenb  unb  in  bet  ©tifle  bet  9lacf)t 
fommen  fte  aus  ihren  ©chlupfwinfeln,  bie  ihnen 
4>etfen,  ©efltäudf>c ,  bufchige  fPflanjen  unb  anbete, 
StafTe  unb  geuchtigfeit  nährenbe,  Umjfdnbe  gcwäh* 
reu,  hett)ot,  unb  befchtnuben  nicht  nut  mit  ihrem 
efelhaften  ©chle im  bie  meifien  Äücbengewdchfe,  fon* 
bern  rieten  felbfl  bie  foflbarflen  ©aaten  unb  fPflan» 
jen  ju  ©tunbe,  unb  bringen  — <  weil  fte  bie  jatte» 
fren  Äeime  bet  aufgehenben  ©dmeteien  abnagen  — 
bie  aufrichtigen  ©aamenhanblet  in  ben  Verbaut  beS 
SetrugeS,  Sn  trocfnen  Sahreh  ifl  zwar  bet  ©d>abe, 
ben  fte  antichten  ,  fo  betrdd;t[icf)  nicht ;  in  naffen 
hingegen  unb  befonberS  bei  feuchtem  «£>erbftnmter 
ffnb  bie  Verwüffungen  betfelbcn  unbefdhreibtich  groß. 
Da$  Sah*  1816  »ft  gewiß  noch  allen  ganbwirthen 
unb  ©attenfteunben  im  fttfd>en  Tfnbenfen.  Sn  t>te= 
fern  mürben  aUe  Hetbfffaaten,  in  ben  ©dtten  ©pi» 
nat,  ©dhnittfohlr  ©alfat,  9?eterftlie,  Äohtu,  f.  w. 
unb.  auf  ben  gelbem  fKubfen ,  Sfoggen  unb  Söaijen, 
fo  non  ihnen  abgeraaibet,  baß  bie  fchonficn  Hoff¬ 
nungen  auf  bie  funftige  lernte  gänzlich  bahin 
fdjwanb ,  unb  i'anbwirthe  bttrch  wiberholte  unb  aber» 
matt  oetnichtete  ©aaten  in  bebeutenbe  ©cfyulben  ge» 
tiethen.  2Die  ju  einet  übermäßigen  Höhe  gefiiege; 
nen  ©etraibepteife  waren  eine  nicht  z«  oerfennenbe 
golge  baoon.  $0?an  fann  bähet  biefeS  Ungeziefer, 
feinet  etflauttenben  Verheerungen  halber,  ebenfowoht 
ju  ben  ganbplagen  zahlen,  mit  bie  9fläufe,  ©pann* 
raupen  unb  «^>eu fcfjrecfett, 

£te  Vertilgung  biefeS  fchdblichen  Ungeziefers 
mußte  nothwenbig  ein  ©egenfianb  beS  9?ad)benfenS 
aller  ganbwirthe  unb  ©drtner  werben,  unb  felbff  ben 
Sortf,  be$  2t,  @art,  SRag.  V,  Sb ,  j.  ©t.  1820. 


©chatfftnn  bet  SJiaturforfcher  üben.  VMrffid)  wut» 
ben  auch  mehrere  Mittel  zur  Sfttilberung  unb  ganz« 
liehen  2fbhülfe  biefeS  btücfenben  UebelS  »orgefdjlagen, 
aber  entweber  trat  ihre  Knwenbbarfeit  nicht  alfge* 
mein,  obet  ilne  Sßirffamfeit  nut  von  furzet  Dauer: 
einige  ließen  ftd)  nut  im  ©roßen,  auf  gelbem,  an* 
bere  hingegen  nut  im  kleinen  anwenben,  unb  einige 
waren  mühfam  unb  mit  nicht  unbebeutenben  Äofien 
berfnüpft.  Sch.  will  biefe  Mittel  ber  9leif)e  nach  auf* 
Zahlen  unb  bei  einem  jeben  fowohl  baS,  toaS  ihm 
Zur  Empfehlung  gereidht,  als  auch  feine  SWanget  unb 
Unbollfommenheiten  fürzlich  bemetfen. 

i)  Daö  erfle,  was  hi«  unb  ba  als  baS  fflirf* 
famfie  unb  ©icherfle  empfehlen  würbe,  trat  baS  2fb* 
tefen  unb  2fuffammeln  ber  ©ehneefen.  3ut  2fnwen» 
bung  biefeS  Mittels  würben  bie  ganbleute  in  »er» 
fchiebenen  ©egenben  SeutfchlanbS  burd;  einen  befon» 
betn  Aufruf  unb  bucch  eine  befiimmte  Belohnung, 
welche  auf  bie  Stnlieferung  eines  gewiffen  9JfaafeS 
biefeS  Ungeziefers  gefefct  war,  aufgemuntert.  Allein 
fo  ftcher  biefeS  Mittel  auch  in  feinet  'tfnwenbung  ijf, 
fo  mühfatn,  fojffpielig  unb  unzuteichenb  ifl  eS  ben» 
noch  auch  jusleid^  befunben  worben,  ©ichet  ifl  eS 
freilich,  in  fo  fern  bie  aufgefammelten  ©ehneefen  »er» 
nichtet  unb  ferner  z«  fd)aben  außer  ©tanb  gefegt 
werben;  auch  taffen  fich  f feine  ©arten  burch  eine 
ffete  Ifufmerffamfett  unb  immer  wieberhoMteS  2l6le» 
fen  biefer  Spiere  gegen  bebeutenbe  Verheerungen  ber; 
fetben  in  Sicherheit  feben,  Allein  wenn  matt  be» 
benft,  wie  ungeheuer  fte  ftch  bet  feuchter  ffiitferung 
unb  in  naffen  Saf)ten  oermehren,  wie  zahlreich  unb 
mannichfattig  bie  ©djlupfwinfel  ftnb ,  in  benen  fte 
ftch  tvdhrenb  beS  £age6  oetbergen,  baß  fTe  nur  ge* 
gen  ben  Untergang  bet  Borne  unb  bei  SJegenwmer 
© 


34 


<S  ö  v  t  c  n  -- 

zum  SSotfchtin  fommen,  um  ftch  z«  nahmt  unt>  ju 
Mafien,  fo  wirb  man  gewi£  nid)t  in  Wtcbe  fet?n 
fdmun,  ba&  ba«  Mittel  dufetfi  mühfam  Ullb 
feh»eclich  iffc,  unb  wenn  auch  gleid)  jcbe  ^flanjc  g«; 
«au  uncerfucht  unb  jebe«  Sßlatt  berfetben  fotgfam 
umgcwenbet  wirb,  fo  fonnen  fie  bod)  nid)t  in  bie 
Stilen  unb  fleinen  £ol)lungen  bet  ©rbe  »erfolgt  unb 
oufgefudrt  werben,  unb  man  wirb  in  feuchten  Sah* 
ten  bei  aller  Sorgfalt  unb  ©enauigfeit  —  felbft  m 
fleinen  ©arten  i^ec  nie  ganz  ^eijlet  werben. 
3m  ©rofjen  ab«,  auf  ©etraibe  =.unb  fRübfenfelbetn, 
if}  ba«  itblefen  ber  Schnecfen  nicht  allein  du^erft  fojl* 
fpieUg,  fonbern  auch  ganz  unzureichend  3wat  taf« 
fen  ftd)  5u tiefem  ©efdjdfte  Äinbet  unb  ulte  grauend 
'perfonen ,  bie  wegen  Mangel  bc«  «erbtenfie«  mit  ai* 
nem  geringen '£«hn  jufrieben  fmb ,  fel)t  wohl  ge« 
•brauchen;  allein  auf  gldchen  oon  feebeutenbem  Um^ 
fange  .lauft  bet  Sohn  bet  jatjlreid?  angeftellten  tftb«; 
ter  bennod)  ju  einer  betrddjttichcn  Summe  hinauf, 
itnb  bie  Erfahrung  lehrte,  ba£  wenn  ^eute  eine 
Strecfe  ganz  rein  abgeltfen  würbe,  fie  bod)  morgen 

eben  bem  Ungeziefer  wicbet  belagert  war,  bc« 
Cgdjabcn«  nicht  zu  gebenden,  ben  bie  Arbeiter  felbfi 
bem  gelbe  bei  feuchtet  Witterung  juffigten,  ber  oft 
eben  fo  beträchtlich  war  al«  ber  Sc^tetfenfra^  felbfi. 

2)  ©in  anbere«  Rittet,  ba«  man  zu  eben  bem 
gweefe  ootfcfylug ,  waten  Sdgefpdt>ne ,  glad)«fd)ebcn 
<S3re^annd)cn)  unb  ©erfienftebe.  SSefireuet  man 
mit  biefen  Materialien  ben  SSoben  um  bie  ^flanjen, 
fo  fonnen  ihnen  freilich  bie  ©efdjepfe,  benen  bie 
Statur  bie  fßefleibung  oerfagte  — weil  fie  it)<en  Äoc-- 
per  auf  bet  tauben  unb  flat^lic^tcn  Sberfladje  nid)t 
ohne  SSefdjdbigung  unb  fchmerjhafte  ©rajtfinbung 
foitjubewegen  »««lüge»  —  nicht  fdjaben.  2ft«  ein 


M  i  f  c  «  t 1  e  n. 

Scbugmittel  gegen  ben  Sd>necfenfrafj  fonnen  biefe 
2)inge  alfo  wohl  betrachtet  werben,  aber  feine«  wege« 
aio  ein  83ertÜfung«mitul  ber  Sdmecfcn  felbfi»  £>od) 
auch  felbjf  in  jener  f?inftd)t  leifiet  r«  ben  gehofften 
Schuh  nur  auf  furze  £eif.  Sei  naffer  regneiifcb« 
SBittetung  werben  fie  weich,  verlieren  ihre  Scharfe, 
unb  bie  Sd^nde«  friechen  fid>  ohne  allen  Söibets 
flanb  unb  ba«  getingfie  53?if behagen  «her  fie  f)in. 
Sogar  bei  troefnem  Mctter  witfen  fie  haften«  nur 
ehren  2ag,  benn  ber  £hau  burdbzieht  jv  fchnell.  Unb 
gefegt  aud) ,  ba|  fie  auf  längere  3eit  wirf  (am  bti<= 
ben,  fo  würben  fie  immer  nur  im  Ältinen  angewen* 
bet  werben  fonnen,  ba  fie  nidjt  überall  in  fo  gtojjec 
Menge  zu  haben  fmb,  bafi  ganze  gelber  bamit  über-- 
fireuet  werben  fdnnten. 

3)  S5on  gleich«  Sefchaffenhett  ifi  -ba«  SSefireuen 
fee$  SSobenö  unb  ber  Pflanzen  mit  2lfd)e  unb  gebranus 
tem  gepüloertcn  Äalf.  ©*  ifi  wahr,  beibe  tobten 
Schneen  unb  Kegenwütmet  ,  welche  bamit  befireuet 
werben,  fchneU,  aUein  beibe  zieh«»  «b«n  fo  fthneÄ 
bie geuchtigfeit  an,  unb  »crlieren  baburd?  alle  Äart 
fiicitdt.  85 ei  naffet  Witterung  laft  ffdj  bah«  biefe« 
Mittel  fd)led)terbingö  nicht  anwenben,  obgleich  «i$t 
ju  Idugncn  ifi,  baf  alU  Schnecfen,  bie  bamit  in 
gZejmhtung  foramen,  in  «ine»  frdnf liehen  3ufiaub 
uerfegt  werben, 

4)  Sa«  betreiben  ber  ©drlen  unb  gelber  mit 
Unten ,  würbe  ein  fehfc  fraftige«  Mittel  zur  23ertil« 
gung  bet  Sd)nccfen  fepn,  ba  biefe  gefrdpigen  Shi«* 
ben  Pflanzen,,  fo  lange  noch  Schnecfen  »orhanben 
fmb,  nicht  ben  rainbeflen  Schaben  jufügen;  allein 
e«  leuchtet  non  felbfi  ein,  baji  ti  nur  im  kleine« 
anäewenbet  werben  Idnne. 


35 


©Arten  *  3R  i  f  c  e  11  e  «. 


5}  dinS  ber  »itffamfhn  Sfittel  ater  iß  ba$ 
Ueterjietjen  ber  ©eete  unb  gelber  mit  einer  fcferocren 
©alje.  9Äit  bem  beßen  (Erfolge  tat  man  biefcS 
Spittel  fd?on  früher  gegen  9?aupen  auf  9?üben*  unb 
SRutabagafelbern  t>erfucf)t.  Millionen  tiefer  geftdßi* 
gen  Spiere  würben  ton  bet  <Sc^n>ere  eines  über  ffe 
tingewdljten  ÄorperS-  in  bem  Zeiträume  einer  ©funbe 
*ernid)tet  «nb  auf  biefe  2frt  ihren  ©erheetungen  mit 
»imm  ©?ale  ein  Stel  gefegt,  gaß  mit  gleichem  drs 
felge  wanbfe  man  es  aud?  gegen  bie  ©chneden  an. 
Sn  bem  Safyre  1816  würben  nnjdhlige  Sanbwrrtfje 
«inen  nod?  ungleich  großem  ©d?aben  erlitten  taten, 
wenn  fte  n:tf>f  btefeS  Mittel  zeitig  ergriffen  hatten. 
2)ie  Sßirffamfeit  beffelten  hangt  ater  een  ber  ©Jaf?! 
bet  Seit  at,  in  weidet  eS  angewenbet  wirb.  ©ei 
Sage  vff  eS  gan*  fruchtlos  unb  ocrgeblUh-,  weil  ßd) 
ba  ba>S  Ungejiefer  in  feinen  ©dßupfwinfeln  tjertor^ 
gen  taltr  gegen  ©litternadjt  aber,  wenn  eS  in  Ml* 
let  tfefung  begriffen  iff,  werben  jatllofe  ©cf?aaten 
bejfelben  mit  einem  ©fale  baeoit  oerniettet.  ©S  er* 
giebt  fid?  aber  non  felbß,  baß  ftef?  biefeS  Mittel  mehr 
für  ©etraibefelber  als  für  ©drten  eignet,  wiewohl 
ebenfalls  auf  «injelsten  ©eeten  bie  bereits  ht  biefem 
SSagajine  (Jahrgang  1804,  ©.  137)  befdmebene 
©artenwalje  gegen  biefe  gefräßigen  ©affe  angewen* 
bet  werben  fonnte,  Allein  oielßdnglich«  «nb  had?. 
waetfenbe  95flanjen  bürften  bod?  otne  befetdbiget 
unb  umgebrocten  ju  werben,  biefer  gewaltfamen 
Operation  nicht  unterworfen  werben  fdnnen. 

6)  SaS  Jfalfwaßer  iß  ebenfairs  ein  frd-ftrgeS 
©ertilgungömittel  ber  ©ebneren,  unb  befonberS  für 
©arten  anwenbbar.  (SS  rerurfacht  feine  große  £0* 
ßen  unb  iß  als  ein  gefinbeS  Sfeijmittel  auct  bem 
$ßan$e»wud)fe  fotbtrlidj,  £>U  2lrt  ber  ©ereitung 


beßelben  iß  folgcnbe :  5 Wan  nimmt  eine  gemäße 
Quantität  frifrt  gebrannten  Äalf,  wirft  ifyn  in  eine 
©tunje  (Suter)  unb  gießt  Sßaßer  batüber  unb 
gwar  Anfangs  nur  wenig ,  bod?  wenn  er  ßd?  ju  er* 
trten  anfdngt  rermetrt  man  ben  3«fl«ß  beS  9Baf» 
ferS  immer  mebt,  bis  er  gänjlid)  gelofcht  iß.  2Bdt- 
renb  beS  2ofd?enS  wirb  aUeS  wotl  mit  einer  $acfe 
ober  ©djaufel  buedjarbeitet,  unb  jufefet  noch  eine 
reichliche  Quantität  SBaßer  h»n$ugegoßtn.  SicfeS 
Sßaßer  bleibt  nun  noch  eine  ©tunbe  über  bem  Äalfe 
ßeten,  worauf  bie  ganje  ©?«ße  nod?  einmal  burd?* 
arbeitet,  bas  3Baßet  aber  in  ein  anbereS  ©«faß  ab.- 
gegoßen  wirb,  um  «S  butcb  eine  großer e  Quantität 
tinjugegoßenen  ßßaßetS  jurerbünnen,  barait  eS  bie 
©raufe  einer  ©ießfanne,  burd)  welche  es  gegoffett 
werben  folT,  nicht  oerßopfen,  fenbevn  leicht  burch= 
gehen  möge.  Sie  2fnwenbung  beßelben  gefchrehet 
auf  folgcnbe  2frt.  Suforbetß  belegt  man  bie  SBege 
jwifchen  ben  ©artenbeeten  ,  auf  welchen  fiel)  bie 
©ehneefen  aufhalttn  unb  ihre  ©etheerungen  antid?* 
ten,  mit  allerlei  breiten  ©Idttfrn  oon  Äohf,  ©feer.- 
rettig,  SJfatoen,  Kletten,  ober  aud?  mit  ©tbfenßtoh. 
SU  ©chneden  »erfarameln  fich  in  großer  SHenge 
bacunter ,  um  @d?u|  gegen  bie  ©inwirfung  ber 
©onne  ober  beS  SageStrchtS,  bas  fie  fcheuen,  ju 
fuchen.  ©on  Seit  ju  Seit  nimmt  man  nun  biefe 
©lattet  weg  unb  tragt  fte  fammt  ben  baran 
ßfcenbcn  ©ehneefen  in  bie  breiten  5öege  beS  ©ar? 
tenS,  wo  man  bie  ©ehneefen  abfd?ütt«lt  unb  Äalfs 
waßer  fotrof)l  über  brefe  als  übet  bie  in  bem  fdjma» 
l«n  gwifdjcrt  ben  ©eeten  beßnblidifn  ©Segen  liegen 
gebliebenen  ©djnecfen  roitfelß  einer  ©teSfanne,  bre 
mit  einer  ©raufe  rerfehen  iß,  gießet,  ©on  biefett» 
Äalf  waßer  ßetben  bie  ©chneden  augenblicflid?,  feibfl 
wenn  eS  regnet,  Sie  ©idtter  bringt  man  h«»ac^ 
ö  2 


©arten 


* 

trübet  an  ihren  porigen  ober  einen  anbern  £>rt,  unb 
wieberbchlt  biefeg  Verfahren  fo  lange  alg  noch 
©djnecfen  oothanben  pnb.  SP  bie  Witterung  gun* 
ftig,  fo  lönnen  in  Beit  oon  einer  5Bod)e  alte  ©cfynef* 
len  ein  eg  ©arteng  auf  biefe  2B«fe  ««tilgt  werben, 
benn  ein  einj-iget  Krapfen  Äölfwafjer  richtet  fte  mit 
einem  «Kaie  ju  ©runbe.  —  ©ehr  läufig  verbergen 
fte  frd)  auch  in  beti  ©infaffungen  bet  5Bege,  (te  m6- 
gen  nun  aug  3Such$baum  ober  itgenb  einem  anbern 
©ewdchg  beftehen,  «Kn n  tt>ut  bähet  wohl ,  wenn 
man  biefe  ©infaffungen  mit  Äalfreajfet  burdjnaft, 
benn  überall  wo  eg  burchbringt,  muffe«  bie  ©chnef* 
len,  wenn  pe  baoon  getroffen  werben  fferben. 

2>a  biefeg  «Kittet  leicht  anwenbbar  tff ,  unb 
fflp  leine  hoffen  »erurfacht,  fo  oerbient  ee  alte  ©m* 
yfehlung. 

7)  Koch  oorjüglicfter  aber  fdjeint  mir  folgenbeg 
Mittel,  bag  mir  fo  eben  oon  einem  benlenben  unb 
erfahrnen  ßanbwirthe  mitgetheilt  worben  tff.  Sch 
habe?  eg  jwat  nidjt  oerfucht,  aber  bie  UBitf« 
fantleit  leuchtet  oon  fetbp  ein,  auch  leiffet  bie  ©ht* 
lichfeit  beg  «Kittheilerg  föurgfdjaft  bafur.  — 

mt  flein  gehaeften  ober  jerpampften  gelben 
Kuben  (lohten,  «Koottuben)  ober  aud)  mit  flar 
gehabten  fufen  ttepfeln  laft  pch  biefeg  Ungejiefet 
hinlotfen,  wohin  man  will.  *£at  man  nun  am 
tfbenb  biefe  Codfpeife  auf  einen  fruchteten  ^lafc 
bünne  auggepreuef,  fo  nimmt  man  beg  SKorgeng 
bei  Sageganbruth  fochenbeg  PBaffeg  in  eine  ©ief* 
fanne  unb  »ertilgt  mittelP  cineg  tfufguffeg  bie  auf 
ben  auggepteuten  Kuben  5  unb  2fepfetPücfd)en  ft|enbe 
©cfcnedcn  in  einigen  ^(ugeablicfen.  2J?an  fonnte  pch 
jwar  ju  biefer  tfbpcht  mit  noch  geringerer  SRuhe 


!Ktfceü<it. 

auch  beg  gebrannten  unb  an  ber  ßuft  serfattenen 
Äalfg  bebienen;  allein  jene  ßodfpeifc  würbe  babutch 
fo  oerborben  werben,  bajj  fte  leine  ©chneden  mehr 
herbeijiehen  würbe:  man  muffe  atfo,  wenn  man 
ju  biefem  S3el)ufe  bernod)  -Ralf  braud>en  wollte,  nad) 
bem  Stopfen  bec  ©thnedw  mit  tiefen  aud)  bie  ge* 
haeften  «Köhren  ober  Impfet  h'uwegfchaffen  unb  2  big 
3  mal  noch  einanber  frifd)  jubereitete  augpreuen, 
wetepeg  aber  bie  ÄoPen  »e  ntehren  würbe.  —  ©laubt 
man  nun,  bajj  in  einer  Kad)t  nicht  alle  ©ehneefen 
butch  ih«n  feinen  ©eruch  ju  jenem  gutter  l)ingelo<ft 
moeben  waren,  fo  laft  man  foldjcg  nod)  ein  $aat 
Ufdchte  liegen  unb  pef>et  jeben  borgen  nach,  cb  pch 
aufg  neue  welche  eingefunben  h^cn  unb  getöbtet 
werben  muffen,  in  welchem  gälte  man  bag  fochenbe 
SB  affet  abetmalg  anwenben  muf.  «Schwerlich  fließt 
ei  ein  leid>tereg  «Kittet,  pch  biefe  ©ehneefenbrut  00m 
4)alfe  ju  fchaffen. 

£et  ehrliche  ßanbwirth  hat  ung  übrigeng  noch 
tn  feinem  «Briefe  ein  SSeifpiel  »on  ber  SBirffamleit 
biefeg  «Kitteig  aug  bem  Sahte  1816  erjdhlt,  weicheg 
über  bag  Verfahren  bei  ber  tfnwenbung  beffelben 
noch  mehr  Sicht  oerbreitet  unb  intereffant  genug  ip, 
um  allen  2anbwirtf>tn  unb  ©artenfreunben  mitge* 
lljcilt  ju  werben. 

„Kachbem  ich  mtd)/  fahrt  er  fort,  burd)  öftere 
83etfuche  oon  ber  SBirffamleit  beg  »orbephriebenen 
«Kittelg  ooUfommen  überzeugt  h^«/  Su  ^n‘ 

fange  te8  Setoberg  1816  ein  greunb  aug  ber  Kad)* 
barfchaft  Kamcng  83  6  l  f  e  r  t  mit  ben  SBorten  ju 
mir:  Um  ©ottegwiUen!  wag  fotl  ich  anfangen?  — 
Bie  Eugfaat  oon  6  SKorgen  Äotn  h«tbe  ich  mit  21 
2haletn  «ngef^afft,  unb  in  Bett  oon  4  &«9<n  h^en 


3f 


©arten  :  iföifcdlen. 


wir  feie  ©chnetfen  biefe  flanje  fchon  aufgelaufene 
©aat  rein  abgefvefTen.  ©ern  fud)te  id)  ©elb  j«  lei» 
hen,  um  noch  if  SÄaiter  ©aatforn  }u  taufen,  allein 
id)  furchte,  ta§  wenn  tcf)  tjeutc  au«fae,  id)  t>od>  66er 
3  Wochen  fein  grüne«  33ldtt<hen  mehr  auf  bem  2anbe 
ftnoen  unb  bie  wieberhohlte  2luö[aat  abetmal«  eine 
33eute  ber  ©chnecfen  werben  möge.  3dj  fprad)  ihm 
Sroft  $u  unb  rietf>  ihm,  noch  ein  SWal  ©aamen  ju 
laufen,  ba«  2anb,  welche«  an  einem  ©töcfe  lag,  wie* 
bet  forgfdltig  ju  bearbeiten,  bie  jweite  2fu«faat  ju 
beeiden  unb  mir  —  fobatb  er  beim  tfuflaufen  ber* 
felben  von  neuem  ©chnecfenfraß  bemerfen  follte  — 
fcgleid)  9tad)ri<ht  bavon  |u  geben,  inbem  id)  in 
Seit  von  2  Stddjten  utdjt  nur  alle  auf  feinem  Sanbe, 
fonbern  auf  bem  bidjt  baneben  beftnblidhen  2  2fcf er* 
ftüdfc  Älee  ftch  aufbaltenben  ©chnecfen  tobten  wollte, 
fo  baß  er  an  feiner  jroeiten  2fu«faat  nicht  ben  ge» 
tingflen  ©diaben  erleiben  follte.  83olfert  fchritt 
alfo  burd)  biefe  3ufuh«tung  aufgemuntert,  jut  |wei» 
ten2fu«faat,  aber  nach  14  Sagen  lief?  er  mich  auch 
fcfyon  auf«  eiligfie  §u  ft<h  t>ot>len ,  benn  bie  ©chnecfen 
überzogen  bereit«  auf«  neue  bie  auffproffenbe  ©aat. 
3d)  lie§  alfo  einige  Äorbe  fuße  Tfepfel  unb  gelbe  9tü* 
ben  flar  fwcten  unb  flteute  foldj»  ring«  um  ba«  6 
borgen  große  2(cferjtucf.  Uebec  biefe  3fnffalten  ge» 
riech)  aber  83  6  lfert  in  bie  äußerjte  Unruhe,  Weil  er 
gar  nid)t  glauben  fonnte,  baß  fid)  bie  ©d)necfen  von 
bem  großen  2l<fet  alle  nad)  biefet  foeffpeife  t>ingic* 
hen  warben.  2(d)!  fprad)  er  ju  wiebechohltenmalen, 
ich  jweifle  fe^r  an  bem  ©elingen  3hte«  23orneh» 
men«,  unb  bann  bin  ich  «in  gefdjtagener  SDtann! 
3d)  bat  ihn  inbeffen  nur  ruhig  ben  borgen  abju» 
waiten.  2fber  gurd)t  unb  ©orge  verfluchten  fei* 
nen  ©d)laf,  unb  faurn  graute  ber  Sag,  fo  jiunb 
er  fc^on  not  meinem  85ette  unb  weefte  mid)  mit  be» 


Söorten:  ©ott!  SOtiHionenwei«  h^en  bie  ©chnecfen 
Stuben  unb  3fepfel  bebeeft!  fommen  ©ie  nur  unb 
fehenl  Sch  h^e  bereit«  meinen  ©obn  mit  #olje  ju 
bem  Sfcfec  gefchieft;  ich  will  jefet  felbfi  einen  Äeffel 
hinau«tragen,  ein  2od)  baju  graben,  unb  ba  SBaf* 
fer  in  ber  Stähe  ijt,  foll  e«  gleich  jurn  Äochen  ge* 
bracht  werben.  3e§t  hflbe  ich  wieber  guten  SJtuth ! 
3d)  erhob  mich  nun  «on  meinem  £ager,  verfugt* 
mich  ju  bem  2fcfer  unb  fanb  ben  um  ben  2C<fer  ge» 
jogenen  unb  au«  jerhaeften  Sfepfelrt  unb  Stuben  be» 
fiehenben  ©aum  von  ben  ©ehneefen  wie  mit  einem 
fchwarjen  Suche  bebeeft.  Sa«  Söaffer  fam  halb  in« 
Wochen,  unb  in  Seit  oon  einer  ©tunbe  war  ba« 
ganje  $eer  vernichtet.  Sie  Sccffpeife  blieb  inbeffen 
ruhig  liegen,  unb  wirtlich  fanb  man  am  folgenben 
SDtorgen  noch  eine  beträchtliche  2fnjahl  biefe«  Unge« 
jiefer«  barauf,  welche  auf  bie  nämliche  Sßeife  ge* 
tobet  würbe.  3<h  entfernte  mich  nun  wieber,  83  6 1* 
fert  aber  ließ  bie  2fepfel  unb  Stuben  noch  2  Sage 
lang  liegen  unb  faf>e  alle  fötorgen  nad),  fanb  jeboch 
bie  tfnjahl  ©djnecfen  gan$  unbebeutenb,  unb  tont 
enblid)  nad)  14  Sagen  mit  ben  ©orten  ju  mir: 
„fStein  Jtorn  ijt  gerettet,  unb  wdchft  luftig  empor! u 

§3ir  tonnen  freilich  biefe  ©rjdhlung  weiter  nicht 
verbürgen,  aber  wir  fjaben  feine  ttrfacbe,  ein  SWiß* 
trauen  in  bie  ©laubwurbigfeit  be«  biebern  2anb» 
wirth«  ju  fefcen,  jebod)  fotbecn  wir  alle  ©arten» 
freunbe,  bie  mit  biefem  Ungeziefer  ju  fdmpfen  t)a= 
ben,  auf,  SSerfuche  mit  biefem  SOtittel  anjufteHen, 
unb  ben  ©rfolfl  bavon  in  biefem  SJtagajin  befannt 
ju  machen. 

2Cw, 

tf. 


38 


©arten  s  SKtfceHen. 


4- 

EffUmöfiftrtmflSpcriobe  bet  SRopfaflante  in 
jKeutfcfylunb. 

GS  war  im  3al>r  1575,  baf  biefet  Saum  jum 
rrfim  5!Ral  aus  Gonfiantinopel  über  SQSien  ju  uns 
gelangte.  3?&t  i(i  er  an  bert  ganbjtrafen  bei  un$ 
fet)t  allgemein  geworben  unb  gebest  fclbfl  ned)  im 
norbtidjflen  Seutfd)lanb,  l>at  »iele  Slütfyen  unb 
feine  reifen  grüßte  pnb  im  #erfcfU  ein  gefunbeS 
©djaaffutter ,  aud)  ijt  fon{!  bie  grud)t  nadf)  £ermb« 
ftabt  fet>r  nüfclid)  unb  baS-  #ols  jum  Stennen  nid>t 
gern*  su  wrackten.  Unrecht  ifl  eS.aber,  baf  man 
bie  füfe  SJiatene  ju  2CnpfIanjungen  nirfjt  horjiefjt, 
wo  ft«  eben  fo  gut  als  bie  SRoffajianie  gebeifje» 
würbe. 


5- 

£)  i  e  ?Cprft>ire  3?  0  f  e. 


©eit  einigen  Sauren  wirb  in  ©djotttanb  eine 
flettetnbe  0?ofe  unter  bem  tarnen  2Cpt  ft)  ire  Oiofe 
eultihirt.  £)aS  2öad)$tf)um  ber  bünnen  langen 
3weige  biefet  SRofe  iji  fo  fcfynell ,  baf  eine 
foldje  ^flanje  ein  20  gnf  t>ef>cö  fd)iefeS  25ad&  unb 
eine  faft  40  guf  lange  SOfauer  innerhalb  jwei  3<d)s 
ten  überjogen  bat.  @ie  wirb  sba^er  fefir  gefudjt, 
um  ©egenftanbe,  bie  baS  2fuge  beletbigen,  ju  her« 
^etfen.  G$  ift  eine  epotifdje  ©pecieS  unb  ber  rosa 
arvensis  (ober  weifen  #unb$tcfe,  wie  biefe  in 
gnglo^b  beift)  fet>c  nabe  hetwanbt.  SBabtfcbein« 
lid)  fismrat  fie  au$  9iorbam«ifa,  2Ran  ^at  fte  mit 


bet  rosa  arvensis  oerweebfeft,  hon  welcher  fte  ftd) 
«bet  butdj  2SRel)rereS  unterfebeibet,  horjüglicb  ba= 
bureb,  baf  fte  ihre  Sldtter  hiel  lüngct  bet)«lt  als 
bie  rosa  arvensis,  unb  ffd)  bartn  ber  rosa  sein- 
pervirens  nafyert.  iDie  2fprfbire  JRofe  wirb  folgen« 
bermaaf en  ebarafterifirt :  „Rosa  capreolata  —  2Ct)t« 
fl)ire  JRofe.  Surculis  flagellatis  procumbentibus 
foliis  ellipticis  aequaliter  serratis  utrinque  gla- 
berrimis;  fructibus  ovatis  (collo  constricto) 
pedunculisque  glandulosis. 


6. 

Heber  ba§  Leeren  ber  SBeintrau&en. 


©ie  in  öffentlichen  Slattern  befantrt  geworbene 
SRetbobe  bes  $tn.  üambrp  honSRanbreS,  baS 
Leeren  ber  Stauben,  (Abfallen  ber  Seeren  nadj 
bet  Sfütb«'}  hermittelfl  eigen  ju  bel>«nbelnb«r  Gin« 
febnitre  5U  oertjüten,  unb  sugleid)  if)te  Zeitigung  ju 
befotbem,  tfl  hon  bem  3acob  gorrer  jum 

©teinfeUS  tn  2Bintertl)ur  nacb  erprobter  3we<fmdfig* 
feit,  befonbetS  für  EÄnwcnbung  im  ©rofett  hetholf« 
fommet  worben.  San  it)m  ftnb  gebruefte  tfnweifutr« 
gen  unb  Snfirumente  ju  erhalten  unb  eS  rft  für 
©grtenfreunbe  intereffant  ju  triffen,  baf  bie  gleidje 
Operation  aud)  ber  grudjtbarfeit  ber  Sbfifpaliere  $»* 
tragli^  ifl» 

2)af  ein  bünnet  Ginfdjnitt  in  ber  fRinbe  (ttngS 
um  ben  Saum)  mad)t,  baf  V\t  grüßte  grofer  wer« 
ben  unb  früher  reifen,  ifi  fdjon  langer  befannt.  2fucfy 
würbe  gegen  baS  Gnbe  beS  hörigen  3af)t^unbettS  bie« 
feS  Mittel  bereits  hon  einem  ©ädjfifdjen  2anbgeift« 


39 


©«  r  t  c  « --  SJU  f  c  eil  e  n. 


liehen  btt  Dbfrbdumen  angetvanbt  *).  Die  Urfacbe 
bavon  tfl,  weit  ber  ©aft,  ber  burd)  bie  Slinbe  in  bie 
5BurjeX  binabgegangen  wdre  (unb  $um  ©ad;$tbum 
biefer  gebient  batte),  nid)t  mehr  jurucf  fann,  unb 
babec  $ur  ffuebilbung  bet  Satcbt  beitragt.  Die  na* 
tftclidje  Sclge  b*et»on  »fl  ttfbejj,  bafj  bie  SButjcltt 
weniger  wacbfen,  unb  im  Haften  gcu^ja^re  bec 
Srieb  auch  gewöhnlich  etwa*  f<I>rrac^ec  wirb. 

*)  ©er  («genannte  pontologtfcbe  ämt&errtng  beS  $>afloc 
4>empeIS  jti  3f.btig  tmtHtenburgfdjen.  35, 


7- 

Neue  fcfjv  gute  &aba?$  =  ?frt 


üfftan  b^t  fuqticb  eint  neue  Saba?«  =  ffrt  nach 
©ngtanb  gebracht,  bie  in  Louiftana  am  Ufer  beg 
SJliffouri  wach  ft.  SDtan  nennt  fte  Saba?  non  SD?tf= 
fouri.  ©ie  wdcbft  f^neU,  blüht  im  SuliuS  unb 
2fugujT,  ifi  einjährig  unb  flein,  giebt  aber  einen 
vortrefflichen  unb  webtrieebenben  Saba?.  Die  ©ü: 
ben  von  SDtanban  unb  ©ifata  raueben  benfelben 
unb  aud)  in  anbern  SbeUen  OtorbamerifaS  ift  er  be» 
fannt.  ©S  wäre  $u  wünfeben,  bafj  eine  Seutfdje 
2lc?<rbau»  ober  botanifebe  ©efellfcbaft  ftd)  halb  ©aa» 
mtn  auö  ©nglanb  jti  verfebaffen  fuebte,  um  SBerfucbe 
mit  feinem  Änbau  in  Seutfcbtanb  ju  macben. 


8* 

£mmal  trage nbe  2Beinjtoc?e. 


3u  Lumignt),  im  Departement  ber  ©eine 
«nfe  SBarne,  finbet  ftcf>  eine  S3arietäi  be$  ©ein* 


ff oef 3  /  mit  fdjivarjtn  fdbnelt  teifenben  Stauben, 
welcher  bis  breimal  beS  SabtS  tragt.  Dtefer  ©ein» 
ftoef  ifi  bafetbff  im  Sabre  i8t2  butd)  einen  ge-- 
febieften  ©ultivateur,  $rn.  83  6  rgberS  eingefubrt, 
welcher  fi<b  ein  83ergn&gen  barauS  macht,  Liebha¬ 
bern  mit  gäcbfern  auSjubelfen.  Diefet  ©einjtocf 
giebt,  vom  4ten  Sabre  nach  ber  ^ftanjung,  reichlich* 
unb  vortreffliche  Stauben;  nur  mttjj  man  i^n  nicht 
ju  furj  fd)neibcn,  »ielmebt  bti’m  jweiten  ©ebnitt  bai 
#01$  etwa*  lang  baltea. 

©eine  erfte  efernbte,  welche  bie  reicblicbfte  iff, 
«rreiebt  $u  9?umigni,  in  ber  SDiittagSlage,  am 
I5ten  boc^)ff en  am  20.  fluguft  ihre  völlige  9?eife; 
bie  $wetfc  2ferribte  ftnbet  jwifeben  b:m  25.  ©eptember 
unb  5.  Dctobcr  ©tatt;  bie  britte,  wenig  beträchtlich, 
vom  25.  Daober  bis  jttm  10.  November,  wenn  ber 
Stoff  fte  nid;t  flott. 

Die  Srauben  b°&tn  einen  fef>c  angenehmen 
©eftbmaef  unb  febeinen  alle  ©igenfebaften  51t  einem 
trefflichen  ©ein  $u  haben.  Die  23erfudje  mit  bie» 
(er  ©einart  ftnb  votjüglid)  für  bie  ©egeitben  ju 
empfehlen,  wo  ber  ©ein  gewöhnlich  nicht  v60i| 
reif  wirb. 


9- 

Sf)eecuftuc  in  SSrafifie«, 


S5e?annt[tcb  war  eS  beS  ÄönigS  öon  SSraftlten 
eigene  S^et>  fobalb  er  ben  ©i&  bcS  $ofe$  nad)  9? io 
be  Saneiro  verlegt  batte,  bureb  eine  ©olonie  von 
12  Gbiutf«11  SEbtecultur  in  feinem  Staate  einäu= 
fuhren,  ©irflitb  blühet  jefct  biefer  Sheebau  mit  ei* 


40 


<55  ac  t  c  tt  =  SÄ  i  f  t  c  1 1  c  n. 


ner  geregelten  ^Oflanjung  tton  3,000  SS^cepfTangen  in 
ber  Entfernung  »on  3  ©tunben  »on  ber  9?ejtben}  an 
ber  SÄittagSfeite  eines  l)o^en  S3erg$  unb  wirb  oljne 
Btveifel  bie  Eultur  je&t  ficb  halb  fdjneU  unb  weit  auS= 
breiten.  25er  Sf)ee  mit  großen  gruebtfernen  ift  ber 
©orjügticbfte  unter  ben  in  23raft'lien  acclimatiftrten 
$f)eegattungen.  2)e r  grüne  Stjee  non  3 Sie  be 
grance  fdE>mecft  weniger  fein,  alö  biefer  SSraftlU 
fd)e.  fftut  bemerft  man,  baS  ber  SSraftltfcbe  Sl)ee  ju 
ftarf  gebärrt  unb  weniger  bid;t  aufgetollet  ifi  al$  ber 
6l)inefif(f)e. 

®a  ber  $reiS  be$  SljeeS  in  SSraftlien  nicht  fef>r 
t|I  unb  SSraftlien  Europa  weit  n<5f)er  liegt, 
«IS  baS  ungajifreunblicfye  Ef)ina ,  was  fo  niel  (Silber 
uerfdjlucft;  fo  ift  wabrfcbeinlicb,  baß  bie  Sfjeecultur 
in  SSraftlien  balb  burd)  bie  »ielen  SZotbltSnber,  welche 
lie  SSraftlifdje  ^auptfanbelSffabt  befugen,  beforbert 


werben  wirb.  £)ie  erflen  geilet  ber  ©Srritng  wirb 
bie  umjtdjtige  SanbcSpolijei  batb  $u  nerljinbern  wif* 
Ten.  3n  Earolina  fanben  bisher  bie  fPrTanjer  bie 
2l)eetultur  ju  mübfam,  obgleich  aud)  S?orbamerifa 
fefjr  »iel  Zt >ee  oerbrauebt,  unb  tt>eilS  mit  ©ilber, 
tbeilS  mit  $)el$werf  non  9?ootfa  =  @unb  unb  aus  ben» 
wefblidjen  Äraerifa  bejah». 

SSei  jwei  S3erfud>en  ber  granjoftfeben  9?egt> 
tung,  bie  S^eepflanje  in  Eorftca  ju  acclimatiftren, 
fanb  fte  ^inberniffe  in  ben  SSorurtbeilcn  ber  Ein* 
wobner.  UnS  febeint  aber,  baß  bie  JfcclimatifTrung 
fo  wichtig  ift,  baß  bie  Regierung  ebenfo,  wie  in 
SSraftlien,  für  ©taatSredjnung  anfangen  müßte,  eine 
ganj  geregelte  Sbeecultur  einjufübren.  2)a$  9tad)* 
abmen  in  biefer  Eultur  wirb  nicht  auSbleiben.  2>ie 
©rablinte  ber  befien  3!f)eeprot>inj  in  Ebina  unb  ber 
niebrigen  Eorftftben  SSerge  ift  ftcb  gerabe  gleich. 


3nb«tt. 


f 


ge 

3  n  f>  a  l  t. 


©eite 

33  f  u  m  t  f!  e  r  e  t. 

1.  ©c&Sne  3ier  =  fPflanjen. 

©er  gefüllte  Sambac  =  Safmin.  (33 lit  2fbbilbung  auf 
Safel  i. ) . 3 

2.  Sie  grofjblüttyige  SBicfe.  (Sföit  einer  tfbbilbung  auf 

Safel  2.) . 4 

3.  33eifpiel  einer  tnonfirbfen  #t)acintl;e.  (Sföit  JCbbils 

bung  auf  Safel  3.)  4 

4.  Anfrage,  eine  Stützen;  Guriofitat  betreffend  .  5 

Dbtf  *  Gultur. 

1.  6f) araf terifti f  ber  SD 6 ft  2lrten. 

Pflaumen  =  Sorten. 

Sie  Saupljfnee  Pflaume.  (SDlif  2lbbilbung  anf 
Safel  4.)  .......  6 

2.  lieber  bie  oerfrüfjete  Sragbarfeit  ber  Sbftbäume.  7 

3.  lieber  bie  gunftionen  ber  SSlatter  in  ber  $>flanjens 

»eit.  .  .  .  .  .  .  .  .  11 

gortf.  be$  ir.  S.  @art.  SJtagaj,  V.  35b.  1.  St.  1820. 


©eite 

4.  Sttyterä  Senfmafjl,  ober  »a$  !ann  ein  CanbfJ;ul= 
leerer  leiften? . 13 

©arten  *  Siterafur. 

1.  Sn  ber  Seipjiger  9Dlidf)aeli§ ;  tülejfe  1819  ur.b  Öfter: 

SOleffe  1320  neu  erfcfjienene  ©arten  =  unb  betani: 
fdbe  ©djriften. . 21 

2.  Gbriftian  STeid&artS  8anb  =  unb  ©artenfcfiafc,  neue 

ober  fedjfte  Auflage,  4.  u.  5.  S^eil.  .  .  25 

©arten  =  fStifcetlen. 

1.  33efd&reibung  einer  oerbefferten,  ftd)  feitfi  beive: 

genben,  ^uinpe,  für  ©arten,  oon  Sameä 
Runter.  (SDlit  einem  Stiffe  auf  Safel  5. 
gigur.  1.) . 30 

2.  ©nglifdje  ©arten  Eingänge,  fplanfcn  unb  SSerjaus 

nungen.  (SOlit  2Cbbilbungen  auf  Safel  5  u.  6.)  31 

3.  lieber  bie  naeften  SdBnecfcn  unb  bie  SOh'ltel  $u  i$= 

rer  jßertilgung. 

$ 


32 


42 


3  n  a  t  U 

Seite 

4.  2Cmimati|trung§periobe  ber  SKcpfaftanie  in  Snttf4>  7-  K««e  Ufa  9«te  SßbafS  =  Xtf.  . 


5.  Sie  Äprfljire  Stofe . 

6,  Heber  ba$  Beeten  ber  SBeintrauben. 

*  38  g#  dreimal  tragenbe  SBeintfbde. 

0!  9.  Sbeecuttur  in  SBraftlien.  . 

♦  0O 

* 

*  * 

3u  biefem  £efte  get)ö«n  folgende  tfbbiftungen; 

Sa  fei  1,  Ser  gefüllte  ©ambac  *  Safmtir. 

—  2.  Sie  grofblütbige  SBicfe. 

—  3.  Sie  monftrofe  £t)acintf)e, 

—  4.  Sie  Saup^inee.- $fuuune. 

—  5.  §ig-  1.  Stif  einer  fici)  felbft  bewegenben  9Jumpe 

für  ©ürten. 

—  5.11.6.  ©nglifdfje  ©arten  =  @ingünge,  ?>lanfen  unb 

33eraäunungen. 


©eite 

39 

•  39 

39 


(«fjurju  Snteßigensblaft  Nr,  I,) 


A. T.Gnr&Jfrry.  /<}& o. 


■d  ■  Gwt; -Afaa./i9<l0, 


jL.T.  G-cu't.  Jfacj-  . 


No.  I. 

JnttUigcns  •  s&laft 

ber  g  o  r  t  f  e  |  u  n  3 

b  c  § 

9ingemetttett  Seutfc&eit  ©artett» $lapäitt$. 

fünfter  SB  an  b.  1820. 


©arten  s^ntenigenjem 


1. 

$Pomoloöif3>eS  6  abine  t. 

Sa§  5pomologifd&e  (Sabine t,  in  26  Cieferungen, 
ift  wieberum  pollftänbig  bet  uns  ju  ijaben ,  ttnb  bie  fei)= 
lenben  Stummem  ftnb  alle  completirt  worben.  Sebe  Sie: 
ferung  befielt  betanntlid)  aus  12  größeren  ttnb  Heineren, 
ober  bie  Statur  geformten  numerirten  2Bad)6frücf)ten,  in 
einem  eignen  .Rafteben,  attf  beffen  Scctel  ber  Snnbalt  ber 
grüdjte,  beren  Seutfcber  (  g:anaofifcber  unb  ßnglifcber) 
«Warne,  nad)  S  i  cf  l  e  r  $  Seutfcbem  Dbft.-  ©artner  unb 
S5  e  r  t  u  d)  S  Seutfcbem  ©arten  =  SJWagaaine,  nebfi  Steife, 
Zeitigung  unb  Gatter  angegeben  ift,  unb  foftet  3  9?ti)(r. 
12  gr.  (Sone.  ©elb,  Netto,  Ser  Snnijalt  ber  SHeferun* 
gen  ift  folgenbet. 

Orfte  Cieferung. 

I.  2C  e  p  f e  t.  No.  1.  Sie  weife  Steinette.  No.  2.  Ser 

rottje  «Sommer  -  Stofenapfei.  No.  3.  Ser  gejtreifte 
SSinter  s  ©rbbeerapfel.  No.  4.  Ser  rotbe  Säubern 
^fel. 

II.  58irnen.  No.  1.  Sie  Scan j •  SJtabame.  No.  2.  Ser 
-Scnct  £erman.  N0.3.  Sie  SSenuSbvuft.  No,  4,  Sie 
StraSburger  58ergamotte, 


III.  Pflaumen  unb  3wetfd>gen.  No.i.  Sie  grofe 
Königin  ßtaubie.  No.  2.  Sie  Sttrfifdje  3wetfdjge. 

IV.  Äirfdfen.  No.  1,  Sie  £eraogenfirfcbe,  No.  2.  Sie 
Dfifjeimer  Äirfcbe, 


Zweite  Sieferung. 

I.  Äepfel.  No.  5.  Ser  rotbe  Sommer -- Srbbeerapfel. 

No.  6.  Ser  graue  .Ruraftiel.  No.  7.  Ser  grofe  ober 
©ngtifdje  ^ipping.  No.  8.  Se c  SBinter  :  58or$bots 
ferapfel. 

II.  58irnen.  No.  5.  Sie  lange  Schwerer 58ergamotte. 
No.  6.  Sie  4>ammelSbirn.  No.  7.  Sie  runbe  Som> 
mer :  Sergamotte,  No.  8-  Sie  StobertS  =  IDtuStateb 
lerbirn. 

III.  Pflaumen  unb  3wetfd>gen.  No. 3.  SieSppri.- 
fdje  ©ierpflaume.  No.  4.  Sie  grüne  3wetfcbge. 

IV.  Äirfcfjen.  No.  3.  Sie  grofe  fd>war$e  £erafirf<be, 
No.  4.  Sie  Heine  grüfjamareUe. 


Sritte  Sieferung. 

I.  Äepfel.  No.  9.  Ser  SJeildjenapfel.  No.  10.  Ser 
rotbe  $?en<belapfel.  No.  11.  Ser  weife  Sßinterfaloill 
ober  ßatbinal.  No.  12.  Set  gelbe  Stettiner, 
a 


(  II  ) 


II.  SSicneti.  No.  9.  Sie Sagbbittt.  No.  IO.  Ste  lange 
Ptunbuefsbim.  No.  n.  Sie  lange  ©ommer  =  Sevga= 
motte.  No.  12  Sie  ©cpmeiaerpofe. 

III.  Pflaumen  unb  Smetfdpgen.  No.  5.  Sie  Heine 
«Dtirabeltc.  No.  6.  Sie  grope  «ütirabelle. 

IV.  Äirfdben.  No.  5.  Sie  grope  «ÜtaiEirfcpe  ober  grüp. 
tueicpfel.  No.  6.  Sie  Heine  meipe  grüpEtrfcpe. 

ffi  i  e  r  t  e  8  i  e  f  t  r  u  n  g. 

I.  2t  e  P  fei.  No.  J3-  Sec  ©ommerbotftorfer  ;  2tpfel. 

No.  14.  Sec  £ert|tuei!d)en Gipfel.  No.  15.  Ser  ro; 
tpe  MpiSap fei.  No.  16.  Ser  gitrjienapfel. 

II.  Simen.  No.  13.  Sie  Sirgoule^Sirn.  No.  1.;.  Sie 
gute  Cuife.  No.  15.  Sic  Sltagbalenenbirn.  No.  16. 
Sie  Heine  SJludEatellcrbtrn. 

III.  Pflaumen  unb  3metfdpgen.  No.  7.  Sie  gelbe 
3»ctfd)ge. 

IV.  &trf  cp  en.  No.  7.  Sie  SerufalemSEivfcpc. 

V.  2tbriEofen.  No.  1.  Sie  gemeine  2tbriEofe. 


gönfte  8  i  e  f  e  r  u  n  g. 


I  2t  epfel.  No.  17.  Ser  gelbe SEurjapfel.  No.  18.  Ser 

aeftreifte  SBintcrfüpapfcl.  No.  19.  Ser  ©otb  « ptp= 
ping.  No.  20.  Ser  toeipe  ©ommer  ißalotue. 

II  Sirnen.  No.  17.  Ser  trocfne«Dlartin.  No.  18.  Sie 
grope  lange  SHufEatelletbirn.  No  19.  Sie  3opanniö= 
birn.  No.  20.  Sie  Gatillac.-Sirn. 


III.  gjfirfdjen.  No.  1.  Sie  3moUfcpe  Pfirfcpe. 

IV.  Äirfcpen.  No.  8.  Sie  grope  2tmarelle. 

V.  ‘pflaumen.  No.  8.  Sie  Äirfcppflaume. 


©  e  cp  ff  e  Sieferung. 

I  21  cp  fei.  No. 21.  Ser  rotfje£erbfh©üpapfet.  No.  22. 

Sie  fucpftge  «Reinette.  No.  23.  Ser  Sacoböapfel. 
No.  24.  Sie  grüne  «Reinette. 

II  Sirnen.  No.  21.  Sie  ©ommer  gute  Gpriftbirn. 

No.  22.  Sie  Drange :  aJtuffatellerbirn.  No.  23.  Sie 
Heine  Pfaljgtäfin.  No.  24.  Sie  lange  5*“™  30105 
terbirn. 

III.  pflaumen.  No.  9.  Ser  gelbe  ©ptfling. 

IV.  pfirfdpen.  No, 2.  Sie  purpurfarbige  ©patpfirfepe. 

V.  Äirfcpen.  No.  9.  Sie  fcfjrearge  Änorpelfirfdje  ober 

grope  feptuarge  £ergEirfcpe  mit  feftem  gleifcpe. 


©iebenfe  Sieferung. 

I.  2t  epfel.  No.  25.  Ser  rotpr  ©tettiirer.  No,  26.  Sie 
(gnglifepe  «Reinette.  No.  27.  Ser  fdjirarje  Sor$bcr= 
fcrapfel.  No.  28-  Set  <Snglifd)e  ÄontgSapfel. 


II.  «Birnen.  No-  25.  Ste  toeipe  Sutterbirn.  No.  26. 
Sie  Sungfernbirn.  No.  27.  Sie  SolEmarfcpe  Sirn. 

III.  pfirfepen.  No.  3.  Sie  gelbe  Pficfdje. 

IV.  Äirfd)en.  No.  10.  Sie  gelbe  £era.- 'ober  ©djwefeH 
lirfd;e. 

V.  pflaumen.  No.  10.  Sie  Heine  Samafcenec  Pflaume. 

2t  dp  t  e  Cie  erung. 

I.  Jtepfel.  No. 29.  Ser  braune «JRaatapfel.  No.  30.  Sec 

ämiebelborftorferapfel.  No.  31.  Ser  «Rpeurifcpe  Sopnen= 
apfel.  No.  32.  Ser  gelbe  £erbft  --  ©üpapfel. 

II.  Sirnen.  No. 29.  Sie  2ötnter  gute  CSptifibirn.  No.  36, 
Sie  Äapferbirn  mit  bem  Sidjenblatte.  No  31.  Sie 
©ommerblutbirn.  No.  32.  Sie  ©ommer  =  <§ierbirn. 

III.  Äirfdjen.  No  11.  Sie  faute  ^erjEirfcpe.  N0.12. 
Sie  Ätrcppcimer  Äirfdpe. 

IV.  pflaumen.  No.  11.  Sie  pflaume  opneÄern.  No.  12. 
Sie  grüne  äBeinpflaume. 


«R  e  u  n  t  e  Eiefemng. 

I.  2t  epfel.  No. 33.  SerPfingjtapfel.  No.  34.  Set  rotpe 

«SSintcrcafotUe.  No. 35.  Ser  äBinterftreifliug  N0.36. 
Ser  paterno jlerapfet. 

II.  Sirnen.  No.  33.  Sie  ©panifdje  gute  Gpriflbtrn. 
No.  34.  Sie  SBinter:  2tmbrette,  No.  35.  Sie  grope 
SianEette  mit  bem  langen  ©tiele.  No.  36..  Sie  Heine 
SKargaretpen  5  Sirn. 

III.  ßitfepen.  No.  13.  Sie  Seutfcpe pelamcicpfel. 

IV.  Pflaumen.  No.  13.  Sie  blaue  goerbfoioetfcpge. 
No.  14.  Ste  Samafceneupflaume  non  SRaugettt. 

V.  «Rüffe.  No.  1.  Sie  -fbatlifcpe  «Riefennup. 


3  e  p  n  t  e  C  i  e  f  e  r  u  n  g. 

I  2Cenfel.  No.  37.  Sie  ©dpaafdnafe.  No.  38.  Ser  ro-- 
tpe  ©ommer  ;  ©tricpapfel.  No.  89-  Heine L3e* 

ftreifte  pilgrimm.  No.  40.  Ste  glatte  gelbe  «Reu 
nette. 

IT  Sirnen.  No. 37.  Sie  Sergamotte  (SrafTanne.  No. 
38.  Ser  äBinterborn.  No.  39.  Sie  Änedjtcpensbmt. 
No.  40.  Sie  gute  @raue. 

III.  2(priEofe.  No.  2.  Sie 2fpriEofe  »on  Sanct). 

TV  «irfdten.  No.  14.  «Die  Eleine  fepmarje  runbe  So5 

gelEirfcpe.  No.  15  punEtirte  ©üpEirfcpe  mtt  fe, 
fiem  gletfcpe. 

<5  i  t  f  t  e  C  i  e  f  e  t  u  n  g. 

I.  2£ epfel.  No.  4t.  Sie  getüpfelte  «Reinette. _  No.  , 42. 

Ser  iueipe  DJlaatapfel.  No.  43.  Ser  «Rpetntfcpe  Sop* 
ncnapfel.  No.  44.  Ser  SReujerling. 

II.  Sirnen.  No.  41.  Sie  Pfmtbbirn.  No.  ^2.  Sie 
graue  Äcrbff^ucEetbtnt.  No.  43.  Ste  grüne 
feffelSbirit-  No.  44.  Sie  £anbutten  =  ober  2tgen>lbitn. 


(  III  ) 


III.  $>firfd)en.  No,  4.  Sie  ©d)&ne  t>on  Sitrp. 

IV.  pflaumen.  No.  15.  Btc  «JRarunEe. 

V.  Ätrft^fn.  No.  16.  Sie  braune  ©oobEirfc§e. 


3  10  0  I  f  t  e  S  i  e  f  e  r  u  n  9. 

I.  Xepfel.  No. 45.  Sec  rot^e  Serbft?  Salsille.  No. 46. 

Sie  grüne  Sanb?«Reinette.  No.  47.  Sie  f leine  graue 
«Reinette.  No  48.  Sie  jweiSaijte’  bauetnbe  SReinette. 

II.  «Birnen.  No.  45.  Ste  rotbe  ober  große  ?»fa(jgräfin. 
No.  46.  Sie  4?irten<urn  No.  47.  Sie  2Ipfelbirn. 
No.  j8-  Sie  ©c$maljt>irn. 

HI.  pflaumen.  No.  16.  Sie  gierpflaume.  No.  17. 

Sie  rotije  Samafcenerpfiaume. 

IV.  £irfd>en.  No.  17.  Sie  Eieine  lange  fdtmarge  So« 
geifirfdje.  No.  13.  Ste  Eieine  lange  rotbe  Sogei? 
liefere. 


S  c  e  t  *  e  M  t  e  8  i  e  f  e  r  u  n  g. 

I.  Jfepfel.  No.  49.  Sie  «Reinette  non  Sreba.  No.  «50. 

Ser  «Pringeffin  =  2lpfel.  No,  5t.  Ser  geftreifte  ©cm? 
mer Kalvill.  No.  52.  Ser  geigen  =  2fpfel. 

II.  Simen.  No.  49.  Sie  rotbe  Sutter?Sirn.  No. 50. 
Sie  SBinter  ;  SRobine.  No.  51.  Sie  9RarEg  ?  Sirn. 
No.  52.  Sie  SBinter ? £onigg ?  Sirn . 

III.  Pflaumen.  No.  18.  Sielange  oiolette  Samafcener? 
Pflaume.  No.  19.  Sie  «Rcijen|ieiner  gelbe  Pflaume. 

IV.  £i  rieben.  No.  19.  Sie  Äirfdie  Pier  ein  9)funb. 
No.  20.  Sie  rotl;e  ©oobEürfdje, 


SSier  feinte  Sie  f  e  r  u  n  g. 

I.  Kepfel.  No.  53.  Sie  gefhret'fte  «Reinette.  No.  54. 

Siegranjofifd)e  ober  gbelreinette.  No  55.  Sie  graue, 
SReinette  No  56.  Ser  gelbe  £erb|ljUcEerapfel. 

II.  Simen  No. 53.  Sie  große  «RouflYIet.  No.  54.  Sie 
roelfdje  Sirn.  No.  55.  Sie  Eieine  lange  Sommer? 
SRuffatellerbirn.  No.  56.  Sie  geblümte  «SRugfatel? 
lerbirn. 

III.  Pflaumen.  No  20.  Sie  glüfjenbe  £ofjIe. 

IV.  £irfcben.  No.  21.  Sie  S2eid)fel  uon  SKontmc? 
renct). 

V.  ?)firfd;en  No.  5.  Sie  Scurbine. 

S  6  «  f  i  e  1}  n  t  e  Steferung. 

I.  Kepfel.  N0.57.  Ser  meißeSEBinterfüßapfcl.  No.  58. 
Ser  rottje  £erbfr ©tridjapfel.  No.  59.  Sag  «Ror. 
mänmfyen.  No.  60.  Ser  weiße  Saubcnapfel. 

II  Sirnen.  No.  57.  Sie  ©ommer?SRobt'ne.  No.  58. 
Sie  fdjonfie  ©ommerbirn  No.  59.  Sie  grüne  Sut? 
terbirn.  No.  60.  Sie  «Rußbivn. 


III.  Pflaumen.  No.  21.  Sie  blaue  Äaiferpflaume. 

IV.  £  i  r  f  ä)  e  n.  No.  22.  Sie  fdjwarge  ©oobEirfcfit. 
No  23.  Sie  HHer&eiligen?  Äirfdje. 

V.  SKifpel.  No.  1.  Sie  SStrn  =  SOIifpel. 


®  e  S)  j  e  $  n  t  e  S  i  e  f  e  r  u  n  g. 

I.  Ifepfel.  No.  6r.  Ser  weiße  £erbftEaloiIIe.  No.  62. 

Ser  föwarje  tfpigapfel.  No.  63.  Sie  garmeliter 
SReinette.  No.  64.  Ser  ©emmer  ?  3ucEerfüßapfel. 

II.  Sirnen.  No.  61.  Sie  ^arabieSbirn.  No.  62.  Sie 
Sametmrn.  No.  63  SieSeutfc^eÄuguflbirn.  No. 64. 
Sie  graue  3ucEerbicn. 

III.  Pflaumen.  No.  22.  Sie  große  Soppel?3wetfc§ge. 

IV.  Äirfdjen.  No.  24.  Sie  iPomeranjen?  £:rfcbe. 

V.  Q)firf^en.  No.  6.  Sie  Soppel.-SRontagne. 

©tebjebnte  Cteferung. 

I.  Xepfel.  No.  65.  Ser  ßitronenapfel.  No.  66.  Sie 

«Berliner  «Reinette.  No.  67.  Sie  «ReuporEer  «Reinette. 
No.  68  Ser  gleiner. 

II.  Sirnen  No. 65.  SieJRbetnfdje  Sirn.  No. 66.  Sie 
sjRargrafin.  No.  67.  Sie  £erbjteierbitn.  No.  68. 
Sie  ^)irfd)birn. 

III.  Pflaumen.  No  23.  Sie  fleine  Äonigin  glaubte. 

IV.  £  i  r  f  d)  e  n.  No.  25.  Sie  große  «RonnenEirfdje. 

V.  Äprifofen.  No.  3.  Sie  ICnanaS  IfpriEofe. 

Lieferung. 

I.  Äepfel.  No.  69.  Ser  weiße  ©tettiner.  No. 70.  Ser 

©rünbartig.  No.  71.  Ser  ©eblapfel.  No.  72.  Ser 
rotbe  £erbftEalöilt.  / 

II.  Sirnen.  No.  69.  Sie  Sergamotte  pon  ©oulerg. 
No.  70.  Sie  große  3miebelbtrn.  No.  71.  Sie  rotbe 
Orange.  No.  72.  Sie  rimbe  9Runbne§birn. 

III.  £itfdjen.  No.  66.  Sie  ^>oUänbffc^e  £irfdje,  audj 
bte  DtanienEirfdje.  No.  67.  Sie  Eieine  golbgelbe 
£er$Eirfd)e. 

IV.  Pflaumen.  No  24.  Sie  oiolette  £6mgin  glaubie. 
No.  25.  Sie  weiße  Snbifcfje  Pflaume. 


31  e  11  n  j  e  J  n  t  e  Eiefetung. 

I.  2fepfel  No. 73.  Ser  große «Banbapfef.  No  74.  Ser 

rotbe  £ronapfel.  No  75.  Ser  weiße  ©ommer?«Ram? 
bour.  No,  76.  Ser  fränEifdje  ©djmeerapfel. 

II.  Simen.  No.  73.  Ser  SBilbling  pon  la  Motte. 
No.  74  Sie  große  ^etergbirn.v  No.  75.  Sie  ©om? 
mer?£onigb»rn.  No,  76.  Sie  Saniere  ?  Sirn. 

III.  £irfd;en.  No.  28.  Sie  8auermannS?£irfd)e, 

a  2 


IV.  Pflaumen.  No.  56.  Sie  blaue  Sßeinpflaume. 

V.  pfitfdjen.  No.  7.  Sie  SSenuSbruff. 


(  IV  ) 

SS  i  e  t*  tt  n  b  j  h>  a  tt  j  t  g  fl  «  S  t  e  f  e  r  u  n  g. 


3  w  a  n  5  t  9  fl  e 


e  f  e  r  u  n  g. 


II 


Ifepfei.  No. 77.  Sec  gebrücEte  £artig.  No.  78.  Sec 
Statienifdje  weife  «Rosmarin  --  Ttpicl.  No-  79  ©®» 
rott)e  feibne  £embd)en.  No.  fio.  Sec  grofe  cotfje 
Pilgrim 

,  SSt  inen.  No.  77.  Sie  goretlen=S3irn.  No.  78.  Sie 
grüne  ©emmer;  SSergamotte.  No.  79.  Ste  3wnnit= 
SJitn.  No.  80.  Sie  fttrjfiielige  3ucfer=S3icn 

III.  Pflaumen. unb  3wetfd)gen.  No.  27.  Sie  grofe 
Seutfdje  3roetfd)ge.  No  28-  Sie  2tbriEofen  Pflaume. 

IV.  Äirfdjen.  No. 29.  Sie  SücEine.  N0.30.  Sie  Sc-- 
furtec  KugullEirfdje. 


e 


u  n  b  s  w  a  n 


b  i  0  <1 


ei  etuti 


I.  2tepfel.  No.  81.  Sec  beatme  grauenapfel.  No.  82. 
Sec  ©räfenjletnec  2Ipfct.  No.  83  Ser  9)letfnec 
SBürjapfel.  No  84.  SaS  Saubenfufdjcn. 

H.  SUcnen.  No  ;  1.  Sie  Seutftbe  SBinter^JtufEateUer* 
birn.  No. 8?-  Sießolmacbirn.  N0.83.  Sie  fdjwarse 
SSicn.  No.  84.  Sie  «eine  SSlanEette. 

III.  Pflaumen.  No.  29-  Sie  rotije  ©pätpftaunu. 

IV.  Äicf  dj  en.  No.  31.  Sie  cunbe  PlarmorferaEfrfdje. 

V.  2CbrtEofcn.  No.  4.  Sie  grofe  ^ru^abeifofe. 


3  w  e  i  unb  }W(tnjt9ile  ßiefecung. 

I.  Äepfel.  No.  85-  Sec  fdjone  ptattf>artig.  No.  86. 

Sie  Sicinette  oon  Orleans.  No.  87*  Ser  grüne  2lu: 
ba!er.  No.  88-  Sec  breite  ©üfapfel. 

II.  SSicnen.  No.  85.  Sie  SSrefter  ©aftbirn.  No.  86. 

Sec  graue  Sunfec  £an$.  No.  87-  Sie  lange  grüne 
Ptunbnefcbirn.  No.  88-  Sie  feutje  3touffetet. 

III.  Pflaumen.  No. 30.  Sie  aweimat  tragenbe  Pflatt.- 
me.  No.  31.  Sie  Saupl)ind  =  pflaume. 

IV.  Äitfd&en.  No.  32.  Sie  gjerl  =  icfd&e.  N0.33. 
Sie  trotze  ®(ani  .^ecafirfdje. 


L  2tepfel.  No  93.  Ser  @olb  :  ©tücf  =  2fpfet.  No.  94* 
Subamel’§  ®olb  Reinette.  No.  95.  Sie  SttufEa: 
teller  Reinette.  No.  96.  Ser  gelbe  2lubacfer. 

II.  SSicnen.  No.  93.  Ser  gr  utenfdjenEel.  No.  94.  Sie 
Stufbicn.  No.  95  Sie  Eieine  gelbe  ©ommer* 3u<fer= 
birn.  No.  96  Sie  Eteine  graue  Suttccbirn. 

III.  Äirfdjen  No.  36.  Sie  Keine  cunbe  ©auerEirfdje 
mit  Eurjem  ©riete. 

IV.  Pflaumen.  No.  34.  Sie  Keifte  Äirfdipflaume. 

V.  Pfirfdjen.  No.  13.  Sie  weife  Plagbalene. 


g  ü  n  f  unb  s  w  a  n  s  i  g  ft  e  Stefecung. 

I.  3t ep f e l.  No.  97.  Ser  SBürjapfet  ober  SBürj  -.Warn: 

bour.  No.  98.  Sie  Gaffeler  «Reinette.  No  99.  Sec 
Ptalsafiecapfet.  No.  100.  Ser  gelbe  gendjetapfcl. 

II.  SSicnen.  No.  97.  Sie  gürflentafelbirn  No.  98. 
Ser  ©omir.etfonig.  No.  99.  Sie  £otlanbifd)e  S3ut= 
tevbien  No.  100.  Sie  Keine  cunbe  4>aferbt'rn. 

III.  Ä  i  c  f  cf)  e  n.  No  57.  Sie  hoppelte  ©!asKrfd;e. 
No.  3S.  Sie  füfe  SJIaibträKcfdje. 

IV.  Pfirfd;  en.  No.  14.  Sie  Pfieffe  ccn  3tngcuraoi$. 


©  e  d)  S  unb  5  n>  «  n  5  i  3  fl  e  Ciefecung. 

I  2t  e  p  f  e  l.  No.  101.  Sec  geftreifte  walzenförmige 
*  ©dtlotterapfel.  No.  102.  Ser  ©erflenapfel.  No.  103. 

Ser  geftcccfte  SSictt  :£atöitle.  No.  104.  SeciRobine: 
2fpfel. 

II  SSirnen.  No.  101.  Sie  SRfjcinifcfie  ParabieSbirn. 
No.  :o2.  Sie  boppelttragenbe  gtofe  SK ttf PateUecbirn. 
No!  103.  Sie  .£oUänbifd)e  3ucEecbirn.  No.  104.  Sie 
Keine  ©djlejtfdjc  3tmmtbirn. 

III.  Äirfdjen.  No.  39.  Sie  Od)fenf)eraEirfcf)e. 

IV.  pflaumen.  No.  35.  Sie  bunte  3wetTdjge. 

V.  Pficfdjen.  No.  15,  Sie  Sarbinctl*  Pfieffe. 


S«ej  tut  b  gwanstöflc  Ctefecung. 

I.  jr  ep  fei.  No.  6Q.  Ser  £imbeerqpfet.  No.  90.  Sie 
unoergleidflidie  ^Reinette.  No.  91.  Sec  3Btnter=83eil' 
djenapfel.  No.  92.  Sec  5Kuf EateUerapfcl. 

II  SSicnen.  No.  89-  Sie  üiebeSbirn.  No.  90.  Ste 
SKuifette.  No.  91.  Sie  ©locEenbinr  No.  92.  Sie 
gcofje  ©ornmcc  -  (Sitconenbirn. 

IIT.  Pflaumen.  No.  32.  Saö  oiotette  SReb&ufmecei. 

No.  33.  Sec  blaue  ©pilling. 

IV.  Äirfdjen.  No.  34.  SiePtaulbeetEirfdje  aul  Paris. 
No.  35.  Sie  ©panifdie  grül)roeid)fcl. 


SSeftetlungen  t)iecauf  erbitten  mir  un$  bircEt;  jebod) 
Eonnen  im  SSinter  wegen  bec  Äälte,  unb  bued)  bie  pofc 
Eeine  83erfenbuttgen  gemacht  werben. 

SBetmac  tm  ©eptembec  1820. 

®,  £.  ©.  Canbeö  *  Snbujtcie  s  ffiomptoir. 


(  V  ) 


II. 

Bcfc&reibung  bet  Seutf^en  Brombeeren 
mit  2tbbiloungen.  $erau3fleaeben  non  Dr. 
2t  u  g  u  fl  SB  e i  b  e ,  pvaftifdjcm  2Ctjt  \u  5??en= 
mghujfen  tm  Sfttffcntijum  SPJinben  unb  Dr.  Q. 
©.  32 c c §  n.  ßfenbecf,  $)rof.  in  Bonn. 

Sie  Sfe«tfd;en  2Crtett  ber  ©atfung  Rubus  L.  bebür= 
feil  nicht  weniger  als  bie  ihnen  oerwanbten  *ofenar; 
ten,  einer  foigfältigeren  unb  genaueren  Unterfdjetbung, 
als  ihnen  bisset  ju  Shell  geworben  ift,  unb  feie  #erau3= 
gebet  bet  i)iet  anaeEitnbigtcn  Monographie  glauben  ftch 
burcf)  eine  tauge,  “ aufmerffame  Veobacptung  bei  meiE= 
würbigen  S05ad)SthumS  biefer  ©trüueher  unb  burd)  bie 
gefälligen  Mitthct'lungen  ihrer  greunbe  ^fnlangticö  aus* 
gerüflet,  um  eine  foldje  ©id)tung  oornebmen  unb  bie  oon 
ihnen  unterfdjtebcncn  2(rten  fcutef)  SSefd;retbungcn  unb  2ib= 
bilburgen  fcfljletlen  ju  tbnnen. 

Möge  man  nun  biefe,  burdj  beutlic^e  MetEmale  auS= 
gezeichneten  gormen,  bie  ft'd)  auf  30  betaufen,  als  con= 
ftante  ©lieber  ber  beiben  umfaffenben  2lrtbegriffe  oon 
Rubus  fruticosHs  unb  Rubu*  caesins  betrachten  unb 
}ur  ©rgänjung  einer  oollftaniigen  Änfchauung  jener  bei: 
feen  2lrtcn  eetroenben,  ober  bie  gebachten  ü'rtbegtiffe  als 
gamtlien=  ©haraEtere  auffaffen  unb  bie  hier  }u  befrfjreü 
benben  gormen  felbft  für  litten  (species)  gelten  laffen, 
—  man  wirb  auf  jeben  gall  babttrd)  ocranlafit  werben, 
oor  mancher  nahen  ^>e(fe  noch  einmal  betradjtenb  ftille  ju 
flehen  unb  ftd)  einer  tiefen  unb  burdjgreifenben  23erEnü= 
pfung  bes  Mannigfaltigen  im  jPfinnjenreiche  ju  einem 
gefdjloffenen  gormenEreife  babei  lebhafter  b<mufst  ju  wer-- 
ben.  Sie  nicht  fdjroere  ßultur  wirb  biefe  SSctrad): 
tung  bann  noch  weiter  fotbern,  berichtigen  unb  ergänz« 
helfen. 

StefeS  waren  bie  SScweggrünbe  }ur  Verausgabe  un= 
ferer  Monographie,  bie,  ihrem  befdjtctbenben  Inhalt 
nach,  bon  ber  Hflnb  beS  erflgenanntcn  Herausgebers  grofj: 
tentbeilS  oollenbct  ifl,  bie  uns  aber  ohne  treue  2ibbilbun= 
gen  bei  fo  nahe  oerwanbten  ©ewachfen  ihrem  3wecfe,  be: 
fonbevS  für  gorftmanner.,  nid)t  genug  }u  entfprechen  festen. 
V3aS  man  mit  feinen  Vefd)teibungen  gemeint  hat,  mujj 
in  foldjen  gdUen  ber  fdjdrferen  ©onterung  recht  Elar  unb 
für  bie  Sauer  oorliegen,  wenn  nicht  Verwirrung  gefliftet 
werben  foll.  Sarum  hat  ftch  ber  }  weite  Herausgeber 
mit  bem  ©ebanEen  angefcfcloffen,  bie  Vefchrcibungen  fei; 
neS  (Sollegen  butd&  gute  rabtrte  Vlütter  um  mogltchfl  bils 
ltgen  jpreis  in  Umrtjfen  }u  erläutern  unb  ju  befefligen, 

Heftweife  foOfen  je  6  SEafeln  in  golio  mit  bem  bajit 
gehörigen  Sateintfdjen  unb  £eutfd)en  Sert  in  freier  golge 
ecfdjeinen  ,k  ,fo  bafj  fie  am  ©nbe,  wenn  bie  Ueberftcfjt  bec 
©attung  unb  bie  genaue  Vaturbefchretbung  betfelben  baS 
gan^e  gefdjloffen  haben  wirb,  nach  ber  gegebenen  2inorbs 
nung  }ufammengelegt  werben  Ebnnen.  Mit  6  Heften 
mochte  im  Verlauf  oon  i£  Saljre  bie  Monographie  pol¬ 


lenbet  fehlt,  wenn  ftdfj  ©ubfertbenfen  hinten,  bie  geneigt 
finb,  beim  ©mpfang  jebes  Heftö  ben  ©ubfcripttonSpreiS 
oon  3  gf.  rbein. ,  ober  i  Sfthlr.  18  g@r.  pr.  Sourant  ju 
erlegen  unb  baburd)  bie  gortfe|ung  $u  beefen.  SBenn  so 
©ubfenbenten  geftmmelt  finb,  erfd;eint  baS  erffce  Heft, 
unb  ohne  biefe  3at)I  oon  SEh^tnehmern  Eann  nidjts  bc: 
gönnen  werben. 

SBir  erfuchen  baher  bie  greunbe  tiefes  Unternehmens, 
bte  ©uhfeription  ju  beforgen  unb  ihre  giften  halb  an  bie 
Herausgeber  bircEt,  ober  burd;  ffiuchhanblungen,  einjus 
fenben. 

Sen  SSefotberern  ber  ©adhe  finb  wir  greieremplare 
fchulbig,  unb  ben  Herren  SSucfjbanblern ,  bie  ft<h  bafür  ju 
perwenben  bie  ©ütc  haben  werben,  wollen  wir  gern  bie 
gebührenbe  Vergütung  reiften.  Slamentlid)  rid)ten  wie 
unfere  Vitte  uni-  Sheilnahme  unb  Verwenbung  an  unfere 
©onnec  unb  greunbe: 

Herrn  ?)rofeffot  Ctnf  in  Verrin, 

—  ©arteninfpector  Otto  bafelbfl, 

—  5)rofeffor  ©  pr  en g  el  in  Halle, 

—  Witter  oon  ©chranE  in  SEHünchen, 

—  Sacob  ©türm  in  Nürnberg, 

—  jprofeffor  ©diwägridjen  in  Ceipjtg, 

—  —  SDlertensin  Vrcmen, 

—  —  Stau  in  SBürsburg, 

—  —  Slefllerb.  ält.  in  ©traShurg, 

—  —  Hoppe  in  SfegenSburg, 

—  —  ©ünthertn  SreSlatt, 

—  —  Hagenbachin  SSafe l, 

—  —  ©abe  in  Süttid), 

—  Soctor  H  o  r  n  f  ch  u  h  in  ©reifSwalbe, 

—  2CpotheEer  ©chlnteper  in  (Sein, 

—  —  gunE  in  ©efreeS  bet  Hof/ 

—  Dpi}  in  §)rag, 

unb  hoffen,  biefeS  3BerE  fd)neller  gebet’hen  }u  fehen,  als 
bie  oon  bem  Mitherausgeber  sorlangfl  angeEünbigte  Mc  = 
nographie  ber  Erautartigen  tfflern,  }u  welcher  ftd) 
erfl  19  erEiarte  ©ubferibenten  gefunben  haben. 

Sn  Vonn  nehmen  bie  HH-  Vuchhanbler  Marcus 
unb  SBeber  SSeflellungen  an,  bei  benen,  fo  wie  bei  ben 
o6en  angefühtten  greunben,  auch  «tue  $>robetafel,  ben 
Rubus  Sprengelii  oorftellenb,  eingefeljen  werben  Eann. 

Mennighüffen,  im  gürflentfjum  Mtnben  u.  SSonn, 
ben  1,  Sanuar  1820. 

Dr.  3C u g u ft  Sffieihe. 

Dr.  3?  ee  S  o.  ©fenbeef. 


(  VI  ) 


nr. 

eg  ift  nun  eine  neue  Auflage 
oon  bem  erjien  23anbe  te§  Dr.  ^Dietrich 
fdjen  Cento  nö  bet  ©drtnerei  unb 
SBotanif,  unb  ber  fedbfie  23a  nb  ber 
9?  o  cfc  t  r  d  fj  c  zu  bem  ©anjen ,  entfjaltenb 
Pelargonium  biö  Psychotria 

erfdjienen  ,*  unb  mir  müffen  bei  ben  refy.  Sntereffenfen  zu 
biefem  VJerfc,  wegen  be^  Verzögerung  recht  fetjr  um  Ver: 
jethung  bitten.  Itutor  unb  Srutfev  oerfpracben  biefe 
Ißanbe  bereite  oor  brei  Senaten,  fanben  aber  hinterher 
bie  Arbeit  fdbwierigfr  alg  fie  gebadfjt  Rotten.  3roei  Sdnbe 
in  einem  3at)re  }U  fbrbern,  mar  befonberg  für  ben  #errn 
Verfajfer  zu  oiel.  Sfngenehm  mirb  eg  alten  Votanifetn 
unb  ©artenfreunben  fepn,  ju  erfahren,  bag  nun  mieber 
ootlftanbige  ©remplare  oon  biefem  etaffifdben  Sßetfe  ju 
haben  finb,  unb  zwar  fo  lange  olS  big  bie  Sftadbträge  be= 
enbigt  fepn  werben,  nod)  für  ben  spednumerationipreig, 
für  37  SRthlr.  12  g©r.  (wofür  eä  bei  ung  unb  in  jeber 
guten  SSucbhanblung  zu  haben  ift.  Sie  6  Vdnbe  9tad); 
trage  allein  foften  bin  sprdnunuranten  13  Sfthtr.  12  g@r. 
Ser  gewöhnliche  Cabenpreig  beg  ©anjen  tfl  50  Sttljlr. 

Vuchhantlrr  ©ebrüber  ©dbiefe,  in  Sertin. 

(£)bigeg  ift  in  ber  Spf  ifdjen  SSuchhanblttng  inCeips 
iig  ju'befcmmen.) 


IV. 

Änjetjjc  oon  öPonomifdjeti  Supern  au6 
bem  SSerlage  oon  ©  c r ^ a r t>  gl*ifcf>er  in 
Seidig» 

welche  wdgrenb  beg  Safjreg  1820  fowohl  bei  bem  Verte: 

ger,  alg  auch  in  jeber  anbern  Suchhanbtung  zu  ben  fehr 

billig  betabgefeh  teil  greifen  ju  haben  finb. 

Sftbenico,  3-  •£>. ,  nützliche  SSemerfungen  für  ©arten:  unb 
SBlumenfreunbe.  1  big  9.  #eft  SDlit  Äupfern.  8.  1795 
big  1800.  CabenpteiS  2  Sftht.  6  gr.  £ercbgef.  'preig 
1  9ttl)l-  8  gr. 

Vefchteißung  einer  50tafd)ine ,  worauf  man  jid)  oon  £6hcn 
fid)er  unb  bequem  hinter  taffen  fann.  9J?it  einem 
Äupf.  gr.  4.  1802.  Cabenpr.  10  gr.  -fxerabg.  6  gr. 

Sofe,  ©.  21.  #.  0.,  bag  ©anje  ter  Sorfwiffenfdjaft,  th'eo; 
retifd)  unb  praftifd)  abgebanbelt.  $ Kit  Äupf.  S.  1802. 
Cabenpr  1  SRthl.  12  gr.  .fperabg.  $>r.  1  SRthl. 

Sogwelt.  3.9R.,  iFefdjreibung  unb  3tbbilbung  einet  Viag; 
ntafdjine,  burch  welche  bie  oerborbene  Cuft  aug  ben  tief* 
fie»  (Stuben  unb  anbern  Velidltniffen  leicht  burch  frifche 


erfe£t,  fo  wie  bag  Stauchen  ber  ©djornfteine  oerl;üfet 
Werben  fann.  4.  1801,  Cabenpr.  8  gr.  «fietabg.  fpveig 
6  gr. 

©abet  be  Vaur,  2f. ,  oom  SRaulwutfe,  ober  Sfmoeifung 
benfelben  auf  bie  ftcfjerfle  SVeife  augzurotten.  Slug  bem 
gran§.  oon  3.  ©.  Ceonharbi  Sföit  8  Äupf.  8.  1803, 
Cabenpr.  x  Shlr.  #erabg.  $)r.  16  gr. 

©ointereaur,  ©djnle  ber  Canbbawfunft,  ober  Unter: 
rieht,  burch  weldjen  jeber  bieÄunft  erlernen  fann,  fbcu: 
fer  oon  etlidjen  ©efdjoffen  aug  bloßem  ©rb:  ober  an: 
berm  fefjc  gemeinem  unb  tjocfjft  wohlfeilem  SSauftof, 
felbft  bauerhaft  ju  erbauen.  2C.  t.  granj.  überf. 

Äupf.  gr.  8  i?95-  Cabenpr.  1  Sitgl-  12  gr.  £erabg. 
?)reig  1  Sfthlr. 

©ntbeefungen ,  bie  ncueften,  über  bag  ©eifenfieben,  unb 
über  einige  anbere  bannt  in  Verbinbung  flet>enb e  ©a: 
d>en.  Sowohl  für  ©eifenfieber  alg  2öirthfd>afterinnen 
brauchbar.  5te  2tufl.  8.  «814.,  ßabenpr.  12  gr.  ^)crabg. 
9>reig  8  gr- 

©rnft,  >¥>.,  2tbbilbung  unb  Sefdjrei6ung  einer  fehr  ootf 
theilhaften  Suttermafd)ine,  burd)  weldje  nicht  allein  b«: 
wirft  wirb,  bafj  bieSButter  einen  angenehmen ©efchmcch 
befommt,  fonbern  bag  bie  2Crbeit  aud)  leicht  oon  ©tar: 
ten  geht.  4.  1802.  2ab.  10  gr.  ^erabg.  ')>r.  6  gr. 

- Äbbtlbung  unb  Vefdjreibitng  eineg  feßr  eortheilhaf: 

ten  ©taber:  ©d)6pfrabeg  zur  SBiefciiwüfferung.  4.  1303. 
Sabenpr.  10  gr.  £rrabg.  »pr.  6  gr. 

- 2lbbt:bung  unb  Sefchreibimg  cineg  (ehr  oortheilbaf: 

ten  ©treid)tifd)tö  zu  Vraunfohlenziegeln  ic.  4.  i8or. 
Cabenpr.  10  gr.  $erabg.  ?)r.  6  gr. 

- 2(bbilbttng  unb  Sefchreibung  einer  fehr  nufcbaren 

unb  einfadien  5Rafd)ine  zum  ©djneiben  ber  Jbar: 

toffetn,  JHübeii,  Äcaut  unb  mehrerer  bergteichen  2frf eit 
oon  sprobuftcit,  bie  zu  "bem  Viehfutter  oerbraudjt  wer: 
ben.  4.  1805.  Cabenpr.  12  gr.  £.  ^r.  8  gr. 

- Itbbilbung  unb  Vefchreibung  einer  fPenbutar:2ßinb: 

mafdjine  zur  ©nt  :  unb  Vcwäfferung  btr  SBiefen.  4, 
1807.  Sabenpr.  8  gr.  ^).  fPr.  §  gr. 

- äweef mäßige  2tnorbnung  unb  Vefchreibung  einer 

SKafdjine  zum  gefdjminbcn  ©infümpfen  ber  Vraunfoh- 
len.  ÜJtit  i  Äupf.  4.  1801.  ßabenpr,  8  gr.  ^icrabgef. 
$)r.  6  gr. 

©twag  übet  ben  £olzmangel,  nebfl  einigen  Vorfchldgen, 
wie  bemfelben  am  füglichften  abzuhclfen  fei).  8.  1799. 
Cabenpr.  6  gr.  £.  ipr.  4  gr. 

^rietrid),  Herzog  zu  Schleswig  ^olflein.-Vecf,  über  bie 
VSechfelwirthfchaft  unb  bereu  Verbinbung  mit  ber©talü 
fütterung.  2.  3(ufl.  8.  1814.  Cabenpr.  1  9?tf)l.  ipr. 
16  gr. 

- Verfuch  über  bie  ©djaafjudjt  in  5Jrcugen,  nebfl  ei: 

ntgen  Vorfdjlagen  zu  ihrer  Vereblung ,  unb  einigen  h?tcr: 
her  gehörigen  Stadjrichten  aug  oerfcf)iebeneii  Cünbern. 
spfit  Äupf.  gr.  8.  1800.  Cabenpr.  16  gr  £.  93r.  12 gr. 

©laferg,  3.  ©.,  nü|lid)e  unb  burd)  ©rfahrung  bewahrte 
Votfdjläge,  bet  geuergbrünflen  ^üufer  unb  SSÄodi  iicn 
fid>er  zu  retten;  nebfl  Änweifung  grofj?  geucrgbriinjle 
Zu  oerhüten  ic.  4te  oernuhrte  Stuft,  gr.  8.  1772.  Cab. 
$>r.  1  SRt ht.  Jf).  ?)r.  12.  gr. 

£ennig,  3-  3-,  praftifche  Vemerfungen  über  fpachtfon-- 
trafte,  ^adjtübemahmen  unb  Übergaben,  gr.  8.  180g.' 
Cab.  6  gr.  4.  pr.  4  gr. 


(  VII  ) 


£enber,  @.  ©.,  ber  «Bauet  als  £>bftbaumpflanger,  ober 

Eurger  hoch  Ij tnXän^ltcöcr  Unterricht,  roic  bie  Dbftbäume 
gefaet,  »crebilt,  gepflanjt,  gewartet  unb  gepflegt  mer; 
ben  müff/it.  SOlit  Holgf<hnitten.  8.  1801.  Sab.  io  gr. 
H-  ye.  6  gr. 

Hoffman«,  3-  ©•,  Verreibung  unb  2Ebbilbung  einer  SB  a-- 
genmtn.be  oon  aufjerorbentlicher  SBirEfamEeit.  gr.  8. 

1800.  gabenpr.  io  gr.  H-  Pr.  6  gr. 

Ädpler,  SS.  £.,  ber  ©affhieb  nach  feinen  SSitEungen  be« 
trachtet.  8.  «804.  gab.  6  gr.  H  pc.  4  gr. 

Äunfr,  bie,  Tabellen  gu  machen.  ©in  Verfucf)  mft  Dielen 
©Et'ggen,  menig  beEamiten  unb  neuen  Tabellen,  gol. 

1801,  gab.  2  Rttjl.  8  gr.  H-  Pr.  r  9?tf>I. 
gaffeprie,  ©.  p.,  ©efdjic&te  ber  ©infühvung  ber  feinmotri; 

gen  ©panifchen  ©chaafe  in  bie  oerfchiebenen  europät; 
fchen  Canber,  unb  auf  bem  Vorgebirge  ber  guten  Hoff* 
nung.  21.  b  grang.  übeef.  mit  2lnmerfungen  unb  3u.- 
fS|rn  oon  grtebrid),  H^og  gu  Holffein;  SBecfc'.  2  Sh  eile. 
8.  1804  u.  1805.  gab.  2  Stthf.  H-  Pr.  iRtfjl.  8gr. 
gau&enber,  V. ,  bas  ©ange  ber  RiiibDiehpejt,  ober  Unter; 
rieht,  bie  Rinböiehpefi  rtdjtig  gu  erfennen,  glüctlid)  gu 
heilen  unb  ba$  gefunbe  Vieh  »or  aller  2Cnfiectimg  gu  be; 
mähren.  8.  1801.  gab.  1  S?tf>l.  16  gr.  H-Pr.  1  Rt&l. 
gaurop,  ©.  p.,  @runbfa|e  ber  natürlichen  unb  Eünjilichen 
■&oljju<ht.  gr.  8.  1804.  gabenpr.  iRtfjl.  16  gr.  H.  Pr. 

1  Sfthf. 

Seng,  3.  ©■ ,  mineralogtfdjeS  Hnnbbuch  burcö  meitere  2EuS-- 
fuhrung  bei  SBernerfdjen  ©pffemS.  2te  burdjauS-  Derb, 
unb  oerm.  2fufl.  gr.  8.  1796.  gabenpr.  1  Rtfjl.  8  gr. 
H.  Pr.  20  gr. 

—  —  ©runbrif  ber  SWineralogie,  nach  bem  neuefien  SBer» 
nerfchen  ©pftem,  gum  ©ebrauch  bei  Vorlefungen  auf 
2fEabcmien  unb  ©djulen.  gr.  8.  1793.  gabenpr,  16  ar. 
H-  pr.  12  gr. 

«Rüder,  3-  ©•  g.,  Seutfdjlanbs  SBein6au  nach  ©runben. 
Öbet  2fnn»effung  ben  Vau  ber  Datcrlänbifdjen  SBeine  gu 
»erebeln  unb  einträglicher  gu  machen.  8-  1803.  gabenpr. 

1  SRthl.  4  gt.  H-  pr.  16  gr. 

Sfath  für  junge  Hausmütter  bes  SKittelffanbes ,  bei  tfjeu; 
ren  feiten  roohlfeil  b<»ü3S«bülten.  ©ine  Sammlung  oon 
HauShmtungsoortheilen.  8.  1807.  gabenpr.  12  gr. 
H-  Pr.  8  gr. 

Ridftbofen ,  21.©.©.,  greiherr  pon,  ©ntwurf  einer  2fcfer.- 
bautheorie,  n ad)  bet  Statur  unb  ben  neuen  ©rfahrungen 
fpfiematifch  georbnet.  2  Sheile.  gr.  8.  i8or.  gabenpr. 

2  Rt&  1.  12  gr.  £•  Pr.  1  Rt$t.  8  gr. 

Sttemann,  3.  g.,  praEtifche  2fnmeifung  gum  Seichbau. 
gür  gorfier,  DeEonomen  unb  folche  perfotien ,  bie  ft* 
menigec  mit  ber  «RathematiE  abgeben.  SXRit  4  .Rupf.  8. 
1798-  £ub.  1  Rf&l.  8  gr.  H.  Pr.  20  gr. 

- praFtifche  Tfnleitung  guc  Äenntnih  ber  3iegeleten 

unb  3iegelatbeiten,  für  angehenbe  DeEonomen,  ©ame-- 
raliften  unb  Vauleute.  3}?it  .Rupf,  8.  1800.  gabenpr. 

2  Slthl.  H-  pr.  1  Vthl.  8  gr. 

~  ~7  über  bie  Verira(;rung  ber  ©ebäube  gegen  Siebe. 
Swit  1  .Rupf.  8.  1801.  gab.  20  gr.  H-  Pr.  12  gr. 

praEtifdjcr  2Ebtij?  beS  gifcbern>erens,  für  bie  OeEo.- 
nomen,  ©amctaliften  unb  giebhaber  ber  gifchereien,  8 
1804.  gab.  1  Stthl.  H-  9>r,  x6  gr.  j 


Sliemann,  j.g.,  praEtifd'e  2fnmeifung  gut  Vorrichtung  ber 
V5a|Jergraben ,  für  SeEonomen ,  Vau;,  Vera-  u^b 
Hüttenleute.  SRit  Jtupf.  8.  1801.  «ftbenpreis  2  Sctiu 
H-  y*.  1  S?thl.  8  gr.  ' 


Sttemann,  3.  g.,  Vefdjreibung  eines  Verfahrens,  mie  bie 
ganbmirthe  ihr  ©etraibe  auf  eine  leichte  SSeite  oem 
©aamen  bes  UnfrautS  reinigen  Formen.  SO 2>t  1  ^Unf 
gr.  4.  1803.  gab.  16  gr.  H-  3>c.  12  gr. 


©amtjViftorS  Sefd;reibung  unb  2fbbi(tung  einer  oEono 
mtiehen  SOlafdhine  gum  2fuSroben  ber  VaumiE^mme 
2C.  b.  grang.  4.  1803.  gab.  8  gr.  H.  $>r.  6  ar. 


©ammler,  bet  bEonomifche,  ober  SOEagagin  Dermif^ter  2Cb; 
har.blungen  unb  2Euffä£e,  Vadjrichten  unb  Vctigcn  aus 
bem  ©ebiete  ber  gefammten  Oanb  ;  unb  Hnusmirtb- 
fchart,  fomohl  felbjf ,  als  ihrer  HülfS=  unb  32ebemDi|Ten.- 
fehaften  tnSbefonbere.  gür  greunbe  ber  ganbmirthfehaft 
unter  allen  ©tanben.  Httuusg.  Don  gr.  Von.  SBeter. 
SÖEit  .Rupf.  12  ©t.  gr.  8.  1801  —  1808.  gab.'  9  VtM* 
18  flr.  H-  4  SRtEjl.  . 


©chriften,  «eine,  ber  £$mgl.  Ö(l^«ufifch  =  ph»!tEdlifch; 
oEonomifchen  ©efedfehaft.  1.  H^t.  8.  1806.  '  gabenpr. 
6  gr.  H-  4  gr. 


©djüter,  ©.  g.,  Eurger  Hnterricht  gur  DbfEpflege,  Hk  beit 
ganbmann.  8.  1799.  gab.  4  gr.  H.  2  gr." 

SaplinS,  SS.,  DollflanbigeS  ?>ferbeargneibud),  ober  ©la«; 
meiffer.  2  Sheile.  2 te  2EuSgabe.  8.  1804,  gab,  iSSthl 
12  gr.  H-  1  Stt hl. 


Seffter,  2Cbbilbung  unb  S5tfd;reibung  einer  oEonomifdjen 
SSafchine,  um  Äartoffeln,  Vübcr,  unb  bergt.  Eiein  gu 
fd;n eiben  unb  ein  gefunbes  Viehfutter  bbraus  gu  berei-- 
tcn.  21.  b.  grang.  4.  1303.  gab.  8  gr.  H-?>r.  6gr. 

Sudpr,  m.,  praEtifche  Vecbad)ttmgen  über  bie  ffinalifdjen 
©tasarten,  befonberS  über  foldje,  med*e  gUr  VcfceUuna 
ober  Verbefferung  ber  SEiefen  unb  VEaiben  am  fchidlich- 
ften  finb  g  nebft  einer  2fufgahlung  aller  ©nglifdion  ©raS.- 
arten.  21.  b.  @ngl.  S02it  öEoiiom.  2EnmerE.  bes  Heraus; 
gcberS.  Vebjl  6  Äupf.  gr.  8-  1805.  gabenpr.  12  gr. 
?>r.  8  gr.  a 

fJEalEerS  Vefchreibung  unb  3fbbflbung  einer  manbernben 
Siofmühle.  4.  1803.  gab.  10  gr.  Pr.  6  gr. 

SBeber,  g.  V.,  oEonomifdSi ;  juriflifche  2Ebhanblung  über  bie 
Rittergüter,  beren  ©igenfehaften,  Rechte,  Stetheiten 
unb  Vefugniffe  in  Seufthlanb,  unb  befonberS  in  ©ach= 
fen.  8.  1802.  gab.  iRttjl.  8  gr.  H-?*r.  20  gr. 

^iegert’S,  3.  ©. ,  Eurger  Unterricht  Dom  Hopfen  unb  bef* 
fen©rbauitng.  8.  1803.  gab,  8gr.  H<  6gr. 


C  VIII  ) 


V, 

Urot,  ein  neueg  ©üngungSmitte! ,  BefonberS 
für  ©arten  her  Herren  £5onat  unb  So  mp. 
sftad)  bem  Berichte  be3  £rn.  £ericart  be  2hurp 
an  bie  Äonigl.  (Sentral  ©efeüfchaft  be§  Mer* 
baueg  ju  $arig.  2fug  bem  granjoftfehen  übers 
fefet.  9Jitt  einer  Äupfertafel.  SBeimar,  im 
«Beilage  beg  prio.  2anbeg'Snbu|irte*  ßomptoirg 
1820. 


Sfefe  Eieine  Schrift  ift  not  wenig  SBochen  in  «Part* 
als  Anhang  einer  jmeiten  Ausgabe  be$,  auch  non  un8  tn 
einer Seutfdjen  Ueberfefcung  gelieferten,  ®«rt$te*  über 
bie  beweglichen  unb  nicht  jtmfenben  EbtnttS-- 
oruben  ber  Herren  Sasencuoe  u.  Gomp.  erfdjienen. 


Sie  Unterfliegungen  bei  UrtnS,  beren  SKefultat  hier 
geliefert  td,  finb  neu  unb  für  bie  angewenbete  Ghl,mte 
febr  bebeutenb ,  —  bie  Verfertigung  be«  UratS  einfach 
unb  leicht  ausführbar,  —  bie  t>on  ber  Äontgl.  tfefetbau: 
gcfeirfchaft  angefteUren  oergleichcnbcn  Serfudje,  über  bie 
Itüftlichfeit  ber  Urate  als  Sünger  bet  febr  nerftbtcbencni 
©etcaibe,  gutterfräutern ,  Äartoffeln  unb  SRuben,  ftnb  fo 
befriebigenb  baf  fie  bie  Eufmerffamfeit  ber  Scutfcben 
Defonomen  unb  ©artner  im  oolten  SKaafe  oerbtenen. 

Sie  Senufeung  beS  Urins,  welche  bisher  in  Seutfch; 
lanb,  wo  nicht  ganj  unb  gar  oernicbläfftgt,  hoch  wenig: 
ftenS  lange  nicht  gehörig  gewurbigt  würbe,  wirb  funfttg 
gewi§  nicht  aufi  bem  2luge  oerloren  werben,  ^ 

Lurtheilen,  bie  ©inführung  ber  beweglichen,  mc^t  ftinfen- 
ben,  benUrin  gleich  abgefdjieben  aufbewoftrenben ptritt«. 
gruben  in  «preufen  aUgemein  werben  unb  ftd)  non  ba  gewih 
halb  übet  ganj  SEeutfchlanb  oerbreiten  wirb.  — 

SBeimar  im  September  1820. 


£,  ©.  Canb.  3nbuftrie;Gompt, 


VI. 

<S ^ r t fl t a ti  «Reid&art’g  ?anb*  unb  Satten* 
f$ afc  in  ber  neuen  Ausgabe  ober 
fecbjlen  Auflage. 

3n  unterjeichnetcr  SBuchhanblitng  ifl  erfdiienen  bie 
britte  unb  le|te  ßieferung,  ober  ber  oierte  unb  fünfte 
&heil  0011: 

,,  (5 1)  t  i  fl  i  a  rt  9?  e  i  d)  ar  t  ’ö  2anb  =  unb  ©artete 
fd}ah,  in  fünf  Tfmlen.  9Ieue2Iu6gabe,  ober 
f e cf> fl c ,  burchaug  unbearbeitete  Auflage.  3n 
«öetbinbung  mehrerer  ©achuerftänbigen  heraugge* 
geben  oon  Dr.  Jp  2.  2B.  93  6  If  et ,  «Ptofeffor  ber 
©efonomie,  Technologie  unb  Äameralwiffenf^aft 
ju  Qfrfurt  te.  9Jiit  gan*  neuen  Äupfern ,  1  dljarte, 
©teinbrüefen  unb  £ol$fcbnitten.  8-  Erfurt  ifei9- 

SiefeS  im  gadje  beS  gelb.-,  ©arten  =  unb  DbjibaueS 
unb  ber  »lumengärtneret  noch  unübertroffene  unb  flafjtfche 
2BerE  erfcheint  in  biefer  neuen  JluSgabe  burdjauö  neu 
georbnet,  ergänzt,  unb  bem  Seitbebürfnifie,  wie  bem  3eit= 
gefchmacfe ,  ocUfommen  cntfpredjcnb.  @S  hat  oon  jeher 
feinen  Vorzug  oor  aUen  anbern  Schrieen  ähnlicher  2Crt 
baburch  behauptet,  ba£  cS  auS  praftifchcr  ©rfahrung  her= 
oorgegangen  ijt  unb  mit  ungeprüft  n  Sheovien  unb  trüge* 
rifchen  £ppothefen  ftd)  nidjtö  ju  fchafen  macht. 

©S  iffc  bie  2fbftdht  ber  »erlagshanblung,  biefem  nüfc* 
liehen  SBerfe  bucch  einen  äuferft  wohlfeilen  «Preis 
allgemeine  Aufnahme,  felbft  unter  ben  unbem  ittelten 
VolfSf laden,  Banbleuten,  Oefonomen  ic.  ju  oerfchaffett 
unb  läf»  OeShalb  ben  fo  niebrigen  «pränumerationspretS 
für  1  ©cemplar  auf  Srucfpapier  4  9?tt)lr.  ober  7  fl, 
12  ft.  Schein. 

für  1  ©remplar  auf  ©djreibepapier  5  9?tl;lr,  8  0C. 
ober  q  fl.  36  fr.  9?htn. 
noch  bi«  ©nbe  biejes  Sahreö  gelten. 

©rfurt. 


Äepferf^e  a3uchhanblunj, 


%  o  t  t  f  c  %  »  n  ö 


bü 

•  •  '  -  •  *•  ..  ;  ',.5  T.  '•  ..  '•  : 

Allgemeinen  $eutf$cn 

©alten  ,  1  r  $  <t  H  n  i 


fünften  £3anbe6, 


8a»bf(5  #ft6  * 


Novation  gropa-  ©arten  unb  burd) 

Heine  QefdjmacfDoöe  ©ebdube. 


Sie  ©ngldnber  pflegen  gewofmlid)  ifjre  großen 
^arfö,  unb  beren  uerfd;iebene  9>artf)ien,  mit  f [einen 
fdjon  geformten  ©ebduben  ju  becoriren,  unb  gleich 
fam  ju  beleben.  (5 ine  Sanbftfyaft  of)ttc  2fnjYc^ten  t»on 
Dörfern,  Meiereien,  gtofjen  Raufern  u.  f.  ro.  mürbe 
unbelebt  unb  gleidjfam  tobt  fcf>einen,  wenn  .fotdfje  ®e* 
genjlanbe  ba6  2fuge  niefjt  auf  ftdj  jjgen,  ba6  ©e* 
mutl)  erfreuten,  unb  gteidjfam  511m  5D?itgenu(Te  be$ 
fronen  ganblebenS  eintabeten.  Unfere  fufe  ßinbils 
Sortf,  b.  H.  Z,  ©art.  2Rag,  V.  ffib.  2.  St.  1*30. 


II.  <3 tu  <f.  18  20. 


©  a  r  t  e  n  ?  «  n  fl. 


bungSfraft  fpielt  babei  immer  if>re  tvofrttfydtige  9?offe, 
unb  mir  geniefen  bafjer,  at8  *poefte,  oft  im  ©elfte, 
maä  tote  in  ber  -Eßirflidjfeit  nidjt  fjaben. 

Malier  entfranb  ble  ganbfdbaftä*  ©a'rlenfunft  ber 
Grngldnber,  biefRepton  in  feinem  fofibarenSBerte*) 
in  ein  nolIpanbigeS  ©pjlern  brachte,  unb  mefdfje  fte 
in  if>ren  oft  SReilen  meiten  $atf?,  treibe  gro&etfb. 
medjfelung  be$  SetwtinS,  v£ugel,  Seifen,  Stuffe, 
SSadje,  SBafferfpiegel  unb  Salle,  ©eeufer,  f leine 

..*)  .  Dhsfiryartqns  ,  on  tlie  theory  and  practice  of 
Landscape  Gardening  etc.  by  Rumphry  Repton. 
Esq.  London  1803 ,  inImper.4to;  ein  fojtbareS 
SBeif  mit  Dielen  cot.  .Rupfern,  baö  5©utneen  fojtef. 

©' 


m  Sa«bfrf)oft§  = 

unb  8Bi«f«W«i  brieten  ,  jut  Klebung 
tec  ©egenben  glucflicb  5«  benuhen  »ergeben.  ©flbln 
gelten  nun  5.  S3.  eine  Keine  Saflb  »  ober  gifebet* 
goge,  eine  SSogenbrücfe,  ein  18 ab,  eine  fleine  SSauern» 
butte  (a  Cottage),  ein  ©rab  ober  Monument,  ein 
«Brunnen,  ein  becorictet  ©artenftfc,  ein  Gbinejtfe&ec 
2flco vef  ein  ^of)ec  Äioff  ober  SSelbebere,  einSEurfifcbeS 
3eft,  ein  Keine*  £efe»©abinet  (a  little  study) ,  ein 
©artenbütbcrbauS,  ein9flil<h;  unb  SSlumenbauS,  ein 
Snbianifcbe*  SSogel&auS,  eine  ©olb'*  unb  «Silbe^ 
gafanerie,  eine  «Schaufel,  eineflegelbabn,  einJRuffifcber 
Siutfcbberg,  ein  «Scheiben» ©ebießfianb  u,  f.  w.,  lau» 
tet  Sttaterialien  unb  gatben  auf  bec  Ballette  eines 
großen  unb  teilen  ©nglif<b«n  ganbfebafts»  ©arten» 
funjllerS.  gteilicb  geboren  Äenntniffe,  richtiger  Saft 
unb  ein  gebilbetec  ©efebmaef  baju,  um  unter  «Be» 
biefen  fo  reichhaltigen  ©egenftdnben  nur  bcr.jentgen 
auSjnwdblen  unb  anjubringen,  bec  für  ben  gegeben 
nen^lah,  feinen  ©barafter  unb  feine  SSeflimmung 
paßt,  unb  bem  ©enuffe  'bejfetben  angemeffen  tfi. 

Sn  Seutfcblanb ,  wo  wir  bei  weiten  feine  fo 
großen  «Parts,  unb  auch  fogenannte  ©nglifebe  ©de 
ten,  als  in  ©nglanb,  ©chottlanb  unb  Srlanb  haben, 
finb  obgebaebte  fleine  ©ebdube  unb  Serorationen  weit 
roeniger  ein  SSeburfniß  unb  anwenbbat,  inbeffen  finb 
bod)  einige  fleinere,  gefcbraacfeolle  Anlagen  für  un» 
fere  etwas  größere  lanbiicbe  ©arten  febr  angenehm 
unb  brauchbar.  Scb  rechne  5.  SS.  babin 

1.  2)aS  Snbi«n»f4»f  SBogel.h«uS. 
(gjHt  Jtbbitbung  SSafel «.  S‘S«  l- > 

©in  fleineS  achtecfigeS  £duS<hen,  auf  einer  in» 
felartigen^attbie,  ju  welch«  «»«  fleine  SSrüde  mit 


©attenfuttfi 

.einem  eifernen  ©eldnber  fuhrt,  mit  einem  ©laSbacbe, 
unb  einer  ©alerie  pm  baffelbe ,  in  ber  «fldbe  eines 
Keinen  erotifeben  #ap«S,  mit  ben  fünften  2fmeri» 
fanifeben  tftaS  unb  anbern  ^apagapensHrten  berdl» 
fert,  in  bet  «ttabe  beS  ©cbloffeS  ober  SSobnbaufeS, 
gewahrt  einen  febr  unterbaltenben,  angenehmen  ©e» 
nuß.  Sie  «Pracht  ihrer  garben,  bie  ©jltfamfeit  ih* 
rer  ©itten  unb  CcbenSweife,  gewahren  bem  ©uropdet 
ein  eignes  ©djaufpiel,  baS  unS  in  feembe  ©elttheilc 
«etffgt.'  ©ie  2fmerifanifd)en  «Pnpagapen  (welthe  un» 
flreitig  bie  fünften  unb  weit  fcyoner  als  bte  ber  al» 
ten  «Seit  finb,)  finb  anjefct  ein  orbentlicber  ^anbelS» 
2frtifet  geworben,  welchen  man  aus  ben  ©nglifcben, 
gransoftfeben  unb  ^olldnbifeben  £dben  um  febr  bit* 
ligen  ^)reiS  haben  fann. 

2.  Sin  SB  a  l  b  f  t 

(9Kit  2Cbbilbung  auf  Safet  11,  gigur  2). 

©in  ©nglifcber  SBalbfib  iff  eine  g)artbif,  welche 
eine  «ptomenabe  in  eine  etwas  entfernte  ©egenb  et» 
neS*«parfS  in  einem  #apne  ober  Keinem  SBalbe, 
ber  eine  fchdne  2Cu3ftd?t  tttfBeScftt  auf  einen  SBaffec» 
fpiegel,  ober  an  einem  Keinen  taufchenben  ©affer» 
falle  eines  SSaxhS  giebt,  gewahrt.  Sie  ©pajiergdn* 
9ev  bebürfen  ©rboblung  unb  EuSruhe,  unb  ftnben  fte 
hier  in  einem  febr  fcf>6n  beforirten  blüh«nben  ©i§e,  bec 
fte  sur  gortfebung  ihrer  Sßanbetung  gu  einem  anbern 
febdnen  fünfte  beS  $arfS  frdrfet.  €0  finb  5 
in  Seutfcblanb,  in  bem  fd)6nen  $arfe  mm  236rtib 
bei  ©effau,  ju  Seplib  in  SSobmen,  unb  anbern 
spatfS  in  SSdbmen  unb  Sefierteicb,  bergleicben  febönt 
Dfubepunfte  ba«f>3  angebracht. 


% 


23  \  «  m  i  ji  t  t  et\ 


45 


SBlttmfjferei* 


i. 

3  w  e »  neue  JSapantfcfie  5R  o  f  e  n, 

A  Sie  blaffe  «ielblulhige  ©m'irtanben* 9?ofe, 

(Rosa  multiflora  Japonica  flore  pallido). 

(9)ift  2(&&ilbung  auf  STafel  ?.), 

B,  Sie  bunFte  «ielblüthige  großblättrige 
©utrlanben  ;  Slofe. 

(Rosa  multiflora  Japon.  flore  purpureo). 

(SSlit  2fi)6iI6«ng  auf  Safe!  8.)»  ^ 


Sapan  nnb-  Gbina,  tiefe  fronen  ffdnber,  wo 
em  ewiger  gcübling.  blüht,  ftnb  bas  SSaterlanb  bie» 
fer  jwei  «euea  frönen  0?ofen=2Crtea.  <&u  gehören, 
Wie  auch  fc^on  ihr  fünf6ldtterigeS  2aub  jeigt,  ju  bem 
großen  ©efcfjtechte  ber  SSengaltfchen  ober  (5(>ineftfc^ett 
IRofen,  jeiebne»  ftcEji  aber  burch  ihren  eignen  hoch-- 
fteigenben  ffßuchS,  rf>re  langen  h«abhangenben  SSlfi* 
ibeniweige,  unb  ben  großen  3?eichthum  ihrer  25tu= 
men,  «or  allen  anbern*3lrfen  aus.  SSeibe  3frten, 
fotoobl  bie  blaffe  als  bie  bunfle,  wollen  burchauS 
boeb  gejogen  fepn,  nnb  blühen  etp  in  einet  ^6fje 
«on  io  bi$  12  guß,  9Ran  fatra  bähet  mit  ihnen 
Sauben,  SRauern  unb  Spaliere  belegen,  welche  ein 
herrliches  tfnfeben  geben.  Sb«  fangen  gweige  hdn* 
gen  bann,  wenn  man  fte  frei  geben  l<fft,  wie  bie 
t>on  ber  Xrauerweibe  herab,  unb  ftnb  burchauS  mit 
SBlutbtft  bebeefts  befhalb  man  fte  auch  bie  dchte 


©uirlanben^ofe  nennt.  SRan  muß  fie  gewöhnlich 
auf  6  bis  8  Suß  hohe  Schöffe  ber  wilben  Reefen* 
Siofe  (Rosa  canina)  ocultren,  wo  fte  beffet  ge-- 
beiht  unb  letzter  blüht,  als  wenn  man  fie  burch 
bie  SBurjeln  unb  Abfeger  im  freien  2anbe  jieht,  wo 
fie  feiten  ober  gar  nicht  blühet. 

Sa  beibe  Sorten  etwas  järtlich  ftnb,  fo  muß  man 
pe  bon  ihren  hohen  Spalieren  im  $erbpe  loSbinben, 
«überlegen  anb  forgföltig  ben  Sßinfer  hinbureb,  mit 
langem  troefnen  ^ferbemip,  ober  2aube  parf  bebeefen, 
unb  ja  nicht  eher,  als  $u  @nbe  beS  3fpril,  auSpu^eti 
unb  befebneiben,  weil  bie  fpäten  fflachtfröpe-  pe  fonp 
unfehlbar  tobten,  hierbei  tp  noch  jubemetfen,  baß 
man  bie  langen  Bweige,  welche  im  «origen  Som= 
mer  geblüht  haben,  bis  auf  ein  bis  jwei  2tugen  «cm 
Stamme  jutütf  fdjneibet  (weil  biefe  nicht  wieber  btüs 
ben,  unb  immer  abperben);  biegrünengweige  hingegen, 
welche  im  «origen  Sommer  nicht  geblutet  haben, 
forgfaltig  fronet,  unb  nur  bie  Spt|en  ein  wenig 
abpu^et,  weit  biefe  f)tun  nun  in  bie  S5tüthe  trete», 
unb  ungeheuer  «tele  SSlumen  bringen. 

Sie  25(umm  ber  blaffen  ©uirtanben  *  9?ofc 
femmen  immer  nur  an  ben  Spifcen  ber  gweige, 
aber  in  ungeheurer  SRenge,  fo  baß  mancher  lange 
gweig  oft  an  hwnbert  SRefen  tragt.  Sowohl  bas 
£aub  als  auch  bie  95tumen  ber  bunfefn  ©uirlanben» 
3?ofe  pnb  weit  größer  afS  bie  «on  ber  blaffen,  «on 
weichet  pe  faum  hal &  fo  groß  pnb. 

©  2 


SSlumtfletei. 


46 

SSeib«  fcfcone  Sorten  ftnb  in  SSeutfdjtanb  nodj 
jumlici?  feiten»  unb  uerbienen,  als  wahre  Juwelen 
unfetet  »turnen»  ©arten,  mit  stoßet  Sorgfalt  ge-- 
pflegt  ö«  werben. 


2« 

Sie  gefüllte  SKofen  *  Brombeere. 

(Rubus  rosaefolias  coronarius). 

(SJlit  JCbbitbung  auf  SSafel  9.). 


Sa«  »atertanb  biefer  fd)6nen,  unb  mit  ber 
JRofe  um  ben  SSorjug  ftreitenben ,  Brombeere,  tft 
Sfiinbien,  wo  fie  t>on  ber  $tinj  *  ©ate«  »  Snfel 
«oc  wenigen  3ab««  juetfl  nad)  ©nglanb  fam.  Sie 
ift  eine  ber  fcfcönflen  äierpflanjen  fowoljl  für  ba« 
feeie  2anb  im  Sommer,  al«  aud)  für  ba«  ©la«bau« 
im  #etbfl  unb  ©inter,  benn  ft«  «erlangt  al«bann 
tiefen  Sd)U&  im  Örangenljaufe,  weil  fte  für  ftrenge 
ÄÄlte  fowo^l  al«  für  JU  «iel  ©arme,  in  einem 
2reibf>aufe,  empftnblid)  ift,  unb  nicht  gebest.  Sie 
btü^t  fdjon  mildjweiß ,  unb  außerorbenttid)  gefüllt, 
wie  bie  reldjft«  Stofe.  3&t  ®traud>  »M>  be«  9utcr 
pflege  3—4  guß  *»mmt  faP  mit  ’ebem  S5oben 
torlieb,  unb  vermehrt  ft*  fe&«  leid)t  burd>  teidjlidje 
3ßursel=2fu«täufer,  habet  man  gar  halb  jut  25er» 
mebrung  biefer  fdjonen  ^flanje,  welche  faft  in  allen 
botanifdjen  £anbel«gdrten  su  baten  ift,  fommen 
fann. 


3- 

3wei  frf)6nc  ©ewäd)^au§  =  ^flanjen. 


A.  0  e  d  e  r  a  prolifera. 

(Sie  fproffente  Scbera.) 

( gjjit  tfbbilbung  auf  Safct  10.  A.). 

Sie  Sebcren  —  weldjen  ber  feel.  2innee  su 
Q?f)ten  be«  berühmten  »otanifer« ,  9>tof.  Sebet 
j«  ßopenbagen,  biefen  9t  ahmen  gab  —  finb  alle 
fet,c  jiertidje  Sropen  *  Wm™ ,  «erlangen  alfo 
ba«  ©eiva^«f)au«.  Sie  &»««  abgebilbete  Oedera 
prolifera  ift  eine  ber  fdjonften  barunter.  3$*« 
febone  gelbe  »turne,  beren  »littet  äußerlich  braun 
unb  gel^gefdumt  finb,  ift  «on  einem  Äranje  «ei* 
ner  5ftebenjweige  umfaßt ,  welche  alle  gleichfaü« 
»turnen  bringen.  3&t  Atertanb  ift  ba«  Borge* 
tirge  ber  guten  Hoffnung.  —  @ie  laßt  ftd)  leicht 
burd)  Sterlinge  in  leichter,  locfetec  2»ifibeet*(5tbf, 
nerm^ren.  3m  Sommer  fann  man  fte,  al«  Sopf* 
pflanje,  in«  greie  ftetlen,  wo  fte  iebod,  nur  bie  ©or* 
genfonne  genießen  batf;  bei  eintretenbem  grofte  muß 
fte  aber  in«  ©cwddj«l)auS  gebracht,  unb  barinne 
burdjwintert  werben. 


B.  M  aurandia  antirrhinif  olia. 
(Sie  gowenmaulbldttrige  ©autanbie). 

( gjlit  3(bbilbung  auf  SEafel  10.  B. ). 

Sa«  »atertanb  bet  tiebli^er» ,  fo  fd)6n  ran» 
fenben  ©auranbie,  ift  befanntlid)  ©ej-ifo.  Sie  ift 
aber  nicht«  weniger  al«  eine  jdttliche  ©atmbau«» 


58  f  tt  m  i  j!  e  c  c  t. 


$fTanje,  fonbern  fann  leicht  im  ©laölwufe,  ober 
in  einem  ftojifreien  3immet  burchwintert  werben. 
■Die  gegenwärtige  neue  ©otfung ,  mit  blauen,  26= 
wenmaulattigen  S3lumen,  unb  geflecftcn  flattern, 
ift  befonbetS  fd)6n.  <2ie  trägt  bei  un$  reifen  <8aa= 
men,  welken  man  in  SD?iflbeete  fäet,  unb  bann 
verpflanjef.  2 (ud)  vermehrt  ftc  f id)  oft  butch  9B3ur* 
jelauSläufet,  bie  man  bann  abnet)men  fann. 


4* 

92euc§  @nglifd)e$  0Jofenn>er  f. 


Snglanb,  von  bem  wir  fdjon  mehrere  theure 
<Scf)tiften  über  9?ofen  l>abcn ,  I>at  un$  wieber  mit 
einem  neuen  3Berfe  über  biefen  ©egentfanb  befchenft, 
nämlich  bie 

Rosarum  monographia,  or  a  botanical  hi- 
story  of  Roses.  To  which  is  added  an 
Appendix,  for  the  use  of  Cultivators; 
in  which  the  most  remarkable  Garden 
varieties  are  systematically  arranged,  vvith 
19  plates.  Bey  John  Lindley.  London, 
1820.  8vo. 

5Sit  ijaben  burch  biefeö  neue  SBerf  nid>t  «Hein 
ni d)t$  über  bie  of>ncbieg  f>ocf)fl  oerwirrte  fTIofen* 
giteratut  gewonnen;  fonbern  *öerr  ginbfep  {>at 
nod>  baju  alle«  SDfogliche  beigetragen,  biefe  Sttate» 
tte  noch  mehr  ju  verwirren.  9?ad>  einer  gewaltig 
breiten  unb  wortreichen  Einleitung ,  worin  er  unS 
bie  ©efd)id)te  ber  9vofe  erjählt,  unb  fowohl  bie  bi$s 
betige  3?ofen  =  Ehftra^tcr*^*f  unferer  23otanifer,  als 
auch  2  inner*  Unterfd;ieb  in  JRofen  mit  ovalen 


47 

ober  runben  gruchtfnoten,  verwirft  unb  $r.  SDBoobS 
Eh«tafterifiif  unb  Unterfdjteb  ber  9?ofen,  mit  bot» 
ftigen  £>  r  ö  f  e  n  unb  Dornen,  einfubren  will, 
theilt  er  fämmtliche  9?ofen  Sorten,  in  XI.  Dioi= 
fionen  ober  Eiaffen,  unter  folgenben  S5enen= 
nungen.  SRamiid> : 

Synopsis  specierum  et  varietatum. 

1.  Divis.  I.  Rosa  simplicifolia. 

SD?it  nur  einer  Unterorbnung. 

2.  Divis,  II.  Rosa  ferox. 

€0?it  3  Unterorbnungen. 

3.  Divis.  III.  Rosa  bracteata. 

S9?it  4  Unterorbnungen. 

4.  Divis.  IV.  Rosa  cinnamomea. 

SD?it  18  Unterorbnungen. 

5.  Divis.  V.  Rosa  pimpinellifolia, 

€D2it  27  Unterorbnungen. 

6.  Divis.  VI.  Rosa  centifolia, 

WUt  9  Unterorbnungen. 

7.  Divis.  VII.  Rosa  villosa, 

SWit  8  Unterorbnungen. 

8.  Divis.  VIII.  Rosa  rubiginosa, 

€D2tt  15  Unterorbnungen. 

9.  Divis.  IX.  Rosa  Canina. 

9Äit  15-  Unterorbnungen. 

10.  Divis.  X.  Rosa  systyla. 

€D2it  16  Unterorbnungen. 

11.  Divis.  XI.  Rosa  Banksiana, 

Sttit  7  Unterorbnungen. 

Daju  fugt  er  noch  2  Unterorbnungen  von  un« 
gewiffer  2£bfunft. 

Sflan  fleht  leicht,  welch  eine  verwirrte  unb  wtHe 
fubtliche  Stofen  j9?omenclatut,  aus  welcher  ohnebi«# 


48  £  *  ff 

niemanb  leicht  flug  werben  fann,  biefi  siebt,  unb 
bajj  e«  mir  neue  Berwirrung  macht;  unb  «Ifo  hat* 
ten  wir  burd)  $erm  2inblep«  Stofen » Wlonogra* 
pf)ie  in  tiefem  Sache  gar  nicfjtö  gewonnen.  Sec 
befie  2ßeg  ju  richtiger  Äenntnift  ber  Wofen  ju  fom» 
men,  ifi  bet,  welchen  Weboute  in  feinen  Roses 
tingef^lagen  h<it,  nämlich  richtige  unb  naturgetreue 


(5  u  l  t  tt  r. 

tfbbilbungen  mit  nur  weniger  Siagnofe  ju  ge» 
ben  unb  ftch  alter  (Slaffiftcation  JU  enthalten.  Sie 
richtige  tfutopfte  be«  tfuge«  tf>ut  meht  al «  alle« 
3(nbere. 

*  ^err  2  i  n  b  l  e  9  «  beigeffigte  19  2fbSilbungen 
ffnb  feht  manierirt,  unb  nicht«  weniger  al«  unter» 
rid/tenb. 


£  *  ft  *  S  it  I  t  tt  r* 


Ctroaö  übet  voitlfü^rtid^e  unb  gefe|= 
1 1  d> e  Wamen.-Veftimmungj  wibet* 
f  p  r  e  d)  e  n  b  e  2ßort=6rfldu ung,  in 
ber  Pomologiej  unb  Vermutungen 
über  bie  ©ntflebung  beö  Wamenö 
$>epin,  bei  biefer  tfepfel *©attung. 


I.  grüßte,  beten  Warnen  burd)  einen  3u* 
fall  entfianben. 

(Sine  feht  achtuna«werthe  (Einrichtung  bei  ber 
Betreibung  ber  Sbfigattungen  unb  2frten  ifi  bie 
(Stfotfdbung,  woher  ber  beigelegte  Warne  feinen  Ur* 
fprung  haben  möge.  $u  bebauern  ifi  aber,  bafi  in 
ben  früheren  Seiten  nidjt  mehr  Bebadjt  hierauf  ge» 
nommen  wutbe,  unb  un«  nun  fo  Wianche«  im  Sun* 
lei  bleiben  muff,  wa«  ju  wiffen,  nüfclich  unb  ange* 


nehm  fepn  würbe.  Sie  Bemühungen  bet  neuem 
homologen  finb  au«  biefer  Urfacfje  nicht  nur 
anfirengenb  ,  fonbern  auch  noch  öfter  unbanfbar, 
weit  e«  an  Quellen  fehlt,  worau«  fte  fdjopfcn  fon» 
nen.  Senn  wir  muffen  annehmen,  bafj  viele  ber 
vorhanbenen  Sbfiarten,  ohne  Suthun  unb  menfeh» 
liehe  Beihülfe,  burch  befonbere  3ufälle  entfianben, 
unb  femit  in  wenig  befannten  Pflanzungen  ober 
©arten,  lange  Seit  unbeachtet  unb  ungefannt  blie» 
ben,  wobutch  bann,  wie  natürlich,  willführliche,  ber 
Sbjiart  gang  unpaffenbe ,  unb  nur  bem  (Sigenthü» 
mer  erftärbare ,  burch  befonbere  (Sreigniffe  ergeugte 
Wanten  entfianben,  bie  in  fpätem  Seiten  gu  entrath» 
fein  unmöglich  waren. 

@0  erinnert  ftch  ber  Berfaffer  noch  eine«  Ber* 
fall«  in  feiner  üfstrgenb,  ber  hierauf  Begug  hat,  hier 
al«  ächte  SBahcheit  angeführt  werben  fann,  unb  al« 
Bewei«  bient,  wie  bie  Warnen  burch  Sßillführ  ent* 


ÖBfi  = 

ffanbctt ,  unb  für  bie  Ptachfolger  gu  enfjiffecn ,  un; 
möglich  bleiben  mupten, 

S5ei  einet:  25a«ern^>ocbS?it/  bie  in  bem  (Batten 
beö  S5raufoaterö  gefeiert  würbe,  traf  ftch«,  bap  man 
nacf>  bem  feflticben  Plachmittag«  ;  Jtaffee  fpielte. 
e«  mar  warm,  aber  auch  üiel  Debatten  unter  ben 
bicfbelaubfen  Sbpbdumen,  unb  man  rodete  ba«  fo 
bekannte  S3linbefut);0piel.  «£>iet  wutbe  nun  auf 
Weichem  ©raöboben  öiel  gefprungen  unb  gelacht. 
SBdhrenb  bem  e«  toll  burch  einanber  gieng,  fugte 
ficb’ö,  bap  bet  iunge  Gantor  be«  Srt«,  —  meiner, 
mie  e«auf  bem  ßajtbe  Sitte  ip,  mit  gugegen  War¬ 
an  einen  jungen  SSitnbaum  entweber  gufdllig  ^art 
anpiep,  ober  an  benfeiben  unfanft  g-worfen  würbe; 
wöbuedb  eine  eingige,  öollig  reife,  gang  unbemerft 
gebliebene  Sommer*  S3itn  hinter  fiel.  —  @ie  war 
ber  dupern  gorm  nad)  ungefähr  gepalfet,  wie  Plr,  io. 
vierter  Glafte  ber  Sirnformen^Safel  be«  Seutfdjen 
gruchtgarten«  (2ßeimar,  8anbe«»3nbuPrie  Comptoir, 
1816).  SSott  garbe  fd>on  hochgelb,  mit  roth  auf 
ber  Sonnenfeife,  unb  wenn  ich  nicht  irre,  mit  ferner» 
jenbem  gleite.  23om  ©efehmaef  fann  ich  nicht«  fa* 
gen,  benn  ich  nicht«  t>on  ihr  gu  oetfuchen,  — 
Sch  fage  biefe«  teuere  »on  ihrer  gorm,  gatbe  unb 
Gigcnfchaft  be«  gleite«  u.  f.  w.  nur  au«  ber  ein* 
jigen  Urfadje,  um  baburd)  benjenigen  auf  ben  Ur* 
fprung  be«  tarnen«  gu  verhelfen,  ber  oielleicht  biefe 
S3irn  (wooon  ber  Plame  weiter  unten)  non  bem  £>rte 
ihrer  GntPehung  unter  biefer  Benennung  befommen 
hatte.  —  Set  Gigentbümer  erbat  pch  gleich  non 
bemjenigen,  ber  bie  SSirn  erhalte,  bap  biefer  Grp* 
ling  jene«  fd&on  gewannen  Sirnbaum«,  welchen  ec 
in  früheren  fahren  auf  einer  Stelle  au«hob,  wo  er  pch 
uon  felhp  au «gefdet  hatter  unb  auf  biefe  ppanj; 


Gutfur.  49 

te,  wo  er  nun  feine  erf?e  grucht  brachte,  bürfe  ge* 
meinfchaftlid)  unterfudht  werben;  unb  er  mochte  ihm 
nur  erlauben  ftch  |u  übergeugen:  ob  bie  25irn  oer* 
biene,  ben  Saum  u  noe rebelt  beigubehalten.  Siefe« 
gefchah,  unb  man  beriet^  ftcf>  nun,  ba  ihre  83or; 
trcfflidjfeit  allgemein  anerkannt  würbe,  wie  ihr  Pia* 
me  hinfort  fepn  feile.  P»lan  fann  fief)  nun  leicht 
borpellen  ,  bap  allerlei  SSorfdjldge  gemacht  würben, 
»on  welchen  anfänglich  berjenige  ben  mefnpen  58eifaU 
fattb:  pe  nad?  bem  tarnen  ber  SSraut  gu  benennen. 
Sie  Achtung  für  ben  Gantor  fiegte  aber,  unb  mati 
nannte  pe  bie  Ga n torbirn  ,  weil,  wie  bet  alte  Gi* 
genthümer  noch  überbie«  pd>  au«brucfte,  ber  $ect 
Gantor  bie  eingige  Urfache  biefer  ihm  fehc  etfreuli; 
chen  Gntbecfung  wäre.  2öa«  nun  weiter  mit  biefem 
Sirnbaume  gefdjehen  tp,  blieb  mir  unbefannt.  SD?6g= 
lieh  ip’«  aber,  bap  biefe  £>bpart  unter  biefem  Pia* 
men  weiter  oerbreitet  würbe,  unb  pch  fchon  jefct 
weifet  Pliemanb  bie  utfprüngliche  Benennung  er; 
fldren  fann, 

Sn  frühem  Seiten,  wie  auch  noch  jefcf,  nannte 
man  bie  grüchte,  nachbem  pe  befannt  würben,  ent; 
Weber  nach  bem  Srte  ihrer  GntPehung;  ber  nun  ein 
£>orf,  Stabt,  9>roeing,  ober  gange«  ganb 
fepn  burffe,  wie  man  pch  vielfältig  übergeugen  fann; 
ober  nach  bem  tarnen  be«  erpen  Gig  enthümer«; 
nach  bem  Planten  eine«  gefannten  unb  geehrten 
homologen  ober  £>b ppflan g er« ;  nach  bem 
Planten  eine«  fonp  geachteten  unb  gefchd|ten 
971  enf chen;  ober  nach  ber  befonbern  unb  auffallen* 
ben  Gigenihüm lichf eit  ber  grucht,  Worin  biefe 
auch  bePehen  mochte  u,  f.  w» 


Sfcfl  =  Gultur. 


II,  grudf)**  bie  nad)  Dörfern  benannt 

werben. 

©i t  febrbefannte  SSirn  («Birg  outde),  welche 
in  einem  granjapfacn  Dorfe  tarnen*  SSiröoule( 
nabe  bei  bcr  EUinen  Stabt  St.  ßeonarb,  vielleidjt 
burdb  Bufatl  entfianben  war,  giebt  uns  nebfl  anbern, 
ein  SSeifpiet  erfiet  Zit,  3d)  fe&e  bie  eigenen  2Borte 
beö  £a  Sluintinpe  bet  ausführlich  non 

ibr  fpricht,  um  jugteid?  ben  Setthum  in  ber  2lu 6- 
fpracbe  unb  Schreibart  biefeS  ©orte«  ju  berichti¬ 
gen,  ber  »obl  noch  manchem  fiefer  unbefannt  fepn 
mod)te.  6t  fagt  in  feinet  Instruction  pour  les 
Jardins  fruitiers  et  potagers,  2.  Edit,  I.  P. 
p.  56:  „Virgoulde  est  le  nom  d’une  poire 
„d’Hyver  trfes  -  excellente;  eile  porte  le  nom 
;;du  lieu  d’  ou  eile  a  dtd  prdmidrement  tirde 
"pour  venir  dans  le  grand  monde  de  la  cu- 
„riositd.  Ce  lieu  est  un  Village  du  Limousin 
„prds  d’une  petite  ville  nommee  St.  Leonard ; 
„beaucoup  de  gens  disent  poire  de  Virgouleuse 
,au  lieu  de  dire  Virgoulee ;  etc.“ 


„lee.“  tiefer  ju  feiner  3eit  f*b«  9«ehtte  unb 
noch  je&t  gefdjd^te  homolog,  beffen  SBerbienfle  nicht 
ju  verfennen  ftnb,  muffe  wohl  am  beflen  roifferi, 
woher  biefe  SSirn  flammte  unb  ihren  Flamen  erhielt, 
Wir  mitten  atfo  feinet  2fufflellung  ©tauben  beimef- 
fen.  SBarum  dnberte  aber  ©hrifl  bie  SScmetfung, 
baf  fie  burch  ben  9Jla tqUiö  ßhambert  befannt 
würbe,  in  baS  ©egentheit  um  unb  fagt:  fie  f«p 
burch  bie  SQlarquife  ßhambert  nach  ^ati«  ge¬ 
bracht  worben?  Solche  gehler,  fepen  e$  nun  Schrcib- 
obetDrucf  fester,  foilten  bod)  billig  vermieben,  ober 
bie  Quellen  angejeigt  werben,  wobutch  biefeö  Zweier- 
lei  entfianben  ifl. 

ferner:  bie  St.  ©ermain.  ©ine  fehr  ge¬ 
fügte  SSirn,  bie  ihren  Urfprung  einem  Dorfe 
gleichen  -RamenS,  unweit  ^ariS,  altwo  ftdj  ein  Ä6- 
niglicheä  Sd)lof  befahlt,  unb  Safob  ber  zweite 
non  ©nglanb  tefibierte  unb  jlarb,  ju  banfen  hat. 
(Siehe  S.  £.£.£enne.  3fnweifung,  wie  man  eine 
$3aumfd)ute  non  Tbflbdumen  im  ©rofen  anlegen  unb 
unterhalten  foll,  5te  Auflage  1796  p.  187  ) 


©h1'^  fagt  in  feincm  #anbbudie  übet  1512 

Dbflbaumjucht,  3te  vetbefferte  Auflage,  granbfurt 
bet  Hertmann  IV.  Shell  2.  ©apitel,  Seite  536  in 
»iner  «Rote  übet  ben  tarnen  SSirgouleufe: 
„©in  Dorf  in  Simouftn,  ba  fie  bie  SRatquife  non 
„©hambeA  gejogen  unb  nach  ^atiä  gebtad)t  hak 
Überwegen  fie  aud>  ©hamb rette  genannt  wirb.“ 

2a  Sluintinve  fagt  bagegen  a.  a. S.  III  Par¬ 
tie  pag.  143:  „eile  est  sortie  de  ce  Village 
„par  la  liberalite  du  Marquis  de  Cbambert, 
„qui  en  etoit  le  seigneur  ,  et  qui  nous  la 
,.donna  sous  le  nom  de  sa  poire  de  Virgou- 


$ier  bütfen  wir  auch  unferS  vortrefflichen 
SSoröborferö  nicht  vergeben ,  bet  jugleich  bie 
Ätone  alter  Seutfaen  tfepfcl  ifl.  Sein  «Käme  fommt 
oon  einem  bet  jwei  Dörfer  %imen$  SSotebotf, 
wovon  ' eiu6  bei  Reifen  unb  bad  anbere  bei  ßeipjig 
liegt.  Söeldje«  von  beiben  bie  <5t)re  hat  ftdr>  ihn  ju* 
eignen  ju  fonnen,  ifl  ungewif;  jeboch  ifl  für  ge- 
„if  anjunehmen,  baf  hier  ber  Ott  feiner  ©ntflefjung 
ju  fuchen  ifl,  ba  in  biefer  ©egenb  bie  vortrefflichen 
fruchte  biefer  Dbflart  in  grofer  5Jlenge  gedrntet 
werben,  unb  bie  beflen  anberer  ©egenben,  bie  man- 
djeg,  in^inftcht  auf  Älima  befonber*,  jum  SSo.rau« 


5i 


£>bjis»Gutfur. 


hebert,  tiefen,  an  bemerften  £hten  gctcacf^fenc ,  bei 
weitem  n:cbt  gleid)  fcrnmen.  (Ir  ifl  als  ein  grofjeS 
©efcheu?  fccä  fjiinmelS  für  biefe  ©eg?nb  anjufehm, 
mSgen  it>n  auch  bie  2fuSlcnfcer  oevachten. 

III.  geölte,  bie  nad)  ©tdbien  benannt 
w  e  c  b  e  n. 

5Bon  ber  jweiten  2frt  ober  oon  foIrf?en  ,  bie 
«aefj  einer  ©fabt  benannt  würben,  ftnben  wir  uns 
ter  ben  iPfirfd)en:  La  double  de  Troyes;  nach 
ber  ©tabt  £ropeS  bei  $aris  benannt,  allwo  fte 
vielleicht  juerfl  aufgefunbett  wutbe.  (  ©djwerlich 
jnocfjte  ffe  wohl  nach  ber  alten  ©tabt  2toja,  wie 
einiße  homologen  glauben,  atfo  benannt  worben 
fepn.)  Le  Brugnon  de  Rome;  nach  fRom,  in 
©aljmannS  Homologie/  2te  Auflage,  ©eite  87  bes 
fdjrieben.  La  Rambouillet ;  nach  einem  Äonigl. 
granjofifdfjen  ßufffdjloffe  gleichen  tarnend.  —  lin= 
ter  ben  Simen:  La  Rousselet  de  Rheims ; 
«ad?  ber  feht  bekannten  ©tabt -3?  he  i  mS.  —  Unter 
ben  2lepfeln:  La  Reinette  de  Luneville;  Port 
Cbrifl  in  feinem  oben  angeführten  $anbbuche,  ©eite 
466;  unb  ber  ^arifer  2lpfel,  (Pomme  de  Paris,) 
»benbafelbfl ,  ©.491  betrieben ,  unb  nach  ben  beU 
ben  befannten  ©tabten  benannt  u.  f.  re. 

3V.  grüßte,  bie  r.a<h  ^roninjen  unb  gan* 
jen  ßdnbern  benannt  rcetben. 

grüßte,  welche  nach  ^tooinjen  unb  Cdm 
bern  benannt  werben,  ftnben  wir  in  jebem  Sbflge* 
f<hled)te  mehrere.  SGBir  wollen  uns  babei  nid>t  lange 
«ufhatten,  unb  nur  einige  oon  jebem  nennen:  unter 
len  21  ep  fein:  Caroline  d’Angleterre ;  Reinette 
de  Hollandes  R.  de  Normandie;  B.  grise  de 
fort)',  b.  2f,  Z,  ©art,  «Olagaj,  V,  SSb,  2,  ©t,  1820. 


Champagne;  Pepin  d’Angleterre;  P.  Allemand. 

—  Unter  ben  S3irnen:  Present  Royal  deNaple?’ 
Beurre  d'Angleterre;  Bon  Chretien  d’Espagne. 
Bergamotte  de  Hollande;  B.  Suisse.  —  Unter 
ben  9)firfchen,  Peche  de  Malthe;  P.  de  Portu¬ 
gal;  Brugnon  d’Italie;  Chevreuse  d’Italie.  — 
Unter  ben  2Ibrifofen:  Abricot  de  Holländer 
A.  de  Provence;  A.  de  Portugal;  Ungarifche 
2Ibrifofe.  —  Unter  ben  Äitfdjen:  ©panifche 
^erjürfche;  SbranenmudfafeUers^irfche,  aus  9)iis 
nerfa;  $olldnbifche  Äirfche;  $>olntfchc  ©laSfirfdje. 

—  Unter  ben  Pflaumen:  Uttgarifdje  Swetfchge; 
Damas  d’Italie;  Prune  de  Catalogne;  Perdri- 
gon  Normand  etc. 

V.  grüchte,  bie  nach  bem  erflen  Sefi^ec 
benannt  würben. 

©olche  grüchte,  bie  ftch  nach  bem  erflen  di* 
genthümec,  auch  rmd)  bemjentgen  benennen,  ber 
bamit  am  erflen  h?roertrat  ober  fid>  bamit  bemerfs 
bar  machte,  ftnb  nic^t  fo  vielfältig.  3d)  nenne  nur 
folgenbe,  öld :  Bourdine;  eine  ^ftrfdje,  bie  ftd) 
nach  einem  trahcfcheinlichen  ©drtn er  üftamcnS  S3ous 
bi  ne  cuS  SRontreuil  bei  $)a riS  ,  allreo  bie 
$Pftrfchen jud>t  jur  Seit  Subreig  beS  ganfjehnten  unb 
auch  fdjon  früher  fehr  anfehnlid)  war,  benennt. 
©iel;e  beS  2lbteS  Siübigej  ©djabol  2(bhanbs 
lung  oom  ©artenbau  nach  ©runbfdfcen  u.  f.  re„ 
2terS5anb,  ©.  132  unb  133,  wofelbfl  er  mit  eige* 
nen  SBortcn  fagt :  ,,£a  oetfehiebene  ^erfonen  $u 
„SDlontreuil  ben  portheilhaften  Abgang  ber  grüchte 
„fahen,  pflanjten  fie  gleichfalls  folche  Pom  ©tein  ge= 
„fommette  S5dume  längs  an  ihren  Stauern.  dS 
„fanben  ftch  ©attungen,  bie  faftiger,  flcifdjiger  unb 
„farbiger  waren,  welch?  man  »ecnnttelfi  ber  pfropf* 
£ 


52  Obfk*i 

f/teif€c  «ictfdltig  $u  «erwehren  ftd;  bccifcttc,  unb  of)rt« 
„Zweifel  «erfudhte  man  bie  wilb  gewannen  pflaum* 
„nnb  äwetfchgenbdume  unb  bie  «JKanbelbdume  tu  du* 
/rgeln.  Siefe  «pfttfchen  nahmen  ben  tarnen  berje* 
,(mgen  an,  welche  bie  etjfe  ©ntbeefung  baoon  mach* 
„ten.  ©o  bat  5.  23.  biejenige  ©attung,  tt?elcf?c  man 
„bie  SSoutbine  nennt  (ii)t  wahret  «Käme  ifi  bie 
„SSoubine),'  unb  welche  ju  SRontreuit  unb  ju 
„SSagnolet  in  fef)t  fnjfjen  SBerthe  gehalten  wirb,  i$t 
,£afepn  einem,  «Kamen«  SB  oub  ine,  gu«erbanfen." 

VI.  grüßte,  bie  nach  einem  berühmten 
homologen  ob  et  Sbflpflanjet  Jbe* 
nannt  werben. 

sjRan  benennt  auch  grumte  jum  2fnbenfen  an 
fotebe  9Rdnnet,  bie  ftch  im  gad)c  ber  Homologie 
ober  Sb flba um  jud)t  berühmt  machten,  mit  beten 
«Kamen,  wie  bie  83  otaniffen  burch  gueignung 
non  «Pflanjennahmcn  gefeiert  werben.  Sie  »om 
^ierrn  Dr.  «an  2Ron«  ju  SStüffel,  im  8ten  Sab** 
gange  biefe«  3Hagajin8,  iote«  ©töcf,  ©•  387  *>«. 
fdjriebene  unb  auf  Sa  fei  40  unb  41  abgebilbete 
2)iel’8=  unb  ©icflet’«  *  33irn  finb  SSeweife 
«fter  2frt.  —  2fud>  ben  fet>t  bekannten  Wangen* 
bdnbtern,  ©ebruber  SSaumann  gu  SSoIlweilet  im 
Cberrbeinifdjen  Departement,  welche  e«  im  gadje 
bet  spflanjcn  *  ©rjiehung  unb  2)eteblung  unter  if>- 
ren  Seitgenoffen  fe$r  »eit,  wo  nicht  am  weiteren 
gebracht  i>aban ,  §at  betfelbe  ein  Senfmahl  gefegt 
bur^  bie  SSenennung  eine«  2lpfel«,  welcher  ebenba* 
felbft  ©eile  438  unter  bem  tarnen  Reinette  Bau- 
mann  —  85 mal ann8  *  S?  e in  e tte  —  angeführt, 
unb  auf  ber  Safel  45-  abgebilbet  ijf  *). 

*)  5ßte  ftet)t§  wohl  je|t  um  bie  Spruche  bc«  fjerrn 
Dr.  oa«  SKon«?  ®«  wate  su  wünfehen,  bap  feine 


Ulf  ut. 

VII.  grumte,  bie  na  cf)  gefehlten  ober  h<* 
hen  ^erfonen  benannt  werben. 

©  e  a  <h  t  e  t  e ,  geehrt«  geliebte 

83erfonen,  bie  weitet  feine  SSctbienjle  um  ba«  «Reich 
ber  Pomona  haben,  fpnbetn  wegen  ihrer  guten  unb 
»orguglidjen  ©igenfehaften  in  ber  menfcblii&en  ©e* 
fcllfchaft ,  ober  ihre«  t)6t>cm  ©harafter«  wegen  ge* 
fchd&t  unb  burch  SSenennung -einet.  Dbjtart  ber  23er* 
geffenheit  entriffen  ober  vielmehr  im  ^nbenfen  er* 
halten  werben  follen,  giebt  c«  audj.  «hierher  gehört 
nu«  bem  2ftterthume,  aber  ni<^t  ganj  »ctldfftg,  ber 
im  Seutfdffn  gruchtgarten  S3b.  I.  ©.  177  W«* 
bene  unb  auf  ber  34^'n  Safel  abgebilbete,  Äpi«* 
Gipfel,  Pomme  £  Apis  rouge ;  allwo  ©eite  «80 
gefagt  wirb:  „9Ra n  leitet  feinen  «Kamen  5 war  «on 
„einem  gewiffen  2fppiuö,  ber  «om  ©efd)led)te  ber 
„-©taubier  war,  ab,  ber  ihn  burch«  23eteblen  mit  bet 
Quitte  erfunben  haben  foll  u.  f.  w.**)."  3Kan  «et* 
gleiche  hiermit  £  e  n  tt  e  ©.  120,  allwo  cS  f>ctf t ; 
„21  p  p  t  u  «  au«  bet  gamilie  ber  ©lautier  hat'«  »9<* 
juerft  nach  Stalien  gebradjt.  wo  et  gu  beffen  ©e* 
bdchtnig  Malum  Appium ,  ober  bet  2lppifd)C  2fpf?l 
fep  genannt  worben.  —  Siefer  2tppiu«  lebte  tm* 
gefdht  450  Sahte  «ot  dhtifH  ©*burt.  Ser  2fpfel 
bleibt  alfo  wegen  feine«  hof)«n  2£ttet« ,  bc«  3?omet8 
ungeachtet,  eine  fef)t  ehtwurbige  gruchtj  welcher  bet 
'  «ielen  2fppiet  e«  gewefen  fepn  mag,  ber  h<«  9«s 

gortfdivitle  unb  S5eobad)tungen  burch  btefe«  SKaga» 
jin,  unb  fc«  e«  aud)  2lu«jug«wcife  au«  einem  »ielleidjt 
fd)on  crfdjienenen  SBerfe,  bem  pomologifchen  ?)ubli* 
fum  mitgctheilt  würben. 

*+)  ssäeldje  2lrt  «on  SBereblung  war  biefe«  wohl,  unb 
»a«  foll, mar.  unter  bem  2lu«brude  erfunben  «er» 
flehen? 


£>  f>  ft  =  §  u  Kirr. 


53 


fricct  tritt'/  ,ijt  übtigenS.ungcwtfr.  ?Oie«cidfjt  wof)l 
ter  £>ecemoir,  welcher  in  ben  44aget  3al;tcn  Sfrm’S 
lebte  unö  tm  ©efdngniffe  flarb.  —  Gifyrijl  fagt 
in  feinem  $anbbuche  IV.  Sfeit  i  Gapitel  ©.  495 
in  einer  tfnmerfung :  „ber  fKomcr  2lppiuS  Glau* 
bin«  hat'ihn  juerfi  na<h  Statien  gebracht,  unb  ton 
biefem  fjat  er  ben  tarnen."  ©aljmann  Ringes 
gen  fagt  in  feiner  Homologie,  2tc  oerbcjferte  Auflage, 
SSerlin  bei  fffieret  1793  ©.  6g.  9fr.  32.  „  Gr  ift 

„ein  wilber '2lpfel.  unb  in  ben  ^Salbungen'  bei  21  p  i  S 
„gefunben  worben. "  —  ßauter  SGBiberfprudje,  t>ie 
nicht  aus  Ginet  Quelle,  fommen.  — 

9lun  fommen  wir  ju  ber  foff  liehen  Pflaume, 
Sl ein e  *  Glaub e.  S3on  ihr  trirb  im  oben  ange= 
führten  SSeutfdjen  gruchtgacten  S3anb  I.  ©eite  112 
grfagt:  „Son  welker  Königin  in  granfreich  biefe 
„Pflaume  aud;  ben  9?amett  tjaben  mag,  fo  mup-  fte 
„bod;  eine  feine  Sunge  gehabt  traben,  weil  fte  biefe 
„vortreffliche  Pflaume  als  ihren  Kiiebling  auSjeichs 
„nete. "  2ßo  biefe  -Behauptung  l)erfiammt,  bafj  ft« 
bet  2iebting  einer  gtanjöfifdjen  .Königin  gewefen 
fepn  foll,  ifl  mit  rollig  unbefannt,  unb  ich  glaube 
mehr,  —  wie  auch  biefer  ©lauben  weit  allgemeiner 
ift,  —  bafj  fte  einer  .Königin  9tamenS  Ghlotilbe 
jur  Gl>  re  atfo  genannt  würbe, —  was  auch  SSt  ans 
g.et  glaubt,  —  als  bafj  fte  wegen  2luS$eichnung  ron 
biefe  Benennung  erhielt, 

$5ie  übrigen  Bejetd;nungen,  welche  ffd^  auf  be« 
fonbere  Gigenheiten  u.  f.  w.  einer  Sbflgattung ,  ober 
ßbflatt  beziehen,  ftnb  fefjr  vielfältig  unb  grünben 
ftcb  auf  bie  ©ejlalt  ber  grucht/  beten  ©rofje,  gigur, 
Saxbe,  gleifcfy,  ©efdjmad,  ©aft,  ©erueb,  Oieifteit 
u,  f.  w,  2fujUtbem  auch  noch  auf  befenbm  Bovfälle, 


wie  uns  bie  oben  angeführte  Gantorbirn  unb 
bie  gefeegnete  Sirn  —  Ah!  mon  Dieu !  —  beweis 
fen.  2)iefe  würbe  nämlich  befhalb  fo  genannt,  weil 
£ubwig  XIV.  aus  granfreich,  —  welcher  ju  feiner 
3eit,  wie  wir  wiffen,  bie  £)bfljud;t  fehr  begünfligte 
unb  2ldeS  aufbot,  fte  ju  erheben,  —  als  et  ben  auf* 
fetji  volll;ängenben  Saum  in  einem  feinet  ©arten 
jttm  erflen  SÄal  erblidte,  aus  Serwunbrung  unb  für 
greube  auSrief:  Ah!  mon  Dieu!  —  fffan  ff£>e 
Ghtiß’S  oben  angeführtes  «fjanbbucfy  ©eite  570. 
£a  Öuintinpe  erzählt  baffelbe  a.  a.  £>,  III,  2$.- 
©•  158. 

hierher  gehören  als  fonbetbate  Semerfungen  uns 
gefdht  nod;  bie  2Cepfel :  baS  ©eibenhembchen — Syden 
Hemdje;  —  ber  Saffetapfel,  —  Pomme  de  taffe- 
tas  etc.  —  -Die  Bim:  SSerbrannte  .Ka(se,  Chat- 
brule;  —  ©chelmbirn,  Pendart,  —  grauenfehens 
fei,  Cuisse  Madame,  etc, 

£)ie  Grgrünbung  fo  rietfdltiger  Benennungen, 
als  noch  bet  Homologie  auf  biefe  2lrt  unerflart 
ftnb ,  ifl  nicht  nur  fef)t  fchwierig,  fonbern  größten* 
theilS  unausführbar.  2Ber  würbe  $.  B.  baS  Sßort 
9t  ei  nette,  feine  2lbflaramung,  Gntflehung  ober  Be* 
beutung  genau  unb  grünblich  nachjuweifen  im  ©tanbe 
fepn?  SBcil  Reine  mit  hineingeflochten  ifl,  fo  hals 
ten  wir  bafur,  bafj  fte  königliche  2fepfel  heilen  fols 
len,  $u  welchem  ©lauben  bie  ©üte-be$  grof  ton  2$  eil* 
biefet  ülepfels  ©attung  noch  ungemein  riel  beitrügt. 
5ßat  biefe  Meinung,  welche  wir  in  unfern  Seiten 
nun  baoon  haben,  aber  auch  bie  Meinung  beffen,  ber 
fte  juerfi  mit  biefem  Flamen  belegte?  2>iefeS  wirb 
fchwer  ju  beweifen  fepn!  25 od>  mochte  eS  wohl  mogs 
lieh  fepn,  bap  einer  unfeter  erften  homologen,  bet 
^  2- 


S 


£>bfl  -  ^ultur- 


5+ 

im  ©efßse  aller  dlfmt  «Schriften  tß,  nähere  2CuSfunft 
noch  außerbem  über  manche«  2tnbsre  ju  geben  im 
©tanbe  wate.  ©lieh  bunft,  man  mußte  altba  wot)l 
ftnben,  wo,  unb  burt)  wem,  eine  einzelne  grudjt 
ober  ganje  ©attung  fo  unb  nicht  anber«  genannt 
würbe,  ober  »et  fie  juecß  alfo  nannte. 

Die  ©rflarung  be«  SBort«  Gtaloille  fdjeint 
natürlich,.  unb  lächerlich  sugleidj,  fo  wie  fie  $ennc 
0.  103  unb  (5() riß  ©-4 17  in  ben  obe»  angeführ* 
ten  SBerfen  geben,  baß  ndmlicf)  biefe«  5Bort  »on  ben 
beiben  gcanjöftfchen  ©Söctern,  Cale  ©Zü|e,  unb  vile 
fd)ted)t,  h«rßammen.  —  2flfo  Calevile,  fd)ted>te 
©lü&e.  —  ©ine  Benennung ,  tvomit  bamat«  bie  bei 
ben  granjößfchen  ©auernweibern  Q-ebcdud?lid)cn  ecfi* 
gen  Saugen  benannt  würben,  beten  gorm  ju  bem 
tarnen  be«  tfpfel«  fott  Einlaß  gegeben  tjaben.  ©« 
fragt  fidj  nun  nod)  weiter,  ob  bie  »on  $  e nne  eben* 
bafelbß  ©eite  104  jum  ©eweife  bet  2lecbtb«it  feiner 
SSefjauptung  angeführte  ©djcift  hierüber  genüglidje 
2lu«funft  unb  23erftdjetung  giebt.  3«h  ha&l  biefe« 
mir  ooltig'  unbefannte  ©ud)  nicht  felbß,  bcßhalb 
fege  id?  h‘«rf)et,  wa«  ber  £ert  «Paßot^enne  0.104 
baoon  fagt.  „Da  man  nun  in  5Bebetö  ©arten* 
„bau  ©.149  tiefet:  bie  Calville  blanche  ä  cötes 
„iß  oben  eefigt  unb  faß  wie  eine  ^faßenmüfce  ge* 
„ßaltet,  fo  fann  man  barati«  einigermaßen  fließen, 
„baß  eine  «Pfaßenmüfce  ober  Sefuitermü&e  einet  fot* 
„eben  Cale  vile  in  granfreich  stemlich  af>nlirf>  fepn 
„müße."  ©Zit  genügt  biefe«  nicht,  boch  mag  e« 
batjin  geßeltt  fepn,  weil  eine  ©Zöglichfeit  in  biefet 
83erg!eid)ung  unoetfennbac  iß. 

©un  wollen  wir  aber  ju  ben  mitunter  fel)t  be* 
lifaten  ^Pepin’«  übergeben,  ©ei  biefet  ©enennung 


berrfdjt  eiue  babplonifche  ©erwirrung,  bie  id>  bec 
fößlidjen  grüd)le  wegen  gehoben  fehen  mödße,  glaube 
aber  nicht,  baß  e«  einem  «Sterblichen  oergönnt  iß,  ben 
Änoten  $u  töfen.  ©leine  ©ortiebe  ju  biefem  2lpfel, 
—  id)  meine  00t  ber  $anb  nur  ben  Pepin  dore 
(©olb**Pepin)  —  welker  im  Seutfchen  gruchtgar* 
ten  ©b.  1.  ©•  251  befdjrieben  unb  auf  ber  59ßen 
Safel  abgebilbet,  iß  fo  groß,  baß  ich  ifßi  fo  gern 
einen  feßen  unb  teßimmten  ©amen,  wenn  nicht  ge* 
ben,  bod?  wünfdjen  möchte.  0d)on  bie  Ungewißheit 
in  ber  0d)tcibart  biefet  Tfcpfel  =  ©attung  iß  hodjß 
unangenehm  ,  unb  ebenfo  bie  fo  oiclföltig  nachge* 
fchricbene  Meinung  über  ben  Pepin  dore,  et  fep 
ein  ©nglifdjer,  unb  bie  orbentliche,  er  fep  ein  gran* 
jöfifcher  Gipfel. 

Sch  h«»^  S^ar  nie  kreißt,  fann  alfo 

auch  feine  ©ehauptung  aufßellcn,  wie  e«  um  ihn  itt 
biefem  2anbe  au6jieht.  2Ba«  ich  bi«  jefct  noch 
oon  ber  ©ngtifchen  Dbßjucht  gehört  fo  fcheint 

mit  c«  nicht  fo,  baß  ein  tfpfel,  wie  biefet,  bort  ent* 
ßanben  fep,  inbem  er  at«  einheimifd),  wie  unfet 
©or«borfer  in  ©adßen,  in  feinem  ©aterlanbe  wof)t* 
fdjmecfenbet  unb  beffer  al«  bei  un«  fcpn  bürfte,  wa« 
boch  in  bem  füblichßen  Sht’-l«  ©nglanb«  nicht  bec 
gaü  fepn  mag,  wie  tfugenjeugen  mir  eben  in  biefem 
2tugenbticfe  wiebcrf>of>lt  bemerfen.  ©Zitier  fagt 
fetbß  in  feinem  allgemeinen  ©arten=2eptfon  3.  Streit 
0.  25.  „G«  giebt  wenige  frembe  Sanber,  wo  er  gut 
„thut,  (? )  auch  bringt  er  in  oielen  Sh£ilrrt  t,on 
„tanb  nicht  fo  gute  gtüdjte,  al«  man  wof)l  wunfcheit 
„möchte."  (!) 

©ine  gewiße  tfhnbung ,  —  bie  freilich  gar  nidß« 
heißen  will,  —  fagt  mir  immer:  er  fep  ein  gtanjöft* 


£>  6  ft  =  Kultur. 


55 


fcher  tfpfel.  35ei  ben  homologen  erbet  fcheir.t  bet 
©ngltfche  9?ame  ^ipptn  unb  feine  ©ngfifdje  .fjets 
funft  angenommen  ju  fepn.  Sie  Meinung  non  mir, 
er  fep  granioftfehrr  tfbfunfl,  batf  ober  ^eineeroeö« 
fo  angcfef)en  werben,  als  wollte  ich  ben  (üngldrn 
bern  bie  @hre  fireitig  machen,  unb  fte  ben  grans 
jofen  jttwenben;  fenbern  man  mup  nielmeht  ben 
©runb  berfelbett  auch  nc.d;  in  bet  SSefchreibung  beS 
efjrn.  Stiller  in  feinem  2(llg.  @arten=2eri?on  fudjen, 
wofelbft  er,  glS  über  einen  äuperft  belifaten  National* 
opfcl  ju  gleichgültig  hinweggebt.  ©eine  ©djulbigfeit 
wäre  gewefen,  fef>r  beutlid)  feiner  ,?u  gebenfen  ,  waö 
oud)  oon  jebem  onbern  ©chriftjleller  würbe  gcfc^jc* 
heu  fepn. 

®ie  nielfdlfigen  oft  weit  gefud)tcn  33:weife,  ober 
SSortfotfd;ungen  über  bie  2(bffammung  beS  OBortS 
fpepin  ober  95ipin,  welche  man  in  ^omolcgifchen 
SOBerfen  ontrift,  finb  nicht  non  ber  2frt,  bap  bem  eis 
nen  ober  bem  onbern  mit  völliger  ©ewipfeit  beijutres 
ten  fei;.  $0?an  bann  olfo  onnefjmen,  bop  ber  rechte 
©runb  noch  nicht  gefunben  ifl.  25iefeS  bewog  mich 
auch  bauptfacblid;  ju  biefem  2Cuffafce,  ber,  wie  ich 
hoffe  unb  wunfehe,  non  gelehrten  homologen  berüefs 
ftchtigt  unb  erläutert  werben  möge. 


non  ber  91a  me  $5ep  in  entflanbcn  fep.  —  (Ft  fagt 
ouch  noch  weiter  fregenb;  obwohl  ber  Äoifer  ^  ipi= 
nuS  biefe  2Crt  2(epfel  gern  gegeffen  haben  möge,  wie 
2fppiuS  ju  Sfom  ten  flcinen  3fpi? 

6hti|l  fogt  Weiter  nichts  in  bem  mehr  Onge= 
führten  $anbbud;e  ©.  471  über  bie  $  e  p  p  i  n  g  5 
—  wie  er  fte  fchreibt  —  als:  ,,bcr  9?ame  ftammt  oon 
„ben  (üngldnbetn  her,  f)Quptfa«^Itd;  oon  ihrem  fot?* 
„liehen  ©olben  =  Pippin." 

SO?  an  ge  t  fogt  in  einer  2(nmerfung  auf  ber 
2offen  ©eite  feinet  fpfiematifchen  Homologie :  „ben 
„9?amen  biefeS  2lpfelS  00m  granjofifchm  Pepin , 
„Äern,  herjuleiten,  geht  wohl  fdjwerlich  an,  bi  er 
„nicht  gronjöftfcher,  fonbern,  wie  man  glaubt,  (?  !) 
„©nglifdjet  2fbfunft  ij?,  in  biefer  ©peadje  ober  nicht 
„Fepin  fonbern  Pippin  gefchrieben  Wirb."  ©eite  73 
beffelben  SOBetfS,  fagt  er  nun  weiter  in  einer  Amtier* 
fung:  „S«h  will  eben  feine  Ableitung  verfuchen 
„glaube  ober,  bop  wenn  ja  eine  ©tatt  ftnben  feilte, 
„fo  würbe  bie  Dem  granjoftfehen  Pepin  am  wohts 
„fcheinlichfien  fepn,  weil  fie  oermuthltch  olle,  blop 
„aus  Äernen  ohne  pfropfen  $uer|?  fjevpoc^chvadht 
„würben./' 


25er  $r.  *PafIot  $enne  fagt  a.  a.  £5.  ©.  130 
unb  131:  „bop  Pepin  im  granjoftfehen  ein  dfern 
„heipe,  unb  Pepiniere  eine  §3aumfd;ule,  iji  be= 
„fonnt.  Tibet  warum  biefer  ©nglifdje  ©olbapfel 
„spepin  genannt  würbe,  habe  ich  nicht  erfahren 
„fonnen.  u.  f.  w.  —  25er  Dr.  Unjet  foll,  nach 
ihm,  im  i37fien  ©tuef  feine«  TfrjteS  nnführen:  bie 
eilten  hatten  eine  ©attung  2fepfel  gehabt,  bie  fte 
$Pepina  nannten,  unb  fep  iu  Petmuthen,  bap  h^* 


Sn  feiner  erffen  SD?einung  fagt  et:  „eS  gehe 
wohl  fchwerlich  an  ,  bie  ^Benennung  biefer  Tfepfels 
©attung  oem  granjdfifcben  SSorte  Pepin  berjuleis 
ten;  unb  in  ber  jweiten  glaubt  erbod):  bap,  wenn 
ja  eine  Ableitung  ©tatt  ftnben  follte,  fo  würbe  bie 
oom  grftnjoftfd;en  Pepin  am  wahrfcheinlichften  fepn. 

S0?it  lefjterct  bin  ich  bollfommen  einoerfianben 
unb  werbe  weiter  unten  jwei  ©runbe  angeben,  bie 


56  Ö  b  ft  *  6  u  I  t  «  r, 

Steife  baju  tief«?  it.  ®e»eföeit  giebt  aber  baS  fcp,  fo  mochten  tf>tt  bie  ehemaligen  Sranfe« 
gtanjofifcbe  «Sort^eptn  feineSwegS,  ba  baS  Eng*  $iptn  bem  ©ropen  juc  Ehte  fo  genannt  tjabcn,  als« 
ItfdjeSBott  Pippin  gleichbebeutenb  iji,  eben  fo  t>tel  bann  müfjte  aber  nach  meiner  Meinung  bet  «Kam« 
fjetft,  unb  jeber  Dbjlfetn  barunter  verjianben  wirb,  beS  Apfels  auch  ^)ipin  beiden  unb  baS  pp  in  ber 
ben  wir  mit  bem «Kamen  Äern,  aber  nicht'©  fein,  9Kifte  be$  Portes  hinwegbleiben. 


benennen.  Sn  biefem  ©inne  iji  auch  bet  AnSbrucf 
Äernapfel  (ßernjiamm)  ju  nehmen,  aber  tiid?t  wie  bie 
im  oben  angeführten  5£eut[d)en  gruchtgarton  ©.  162 
ongemetfte  93ermutJ)«ng :  bafj  feine  ©ute  bamit  auS* 
gefproeijen  werben  fülle.  Die  ©ewifheit,  et  f«9  m 
gtanfreid)  jiietfl  entfianben,  wutbe  ihm,  fobalb  et 
aliba  aus  einem  gefdeten  Äern  fiel,  ben  «Kamen  fPe* 
yin  gegeben  höben.  «IBdrc  aber  baS  ©egcntheil,  unb 
Wir  hatten  Englanb  feine  Entjlehung  auf  vorbenannte 
33v'ife  jubattfen,  fo  gehörte  ihm  a(terbing6  baS5Sott 
Pippin  ju.  SSevor  nun  biefeS  nicht  ausgemacht» 
ober  au«  alten  ©dyriftjfeUetn  na^giwiefen  iji,  wirb 
trohl  ber  Srrthum  bleiben  muffen  UBeiter  ftnben 
tric  noch  Urfadhe  ju  glauben,  baji  «Pepin  baö  rechte 
SBort  iji,  ba  bie  granjofen,  wie  wir,  einen  Unters 
febieb  jwifchenÄern  unb  ©tein  —  Pepin  et  noyau  — 
wachen,  unb  ber  Apfel  gerabe  eine  Äerns  aber  nicht 
Steinfrucht  iji.  2öaS  nun  weiter  mit  ber  im  Seut-- 
feben  gruchtgarten  ©.  162  unten  aufgejiellten  «ßemer* 
fung  gefagt  fepn  f oll :  ^PippinS  h*^c}l  ai,(3>  *ra 
Englifchen  ^)ommeranjenferneu.  f.  w. ,  iji  nid)t  wol)l 
jn  oerjiehenj  benn  biefe  hflftfn  mach  meinem  Ermeff 
fen  gar  feinen  «ßccgleid)  mit  einem  ber  ^epin’S  auS. 
SBeber  ©efehmaef  noch  Savbe;  Weber  baS  Sine  noch 
ba-S  Anbete,  was  man  von  benfelbcn  fagen  fonnte, 
pafjt  fich  auf  unfern  «Pepm,  unb  modjte  anwendbar 
fepn,  ihm  einen  barauf  83ejug  ho&erben  tarnen  ju 
geben. 

sjKanger  fiel»  auch  noch  »«ft«  bie  Meinung 
«uf,  wenn  ber  ^pepin  wirflich  granjofffch«  «^erfunft 


Vitfd)felb  bemerft  in  feinem  Vantbud&e  un* 
ter  ber  Ehötafterijicf  feiner  Pveinette  d’Angleterre 
©.  184:  „et  iji  ohne  Zweifel  aus  Englanb  nach 
granf  reich  verpflanjt."  —  SBeldje  ©ewiphe»,  ober 
vielmehr,  welche  Erfahrungen  hotten  ihn  baju  ver* 
mod)t  f)ict  ju  fagen:  ohne  Zweifel  ?!—  SBurbe 
tiefe  Duelle  entbeeft,  fo  liejje  fich  vielleicht  noch  mcl)« 
tereS  über  bie  $erfunft  ber  fPepinS,  ober  wenig« 
fienS  beS  alleterjien,  auSmitteln.  Sch  fenne  fie 
nicht  unb  bitte  um  beffen  föcfanntmachung. 

©0  viel  fcheint  gewijj  ju  fepn,  bafj,  welcher 
Verfunft  et  auch  fepn  mag,  nach  allem  biefen  bo<h 
wohl  anfdnglid)  mit  feinem  9iamen  nichts  weiter 
hat  follen  gefagt  werben,  als  Äetnapfel  —  ein 
Apfel,  ber  aus  ©aamen  gefallen  iji,  unb  feinet 
föortrefflnhfeit  wegen  Unverebclt .  beibehalten  werben 
fonnte.  —  Alle  anbere  Ableitungen  fdjeinen  mit 
nicht  nur  erfunjiett,  fonbern  auch  ««  jweibeutig 
unb  unvolljidnbig. 

Erfter  ©runb,  ber  jur  SBermuthung  An« 
lajj  giebt,  bet  Pepin  dore  f  ep  granjds 
fifch  er  Abf u nft. 

Die  erjie  fBermuthung,  wovon  ich  f#on  wel« 
ter  oben  fprach ,  iji  bie  Verleitung  von  bem  gran* 
jofifdjen  «Sott  Pepin ,  weldjeS,  wie  allgemein  bei 
fannt,  ein  Äern  fjeif t.  S3on  biefem  «Sorte  wut* 
ben  auch  bie  anbetn,  ndmlich:  Pepiniere,  Pepi - 


57 


£5  &  fl  --  ( 

nieriste  unb  Arbre  a  Pepin  fycrgeteitcf,  «a« 
man  bei  ttn«  Äetnfchule  (SS.mmfcfyttfe),  85aum» 
e r s t c f) e c  unb  Äernßamm  nennt.  Widji«  ift 
wohl  natürlicher  al«  fcic  Ätleitungen  in  gta'jofifchet 
Sprache.  Un«  STeuf fdfjnt  fel;lt  ein  7fu6brucE  für 
Pepinieriste,  «eit  ix*ic  wol)t  fSaumctjicber,  S3aum= 
fchulgdrtner,  aber  nicht  Äernflammecjiefjet  fagen. 

Wun  ifl  befannt,  «a«  unfec  Subwig  XIV. 
«nb  auch  noch  rach  ihm,  b’auptfäc&lich  in  g>ari« 
unb  SSerfaillc«,  für  bie  £)b|fjucht  Gftfptiefjliche«  ge» 
fdjal)-  La  Quintinje,  bet  ©arten  »  25irccfor  biefe« 
Honigs,  erwarb  ftcf>  in  biefer  Sßiffcnfchaft  um  bie 
Wachfommen  g^fie  SSecbienjte,  unb  bie  Gartbaufe 
in  «Pari«  machte  ficf>  buvdE?  Verbreitung  feiner  «DhjT» 
fotten  in  allen  ßdtibern  befannt  unb  berühmt.  Web» 
men  «ir  nun  ferner  an,  bap  jebe«  2anb,  ober  t>icf= 
me^r  jeber  ^>immc(8flridj,  feine  nur  ihm  eigne 
Obflforten  erzeugt,  fo  «erben  «ir  ftnben,  tafj  ge» 
rabe  baSjenige  2anb,  «o  man  ben  £bfifern  fpepin 
bei^t  —  folgticf?  granfreicb  —  bie  mef)cflen  Wei» 
netten  bat,  bie,  «enn  «ir  n:d)t  ftreng  fepn  «ollen, 
auch  bie  ^eptn’S  unter  f id)  aufnebraen;  fitenget 
genommen,  bilben  fie  eine  Webcngattung,  beren 
SSerwanbtfdjaft  mit  ben  Reinetten  unverfannt  ijf, 
«Wan  f ef>c  «a«  dbtifl  a.  a.  £>„  ©,  471  unb  472, 
unb  mehrere  baruber  fagen. 

£)af$  nun  ebenbafelbfl  viel  neue  £b{Iarten  au« 
fernen  erjogen  «utben,  tjl  gleichfalls  unldugbat  unb 
bat  feinen  ©runb  in  bem  Stiebe,  ben  man  ba» 
mal«  b^«/  etwa«  in  ber  £)bjljucht  ju  leiflen,  in 
bet  Sucht  ftd?  bemerfbar  ju  machen,  unb  in  ben 
SBirfungen,  bie  bet  Zufall  hierbei,  «ie  noch  jc^f, 
bewerfflelligte.  Sch  will  $!et  nur  anfäfirw ,  «u$ 


u  ( f  u  r. 

© ch ab ol  a.  a.  I?.  Sh.  ü  ©.  131  bis  133  jum 
25e«eife  ber  bamaligen  (grjielung  neuer  grud;te  au« 
©aamen  fagt:  „fo  «ie  man  mir  gefagt  hat,  haben 
„Seute  ju  «Wontrcuil,  nari)bem  fte  von  ben  Web» 
„pftrfchen  ober  fort  ben  «pfirfdben  von  derbeit,  von 
„«eichen  ich  gerebet,  gegeffen  haben,  bie  ©teilte 
„in  ihre  ©arten  ge«orfen.  Einige,  giengen  an  einet 
,,?Wauer  auf  unb  brachten  SSdurne  tc.  —  25ie 
„  ^ftrjicfce,  «eiche  alf 0  ber  Sonne  fiatf  auSgefefct 
„würben  *),  befamen  garbe,  «urben  «ohlfd;me(fenb 
„  unb  noch  biefer  unb  grojjer.  25iefet  gltuf(id;e  @r* 
„folg  torleitete  baju,  neue  ©feine  ju  legen;  bte 
„  auf  ben  «Warft  getragenen  grumte  giengen  reifenb 
,  ab  unb  «urben  gut  oerfauft  tc.  —  25a  verfehle* 
,,bene  ^rivatperfonen  ju  «Wontreuil  ben  vortbeil» 
„haften  Abgang  biefer  gruchte  fahen,  pflanjten  fie 
,,  gleichfalls  non  bem  ©teine  gefemmene  «Sdume 
„längs  an  ihren  «Wauern.  fanben  ftcf>  ©at» 
„tungen,  bie  faftiger,  fleifcbiger  unb  farbiger  «a» 
„ren,  «eiche  man  vermietet)!  ber  ^fropfteifer  viel* 
„faltig  ju  vermehren  ftd)  beeiferte  tc."  —  25a? 

auch  Äernobjl  angejogen  «urbe,  baruber  «erbe  ich 
«eiter  unten  ©elegenljeit  ftnben  ju  reben. 

25a«  größte  gelb  für  ben  3ufa«  unb  ©ewin» 
nung  neuer  ©orten  i)I  unfheitig  bie  tfnjudjt  junget 
«Saume  au«  ©aamen*  bie  man  «ie  van  «Won«  j« 
SSruffel  in  neuern  feiten,  unverebelt  tragen  laft. 
©eine  Erfolge  fennen  «ir  burdh  biefe«  «Wagajin, 
Sahrgang  6  ©.  217,  Jahrgang  8  ©.  351  tc.  — 
2fuch  bie  ©ewifibeit  ifl  benjenigen  auf’«  neue  ba» 
burch  geworben,  bie  allenfalls  noch  an  ber  ©aamen» 

*)  Sie  nagelten  bie  2fefte  burdb  ^>ü(fe  alter  Sappen» 
jitidchen  ihrer  Äleiber  an  bie  ©lauer.  Sie  erfte  ®t» 
füibttng,  «erauf  frei)  unfere  3«ergbaumäucht  an  Spa» 
lieren  grunbet.  21.  b,  iS,  biefer  2lbhanblungf 


tKtmifdjung  itnb  Gntflehung  neuer  Sbftarten  iwU 
fetten ,  bafj  nod)  ein  ©d)af>  non  guten  grud)tcn 
ouf  biefe  SSeife  heroorgebracbt  wetten  fonne. 

konnte  e«  benn  nun  nicht  fepn,  baf  unfet 
Pepin  dore  in  ben  frequenten  S5aumfd)ulen  in 
nnb  um  spart«,  oor,  wabtenb,  ober  na'b  fiubmig 
XIV.  eben  fo  au«  einem  itern  entfknben  fcp,  nt? 
fo  mancher  onbeve?  Sur  biefe  Meinung  fprid)t  auch 
hauptfadlid)  nod)  feine  früh?  Sragbarfcit,  eine  Gi* 
genfcbaft,  bie  if)tt  oi?üfid;>t  al«  ein  auf  fd)ted)tem 
83cben  fiefjcnbec  ober  fonfl  frdnf lidjer  Saum,  in 
bet  fcüt)eften  Sugenb,  al«  einen  wol)lfd)mecfenben 
t?ortrefflid)en  Apfel  fennbar  mad)te.  .2Eie  oft  trifft 
man  unoerfeljenb«  in  nod)  ba;u  *crn'ad)lafftgtm 
S3aumfd)ulen  —  wie  man  beten  immer  antrifft  — 
mfiüppelte  Swerge,  bie  au«  biefet  gettenbfn  Ur= 
fad)e,  au«  lauter  Sammet  um  fo  früher  tragbar 
werben?  <5$  l>at  alfo  bei  unfetm  $epin  gar  nid)t 
lange  Seit  beburft,  fonbern  nur  Unoorftchtigfeit 
ober  fd)ted)te  SSe-hanblung,  unb  bie  Ueberjougung  fei* 
net  Aechtheit  »rar  fd)on  in  bet  erflen  Beit  feinet 
(Spijfenj  entfci)icben.  £if&  man  aud)  wirflid)  einen 
©tamm  in  bie  #of)e  fd)ie&en  unb  «artete  feine 
Sragbarfeit  ab,  fo  beburfte-  (8  wicberum  feinet 
gtofen  Aufopferung  an  Seit,  unb  bie  etjrenootte  93e= 
fanntfdjaft  war  gemacht.  • 

£)Ufe6  nun  ©cfagte  führt  mid)  auf  bie  Ber* 
mutbung,  ba&  biefet  Apfel,  ober  ein  anberet  berfet-- 
ben  ©attung,  in  granfreirf)  entftanben  ifl,  unb 
nad)  ihm  bie  ©attung  alfo  benannt  würbe,  weit  er 
ein  5Bilbting  ober  ein  au«  ©aamen  entflanbenet 
Apfel  war,  welcher  aisbann  butd)  weitere  23erebtung 
diejenige  Ausbreitung  erlangte,  beten  er  ftd)  ^euti* 
ge«  Sage«  ju  erfreuen  hat. 


n  t  t  u  r. 

Sweiter  ©rttnb,  weldm  S3ermutl)ung 
giebt,  ber  Pepin  dore  fep  granjö  fif  d)er 
£  etf unft. 

Ser  jweite  ©runb  meiner  SSebaupfung.  ober 
nielmefjr  meiner  SSermuttjung  —  er  fep  ein  gran* 
jofe  —  {ft  uen  anbetet  Art,  unb  beruht  auf  bet 
Meinung,  er  mod)te  aud) .  wohl  einem  Sbfb  ober 
S3aumet$teber  $ut  Ghre  alfo  benannt  worben  fepn. 
Sa«  fd)on  mehr  angeführte  5ßerf  be«  Abt«  9i  u* 
biger  ©chabol,  eine«  eifrigen  ^ftynjer«,  »reldjet 
um  bie  Seit  fiubwig«  XV.  lebte  unb  ftd)  ron  früher 
Sugenb  auf  mit  befonbetet  Vorliebe  ber  Sbiljucbt 
wibmete,  ron  bem  bamal«  berühmt  geworbenen  Gat* 
binal  Noailles  befct>ü&t  würbe,  bie  fBefanntfchaft 
mit  bem  SSruber  gtanj,  ©«tfaffet  be«  e infamen 
©dtt net«,  unb  ©futnet  bet  darttjdufer  in  ber 
burd)  bie  £>bfl$ud)t  berühmt  geworbenen  Gatthaufe 
ju  $ari«,  f ebenen  feinet  Jtinbheit  mad)te,  unb 
beffen  Äenntnifie  benu&te,  gab  mir  $t*r$u  bie  ©e; 
legenheit. 

Gr  machte  bie  S5efanntfd)aft  mit  ben  großen 
©artnern  feiner  Seit,  befonber«  mit  bem  Sbetauf* 
fehet  bet  Äoniglid)en  £>bft  *  unb  Äuchengarten  ju 
S3erfailie«,  tarnen«  Le  Normand,  ber  ju  jener 
Seit  ein  nach  bamaliger  SBeife  gtünblid)«r  unb  ein* 
fid)t«oollet  ©fotner  gewefen  fepn  foir.  Ser  ©arten 
feine«  33ater«,  in  einer  bet  93orftdbte  ron  *Pati«, 
würbe  bet  erfle  Summelplafc  feinet  ©artenarbeiten 
unb  bie  Ausführung  feiner  Gtfahtungen. 

Auf  einem  $anbgute  ju  ©arteHe«,  welche«  er 
ftd)  erwarb,  führte  et  entlieh  im  ©rofen  au«,  wa« 
er  bi«  bal)in  burd)  feine  SSefannten,  welche  Stifter 
in  bet  Sbfeucbt  war&,  erlernt  h«««-  *bt 


£>61!  =  Gultut. 


war  ^>icr  ffolj  auf  feine  Äenntniffe,  würbe  aber  ba* 
«ott  halb  jutücf  gebraut,  benn  et  lernte  einfeben, 
bafj  et  immer  ben  gewöhnlichen  ©d;lenbtian  befolgte, 
unb  fiel)  anpatt  ber  Statut  ju  nahem,  «on  ihr  ent* 
feinte.  Gin  ^rioatmann,  bet  fein  Sanbbauö  befe* 
l>en  wollte  uub  pch  mit  ihm  über  bie  Sbpjudjt  um 
tetl)ielt,  gab  ihm  bie  ©elegenbeit,  biefe«  einjufehen 
unb  bie  bemütbigenbe  Serficherung,  bajj  e«  mit  fei* 
nen  kenntniffen  nodf>  gar  nicht«  beiden  wollte,  unb 
fagte:  „«Sie  glauben  viel  ju  roiffen  unb  ©ie  tviffett 
„nicht«;  befugen  ©ie  bie  Säuern  «on  SÄonfreuil, 
„unb  ©ie  werben  mir  gegeben,  baf  ©ie  gar  nicht« 
„wiffen."  «Wan  fef>e  bie  Sortebe  in  2Cbbe  ©eba* 
bol«  o.  a.  2B.  i  Sb-  XI.  §. 

©o  unboflid)  ibm  auch  biefe  Xntebe  «otfom* 
men  mufjte,  fo  war  fein  $ang  jurn  Semen  bod; 
ju  grojj,  al«  bajj  er  nidbt  f>atte  nähere  Grfunbigun* 
gen  einjieben  füllen.  Gr  erfuhr,  bajj  bie  Ginwohnet 
»on  SO?ontreuil  im  ©tillen  wirften,  unb  biejeni* 
gen  «on  Gor b eil  in  ^inftebt  auf  grofere  kennt* 
nif*  in  ber  ^ftrfchenjucht  fcfjon  weit  hinter  fleh  bat* 
ten.  2ftan  fab  freilich  auf  ben  SKatften  $u  ^ari« 
immer  noch  bie  fPftrfdjcn  «om  letztgenannten  £)rte 
für  bie  allerbepen  an,  benn  fte  übertrafen  fogar 
(waö  wohl  am  Scben  mag  gelegen  haben)  bie  in 
ben  königlichen  ©arten  gejogenen,  unb  würben  auf 
ben  königlichen  Safeln  aufgetragen.  —  Gin  alter 
50?u«quetier  be«  konig«,  tarnen«  ©irarbot,  welcher 
ficb  in  ber  ^)ftrfchenjud)t  gu  Sagnolet  berühmt 
gemacht  batte,  überbrachte  viele  Sabre  bmtereinan* 
ber  Subwig  XIV.  Stücke  feiner  eignen  3ud)t  unb 
«on  feinen  Säumen,  jurn  ©efsbenf.  —  glicht«  ip 
ju  bewunbern,  al«  bafj  La  Quintinye  bie  Sorjüge 
ber  ^firfchenjucht  in  SOTontreuil  nicht  bannte,  in  ei* 
Sortf.  be«  21,  £  ©art.  SJlag.  V.  S3b .  <*.  ©t.  1820, 


69 

ner  für  bie  ÖbjHutfur  fo  gunpigen  spetiobe,  wo 
alle«  h«öotgefud;t  würbe,  wa«  man  für  gut  unb 
weblfchntecfenb  hielt. 

ttnfer  lebrbegieriger  Xbbc?  lief  e«  nicht  bei  ben 
Grfunbig ungen  unb  war  nirfjt  befriebigt  mit  bem, 
wa«  et  über  bie  Ginwohnet  ju  Sftontreuil  unb  ihre 
spftrfchen&ucht  horte;  fon’oern  verfügte  pch  felbfi  an 
Srt  unb  ©teile.  $ier  fanb  er  e«  ganj  anber«, 
al«  er  gebad;t  hafte;  fab,  baf  man  hier,  obgleich 
«on  gemeinen  Säuern  auögefuf>rt,  wiffenfchaftlich 
«erfuhr  unb  in  ben  Arbeiten  nicht«  unternahm,  wa« 
nicht  mit  ber  9?a(ur  innig  «etbunben  war.  Set 
Sleijj  unb  bie  ©runbfa&e  biefer  Scute  malten  ihn 
fiartnen  unb  brachten  in  ihm  ben  Sorfafc  ju  wege, 
ferner  ber  Serfabrung«att  biefer  arbeitfamen  Sffen* 
fchenf taffe  allein  ju  folgen  unb  ju  »erbeffern,  wa« 
er  al«  ©elebrter  unb  einfidht«öoller  9}?ann  noch  feb* 
lerhaft  fanb. 

-Sa«  natürlich pe  war  nun,  bajj  er  bie  berührt!* 
tepen  fanget  auffuebte  unb  ihre  nähere  Sefannf* 
fchaft  machte.  3wei  bie:«on  waren  nun  feine  tag* 
lid;e  ©efellfcbaft  unb  feine  erpen  greunbe.  ©ie 
biefen  ^epin  —  worauf  ftd)  mein^  Meinung  wes 
gen  be«  2fpfel«  grünbet  —  unb  ©irarbot. 

2ßa«  ©chabol  übet  erPern  a.  a.  £).  Sb.  1 
23orrebe  §.  XII,  fagt,  mag  hier  mit  feinen  eignen 
SBorten  Pehen,  weil  e«  ben  unjweibeutigPen  Scwei« 
giebt,  bafj  $ett  fPepin  ein  erfahrener  ©artnet  war, 
unb  bie  Sencnnung  einer  £>bpart  nach  feinem  9la* 
men  fein  Unbing  gemefen  ferjn  würbe.  Gr  fagt : 
„bet  #ett  9)epin  ip  eine  $u  loben«würbige  uub 
„beliebte  ^erfon  ju  SPontreuil,  al«  bajj  man  nid)t 

3 


6o 


£>  b  ft  *  e 

(fyue  »ine  rfihml«&e  Rettung  von  feinen  latenten 
' n  unb  gdhtgfeiten  i^un  foUfc.  Set  aSetfaffer,  wel* 
„d)er  ben  £ercn  $epin,  ben  berühmteren  unter 
„allen  ju  SDtontreuil,  nur  bem  «Kamen  unb  bem 
"«Rufe  nach  fannte,  fanb  einige  Safjre  nad)  bem 
„©erlaufe  feines  ^»aufeS  ©elegenheit ,  ju  ihm  ju 
„lommen.  (5t  würbe  von  biefem  in  feinem  gadje 
„  cmpfcljlungSmutbigen  künjflet  unb  non  be(fen 
(©0f)nef  bet  feine  gdfjigleiten  im  Sieben  bet  SSdume 
',im  gleichen  ©tabe  befaß,  auf  eine  mehr  als  et. 
„wünfd)te  2Crt  aufgenommen:  et  fdjamte  fid)  nicht 
„ju  fagen,  baß  er  non  einet  folgen  ©elanntfchaft 
„große  SSortljeite  gejogen  $at.  SSefonberS  ^atte 
(,^>err  qjepin  bet  ©ater,  ba  er  fdjon  in  einem 
„t)ot)en  Älter  war,  eine  vollfommene  grfa&tung  er* 

„  taugt.  Ser  ©etfaffet  lünbigte  tf>n  allen  ben  ©or* 
Inetjmften  bei  £ofe  unb  in  ber  Stabt  an.  Unter 
„  anbern  begaben  ftdj  bie  ^rinjen  unb  $tin  jeffln* 
n  nen  nom  königlichen  ©eblüte,  welchen  ber  ©et* 
„faffet  benfelbigen  angcr&hmt  hatte,  iu  um 

„feine  ©dume  ju  befehen,  unb  lehrten  überaus  ju* 
„feieben  non  ihm  jurucl.  Sie  fm&en  ihn  bis  an 
,, feinen  Sob  mit  ihrem,  mächtigen  Schuhe  beehrt. 
,,Stefet  gefehlte  «Pflanjet  trieb  einen  #anbel  mit 
„Öbfi,  ber  unter  allen  ber  betrdd)tlid;fie  war.  Gr 
„«rjog  unb  nerforgte  feine  jiemtich  jahlreiche  ga= 
„mitie  auf  eine  anftdnbige  Ätt  unb  hmterließ  ein 
„artiges  ©ermogen.  Uebetbieß  wirb  fein  Änbenlen 
„  ju  SKontreuil  unb  in  ber  ganjen  ©artnerei  in 
„9?uhm  unb  ®hrc  hleiben. 

sg?epin  ber  ©ater  lebte  fd)0tt  in  ben  lebten 
Sahtsehnben  beS  ftebenjehnten  SahrhunbertS,  jur  Beit 
gubwig  XIV.  unb  La  Quintinye.  Ser  Sohn 
woUte  nach  Sd>abol  Sheil  2  S.  129  unb  130  bie 


u  l  f  tt  t*. 

©artnerei  bei  La  Quintinye  lernen,  totld)eö  ihm 
ntißglucfte,  benn  bafelbft  $eift  eS:  „«Pepin,  beffen 
„gamilie  |tch  an  biefem  Srte  feit  langer  Beit  nie* 
„bergelaffen  hatte,  verließ  feine  ^eiroatf),  um  bei  bem 
„La  Quintinye  ju  ©etfailleS  als  ©drtnerjunge  in 
„Sienjie  ju  treten;  bieß  gefchah  ju  ber  B«it,  ba 
„gubwig  ber  vierzehnte  fo  eben  bie  ungeheuren  ko* 
„ften  für  feine  kudjengdrten  angewanbt  hatte.  Sie 
„Ärt,  ben  fPftrfidjbaum  ju  jicljen,  fo  wie  fte  t)cut* 
zutage  in  «Wontreuil  auSgeübt  wirb,  wat  fdjon 
„bamalS  vorf>anben,  aber  fte  war  noch  nid)t  bis 
„jum  Dbetauffeher  ber  königlichen  küchengdtfen 
„gebrungen.  Ser  junge  S0?enfch  /  welchem  beffen 
„ ©erridjtungSart  nid)t  gefiel,  arbeitete  ju  ©etfailleS 
„nad;  ben  ©tunbfdfcen,  welche  er  in  feiner  kinb* 
„hIH  erhalten  l>nttc.  Ser  Schulet  war  nichts  we* 
„niget  als  einig  mit  feinem  £errn.  Siefct  würbe 
„beS  immerwdhrenben  «EBieberfprechenS  mube  unb 
„machte  fid)  auf  eine  etwas  ungeflume  Äct  von  ei* 
„nem  ungelehrigen  unb  ungehorfamen  Arbeiter  loS 
„unb  fte  giengen  beibe  fein  unjufrieben  von  cinan* 
„bet.  Ser  junge  «pepin  nahm  ben  2öeg  wieber 
„nach  «JNontreuil,  wo  baS  Änbenlen  feiner  ©orfal)* 
",  ten  ihn  ju  rejjen  fchien  te."  -  ©in  jweiter  ©e* 
weis,  baß  biefe  «Pepin«,  ©ater  unb  Sohn,  bie  <5h« 
eines  ÄnbenfenS  burch  eine  Sbffgattung  ober  Sbjl* 
art  veebient  hatten. 

Sn  ber  golge  blieb  cS  nicht  bei  ber  «Pfeifchen* 
jud;t  allein,  fonbern  ber  gute  Äbfajj  ihrer  grüchfe; 
bie  @)te,  bie  ftc  wm  ihren  Unternehmungen  hfltten, 
beeiferten  fte  immer  weiter  ju  geh««,  ©te  8°9{n 
nun  auch  Saume  ju  ©erlauf,  ber  wegen  bem  gu* 
ten  «Kamen,  wetd)en  fid)  biefcS  Sotf  erworben 
hatte,  fehr  einträglich  würbe. 


©  b  ft 


Kultur, 


61 


SDBett  e$  nun  bauptfächlidj  ^icc  ad  Beweis* 
grunb  ju  flehen  erforberlid;  ijl,  bajj  auch  jfetnobfl 
aßba  gejogen  würbe,  fo  fe$e  ich  auch  bie  eigenen 
5Borte  ©<habod  Sh-  2  ©.  134.  13g. 

Sr  erjagt  bafelbfl :  „man  pflanjte  grühgewachfe, 
„Weinreben  unb  Äernobflbdume  von  allen  ©attun* 
„gen.  Sie  Sagen  gegen  2flitternad)t  unb  2fbenb, 
„welche  bem  *Pftrfichbaume  nicht  fo  günflig  ffnb  ad 
„bie  gegen  borgen  unb  Mittag,  würben  für  ba$ 
,,-ftetn*  unb  ©teinobfl  beflimmt,  ad  welches ,T>afelbjl 
1,  gut  fortfommen  fann.  Sie  Äenntnijj  ber  Sin* 
„  wohnet  ju  SJlontreuil,  welche  ftcf>  bis  auf  bie  ba* 
„malige  3eit  nur  bloß  bd  auf  bie  fPflanjung  be6 
„*Pf*rftd)baum$  einfchranfte,  erweiterte  ftch  unvermerft 
,1  auf  anbere  ©artenwaaren  unb  auf  allerlei  ©attun* 
„gen  von  £>bjl  ic.1' 

«ßier  fehen  wir  wiebet  eine  5D?oglid)feit,  bajj, 
wenn  nicht  auf  jene  erffe,  bocf>  wohl  auf  biefe  2lrt, 
bie  2Cepfe(g'attung  fPepin  ihren  tarnen  fonnte  er* 
halten  heben,  ©chabol  fagt  $war  nichts  bavon,  aber 
e6  fonnte  boefy  wohl  fepn,  bafj  ein  Sbjlbaum  *  Sr* 
jieber,  ein  homologe  ober  ein  greunb  ber  fPomolo* 
gie,  welcher  bie  @efchicflid;feit  unb  Bertienjle  einer 
ber  spepin’S  fannte,  entweber  unfern  Pepin  dore 
in  feiner  Baumfchule  felbfl  erjog,  ihn  jufdllig  wo 
fanb,  ober  fonjl  auf  ihn  aufmerffam  gemacht  würbe, 
wenn  biefer  3fpfel  wirf  lieh  fchon  feit  längerer  3eit 
an  einem  ober  bem  anbern  Srte,  ungefannt  epifiirt 
hatte;  bafj  ihn,  fage  ich,  einet  berfelben  ju  Shren 
atfo  genannt  hätte?  —  konnte  eS  nicht  fepn,  bafj 
ihn  vielleicht  $epin  felbji  erjog,  unb  man  nach  fei* 
nem  Sobe  ihm  bie  Sl)te  noch  erzeugte,  bem  eblen 
tfpfel  feinen  tarnen  beijulegen? 

2)aS  f)ier  ©efagte  ifl  freilich  unb  leibet  weiter 
nichts  ad  bloße  Bermuthung,  bie  $u  billigen  3u* 


redhtweifungen  2fnlaß  geben  möge."  2Bet  mochte 
aber  wohl  auftceten,  geltenbere  Beweife  anjuführen, 
über  bie  Snglifdje  $erfunft  beS  ©olb*^)e* 
pinS?  SS  foll  mich  freuen,  wenn  id)  bamit 
uberfuhrt  werben  fonnte,  aber  noch  mehr  Bergnü* 
gen  würbe  es  mir  machen,  wenn  eS  jemanb  be* 
liebte,  meine  Bermuthungen  erfler  ober  jweiter  2frt 
grunblid)  $u  befldtigen.  Ss  fcheint  freilich  eine  un* 
banfbare  Arbeit  $u  fei;n,  um  bie  vfjerfunft  ober 
richtige  Benennung  eines  TfpfelS  nadijugrubeln,  ber 
vielleicht  fdjon  mehrere  3dhrhunberte  ad  unbejiimmt 
ober  fehlerhaft  benannt,  taufenben  von©aumen  wohl* 
fd)mecfte.  gür  bie  2Biffe„nfchaft  ijl  eS  aber  vonunnenn* 
barem  Dlujsen,  wenn  richtigen  Benennungen  ^ur  gro* 
jjern  SSolIjldnbigfeit  auch  richtige  Sauffcheine  u.  f.  w. 
beigegeben  werben  fonnen,  benn  eS  gehört  mit  jur 
Srbnung,  bie  eben  fo  gut  ^icr,  wie  in  jebem  $au8* 
halte  unentbehrlich  ijl.  2lufjerbem  machts  auch  viel 
mehr  Vergnügen,  wenn  allen  folgen  Betreibungen 
nichts  an  Boßfldnbigfeit  fehlt. 

V  -  2  -  8. 


2. 

Uefcec  baS  Cnnhnpfe»  ber  23Iüt^auge». 

(2Jon  £rn  Änigh*/  fPrdfibent  ber  ©artenbaugefell* 
frjiaft  ju  Conbon), 

©d)on  längfl  wiffeti  bie  9laturforfd;er,  baß  bie 
Blüthenfnofpen  ber  Baume  gewöhnlich  wdhrenb  beS 
©ommetS  gebilbet  werben,  bet  bemjenigen  vorher* 
gehet,  in  weld;em  ft'e  fid?  entwicfeln,  um  bie  ihnen 
angewiefene  gunction  ju  erfüllen.  Sie  Äunjl,  bie 

3  2 


6  z 


Ö  b  ft  -  Sttlfuc. 


Snofpen  ben  einem  SSaume  auf  ctnctt  onbetn  ju  net* 
pffoiStn,  war  not  jtoet  taufenb  Sah««  wahrfcheinltch 
eben  fobefannt  wiejefct;  allein  es  fc^eint  nicht,  als 
cb  man  jemals  ben  geringen  23erfuch  gemacht  hdtte, 
«uf  bie  unfruchtbaren  3weige  cintg  SSaumeS  bie  im 
Ueberflufi  auf  einem  anbern  SSaum  ftfcenben  SSlüthen* 
fnofen  ju  nerpflanjen.  ©leichmoht  beweifen  bie  93er* 
fucfye,  bie  ich  jefct  mittheilen  will,  bafj  biefe  Spera* 
tien  leid)t  ifl,  unb  bafj  eS  unter  oetfehiebenen  Um* 
fidnben  ©ietleicht  üorttjcilfjaft  ifl,  ff«  norjunehmen. 

«Bdhrenb  beS  #erbjle«  1.810  bemerfte  ich, 
bie  «ButjelauSldufer  eines  SRofenflccfS  in  meinem 
©arten  giemlicb  flarf  mären,  um  gegen  baS  (Snbe 
beS  Kugufl  -  SDlonatS  geimpft  gu  werben,  unb  bog 
bie  Änofpen,  welche  S3luthen  gu  enthalten  fchienen, 
jei^t  non  einem  JRofcnflodie  eben  betlfrt,  aber  non 
einer  netfehiebenen  unb  fchonetn  SBarietdt  genommen 
werben  fennten.  3*  wählte  bie  bicfjlen  unb  befien, 
um  fte  auf  bie  ^BurjelauSIdufer  beS  erftern  ju  im» 
pfen.  ©a  biefe  Änofpen  Nahrung  in  Ueberfluf  er» 
hielten,  fo  brachten  fte  niele  unb  fchonere  ©turnen 
als  fte  gethan  haben  würben,  wenn  fie  auf  ihrem 
sföutterflodie  geblieben  wären. 

3m  nötigen  4>erbffe  machte  ich  mit  eben  bem 
ßtfolge  ähnliche  SSerfucf>c  an  einem  ©im  *  unb 
3)füfchenbaume.  ein  alter  unfruchtbarer  SSitnbaum, 
bet  an  einer  SHauet  gegen  Slorbwefl  flanb,  war 
feht  furg  gefchnitten  worben  unb  hatte  tt*el  iun9e$' 
garte«  unb  frdftigeS  £ol$  getrieben,  worauf  ich  ju 
netfehiebenen  Seiten  «Slüthenfnofpen  non  ber  ©anct 
^etrmann«  =  SSrtn  (Saint  Germain)  unb  ber  lan* 
gen  grünen  SSinterbirn  (verte  longue  d’hiver) 
impfen  lief*.  Gtliche  biefet  ßnofpen ,  welche  gu  (Snbe 


be«  3uliu8  unb  Anfänge  beS  tfuguft  eingefebt  wut* 
ben,  wuchfen  gleich  unb  trieben  nur  ©lätter;  anbete, 
bie  ju  eben  ber  Seit  eingefefct  worben  waren,  ent* 
wicfelten  ftd>  nicht,  jeijten  aber  nichts  beflo  weniger 
alle  Äennjeichen  ber  fBtattfnofpen.  ©anj  anbet« 
nethielt  es  fich  mit  benen,  welche  gu  ©nbe  beS  2lu* 
gufi  unb  ju  Anfang  beS  ©eptember  eingefe^t  wor* 
ben  waren.  ©ie  ftnb  gut  angefchlagen  unb  ent» 
wicScln  ft'ch  je|t  mit  mehr  Ätaft  als  jene,  welche 
auf  ben  «Säumen  geblieben  ftnb,  non  welchen  biefe 
genommen  würben,  unb  ich  jweifle  nicht,  bafj  fte, 
wenn  alle  anbere  Umjldnbe  günftig  ftnb,  feht  fchdne 
grüchte  bringen.  £>ie  Änofpen,  welche  am  befien 
gebeten  ftnb  biejenigen,  welche  auf  ber  ©runbfldche 
bet  «Slumenbüfchel,  bie  im  norhergehenben  3ahte  ab* 
gefallen  waren,  entflanben  ftnb;  unb  ich  habe  be* 
rnerft,  bafj  eS  ju  biefem  3mpfen,  flatt  alles  #0(5 
wcgjunebmen,  wie  man  pflegt,  beffer  ifl,  ein  feht 
bünneS  ©tücfchen  baran  ju  laffen. 

SOlan  h«t  Änofpen  auf  junge  ©äume  non  ntet 
«Monaten,  bie  aus  ©aamen  gejogen  waren,  unb  an« 
bete  auf  ein  3af)t  alte  ©äume  gefegt,  ©iefe  ledern 
ftnb  feht  gut  fortgefommen;  aber  ba  baS  Smpfctt 
gu  ©nbe  beS  SuliuS  9ef<h«h«/  fo  haben  fte  t\üt 
SSlattcr  getrieben,  ober  werben  eS  noch  tbun,  wie 
alle  anbern,  welche  um  biefelbe  3eit  geimpft  wotben 
ftnb.  Snbeffen  glaube  ich  boch,  baf  e«  möglich  wate, 
grüchte  non  S3irnbäumen  ju  erhalten,  wenn  man 
fte  ein  Saht  in  Säpfe  pflangte;  aber  ba  bie  grürfjte- 
nothwenbig  non  fd>lerf>ter  ©efebaffenheit  fepn  wür* 
ben,  fowütbe  bet  ©erfuch  mehr  bl«  Steigung  befrie* 
bigen  als  nützlich  fepn.  ©0  würbe  e«  ftd>  aber  nicht 
mit  ben  Sutpfungen  fraftnoller  Sriebe  alter  ©äume 
verhalten,  welcher  wie  ich  f*h«  («ic^ 


(Sulfur. 


63 


£>  b  fl  * 

tiefte  lernten  feftr  guter  grueftte  liefern  würben.  ©in 
nur  einigermaßen  gefeftiefter  ©drtnet  fonnte  wenig* 
fienS  btei  ftunbert  2(ugen  in  einem  Stage  einfeften. 
diejenigen,  welcfte  über  biefe  Arbeit  e  feftretfen  bfirf» 
fen,  oetbienen  nieftt  ©drtner  ju  fteißen;  unb  bieje* 
nigen,  welcfte  mit  gejiemenber  ©e'cfticflicftfeit  nieftt 
biegeit  baju  ftnbcn  fonnten,  »etbienen  beffere  9ftei* 
fter  $u  ftaben. 

Scft  ftabe  an  *pftrfcftenbdumen  non  fünf  9ttona* 
ten,  bie  au?  Äernen  unter  ©la$  gezogen  waren,  aftn* 
tiefte  Sßerfucfte  gemaeftt,  unb  ieft  ^weifte  nieftt,  baß 
fie  im  naeftffen  ©ommet  ttiele  grueftte  tragen  wer» 
t>m.  ©leicftwoftl  glaube  ieft  nieftt,  baß  bie  grueftte 
bon  eben  fo  guter  SBefcftaffenfteit  fepn  fonnen,  wie 
bie  grueftte  ber  auö  ©aamen  gejogenen  spftrfcften* 
bdume ,  bie  fteft  baburdft  t>on  ben  SSirnbdumen  un* 
terfefteiben,  baß  ft'e  feftr  jung  grueftte  tragen;  e$ 
burfte  nieftt  ber  Stufte  wertft  fepn ,  ben  Sßetfucft  ju 
tuieberftoftlen,  felbff  wenn  et  gelingen  follte.  Sn* 
bejfen  fonnte  cs  unter  gewiffeit  Umfldnben  »ortfteil* 
ftaft  feptt ,  auf  S3dume  non  mittelmäßigen  ©orten 
SSlutftenaugen  t>on  einigen  beftaarten  unb  naeftm 
$Pfttfcften  totjfiglicftet  2Crt  ju  oerpflanjen.  da 
bie  Operation  naeft  bec  JReife  bet  etwa*  frfiftjei* 
tigen  ©orten  gefefteften  fann,  unb  bie  tfugen  in 
feuefttem  9ftoo$  weit  »erfeftieft  werben  fonnen,  fo 
fann  biefer  SBetfucft  juweilen  uon  9?u|en  fepn,  unb 
ieft  jweiffe  nieftt,  baß  er  gelingt, 

95lötftaugen  tton  einem  ^ftrfeftenbaume,  bie  auf 
£3dume,  welefte  im  greien  jfunben,  geimpft  würben, 
f eftlugen  feftr  gut  an,  ob  fte  gleicft  nieftt  oon  Statt* 
äugen  begleitet  würben. 

g)  *  * 


3- 

Pomarium  Britanicum  ;  an  historical 
and  botanical  account  of  fruits  Known 
in  Great  Britain;  with  their  medici- 
nal  and  vinous  qualities;  and  three 
coloured  plates  relating  to  tbe  parts 
of  fructification.  By  Henry  Phillips , 
London  Allmann.  8. 

eine  ©uinee. 


dieß  ifi  bie  erjfe  populäre  Homologie,  welefte 
©nglanb  erftielt.  da  ber  gupuö  im  ©artenbau  unb 
Obftbau  bureft  ba$  ganje  23titifcfte  9?eicft  fo  ftoeft 
getrieben  wirb,  fo  fonnte  eS  nieftt  feftlen,  baß  biefe? 
populär  gefefttiebene  unb  eben  fo  nüftlicfte  SBetf  einett 
ootjuglieften  S3eifall  ftnben  würbe.  ^>r.  ^ftillip? 
ftanbelt  non  bet  ©efeftieftte,  ber  ßueftt,  bet  ©rgie* 
bigfeit,  bem  stuften,  ben  ^eilfraften,  bem  ©efeftmaefe 
unb  ben  fonfligen  Sflerfwurbigfeiten  aller  ber  ner* 
feftiebenen  SBaumfcucftte ,  welcfte  in  ©nglanb  gebaut 
werben,  ©t  ifl  fcftwdrmerifcft  für  bie  ©artenfunfl 
eingenommen,  ftalt  iftt  in  bec  ©inleitung  eine  große 
Sobrebe,  fangt  bamit  im  fPacabiefe  an,  unb  jeigf, 
wie  man  fte  unter  ben  $ebcdern,  Werfern,  ©tieeften, 
Sfomern  unb  ben  neuern  Sßolfern  getrieben  ftabe. 
©S  ifl  aueft  bie  erfle  ©nglifcfte  ©efeftieftte  bet  ©at» 
tenfunjl,  unb  ba  biefe  feit  einigen  Softren  in  allen 
gebilbeten  ßdnbecn  fo  große  gortfeftritte  gemaeftt  ftaf, 
fo  füllt  baS  SSucft  eine  »ielfacft  bemerfte  üücfe  au?. 

2Bie  wiefttig  ber  ©artenbau  für  ein  ßanb  wet* 
ben  fann,  jeigt  folgenbe  ©teile  berSSortebe:  „det 
„fßecfaffer  glaubt,  baß  unter  anbetn  SOBoftltftatett, 
„welcfte  2onbon  bem  ©artenbau  »erbanft,  aueft  bie# 


64  ©  *  f*  *  6 

„f«t  iji,  baf  eS  babucd)  »on  bet  ^>eft  befreit  bteibt,  ba 
„nun  bte  #inroegtdumung  alle*  Unrates  aus  ben 
Raufern  unb  (Strafen  ber  Ungeheuern  «fjauptfhit  ein 
„einträgliches  ©ewerbe  geworben  ift.  SWan  tdfr  eS 
„ftc^feht  angelegen  fepn,  alle  bergteichen  Abgänge  ju 
„befommen,  um  bie  -Dbjb*  unb  ©emüfe*  ©arten  in 
„ben  Umgebungen  bet  «£auptjiabt  bamit  $u  bungen. 
„Siefe  ©arten  betragen  in  einer  ©egenb  ton  swolf 
„©nglifdfjen  teilen  ringS  um  2onbon  über  fecl)S  tau* 
„fenb^lcreS,  welche  befldnbig  ju  Sbjl  unb  ©emufen 
„für  ben  2onbner  «Warft  benufct  werben.  Steten* 
„fon  berechnet,  baf  blof  auf  berjenigen  Seite  ton 
„Sonbon,  welche  in  Sutrp  liegt  3,500  tfcreS  juÖbft 
„unb  ©emüfe  für  ben  SSebarf  ber  ©inwohnet  ton 
„2onbon  gebraucht  werben;  unb  «Wibbleton  fagt, 
„baf  ton  jfenfington  bis  nach  Switfenham  baS  2anb 
,(iu  beiben  Seiten  ber  £eetjbrafe,  norbwdrts  tan  bet 
„£&emfe,  blof  auS  .Rüchen  *  unb  ©bftgdrtcn  bcftche, 
„beten  ©rjeugniffe  nach  ber  ^auptjlabt  gehen.  «Wan 
„fann  nicht  ohne  IBergnügen  bemetfen,  wie  ttcle 
„«Wenfchen  in  biefen  ©arten  Arbeit  befommen.  ©S 
„wirb  berechnet,  baf  bergleithen  Arbeiter  in  ben  fechS 
„«Bintermonaten  ein  SSerhdltnif  ton  fünf  «Perfonen 
„auf  jeben  Tiere  auSmachen,  unb  in  ben  Sommer* 
„monaten  wenigftenS  jweimal  fotiel,  hauptfdt&lith 


u  l  t  u  t. 

„grauen.  Weinet  man  nun  baju  Srdget,  £6fet, 
„u.  f.  w.  fo  terbreifacht  [ich  bie  3aht»  welche  fcnach 
„über  90,000  perfonen  jteigt,  bie  in  ben  Sommer* 
„monaten  täglich  sehn  bis  jwfilf  ©nglifche  «Weilen  um 
„2onbon  fleh  mit  bem  ©emüfe*  unb  ©bjlbau  befchaf* 
„ligen.  " 

©et  SSetfaffet  h<>t  auS  bem  Hortus  Kewensis 
bargethan,  baf  feit  ber  ©ntbeefung  ton  Ämerif« 
©nglanb  2,345  Timerif anifcf>c  SSaume  unb  ^)flanjen, 
unb  übet  1700  tom  ©ap  bet  guten  Hoffnung  ein* 
geführt  unb  angebaut  hot,  woju  noch  tiele  taufenbe 
gerechnet  werben  müffen,  bie  aus  ©hina,  ©ftinbien, 
Weuhotlanb  unb  terfdjiebenen  Sheilen  ton  Tifrifa, 
2lffen  unb  ©uropa  gebracht  würben,  fo  baf  bie  2i(le 
ber  in  ©nglanb  gesogenen  «Pflanjen  mehr  als  120,000 
«ßarietdten  entölt,  ©ie  2iebfjabet  ber  SSotanif  h«-' 
ben  fid?  freilich  mehr  auf  SSlumen  gelegt,  wdhrenb 
bet  ©bftbau  tergleid)ungSweife  ju  feht  ternachldf|igt 
«orten  ifl,  obgleich  baS  ©b(i  einen  wahren  2ßerth 
hat;  benn  feitbem  man  in  ©nglanb  mehr  £>bji  unb 
©emüfe  ift  als  anbere  SRahtungSmittel,  finb  tiele 
fchtecfliche  üranfheiten,  g.  S3.  ber  tfuSfafc,  gans 
terfchwunben,  ober  hoch  bei  weitem  nicht  «uh«  fo 
fchdbltch  als  fonft. 


©arten  s  Stt  t  |  c  e  11  e  n. 


65 


®  «  t  f  1  11  <  ®  t  1  t  t  n  t  #, 


r. 

fftacfyridjt  übet*  ein  aufgetydngfeS  ©remplat 
oon  einem  ficus  australis,  weichet  ad)t 
SKonate  Ijtnburd)  in  bem  mannen  ©e^ 
mdd)§f)aufe  be§  botanifd)en  ©QTten§  ju 
©binburgfj  offne  ©cbe  gemadjfen  ijt. 

SSon  #ertn  SBilliam  Sflacnab,  Sberauffeber 
be®  ©arten®. 

{ SJh't  einer  2lb&ilbung  auf  SEafel  12. ) 


Ser  ficus  ausralis  ifb  ein  in  0lew  ©outb 
SBale®  einbeimifebe®  ©ewddj®  unb  ifl  burefj  ©ir 
Sofepb®  SSanf®  im  Safne  1789  in  bie  ©ngli, 
feben  ©arten  gelangt.  Sie  ^flanje  ifi  in  ©nglanb 
auch  gar  nicht  feiten;  man  f>at  fte  at®  eine  Sram 
gerichau®  ,  ^Pflanje  6ef>nnbett  unb  in  einem  guten 
Orangerie  ,  $aufe  gebeifjt  fTe  auch  gan§  gut,  06 
wof)l  fte  bie  Äälte  weniger  vertragt  al®  oiele  an= 
bere  9>flan$en  jene®  ßanbe®. 

211$  teb  Sberauffebet  biefe®  ©arten®  würbe 
(1810),  fanb  i d)  ein  ©pcmplar  unter  ben  Scan* 
geviebau®  s  fPflanjcn  tot,  wo  e®  aud;  einige  Seit 
lang  blieb.  Wiein  ba  ba®  ©ewdcb®bau®  fcfjledjt  ge, 
baut  ifl  unb  itb  bie  ^jTanjen  bafelbft  fel>r 


pflegen  formte,  fo  fanb  icb,  baf  ber  fiens  australis 
nicht  fo  gut  trieb  unb  gebieb,  al®  id)  e®  fonfi  ju 
feben  gewohnt  war.  S<b  netmutbete,  baf?  er  mehr 
SBdrme  gebrauchte  unb  inr  grübjahre  18U  brachte 
ich  ihn  in  ba®  JSBarmbau®,  wo  er  halb  fo  fraf, 
tig  ju  roadjfen  anfteng,  al®  icb  e®  nur  jemal®  gefe* 
ben  batte. 

fJtachbem  er  eine  Seitlang  in  bem  SBatmbaufe 
gewefen  war,  fanb  ich,  baf,  etwa  ein  Sufi  oberhalb 
ber  ©rbe  be®  SEopfe®,*  worin  er  flunb,  eine  2B  urje 
au«  bem  ©tamme  bernortrieb.  3d)  will  hier  berner, 
fen,  baf  biefe  üleigung  SB'utjeln  ansufefsen,  fein 
ungewöhnlicher  Umflanb  bei  mehreren  tropifdjen  gei* 
genarten  ifl;  ber  83am;anen  =  33aum  (ficus  indica) 
ifl  in  biefer  «£inftd)t  febr  merfwurbig,  in  feinem 
fSaterlanbe  unb  felbft  in  unfern  2Barmb<Sufern  jei* 
gen  einige  ©pemplare  biefelbe  Neigung.  ©obalb 
bie  SBursel  acht  Soll  lang  ftcb  abwärt®  geflrccft 
baffe,  brachte  ich  einen  SEopf  mit  ©rbe  (SEaf.  12. 
gig.  A.)  barunter,  fte  fafte  halb  ^fafc  in  ber  ©tbe, 
unb  füllte  ben  5Eopf  mitgafern,  bie  benen,  an  ber 
urfprunglidjen  SDSurjel  bet  fPflanje  beftnblicben,  ganj 
dbnlicb  waren.  Sn  biefem  Suftanbe  lief  ich  bie 
Singe  fafl  ein  3af)r/  wo  bie  neue  SBurjel  bie  Sicfe 
ton  fafl  einem  halben  Soll,  im  Surcbmeffer,  erlangt 
hatte.  Sm  grübjahre  1814  fdjnitt  ich  bie  ber  Suff 
auögefefjte  SBurjel  bic bt  am  ©lamme,  wo  fte  bet* 


66 


©arten  *  ©Ufcellen. 


norgefommen  war,  ab,  norjuglich  in  bec  2C6fid>t  um 
gu  fef)en,  ob  fie  S3ldttec  unb  Bweigc  treiben  unb 
fo  in  eine  neue  «Pflanje  nerwanbelt  werben  würbe, 
©iefe  SBerwanblung  bec  SBurjel  in  einen  ©tamm 
fann  an  mehreren  ^flanjen  bewirft  werben;  bei  bie* 
fern  gicuS  aber  fcf}tug  fie  fef>t;  beim  obgleich  baS 
@an$e  eine  beträchtliche  Seitlang  notlig  feifd)  blieb, 
fo  würben  bod)  feine  Änofpen  ober  Slatter  h^or* 
getrieben. 

£)ie  Sflutterpflanje  trieb  halb  mehrere  ©ur^etn 
au«  bem  ©tamme,  welcher  fafl  einen  guß  hoc&  »fl, 
ehe  irgenb  ein  Sweig  abgeht.  2fn  einem  ber  tfefle, 
etwa  jwei  guß  oberhalb  bejfen  fßetbinbung  mit  bem 
©tamme,  würbe  auch  eine  SBurjel  heroorgetrieben. 
©obalb  biefe  etwa  einen  guß  lang  geworben  war, 
fefcte  ich  einen  Sepf  barunter,  gerabe  wie  ich  es 
früher  gethan.  ©obalb  ich  fanb,  baß  bet  SEopf  mit 
QBurjeln  gefüllt  war,  befd)loß'ich  ju  netfueben,  ob 
tiefer  SEopf  (c),  wenn  er  hinlänglich  mit  SBaffet 
netfehen  werbe,  wohl  bie  ganje  ^flanje  ernähren 
fonne. 

3m  tfugufl  1816  h 6rte  ich  auf,  ben  großen 
2!opf  a.  mit  2Baffer  ju  nerfehen,  bagegen  bet  an* 
bete  c.  reichlich  5Baffer  erhielt.  3n  biefem  3uflanbe 
«hielt  ich  ih«  ad)t  9J?onate  lang,  bis  bie  @tbe  in 
bem  großen  SEopfe  fo  nollfommen  troefen  war,  baß 
ich  uberjeugt  war,  bie  fPflanje  fonne  barauS  feine 
Nahrung  mehr  erhalten,  ©er  ©tcauth  blieb  babei 
fo  gefunb  unb  fraftig,  als  wenn  er  an  ber  erflen 
SBurjel  noUflänbig  mit  fffiaffec  nerfehen  wate. 

3m  gruhiahte  i8t7nahm  ich  benSEopf  a.  ganj 
»eg  unb  fefete  bie  batin  gewefenen  SBurjeln  ber  nol= 
len  ©onnenwdtme  aus,  inbem  ich  allmählich  bie 


troefne  ©rbe  jwifchen  ihnen  abfchuttelte;  bieS  hatte 
feinen  üblen  ßinfluß  auf  bie  ^)flanje ,  welche  ganj 
nollfommen  gefunb  blieb;  eS  bewirfte  jetoef? ,  baß 
nun  mehr  SBurjeln  non  allen  ©teilen  beS  ©trauchS 
hernotbrachen,  niel  mehr  als  bieS  bisher  ber  Soll  ge? 
wefen  war. 

©egen  <5nbe  beS  ©ommerS  1817  brachte  ich 
eineSBurjel,  welche  aus  einem  Sweige,  etwa  brei 
guß  non  beffen  SSerbinbung  mit  bem  ©tamme  h«e= 
norgebrodjen  war,  in  ben  SEopf  d,  non  ber  entgegen* 
gefegten  ©eite  ber^flanje,  auf  welcher  fie  bie  leiste 
3eit  hiaburch  ernährt  worben  war.  ©obalb  ich  bie* 
fen  SEopf  hinldnglich  mit  SBurjelfafern  gefüllt  fanb, 
netfah  ich  »h«  reichlich  mit  Söaffec  unb  hielt  bage* 
gen  ben  SEopf  c.  troefen,  wie  ich  eS  früher  mit  bec 
ffßurjel  a.  gemacht  hatte.  3d)  fanb,  baß  biefPflani* 
immer  gleich  fraftig  blieb.  3m  gruhiahte  1818 
nahm  ich  ben  5Eopf  c,  welcher  eine  Seittang  troefen 
gehalten  war,  ganj  weg,  unb  machte  bie  5Bur$eln 
allmählich  bloß,  wie  ich-eS  mit  ben  SBurjeln  aus  a. 
gethan  hatte.  3d>  rrtuß  bemetfen,  baß  bie  ^flans* 
in  beiben  gdllen  notjügltch  in  ber  entgetjengefefcten 
©eite  non  ber,  wo  fie  ernährt  würbe,  ©d;6ßlinge 
unb  S5ldttec  ju  treiben  fchien;  hoch  war  bec  Unter* 
fchieb  gerabe  nicht  fef)t  auffatlenb. 

©er  Sopfd,  welcher  nun  allein  bie  ^flanje  er* 
hielt,  war  niec  guß  non  bem  unteren  ©nbe  beS 
©tammeS  unb  ziemlich  nahe  am  Grnbe  beS  3tveigeS, 
wahrenb  bie  urfprünglichen  5Burjeln  unb  ber  jweite 
2lnfa(s  non  2Burje(n  ganj  frei  in  bec  ßuft  hieng. 
©0  blieb  bie  ^flanje  fafl  ein  3ahr  lang  in  biefem 
Suftanbe  unb  oollig  gefunb.  3m  SRai  1819  nahm 
ich  einen  fehr  flehten  2opf,  etwa  non  jwei  Soll 


« 


©ftvten  s  SWifceflctt, 


Surdjimeffer  (e.),  unb  füll fe  if>n  mit  gebe,  wie  bie 
früheren,  unb  fe(jte  tf>n  auf  bie  Sbcrflache  beg  So* 
pfeg  d,  welcher  nun  bie  ^Pflanje  erhielt»  Sn  biefett 
kleinen  Sopf  bradjte  td>  eine  SOBurjel,  welche  aug 
*bemfelben  Bw*i.ge,  etwag  unterhalb  ber  in  bem  große* 
ten  Sopf  befünblichm,  entfprang.  ©o  wie  ber  f leine 
Sopf  e  mit  SBurjeln  gefüllt  war,  werfaf)  id>  if)n 
reichlich  mit  SEBa'ffer,  unb  gab  bem  großen  STopfe  d 
fein  embereg,  als  tag,  wag  aug  bem  f leinen  Sopfe 
augtropfeln  möchte.  9?adhbem  2llleg  in  biefem  3u* 
tfanbe  wahrenb  jweier  Monate  geblieben  war,  fchnitt 
ich  Öen  Bweig  gwifd^en  biefen  beiben  Söpfen  burch; 
ich  nerfah  bloß  ben  {'leinen  Sopf  mit  SBaffer,  fprengte 
aber  bamalg  non  Bett  ju  Beit  etwag  3Baffer  über  bie 
ganie'  ^’ftanje.  ©ie  hatte  baffelbe  gute  3fugfehen 
wie  oorber.  Snt  Suliug  beg  notigen  Saf>reg  (1819) 
unterfuchte  ich  ben  fletnen  Sopfe,  unb  fetnb  ihn  00U 
lig  gefüllt  mit  SBurjeln,  jwifchen  benen  nur  feh'x 
wenig  ©rbe  in  bem  Sopf  geblieben  war.  Um  biefe 
Beit  fchien  eg  mir,  alg  wenn  bie  $>flanje  eine  große 
£cben»5df)tqfett  hatte,  unb  ich  befebloß,  ju  oeefudjen, 
ob  fte  wohl  ohne  alle  ©rbe  leben  fönne.  Sd> 
entfernte  baher  auch  ben  {[einem  Sopf  e,  unb  nahm 
allmählich  auch  bie  wenige  ©rbc  weg ,  welche  jwifchm 
ben  Söurjeln  war,  unb  jweimat  beg  Sageg  begoß  ich 
bamalg  bie95latter  reichlich  mit  Gaffer;  bieg  gefchah 
gegen  ©nbe  beg  Suliug,  alg  bag  SBetter  fehc  heiß 
war,  wag  aber  feine  üble  SQSirfung  auf  ben  gieug 
hmte.  Sch  muß  bemetfen ,  baß  bie  ^flanje  nicht 
wrhl  warmer  hatte  gehalten  werben  fönnen,  ba  fte 
fleh  ganj  oben  unter  betn  ©lagbache  befanb,  wo  bag 
Sreibhaug  immer  am  wdrmffen  iff,  unb  ben  ©on* 
«enjitahten  twllfommen  auggefefcf  war. 

©erBweig,  weldjer  abgefchnitten  worben  war, 
Würbe  in  einem  Sopfe  mit  Gfrbe,  bicht  neben  bec 
Sort(4  b,  21.  S.  ©art.  2J?ag,  V.SBbg,  2,©tr  1820, 


«7 

SflutterpfTanje,  in  bem  SreMaufe  auf  bfe  gewöhnliche 
2öeife  im  2Bachgtf)um  erhalten.  SBeibe  fdjienen  in 
gleichet  ©tarfe  unb  SSachgfhum  ju  fepn.  SBag  6e* 
merfenswerth  fepn  möd;te,  iff,  baß,  obgleich  biefe 
geige  eben  nidjt  fe&r  teid;lid>  gruchte  trögt,  wenn 
fte  auf  bie  gewöhnliche  2lrt  gepflegt  wirb,  bieg 
©pemplar,  wollig  in  berguft  hdngenb  unb  ohne  alle 
erbe,  in  ben  Monaten  September,  Sftober  unb  et* 
nem  Sh««*  ^  Sfooemberg  ganj  mit  grumten  beleben 
war.  2fn  bem  Urfprunge  jebeg  SSlatteg  faßen  faff 
allemal  jwei  geigen,  unb  biefe  waren  wolifomroen 
fo  groß,  alg  ich  ft*  nur  in  ben  Sreibbaufern  beg 
©arteng  ju  Äe  w  gefehen  habe.  Sie  meiffen  gruchte 
fielen  ©nbe  Sfooembet  unb  Anfang  Secembet  ab,  unb 
einige  23(öttec  fielen  ju  berfelben  Beit  auch  ab.  Sch 
fchreibe  bieg  jum  Shcil  ber  ffarfen  geuerung  ju, 
welch?  id)  um  biefe  Beit  in  bem  fjaufe  unterhalten 
mußte,  unb  bem  Umffanbe,  baß  bie  ^flanje  an  bec 
heiffeffen  ©teile  in  bem  Sreibf>«ufe,  gcrabe  über  bec 
SBarmtöhce,  fleh  befanb.  Sie  gewöhnliche  SBörrae, 
bi?  in  bem  «£>aufe  erhalten  wirb,  iff  55  big  6o°  gal;* 
renheit;  ba  aber,  wo  ber  geigenffraud)  aufgehöngt 
war,  muß  fte  oft  $wifd>m  70  unb  8o°  gahrenheit 
gewefen  fepn.  3d)  hatte  ihn  nömlich  beghalb  an 
biefer  ©teile,  bamit  ich  ihn  jeberjeit  reichlich  mit 
SBafTer  begießen  fonnte,  ohne  anbere  ^fTanjcn  unter 
ihm  ju  befchabigen.  Sd>  habe  jur  fölinterjeit  ge* 
wohnlich  täglich  jweimat  gegoffen.  Sag  2£bfaHen 
ber  gruchte  unb  einiger  SSldtter  fanb  nur  bet  ber 
erffett  flnwenbung  oon  ffdrfetec  geuerung  in  bem 
Sreibhaufc  ©tatt;  10  Sage  fpdter  fdjien  bie  ^flanje 
ftch  an  bag  .©inheihen  gewöhnt  ju  haben,  weicheg 
feine  üble  golgen  mehr  batte,  obgleich  fpdter  viel 
ffarfer  geheilt  würbe,  alg  ju  ber  B**t ,  wo  bie  gruchte 
unb  Sldtter  abftelen.  Sie  ucfprünglidje  ^'flanie 
Ä 


©arten  *  Stt  i  f  c  e  l 1  e  r. 


63 

pept  jefet  faft  «Ben  fo  gut  au«,  al«  bie  afegcfc^nittene, 
wclrt>e  in  ihrem  £opfe  baneBen  wad;p.  ©ie  fingt 
cm  ju  warfen  unb  P4>  «u«jubrei(en ,  obgleich  pe 
nun  fap  ad;t  SDtonate  lang  ohne  alle  £rbe  aufgefjangt 
ip,  unb  wic.unterbeffen  fet>c  heifk  unb  febc  falte 
SBitterung  gehabt  «haben.  ‘iBahrenb  bet  B«it  finb 
überall,  au«  ©tamm  unb  Bwcigen,  teic^lid)  SBurjeln 
JBetöorgefommfn.  ©er  ©trauep  ip  je&t  71  guf,  ton 
bem  Snbe  ber  SBurjcl  bi«  jttr  ©pifce  ber  3weige,  Bad}, 
unb  ber  ©lamm  l)at  an  feiner  biefpen  ©teile  5J  Soll 
eDurchmeffcr, 

£Hc  jwei  Beidjjmtngftt  ,  Stafet  12  A  unb  B, 
welche  id)  #crrn  St.  Ä.  ©reoille,  @fq.,  tierbanfe, 
geben  fef>r  getreue  ©arpelTungen  ber  Wanje  in  ih* 
xen  »ecfd)iebenen  Bupanben;  nämlich  5iöuc  A  bie 
^Panje  waf)rcnb  ben  tierfijicbenen  Operationen,  gi» 
gut  B  biefelbe,  fo  wie  pe  je&t  ohne  alle  ©rbe  pept. 

S5otanifdjct  ©arten  ju  Crbinbutg,  ben 
lg.  gebruar  1820. 

SB.  Sflacttab. 


2. 

2(ffgenmne  Sbccn  über  bie  Sfyfovie  ber  Ve¬ 
getation,  mit  TCnwenbung  auf  bie  ßultar 
bet  S^elonen, 


Q-S  ip  nicht  ju  laugntn,  bap  ber  mit  tf>core* 
tippen  tfenntniffen  reichlich  nuGgePattete  ©artner  fein 
©efcfyaft  nicht  uur  mit  we:t  glücHichcrem  Erfolge  be» 
treibt,  fonbern  auch  bubet  weit  mehr  SSergnügcn  ge; 
jitfft,  al«  ber,  reeller  feine  Aunß  nur  hanbwerf^ma* 


■pig  erlernt  hat.  SBernt  biefer  Sah«  Braucht,  «Be  et 
mit  ber  Statur  unb  23ehanb(ung«art  einer  neuen,  au« 
einem  ftembcft.£)immel$prid;c  herpammenben,  $)panje 
befannt  wirb,  fo  hat  jener  in  wenigen  SDfonpten  f<hou 
ihre  ganje  2eben«art  erfocfd>t,  unb  befepaftiget  pep 
mit  if>rer  SSermehcuHg;  unb  ebenfo  werben  pd)  bie 
^Panjen  biefeö  immer  met>r  bucch  ©efunbheit,  .Staff, 
üppigen  Söuch«  unb  2eben«fülle  tor  ben  sppan$ct* 
bc«  tfnbern  au^jeief^nen ;  auch  wirb  er  brof>cnfce  Um 
falle  leidWet  abweuben,  ober  pc  wenigjien«  weit  un» 
fchablicher  machen,  unb  weniger  baoon  leiben,  al« 
jener.  Bnmt  trifft  man  juweilen  auch  unter  if;nert 
Scanner  an,  weldje  einen  fepatfen  83eobachttmg«geip 
(©agacitat)  bepfcen,  unb  pep  butep  ©tfapeung  ein 
-fo  praftifche«  ©efülp  erworben  Baben,  bap  ffe  in  für* 
jer  Beit  bie  Steigungen  einer  ihnen  normet  unbefann* 
ten  sppanje  auffaffen,  unb  ipt  barnach  bie  paffenbp« 
unb  gebeiplicppe  pflege  unb  SBattung  gu  geben  wifs 
fen.  Snbeffen  pnb  tiefe«  bed)  immer  nur  2fu«nah* 
men  non  ber  Siegel;  unb  benncch  pnben  pe  halb 
l)ie  halb  ba  ©djwieiigfeiten,  tie  pe  fxcf>  niept  ju  er* 
fläven  wiffen  uub  tarum  audb  nid)t  ju  B«ben  wer* 
mögen.  Sd)  Babe  einen  SJtann  ton  biefer  CElaffe 
gefannt,  beffen  SBarm  *  unb  JtaltBauSpPanjcn  im* 
mer  ton  ©efunbBeit  Probten,  ber  bie  fcBcnpcn  2tna* 
na«  auf  bie  Safcl,  unb  bie  ftuBepen  ©cmüfe  in  bie 
Äüdje  lieferte,  unb  bodB  nidjt  im  ©tanbe  war,  eine 
faftige  SJtelonc  ju  erjieBen;  einem  2lnbern,  ber  alle 
feine  SopfpPanjen  fef>r  gut  ju  warten  wupte,  et* 
franfte  ba«  ^eliotropium  in  jebem  SBinter.  Äein 
©tubium  ipbaBer  bem  ÄunppPanjer,  wie  bem  ©ar» 
tenfreunbe  überhaupt,  unentbehrlicher,  al«  ba«  ©tu* 
bium  ber  ^.'Panjfn^hppologie.  Bwar  ip  biefe  SQ3if» 
fenfehaft  nod)  lange  nidjt  ju  ber  93^Ufommenheit 
gebrad;t  worben,  bap,  in  clbfid’t  ter  ^)rincipien,  gar 


I 


©arte  ns  SR  i  f  c  e  l  t  e  n 


feine  Zweifel  trnb  SBiberfprudje  mehr  Statt  ftnbcn 
folllen;  otlein  fie  ifi  bod?  in  ben  neueren  Beiten  fo 
forgfaltig  bearbeitet  rrorben,  baß  bie  aufgejlellten 
£f)eotien  mj(  porfommenben  Grfdjeinungett  mogs 
fiebft  ubereinffimmen.  Snfönberbeit  fjat  bec  Grafts 
bent  ber  ©artenbaugefetlfchaft  ja  Sonbon,  #ett 
n  i  g  h  t,  ftch  große  Vcrbienfie  um  fie  erworben, 
unb  burd)  eine  9Renge  l>ochjl  intereffanter  Veobad)s 
timgen  unb  fchurffinnrgoc  SfaifonnemcntS ,  bie  et 
tf)ei(S  in  ben  philofophifdKU  SranSactionen,  theilS 
in  befonöern  Vorlefungcn  bec  ©artenbaugefellfchaft 
rnitgetbeilt  hat,  ungemein  Piel  Siebt  übet  bie  ÜRatur 
»nb  Sefonoraie  bec  «Pflanjen  Perbreitet,  wie  25  a  u 
t»  i  n  uttb  anbere  ph.pftologifche  Sdjriftfieller  banfbar 
rühmen.  AIS  «Probe  theilen  reit  fjtcc  einige  Sbeen 
feiner  SlfKorie  bec  Vegetation,  mit  Anwenbung  auf 
bie  Guttut  bec  «Slelonen,  mit 

«Senn  man  ein  Saamenfom  feinet  puffen  Se* 
raubt,  fo  befreht  eS  aus  einem  ober  §roei  Saarnen* 
kippen  ( Gvtrlcbonen ) ,  bem  ileim  ober  ber  Änofpe 
beS  Schaftes  ober  StängelS  ber  fünftigen^flanje,  bett 
man  gemeiniglich,  aber  mit  Unrecht,  bas  2Burjel= 
djen  $u  nennen  pflegt.  Sn  biefen  Srganen,  infons 
bert)eit  in  ben  Gofplebonen  ftnbet  man  ben  ganzen 
eortcentrirfen  Saft  ber  SRutterpflartje  niebergetegt, 
ber  jut  Gtnährung  ibter  «Rad;fommenfd>aft  bis  ju 
bem  Augenblicfe  erforberltd)  if!,  wo  fie  fid)  an  ben 
SSoben  heftet,  unb  im  Stanbe  iß,  anbetn  Stoff  ein* 
jufaugen  unb  ju  afjtmiliren. 

©er  Äeim  unterfdjeibet  ftdf>  pon  ber  Änofpe 
bet  SRutterpflanje  barin,  baß  er  ein  unabhängiges 
Sehen  genießt,  unb  baS  Vermögen  bcfi'bt,  im  Ver¬ 
lauf  feinet  Vegetation  Gigenfchaften  anjunehmett, 
bie  pon  ben  Gigenfd;aften  bec  $>flanjc:,  p«n  welch«* 


69 

et  abßammt,  netfehieben  ftnb.  ©et  organifationS1 
fähige  Stoff,  ben  bie  SRutter  in  tiefem  Salle  juc 
Nahrung  ibreS  JtinbeS  abgetreten  bat,  beftntet  ficf> 
ohne  Bweifel  bei  ben  Gotplebonen  in  eben  bem  Bus 
flanbe,  in  bem  er  ftch  in  bem  Splinte  bet  SSaume 
beftnbet;  wie  biefer,  erfahrt  er  wafwfcheittlid)  große 
Veränberungen,  ehe  et  ju  bem  eigentlichen  Slufbtmt 
wirb,  welches  in  bet  ^flanje  eirculiret.  S3et  Gtnts 
gen  wirb  et  wäf)tenb  bem  keimen  fuß,  bei  Anbcm 
fauec  ober  bitter.  Anfänglich  (leigt  baS  SebenSfluU 
bum  bet  Gofplebonen  in  ben  Schaft  bcS  ÄeimS  obec 
ber  Änofpe  butch  ©efäße,  tpeldje  ben  ©efäßen  bec 
SRinbe  beS  fünftigenVaumeS  entfptechen,  unb  welche 
wicfliche  unb  pollfommene  fRinbengefäße  ftnb.  Au$ 
bet  Spifce  beS  Schaftes  fommen  bie  etjlen  SBurjetir 
herpot,  welche  um  biefe  Beit  nuc  SRinbe  unb  9Rat£ 
enthalten,  ohne  Splint  unb  holjigen  Stoff;  unb  wenn 
et  butd)  fein  «£>inbetniß  aufgebalten  wirb,  fo  fteigt 
er  in  gernber  Sinie  gegen  ben  SRittelpunft  bet  Gebe 
hinab,  welche  Sage  baS  Saamenfotn  auch  erhalten 
haben  mag,  wenn  man  es  nur  ruhig  oegetiren  läßt, 

9?icht  lange  nad)  AuSftoßung  bet  etfien  SOBuc* 
jel  petldngctt  ftch  bet  Schaft  feinecfeitS,  unb  inbem  ec 
eine  mehreren  Warenarten  gerabe  entgcgfngefefcte 
«Richtung  nimmt,  erhebt  et  bie  Saamentappen  übec 
bie  Gebe,  unb  biefe  werben  nun  bie  Saamenbldttec 
bet  jungen  Wan5e*  SBährcnb  biefec  fPeriobe  gie^C 
folche  faß  alle  ihre  Dichtung  aus  ben  Saamenla«; 
pen  ober  Saamenblättertt,  unb  fie  flieht  ab,  wenn 
man  fte  ihr  nimmt,  ©ie  Schwerfraft,  welche  auf 
bie  unterfdjiebtich  organiftrten  Äotpet  wirft,  unb  folg* 
lieh  bie  Art  ihrer  Vegetation  perdttbert,  fcheint  bic 
Urfache  ju  fepn,  weld)e  bewirft,  baß  bie  StBurjet 
unterwdtt^,  «nb  btt  Äeim  aufwärts  fieigt, 

Ä-  2 


7o 


©arten 

hierauf  fatigt  bie  Stinte  bet  «totjel  an  ihre 
Function  ju  «füllen,  ben  Splint  ober  ben  ftoliigcit' 
gtoff  abjufehen,  unb  fobalb  biefee  gebitbet  .i|t ,  fangt 
bec  ©oft,  welcher  bis  nur  burd)  bie  hinten* 
gefdpe  «bwarts  gcftiegen  war,  an,  burd)  ben  ©ptint. 
mtfwart«  ju  {leigen.  «Run  nerlVngert  fldj  tfjr  Ätim, 
itre  {Blatter  entwichen  ftch  unb  werben  gtoper,  unb 
<inc  Steife  ton  ©efdpen,  welche  in  ber  «Butjel  nid)t 
tjoit)anben  war,  wirb  in  Thdtigfeit  gefegt.  25iefe 
©efdpe,  bie  idj  ©entralgcfdpe  genannt  i)abe,  umge= 
ben  baS  «Start,  unb  bilben  jwifchen  ihm  unb  bet 
9tir.be  einen  ÄreiS,  auf  -welchem  bet  ©pUnt  non 
ber  Stinte,  in  gotmnon  OBinfeln,  ober  wie  bie  ©teine 
eines  ©cwolbes  abgefefet  wirb.  Set  ©aft  freist  in 
tiefen  ©efdpen,  welche  ftd)  in  bie  SSlattjiiele  ner* 
breiten,  empor  unb  wirb  in  bie  ©efdpe  unb  ben  Sa* 
feifoff  bet  «Blatter  vertheilt.  Sn  biefem  £>rgan  ner* 
waub'elt  fid)  ba6  gluibum,  welches  g<m$  frifd)  au$ 
bem  {Bobe-tt  ctngefogen  worben,  in  wirflichen  ©aft 
ober  in  baS  «Blut  ber  ^ftanje.  58df)«nb  beä  $ü‘- 
menS  fteigt  ber  ©aft  aus  ben  ©otplebonen  ober  ©aa* 
menbldttern  abwärts,  jefet  gefehlt  foldjeS  au$  ben 
eigentlichen  «Bldttetn,  unb  intern  er  abwdrtS  fteigt, 
tragt  et  jur  SScrftdrfung  beS  ©djafteS  unb  jur  33«s 
langciung  ber  «Butein  bei.  Ser  Splint  wirb  auch 
in  bem  Äorpct  bet  ^anje  unterhalb  bet  «Blatter 
obgefe^t,  wie  er  Votier  unterhalb  ber  ©aamenblatter 
abgefebt  würbe.  (5$  entfielen  barauS  anbere  ©en* 
tralgefdpe,  welche  anbere  «Blatter  unb  anbere  ßnoS* 
jjen  erjeugen  unb  ernähren* 

©in  beträchtlich«  Thcit  be§  auffteigenben  Slui* 
bum§  roup  frifd)  aus  bet  ©rbe  eingefoger.  werben 
fepn;  aber  er  nermifcht  fid)  mit  bem  eigentlichen 
©afte  bec  «PfTgnjt  in  bem  ©plinte,  wo  eS  fdjeinet, 


s  SRift eiten. 

b.ap  eine  Tlbfonbentng  biefeS  ©afteS  gefdjiehet  bei 
feinem  £hvabfieigen  burd)  bi:  3iii.be  äwfdjen  ©an» 
gen  hinbutch,  welche  mit  ben  anaftomofirten  ©efdpen 
im  thierifchen  Äorper  2lehnlid)hett  haben.  Anfang* 
lieh  liefern  bie  ©otplebonen  ober  ©aamenblatter  ben 
organifatienSfdhigen  ©teff,  welcher  jut  ©rjeugung 
bet  erflen  eigentlichen  S5ldtter  unumgänglich  r.othig 
tfl,  unb  tiefe  bereiten  nach  ihrer  ©ntwicfelurg  baS 
gluibum,  welche«  jur  ©tieugung  ber  nad)fotgenben 
«Blatter  nothig  iß,  beten  ©efunbheit  unb  noüige  Gnt« 
withelung  non  ben  notherigen  «Bldttern  eben  fo  feh* 
abhdngen,  als  biefe  bei  ihrem  ©ntjiehen  non  ben  ©o» 
tpleboneit  abhingen. 

S3ei  jebet  ^arjenforte  ober  «Barietdt  fdjeint 
bie  ©iger.fchaft,  we(d)e  bie  {Blatter  jur  «Bilbung  bc$ 
egafte«  beftfjen,  im  jufammengefe&tcn  SSerhdttnip  ih* 
rer  «Brette,  Siche  unb  bet  bem  Sichte  auSgcfehten 
Sberflddje  mit  einer  fachlichen  Temperatur  ju  flehen. 
0o  wie  ba«  «Bachethum  ber  «Pflanje  sunimmt,  fo 
nimmt  auch  bie  Mt  »tnb  bie  ®«ite  bec  nifen  S5llUs 
ter  iufehenbS  ju,  nach  fßer&dltntp  ber  jungen,  bie  ge, 
bilbet  werben  foüen;  folglid)  bilbet  ftch  mehr  ©aft  als 
banon  nerbraucht  wirb.  Ser  Ueberfchup  häuft  ftch 
wdhrcnb  einer  langen  Sieihe  non  «Bochen,  «Monaten 
unb  fahren  nach  bet  ttaturlidjen  S3efchaffenheit  unb 
Sauer  ber  «j)flan$e  an,  unb  «nbert  fid)  n ad)  ber  «Ka* 
tut  bee  SSobenS  unb  beS  dUimaS.  Ser  folchecgefhalt 
gebilbete  ©aft  fefet  fid)  wdhrenb  beS  «BinterS  in  ber 
2utpenjwiebet,  in  bet  Äartcffelhnelle,  in  ben  gafer* 
w.uci^n  ber  ©tdfer  unb  bem  ©plint  ber  SScume  ab, 
non  wo  er  [ich  wohterb  beS  gi(;I.  lirgS  unb  ©ommetS 
in  bie  SMattet  unb  bie  Si inte  nettheilt. 

gcbalb  bie  S>flanje  ju  bem  Wter  ber  «Sfann* 
jarheit  gelangt  ift,  fo  wirb  ein  Theit  beS  ©afteS  $uc 


(satten:  SR  t  f  c  e 


©cjeugüng  bet  £tfit$tn  unb  griuht  angewenbcf. 
Siej'e  Srgane  entfp.ringen  unb  «dhcen  fid>  aug  -Gen= 
tralgefdjjen,  bie,  bem  tfnfchein  nach,  bene«  tn  beit 
SahreStrieben  «nb  «Blattflielen  «^nlicf>  ftnb  ,  «nb 
Wftbrföetnlicb  ein  afmlicheg  gluibum  in  Q'irculation 
febem  Sieg  wirb  bafcurch  glaublich,  bap  eine  auf 
einen  iSlattfliel  geimpfte  5ßeintra«be  wud;g  «nb  reif 
tvurbe,  «nb  bap  ein  auf  biefelbe  2lct  eingeimpfteg 
3fuge  eineg  SBcinffecfS  mehrere  gup  lang  mürbe. 

~ie  grud)t  fc^eint  ganj  non  bem  jubereiteten 
€af£  bec  ^flanje  erzeugt  5«  werben,  beten  ^aupt» 
gefdbdft  wahrscheinlich  barin  befiehl,  bie  glüfftgfei* 
ten,  bie  fte  empfang!,  3«r  Nahrung  be$  Saameng, 
ben  fte  wit^xSlf,  anjuwenben. 

Seht  will  ich  einige  SSemerfungen  «ber  bie 
(iultur  mi-theilen,  bie  ben  SDIelonen  am  angemcf* 
feViflen  i]I. 

Unfet  aßen  gnuhtforten,  bie  man  jefjt  in  un* 
fern  ©arten  sieht,  giebi  eg  feine,  bie  fo  feiten  wie 
bie  Melonen  j«  bem  ©rabe  ber  Mfommenbeit  ge* 
langen,  ben  fte  in  «nferm  Sanbc  erreichen  fönncn. 
<£ie  fütb  überhaupt  fo  arm  an  garbe  unb  ©efcbmad, 
bag  man  fef>c  wenig  für  ben  3f«fwanb  «nb  bie  SXüfx* 
bei  ihrer  Gultttc  entfdjdbigt  wirb.  «Kein  ©drtner, 
ter  gleichwohl  ein  gefehlter  «nb  einft cf>täuoUc.r  «Kann 
war,  baute  fte  mit  fo  wenig  ©rfolg ,  bap  ich  ihm 
rieth,  gan|  barauf  2krjicht-*u  ibun.  Snbeffen,  wie 
ich  barüber  na<hbad;te,  «nb  feine  Gulturntcthobe  mit 
ber  anberer  ©drtner  verglich,  fo  glaubte  ich  in  bem 
f flechten  Suftanbe  ber  «Bldtter  ben  Mangel  beg  @e* 
febmaefs  in  ber  grucht  5«  finben.  Sch  wollte  alfo 
bte  Erfahrung  baruber  befragen,  «nb  biefe  «bezeugte 
mich,  bap  meine  Meinung  gegrünbet  war. 


Sie  SBldtter  ber  «Ketone,  fo  wie  bie  Sldtter 
jeber  anbern  ^OfTan^e ,  nehmen  von  Katut  eine  folcbe 
Stellung  an,  bap  fte  sum  gropteu  Kufsen  für  bie 
Wanje  ihre  cbere  glddje  bem  Sichte  jufehren.  2Bet* 
ben  fte  in  tiefer  Sage  geflort,  fo  fireben  fte,  fo  lange 
fte  jung  «nb  fraftvoll  f  nb,  folche  wieber  einjuneh* 
men.  Allein  bie  langen  Kaufen  btc  fOTelone,  be* 
fonberg  unter  ©lagfenftern,  ftnbbunne  unb  fchwach; 
bie  Sldtter  ftnb  breit  «nb  fchwer,  unb  bie  Stiele  ber* 
felben  ftnb  febt  lang.  SBemt  mm  biefe  «Blatter-  «ug 
ihrer  natürlichen  Sage  gebracht  werben,  eg  fep  nun 
burch  bie  Schwere  beg  SBafferg ,  weicheg  aug  bec 
©iepfanne  auf  fte  fallt,  ober  eg  fcp  burch  bie  £anb 
beg  ©drtnerg ,  wenn  er  fte  befdjneibet  ober  bel;acFf, 
fo  nehmen  fte  folche  nie  wieber  ein:  ein  großer  3lf>ctt 
biefer  SSlatter  alfo,  welche  vor  ber  «Blufhe,  ober  ju 
gleichet  Seit  mit  biefet  gebtlbet  würben,  «nb  bie  bie 
fflatur  befiimmt  hatte,  ben  Saft,  ber  bie  grucht 
nähren  feilte,  jujubereiten,  werben  fchwad)  «nb 
franb ,  folglich  unnufc  ,  e£e  bie  grud;t  ju  ihrer 
Steife  fommt. 

Um  tiefem  Kachfheil  suvorsufemmen,  fe|te  ich 
meine  «pflan^n  viel -weiter  aug  einanber,  alg  mein 
©drtner  fonft  5u  t|un  pflegte,  inbem  ich  unter  je* 
beg  ©lagfenfler  von  6  gup  Sange  «nb  4  gup  «Breite 
nur  eine  cinjige  trachte.  Sie  SBeete  waren  mit  ei* 
ner  ziemlich  tiefen  ©rblage  bebeeft,  «m  ber  ^’flanje 
eine  fraftvolle  «Begetation  ^«fiebern.  2luf  bie  Sbev* 
flad^e  bcrfelben  liep  id;  .Siegeln  legen,  tdngg  welcher 
bie  Kaufen  fid;  «ad; '■edlen  Beichtlingen  augtreiten 
itnb  bem  Sid;te  bie  mcglid;fl  grepte  £terffdd;e  bar* 
fallen  fot inten.  Sd)  hatte  mir  im  «Bctaug  eine 
SJlenge  fleiner  h'frierner  ©abefn  mad;en  taffen ;  bitfe 
wutben  in-  gewijfen  ßntfenuingen  von  einanber  jwi* 


7  2  ©  a  r  t  e  n  = 

fd^en  bi«  3fegfla  geffccft,  unb  bienten  $ur  Unterftufc* 
ttng  ber  [Ranfen  bergefiatt,  baj?  bi«  [Richtung  bec 
35lätter  nicht  oeränbert  werben  konnte.  Sie  S3(ät= 
ter  würben  auch  gerabe  gerichtet,  unb  affe  in  gleicher 
Entfernung  rem  ©lafe  untecfiu&t,  fo  bajj,  wenn  fie 
einigermafien  in  ihrer  Stellung  geftort  würben,  fie 
folch«  (eicht  wiebec  einnehmen  fonnten. 

Snbcffen  fanb  tdf>  hoch  noch,  bafj  bie  Schwere 
be$  SSafferS,  welches  auf  bie  SSlätter  fiel,  wenn 
man  fie  begofj,  ihnen  viel  «Schaben  that;  id)  traf 
fllfo  SSorfehtungen,  um  baS  5Baf[er  gelinbe  auf  bie 
Siegeln  unb  jwifchen  bie  SSlätter  rinnen  ju  taffen, 
®h«e  bafj  bie  le|tern  baoon  berührt  würben,  unb 
ich  hatte  baS  SSergnügen,  $u  fehen,  bafj  fie  äße  ge« 
tabe  unb  feaftooß  blieben.  Sie  gruht  würbe  auch 
etufjerotbentlid)  fchnelt  grofj,  reifte  ui el  eher,  all  ge* 
Wohnlich,  unb  erlangte  einen  ©rab  ron  SSollfonuuen* 
heit,  ben  ich  »othet  nie  gefehen  hatte, 

Sobalb  jebe  ^flanje  eine  genugfame  SRenge 
gruchte  angefefct  hat,  b.  $.  20  bis  30  9>funb,  fo 
empfehle  ich,  baS  tfnfefcen  neue«  SSlätter  ju  oerhin» 
bent,  baburch,  bafj  maw  bie  Seitentriebe  abfehneibet, 
fo  wie  fie  herrotfommen,  jebeSSRal  wenn  biefe  neuen 
SSlätter  bem  Sichte  nid)t  auSgefefct  werben  fonnen. 
Äein  SSlatt ,  bas  feine  rollige  Entwicfelung  erlangt 
hat,  barf  rot  ber  [Reife  ber  geucht  abgefchnitten 
werben,  eS  wäre  benn,  bafj  fie  ju  gebrangt  fidn« 
ben;  tenn  jebe«  SSlatt,  baß  feine  [Reife  erlangt  hat, 
tragt  jur  Ernährung  bec  grucht  bei,  ob  «$  gleich 


tf  cetten«. 

fehr  weit  baron  fleht  unb  felbfl  auf  einem  anbern 
Sweige,  als  ber,  an  bem  bie  grucht  fnn9t-  Saher 
fommt  eö,  bafj,  wenn  eine  ^flatije  an  einigen  ihrer 
SRanfen  ju  riel  gcuchte  hat,  bie  ein  wenig  oorauS* 
gefommen  finb,  als  bajj  fie  foldje  ernähren  fonnte, 
bie  SSluthen,  bie  h^uach  an  ben  entgegengefefcten 
[Raufen  entfielen,  immer  abfallcn. 

Sie  SSarictät  bet  SRelone,  bie  ich  auSfcbliefilich 
baue,  ijl  in  Englanb,  wohin  fie  ron  Sa  Ion  ich 
burdj  9R.  3-  TfwfinS  gebracht  worben  ifi,  wenig 
befannt,  5Benn  bie  grucht  ganj  euSgewachfen  iff, 
fo  hat  fie  eine  faft  fphärifche  gornt,  ohne  alle  Ein* 
brttefe  auf  bet  Sberflädje.  Sh«  äufjere  gatbe 
nähert  fich  ber  ©olbfarbe,  unb  ihr  glcifch  ift  fehr 
weif.  Sie  bebatf  eines  großem  ©rabeS  bec  [Reife, 
alS  jebe  anbere  Sorte.  Sie  wirb  immer  rollfomm* 
net  an  ©cfchmacE  a»nb  Schönheit,  bis  fie  weichlich 
wirb  unb  äußerlich  ju  fchimmeln  anfängt.  Sh* 
gleifd)  hat  alSbann  bie  Eonfffienj  ber  SOBaffetmelo* 
nen,  unb  ifi  fo  füfj,  bajj  man  leicht  glauben  fonnte, 
eS  wäre  mit  3u<fcr  gewurjt  worben.  Sie  Schwere 
einet  guten  SRclone  biefee  SSarietat  beträgt  beinahe 
fteben  ^funb, 


.JX/.ll  .  ns. 


73 


fcep 


®  fltfcns  3Ri  .f  c  e  U  <  * 

3- 

SSlütfjen  =  SScrjet^tttp 

voffyn^o  glichen  $f tanjcnfammt ung  ju  S3d$ebet?«  6ei  SBeimar, 
im  Stooembec  1820  *). 


Vatectanb. 

Ageratum  corymbosum  ,  bolbentraubigeS*  3fgeratum.  »  <•  .  i  .  *  ♦  ? 

Anthemis  artemisiaefolia  fl.  albo,  beifufjblattrige  Gfumitte  mit  tteig«  Vlume.  ,  .  .  C&itt«. 

—  —  —  —  fistuloso,  beifujjbl.  Cfjamiffe  mit  recifer,  rostiger  23(ume,  — 

_  —  — .  —  aureo,  beifuf bt.  Cfjamille  mit  gotbgelber  Vlttme.  — 

—  —  —  —  luteo,  bcifupbl.  CfiamiKe  mit  fyellgelbet  Vlume.  — 

—  —  —  —  purpureo  simpl. ,  bcifufjbl.  Cfiam.  m.  purpurrotfyerStume,  — 

— ■  —  —  —  variegato,  beifufibl.  GfyamiUe  mit  fcfyäcfiger  SSlume.  — 

,  .  ©itbeucopa,  £)rienf. 

2 


Arbutns  Unedo  frutescens,  firaucfyige  erbbeerartige  ©anbbeere,  , 
Camellia  uxillaris,  trinfelblütbige  Camellie.  .  ,  *  , 

Clifortia  ilicifolia,  butf«nb(ättrtge  dliffoctie.  .  ,  .  , 

Croton  polygamum,  t?ermifcf)t  btüf)enbe$  Croton.  .  » 

Echium  humile,  niebtiger  9iatternfopf. 

Erica  abietina  alba,  toeijjblubenbe  tannenartige  ^)eibe. 

—  regerminans,  fptoffenbe  $eibe.  .  ,  .  »  , 

— ■  6peciosa ,  prächtige . . 

Hedysarum  gyrans,  beroeglidjec  $af>nenfopf.  .... 
Justicia  hyssopifolia,  ifopbldttrige  Sufticie.  ..... 
Liatris  elegans,  fcbone  ^>racbtfd>artc. 

Lonicera  japonica,  japanifcbe  Sonic? ce.  .  ;  '  . 

Pomaderris  apetala,  ftcnenlofe  «£>autfappe,  . 

Pyrus  japonica  fl.  albo  simpl.,  japanifcfK  23itn  mit  meidet  eiuf.  Slütfje 
Phylica  acerosa,  nabeltragenbe  iPfyplica.  ..... 

—  capitata,  fopfformige  ^Ijplica;  ,  , 


Vorgebirge  b.  guten  Hoffnung. 
.  .  ? 

.  •  .  ? 

Vorgebirge  b.  guten  Hoffnung. 


Vengaten,  am  ©angef. 
Canarieninfetn. 

Carolina,  ©eorgien, 

3ap«n. 

9?eu  *  $ol(anb, 

3«pan. 

Vorgebirge  b.  guten  Hoffnung, 


*)  ®ief  SSlöttjeh;  SSetgci^niß  würbe  bisher  immer  in  ben  SBeitagen  ju  bcm  bicftgen  Oppofttfone  ? 9?tatte  ron  3e{t 
ju  3eit  geliefert.  2>a  biefe  3?ltung  aber  feit  bem  25.  SRooembet  b.  3-  auf  bbtfjfien  Sefe^l  unterbrflcft  toorben 
i(t,  fo  «erbe  id>  bie  gortfe&ung  biefer  für  «Pflanjenfenner  intenfianten  5i(len,  oon  3ert  4«  3eit  in  bem  2tUg. 
S.  ©arten ;  2J?agajine  liefern,  g,  3,  58. 


,  ®  a  tten  s  Sttifc  ei  fett, 

7  * 

Phylica  ericoides  hetbeartige  ^>f)pltca  .  ♦  "> 

Pelargonium  earnosum ,  fTeifchiget  Ätanichfchnabel.  .  .  . 

_  _  crispum  laevigatum  varieg.,  f taufec  $ranicf)fcf)natsel 

mit  fehlsten  fdraefigen  flattern.  •  - 

__  _  hepaticaefolium,  leberfrgutbldttriger  ßranichfchnabel. 

__  _  nobile,  eblet  Äranid)td?nab«l. 

Psoralia  bituminosa,  tjavjige  ^Pfocatea.  .  ♦  ' 

R'ubus .  rosaefolius  ,  rofenbtdttrijge 

Samolus  littoralisj  ©tranb »  jungen.  .  *  * 

Yolkameria  inermis,  mefjrlofe  fBolfaraecie.  ♦  .  • 

Zamia  furfuracea ,  fletenartige  Äeulpalme . 

—  integrifolia,  aanjbtdttviQC,  .  *■  ..  .  *  •  -  * 


SSorgebirgc  b.  guten  Hoffnung. 


.  ©icilien ,  Italien. 

.  sfftauritutSinfel. 
t  *HeuȣpKanb. 

„  .  Sjiinbten. 

-  Sßeftinbien.  . 

,  Somingo,  Sfiflotiba. 


®  a  S  «rat, 

ifn  neue«  frdfttgcS  ©üngunjjSmtttel» 


Sie  Grftnbung  blefe«  neuen  mistigen  Sun» 
gungSmittel  ift  gtanjofifch,  von  ben  fetten  Sonat 
unb  6 o mp. ,  welche  barauf  ein  isid^ctge^  SSreoet 
nahmen,  unb  in  folgenbet  deinen  intereffanten 
©d)uft: 

„Utat,  «in  neue«  SungungSmittel  bet  fetten. 
Sonat  unb  Gomp.,  nach  bem  Berichte  be« 
#e«n  -fjeticart  be  £f)ur9  an  bie  Äonigf* 
Genttal  »  ©efellfchaft  be«  Verbaue«  ju  Pari«, 
9Beimar,  beim  ßanbe«  -  Snbufhie.»  Gomptoit, 
sjftit  einet -Äupfertafel  (Prei«  12  gt.  ob.  45  ft-) 

ausführlich  unb  praetifch  betrieben,  fo  baf  e«  jebet 
Sanbmann,  jebet  Sagelohnet  leicht  oerfettigen  fann. 
SSit  muffen  allen  ©attenliebhabem  fehr  empfehlen, 
biefe  f leine  ©chtift  felbjl  ju  lefett.  Sie  ganje  (St* 


finbung  fommt  batauf  an,  ben  Urin  at«  ein  weh» 
.tige«  SungungSmittel  ju  benu&en,  unb  ihn  burd)  «ett 
fchiebene  einfaugenbe  ©toffe,  in  ttoefner  ©eftalt 
ju  ftpiten,  unb  leicht  transportabel  ju  machen.  Sie 
Unterfuchungen  be«  UtinS,  beten  Ofefultat  hicc  9e* 
liefert  ift,  ftnb  neu  unb  fär  bie  ang:tvanbte  Ghemie 
fehr  bebeutenb,  bie  93etfertigung  be«  Utat«  aber  «in» 
fach,  unb  leidjt  ausführbar. 

Um  unfern  Sefern  nur  eine  leichte  vorläufige  Ue» 
berficht  biefet  neuen  Grftnbung  ju  geben,  liefern  wir 
hier  ba«.  Gertificat  be«  Äbnigl,  «Patent«  für  £ercn 
Sonat.felbff. 

^erlangte«  Gertificat  eine«  Grftnbung» 
patent«,  b  a«  an  £  tn.  S  0  nat  (3  ofep  h 
©tepha«  SB tc to c  ©abriel),  wohnhaft 
|n  Pari«,  Sepattement  bet  ©eine,  ab» 
geliefert  würbe. 

Ser  «Kiniflec  ©taatSfecteta'c  von  bem  Sepatfe» 
ment  be«  Innern: 

9iadi  Grwigung  einet  Tfbhanblung  be«  £emt 
Sonat,  Gigenthwmer«,  wohnhaft  in  ^ari«,  ©traf« 


©aUen  *  SRifcelUn. 


des  Bons- Enfan’,  N  o.  28.,  Worin  berfelbe  bat; 
hät,  baß  et  bir  butcf)'  baS  ©efefc.  pom  7.  San.  1791. 
ben  dnt&ecfem  unb  Grfinbem  in  allen  Sn^uftri**- 
gweigen  gugeficherte»  Wechte  ju  genießen  wünfcbt,.. 
«nb  baß  et  bemtiad)  um  ein  (SrfmbungSpatent  auf 
15  Sfth**  nachfucht,  für  bie  fchtteße  2fuftroc?nung  be$ 
Urins  unb  bfe  Sehanbtung;  tys  2f6fTuffe^  bet  2T&; 
trifft  innerhalb  bet  erflen  24  ^fanben  bet  #etauS; 
«ahme  beffelbert ,  unb  aßeS-  biejj  burdj  befonbete  unb 
eigenthümlidje  Riffel  unb  »erfahren,  woPon  er  ficf> 
al^  ben  (Srftnber  auSgiebt,  wie  gugleich  aud)  aus- 
bem  bei  Uebergabe  bet  2fftenfiücfe  auf  bem  ©ecre» 
tatiat  bet  «Prdfeftut  beS  ©eine  s  Departements,  bett- 
19.  Samtat  1819  aufgefeitent^rotofolf.  crfjettt. 

5tt55efrad>t  ber  Seichnuttgen  ber  ?fpparate  unb 
bet  bcfd)«ibenben  tf&hanblung,.  »opc«  t>iec  eine  2ib; 
fd>rift  folgt: 

„5*  habe  ein-  SOTittel  auSgebacht,  »oburch  ich 
in  ©fanb  gefegt  bin,  aus  ben  gecalßoffen  unb  bem 
Urin  einen  »eit  fertigeren  Dünger  ju  bereiten,  als 
man  bis  auf  ben  heutigen  Sag  wußte.  Da  ich  mich- 
bes  auSfchtreßlichen  ©enufieS  meinet  (Srfinbung  gu 
perfid) etn  wünfäje,  fo  habe  ich,  ben  ©efe&en-  beS 
7,  Sanuar  unb  be$  25-.  «Wa i  1791  gufolge,  bei  ber 
9>rdfectur  be$  Departement  ber  ©eine,  bie  «Bitte 
um  ein  patent  auf  15.  Saht«,  für  bie  ttoßjfdnbigr 
unb  fchneUi  tfuftrodnung  beS  gecalftoffS^  unb.  beS; 
UtinS,  foroohl  oereint,  alSeingein,  mittel)!  juge; 
fester  übfötbtionSmittel,  g.  «8.  Änlferbe,  ©ppS,. 
Äteibe,  «Wergei,  natürliche  ober  «Winn-alafche ,  — 
eingelegt  Sie  ©ubfhmgen  mit  falfecbtgew  ©runb; 
^cffen,  fonneu  juv  tfuffaugung  einer  größten  «Wenge¬ 
rn  glüffigfeit  calcinirt  »erben,  wenn  nämlich,  btt 
Soctf.  bei  V,  Z.  ©att,  «Oiagaj,  V,  33b,  s^St,  1820» 


hohe  ^5reiS  beS  SSrennmaferialS,  ober  bie  S3efd;af; 
fenheit  beS  2(uffaugungSmittelS  nid)t  mehr  »ortheil 
ge»dhrr,  e$  fo,.  »ie  es  auS-  bem  ©teinbruch  h«s 
porfommt,  anguwetiben. 

„Diefe  «Berfchiebenhcit  bet  «uffaugenben  ©ub; 
fanjett  fiebert  in  allen  Cdnbern  bie  «Wogfichfeit,  tu 
nen  dußerfl  reichtid)«n  unb  frdftigen  Dünget  mit 
bem  menfeh liehen  Äoth  unb  Urin  gu  bereiten.  DaS 
Wefuftat  meiner  Dperntiönen  rff  auS"  j»ei  ©türibeti 
geruchlos ;  1)  weil  in  bem  gaß,  wenn  Urin  bagu 

genommen  wirb,  er  nach  2fuffaugung  feiner  geudj* 
tigfeit  feinen  »eiteren  ©etuch  mehr  Perbreitet; 
2)  weil  in  bem  gaße,  wenn  gecalmaterie  hinreichenb 
mit  bem  tfuffaugungSmittel  gemifcht  ifl,  ich  biefelbe 
»enigftenS  i8  3oß  tief  in  bie  (Srbe  pergrabe,  um  alle 
©ntwicfelung  pon  ©ejlanf  »ahrenb  bet  gur  ©üte  beS- 
Düng?rS  noth»enbig.en©dhrung  ju- petmeibeiu 

„Sch  gc&e  bem  mif  reinem  Urin  unb  einer  bet 
oben  hemerften  ©ubjlangen  bereiteten  Dünget  bett 
«Kamen  Utat.  Sch  glaube,  baß  b.iefe  «Betbinbung, 
mit  berjenigen  gcmifdjt,  bie- aus  ber  «Bereinigung- bec 
gecatfToffe  mit  einet  befiimmten  Quantität  Pon  tu 
ner  ber  genannten  auffaugenben  «Waterien  rcfultirt, 
einen  fef)r  frdftigen  Dünger  liefert.  Der  einige 
fchwierige  ^iinft  ifl  baS.  (Stiemten  ber  «Berhdltnfffe 
bei  ©emifiäheS. 

„3ur  SSereitung-i  bef  UratS  ober  beS  aus  bem- 
Utih  gegogetten  Düngers  im  ©roßen  ,  muß.  man  »e* 
nigßenS'  fed)S  große  jBehditet,  in  gorm  eines  umge^- 
uanbten  Uringlgfe^-jetrichten:  Diefe- muffen  12  ^ec? 
toittteS  haUen  fdnrfm-,  nämlich  6  poti  bem  Urin  unb^ 
6  pon  bem;2(uffaugungS(!off  pon  itgenb  einet  bet  obetü 
ftngegebentn  unb-,  feifeh  calcinicten  Örtern 


76 


©arten  *  SKtfeeUett. 


bei  '■bemUrtngefajje  bie  ®inrid)tung, 
c^ftcfröon  Telfcjt,  mitiefff  eine«  3apf«n«,  in 
Setter  wtUett/  <ffini)«nb  Sief«  Operation 
iji  ein  Weitet  kräftigt,  ben  ©Pp«  «injUf^Ötten, 
tuabrenb  iijn  ein  anbetet  barin.,  mittjlfl  einer  Äalf* 
fcucFe  ober  5Rüf)tfcf?aufet  urat&jjrt. 

,,2Benn  bie  2)tif<bung  -gefiebert  i ft,  fo  gebt  map 
bomit  in  einen  ^weiten  unb  atSbann-  |o 

fort,  bi«  >n  ben  fedjjten.  Wbann  reinigt  man  ben 
eitlen,  um  eine  neue  Operation  fearin  uorjunebmen. 
Sa«  ©emifcb  wllepbet  feine  Störung  an  ber^uft. 

„WJfbcrtb  wirb  bieDuantiMtbee,  ben  Sag  ub« 
bereiteten  !  Urat« ,  mittel  fl  eitle*  gegoffenen  eifernen 
gptiübtrSy  ben  man  bäcühet  ttflljlf,  ^«cfhyfen ',  mV 
■aüf'friän  eS  «!*bann  einpaeft,  um  e*  Wt  gcudjtig* 
feit  $u  ftynljeit. 

„Surct)  tiefe Setbinbung  vereinigt  bet  burd)  feine 
Bereinigung  mit  ber  auffaugenbet)  Materie,  bie  fetbfl 
linÄÄrfs^iHititlW  aufgVtrccfnetc  Urin  bie  bei* 
ben  iVgetaflvefi '  jtraftc  ber'  ;»<!'  T-ifammenfcbenben 
Sbeite,  unb  wirb  babutd)'  bie  rei^fbe  alter  iDunger* 
arten,  Weil  man  nur  eine  fet>c  geringe  93?enge  beffeU 
ben  jut  ©«»Innung  guter  9icfultate  bebntf. 

,  Sd)  t;abe  6  0ubjfan$en  at3  Jatdje  angegeben, 
womit  man  ba*  übetflüfiige  2Bajf«  tc*  Urin« 
ttotfnen  bann/  unb  $*«*•  ffe  tfrf  benannt,  ebne 
von  irgenb  einer  infbefonbere  ju  fpredjen,  in  bet 
Meinung/  bap  tMt  ««»*>  ir9cnb  ?,ni  U*oxt 

befi^en  bfirftc.  SWÄe  id)  fnid)  aber  t>i«in^er«f 
tjnben,  fo  wirb  man  tWtoet-babuwb  einen  aufietlt 
grofen  mi&envUtlfr tfMjenV  winn  man  *n 

mit  gebrannter  &&  'M  *•*>***# 

ober  mit  natü<Ud)«  ^fd‘e.mi^.(e.  *«» 

SBcrtb  biefe*  ©*mif^»»iW  a{e  ei»  bittet,  alte 


©alje  te*  Urin«  in  einem  feffen  Bttfbanbe  ju  ermatten,’ 
tvobitvd)'  foivot)t  bie^finnenbrrng,  al«  ber  Standort  in 
berüfgricuttüc'fetjr  erleidjtert  wirb.  »  •  1 

„£ie  atfen  <£d;riftjbeUer.betrad)teten  ben  Urin  a» 
ben  Eraftigficn  Jünger  *);  tiep  war  habet  nidjt  ber 
3tt>eÄ  mciuer  Örfinbung ,  fonbern  blop  bef,  ib« 
fdjnell  in  eine  Jcfte  ©«Patt  iu  bringen, 
unb  bie”  ffinfeiib'en'  ÜloäFe,  welche  biefe  ©ubjlanj  m 
ber  ^abe'  großer  ©tabte  enthalten, /unb  bort  eine« 
unerfdjopPidbcn  |?e>Ä  ungefunbet  2fu«bünpungcn  nn* 
tetbalten,  iu  lenen. 

,,3d)  ubertaffe  ben  gelehrten  '©efeltfd) affen  ba* 
Urteil  bin  bi«  2u<llUten  W  Ural«,  unH(f4tin»< 
miü)  tatauf,  «in  «.?«»»«»•»•«»»  b«f6t  1"  m,an‘ 
4m,  t«f  id>  nnf  Ui».  ?rt  «in«  fd>»<»< 

„mim,  i><«  ®«f«nt  W  Utin«  i«f«l 

wirb." 

^)ari«,  ben  19.  Sanuar  1819- 
’  Unterj.  Senat. 

au falten/'  ba?  tä*&m  eommi!T5rc  in  ih 
rem  Seriell,  fcrrcfyt  «ber  bas  ier  beC  ScOvaiub« 
•be§  Urinä,  cber  urinfealttßer  Stoffe  als  SDÄngung^ 
mittet,  aU  übet  feine  SBirtfamfeit,  be*  00» 
^umbclb  unb  Sonptanb  nad)  Europa  gebrachten 
Guanos  |eine  ßtnfäm  machen,  ber  tm  ?>eruam*. 

'  fcheu  mit  fo  großem  S3ovtfjett  alt  jünger  gebraudjt, 
**  unb*  von  ben  Sübfee4ufetn  in  grofer  g»eng«'biihm 
gebracht  wirb.  'Sie  Spanier  haben  biefe«  ffierfabren 
«hon  reu  ben  Snbtern  gelernt,  ^err  c.  ^umbolb 
fragt,  ob  biefer  Stoff  oieUciiht  ci«  ^Probuct  te:  4»e= 
/»lutionen  unferer  6rbe,  wie  bie  ©teinfohlen  unb. 
Spffilen^blAer  ift?  Sourcrop  unb  Sauquelin  fanben 
bei  bcrXnalpfe  beffelben,  ba§  er  au«  l (4>«nf4u«  be- 
'  :,ftfbt  unb  ganj  Sem  SarmEoth  b^er  23oget  gleicht- 

•  '  terf.  be«Ueberf.-25gl;?arEc«  ***** 

'  Äateehifmu«,  2te  Auflage.  SBeitnor  x8»o.  ©.  607, 


©  ö  c  f  c  n  's  9)1  i  f  c  e  U  g  n. 


£er  SDZfnifier  ©taatgfefretdr  im  Departement  b e$ 
Smicrn,  bewilligt  bern  #ertn  Donat  bag  Gertifwat 
•feiner  SSitte  um  ein  'Grfmbunggpatent  auf  15  3af)te 
für  bie.fdmelle  2fuftrocfnung  beg  Uring  unb  bie  55es 
hanbtung  beg  2lbffuffeg  ber  Abtritte  24  ©tunben  nad) 
ber  -£eraugna!)me  beweiben,  unb  atleg  bieg  burch  et* 
genthümtiche  SD?ittet  unb  Verfahren,  bie  bereitg  eben 
angeführt  werbe«  fmb.  Dng  patent  fott  im  Saufe 
leg  ndchüen  STrimefiecg  abgetiefert,  unb  burch  ben 
Sßeg  beg  Suttetin’g  .  ber  ©efe&e  befannt  gemalt 
öjetben.  spatig,  ben  4.  Decembet  1819. 

£)er  SWiniffeu  ©taatgfectetdc  im  Departc* 
ment  beg  3nnent. 

Unfetj.  Deeajeg. 


Uefoc  Slil  =  unb  £agel --Milet*  au§  0fco(;= 
feilen.  Sott  4>rn.  Capojlolle.  Äud  bem 
gcan^ft'fdjen,  mit  einer  2fbbt!bung.  SStimac 
im  Saubee-  Snouflnei  ßom^toic.  g.  1820. 
($reiö  129c.  obet- 54  fc.) 


Diefe  fleine,  fo  eben  neuerfdhienene  ©cfjrift  ijl 
,<in«  ber  intereffanteften  titerarifd»en  ^robufte,  fo  wie 
bie  neue  Gtfinbang  b?^S>!4&abfciter.  aug  ©troffen, 
eine  ber  wicbfigf|en  gntbetfunaen  in  ber  ganjen  ffta* 
turfunbe.  ©ie  votlenbet,  »ereinfa4)t,  uerbeffert 
unb  verbreitet  nur  beg  großen  $  r  a  n  f  i  i  n  *  er, 
^aunUche  (hftnbung>r  »ti&ablfiter,.  macht  fie  un= 
feblbat,  unb  fefct  baburch  fognr.  ben  gemeinen-,  nur 
etwog  gefdjidten  Sanbmann  unb  ©ewerfen  in  ©tanb, 
fid)  felbfi  mit  geringen  Äoften  einen  S3U&  :  unb 
#aget  =  3fbleitet  ju  machen.  Äann  man  fidj  wo^l 


77 

ettrag  SBichtiaereS-  unb  ©emeinnu^igereg  benEen 
als  eine  fo.  wohltätige  Grrftnbung,  unfete  $dufer, 
©tabte  unb  Dörfer  vm  23li&,  unb  unfere  ©arten 
unb  Sturen  vor  £agelfd)lag  3»  fiebern? 

©chon  ber  fotgenbe  3nf)«tt  biefer  Eteinen  ©cfcift 
jeigt  ihre  SBichtigfeit. 

6 r fte g  Gapitet,  lieber  bie  ©rdfle  ber,  busch  bie 
©etvitter  angerrchteten  SSerwufrungen,  unb  bie 
Slotbmenbigfeit,  ben  Urfachen  nachjufgsfchen, 
Wobutch  ©ewitter  entließen. 

Smeiteg  Gapitet.  Unte-rfudhung  ber  bor$üg; 
lichlien  Sftittet,  bie  vorgefchtagen  würben,  um 
bie  ©ebaube  vor  ben  Serjidrungen  beg  SStitjeg 
ju  ft  ehern. 

©ritt eg  Gapitet.  lieber  bie  Unjulanglichfeif 
ber  bigher  ju«  S5efchu|ung.  ber  ©ebaube  ange* 
wenbeten-  Mittel, 

SSierteg  Gapitet.  Slachfotfchungen  nad&  eines 
anbern  9laturfub.ftanj  cm  größerer  Seitungg* 
fdhigfett  für  bie  GlcEtricitdt,.  alg  bie  WttaUe. 

günfteö  Gapitef  fßom  ©tpo^  atg  einer,  bie 
eteftrifche  g(üf|igfeit,  teitenben  ©ub|ianj,  unb 
von^  2Emoenbung  biefer  Gntbecfung  juc  ©icher* 
fteüung  bet  ©ebaube. 

©echfleg  Gapitet.  SSon ben  IStigabteitern  aug 
©tcch,  unb  ben  Mitteln,  fie  $u  errichten. 

©iebenteg  Gapitet.  2Jan  ben  Umfidnben, 
mifyt  ben  ^ag^t  oerantaffen,  unb  von  ben 
borgefchtagenen  Mitteln-,  bie  Selber  bavot^  ju 
fchuben. 

Achtes  Ga pitef,  93on  ben  big  jefst  öorgefchtas 
genen  fisteln-,  ftcfy  vor  bem  ^agel  ju  fchü&en, 
unb  von  iijrer  -UnptdngtichEeit. 

9?»«n^eg  Gapitet.  Sporte  ber  *£<jc$ab leitet 
eug  ©troh.: 

£ v 


■6  ©  a  1 1  e  n  = 

nt.*«  ©apifel.  &»n  bVr  ©rrtchtung  bet 
rgtagelabteiter  au«  Stcohfeilen,  unb  bet  Wo«* 
menbigfeit  gut  Sicherung  bei  ©tfolg ei,  «ten 
©ebrau«  allgemein  5«  mche«. 

Gtlduteumg  bet  Äupfertafel,  n>eld)e  Totrof>l  ein  2>orf, 
ba«  man  vor  $3life ,  nl*  eine  «tue,  »eiche  man 
t>oc  ^>agctfd>tas  burd)  folche  Weiter  gefiebert  l>at, 
aud)  bie  TCbbilbung  eine«  folgen  .©troh«bleiter* 
im  ©roßen  geigt. 

©ie  ßinleitimg  be«  fenntnißreichen  Uebetfe&er« 
ift  infeteJfantV-»*it  1?e  bem  8ef«  ben  phpftfehen  ©e* 
halt  bet  ©runbfdbe  bei  öerfaffer«  red)t  fd)6n  ent* 
trief  eit  i  unb  bie  «Wittheilung  berfelbcn  roicb  unfein 
gefecn  gewiß  angenehm  fepn. 

e  i  n  1  «  i  t  u  n  ß. 

£?r  SSerfafler  beginnt  feine  flbhanblung  mit  ei* 
«et  allgemeinen  «Betrachtung  über  bie  ©teile,  «eld)t 
bie  ©lefteiettdt  im  Unwrfum  einnebme,  übet  ihre 
ßigenfebaften  unb  mannigfaltigen  Segnungen.  ©ec 
9anje  ©rbbatl  fep  von  einet  univetfellen  2ftüff«^e,t 
burdjbcungen ;  alle  WaturfSrpec  fepen  enttrebet  «euer 
füt  bie  ft  glüffafeiten,  ober  Wid)tleitcr,  btibe  gut  (5t* 
tidbtung  von  ©leftcifit*  Meinen  wtfetttlid).  ©<* 
allgemeine  ©leid>ge»id)t  -unb  bie  gleidjfam  abfolute 
Stube  ber  6rbe,  «erben  nilein  gefidrt  bucch  ba«  geuer, 
m,  mit  ber  ©teftrkitdt  vctbtmben,  bie  »ürgfdjaft 
füt  bie  bejttnbige  gortbewegung  auf  ber  (Stbc  gebe. 
T)ie  fteftrfeMt  f>abe  mit  bem  ßhemifmu«  analoge 
©igenfd)aften,  He  f«P  lid)t*  unb  feuerfSrtntg,  bringe 
ben  vergebenen  ©efdjmacf,  ©etud)  unb  SSecanbe* 
tungen  bet  gjflanjenfarben  $ert»t,  unb  Je?  jum  ve* 
getatioen,  »ie  «um  anhnalifdjen  Selen  burdjau«  no* 
t^9.  *;«  bem  abfoltrten  0l^t  ber  ©leftri* 

sita«  «ntgesemvufetib,  fe*  Gebannt  bie  9ieibung> 


SWi  f  c  <  t  U  n. 

ber  vegetative  rnrib  bet  thieviföe  Seben«ptoceß. 
SBeil  e«  unmöglich  fep,  tag  bie  ©lefmcitdt  in  ab* 
Volute«  .©lci<hge»id)t  gefegt  «erbe ,  Ijnben  einige 
^pftfer  eine  getviffe  Sbentitdt  g»if<h««  ©lefiricitdt 
-unb  geuer  angenommen  ,  namentlich  »eil  butd) 
flarfe  Reibung  geuer  .-entfielen  lonne.  ©ie  85el)d(* 
tet  füt  bie  ©leftricitdt  fepen  bie  ©d)id)ten  bet  Gebe, 
bie  bejidnbig  eine  Semperatut  von  io|  ©rab  hoben. 

©ie  vomtWeer  auSgefüllten  Höhlungen  be«  ©tb* 
baß«  fepen  in  befldnbiger  Reibung  mit  bat  Sßogen 
ber  ©ewdffer ,  »oburd)  eine  ungeheure  «Wenge  von 
•©lebtricitdt  entwicfelt  »erbe,  bie  ftch  mit  ©ünflen 
|u  einet  itebelformigen  2uft  vetbinbe,  «eiche  in  bie 
2ltmofpbdre  auffleige,  unb  fid)  bei  jeber  Sempera« 
tut  unverdnbert  erhalte,  ^ierburd)  unteifdjeibe  ft« 
biefe  2Cit  «Bolten  von  ben  butd)  bie  Sonnfnf>i|e  et« 
jeugten ,  b.t  xt&^ienb  ber  ÄÄU»  ber  Wachte  in  tropf* 
förmigen  Shau  umgereanbelt  »erben. 

3ene  Wcbdwolfen  entftehen  vorsfiglid)  bann, 
»enn  ba«  Wieet  in  Wuhe  f«P *  baher  fepen  fte  au« 
an  ©leftücitdt  nid)t  feht  reich,  eifahren  »enig  2tn* 
giehudg  von  bet  ©rbe ,  unb  jfeigen  belegen  feht 
hoch  auf.  ©enn  biefe  JTrt  von  ffiolfen  «hte  ©leftri* 
citdt  fogleid)  ber  übrigen  Xtmofphdre  mittheilen  »ür* 
bc,  foaurben  fit  «re  ®teUennid)t  «etlaffen  Unnen, 
fonbern  fogleid)  al«  Wegen  gut  ©rbe  fallen ,  unb  »enn 

man  bi«h«  bie  atmofP^dr‘^e 

Suft  ein  ßeiter  für  ©leftricitdt  «dte,  fo  »ürbe  bie 
2ltmofphdce  ber  ©rbe  aUe  ©leftricltdt  entgiehm,  unb 
einen  aUgemeincn  Umflurg  ber  ©inge  verantaffen. 
©ie  Tltmofphdre  fep  ein  Sfolator;  baher  fbnnen  nuc 
tleinece  Untheile  von  ©leftricitat  in  fte  entweichen, 
unb  feibft  nuc  bi«  gu  einer  gewiffen  ^)6he,  bte  mit 
ber  fpeciftfchen  €<bwtxt  ber  2uft  paraßel  laufe,  ©»f 


©arten  s 

erwähnten,  Pom  SWeere  auffteigenben  {ftebeibünjie  t >a* 
ben  bie  S3cjTtmmung,  ben  fttüffen,  Sachen  unb  £luel= 
(en  auf  ber  ©rbe  ihren  Urfprttng  ju  geben.  SOBenn 
bie  Pont  Sfteet  gebilbeten  ©lefiricitdfcSacme  unb  fef)t 
hoch  gehertben  SBotfen,  non  ffiinben  getrieben,  an 
hohen  ©ebrtgen  anfiofjen,  fo  werbe  ba«  Stebetga«  jer» 
legt,  bie  ■ele'ftrifche  ^lüfftgleit  <ntlabe  ftch  jur  £tbe, 
unb  ba«  ©ebirge  fauge  ba$  frei  geworbene  Sßajfer 
rin.  Einige  oon  tiefen  SBoIfen  'befthen  inbeflen  fo 
niete  ©leftricitdt,  bajj  fie  tiefe  fehon  bei  2fnndherung 
gegen  ba$  ©ebirge  fahren  taffen;  ba$  SOBaffer  umi* 
nige  ftch  fchnell  an  ben  ©eiten  beb  ©ebirge«,  nnb 
firome  jum  g'.ifje  bejfftben  ab.  2fuf  biefe  2Trt  ent» 
fiehen  grojje  unb  fleine  glüffe,  wie  auch  &»e  S5run* 
nenquellen.  ^Diejenigen  3!Bolfen,  bie  fich  wahrenb  be« 
tfuftuhre«  ber  fSBegen  bitten,  enthalten  non  bec 
größeren  hier  gefabenen  {Reibung  mehr  ©leftricitdt, 
unb  j»ac  nach  bec  nctfChiebenen  ©tarfe  bec  {Reibung 
in  oetfehiebener  Stenge.  Daher  haben  biefe  2Bol* 
fen  ein  oerfchiebene«  fpeeififcbeS  ©ewicht. 

Samit  aber  ber  Sauf  ber  ©tränte,  bie  eine  SJ5e- 
bingung  ber  gruchtbcufeit  fepen,  nie  unterbrochen 
werbe,  bejjtnegen  fonnen  bie  SBotfen,  woran«  fte  ge= 
bilbet  werben,  burdh  gewiffe  hecootfrtingenbe  fünfte, 
wie  Sdume,  Sh««*#  ihrer  ©leftricitat  nicht  beraubt 
werben,  weil  fte  »e«ri6ge  ihrer  fpecififchen  Seichtigfeit 
ihre  erhabenen  {Raume  ungern*#«  burdhfaufen. 

£>i<  wdhrenb  bet  Wemfffürme  unb  gewaltiger 
©leftticitdt*  Gfntwicfelung  gtbtlbefen  SCBotfen  fepen  $u 
fehr  mit  gtüfjtgfeit  uberfaben7  alöbaf  fie  jenen  ans 
bern  folgen  fännten,  unb  fuchen  fich  ber  ©rbe  wieber 
■8»  "%«*•  ®ie  eleftrifche  Sluffigfeit,  in  welche  unfec 
dcbball  eingetaucht  fep(  habe  «in  befldnbige«  85e-- 


tKifceUcn.  79 

flreben,  mit  ihm  perbunben  ju  bleiben,  tmb  jebec 
ihm  entzogene  ©leftricttdtöstftitheil  fuche  nach  bem 
gemein fchaftlirhen  SRittelpunfte  ber  drbe  jutücfjus 
fhomen;  bagegen  aber  beft&e  bie  ©tbe  ein  anbere* 
■£)rgan,  ba«  ihr  btjUnbig  bie  Grleftricitdt  ju  entjie* 
hen  flrebe,  ba«  SBaffer.  Sie  ben  ©rbbalt  in  untnifs 
telbarer  ütdfjc  umgebenben  SBolfen  fepen  fo  fehr  mit 
SBaffct  gefdttigt,  bajj  biefec  2h*tl  bec  tftmofphdre, 
at«  ein  fehr  enetgifäjer  ©leftricitdt«  =  Seifer,  fehr  reiche 
lieh  mit  Grleftricttdt  petfehen  werbe,  bie  aber  burch 
bie  tfnsiehung  gegeh  bie  <hbe  Pon  bett  htyern  Sonen 
jurüdgehalten  werbe.  3Sdf)renb  ber  SReereSjtürme 
pcrbhtbe  ftch  immer  pon  ber  etitjianbenen  ©leftricitdt 
mit  bem  SBaffer  ©twn«  ju  SBolfen,  bie  ftch  nach  ihrer 
fpecififchen  ©chwere.ju  Perfd)tebener$bhe  erheben.  Sie 
tSrbe  fuche  nun  tiefen  2Bolfen  ihre  Grleftricitdt  wieber 
ju  entgehen,  unb  wenn  biefe«  gefaben,  fo  erfolge 
{Hegen,  unb  jwat  um  fo  Idnget,  je  anhaltenber  bie 
©turnte  fepen,  wai  immer  im  vfjetbfte  unb  in  feuchs 
ten  tegnerifchen  SBintern  gefchehe.  SBdbtenb  bec 
5Binm<  Jtdlte  bagegen  unb  bei  t)errfchenbem  {ftotb; 
Sffwinb,  fcp  SHonate  lang  bie  2ftraofphdre  wolfenlo«, 
weil  bei  bet  geringen  SHicteSbewcgung  nur  SBolfen 
ber  leichten  unb  burdijTdjtigen  3frt  gebilbet  werben, 
•burdh  welche  hoch  ju  gleicher  3eit  ©tromuberfchwem» 
mungen  im  Sttnern  peranlaft  werben  fonnen.  Um 
eine  {Regentrolfe  fogleich  in  Sßaffet  ju  Perwanbeln, 
bebih’fe  e«  nid)t«,  al«  ba§  bie  2fnjiehung  ber  6rbe 
fte  mit  ber  feudjten  {Region  ber  2ftmofphdre  in  95e* 
rfihrung  fefee,  »oburch  ihre  eicftricttdt  abgeleitet 
werbe,  wdhmtb  bie  hohetn  ‘SDBolfen  weit  hingeführt 
werben  fännett,  ohne  ihte  ©leftricitdt  ju  perlieren. 
©o  lange  bie  ©tbe  inbeffen  feinen  fehr  bebeutenben 
SSerlufl  an  Sleftrrcitat  erlitten  habe,  übe  fte  ihre 
Xniiehung,  felbji  bei  fehr  wolfiger  ^ftmofphdte,  nicht 


8o 


©alten  -  SKifceUetn 


ftU«.  £aS  SJegewwaffet  tefli»  immer  noch  etroa« 
©leftricitdt,  bähet  jwifdjen  bec  SBirfung  beS  blofm 
©egicjjenS  bec  spffanjen  mit  anbet em  ^Baffer ,  unb 
bet  beS  StegenwafferS  ci«  Untecfchieb  fep. 

gebe  ©olfe  tjabe  eine  2ftmofpbarc  um  fö.  butdj 
wtU&e  fte  auf  £r>gtonteter  unb  ©arometer  wir fej 
öud)  üben  ijduftg  ©olfeit  im  ©otübetzieben  eine 
SQSitfung  auf  ben  eleftrifchen  Apacat  aus,  unb  beben 
«ft  pl6|lid)  butch  ©ntjiehung  bec  ©leftricitdt  bie 
SSitffamfeit  bet  ©leftriftr.-Sflafdjincn  auf.  An  ®ltf* 
tticitdt  arme  SBolfen  entziehen  biefe  bet  ©tbe,  bie» 
jenigen  ©Solfen,  welche,  ihrer  Statut  nach,  in  bie 
falten  Stegionen  bet  Atmofphdre  gebrungen  fepen, 
wo  bie  2emperatut  unter  Stull  Sieaumut  ift,  geftie* 
ten  belegen  bod)  nid>t>  Stegen,  ©djnec  unb  £agel 
fcilben  jtd)  nut  in  bet  Stabe  bei  ©tbc,  »eil  ^icr  al» 
lein  bie  feutfyte  8uft  t:n  Rolfen  bie  ©Irttruitdt 
entjithe. 

'  Sn  eigenen  Capitetn  fjanbett  hierauf  bet  ©et» 
f affet  ven  bem  ©mflujj  bev  ©leftricitdt  auf  bie  tljie» 
tifdje  £tganifation.  25er  Uebecfe&er  glaubt  biefe  2tb» 
fd)»elfung  non  bem  eigentlid)  ptaftifdjen  ©nbz»e<f 
biefet  Abhanblung  feinen  Seutfdjcn  Sefetn  um  fo 
«Ijet  notentbalten  ju  muffen,  als  alles  in  biefet  ©e» 
jicbung  ©efagte  tm  ^odjften  ©rabe  hipothetifch  «ff, 
unb  ben  ©eifall  STeutfc^ev  sphyfiologcn  unmöglich  ec» 
galten  fann. 

©benfowenig  glaubt  et,  baf  bie  bom  ©erfaf» 
fet  angcffcllte  ©ergleidjung  s»ifd>en  bet  galoanifdjen 
unb  cleftvifchen  gluf|tgfeit,  fut  beten  ©ctfdjiebenheit 
tntf  (hieben  wirb,  in  biefet  ©d)tift,  beten  ©erfaßt 
felbjl  feinen  2Cnfptuc^  batauf  macht,  f)ict  eine  wif» 


f?nfd)af:lich  phpfrfatifebe  ?(bhanblung  ju  liefern,  an 
ihrer  ©teile  fep,  unb  ec  ubergeht  aud)  bie  ©etrad)» 
tung  beS  ©influffeS  bet  ©leftricitdt  auf  b aS 
jenleben,  um  noch  einiges  übft  bie  ©ilbung  ber  ©e» 
Witter  52ol?en,  unb  über  bie  £erfiellung  beS  eleftri» 
fchen  ©leichgewicbtS  unb  übet  bie  ©rfdjcinung  bcS 
©ItfjcS  ©efagte  anfühten  zu  tonnen.  25ie  ©ewitteti 
©Jolfen  bilben  ftcf?  im  ©egenfafce  gegen  bie  anbetn 
beS  ISfotgenS  butd)  bie  AuSfcheitnmg  oon  SBaffer, 
wa«  mit  ©leftricitdt  oerbunben  ift,  aus  ben  «Pflan» 
jen.  ©ie  geben  .gewöhnlich  ben  Sag  übet  ihre  Glef» 
tticitdt  butch  »lifee,  äagel  unb  ©affet  ber  ©cbe  zi{* 
rücf,  bie  ffth  i^tcr,  burd)  bie  «Pflanzen  endogenen 
©leftricitdt  »iebet  bemddjtigcn  will;  ber  Augeitblicf 
tiefeS  UebctgangS  tfi  burd)  ben  ©lifc  bezeichnet.  Auch 
bie  SBolfen  bet  hob«™  Sfftgionm  (feigen  bann  ge= 
gen  bie  nicht  ifolitenbe  ©egenb  bet  Atmofphdre  herab, 
unb  geben  ihre  ©teftricitdt  «b.  3m  Augenblick  beS 
^luSbtucheS  eines  ©ewitterS  f«p  bie  ©cbe  non  ©ief» 
tricitat  entblößt,  weil  biefe  mit  ben  fünften  ber 
«Pflanzen  aus  ihr  weggegangen  ift,  unb  baS  ©eroit* 
tet  h^«  nnd)  #crftellung  beS  eleftrifthen  ©leichge» 
widjteS  auf,  wenn  nicht  bie  ©onne  non  neuem  ben 
eleftrifchen  ©erbünftungS.*ProceS  auS  ben  «Pflanzen 
butch  Gthifeung  bec  ^flanjennatuc  anfache. 

©er  Uebetfehet  fann  eS  ben  Befetn  nidjt  net- 
bergen,  baf  ec  bis  bieher,  beim  £>urd)lefen  biefet,  zwar 
nicht  ohne  ©djatfftnn  gefebtiebenen,  allein  hierüber 
mit  hppothet’fdjen  ©orauSie&iingen  gefchmüeften  pf)9* 
fifalifchen  Abhanblung  wenig  ©ergnügen  empfunben 
hat,  unb  et  glaubt,  feinen  ?efern  einen  wefentlichen 
25ienft  bamit  erwie^n"  z«  haben,  ba§  et  ihnen  jettt 
©etrachtungen  nut  in  fetc  neviungtem  ÜKaafjfabe 
mitgethetlt  hat*  ^«berS  oethalt  eS  fich  bagegen  mit 


©  at  t  e  n  =  SR  i  f  c  e  I  u  it. 


bene«  G^iteln ,  in  benen  ben  einem  ganj  fixeren 
unb  neuen  ©d)ü£ungSmittel  gegen  23life  unb  $agel 
bi«  Dieb«  ift.-  »£iec  fitvb  bi«  Verfuche,  bureb  welche 
ba«  ©frob  al*  bollfcmmenftec  GleftricitatSteiter  bat* 
gethan  wirb,  «beit  (o  neu,  al«  uberjeugenb,  utib 
wenn  biefe  S3crfud)e,  wie  nidjt  wohl  ju  bejnjeifefn 
ijt,  fid>  überall  betätigen,  fo  geh^t  biefe  2fbhanb* 
lung  unfireitig  unter  bi«  tntereffanfeflen  bet  neueren 
Seit,  unb  berbient,  wegen  be$  angegebenen  fieberen 
Siittel«,:  fieb  ror  bera  Vlifce  ju  fiebern,  in  b*of)em 
©rab  bec  2(ufmerffamfeit  ber  Saturforfcber,  wie  bec 
Stegieruttgcn ;  btt  Ueberfeher  glaubt  burcf)  VerpfTan* 
jung  biefe«  9)cobuft«  auf  Steutfcben  Voten  feinem 
SJaterlanbe  fein  unangenehme«  ©efebenf  ju -machen. 

.  Sie  Ueberfefcung  iftjve-i,  bod)  treu;  .ju  I )äuft'ge, 
trenn  auch  gut  gefagte  ©Überholungen,  bie  bem 
Seutfcben  ©efebmaefe  nid>t  ^tifagen,  finbrnicht  feiten 
tceggelaffen.  Gbenfo  ftr.b  einige  ^Betrachtungen,  wo* 
mit  ba«  ©erfeben  fdblic^f ,  über  bie  Satur  ber©ee* 
SBinbe  unb  ihren  Ginflujj  auf  bie  Vegetation  beS 
5Binter6,  trie  auch  über  bie.Satur,  bec  Sepbner  gla= 
ftb«/  gänjlicb  weggebliebcn. 


6. 

Seanfwotfunij  eines  anonymen  £3rief6,  an  fcen 
^evauSgthei:  fceS  ©arten  *  SRagajittS. 


Vor  Jturjem  gteng  folgenber  anonyme  Vrief  an 
mich  ein,-  ben  id>  hiermit  banfbarücb  beantworte: 
„Stittgenbe  SBitte  an  ben  $errn  ^erau«gebec  be« 
„Tfllgem.  Seutfcben  ©atten  *  Stagajin«,  unb 
"§ru$,tsarten$, 

„Einern  jeten  greunbe  ber  ©drtnecei,  ber^omo* 
logie  unb  bec  Votanif,  fantt  3h*  £«utfcbe«  ©atten* 


Stagajin  ut;b  gtuebfentfen,  nicht  anterä  al«  ein 
theure«  ©efebenf  fern,  ©ehr  unre^t  wäre  e«  bem* 
nach,  trenn  bei  ber  jc&t  immer  junel)tnenben  Sieb* 
haberei  unb  ©tubium  ber  ©ewdcblfunbe,  folcbe» 
ni^t  mit  allen  ürdften  unteifiü|t  würbe," 

„(Urlauben  ©ie,  mein  $ert,  aber  eine 

ergebene  SSemerfung,  bie  mit  mir  febon  gewif?  eine 
Stenge  9>flanjmfceunbe  im  ©tillen  gedufert  h«&«»n 
G«  ift  nämlich  folgenbe : 

,,©ic  ^afeett  bie  ©ufe*  un§  in  Shren  &)bm 
genannten  beiben  fetje  fchdfcbaren  ©eefen,  jtetS 
mit  einer  Stenge  93fTatijen  unb  Starten  befannt 
§u  -machen,  unb  un«  febdne  Zeichnungen  baron 
ju  liefern.  Staturlicb  regt  ftd)  bei  tfnftdjt  unb 
ßefung  ber  Vefdjrcibung  berfelben  in  jebem  Siebbaa 
betfcer©unfd)  aud),  fcld;eju  beft'hen.  Sollte  biefec 
Sßunfeb  nid;t  bafcureb  ton  Shnen  befriebiget  wer* 
ben  fennen,  bafj  ©ie  bie  ©ute  bdftcn,  bei  einer 
jebeSmaligm  Vefcbtetbung  einer  9>fTanje  ober 
gtuebt,  ben  ©drtner  unb  ben  $>rei«  anjujeigen, 
tro  folcb«  a  d>t  ju  erhalten  wäre?  Siefe«  würbe 
bem  reicheren  fotrohl,  al«  bem  unbemitteiternJgieb* 
habet  ein  Singerjeig  feptt,  wo  ec  feine  SSitnfche 
befriebigett  f6nnte.'y 

„Vorjuglich  fd;eint  mir  tiefer  Sittgetjeig  ttv 
unferm  Dtorbteutfchlanb  fehr  nothwenbig,  ba  matt 
ron  Äunft=  unb  ^anbel«gdrtnern  eine  Stenge  Ga* 
taloge  befdmmt,  bie  mit  Samen,  rorjuglirh  bott 
Sbjtforten,  angefullt  fmb,  wobei  man  ftcb  bei 
fpdterer  Uebetjeugung  (wenn  man  nach  Gbt«Rr 
©icflec  unb  Siel  gehet)  getdufcht  ftnbet/' 


8i 


©Öttttt  ; 

„Bereif)?«  ©ie,  mein  |>etr,  meine  TfnfridjtigCelt, 
ttel^e  mit  bie  «atme  Siebe  jut  ^flanjenfunbe  ab* 
brang.  " 

25en  22.  £>ctober  1^20. 

3t.  2.  CF- 

* 

Antwort  be§  auSgebetS. 

ÖbigeS  ueret>rlirf>e  ©d)teibett  jeigt  mit  einett 
tt armen  ©artenfreunb,  bem  id)  wof)l  gerne  bienett 
mochte,  fo  viel  id)  fann.  ©ein  2Bunfd),  bafj  i <Sj 
lei  Abbilbung  unb  Betreibung  jebet  fronen  W«n&e 
♦bet  Sbjlforte,  bie  id)  im  A.  2.  ©arten  *2J?agajtn 
liefere,  jugleid)  ben  v£>anbelSgdvtner  emsigen  mochte, 
»0  man  biefelbe  dd)t  unb  jurerldffig  haben  fönne,. 
iß  fchwwtiget  ju  erfüllen,  als  berfelbe  glaubt.  6$ 
giebt  in  Sübecf,  Hamburg,  Betoebere  bei  Sßeimar, 
2>te«ben,  Seipjig,  Braunfd)weig ,  £annorer, 
lat,  granffutt  a.  5Dt.(  ©d)lifc,  ©tuagatbt,  GarlS* 
rabe,  Bolroißcr,  «Bürjbutg.  9>rag,  SBien  u.  f.  w., 
oHentbalben  mehrere  folibe,  ober  wenigflen*  einen  fo* 
liben,  unb  al«  folgen  aßgemcin  anerfannten  £an* 
ketSgdrtner  ,  bie  id)  fafl  aUe  fenne  unb  nennen 
tonnte,  aber  wie  unbelifat,  ungerecht  unb  beleibi* 
genb  für  aUe  Anbete  würbe  eS  t>on  mit  nid)t  fepn, 
trenn  id)  einen  bem  Anbern  oorsiehen,  unb  ih«  be= 
fonbcrS  angeben  wollte ,  ba  ja  Mehrere  bie  oon  mir 
befchtiebene  ^flanje  ober  Blume  jieljen,  unb  felbff 
ju  retfdtiebenen  greifen  (ich  wiU  jum  Beifpiel  nur 
bie  ßameßien  anfühten)  liefern,  hierbei  ift  weiter 
nichts  iu  tf)un,  als  fid)  bei  einem  erfahrnen  ®ar* 
tenliebhabet ,  nad)  bet  ©oltbitdt  unb  Sißigfeit  be« 
ihm  ndchjten  ^anbelSgattnerS  ju  erfunbigen;  benn 
ich  mu&  befennetr,  baß  ich,  in  SSetteff  bet  ^flanien.- 


Jl  ifcellen. 

greife,  bei  «Bielen  eine  gewaltige  Sifferenj,  unb 
eft  große  Unbilligfeit  ftnbr. 

Sn  SSctreff  bet  Dbßforten  fann  man  fid)  leid)* 
tet  helfen,  wenn  man  fid)  ftr?ng  an  ©  id  l  e  t  S 
unb  2)  i  e  l  3  «Jlomenclatur  bdlt,  unb  nad>  biefet 
feine-  jungen  £>bjtbdume  beließt,  fid)  aber  an  alle  am 
bete  confufe  unb  roillfül)vlid)e  «Rnnen  bet  Baum* 
hanblet:  (Satalogen  (fte  mögen  fo  fdjon  flingen,  alS 
fte  wollen)  nicht  fehtt.  man  bennod)  nid>t 

bie  befietlte  ©orte,  fotvirb  man  00m  -panbelSgartner 
betrogen  unb  befohlen. 

AIS  id)  mit  meinem,  nunmeht  in  feinem  8o(len 
Safjre  oetewigten,  Steunbe  ©idlet  im  S«f)re  1794 
ben  2eutfd)en  Sbfrgdrtner  hetauSjugeben  anfteng  unb 
benfelben  nun  in  meinem  A.  2.  ©arten; SWagajin  fort* 
febte„  Wat  eS  unfer  großer  unb  einiger  3wecf,  im 
Sache  bet  2eutfd)en  Homologie  auf  jutd  unten-,  unb 
butd)  gtünbliche  Unterfudjung  unb  treue  Abreibung 
jeber  £>bftforte,  bet  Babitcnifdjen  üftamenoermirrung 
bet  £)bfb9?oraenclafut  unb  barauS  ettlfianbenen  ßon* 
fufion  unb  Betrügereien. ein  ßnbe  $u  machen;  unb  i<& 
batf  fageu,  wir  haben  ihn  glücflich  erreicht,  unb  bie 
meifien  foliben  Baurofd)ulen  in  2eutfd)ianb  finb  jefct 
nad)  ©icfterS  unb  2>ielS  «Komenclatur  eingerichtet. 

Äann  id)  aber,,  fo  lange  id)  noch  lebe  (benn  auch 
id)  bin  fchon  73  Sah*  «lt)*  tmm  ob*r  b<m  önbfm 
©artenliebhaber  in  einem  ^rioatbriefe  mit  einer  Ab* 
btejfe  ober  gutem  9?atf>e  brenen,  fo  werbe  id)  eS  mit 
Vergnügen  thun,  ba  eS  nun  fd)on  feit  45  3khr»n  ber 
5Bunfd)  unb  3wed  meiner  ßiebfjaberei  ijl,  im  2»ut* 
fd)en©artenwefin  aufjurdumen,  unb  guten  ©efd)mad 
unb  folibe  Äenntniffe  'ju  befötbetn. 

SBeimat,  ben  22,  JDecembet  1820^ 

Dr.  g.  3.»ettu<h. 


Snhrtlt 


s 


*  t. 


©eite 

£  a  n  b  f  cf)  a  f 1 6  ;  ©  a  r  t  e  n  f  u  n  ft. 

Secoratien  groga  ©arten  unb  «Parts  burcf)  Eieine 
gefdjmadiöolle  ©ebäube . 43 

1.  i5flS  Snbianffdje  SSogelfjaus.  («Mit  JCbbilbuitg 

auf  Saf.  11.  gig.  1.) . . 

2.  ©in  SBalbfi*.’  («0 lit  2lbbilbung  auf  Safer  11. 

S*fl«t2.)  44 

85  l  u  m  i  ft  t  r  e  i. 

1.  3wei  neue  Sapanifdje  stfofen. 

A.  Sic  blaffe  oielblutt}igc  ©uirlanbenrMofc.  ((Mit 
2Cbbt(bung  auf  Saf.  7. )  « . 45 

B  Sie  bunfle  sielblütfjige,  grofblifttrige  ©ufr(an= 
ben  =  «Kofe.  («Mit  2fbbilbung  auf  Saf.  8.)  .  .  45 

2.  Sie  gefüllte  Mofen  rlBcombeere.  («Mil  2f6&i£buna 

auf  5Saf.  9  ) . ..46 

3.  3mei  fdjbne  @erodd)Sfjaug:5Pflansen. 

A.  Sie  fproffenbe  Debera.  («KitUbbilbung  auf  Sa, 

fr*  10.  A.) . ' 

B.  Sie  lowenmaulblatfrige  SMantanbie.  ( fSHit  Xb= 

bitbung  auf  Saf.  10.  B. )  .  .  <  ^ 

4-  Sie ue$  ©nglifdjed  MofenwerE  •  •  .  ,  47 

£  b  ft  =  Kultur. 

1.  et  was  über  willEiHtiid&e  unb  gefefclidje 
Siamen  =  S3efHromung,  mt  berfprec^enbe 
^ort:  Srflärung,  in  ber  Homologie ;  unb 
SSermutfjungen  übec  bie  ©ntfiefjung 

b.  2f,  S,  ©art,  SOiag,  V.  58b,  2,  St.  1820. 


Seife 

bes  MamenS  *J)epin  bet  tiefer  XepfeU 
©attung  .  .  . .  . . 

I.  grüdjte,  beten  «Kamen  butd^  einen  3ufalf  enf; 

ftanben . <  48 

II.  grüdjte,  bie  natf)  Sorfcrn  benannt  trerben  50 

IH.-grücbfe,  bie  nach  Stabten  benannt  werben  51 

IV.  grüßte,  bie  nach  ^tocinsen  unb  ganzen  Cdn-- 

bern  benannt  werben  .  •  •  •  .  5T 

V.  grüdjte,  bie  nad>  bem  erfien  SBcftger  benannt 

würben .  ^ 

VI.  grüdjte,  bie  nad[>  einem  berübmten  pcmolo* 

gen  ober  ObjTpflanjec  benannt  werben  .  . 

VII.  grüdjte,.  bie  nadj  gefehlten  ober  Ijofjen  ^et- 

fonen  benannt  werben . . 

2.  Ueber  ba§  Sinimpfen  bet  »lütfiaugen  .  6[ 

3.  Pomarium  Britanicum ,  an  historical  and 

botanical  account  of  fruit?  known  in  Great 
Britain,  with  their  medicinal  and  vinous 
quahties,  and  three  coloured  p.ates  relatino- 
to  the  parts  of  fructification.  By  Henry 
Phillips,  London,  Allman,  «Rot)al  8.  $>r eiS 
eine  ©uinee  ...  ,, 

©arten  -  Sttifceirc«. 

1.  «Kadjrtdjt  über  ein  aufgefjdngtes  ©remplar  bon  eis 

nem  Ficus  australis,  weites  acfjt  9!J?onate  l;in.- 
burcb  in  bem  warmen  ©ewacfjsbaufe  be§  botanü 
fdjen  ©artens  $u  ©binburgfj  oljne  ©rbe  ge; 
wadjfcn  Ifi.  t  «Mit  einer  Äbbitbung  auf  Saf.  12  )  65 

2,  Mgemeine  Sbeen  über  bie  Sfjecrie  ber  öegetation, 

mit  tfnwenbung  auf  bie  ©ultut  ber  «Melonen  68 

m 


84 


3  n  *> 

©eite 

3.  Stützen  s  SSet'ici^ nig  bet  ©tc^etjogt  •  Spanien; 
fammlung  juSBeloebere  bei  Sßeimar,  im  Stotenu 
bet  1820  *  •  •  »  *^3 

* 


a  X  U 

Seite 

4.  ®a«  Urat,  ein  neue«,  fräftige«  ®fingunge; 

mittel . 

5.  lieber  ffil i|  =  unb  £agelabteiter  aus  Strol)feilenic.  7? 

6.  SSeantio ertung  eines  anonymen  SSriefö  .  •  81 

* 


3u  biefern  $efte  geboren  folgenbe  2(bbÜbungen: 

Safet  7.  ®ie  blaffe  öielblutbige  ©uirlanben  ;  Stofe. 

_  8-  ®te  bunfle  »telblütlffge,  großblättrige  ©uir* 

tanben  ;  Stofe. 

—  9.  ®ie  gefüllte  Stofen  Brombeere. 

_  10.  A.  Sie  fproffenbe  Debera. 

_  10.  B.  ®te  Ibroenmaulblättrige  «fltauranbie. 

—  11.  gig.  1.  ®aß  Snbianifc&e  äSogelljauS. 

—  11.  gig.  2.  Sin  SQ5albft§. 

_  12.  Ser  Ficus  australis. 


(^icrju  baS  SnteUigensblatt  Nr.  II.) 


AJZ&rir/i2i£cty.  //?  X?  O. 


^!£!l7rar&Iäf<y.  *<920. 


dtife-Se. 


No.  II. 

SitfcKigcnj  >  sö(«tt 

bet  gortfeluna 


beö 


SeutfcfKn  ©arten * 


ünftec  Sanb.  1820. 


©atten  *  S  «  t  c  U  i  3  e  n  j  e  n, 


»erjoebnig  t>on  ©arten*,  ©furnen*, 
»<■10=  un&  anderen  ©dmereien,  £5b|t- 
bäumen,  3miebeln,  9)flanjen  unb 
*"*  .un?  auStdnbffcben  SSdumen  unb 
©trauefeern,  welche  im  freien  ben  SBinter 
au^öiten  unb  in  ber  Äönigl.  preug.  prioil 
©ajmenbanblung  oon  Gail  *pia&  in  Erfurt 
3u  haben  ftnb.  <t  r  f  u  r  t  tm  sJtooember  1820. 

«»s  m?6‘  *5*5  flff'bHt  nach  ©debf.  (SourS 

«nb  muf  jebe«ma{  ber  SJerfcbreibung  beigelegt  unb  frei 

fe?92bLn’e-CbeV  aUfffann  bl’e  ®cia&l«ng  burdj  äßecb= 
fei  gabibar  m  Jcanffurt,  Setpgig,  SRürnbera, 

uJjLti'h  mi(n'  **"'>«*9,  9*it*  ob« Tpon 
**""**'  ?bec  ein  gutr§  £au6  in  biefen  Orten  angegeigt 
Werben,  meines  meine  lfmreifung  auf  ihn  begab».'  ’  9 

te?B  ®'‘^f,re  mWunben  als  aueb  in  gothen  gejjeat. 
wenn  mentger  alg  J  'J>funb  genommen  roirb,  fo  werben  bie 
greife  nach  Cotben  beregnet.  toie 

ot!er  Smbattage  ttirb  befonberö  in  SteAuma 
«ebraeijt,  unb  alle  Briefe  frei  erbeten.  q>nU"9 


■^ud)entrdufer*'@aamen. 

Safilicum,  großes  .Rüdben*  . 

•«■zjzrr  tof  *  •  • 

•Rbtbel  unb  JCieffe,  o>-btn. 

—  gefüllter,  fet>r  fdjoner'  ,  ’  .  ‘ 


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in  Co-- 
tften. 

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Äucbenfrduter«@aamen 

Coffelfraut 

Majoran,  achter  ^cang. 

4porruIaf ,  grüner 

—  gang  gelber 
»Pimpinelle 

$)eter[tlie  gum  ©ebneiben 

—  traute  gefüllte 
Reffet;  ober  SSo$nenfraut 
Stofmarin 
©albep 

©pinat,  Iang6tattr. 

—  .runbbl. 

—  ’  gang  grober  ©ngt. 

Saba  cf,  Ungarifcber  runbbl. 

—  aStrgtnifdjer  tangbl. 

SEfctjmtan  .... 

SDSeinraute 

Sauerampfer  . 

Caoenbet 


ÄoMfaamen 

Slumenfof)!,  großer  ©apifdjer 

—  früher  Gfpprifdjer 

—  fpdter  £ottanM'fcber 
Sroccolt  ober  ©pargelfol;!  . 

Äopffof)!  ober  (SappuS,  orb.  meiner 

—  —  —  grofer  weiter  SRürnb. 

—  _____  (Irfurter. 


greife 

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(  X  ) 


ÄoMfaame«. 

Äopffol;lob.  gappuS,  b°fce6  weiße«  ©trunf: 

f raut  .  •  •  •  ♦  \ 

SBitfingfobl  ober  ©aro»;er,  ©rfurter  früher 
_  _  —  Ulmer  früher 

_  —  —  fpäter 

SBinterEobl,  fraußer  blauer  niebrigec 

_  —  grüner  £>ai)ö-  ^ 

_  _  mit  bunten  SStättern 

_  _  ffirüßler  ob.Stofenfobl 

©^>nittfoE)t,  orb.  .  •  •  •  • 

—  mit  SSlumenfoblblättern 
Äoljlrabt,  orb  große  weiße  auf’S  Selb;  . 
—  ©ngl.  fcül;e  weiße  ©US  s 

_  —  —  blaue 

—  JJBiener  flcinblätt.  ganj  ertra  frühe 
UnterfobUabt  ober  Äoßlrüben,  große  »reiße 
—  SRutabaga,  ober  gelbe 


greife 

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tben.  | 


SBurjel  unb  9f  üben. 

earotten  ober  ißtobren,  lange  blutrotbc 

_  —  —  ©rfurter  lange  gelbe 

_  _  _  ©aalfelber  Eucje  weiße 

_  _  —  ganj  fleine  frii^je  rotbe 

SButjeln,  lange  «pcterfilien=  . 

—  ^JaftinaE:  • 

—  gicborien;,  feftr  lange 

—  ^afermurjel  . 

—  ©corjonermurjel 

—  3utferwuraet  • 

_  Rapowtica,  jum  ©allat  . 

Sellerie,  großer  Änollem  •  •  • 

Stuben,  lange  »reiße  £erbjt;  ober@ucfcl. 

—  «öoll.  ÜJlairüben  . 

_  f  leine  SWärffcbe  ober  Seltauer  . 

—  blutrotlje  ©allatruben  •  e  * 

—  gtunfels  ober  JDictrüben  fur’S  $Bteb 

ä  gentner  io  SEttjU.  • 


© 

Äopf  = 


16 

6 

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allat  ober  Äopflatti d>. 

©allat,  guter,  mit  »reißen  ©aamen 
_  _  —  mit  fd)»rarjen  ©aamen 

—  —  großer  3Cfiatifd;er  mit  »reißen 

©aamen  .  •  •  • 

_  _  großer  mit  fcßroarjen  ©aamen 

__  —  großer  fprinjenfopf  • 

_  _  großer  ©djlrebenfopf 

_  —  großer  gorellen--,  mit  »reißen 

©aamen  . 

—  großer  btutrptber  mit  fd;war= 
jen  ©aamen 

_  —  großer  SJlailänber  mit  gelben 

©aamen  . 

—  —  großer  SSirfing  =  ©allat  auf 

SKijtbeete  •  • 

_  —  gemifdjter  ©aamen 

'Streu :  ©allat,  Stans- ,  macht  feinen  Äopf 


6 

-  6 


Gfnbtöt'en,  Eraiißblättriger 

—  breitblättriger 

—  non  Statur  gelber 
StabinStben  ober  gelbfaltat. 


B  w  i  e  b  c  I  n. 

■Jmiebeln,  große  rotbe  barte  Erfurter 

—  ©panifcbe  weiche 

—  —  weiße  . 

—  (leben  im  2Smter  .  .  . 

Porree  ober  ©panifcber  Hauch  •  • 

—  aan$  großer  ©tangcn: 
zwiebeln,  f  leine  (Srfurter  aum©tecfen  ioo 

—  Stoccambol  ....  ioo 

—  ©cballotten  ....  ioo 

—  Änoblaucb  ....  ioo 


S?abi«3d)en  unb  Slettige. 

gtabics,  runbc  unb  lange,  »reiße  unb  rotbe 
•Äettige,  lange  fdjwarae  grfurter;  um  3o= 
bannis  ju  legen 
runbe  u.  lange  burtbeinanbec  . 
©ommer: . 


23  erfdj  tebc  ne  Äernforten. 

©urfen,  orb.  jum  Gtinmacben  . 

—  lange  ©drangen.-  . 

SUtelonen,  mehrere  ©orten  untereinanber 
2lrttfd;oJen,  große  rotbe  ... 
garbifern,  ©panifdje  .  .  • 

©pargcl,  großer  weißer  Darmjtabtec 

©afflor . 

©onn.nblumei»  .... 
Äurbtffe,  ganj  große  auf«  gelb  . 


e  r  b  f  c  n. 

3ucfererbfen ,  ©ngl.  frühe  weißblübcnbe 

—  ganj  große  graue  ©übel  allergrößte 

—  nichtige  3werg=  .  •  . 

2iufma<b«©rbfcn,  ganj  frühe 

—  ©rfurtec  frühe  •  . 

—  große  frühe  Älunfer--  . 

—  —  grünbleibenbe  fpäte  Stn.  3Sl)lr. 

_  fleine  grünbleib,  fpäte  ßtn 

—  ©pargel  =  (Srbfen  .  . 

23  o  b  n  e  n. 

Stangenbohnen,  »rabifcbe  ober  gettetbobnen 

—  ©djwert;  ob.  ©äbcl;,  orb  »reiße 

_  _  —  —  ganj  große 

orbin.  weiße 

_  —  bunte  .  .  . 

—  paille,  (ehe  rolltragenbe  ,  . 

—  mit  meißit  ©cbaale  . 


(  XI  ) 


Sonnen. 

©fangenboßnrn  mit  rotier  ©dßaale 
3i»ergboßncn,  gelbe  fru^e  ,  .  .  , 

—  fdjmarje  fruße  .  .  ’  . 

—  grans.  ©cßwert.-  ober  ©dbet; 

—  eine  neue  gelbe  ©orte  •  , 

Sungfers  ober  ©amenboßncn 

—  bunte  SRaildnber 

—  fleine  runbcßxbiboßnen  G>tn.  sJJEblr 

©au.-  ober  3)uffboßnen  .  .  ßtn.  3£ßir 

—  —  —  ganj  große  S3inbfots 

£>c Fonomtf4?e  ©aamen. 

Xnieg  .... 
e'anarien  ©aamen  .  *  .  * 

©orianber 
«£>anf:@aamen 

Ätee,  blauer  Cujerner  ober  einiger 

■  ©pamTd;ec  rotier  ober  breibldttriger 

—  ©ngltjdjer  ... 

—  ©gparefte  . 

©djioar^ Äummcl  .  *  . 

FOloßne,  blaue  .  * 

S?ai;grag,  granä&fifc^eS  ‘  . 

—  @nglifd;eg 
©rag,  orbinnreg 
•Äneularag  .  * 

©ine  OTifdjung  guter  guüergrdfer  g'm  %efäe 
ner  StBtefe 

©lebenjeiten  (Foenum  graccum) 

2fcfer|perqel  (Spergula  arvensis) 

Äartentiftel  (Dipsacus  fullonum) 
xxaib,  $u  Snbigo 
«em=  ober  glacßgfaamen  '  .  * 

•£>eUerlinfen 

®iU  .  .  .  4  #  • 

Sutfermicfe 

©roße  »rennneffet  (Urtica  dioica) 

2Börb  Ä  £of3f aamen. 

Acer  campestre  5D?aßßolber  tfßorn 

—  negundo,  ©fcßen&rdrtriqec 

—  platanoides ,  ©ri&aßorn 

—  P]ata”oide?,  gemeiner tfßor 

Rptni1  i^ricum  ’  ®t6l‘riidjer  . 

Betula  alba,  weiße  S5frfe 

r.7  alnus’  ®tf«n  •  * 

Clemati«  tu|us ,  £ainbuißen  .  . 

Cornufmlf1!33’  6Jmdne  ^tebe 

Colutea  arbnr13’  ÄorncIfr’rÜßen 

0I’Sc‘r"„lh*  11  ■' 

WffiSSf*'  : 

Fraxmus  americaua,  2fmericanif«e  ®f<$e 


greife 

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unb  £or2f tunte». 

Fraxinus  excelsior,  gemejne  (Sfcfje  .  .  ä  ?)fb. 


-  —  gemeine  ts  oje  . 

H  ppophae  rhanmoides,  ©eefreujborn  .  äCotl) 
Juniperus  communis,  gemeiner  Sßatßßolber  4|fJ 

Tiwimsna  SW . . .  .  4Sotß. 


virginiana,  ffiirginifdßer 
rinus  abies  ,  weiße  Sanne 
'icea,  gemeine  gicßfe 


—  larix,  Cerdßenbaum 

—  silvestris,  gemeiner  Äiefer 

—  —  montana,  Ärummßolifiefer  * 

—  zembra,  Sirbelfiefer  . 

Prunus  avium,  wilbe  ©ußfirfcßenferne  * 

Pyrus  communis,  S3irnFerne 

—  malus,  2fepfetferne  .  * 

Robinia  pseude  acacia,  2fcacien 
Sambucus  racemosa ,  Sraubenßollmibec  * 
bpartmm  junceum ,  ©panifcße  Pfrieme 
Stapbilea  pmnata,  53tmpernuß 
Thuja  occidentalis ,  abenbt.  Cebengbaum 
'  blsn^R  lantana>  «odiger  ©djneebaden  äCot: 

®aamfn  mßentnern  unb  größeren  Guan 
ütdten  oerlangt,  werben  ine  greife  6iWgec  fl?Ä' 


4  ?)fb. 

4  m- 

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4  0)fb. 
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2  3 ®r 


s  1  «  ni  t  n  f  u  m  c  n. 

ta SjiSfn'"  Äin“^9“'4  mm  t* 

Foßtet  bie  Drirfe  i  J  J.8  #  ’5  gegeben  tft, 

Agrosteina  coronaria ,  fflerfrnetfe. 

Alcea,  fdtaloen  in  öden  garben  ä  Cotß 
—  nigra,  gan*  feßwar^  gefüllte  }  ' 

Amaranthus  caudatus,  gud^gfcßwanj  k  Cotß 
*  sangumeus  ,  blutbrotßer  i  Cotß  9 

4v,ti~  u-  tncolor»  breifarbigec.  9 

Anthirrlnnum  majus,  Cowenmaur. 

—  cymbalaria,  3impelfranf 

Aquilegia,  gefüdteg  2fcFelep 
Aster  fistulöse,  gefüllte  9ibßr.-2tfrern  4 Cotß 
a  ,  ~  ,öon  «u^jeidjneten  Slumen 

ga  US  galegaeformis,  ©ananenoogcb©faabf/ 

Atriplex  hortensis,  ©arfe'nmelbe,  rotße  unb  o,kS  Ö®r' 
A  ropa  physaloides,  jdßrigeg  ZcuSaut  2  ‘ 

Blitum  capitatum,  ©rbbeerfpinat 
Browalha  elata,  SSrowallifdjc  manüe. 

—  violacea.  0 

dl-  !S?iÄ,45s,to 

Camp an ul a  medium,  große  ©  ocfenblftme. 

*  r~~v  »Pecalum,  grauenfpiegel. 

*  ^acaha  sonchifolia ,  raußbl.  5)eflwurrel 
Canna  speciosa,  feßonblußenbeg Slumenroßr 

*  Capsicum  annumn,  ©panifdjec  95feffe?  9 

—  torulosum.  '  4 

Celosia  cristata.  ^aßnenEamm,  rotßcr  meifier 

unb  fleifdjfarbiqer  9  ’  *  '  Se^er 

cÄn,ai0r’  öreße  SBaißlbfume. 

Cheuanthusonnuus,  engl,  unb  ßalbengt.  ©ommer:Ce0, 
ß  in  24^oerfcßiebenen  ©orten  unb  gar: 


(  XII  ) 


ben,  melrfje  alte  fe$t  ing  ©efüllfe  fallen,  jebe 
©orte  befonberg  iooÄornet  .  .  2  a@r. 

Clieiranthus  annuus,  s  ©orten  *>erift=  ob.  58a|Iarb.-2e»cc= 
pen  jcbeSorte  bef.  r.berS  1.0  Äorner  2g@r. 
■_  —  ovbina.e  Sommer; Scccopen  im  ßanbe 

gesogen  a  Coth  •  •  •  •  4  9®r* 

_  _  Fncanus,  3Binter:&etcot)en ,  10  Sot; 

tJn,  jebe  befonberg  io.iÄorner  .  2g©r. 

_  _  _1  _  burdjeinanber  kßotb  6g©t. 

_  _  maritima,  «Keer^eocope. 

_  _  cheiri,  einfacher  brauner  Cacf  kSotb  4g®r. 

__  _  _  fl.  pl  ,  ertra  gefüllter  iooftbrn.  2g©r. 

Chenopodium,  Ärautlein  ©ebulb. 

Chrisanthemum  ,  fl.  pl. ,  gefüllte  SBudjcrblume. 

_  _  carinalum ,  ©olb  s  äBudjerblume. 

_  —  album  et  luteum,  aeri  u.  weif  gefüllte. 

*  Cineraria  amelloides  ,  2tfd)eiipflanse- 
Convolvulus  tricolor ,  bretfarbtge  Sßinbe  ä8otf)  2g@r. 
Coluthea  frutescens,  @apifd;er  «Btafenbaum. 

*  Cleome  pungens,  ^MUcnölurne. 

Crepis  rubra,  rotlje  ©runbfefle. 

Cucurbita,  Äurbife  in  Sonn  einer  S5irn,  2lpfe(,  Sta= 
djelbeere ,  aürfcnbunb,  glafcben,  Äeuleu, 
mit  Streifen,  mit  2Bar$en,  SOlaimonrter, 
SOlclMinu  unb  ©entner ;  Äürbig ,  jebe  Sorte 
befonberg  4  Äomer  •  •  •  *9®*- 

SKebrere  ton  obigen  Sorten  burajem: 

anber  k  2otb  .  •  •.  .»  3  9®r- 

Cvnoelossum  linifolium,  »tetßeg  93ergißmeinmd)t, 
y  S  fet)t  fd)6n  jurn  einfajfen  k  Cotl)  .  4  9®t- 

SSSSito®?».  »..«Mt,  roftfacbigec. 

_  lanata ,  »oUiger  gingest. 

Dianthus'cai^yopbyllus,  orb.  ©artennclfen  k  8otb  1  9®r- 

_  _  pon  9tummer:S5lumen  gefammelt 

100  Äbrner  .  •  •  •  ^9®r 

_  -  eon  £auptblumen  100  ototner  i6g@r 

_  barbatus,  »artnUle  k  Sott)  •  •  6g@r 

_  ebinensis,  gefüUte  ©htnefer  Steife  äßotl)  8  9®r 
_  bobe  ffiufdjnetfe  k  9ott)  •  •  •  4  9®r 

Diotamnus  alba  et  rubra,  Diptam,  tot^eru.  »eißer. 

De_l_Phinium,  orbin.  Rittetfp.rn  ; 

_  ajacis  fl /pl.,  ^ot>e  gefüllte *49®' 
__  bumile,  niebrige  gefüllte  kSoth  .  .  2g©r 

*  Elicbrysuni  lucidum,  glünjenbc  Strohblume. 
Erissimum  cheiranthoides ,  langbl.  gebend). 

Galega  officinalis  ,  ©eigruthe-  «- 

Georlina  ,  bie  febbniten  Sorten  ä  8otf)  .  •  49®* 

Gnaphalium  foeditum,  Stutjtfraut. 

*  Gossvoium  indicum,  SBaumrooUenbaum,  4Ä.  49®r 

*  Gomphrena  globosa,’  Äugetomarantb ,  rotier,  »e.ßet 

Hesperis  trist“"!  ÄlrieÄ  jjjjj 

Hedysarum  coronarium,  rother  Sufflee  agotf)  4g@r 
Hibiscus  trionum,  Stunbenblunie. 

*  _  speciosus,  fd)6njier  £tbtgtuS. 

*  —  cannabinus,  hanfartiger.  ,  „  , 

Helianthus  annuus,  gefüllte  Sonnenblume  aSotl)  2g®c 
Iberis  amara  et  umbellata,  Sd)leifenblume. 
hnpatiens  Balsamina,  gefüUte  Salfammen  in  6  Sot; 

P  ten,  jebe  befonberg  100 Äbrnec  .  49®^' 


Impatiens  Balsamina,  burdfjcinanber  100  Äornct  2g©r. 

..  —  halbgefüllte  k  Coth  .  .  •  4  9®c* 

_ _ !  noli  me  tangere,  greif  mid)  hiebt an,  4Ä.  1  g@r. 

Inula,  oculus  Christi,  Äuge  ©tjrilii. 

Ipomea  coccinea,  f^arlad);  otbe  3Binbe  4Äbrner  ig©r. 

_  purpurea,  putpurrot@f  SSinbett.  mehrere  Sorten. 
Lathyrus  latifnlius,  Spanifdje  3öicf e,  perennirenbe, 

k  Cotf) . 69®r* 

_  odoratus,  moblr.  Sommermicfe  k  8oth  2g@r. 

Lavatera  trimestris,  Sömnier  =  ‘'Poppelmaloe. 

*  Lantana -camara,  peränberlid)e  Cantana  4Ä.  I  g@r. 
Lotus  hirsutus,  jottip.er  Sdjotcnflcc. 

‘ _  maritimus  ,  ©CffttanbS 

Linum  perenne,  immertoabrenbet  •£ tauben  s  Sein- 
Lupinen,  rottje,  meifie,  gelbe  u.  blaue  aöotl) 

Lychnis  ealcedonica,  ljod)iOtt)eö  Ciditroä^en  a  Coth  2  g©C. 

*  Martinia  annua,  @emfenl)Orn  I  Äern  .  •  1 9@t- 

Malva  mauritiana  ,  SDtauritianifdje  «Kalte. 

—  arborea,  baumartige.  ' 

Maurantia  semperfl..  tmmei'blül)cnbe  «Kaurantte. 
Mimosa  pudica  .  fdjaambafte  ^flanje  2  Äornet  1  g©r- 
Momordica,  großer  SSalfantapfel  3  Sterne  .  1  g®r. 

*  __  _  fleiner  runber  3  .Kerne  •  •  1 9®r- 

Nieelia  damascena,  Sungfer  in  paaren  äSotf)  3g@t. 

*  Ocimum  maximum ,  grobes  Stubeiu^jafllicum. 

_  minimum,  fleineö  fraufeg. 

_  eramlissimum ,  angenebineg. 

.  _  polystachion ,  'iJiofdjugbafilicum. 

Papaver,  gefüUte  große  jarte  DJloljne  ä8oth  1  9®f* 

—  i leine  Kanunfel SKohne 
Paeonia,  rotbe  einfache. 

*  Pelargoi.ium ,  Storchfdjnabel  m  fteben  ©orten. 

Pisum  umbell atum,  bolbenfbrmige  ©rbfe  aSotb  2g@t. 
Polygonum  orientale,  Snbianifdieö  'öfüft&Hiftaut. 
Primula  acaulis,  ^rtmelfaaflien  k  Pott)  .  •  l69®^ 

_  auricula,  2luricfelfaamen,  ertra,  kCoth  1  SHr. 
Rheum  palmatum ,  ächte  «Rhabarber  k  Cott,  .  8  9®e. 

Reseda  odorata ,  mohtried)enbe  fRcfeba  ^Soth  49®'* 

*  Rhododendron  maximum,  Älpbalfam,  roei^blut^tger. 

*  _  _  ponticum,  pontifcher. 

Rhicinus  communis,  SBunberbauin  kßotl)  •  39®r' 

Rudbeckia  laciniata. 

Salvia  cretia ,  gretifche  Salbet. 

*  _  coccinea,  fcbatladjrothe. 

Scabiosa  atropurpurea,  fd)trarje  ©Cübtof«. 

Senecio  elegans  fl.  pl. ,  geffiOtc  Ä-rcuiblUttte. 

Silene  armeria,  rotbe  Silene. 

—  noctiflora,  in  ber  Kadfjt  bluhenbe._ 

Spiraea  opulifol  ,  Sd)neebaUbldttrige  Spterftaube. 
Spilanthus  oleracius,  Änopfblume.  _ 

Solanum  lycopersicum.  rotbet  CtebeSapfel  a  Cotf>  ii ! 

_  _  _  gelber  Ciebegapfcl  kSoth  i2  9©r. 

«  _  melongena  alba,  iteißeg  Sicrgereächl» 

*  _  _  violacea,  blaueg. 

Tagetes  erecta,  gelbe  Sammetblume  kCotb  •  4  9®r. 

—  patula,  hochrothe  k  Cotl)  •  •  •  4  9®r' 

Trachelium  coeruleum,  blaut«  ^algfraut.  , 

Tropaeolum  majus,  3nbianifd;e  Äreffe  kgotb  l»9 

Valeriana  alba  ,  roeißer  Salbrian. 

Veronica  longiflora,  ©hrcapretf- 
Viola  tricolor,  SrßifalttQfcitS  5  SlUWIC* 

Verhascum ,  Ä6nigSferje. 

Zinnia  multiflora,  blaß  unb  fjoc^vot^. 


(  XIII  ) 


$rudf)t  *  83  d  u  m  e. 

Äirfcben,  bcfte  ©orten  percbelt  k  ©tue?  .  .  .°^r. 

—  —  —  ttidjt  »erebelf  d  ©tüc!  .  .  jg©c. 

SBirn  unb  Xepfel,  ©Spalier  u.  hoebfidmmig  d©t.  6u.7g@r. 
5>firf(^eii  unb  2lprifofen,  tjodjftammig  unb  nie; 

brtg  ä  ©tüc!  .  .  iou,  i2g@r. 

Swetfdjen,  6  bis  8  guß  b0£fc  k  ©tücf  .  .  3g@r 

£ambeit  =  unb  3fUecnüiTe  ä  ©tüc!  .  .  .  4g@r. 

SSBeinfdcbfer  in  ©orten  d©tücf  ....  2g@r. 

—  —  burdjetnanber  ioo©tücf  .  .  — # 

©tadjelbeere,  garj  große  ©nglifdje  d©tücf  .  .  2g@r. 

SobanniSbeere,  rethe,  weiße  unb  fdjwarje  ä  ©tuet  i  g@r. 
Himbeere  60  ©tuet  ......  i8g©r. 

JfnanaS  =  ©rbbeere,  ganj  große,  60 ©tücf  ,  .  8g®r. 

SKirabeUen,  Steineclauben  unb  SRifpeln  d©tüct  6g@r. 


<5  i  n  i  g  e .  ?)  f  I  a  n  j  e  n. 

helfen,  gefußte  ins  Canb,  12 ©tue!  .  .  i2g@r. 

—  —  in  Sopfe,  12 ©tücf  .  .  i8g®r. 

—  —  auggefuebte  mit  Stammen  12  ©tue! 

. . 2SßIr.'i2g@r. 

—  —  —  25  ©t.  in  25  ©ort.  6&;t)[r.  — 

—  —  fdiwarje  ä  ©tue!  .  .  .  i2g©r. 

—  —  SSaum :  9Zelfe  d  ©tücf  ♦  .  6g@r. 

—  —  .ßartbaufer  ä  ©tücf  .  .  .  2g®r. 

Hortenfia  d  ©tue!  .  .  ju  4,  6  unb  12  g@r. 

©ranatenbaurndjen  bie  im  erften  ob.  jweiten  Sabre 

blühen  ä  ©tue!  .  .  6,  8  unb  i2gSr. 

getgenbaumchen  bie  eben  fo  balb  tragen  d©t.  2U.  4g@r. 

ig©r. 
i9®c 
8g®r. 
49®r. 
6g@r. 

2  g@r. 
ig@r. 
1  g@r. 
2g@r. 


Äurtfeln,  febone  ©orten  k  ©tuet 
^rimein,  fdjone  ©orEn  k  ©tue! 
tOlaSlieben  jutn  ©t'nfaffcn  60  ©litc! 

©d;ntttlaud)  ditto  ditto  60  ©tue!  . 

$pfeffermünje  ditto  ditto  60  ©tue!  . 

Hesperis  matronalis  fl.  pl, ,  d  ©tue! 

—  tristis,  ÜtadjtBiole.d  ©tue! 

3Jtarienfd)ub,  Cypripediurn  calceolus  Mariae 
grüblingS :  ©ebneegtoefdjen ,  Levcoyum  vernum 
geuernelfcn,  Agrostema  coronaria  k  ©tue! 
©locfenblume,  große,  Campanula  media  k  ©tücf  2g@r. 
Ct)d)niS,  gefüllte,  Lychnis  calcedonica  k  ©tue!  6g@r. 
©albep  r  .'»ioute  unb  SEtimian.- jPftanjen  60  ©tücf  89®r- 
2Crttfd)cef en ipflanjen ,  tragbare  d©tücf  .  .  2g©r. 

©pargel  :  jpflanjen,  einjährige  60 ©tue!  .  .  6g@r. 

—  —  Sroeijdbrigc  60 ©tue!  .  .  iog©r. 

—  c  _  —  c  bretjdbrige  60  ©tücf  .  .  i6g©r. 

50  ©tue!  febbnblübenbe,  im  freien  Canbe  auSbattenbe  pe.- 

rennfr.abe  ©taubengewädfjfe  in  25 ©orten,  *u 
25  ©tue!  fcb&nblübenbe  unb  nid)t  gar  ju  $drtlid)e  ©tuben.- 
gewdcbfe,  in  eben  fo  oie(©orien  nt.  Sabinen,  j^SEb1** 


SSfumen  unb  ©trauter, 

toetefje  ben  SBinter  im  freien  auSbalten. 
t.  Acer  campestre,  Heiner  2£f)orn  k  ©tue! 

2.  —  dasycarpum,  rotber  American.  d©tücf 

3-  —  laciniatum,  gefällter  k  ©tue!  . 

4-  —  negundo,  ©fcbenbldttviger  k  ©tücf  . 

5-  —  pensylvanicum ,  ^enfplBanifcber  d©tücf 

o.  platanoides,  ©pi|abom  d©tücf  .  . 

7.  pseudo  platanoides,  gemeiner  . 

*•  ~  —  fol.  variegatis,  buntbt. 

9-  —  rubrum,  rotßer  .... 

IO.  —  Striatum,  geftreifter  .... 


rr.  Acer  tartaricum,  üartaufdjer 
12.  Aesculus  pavia,  gelbblüßenbe  Äaflanie 
13  Amorpha  fruticosa ,  ftraudbartige  2intorpba 

14.  Amygdalus  nana,  gwerg  --  ©anbei 

15.  —  dulcis,  oerebelte  gute  SKanbel 

16.  Aristolochia  sipho ,  Hebcrblume 

17.  Berberis  vulgaris,  SBerbengbeere 

18.  Bignonia  catalpa,  SErompetcnbaum 

19.  —  radicans,  ranfenber 

20.  Buxus  sempervirens  variegat.,  buntbt.  SSupbaum 

2f.  Clematis  flamula,  SBatbrebe,  geflammte 
22.  —  vitalba ,  gemeine 

2-j.  —  Viticella,  blaue 

24.  —  —  fl.  plena,  gefüllte 

25.  Colutea  avborescens ,  Stafenbaum 

26.  —  orieutalis,  orientalifdjer 

27.  Cornus  alba,  weißer  Hartriegel  . 

28.  —  mascula,  Äornelfirfdje 

29.  —  sanguinea,  rotbe 

30.  Crataegus  crus  galli,  Habnenfporn 

31.  —  oxiacantha  fl  rubro,  rctbblübcnber  Sorn 

32.  —  —  fl.  pleno,  gefüUtblübenber  . 

33.  —  —  foliis  variegatis,  buntbldttriger 

34.  —  —  pyrifolia,  birnblattriger 

35.  Citisus  laburnum,  SSobnenbaum ,  gelber  . 

36.  —  nigricans,  SBobncnbaum,  fdbwar-jlidber 

37.  Dapline  mezercum,  gemeines  ©eibelbajt 

38.  Eleagnus  augustifolia,  fdjmalbl.  Dleajler 

39.  Evonynrus  europaeus  fructu  albo,  weißer  ©pins 

belbaum . 

40.  Fagus  sanguinea,  SSlutbucße  mit  blutroten 

SSldttern  . 

41.  Fraxinus  americana.  Ttmericanifdje  ©fc^e  . 

42.  —  fol.  variegatis,  buntblattrige 

43.  —  aurea,  golbgelbe  , 

44.  —  pendula,  SErauer;  @f(be 

45.  —  crispa,  f raufe  ©feße  .... 

46.  —  juglandifolia ,  nußbfdttrige  . 

47.  —  salicifolia,  weibenblättrige  , 

49.  —  sambueifolia ,  bollunberbldttrige 

50.  —  simplicifol. ,  einblättrige  . 

51.  Gleditsia  triacanthos,  breibemige  ©lebtfjta 

52.  Hedera  helix,  ©t>beu  .... 

53-  —  quinquefolia,  Sungferwein 

54.  Hibiscus  syriacus,  ©nrifeßer  ^>t’6ffcuö 

55.  Hippophae  rhamnoides  ©eefreu^bom  .  . 

56.  Hydrangea  arborescens,  baumartige  Hb&r<mgea 
.4 7-  Junglans  nigra,  febmarje  SBallnuß  ' 

58.  Juniperus  virginiana,  35irg:nifcbe  3Bacf;olber 

59.  —  sabina,  ©abebaum  .... 

60  —  —  fol.  variegatis,  buntbldttriger 

6r.  Liriodendron  tulipifera,  Sulpenbaum,  2  gußbo^ 

62.  —  —  Heinere 

63.  Lonicera  alpigena,  2flpen  ;  Srlangerjeliebef 

64.  —  Caprifolia,  burd)Wad)fener  . 

65.  —  Coerulea,  blauer  .... 

66.  —  perrclymenum  Seutftßer 

67.  —  Foliis  variegatis,  buntbldttriger 

68.  —  symphoricarpos ,  ^eterflraucb  . 

69.  —  semperflorens ,  immergrüner  . 

70.  —  tartarica,  SEartarifdjer 

—  SDlebrere  ©orten  burebeinanber  12  ©tücf 

71.  Licium  europeum,  SEtufelSjwirn 

72.  Mespilus  cotoneaster,  Cluttten:  SHifpel 


(  Xiv  ) 


73.  Mespilus  pyracatitha,  geuerbufö  ;  » 

74.  Myrica  cerifera,  SBadjgbaum 

7?;.  Phyladelphus  coronarius,  »tJtlber  Saimin 

76.  —  inodorus,  niebriger  .... 

77.  Pinus  abies  canadensis,  .fjemlocfg Sanne 

78.  —  strobus,  SBepmuttjg.  Äiefer 

79.  —  larix,  Cerdjenbaum  .  .  .  4  big 

60.  Populus  alba,  ©ilberpapprl 

81.  —  balsatnifera,  «Balfampappel 

82.  —  canadensis,  Zanabifdje 

83.  —  italica,  Staltenifdje  .... 

83.  Potentilla  fruticosa,  günffingerfraut  . 

84.  Prunus  Cerasus  fl.  pl. ,  gefüllte  Jrfirfdje 

85.  —  Mahalep,  «Dtaljateb.  Äitfc^e 

86.  —  Padus,  Sraubenfirfdje 

87.  Ptelea  trifoliata,  Ceberblume 

88  Pyrus  malus  fl.  pl. ,  gefüllter  2fpfel  . 

89.  —  spectabilis ,  fdjbnblütbiger 

—  communis  fol.  variegatis,  buntbläftr.  ©im 

—  —  salicifolia,  mit  bem  SBeibenblatt 

—  —  sempervirens ,  immergrüner 

—  baccata,  ber  atlerfleinfle  2lpfel  . 

Rhamnus  frangula,  ^uloer^olj  . 

—  catharticus ,  Äreujborn  .  . 

Rhus  cotinus,  $)erücfenbaum  .  * 

—  thyphinum,  (gfjigbaum 
Ribes  alpinum,  Xlpen --Sofjannigbeere 

—  nigrum  foliis  variegatis,  bunte  So^anniä 

beer«  . 

100,  Robinia  Caragana,  Cinfenbaum 
lot.  —  hispida,  rottib liifjcnbe  llcacie  . 

—  inermis,  oljne  ©tadjeln  .  , 

—  pseudo  acacia,  weife  Äcacie  . 

—  pendula,  fjüngenbe  . 

—  viscosa,  fiebrige 
Rosa  alba,  weife  Stofe 

—  atropurpurea ,  fdjwarje 

—  centifolia,  grofe  Zentifolien: Stofe 
©tücf  2  Sf)lr.  k  ©tücf 

—  lactea  ober  unica,  weife  Zentifolien :  Stofe 

sulphurea,  gefüllte  gelbe  . 
muscosa,  SJtoogrofe  .  , 

gallica ,  Sucferrofe  .  .  « 

—  versicolor ,  geflreifte  Stofe 
inermis,  oljne  ©tadeln 
rosamundi,  Stanunfelrofc  . 
scandens,  rgntenbe,  16  big  20  guf 

marmorea,  marmorirte 
Ü8^  12  ©orten  Stofen  mit  Stamen  nacfj  ©ermefjrung 
119!  24  ©tücf  in  24  ©orten  mit  Stamen  3  Sfjlr 
120.  Rubus  canadensis,  Zanabifcfje  Himbeere  . 

12I>  —  oaoratus ,  ttjofjlriccfjenbe  . 

122!  Ruscus  aculeatus,  jtadjliger  SDiäufeborn  . 

12  V.  Sambucus  fructu  albo,  £ollunber  mit  weif  er 

3  grudjt . 

I24.  —  racemosa,  traubenblütbiger 

I2G.  Solanum  dulcamara,  fletternber  Stadjtfd&atten 
126-  Spartium  junceum ,  ©panifdfje  Pfrieme 
127.  Spiraea  laevigata,  ©pierflaube,  glattblattrige 
12g*  —  hypericifolia,  jobannigfraufbldttrige 

12o^  _  opulifolia ,  fdjneeblattrfge 

jgoi  —  salicifolia,  Wfibtnblättrige 


90. 

91. 

92. 

93- 

94. 

95. 

96. 

97. 

98. 

99' 


102. 

103- 

104. 

105- 

196. 

107. 

108. 

109. 

HO. 

III. 

1X2. 

113- 

114. 

H5- 

116. 

117. 


§ 


148. 


Spiraeca  sorbifolia,  eberefc&enbldtfrige 
Staphylea  pinnata,  «Dimpernuf  . 

—  trifoliata ,  fcreiblittrige 
Syringa  persica,  «Perfifcbcr  glichet  . 

—  vulgaris,  blauer _ 

—  alba,  tt'fifet  ,  .  4 

Taxus  baccata .  Snruäbaum 
Thuja  occidentalis ,  Cebengbaum 
Tilia  alba,  weife  Cinbe 

—  ainericana,  mit  febt  grofen  ISldttern 
Ulmus  suberosa,  Äotfrüfler 
Viburnum  lantana,  molliger  ©cbneeballen 

—  opulus,  gefüllter  . 
vitex  agnus  castus,  jCeufdjfjeitgbaum 
Ulmus  campestris, 'gemeine  Stüfter  . 

—  fol.  variegatis,  bisnte 
Zin  ©ortiment  oon  50  ©tücf  in  50  ©orten  nadj 
meiner  SBafjl  unb  ©ermcbrung  oon  fdjönblübcn 
ben  ©trüudjern  ju  einer  fleinen  Znglifcfjen  @ar.- 
tenanlage  erlaffe  id)  •  .  5  Sblr. 

ein  dljnlidjeg  oon  200  ©tücf  in  200  ©orten  mit 
tarnen . 12  £(,ir, 


I- 


♦  39®r. 

•  iia®r. 
iSfjlr.  — 
iS&lr.  — 


2  Sblr.  — 
6g@r. 

1« 


S3lumens3  wiebeln. 

Amaryllis  formosissima  1  ©tücf 
tlnemonen  in  Stommcl  1  ©tücf  .  , 

Stanunfeln  in  Stommel  100  ©tücf 
Sulpen  in  Stommel  100  ©tücf 
Starciffen  tn  Stommel  100  ©tücf  . 

Cilten,  rotbe  tinb  weife,  100  ©tücf 
—  buntblattrige  1  ©tücf  . 
gjtufcaten:#9arintb«n  i  ©tücf 
3rig,  meljrere  ©orten  tn’SCanb,  200  ©tücf 
SJtartagon,  fjodjrotfcr  1  ©tücf  .  ,  ,  4g@r 

—  gelber  1  ©tücf  .  .  .  4g@r’. 

—  weifet  1  ©tücf  .  .  .  ,  4gSr. 

—  grauet  1  ©tücf  ....  2g©r. 

—  jtol^er  bodfjrotber  1  ©tücf  .  .  6g@r! 

—  gefüllter  1  ©tücf  .  .  .  6g@r. 

—  mehr. ©orten  burefjetnanb.  ioo©t.  4 SE!>lr.  _ 

Äaiferfronen  in  Siommet  100  ©tücf  .  33:blr'.  _ 

—  gefüllte  1  ©tücf  ....  6g@r 

—  mit  oerftlbertem  «Blatte  1  ©tücf  .  4  g©r‘ 

llegpptifdje  3roiebeln ,  bie  übet  fidj  in  berSuft  wa<fj: 

fen  1  ©tücf . 2g@r. 

Ferraria  tigridia  ,  prächtig  blübenbe  1  ©tücf  3g®r. 

Suberofen  1  ©tücf . ig©r! 

©eorginen  in  Stommel  1  ©fücf  .  .  .  3g@r, 

^erennirenbe,  im  Sanbe  fjaltenbe  Stanunfeln,  gelb 

gefüllt  1  ©tücf  ....  ig@r. 

Sie  Äugjeidjnungg  =  ober  ©eftellungg  Sfofa  erbitte 
i cf>  mir  auf  ein  befonbefg  beigelegteg  «Blatt,  unb  tiidjt  in 
ben  Sßrief  gu  fdjreiben,  bainit  icb  eg  alg  «Beleg  wiebec 
jurüct  fenben  fann.  Uebrigeng  werben  ©eftellungen  auf  ZU 
leg,  wag  nur  auf  ©efonomie  unb  ®drtnerei  ©ejug  bat, 
angenommen,  unb  f^jnell  unb  pünftlidj  beforgt  oon 

6arl  r a ^ , 

Äönigl.  prioilfflittem  ®ärtn«r 

©aamenbünbler  in  Erfurt- 


(  XV  ) 


ch. 

c. 

b. 

a. 

b. 

c. 
ch. 
c  h. 
bh. 
bh. 
ch. 
ch. 
ch, 
ch. 
ch. 
bh. 
bh. 
ch. 
c  h. 
ch. 
a. 
ch. 
c. 

bh. 

bh. 

bh. 

bh. 

bh. 

bh. 

a. 

a. 

a. 


n. 

äSmetöntf?  00«  Räumen  unb  @  trau  db  ert? 
welche  bei  bem  Äonigl.  £of;  ©armer  6.  21. 
©eibei  in  £re$ben  $u  |aben  finb. 

NB.  2Crtjeige  ber  SBebanblung. 

*.  95ebeutet  oiine  alle  2>ecfe  beS  SBintcrS  »crfe^cn 

b.  —  mit  leistet  ©ecfe  be§  'Sinters  vecroaijrt. 

c.  —  gut  uieb'er  p  legen  unb  jlart,  aber  mcgiitljft 

trocten,  ju  beeten. 

h,  —  folcf)e,  tveldje  in  (Srtca--,  SSloot-.  ober  bod) 
ßaubsörbe  gepflanzt  fepn  »vollen. 


Gullur. 

a.  Acer  Iaciniatum  , 

a.  —  Negundo  . 

a.  —  platanifolium  varieg, 
a.  —  Striatum 

a.  Ailanthus  glandulosus 
a.  —  japonicus  . 

Amorpha  fruticosa  4 
i  Adelia  acedoton 
Amygdalus  dulcis  . 

—  communis  4 

—  nana 

—  pumila  plena 

—  persica,  alle  ©orten 
Andromeda  axilaris  . 

—  —  —  latifölia 

—  calyculata  major 

—  —  minor 

—  cassinifolia 
—  Cafesbea 

—  lucida 
■ —  mariana 

—  paniculata 
Andromeda  polifolia 

—  —  latifölia 

—  racemosa 

—  rosmarinifolia 

—  serrata 
Aristolochia  sipho 
Arbutus  uva  ursi 
Aucuba  japonica 
Azalea  glauca 

—  nudiflora 

—  —  variegata 

—  odorata 

—  pontica 

—  viscosa 
Berberis  canadensis 

—  vulgaris 

—  —  sine  nuce 
Betula  carpinifol.  . 

—  nigra 
Bignonia  Catalpa 

—  radicans 

—  minor 


-J16 


Gultur. 

c.  Buxus  Balearicus 

b.  —  sempervirens  fol.  variegat. 
bh.  Callycanthus  carolinianus 
bh,  —  floridus 
bh.  —  praecox 

c.  Caiycarpa  americana 
ch.  Celastrus  buxifolius 
ch.  —  cassinoides 
a.  Ceanothus  americana 
a.  Celtis  australis 
a.  —  occidentalis 
b  h.  Clethra  acuminata 
bh.  —  alnifolia 

a.  Clematis  viticejla 

b.  Chionanthus  virginiana 

c.  Cistus  albidus 

c.  —  crispus 

c.  —  hirsutus. 

c,  —  Lybanotis 

c.  —  Ladaniferus 

b,  Corchorus  japonicu 

c,  Coriaria  myrtifolia 

a.  Colutea  arborescen 
a.  —  alpina 

a.  —  cruenta 

a.  —  intermedia 

a.  Cornus  prunifolia 
a.  —  alternifolia 

a.  —  sericea 

b.  Coronilla  Emerus 

c.  Crataegus  crus  galli, 

a.  Corylus  avellana 
c.  Cupressus  sempervirens 
c.  —  tbyoides 

a.  Cytisus  capitatus 

—  hirsutus 

—  laburnum 

—  —  latifolium 

a.  —  nigricans 

a.  —  ’  sessilifolius 

a.  —  supinus 

c.  Cydonia  chinensis 
c.  Daphne  pontica 

—  odora 

—  mezereum  rubrum 

; —  —  fol.  albo 

Diospyros  kaki 

—  virginiana 

b.  Eleagnus  angustifol 
ch.  Erica  australis 


c  h. 
ch. 
b  h. 

h. 

bh. 

bh. 

bh. 


caffra 

ciliaris 

cinerea  rubra 
concinna 
daboecia 
—  coccinea 
fucata 


16 


tr-O-p  P 


(  XVI  ) 


6uUue. 


Erica  herbacea 

—  mediterranea 

,  —  multiflora 

.  —  tetralix 

—  virgata 
Evonymus  americanus  latifoliu 

—  europaeus 

—  —  purpureus 

_  _  verucosus 

Fagus  castanea,  Ipd) 

—  sylvatica  purp.,  gro|j 
Fontanesia  phyllereoides 
.  Fotliergilla  alnifolia 
Fraxinus  americana  alba 

—  —  -  nigra 

—  —  excelsior 

_  —  -j-  aurea 

_  —  —  jaspidea 

_  —  caroliniana 

_  —  crispa  . 

_  —  integrifolia 

_  —  juglandifolia 

_  —  nana 

_  —  parvifolia 

_  —  paniculata 

_  —  pendula 

—  —  pubescens 

_  —  sainbucifolia 

_  —  verucosa 

—  —  viridis  , 

Gleditsia  triacanthos 
Gvmnoglaudus  canadensis 
Hedera  helix 

—  quinquefolia  . 

Hibiscus  syriacus 
Hydrangea  arborea  . 

—  ”  hortensis  . 

.  Hypericum  ascyron  . 

_  androsaemifoliuna 

—  foliosum  . 

—  Balearicum 

—  hircmum 

,  _  kalmianum 


—  monogynum 

_  pyramidale 

_  tomentosum 

Jasminum  fruficans 

—  humile 

—  officinale 

_  -  fol 

Itea  virginica 
Ilex  cassina 

—  aquifolium 

_  —  varieg. 

—  dentatum 

—  echinatum 

—  —  vaxiegat 


varieg. 


SultUC. 

er  Ilex  ligustrimun 
c,'  —  myrtifolium 

c,  —  Balearicum 

laurifolium  . 
prunifölium 
Juglans  regia ,  fjoefy 
—  maxima 

_  americana  nigra 

c  h.  Kalmia  angustifol. 
ch.  —  latifolia 
h.  —  glauca 

b.  Laurus  benzoin 
Leptospermum  acuminatum 

c.  —  lanigferum 

c.  —  pubescens 

—  scopavium 
Liriodendron  tulipifera 
Liquidambar  styraciflua 
Lycium  Europaeum  . 
Lonicera  alpigena  . 

—  balearica  . 

—  caprifolium 

—  coccinea 

—  coerulea 
—  Diervilla  . 

6  c.  —  japofiica 

16  a.  —  semjiervirens 

sibirica 
,  tatarica 

b.  Magnolia  acurrtinata 

—  grandiflora 

—  purpurea  . 
Melianthus  major 
Mespilus  amelangier 

arbütifolia 

ch.  Melaleuca  coronata 
i  h.  —  obliqua  . 

..  Mespilus  canadensis 
[2  a.  —  cotoneaster 
2  c.  —  japonica  . 

_  pyracantha 
c  h.  Myrica  Banksia 
ch.  —  cerifera  ♦ 

c  h.  —  quercifolia 

ch.  —  —  lanceolata 

ch.  —  serrata  . 

c  h.  —  trifoliata 

ch.  Myrsine  retusa 
b.  Pachvsandra  procumbens 

b.  Periploca  grae.  a 
a  Platanus  ocidentalis 

c.  Phylirea  angustifol.  , 

c.  —  media 

c.  —  latifolia 

r  h.  Phylica  pani'  ulata  . 

i6  ch.  —  rosmarinifolia 
16  a,  Potentilla  fvuticosa 


( XVII  ) 


gitttur. 

a.  Prunus  cerasus  pleniss. 
c.  —  Lauro  cerasus 
a,  —  Mahaleb  , 

a.  —  pumila 

b.  Ptelea  trifoliata 

a.  Populus  balsamea 

a.  —  alba 

a.  —  graeca 

a.  —  canadensis  . 

a.  —  italica 

4  ©cfeocf  6  öir.  unb  me&r 

a.  —  tremula 

a.  Pyrus  Aria 
a.  —  baccatä.  . 

a.  —  chinensis 

a.  —  coronaria  , 

a.  —  eleagnifolia 

a.  —  salicifolia  . 

a.  • —  malus  sibirica 

a,  —  spectabilis  . 

a.  Quevcus  cerc  s  ,  . 

c.  —  Pheiios  Iaciniatus 

c.  —  suber 


ch.  Rhododendron  aialoides 

ch.  — 

— 

ferrugin  eum 

ch.  — 

— 

hirsutum 

ch.  — 

— 

hybriduin 

ch.  .  — 

— 

dauricum 

ch.  — 

maximum 

ch.  — 

— 

—  fl.  a'lbo 

ch.  — 

— 

ponticuu» 

ch.  — 

— 

puncfatum 

ch. 

— 

roduntifolium 

c  h.  — 

— 

roseum 

a.  Rhus  cotinus 

a-  —  typhinum 

a.  —  glabrura 

a.  —  radicans 

a.  —  veraix 

a.  Ribes  alpina 
a.  —  oxyacantha 

a.  —  grossularioides 
a.  —  rubra 

a.  —  nigra 

b.  Robinia  chamlachu 


—  caragana 

—  fruticosa 

—  glutinosa 

—  hispida 

—  pygmaea 
Rubus  fruticosus  fl. 

—  idaeus 

—  odoratus 

—  rosaefolius  fl 
Ruscus  aculoatus 

—  hypp  .„■lossum 

—  byppophylluin 


big 


u 

ü 

’  U 

85 

u 

— 

_ 

(Sulfur. 

— 

16 

c.  Ruscus  racemosus  . 

— 

8 

a.  Salix  babylonica 

— 

■ - 

12 

a,  —  caspica 

— 

— 

i6. 

a,  —  rosmarinifolia  .  . 

— 

— 

_ 

a.  — •  vittellina  .  «  . 

— 

- - 

8 

b.  Salisburia  adiantifol.  .  . 

_ 

— 

3 

a.  Sambucus  ebulus  .  ,  . 

— 

— 

3 

a.  —  nigra  fl.  virid  ♦  « 

— 

3 

b.  Sophora  japonica  .  * 

— 

— 

2 

a.  Spirea  acutifolia  . 

— 

6 

— 

a.  —  alpsstris  .  t  . 

— 

— 

2 

a.  —  alpina  .  .  . 

— 

— 

8 

a.  —  crenata  .  « 

_ 

— 

8 

a.  —  hypericifolia  .  .  . 

_ 

2 

8 

a.  —  salicifolia  alba  .  , 

— 

8 

a.  —  —  rubra 

_ 

- 

16. 

a.  —  sorbifolia  .  . 

— 

l6 

a.  —  thalictrifolia  .  .  . 

_ 

— 

8 

a.  —  tomentosa  .  . 

_ 

— 

12 

a.  —  chatnaedrifolia  «  , 

_ 

2 

— 

a.  —  laevigata 

_ 

2 

— 

a.  Staphyllaea  pinnata  , 

2 

— 

a.  —  trifoliata  . 

_ 

5 

_ 

c.  Stuartia  malacodendron 

I 

j 

b.  Styrax  officinalis  .  . 

I 

i 

a.  Syringa  chinensis  .  , 

— 

i 

a.  —  —  $ocf)jlämmig. 

3 

2 

a.  —  persica  .  .  . 

I 

16 

a,  —  —  laciniata  • 

_ 

4 

a.  —  — •  alba 

_ 

a.  —  vulgaris  .  .  , 

_ 

— 

a.  —  —  hispanica  , 

_ 

5 

— 

a.  Taxus  baccatus  .  . 

_ 

_ 

c.  Tamarix  gallica  .  .  m 

_ 

— 

12 

a-  Thuja  occidentalis  . 

__ 

— 

8 

b.  —  orientalis,  fletn 

— 

16 

ober  3  @Utg  . 

i 

— 

Ü 

a.  Ulmus  suberosus 

— 

. 

c.  Viburnum  lucidum  .  . 

_ 

— 

4 

a.  —  lantana  .  . 

_ 

— 

4 

a.  —  opulus  roseum 

__ 

— 

2 

bodbftammig  .  i  bis 

2 

— 

2 

a.  —  prunifolium 

_ 

— 

4. 

c.  Vitex  agnus  castus 

_ 

i 

8 

c.  —  incisa  . 

_ 

_ 

8 

c.  —  Negundo  .  , 

_ 

_ 

20 

c.  Vitis  arborea  . 

_ 

_ 

20 

b.  vinifera,  gute  ©orten 

__ 

— 

l6 

a.  Zanthoxylon  clava  Herculis 

— 

I 

— 

— 

8 

— 

2 

— 

4 

I 

8 

6 

— 

12 

— 

16 

- 

(XVIII) 


m. 

Söerjeichnif}  b«  üorjuaticfcjien  ©emüfe*  unb 
Siabaftcnbltimen  *  ©aamcn,  welche  9«nj 
acht  unb  frifch  ju  h«&<«  finb  3.  o  o  &, 
©ättner  im  23aum9<ttten  8«  SSSeimar, 
im  Sanuar  1821» 

&  Cotft 


Äohl  *  unb  Ätaut. 

«BlumetiEobl,  fiwf«  Äaptfdjer,  fpäter,  bcficc 

—  —  früher  (Snglifcb«  •  ...  * 

Araut  ober  ÄopfJcbl,  Srfurtec  gvofef  weife«  . 

_  _  _  uiäijlertfd)  grofef,  weites  frus 

t>eg  • 

_  _  _  Ulmet  blutrott;eä  p  ©allat 

_  _  —  2tngelberger  grofe«  frühe« 

_  _  _  ^oUSnbifdjcä  großes  blutrote« 

P  ©altat 

Sffiirftng  ober  ^erjBohl,  firofec,  fpatet,  grünet 
_  _  _  örfurter,  großer,  gelbet 

SBinter  • 

_  _  _  Ulmet,  niebttger  früher 

extra 

_  __  —  SSicner,  niebriget ,  ganj 

früher  extra  • 

SBintctfohl/  f taufet  grünet  .  ... 

_  —  blauet  . 

_  —  bunter  .fpiumage 

©chnitts  obet  SSlatttotjl ,  otsinarer  .  . 

_  _  —  blumenEohlbllttrtger 

.Cbcrfc&ltabt,  weife  fpate  .  .  •  • 

_  _  frühe  ©ngltföe  ©lafifehlrabi  . 

—  —  frübfte  SBienec  Eleinbl.  niebrtge 

örwfobltabi  ober  üohfrüben,  grofe  weife  . 

_  gelbe  ©ibwebifdje  Rutabaga  eptra 


2 

I  — 
X  — 


-  I  6 
-[  8 

I!  8 

2!  8 

;  *6 


irgOtb. 


SBurscIn  unb  ‘)iuben. 

ßarotten  obet  SSlbfjren,  frühe  rothe,  tutjfdjwanäige 
pm  Sreibcn 

_  _  —  lange,  rot^gelfee  . 

_  _  —  ©aalfelbet  blafgelbe 

©corjonets  ober  ©<h»atjwurpl 
3ucfermur$el  . 

Sfapontica  .  * 

6id)ccie,  lange  glatte 

spaftinafen,  grefe  .  * 

Se'Je'ie,  großer  Sambcrget  Änallen*-  . 

Stuben,  weife  £oltünbrd)e  frühe  SRats  • 

—  lange  weife  #trbjts  obet  feuefutuben 


SJtüben,  gelbe  ertta  .  •  ♦ 

—  blutrotfee  pm  ßinmadjen  .  • 

Stunfeln  obet  X'ictuiben  •  •  .  ayfunc 

Siabiei,  weife  fvüfee,  #caSnb.  futilaubige  afoi, 

—  rotl;e  •  •  •  • 

Stettige,  lange,  gtope,  fchwatje  Stfurter  SBinter* 


e  r  b  f  e  n. 

A  3ucEet  =  Grbfen: 

frühe  weifblütyenbe  ßngltfdhe 
graue  blaublühenbe  ©Übels 
frühe  niebrtge  3wergs,  1  hcc9 
B.  Äneifel  =  Svbfen: 
frühe  niebrtge  9Jlai-  •  • 

(Srfiitter  frühe  gvope  Äütnret» 
gtaiiä6(tfd;e  früfee  3n>etgs 


k^funb 


0  h  n  e  n. 


A.  ©tangenbohnen: 

2Crabtfcfee  grofe  geuerbct)nen  . 

_  —  weife 

lange  breite  weife  «Sefetagf^irert s  Sofenen 
—  —  bunte  —  —  — 

graue  wetffthaltge  .  •  •  • 

fleinc  weife  ipcrl*  ober  ©atlat=S3ohnen 
rothmarmorirte  ober  8ctd)en:@iec 
©djwcipr  weifte  SSredjbohne  . 

B.  35ufd);  ober  3  w  etgb  oh««n: 

frtrfec  gelbe  ©ucaten  •  •  .  • 

cUerftüfefbc  fdjwatje  ober  ölotenttnet 
weife  Schwerts  ...» 

C.  «Duffbohi'-en: 

®tofe  aSinbfors^uffbohne.  . 
frühe  grüne  SKailänber  •  •  • 

3)oifugtefifd)e  3 wergs  obet  S3?apganbol;ne 
votfe  ©panifchc  ftül;e  . 


k  ^)funb 


Äuchenfräuter. 

S5ohnen?caut  .  •  •  * 

«Bafilicum,  grofcS  Äudjen* 

Sc,  gefüllte  ErauSblattrige  . 

—  otbinate  ♦  «  ♦ 

Äbrbel 

Paoenbcl  obet  ©ptece  • 

Cbjfelfraut  •  ♦  • 

fOtajoran,  granj'oftf^et  bttf^tgec 
ipetetfilie,  ©djnitts  .  . 

—  ’  SButpls  • 

©albei  •  •  * 


kCoth 


|8®«. 


(  XIX  ) 


äßotf). 


©pinaf,  brettblSttrfgee  tunbforniger 

—  langblüttriger  fpifcfbrntger 

—  ©nglifc&er  großer 

S&imian  .  .  . 

SBcinraute . 


ä^funb 


äßot$ 


SaUat  »  ©orten. 

2lftafffd>er,  großer  gelber  ertra 
Stotbbrauner  9>raf>l  .... 

©eibet  .  . 

gorellen;  großer  bunter  .... 

§)rin$enEopf . 

^arifer  .  . 

©tetnEopf,  früher  fefter  .... 
©tciltaner,  großer,  gelber,  fejter  ertra 
SKontrö,  Heiner,  früher,  fefter,  jurn  Sreiben 
SDldange  ber  befien  ©orten 
gröber  ©ted;  --  ober  «©irfing  ;  ©atlat  . 
fiöinter;  ffinbioien,  frauSblattrig  feiner 
fRabinäd)en  .  .... 


t  e  &  c  l  it. 


»otbgelbe  t>arte  (Srfurter 
©panifcbe  rotbe 
—  weife 
-Porree,  tiefer  SBinters 


Ä  e  t  n  f  o  r  t  e  n. 

©urffiiferne,  (Srfurter  mitteliange,  grüne  voll: 

tragenbe  ..... 

—  fange,  grüne  .fjallifcfje  . 

—  weife  ©cljiangen;  ertra  jttm  Srciben 
«urbiefern,  Heine  3terrürbife  in  8  berfdjiebcnen 

©orten  mit  Flamen, *‘t>en  jeber 
©orte  8  Äerne  .... 

—  große  in  mehreren  ©orten 


SMumenfaamen. 

Son  allen  in  Cotfien  angegebencn©orten  werben  aud; 

Reifen  ju  i  g©r.  abgegeben. 

Adonis  autumnalis,  ^od)roti;e  3Cboniör6§d^cn  ä8otb 
Agrostcma  coelirosa,  glattblättrige  ©artenrabe 
Amaranthus  caudatus ,  gudjSfcbwans 
Aster  chinenrnfl .  pl. ,  gefüllte  *otjfiflK$  frfjöne 
©orten;  Äftern,  als  bunfelrotb,  bunfel= 
retb  mit  weif,  bttnfelblau ,  bunfelblatt 
nur  weif,  blaßblau,  blafrotl),  weif  fleifdü 
farbig ,  unb  3lfcf;grau  in  gleicher  D.acn.- 
tttat  uernufd&t  ,  a«Prife  in  4ooÄorner 


-1 


5  —  |  Blitum  capitatum ,  ©rbbecrfpfnat 

Calendula  officinalis  fl.  pl  ,  gefüllte  Ringelblume 

—  pluvialis,  Sfcgcn..  Ringelblume 
Campanula  speculum,  fd;6ne  ©locfeilblinne,  fSe: 

nuSfpiegel 

Capsicum  annuum,  ©panifdjer  Pfeffer  rotb-  unb 
gelbfrücbtfg 

Centaurea  cyanus  fl.  pl. ,  gefudte  ©artenForn-- 
blmne 

—  moschata  ,  reff)  unb  Matte  btfambuf; 

.  tenbe  glocfenblume 

Cheiranthus  annuus,  ©ommec  ;  Ceo tonen 
in  folgenben  ©orten: 

@  n  g  l  i  f  d)  e  ©orten. 

Nro. 

!*  ®[.a^raun  °ber  blaffupferrotb,  üiooÄorncr 
2  fPfirfdjblutö 

3.  3tmt.-  ober  Äupfetfarbe 

4.  Couleur  de  Rosa 

5.  Sfotbbraun 

6.  2ffd)blau 

7-  iSimlbraun,  fronet  als  Nro.  5 

8-  Slafbraun,  r  als  Nro,  1 

9.  SBeife  ertra 

10.  Mordoree,  fd,8n  . 

11.  Jffdjgrau,  IjcUer  als  Nro.  6. 

12.  «Dielet,  fe&r  bur.fel 

13.  Sßeife,  ftfibn 

14.  3iegelrctb,  ertra  . 

15.  @arminrof(T 


£atb  =  ©nglifd&e  ©orten. 

16.  grellfarbig,  fefir  fd5on 

17.  ötmrbraurt,  wie  obige  Nro. 
iS-  Sßlafjicgelrotb 

19.  iDunfcljfegelrotb 

20.  (Sarmoiftn 

21.  3tegelrof(,',  ertra 

22.  Couleur  de  puce 

23.  £od;carminrotb 

©patbiül;enbe  ober  perennirenbe 
„  ©orten. 

Nro. 

24.  Siegelrotf),  ertra  .  , 

25.  SBe,f,  @ngl.  (CacEbtaft  ertra) 

26.  3tmtbraun  ,  @ngl. 

27.  Kotbbraun,  ®ngi. 

28.  9?otb,  Sngl. 

29.  SStcu ,  (Sngl. 

30.  Äupferfarbe,  (Sngl.  . 

31.  (Sarniinrotlj,  (Sngl.  . 

32.  3?o the,  granffurter  . 

33-  ffilaue,  granEfttrter  . 

34.  Äupferfarbe,  Seutfdje 

35.  3iegelfatbe,  Seutfc&e 

36.  ffilafbiau,  £alb  ;<SnglifdjeS  CacEbfatf. 

c  2 


a  »rsfe 


1  6 


)  ‘MI  I 


&  ^rifr 


i  9>rffe 


Cheirantbus  incanus  ,  S35 i n t f r  »  ?et>; 

fopen  .  .  .  äiooÄ&rner 

A.  Stothe 

B.  SBlaue 

C.  hellblaue 

D.  geueefarbe 

E.  Äupfcrfaröe 

F.  ßBeigo 

Clieirauthus  cheiri  fl.  pl. ,  gefüllter  SüSiener 
©tangenlacf  .  .  äiooÄorner 

2te  ©erre  braungefüßt,  etwas  ge 

ringet  .  .  h.  [ooÄorner 

—  maritimus.  Slteerleefope,  niebliche,  äüotf) 
Crysautliemum  carinatum,  fdjonfteSßudfjetblutne 

—  coronarium  fl,  albo  pleno,  roetfi- 

gefüllte 

—  —  fl.  lutco  pl. ,  gelbgefütlte 
Convolvolus  tricolor.  breifarbige  SBinbe  A.  Cotfj 
Crepis  barbata  ,  bärtiger  »Pippau 

—  rubra ,  rofenrcthc  ©runbfejle 
Cynoglossum  linifolium,  ©arten  ;  33ergifjmein 

nicht  .  ,  .  ii£otf) 

Delphinium  ajacis  fl.  pl. ,  gefüllte,  fefjt  fcfcbne 
Stitterfporn  in  8  garten  ä  Sotfj 
Elychrisum  lucidum,  glänjenfee  Strohblume 
Georgina  mutabilis.  ocränberlidje  ©eorgttte 
Hedysavum  coronarium,  rotl)ec  3tat.  £ahnenfopf 
Helianthus  aunnus  fl.  simpl.  ,  einfad)  grobe 
Sonnenblume  .  .  äCoth 

—  —  fl-.pl.,  gefüllte,  oranger  unb 

fdjroefelgelbe 

Hibiscus  trionum,  ©tunben  =  ©ibtfcSj 

Iberis  amara.  weise  bittere  Schleifenblume  äCotf) 

—  umbellata,  bunte  SDoIbentragenbc  kZoii) 
Impatiens  balsamina  fl.  pl..  gefüllte  SSalfami: 

nen,  als  weifi,  fleischfarbig ,  @ra; 
nntrotf),  Garmoiftnroth,  weijj  unb 
hcdjtctb  geflreift,  weif?  unb  ßarmof= 
fin  gejmifc,  blajjblau,  bunfelblait, 
jebe  ©orte  opart  ä  ioo  Äbrner 
Jpomea  purpurea  fl.  div.,  oecfdjtebenfarbigeSBinbe 
Lathyrus  odoratus,  wohlrtechenbe$EBic£e  .  ä  Coth 
Lavatera  trünestris  fl.  albe,  Weife  ©ommet: 
Rappel 

—  —  fl.  rubro,  rotlje 

Lupinus  major  fl.  div.,  weif?,  blau  unb  rotfee 
Lupinen  .  .  äCoth 

Malva  mauiitiana,  weife  unb  rotl;e  SKauritia 
nifdje  fOtaiue 

lilirabilis  longiflora,  langblüthifl  wohlriedjenbe 
bligella  damasoena,  ©arten :  ©d)War3fümmel 
Pieseda  odorata,  rooblriedjftibe  Piefebe 
Scabiosa  atropurpurea,  incarnala,  unb  mehrere 
Sachen  meltrt  .  .  ä£otb 

Senecio  clegans  fl.  albo  pl.,  gefülltes  WeijjeS 
JCceujfraut 

—  —  fl.  rubro ,  gefülltes  rotfjeS  . 

Silene  anncria  fl  div.,  oetfchiebenfarcige  ©ar: 
tens©ilene 


Solanum  lycopersicum  fructu  rubro,  rothfru<h= 
tigec  ßiebeSapfel 

Tagetes  erecta  fl  pl  aureo ,  pochgclbe  aufrecht 
fd)6n  gefüllte  ammettlume 

—  —  fl.  pl,  sulphureo,  fchwefetgelb  ge= 

füllte  . 

—  patula  fl.  pl. ,  braungelb  gefüllte  auSge.- 

brcitete 

Tropeolum  majus,  grefe  Snbianif^eÄrcffe  äffoth 
Viola  tricolor.  grandiflora,  breifarbig  grofblU; 
migeS  Stiefmütterchen 

Xeranthemum  annuum  fl.  albo,  weipe  pap; 
pierblume  . 

—  —  —  fl.  coeruleo,  blaue  . 

—  ■  —  fl.  albo  pleno,  meij?  gefußte 

• —  _  • —  —  fl.  coeruleo,  blau  gefüllte 

Zinnia  multiflora,  oielbluinige^innie,  rotl;  u.  gelb 

(Einigt  perennirenbe  SBlumenfaatnen. 

Allhea  rosea  fl.  pl.  div.,  gefußte  oetfcf)teben; 

farbige  ßüinter  =  Plalocn  äßotl; 
Antbirhinum  majus,  g&wenmaul  .  .  . 

Aquilegia  vulgaris ,  KEflci)  ..  , 

Campanula  medium,  gemeine  ©locfenblume 
Diauthus  barbatus,  Söartnclten  .  .  äßotf 

—  cliinensis  fl.  pl. ,  fcl)t  fch&n  gefußte 

©binefer;  Steifen  .  kiooÄornci 

—  —  fl.  simpl. ,  einfache  .  . 

—  plumarius,  gebernelfcn  .  .  . 

Hesperis  tristis,  graue  Staditoiole  .  .  . 


(Einige  Sopfqenjdd)?*  S3lumcnfa?men. 

Amarantlms  tricolor,  breifarbiger  Xmarantt) 

Ascdepias  curasavica ,  ©eibenpflanje ,  ©übame: 
rifanifdje 

Celosia  cristata,  #ahnenfamm ,  oor jügltch  fd>6n 
Browallia  elata  fl.  coerulea,  blaue  ©rowaßia 

—  —fl.  alba ,  weffie 
Capsicum  grossum,  ©panifchec  Pfeffer,  grof?.- 

frudjtig 

Gomphrena  gloflbsa  fl.  rubro,  bunfelrothet 
.Kugel  Tlmaranth  . 

—  —  —  fl.  carneo,  fleifchfarbigec 

—  —  —  fl  albo,  meifjec 

Ocymum  maximum  ,  großblättrige^  Saftlicum 

—  minimum,  fleinjteS  . 

—  polystachium,  wie  äßofdjuä  riechenbeS 
Solanum  melongena  fructu  albo  et  ceeruleo, 

eierformiger  Pladjtfchatfen  mit  weiß 
unb  blauer  grucht. 

Ifnmerfung.  Sa  alle  h’**  angeführte  ©aamen  oon  wie 
felbfl  unbburd)  einen  aan^  ituperlciffigenißtann  ae&aut 
Werben,  ur.e  ich  mich  feine^wegeß  auf  wohlfeile  ge= 
ringe  ©infdufe  einlaffe„um  nur  bur<f)  nichtig  gefli Ute 
^r.'iie  Abnehmer  ju  gewinnen:  fo  in  ich  baeurch 
in  beit  ©tanb  gefegt,  aße  meine  geehrten  Xüne'omee, 
fowoht  mit  cutem  f-im^higen  ©aamen ,  arg  auef 
mit  ben  ooriüglichjlcn  unb  beiten  ©orten  $u  oerfchen. 


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ottfe  |«  n  ö 


b  e$ 


inj  »dw  * ;  og  ■  .  i 

::ü  >'  -m-.rS»  .fririui-:. 


Allgemeinen  £  e  «  t  f  d)  e  n 

©arten  -  1  n  j  u  n  tt  f. 


:ünften  «B.anbeö,  III.  <Stucf.  -1821* 


fuh 


Sanbf§aft§  *  !<3  a  v  t  e  n  f  u  rt'fl. 


I 

U- •  t,  :  .  i  ;.5).  i  i  j 

©ecoeatio»  gcopeu  Ratten  .tmb  §)arfs  bprcf) 

flehte  gefd/ma^oHe  ©ebdube. 
(goetfe^ung  btefeg  Jfcttferff  ton  ©,  44.  beg  oorig,  ©tucfg.) 
(50tft  2!b6itbungen  auf  SSafrl  16  u.  17.) 


5Sa$  Me  ßfngfdftbee  bdrjögtfcb  teidr> 

fc'ecotitte  ©dttenj?fe  frt  ber  Stflfoje 1  öe$ '  ^cb'ißffed1  ob/c 
SßafjttbaufeS  bei  eittVm  SlUnrengarfeh;  ntirmfebem 
fhlTeidbt  ein  fteineg  Gonfertat'ovfum,  mrt  fd^Snbtit- 
Itenbett  epotife^en'  ^fTdtijen  betbunben'  ijl ;  (Sitten 
fotzen  ,iU  ■'  ■  •  .  t  a 

0ovtf.  bei  2f,  X,  ©arf,  SOlag.  V.  18b,  3 .  @t.  1831, 


-  •  -  ’’  •  -  .  •  '  r  ■■  i-  > 

ireco eitlen  ©i& i)t  efttern.  $vöfetr  Sßrut»*n* 

•©artend  «■ 

iiiQt  bie  Safe!  16.  'tttfö'mtf  bei'  brefem  "iln  dZiyfc 
tafter  tic*  Ött«  b'aflen]  feiet) ty  iifftfg  «rfb  duTetff 
1  fetjtt .  2He  ■  9f  w'cf  fefte  ’i[t  eine  :fpn? /  tim , 

nicht  düfjubo^  Spätrer,  ftff  e’inf^btt  at, 

d&iteftonifcfjcn  ©liebem,  w«b  atfetifatfg  einet  ffeinen 
©d)tift= 2afe^ _  } j^o.r;tr fft  ./fini3*t  Entfernung  üon 
ber  SÄauer,  ffeM  6'  eid&ene  »ierecflge  ©dulen, 
ndmftcb  «m  9Mat  $«  Üeibeh  ^eitw-/  uhb  jroe?  cid« 
fache- ift’  ber^itte,  fo  bdf- fte  3 -^rfaben  :bifben, 
3f«f  biefen  ©duteh  flehet»  ret^art^tefe' '  hT^nte 
aus  bmn^ebrm  eine !  VftßHtöil'e  ÄrtaS- 


86 


fanbfcfyöftS  =  ©arfenfunjt. 


Srud)t  in  bie  £.6fie  ffeigt,  von  tiKtfeft.ßfl  foß(mft.t 
von  ÜBeinrcben,  ebenfo  wie  an  ben  3  tfrcaben,  an 
eifernen  Sceiltagen,  ^infdjltncictt.  2flle  biefe  ZttiU 
tagen  finb  von  gefchmicbeten  ©ifenftdben,  theil«  we» 
gen  be«  eleganten  2fnfet)eng  bcr  Seicbtigfeit,  theil« 
auch  wegen  ber  23auer,  weit  bie  Gnglinb'er  ba«'Gi= 
fen  faß  wohlfeiler  al«  ba«  $olj  hoben,  unb  faß  51t 
alten  ihren  ©artenbauarbeiten,  fogar  ju  ihren  Gon= 
fervatorien  unb  ipßanjenhauferit,  brauchen. 

Um  biefem  Sifc«  nodf)  mehr  ba«  2fnfef)tt  einet 
Saube,  .eber  eine«  SSetceau  pj  geben,  fannttyan  t$W  '' 
tec  ter  Öiücfwanb  auch  SSetn  ober  'anbete  ranfenbc 
©ewächfe  pßanjen,  unb  biefe,  buvch  eiferne  S3ogen 
von  ber  SJJauer  an,  mit~ten  votbmrr'Tfrfabeinrerr- 
binben.  2fl«  fchon  ranfenbe  unb  hochlaufenbe  ©«» 
tvachfe  fann  man  ttrcitö  — crtmdren  SBein  ,  tl^H«  • 
Witben  gud)«wein  (vitis  vulpina),  theil«  funfbldc* 
terigen  Gphcu  (Hvdqra  Irelix  ^uiryiupfolia-^  tj^l« 
bie  fchonblühcnbe  Bignonia  radicans  ,  tfjeit«  bie 
bochfletternbe  Sapanifdje  ©uitlanben=9fofe,  pßcmjen 
unb  benu|en,  welche«  ein  ©artner,  ber  ©efchmacf  unb 
etwa«  dßhetifcßen  Sinn  b>ot%  ;fchon  anä«otbiwn  wf f* 
fen  wirb.  23afj  in  eiije  fc*l#e  Anlage  eine  gefcbmacf* 
voll  verkette  S5,anf,  unb_vor  btefelbe  einf^aarj  nett? 
Slafen  s  Äeppjch.ej;  mit  fronen  unb  reich  bluhenbet? 
SSlumenfothen  seh.ocen,  welche  /biefe  ^Partbi.e,  raUbern 
anbern  SSlumenggtH«  verhiitben,r,  verße,l;t  ßch  von 
IWft  .  i,:i  , in  • 

Sfr  Chine/iTcf^  itcobe 

ben  £afet  17.  sei,gt.,  iß  gleithMf  «jn.fe()c  reich  be* 
c.orirter,,  ab?r  ganj  romaniii'^)er©attenßfe  vojr  cycrti= 
eher  Sorm  unb.^ef^maeg. .  i ,@r  fjp.Wff 

gel,  ober  «inet,  etwa«  fchroßen  2^hohe,  jtj  njeiterj» 


,  ^i4fitt4»näEWiaJS5^-nhaufe  obir.  Schlöffe,  angelegt, 
von  welcher  man  mehrere  Steile  be«  *Parfö  überfel^n 
fann.  Gin  bequemer,  ju  beiben  Seiten  mit  fRofen 
unb  blithenben  Shrubs  befefcter,  UBeg  leitet  ju  bem« 

, fetten  hin.  .  Gr  ßef)t  vorn  auf  4  gegebenen  ßgurit* 

»  7  >  f 

ten  eifernen  Säulen,  welche  bunt  lacfirt,  unb  unten 
burch  eine  leichte  eifetne  SSatußrabe  verbunben  fmb. 
Swifdjen  ihnen  hangen  an  vergolbeten  Ä-tten  jwei 
hunte  Ghineßfche  SchaUpJatten,  unb  eine  bunte  GIß* 
neßfehe'  Caterne.  23a«  innere  biefe«  ©ebaubchen« 
iß  reich  gemalt,  ba«  fchuppenformige  £>ach  iß  von 
1  Siech, -_bunt  lacfirt,  funb  f^ne  ff^irutevt-fcron^tion 
vergolbet  —  furj  bief  ganje  f leine  romantifche  ©es 
baube  iß  em  wahre«  Spiet  bet  btühenbßen  ^Phan« 
■faß«,  ßfh^'aur  trir-rin-Sih  ber  Semfonigin  in  ih* 
ten  ©arten,  unb  iß  «in  fegenannter  Gtjtnefifc^et 
‘Uflfove. 


2* 

Meter  ©  arten  -  525 a u f « n ft  im  Httgcmei* 
nen,  iutl>  über  ein  nod)  nicht  allenthalben 
befannte.^  n  a  n  a  6  1;  a  u  6 ,  nebft  SSemeg 
( ’  ‘füngen  übrr  befonbece  Guftur  bet  "2Cn'ä naS= 
^flanje,  ncuefter  Seit. 

(9Rit  einem  3?iffe  auf  Safet  18.)* 


Sn  be«,  ,brittp  SSanbe«  vi#.tem  Stücf  ,  bec 
Sor.tfebang  be«  ©ayten  ^SRagajin«,  beftnbet  fid)  nu 
^fuffa|  uojrj  Äunßgdrtner^  ^>errn  Sßalt.cr  au« 
Gunner«borf,  über  ©,art enb auf un ß,  bcr  nicht 
t^utj  mcineif gOjtj^n  53eifalt  hat/  fou^rrn  ißit  auch 
wie  au«  meiner  Seele  genommen  ju  fepn  fcheint. 


S:a nb:(d)-af>tö  's  <55  ä-tite  nlunftJ 


Alle  baff  fb  ft  «ufgejcicfcnete  SBünfche  unb  25e» 
merfttngen,  waren  fd?on  feit  langer  Beit,  auch  bie 
mddigeit.  ©6  frenete  raid;  bejihatb  um  fo  mehr,  ba 
mit  tiefer  'Auffa(j  ju '©eftdjte  fum  :  eine  befannte, 
rtnb  S&cn'iofftdjtigung  wert!)*,  ©adf)e  jur  (Sprache 
gebracht  ju  fef>en.  Allein,  fo  nothwenblg  unb  nüfc» 
lieh  eS  aud)  fepn  würbe,  wenn  burd)  eine  gcfdjlojfene 
ober  roilifuhtliche  ^Bereinigung  mehrerer  ©adjoer* 
$gnbjger,  nach  tiefem  fünfte  ber  ofonomifdjen 
©arten  »  ’SBauf unfl  mit  53eharrlidjfeit  unb  Umftcht 
hingcarbeitet  würbe:  fo  wenig  i(i  6och  jtt  erwarten, 
bafj  etwas  ÜBoüjtdnbigeS  barüber  erfdjeinen  fann. 
£>et  $auptjwecf  liegt  ju  weit  aus  bem  ©eftd)tSpunfte 
derjenigen  t  welche  burd)  ihre  t*ieljaf>rige ,  nothwenbig 
geworbene  Aufmerffamfeif ,  in  ihrem  praftifdjch 
SD3trfen ,  balb  h*?rc  Wö'bort,  bie  nottrcfflid)ffen 
©vfahrungen  mad)tcn,  oft  aber,  unb  leiber,  bie  wahre 
Urfache  Don  ben  erreichten  SBirfungen,  entweber  nicht 
anjugeben  oetmogen,  weil  fie,  trofc  aller  empirifCen 
Jtenntniffe,  im  ginftern  tappen,  ober  ju  bequem,  ftnb, 
barubet  nachjubenfen  uni)  eS  befa.nnt  werben  ju 
laffen, 

SBenn  ich  bemnach  bie  ^Behauptung  in  ©cmein= 
fchaft  mit  $erm  SB  a  1 1  c  c  auffMe:  bajj  unfere 
ptaftifdjen  ©drtner,  älterer  unb  neuerer  Beit,  Diel, 
ja  in  billiger  3 ufa’mmen Wirkung f  uno  Uebereinftim» 
mung,  bielleicht  AlieS  leifren  würben :  fo  modjte  am 
cillerwenigficn ,  in  biefem  ^weige  baS  Gefcmmt» 
©artenwefenS,  juoiel  gefagt  fepn.  Aber  welche 
©djwierigfeitcn  bieten  fid;  bar,  ai/e  btefe  für  ben 
mechanifd)en  ©artner  fonoof)t ,  als  für  jeben  ©arten* 
Sauliebhaber  fo  unentbehrlichen  Aufklärungen  an 
tinanber  reihen  unb,  jumfBortheile  für  Sieben,  befannt 
*rta<hcn  ju  fonnen!  Aberglaube,  boferSBille,  9?eib, 


8? 

©tolj,  rgjabfudU,  fetbfl  Unwiffenheit,  unb  in  SBe» 
gleifung,  biefec,  ©djaam  unb  Aergernifb  ft  b  in  ben 
SBeg  gelagert,  unb  berfperren  nid)t  nur  alle  gute 
©inflüffe ,  •<  fottbern  berhinbern  and)  aitjjerbem  baS 
SSebanntnxrben  einer  gar  ofetfaitig  burd)  Bufatf, 
ober  burd)  S3e*ttiehfarafeir  rege  gemachte  Aufmetffam* 
famfeit,  erworbenen  hemmen  Erfahrung. 

SiefeS  bar’f  uns  aber  nid)t  &bfd)re<fen,  fonbetn 
Dotliegenbes  Sttagajin-j'JW.ic  auch  .£ett  SBalter  borfc 
fchlagt,  welches  fich,  jur  greube  aller  ©arten* Sieb» 
habet,  nun  fchon  fo  lange  Beit,  feiner  SBotltefflid)» 
feit  »ab  ©emeiimühigfeit  wegen,  länget  a!$  nur  ein 
mit  befannter ,  feiner  borangegangenen  SSruber  er» 
hält,  ifb  beS  ©egenjlanbeS  eben  fo  würbig,  wie  bie* 
fer  weft^  ifi,  mnbefd^rdnft  aufgehommen  ju  werben, 
©in  jeber  bcrurtheilSfrrie,  in  biefem  gache  fenntnrf» 
beiche,  Sfldnn,  ber  gertt  für  feinen  S3ruber  benft  unb 
arbeitet,  fchli  erfleh  /  gefannt  ober  ungefanht,  an, 
unb  gebe,  was  if>m  burch  Beit  unb  ©elegenheit  an 
©vfenntnijü  würbe,  fep  eS  auch  noch  fo  wenig,  nur 
auf  eine  gegrürtbete  Art  wichtig,  gefannt  unb  nach* 
geahmt  ja  werben:  fo  wirb  e$  geWip  willkommen 
aufgenommen,  unb  £u  einem  ber  erfreulichen  unb 
jUgleid)  entfprech'ehbjl'en  BmedP e  führen  *). 

Unter- b'cn  Umflänben,  Wie  uns  bie  ©arten» 
SSaufunjt  in  Unfern  "Sageh,  mit  S'tücfftcht  duf  ww* 
bemclbeten- AuffdhV  evfdheint,  fann  eS  unmöglich 
baß  Unternehmen  eines  ©tnjelncrt  fcpn,  ober  man 
muffe  baS  fd)on  au’S  ürrtret,  uhb  auch  neuerer  Beit 

*)  Seber,  auch'  tiodh  fd  fleinev  praftifCe  Seitrag  in 
biefem  gad;e,  wirb  mir  fepr  wiafomtneh  fcpn. 

m  2 


88 


fc  A  n  b  f  «  f  i  $  Ts  at  tt  n  £  tt  nff» 


S3ejfehenbe  ju&urtmentrrtgen  unb  mit  ©tnfuht  geotbs 
net,  bem  hetreffenben^ublifum,  sutJSemifcutig,  2(ul= 
reahl  unb.2fnreenbung,  erlege«,.  j  ^ierburcfy  reuthe 
aber  für  ben  eifrigen  ©drtner./  tWe  für  ben  (garten* 
§5auhertn,  nicbtl  weiter  gewonnen  ferm,  •  all  ein 
teures  jtupfwreerf,  beten  reit  fdjon  alljuoiel  für 
biejenigen  Ijot.eti  /  t»eld;r  ftch  in  allen  Bwetgi«  bei 
©efammt:©artentvefenl/  all:  Sanbfd&aftlgdrtneret, 
SSotanif,  ^omqtogje,  ©eometrie  «.  f.  re,  ju  btfc^dfs 
ligen  haben,.  ober  il>?e  Sthohlung  itatin  fmbeni 
•  :  ••  -  '  :■  rifeMjM 

£>al  SwwtfmdjHgjte  reurbe  bähet  immer,  real 
ld>  feier  «ieberhohle,  bie -einzelne  2fuffiellung  in  bie* 
fei  gad)  fchlagenbcc  2frtifel,  burch  jeben  ctnjetnen 
@ad)o«jldnbiöen»  in  biefen  Söldnern  fepn,  Sch 
reetbe.oul  biefec  Urfadje  meine  Ära.fte  Unb  ©infttb* 
ten  nach  langjährigem  %>rapi« ,  in  fBerbinbung  mit 
Sf)eorie ,  mit  SBevgnugen  batbtingen,  inbem  id)  ju 
gleichet  Beit  eine  Jlufforberung  -an  «Ile  biejenigen 
wage,  reeldje  in  ihrem  Sehen  tmb  S^itfen  ©elegen* 
heit  fanben,  auf  bem  fidlerem  SBoge  ber  sprapil» 
fciejenige  (hfenutnifj  ju  erlangen,  welche  Anleitung 
ju  beti  nnjreeibeutigjjen  Unternehmungen  um  fo $u? 
perfichtlidjev  barbietet ,  mit  je  größerer  llmftd;t  ber, 
noch  fo  reenig  in  bie  2fugen  fdlenbe,  unb  noch  fo 
unbebeutenb  fdjeinenbe  Sßorfall  berücf fühtigt ,  be= 
leuchtet/  :tmb  mit  SBprficht  unb  Qfulbauer  angereeit* 
bet'  unb  oerbeffert  ntpurbe ,  um  butd)  »ereinjclte 
SStuthftutfe./.  in  ber  golge.,  ,  ein  m'jfclichel  ©anjcl 
gufammtniujkingcn.  ©I  muf  nidjt  jebe  Sftittheilung 
$?tabe  ein  gangs  <&aul  ober  Mafien,  nebft  beffeu 
inneren  unb  duneren  (Jinridjtung,  unb  real  noch 
•mehr  bflgu  gehört ,+  betreffen  i  fonbern  j.ebel  fich  burch 
oortheilhafte  2fnreenbung-  ober  anbete  günjlige  Um« 
frdnbe  tmpfehler.be  £>etailßucf,  fep  «I  nun  ber  £a= 


naf,  bie  genfferreanbi,  bfe  ^fufffeftüttg  ber  ©eredchfe, 
befonbere  Söthanblung  ber  *PfIanjen,  um  ben  Vbr34* 
jiciif ten  Bwecf .  erregen  ju  fomten,  unb  real,  bet*- 
gfeidjen  mehr  fep«  mag ,  —  boraulgefeht,  bafj  el 
jietl  SScjug;  auf  ©arten  »  SSaureefen  hat/  —  »®M 
hier  feinen  angemeffenen,  erfolgcetdjen»  auch  mitun* 
ter  n«u*  Sbeen  erreetfenben  ^lah.  ftnben. 

•  ia 

©runbfah  mujj  jebodh  h^tbei  fepu  un&  bleihent 
bajj  bei  3Cuf{bllung  einer  folchen  in  biefel  gad)  fdilg* 
genben  ©ac^e,  inlbefonbere  ffc, tl  auf  bie  uoUjTdnbige 
Erreichung  bei  benfbargrdjjtmcgiichften  Brercfl  ernff* 
tief;  unb  ohne  #interij)altf ^ingefeheq  »reb,  t), 
ber  juc  ©prache  gebraute  ©egenflanb  nmjj  unter 

allen  oorbanbenen  reuflidj  erprobten,  , feine!  ©let* 

:  f  -  •  V-,  '  " iy> 

djenl  bet  allervor^uglic^fle t ,  ^tnb  allen  Gtfoibernif* 

feij,  gahj  entfpredjenbe  fet;nt  unb  mufi  auf  bem  ibnt 
aygtreiefenen  ^>tage  nicht  nur  W  Erfprieplichfte 
bcjreecfen,  real  nur  immer  non  einem  folchen  fann 
nerlangt  reetbenj  fonbern  feine  ößirfungen  mdjfet| 
in  ©emeinfd>a[t  mit  ben  2Bhfungen  ber  übrig  nt 
(sinjelnhciten  einel  ^aufel,  einen  földjen  Ginfluji 
auf  bie  betceffenbcn  ©credcbfe,  —  e!  mögen  nutt 
^flanjen  fepn,  bie  ihrer  g.ruchte  wegen  gejogen, 
ober  anbere  bte  jilv  Ergohung  ber,  innernunb  aujertt 
©inne  gepflegt  reerben,  ~  hoben,  ba^  Ecflere  3fl(el 
teijisn/ real  nur  immer  in  «^inffiht  auf  gn'^eitigs 
feit,  auf  5Bphlgefchmacf ,  ,  ©rdfje  unb  geiuheit  ner* 
langt  «erben  fann,  ober  real  man  ju  erreichen  ftdj 
alfo  anfirengt,  um  bftjjrf«  ju  gelangen.  Unb  real 
festere,  betriff,  fo  mufj  man. auf  aulnehm.enbe  ©d)on* 
heit,  ©tdefe  unb  ©efunbh^t  nolljidnbig  rechnen 
fonnen. 

^.d)  mad)e  ben  Anfang  mit  einem  Tfnanal^ 
häufe,  beffen  Bauart' in.SSerbinbung  mit  ber  inner« 


ff« 

unb  auf««  Einrichtung,.  AllcS  leiffet,  was  man  bi«; 
her  ju  beswecfen,  fid)  lange  3eit  umfonft  bemühete, 
SSielt  liebe l  ftnb  burd)  weiter  unten  aus  einanbet 
gefefcte  Spittel  unterbrütft,  ttnb  Diele  Mängel  ber 
lltern  Sauart  Dermieben  unb  gt.,cfiid?  gehoben, 

25er  Erfinber  biefeS  Kaufes  unb  feinet  Sin« 
tichtung,  welches  auf  Safel  18  aufgejeichnet  ijVfoll, 
fo.Diel  ich  in  fiebere  Erfahrung  bringen  fonnte,  -  wenig« 
ftenS-hot  er  juerfl  ein  fölcheS  aufbauen  Iaffen, —  ber 
jegt  lebenbe  Äurfurftlicbe  ^efiTfcbe£)tangerie;3nfpeEtor 
^)erc  o  h  r  in  ber  Saris  «  Aue  bei  Eafiel  fepn. 
©o.üiel  ijf  .gewif,  taf  er  ft'd;  feit  feiner  langen 
^ienfljeit,  immer  mit  Siebe  unb  befonberer  Sorg« 
falt  ber  AnnnaSsucht  wibmete  unb  im  Stillen  ber 
Sftitur  fo  manches  biefem  ©ewdchfe  allein  Eigene, 
unb  in  >£>infieht  auf  Eultur  Zuträgliche.  ablaufcbfe/ 
bag  et  eS  feit  mehreren  Salden,  ju  einer  wieflitb 
rühmlichen  unb  gart*  Dotsüglichen  SSoflfommenheit 
brachte.  25utdj  Diele  eigene,  SSerfuche  unb  nähere 
Unterfudhung  in  ber  Sßirflicfjfeit  erprobter,  ihm  be* 
fannt  gerootbener,  Decfd^iebenartiger  §3ehanb!ungS« 
SNethoben  unb  ihrer  Eigenthümlichfeiten,  auch  eigene, 
butcb  Dieljahrige  SSemühungen  ihm  eigen  geworbene, 
burch  Sufammenftellungen  unb  Abfonberungen  er« 
langte  gertigfeiten,  war  et  enblid)  burch  Vernunft« 
fthlfiffe  geleitet,  jur  Aufführung  eines  freilich  nicht 
wohlfeilen,  fonbern  etwa«  foftfpieligen,  aber  bgbei  fehr 
jjroecfmäfigen  Kaufes  gefommen.  —  25af  eS  unter 
bie  foftfpieligern  Raufer  biefer  Art  gehört,  fann 
»icht  eS  in  rühmlid)t  Erwähnung  $u  brin« 

gen,  fonbern  eS  ijlNothwenbigfcit,  SebeS  $ur  Sprache 
ju  bringen,  fobalb  e$  Alles  leiftet,  waS  man  baS 
Siecht  su  forbern  hot.  —  Seitbem  r.un  würben  all« 
i^rlich  bie  gtoften,  roohtfdjmecfenbften.,  unb  in  je« 


©lufenfuttft  ge> 

bem  betracht  DorsügftdjfJett  grüßte,  $ut  gtoften  Zu« 
friebenheit  feines  $ofeS ,  gesogen.  25er  Dorgefefjte 
würbe  bemnach  auf’s  bejle  erreicht. 

5Bir  hoben  alfo  ^ier  etwas  sirmltdh  Neues,: 
noch  ganj  unb  gar  nicht  allgemein  18'efannteS,  wet« 
dheS  fich  bewahrte,  unb  feinet  Zwccfniafigfeit  weg«?. 
Sur  Nachahmung  empfohlen  werben  f'ann. 

Sd>  Dermulhe,  baf  eS  feiner  innern  Einrichtung 
wegen,  für  jebeS  Älima,  ja  fel&ß  für  jebe  befonbece. 
Sage,  gleich  anwenbbar  fepn  mag  unb,  biefer  mir 
einleuchtenben  SSollfommenheit  wegen,  um  fo  mehr” 
Decbient,  oorsngSweife  aufgefiellt  tu  werben, 

25a  aber  unter  ber  Sonne  nichts  gans  2>ollfommene£ 
erfdjeint,  fonbern  an  bem  graften  ifunjfwerfe  fowohl, 
wie  an  jeber  Natur«  Erfcheinung,  in  ein  ober  ber  an* 
bern  «£)infid)t,  ober  aus  bem  ober  jenem  ©eftchtS« 
punfte  betrachtet,  noch  etwas  ju  wünfehen  übrig 
bleibt:  fo  erwarte  ich  um  fo  mehr,  unb  in  biefer 
Do.lligen  Ueberjeugung,  baf  bemerfbare  gehler,  welche 
bem  Haupts  werfe  entgegen  ju  fepn  fdjeinen,  unb 
bem  Qfrftnber,  Wie  mir,  enfgiengen  ,  mit  33i(lig« 
feit,  sum  groferen  SSortheile  berjenigen,  welche  e5 
nachjttbaucn  ©elegenheit  nehmen  mochten,  bemerff 
unb,  wie  eS  beffete  Erfahrungen  lehren,  Detbejfert 
werben, 

Reichem  praftifchen  ©arfner  iff  wohl  nicht  bte 
fo  oft  Dorfommenbe  Etfefcung  beS  NiifbeS  unb  ber 
©erbettele  ein  Anflof  gewefen,  unb  welche  unan« 
genehme,  fclbft  ben  ^flanjcn  fchdblid;e,  Arbeit  ift 
nicht  bie  ^inwegraumung  betreiben,  bei  einer  folchen 
Unternehmung?  ©at  S3ie(en  mag  eS,  bei  oielfälfigec 
Arbeit,  ein  geofe»  Aergenjif  gewefen  fepn,  wenn  eine 


9o 


2anbf<$aftS  =  ©arten*  unff. 


fd^e  fccbcufcnbe  Verdnbentng ,  reelle  babei  mit 
g'rofjtef  Vorficht  unb  Ä^tfamfeit  gcfd;e^en  mußte, 
oorjunclimen  war.  SBefortberg  algbamrt  ixiüfjte  e$ 
brudenb  unb  gefuhrlid)  »erben,  »enn  eg  an  einem 
angcmejTenen  Scfat  fehlte,  »ofelbfl  wdhrenb  ber  £>pe* 
ratien  bie  Änanag=$f!angen ,  nebft  noch  »oi)t  nieten 
onbecn  SSarmhaug  *  ©ewdehfen,  aufbewahrt  »erben 
follten. 

liefen  bebeutenben  Ungemdc&lichfeiten,  nebft 
nod)  mehreren  anberen  (ich  rebe  non  bet  Änanaggudjt 
im  Ällgem  einen)  ift  im  oorliegenben  £aufe  mit  bem 
fcefien  ßrfotße ,  unb  gewifj  er»unfd)t  füy  jeben 
©arten*#errn  unb  ©drtner,  abgetfotfen.  2Bir  wol* 
ien  nun  [eben,  »ie  bie  Einrichtung,  f>irtftcf)tlicl>  bie* 
feg  erften  «Punftg,  getroffen  ift,  um  bie  bcfletjenberr 
2Beitfcb»eiftgfeiten  gu  nermeiben. 

3e  rubiger  bie  tragbare  Änanagpflange,  —  fo* 
batb  fie  unter  biefe  bureb  Älter  unb  Stdrfc  gejÄf)tt 
rcirb,  —  auf  ihrer  angewiefenen ,  alte  Vorteile  gut 
grucbttreibuitg  t^rbietenben  «Steile,  big  gut  Beitigung 
ber  gvüchte,  unoerrüeft  flehen  bleiben  fann,  um  fo 
angemeffener  ifl’g  für  fte.  ©ine  Sigenföaft  bie  uiü 
fere  ^flanje  mit  allen  anbern  gemein  hat»  «nb  bei 
feiner  gu  nerfennen  ift.  Siefeg  wufte  man  gum 
großen  Sbcite,  tntweber  gewif,  ober  oermutbete  eg 
boct)  remiafieng  fefjon  feit  langet  Beit,  ohne emft* 
lidje  58 otf errungen',  noch  weniger  Verfuge  ju  wa* 
gm.  —  SJlic  finb  folcbe  Wenigfteng  nie  befannt  ge* 
reotben.  —  3n  bem  fraglichen  £aufe  ift  hierauf  be* 
fonbere  üvvicf fTcfjt  genommen,  unb  gu  biefem  Gilbe, 
jene  auf  SSf.  i8-  $‘9-  2  unb  3  mit  c  begegnete  ^ritfdje, 
oon  tannenen  ober  fiefernen  Soppelbielen,  in  Äug* 
ibung  gebrad;t  »erben.  Äuf  biefer  ftefjen  bie  ^flan* 


gen  unangetaftef,  nach  SRaafgabe  ihrer  ^obe,  ent* 
»eber  oorne,  in  bet  Sttitte,  ober  hinten  über  bet 
'gjtfffgrubeV'  je  nadfbem  eS  ber  Bwrf^enraüm,  oon 
ber  ^ritfdje  big  gum  genftttbacbe,  mit  ficb  fuhrt,  big 
fte  abgetragen  hoben.  Um  aber  tiefen  3»etf  er* 
reichen  gu  fonnen  ,  »at  notb»enbig  ,  guoor  aug* 
ftnbig  gu  machen,  auf  welche  Ärt  man  nun  auch 
bet  fPfTange  eine  angenehme,  bauernbe,  unb  gleich* 
förmige  SBdrme  oon  untenher  gu  oerfchaffen  im 
St  ante  fepn  wärbe,  ohne  »ercheg  ÄUeg  eitle  Vd 
mul;ungen  gewefen  fepn  burften.  Siefet  Äuffthbun^ 
mögen  fid)  wohl  größere  Schwierigkeiten  entgegen* 
gcftellt  haben,  alg  man  bei  cberflacijlicf>cc  Unter* 
fuchung  fid)  benfen  follte ,  ba  bei  bet  befannten 
«8erfahrunggart  bie  unterirbifche  ©arme  butd)  fri* 
fchen  «Pfcrbertiift  h*tobrgubringen ,  —  bie  Wangen, 
wdhrenb  bem  man  ben  €Otift  in  bie  (Stube  brachte, 
ihn  in  ©dhrung  femmen  tief),  unb  enblich  ©dtber* 
tohe  auftrug;  auf  gweierlei  SBeife  leiben  ttiUfttöf, 
Sag  Dlahgrlichff«  bei  biefer  SSewirfhunggart  war 
1)  ber  «Seeluft  betf  berjentgen  23drme:,  welche  uh* 
auggefe|t,  —  gulefct  fnilich  in  geringerm  ©T.ibe,  — 
ben  untern  ^flangentheilcn  guftromfe,  tag  Schdb* 
lieh  fte  aber  2)  ber  ftd)  ergeugenbe  SRifttotmpf  wdhrenb 
ber  ©dhrung,  welch«  (eitere  bocff'  nid)t  Umgängen 
werben  burfte,  wenn  nicht  bag  ©elingen  ber  Unter* 
nebmung,  burch  bag  fegenannte  (hftiefen  beg  3Ri* 
fteg,  follte  aufg  Spiel  ggfe&t  'werbrh.  Sag  ©tflere, 
alg  bag  Weniger  S5;dbliche,  föhnte  im  SßothfaBe 
burd)  Sfenwarme,  obgleich  nicht  fo  gang  eigentlich, 
erfe^t  werben.  2>em  Streiten  aber  war  feinefweg* 
oorgubeugen,  wetm  nicht  alle  ©cwddjfe  auggeiaumt 
würben,  ^flanjen,  bie  folgern  SRiftbampfe'  a'ufgefefet 
finb,  oerbrennen  oft  fef>c  ffarf,  unb  hat  bie  ©drt* 
ner  fdjon  gar  mannichfattig  in  Verlegenheit',  ober 


?anbfcf)aff  3.  =  ©avtcn  f  unßf* 


9i 


©etffgffenS  um  ba8  fdjoitcrc  ,2fnfe^en  ifpc  ^ffa^en  biefetvoffl.  nicht  ju  ui^ffrattet  fepn.?),  ituvelche  matt, 
gebracht,  mit  -fjülfe  einer  angebrachten  Seffnung  2  gig.  1  k.  k. 


Siefen  feeiben  mißlichen  gatten  mußte  bUtd) 
«ine  feefonbete  Ginrichtung  abgeholfen  »erben,  fo* 
tsatb  bi«  «Pcitfche  nicht  unnotffig,  unb  bie  Unfeeweg* 
Tichfeit  ber  2fnana$pflan$en  nicht  aufgegeben  »erben 
foüte ;  eine  Witflich  ftitifdre i  Aufgabe  für  benjem* 
gen!,  weichet  bie  Gigenfchaften  unb  SÖBitfungen  bet 
ge»6fennd)ilen  cfjülfämittel  in  bet  ©drtnerei  niefet 
genau  fennt,  bie  afeet  burefe  ein  alteö  bewahrtes,  in 
neuem  Beite«  nur  außer  2(cht  gefommeneS  Mittel, 
wie  id;  nun  beutlicbet  jeigen  werte,  gehoben  würbe, 

?fnfialtenbe  SDBirme,  welche  bod),  wie  leicht  ein* 
jufefeen  ift,  bei  biefer  Gu'titr*?Dlethobe,  unb  um  ben 
vorgefefjten  ßroeef  ju  erreichen,  unumgänglich  ndtfjig 
ift,  fann  nur  burch  eine  große  Tluffedufung  non 
frifchem  SJliffe  hervorgebracht  werben.  Sfebod)  ijt 
nicht  ju  Idugnen,  baß  enblid)  auch  ber  allergrößte 
Sftijlhaufen  feine  Hödrme  ju  verlieren  pflegt,  fofeafb 
.  nämlich,  bie  ©afjtung  auf  eine  ober  bie  anbere  SBu'fe 
feeenbigt  ijt.  Gbenfowenig  fann  aber  auch  mit 
(Stittfdjwejgen  bie  oft  feil  jum  SSerbrennen  ffotgenbe 
.£>ifce  be$  SDtiffS  unb  ber  Söf)e,  im.  Anfänge  ber 
©dhrung ,  übergangen  werben  ,  bie  bei  allen  bis 
,jeht  .  feefannt  geworbenen  Äultur  *  Sttetfeobe«, 

in  biefet  ^etiobe ,  ba$  ©efammt  *  ^Burjel* 

JBermogen  ber  ^flan^en  nicht  feiten  total  jerffdtfe. 
GS  mußte  qlfo ,  mit  fteter  cf)inftcht  auf  bejidnbigeS 
©tehcnbleiben  ber  ^flanjen,  barauf  gebadet  werben, 
Wie  auch  felbff  hier  in  bem  SDliffe  eine  gleich förmige 
5Bdtme  erhalten .  werben  fonnte^ 

liefet  3wecf  würbe  babutch  «rteidjf,  baß  man 
7),eineSDlißgrube,  «on  I4guß,  tief  anlegte  (NB.  follte 


Safel  18- ,  S«  jebec.  Sahrel  *  unb,  SagcSjeit  fei* 
fchen  Sttijt  einbtingen  farm.  SBitb  cS  bemnadfe  notfe* 
.wenbig,  bie  ju  fcfjwache  COlijtti'drme  ju  ^cb6f;en ,  fj 
fann  auf.  .bem,  in  ber  Sflliffgrufee.  in  biffem  ßujlanbe, 
nunmehr  jufammengefclten  Sftijt,  eine  ijinr«id;enbe 
Quantität  feifdjer,  burch  gebachte  Scffnung  ringe* 
führt  werben,  ohne  bie  ^nanaepfTangeu  nur  im  ©e= 
tingflen  berühren  ju  muffen.  3ff,  wie  $u  vermu* 
ihm  fleht,  bie  #ihe  im  Anfänge  bet  ©uhrung  ju 
ffarf,  fo  fann  man  2)  bie  ^ritfefee  um  etwas  lüften, 
baß  bie  überflüfffge  SOBdrme  verflüchtigt,  ohne  bamit 
5U  wagen,  ferne  ^pnjen  burch  SOlijtbampf  verbren* 
nen  $u  fefeen,  wie  ich  n°d>  weiter  jeigen  werbe. 

SD?uß  aber  bie  ganje  ©rufee  auSgeleert,  unb 
von  fettem  frifdj  ungefüllt  werben,  fo  wirb  erftlich 
bie  eine  $d(fte  auSgeleert  unb  wicber  vottgefey,  fee* 
vor  man  bie  jweite  Raffte  auf  eben  biefelbe  SBeife 
in  2l.beit  nimmt,  bamit  auch,  felbff  im  23?rlaufe  bie* 
(er  Arbeit,  5S?iff warme  in  iöirffamfcit  feieifet,  Sie 
ganje  Speraticn. gcfc^trtjt  aber  übrigenä, ,  ebenfo  wie 
vorhin  gefagt  würbe,  burch  bie  gebaute  Sepung, 

5Bet  biefer  5ßerppegung8art  flößen  wir  aber  auf 
«inen  neuen  SDlangel,  ber  von  jebem  ©artner  um  f« 
ß'cherer  berüdfichtigt  wetben  wirb,  je  nadjtheiligertt 
unb  fchablichern  (Sinpß  er  auf  bie  eingefchlof* 
fene  ^pßanjenwelt  h^fetu  fanu-  Siefer  ijl  bie,  wdf>= 
renb  bem  2fu$*  unb  Ginbringen  beS  SUijleg,  offene 
Sfeüre  kgigur3,  fcucc^  welche,  inSbefonbere  bei  ffren* 
ger  Ädlte  im  Sßintet  (wenn  man  in  biefer  S^hreS* 
jeit  burch  befenbere  Unfdüe  follte  gejwungen  werben, 
eine  fold^  Operation  ootiunehnwn) ,  eine  höchjl  ver* 


Canbfd)dftS  s  ©avtenf  un?. 


tcrfettrfje  Äalte  einbringen  mußte,  liefern  »liefet  ju 
»ermeibenben  ^efetec  abjufeelfcn,  bütfen  bie  Ein-- 
gangltfeürert  b'e?  «Scfeopperi^  gigür  3  unb  5  i  niefet 
<iuf  bie  ©tubentfeür  flößen,  wie  aud)  feiet  fefeon  bie 
Etntidfeümg  .qc troffen  ifl,  fonbent  muffen  fo  weit 
'feitwdrtS  onqcbracfet  werben,  all'  cl  bie  'C^mmetne, 
inSSerbinbung  mit  ber  innein  ^fntdqe,  jülnßt.  tfüßet* 
bem  fann  im  Innern  bei  ^aufcl  noefe  eine  SSor* 
liefe  tung  angelegt  werben,  wie  feier  $feür  i,  o/$,'  f 
3idf)et  bejeid)nct,  burefe  Wclcfee  alle  Unqcmvicfelicfef ci= 
ten  bet  Tfrt  ßdn jtiefe  aufqefeoben  Werben  fennen. 
Cie  beflefet  aul  eingefcfeebenen  unb  aufgelegten  tei<fe= 
teri  «Stetem,  wtldje  bie  Ctubcntfeür  ganj  vetfpetten, 
ir.b  fomit  auf  bem  {Tcfeetflen  unb  teiefeteften  ©ege 
öüel  Einbringen  non  Ab  gonj  bequem  aufbeben, 
cijru  baß  bie  Arbeit  nur  im  ©cringfien  verfeinert 
ober  aUdfe  nur  befefewert  würbe,  unb  all  unb  jeber 
mit,  wie  ofene  tiefe ‘SStctterwanb,  fann  feeraulge-- 
füfert  unb  eingeferad;t  werben. 

5Run  liegt  utrl  aber  noefe  weiter  ob,  iurücfjtu 
fefeten,  um  bal  fcfeablicfee  Einbringen  bei  JDliflbampfl 
jiäfeet  ju  beleucfetcn,  auf  welcfeen  eben  fo  viel  SRücf» 
fd)i  muß  genommen  werben,  all  aul  ifem  äfenlicfee 
Erfcfeeinungen,  bie  ba«  beffere  gortfommen  ber  be* 
treffenben  ©ewdcfefo  etfefeweren,  ober  wofei  gar  bet* 
feinbern,  feetvorgefecn, 

Um  tiefen,  für  jebel  ©cwdcfel  fo  dttßerfi  fcfe5bli- 
djen  iflb  arnpf  alfjufeftTt  eit,  ifl  folgenbcl  fdjon  lange 
iefaftnte,  aber  noefe  liefet  angewent  etc  Niftel,  mit  bem 
^eflen  Erfolge  nun  glüefliefe  angewenbei  werben.  3«» 
bem  (Stiflfceef  =  ©atmet  wirb,  wcnigflenl  bed;  buttfe 
jufaing^  tfnwenbutig;  befannt  fe fett,  baß  Äüfemifl,  fo* 
balb  «'bei  Reiberei ,'  irelcfeln  #nmfn  {?*  altcfe  feaben 


mag,  angewenbet  wirb,  ’ben  ©cwdd)fen  butefe  feitfeit 
bei  bet  ©äfetung  er.twicfelnben  £ampf  unb' batauf 
erfßlgenben  DiiebCrfcfelag'  triefet  im  ©jetingften  fcfedb* 
liefe,  fottbem  wie  bie  Etfaferung  leferte,  auffallenb 
nütjlicfe  war.  gernet  muß  aber  auefe  einem  folgen 
befannt  fepn,  baß  tiefer  Wswat  W'fefet  mt  <St«filbe 
ifl,  eine  Burje  unb  flarfe  £ifee  feertoviubringen,  jfTe 
aber  langer  ju  galten  gar  nid)t  geeignet  Ifl.  25iefeS 
in  tteberlegutfg  gebraefet;  mußte  fTd)  eirf  Mittel  fin* 
ben  gegen  jenen  vetfeeccenben  iDampf  bei  ^)ferbemi* 
fiel,  ofegleicfe  el  niefet  moglicfe  ifl,.  bert  tfufemifl  em 
unb  für  ftd) ,  in  biefet  ^infiefet  ju.  vetferaudjen.  El 
würbe  beßfealb  jum  SSortfeeilc  bet  ©ewaefefe,  unb  jurn 
Unterbotenen  bei  Sampfel ,  im  .Snnent  ber  Sftifrävube 
fotgenbe'  Einricfetung  bei  2(nfüllung  berfelbcn  getrof* 
fen.  «ftaefebem  eine  flar.fe  Cage  guten,  frifd)(?n,  uns 
verbtatihten  *})feibemijlel  auf  bem@runbe  ber  ©rube 
aulgebreitet  unb  eingcfefelagem  war,  würbe  «ine  ge* 
ringer«  Sage- von  «ben  fo  frifefeen  Sufemifi,  gleicfe* 
falll  aulgebreitet  unb  feftqefcfetaqen.  @0  würbe 
fortgefaferen,  bil  bie  ©rube  gdnslicfe  angefüllt  war, 
wobei  aber  feauptfdcfeliefe  noefe  muß  beobaefetet  werben, 
baß  bie  obetjle  ©efeiefet,  welcfec  an  bie.  $ritfd)e  cm- 
floßt , . nidyt  «Pfetbcmifl,  fonbetn  eine  herbere.  2age 
Äufemifi  fepn  muß,  all  bie  vomilgegangenen,.  fo 
wie  bc.rje&te  «Blifl.  an.  bet  Einbtingungltfeür  eben 
fo  gut  Äufemifl  fepn  muß. 

©ob alb  biefel  Severe  ganj 'genau  beobaefetet  unb 
aulgefüfert  wirb,  fo  ifl  ber  fcfeablicfee  ^ferbemif* 
©ampf  unterbrüeft,  ofene  baburd)  bem  ffffifte  an 
©penbutig'  feinet  ©drmeBraft  feinbertiefe  ‘jü  fefen, 
nod;  viel  weniger  fie  51t'  unterbruefen; . 

hiermit  Ware  nun  auefe  biefem  Ue6el,  ittm 
fßottfeeile  ber  2ln«n«liudfet  abgefeblfen,  imb  el  fahn 


Sa  n  bfrf)ö  ff  5 

nun  nur  noch  fcte  <utfefjnf?4>e  Stenge  b eg  benötig* 
ten  Sß'peg  in  3fnf chlag  gebraut  werben,  welchen 
eine  fo  tiefe  (Stube  jur  ?lu  cfütlung  erferbert.  Söafjr 
bi e  Stube  ifi  fefjc  tief,  unb  mag  aud)  nur  in 
notblicheren  ©egenben,  oon  biefem  ©cbjatte  erfpriep* 
lic^  unb  unumgänglich  fepn.  Sebcnfen  wir  aber, 
bap  bet  3)?ipy  nadjbem  ec  bie  erforberliche  Södrme 
ben  ©ewächfen  $u  ihrem  Storthefle  unb  gortfommen 
oerabreid;t  f>ctt,  nun  ferner  noch,  —  of >ne  an  feinet 
2>ungung«ftaft,  burd)  bie  oertorne  ©igenphaft  bet 
©tf)i&ung  ober  Söärme*  ©rjeug'ung,  abgenemmen  $u 
fjaben,  —  alg  weit  tüchtiger  jum  Zungen  ber  gef* 
ber  ober  ©emüfe  *  Sdnbereren  bann  benufjt  werben; 
tt>ie  im  ©egentheile  gan;  frifdjer,  aug  ben  Stal* 
len  genommener,  langer  97?iff,  f0  mochte  idf>  wob,l 
ratzen,  ben  €0?ijT  lieber  alfo  benu^t  $um  Zungen 
tüchtig  511  machen,  alg  ihn,  im  entgegengefe&ten  gaffe, 
auf  «Raufen  $u  fahren,  wofelbp  et  nach  unb  nad) 
»erfauft,  unb  jtt  jener  33enu|ung  jubereitet,  aber 
«ud;  bon  8uft  unb  (Sonne,  —  liege  er  auch  in  ei* 
ner  flachen  ©rube,  —  auögejc^rt  wirb,  unb  allba, 
burch  bie  ©ährung,  noch  baju  eben  fo  oiet  an  bei¬ 
menge  abnimmt;  alg  wenn  ec  juc  Treiberei  wate 
benu|t  worben. 

SSoUte  jebod)  Semanb  hierin  eine  ©rfpacmf 
fudhen,  fo  bfeibt  unbenommen,  bie  ©rube  flacher  ju 
machen,  bamit  fit  weniger  SWijl  *u  faffett  oermag, 
unb  bemungeachtet  hinlängliche  Söarme  oerbreifen 
fann.  9?ur  barf,  in  biefem  gaffe,  bie  innere  ©in* 
tichtung  beg  £aufeg,  in  £inftc&t  auf  bie  hohen  ©tu* 
ben* dauern,  nicht  abgeänbert  werben,  weil  fonft 
bie  Seffnung  jurn  ©inbringen  beg  €0?tfle«,  gleichfalls 
mupte  oeränbert  unb  tiefer  gefegt  werben,  worin  ber 
Äcnal  hinberlich  i%  gfaube  üin 
ioetf,  b,  2t,  Z,  @arh,  Sflag,  y,  S3b,  3,et.i83i, 


s  ©arten! u«|f.  93 

bap  cg  bei  einer  ^errfefcaft,  w^che  3fnanagjud>t  be* 
ftehft,  unter  obenbemefbefer  weitern  SScnufcung  beg 
mifteg,  auf  einige  Söagen  vott  mel;r  anfommen 
wirb, 

So  weit  nun  oon  ber  innem  93efchaffenheit, 
SJerridjtung  unb  25enufcung  ber  STfipgrube;  unb  nun 
il!r  nettem  SBefchreibung  ber  fPritfche,  unb  wie  ft'e 
bem  Smecfe  gemap  benutzt  wirb. 

Seit  fanget  Seit  benufct  man  fchon  bei  ber 
^fnanagjudjt  bie  ©erberlohe,  unb  jwar  mit  bem 
beften  ©rfolge,  unb  man  bebient  ficf)  ihrer  aug  bie* 
fern  ©runbe  fehr  oieffdftig  auch  bei  Sterpflanjen; 
theifg  auf  mift,  anberntheifg  auch  ohne  benfefben, 
weit  fie  eine  mdpigere,  länger  anhaftenbe  Söarme 
giebt,  bie  ben  ©ewädjfen  weit  }U(räglicher  ip,  afg 
bag  tobenbe  geucr  beg  SfliPeg,  weicheg  oft  fehr  fdjnefl 
oerlofcht.  £)ie  mancherlei  ?fnwenbungen,  fowohl 
mittelbare,  alg  unmittelbare,  bei  bet  tfnanagjudjf, 
gehören  nicht  hierher.  fWan  wirb  mir  eg  bepfjalb  $u 
gute  halten,  wenn  ich  fchneß  barüber  hingleite,  unb 
nur  noch  oon  tf>r  berühre:  bap  man  fie  beffer,  bei 
unfetec  97?etf)Obc,  gar  nid;t  mehr  gebraucht. 

®ie  ^ritfehe,  beten  Sefchaffenheit  nun  allem 
Ootan  etp  $u  befchreiben  ip,  ruht  ihrer  Sänge  we* 
gen  auf  oier  flarfen  eichenen  pfählen;  beffer  auf 
fedjg;  noch  beffer,  aber  fepfpieliger,  auf  neunen. 
£>iefe  pnb  in  ben  ©runb  ber  Stfipgrube  fep  einge* 
rammelt,  unb  freiten  fclche  in  beet  ober  oier2fbtf)ei* 
lungen.  Sebeg  *Paat  ober  jebeg  ©ebrifte  trägt  et* 
nen  gleich  patfen  eichenen  Gueerbalfen,  wie  hier 
auf  £afel  18.  gigur  2  unb  3,  a,  b,  ju  fehen  ip. 
2(uf  biefe  {entere  nun,  »..yben  ber  Sänge  ber  ©rube 
£> 


.  Canbfd)aft§ 

94 

nad),  tannene  SSrcter,  oon  i  bi«  i|  Soll  bicf,  b«ht 
an  einanbet  fibctgel'egt,  weld)e  alSbann  bie  Dcit^t 
aulnKidjm,  unb  geeignet  ftnb  bie  ^>flat»5cn  ju  tragen, 
auch  bie  »me  gehörig  burchjulaffen. 

2)er  SDlifl  füllt  bie  ©rube  an ,  H«  1)«**  an  bie 
^ritfdje,  auf  meldet  nun  bie  ^nanaöpflansen  reil)en= 
weife  georbnet  ,  oufgejiellt  werben.  ©»«  9an* 
blof  flehen  ju  taffen,  get)t  nirf)t  an,  fonbern  e« 

mug  notfywenbigerroeife  nod)  etwa«  (jerbeigefebaft 
weiben,  wetdjc«  bie  leeren  Sidume  jwifdjen  ben  26= 
pfen  volifommcn  auäfullt,  Stjeil«  um  bie  Vhjt* 
warme,  jum  befferen  ©enujfe  für  bie  betreffend« 
^flanjen  ,  fefter  ju  halten  5  <iud)  ( um 

ba«  e£*runterfallen  bet  ©infutterung  ju  verhüten. 
Um  ben  elften  Sivccf  ju  erteilen,  wirb  nun 

anflatt  bet  ©dtbetlohc,  entwebet  eine  feine  gute 
■Dammetbe,  obet  in  ©tmangelung  betfelben,  ganj 
verrottetet  SJiifl,  von  welcher  2l)ietart  et  aud) 
t)crtui)tc ,  genommen.  £a  nun  aber  bie  rpritfd)e 
mit  bet  ©rubenmauet  gleiche  #Sh*  hat,  fo  wirb, 
um  ben  jweiten  3»ccf  su  erreichen,  nod)  ein  ben  ge= 
wohnlichen  «beeten  dt)nli'd)et  Mafien  erforbert, 
bet  bie  Mt  von  i  Suf  3~4  3®«  bat,  wie  it>« 
gigut  2.  g  seist ,  nur  bie  SRauer  d  bet  ©vube  frei 
u^t,  unb  fomit.  bie  ^flanjen  mit  i&tet  ©inffittevung 
jufammenhdlt. 

Somit  nid)t  etwa  biefet  haften  in  bie  ©rube 
rutfdje,  fo’ifl  et  unten  h«um  mit  ein^t  Warfen  Satte 
verfemen,  bie  fid)  in  bie  Sange  auf  bte  flauer  legt 
unb  bei«  fRieberfinfen  gdnjlid)  verhütet,  wie  gig.3.  g 
ju  fetjen  ijt 

Qi  ift  feinem  3»eifet  unterworfen,  baf  auf 
triefe  tfrt  bie  2fn«na*pff«%*  ganj  oljneSopfe,  unb 


*  ©atfenfunjt 

btof  in  ben  mit  guter  emgemefnet  fruchtbarer  ©tbe 
ungefüllten  Mafien  gepflanjt,  vcdjt  nad)  Söunfdje  ge. 
beiden  mosten,  tiefer  ©ultut  =  SRethobe  ft^en  abec 
ungleid)  mehr  £inbetmjfe  im  23ege,  al«  beteiligen, 
welche  in  bem  fraglichen  £aufe  anweisbar  ift,  unb 
woju  hauptfdehlich  bie  abgetragene  ^flanje  ju  red)* 
ne»  fepn  mochte.  Sn  biefem  £aufe,  unb  narben» 
bie  geüchte  alle  abgenommen  finb,  werben  im  fpaten 
^erbfte  bie  abgetragenen  ^flanjen  herau«genommen, 
unb  bie  fidrfften  au«  ben  ©ommetfajtej»  an  ihre 
©teile  gebradjt, 

gilach  ben  ©rfahrungen,  weldje  wir  von  bet  9Ra= 
tur  bet  2(nana«pflanje  haben,  fo  foUen  f te  von  Seit 
*u  Seit  au«  ©ptdflingen,  ober  beffer,  au«  ben  Äto* 
neu  von  vorjugtidjen,  guten  unb  au«ge$eid)net  fd)6= 
nen  gcud)ten,  —  wohin  erhebliche  ©tofe  bet  Se&. 
tern  gerechnet  wirb,  -  fortgepflanit  werben,  bamit 
bie  abgetragene  $flanje  etfeW  unb  fte  mithin  weiter 
unbenufct  weggeworfen  werben  fann.  ^>ter  mußten 
atfo  bem  bebeutenben  «JRi^tanbe  burch  3w»fW**« 
jüngerer,  f&c  ba«  folgenbe  Sahr  tragbarer  Wangen , 
fluf  eine  ober  bie  anbete  2Crt  abgeholfen  werben, 
wcld)c«  fid)  freilich  burch  einen  f)inldngltd)en  SSot* 
tath,  von  in  £6pfen  Eultivirten  ^flanjen,  von  on* 
fehnlichet  unb  minbetet  *&of>e  unb©r6fe,  red)t  gut 
bewcrfftelligen  liefe,  wenn  fonftige  £inbetmffe,  al« 
fcafinb:  UnbequemtidjEeit  im  ©ajwifchenpflanjett, 
unb  unmöglich*  ©rfefcung  ber  au«gefogene»  ©tbe  K., 
ju  beftegen  wdten. 

3d)  habe  fjieviw  feine  eigene  Erfahrungen,  bie 
mi d,  leiten  f6nnten  ,  wenn  ich  ««  unternehme« 
wollte,  au«füi)tlicf)er  baruber  ju  ceben.  Vielleicht 
fibernimmt  biefe«  ein  Oberer,  ber  hi«**«  mit 


2anbf$aft$  *  ©ötfenfunff,  95 

grogetet  ©ewigh«tt  unb  Subttldffigfeit  ju  fprechett  tung  fein«  dlenntniffe  epaminirfe,  unb  fich  won  ber 
®*rmag,  SRufcbatfeit  obet  Schönheit  überjeugte  §u  erwähnen. 


Aufcrbem  b(ei6t  nod)  ju  berücfftchtigen:  ob 
bie  abgetragene,  fonffc  gefunbe  *PfIanse  nicht  etwa 
beibetjaiten  werben  fonnte,  wenn  alle  Sptöglinge, 
fci$  auf  einen  ber  unterffen,  fbdtfftcn  unb  angemef* 
fenfien,  fo  wie  fte  ffd)  ausbilben  wollen,  abgelögt 
wütben.  din  foldjer  wmbe,  unter  übrigens  guten 
Umjlanben,  bie  abgegangene  ^Jflanje  balb  erfe^en, 
unb  mochte  aud)  bei  dinführung  biefer  dulturme* 
tfjobe,  nad)bem  alle  grumte  abgenommen  fepn  wur* 
ben,  eine  jiemlicb  vollftdnbige  ©leirfjtjeit  uiiter  ben 
jungen  ^flanjen  Statt  ftnben. 

Sie  AnanaSpflanje  f)at  bas  ifjc  allein  digene, 
nach  unb  nad)  neue,  unter  ben  SSlättern  fcf)on  oor* 
banben  liegenbe  SBitrjeln  ju  entwicfeln,  fo  wie  bie 
alteren  S5ldtter  abgelögt  werben.  Sö?an  fann  eis 
ner  folgen  jungen  iPflmje  bicfemnacf)  mit  gutem 
drfolge  Reifen,  unb  mehr  nodj  aus  bcm  ©runbe, 
weit  ftd)  bie  drbe  nad)  unb  nad) ,  wie  biefeg  ganj 
gewöhnlich  i)l,  ffatf  jufammenfe&t,  unb  man  fte  mit 
Aufsagung  neuer  fettet  dtbe  um  fo  leichter  unter* 
fluten  unb  auffyelfen  fonnte. 

SSei  biefer  ©elcgenheit,  unb  ba  bod)  gerabe  »on 
einer  auf  pfählen  ruhenben  *Pritfd)e  bie  9?ebe  iff, 
fann  id)  mid)  nid)t  enthalten,  .  ber  drjdhlung  eines 
jungen  23aumeiflerS,  ber  mit  bem  ©enie*dorpg  ber 
ehemalig  SSeffphalifchen  ^ülfStruppen  nad)  Spanien 
gieng,-  unb  oon  bort  mit  3J?ufe  in  fein  2?aterlanb 
jurueffehten  fonnte,  folglich  alles  SSemerfenSwecthe 
auf  biefer  Steife,  welches  ftch  ihm  barbot,  unb  h«upt» 
fachlich  in  fein  §ad)  fchtug,  auffuchte,  jut  S5cteid)e* 


3d>  fjoffa  man  wirb  mir  biefe  Abweichung  er* 
lauben,  unb  wenigflenS  meinem  guten  SfBtllen  ©e* 
rechtigfeit  wiebetfahren  taffen. 

Siefer  fagfe  mir  einßenS,  im  ©efprad^c  über 
bie  oerfdbiebeittlicben  Steib  *  unb  begleichen  anbere 
Raufer,  bag  er  beten  auf  feinen  militdrifchen  3u» 
gen  burch  alle  9tid)fungen  non  £eutfd)lanb,  ^)oten, 
Stuglanb  unb  Sranfreid) ,  in  folchec  unjdhligen 
Stenge ,  aber  fef)t  feiten  mit  Abanberung  ,  ganj 
nach  einet  obet  bet  anbern  Sauart  angetroffen 
hatte.  dr  folgerte  hieraus  ben  Schlug,  bajj  man 
in  biefem  ßweige  ber  Saufunfi  noch  erjfaunlich  weit 
iurütf  fep  gegen  Anbere.  dt  h«t  aud),  wie  ich 
glaube,  nicht  Unrecht,  benn  unfet  ©arten  =  S5auwefen 
crfcheint  noch  wie  in  ber  £inbt)eit,  wo  man  23er» 
fuche  auf  Setfudje  hduft,  unb  burd)  bie  eine  2fte* 
tfjobe  bie  anbere  ju  übertreffen  glaubt.  dS  iff  noch 
nicht  im  ©eringffen  baran  ju  benfen,  bag  man  für 
eine  ober  bie  anbere  *PfIanjencultut ,  ober  für  eine 
ober  bie  anbere  Treiberei,  eine  gewiffe  $orm  unb 
toon  biefer  abhängige  dinrichtung  mit  Buoerlafftgfeit 
annehmen  fonnte.  diner  jief)t  biefeS,  ber  Anbere 
jenes  oor.  Seber  fudjt  feine  SSehauptung  burch 
©runbe  $u  unterffü&en,  woburch  benn,  wie  nicht  un* 
gewöhnlich,  mehr  verloren  als  gewonnen  wirb.  Sa* 
bei  müffen  wir  aber  auch  bebenfen,  bag  es  in  ber 
©arten*23aufunfi,  aus  oielett  erheblichen  ©rün* 
ben,  am  fchwierigffen  fepn  mochte,  für  jebeS  Ältma, 
unb  was  barin  nodh  mehr  ju  beobachten  ift,  allge* 
mein,  anwenbbare  unb  gültige  Regeln  annchmen  ju 
fonnen.  Scber  Saubere,  ja  felbft  jeber  ©drfner  — 
D  2 


95  SanbfcfjaftS  =. 

Ut-  oft  a!ß  nod&  fcemb  in  bet  betreffenben  ©«gcnb, 
unb  ben  Ort  mit  £infid;t  auf  bie  £immelßgegmb 
unb  g-ofat  =  öerhältmfie  noch  gar  triebt  feimt,  oft 
aud)  gar  nicht  an  bic  Stothwenbigfeit  tiefer  SSufannU 
f cijaft  ernfrlid;  beoft,  —  trift  bcpfjalb  nad)  eigenem 
©utbünfen  unb  ©runbfähen,  fowohl  im  Snnern  alß 
2feu^etn  Vetänbecungen ,  baß  man  gewißlid)  lange 
ftufjufudjen  hat,  biß  man  ein  i()m  völlig  &lcid)eß 
($*bäube  irgenbwo  antrift.  ©o  fanb  ec  unter  vie* 
len  folgen  Raufern,  ähnlichen  83ehufß,  in  bec  Ciham« 
pagne  (?)  wie  er  glaubte  ein  ^flanjenljauß ,  mW* 
gebrochene  genjtec  fjatte,  wie  mir  fie  fdjon  genau  fen* 
tun,  mit  einer  ©tube  im  Snnecn,  beffen  Umge» 
buugßmauer,  ungefähr  2  $uß  über  ben  ßanal,  tvots 
auf  man  gehen  mußte,  heroovragte.  £>ie  ©tube 
war,  nad)  feiner  tfußfage,  mit  ehter  $ritfd)e,  wie  bic 
in  unferm  tfnanaßhaufe  »fr,  8»9ebe<ft.  ®':e  trac  a*et 
Mid)t  unbeweglich  wie  biefc,  fonbern  ruf>ete  auf  nur 
großen  eifernen  SBinben,  benen  gleid),  welche  man 
auf  großen  Skatern  btnuty,  um  baß  parterre  nad) 
tScfocbetniß  ber  Sühne  gleid)  ju  tjeben.  SBit  #ülfe 
biefer  fJBinben  h°b  unb  ueefenfte  man  bic  ^rttfehe 
mit  ben  barauf  georbneten  ^ßanjen  unbTfUem  waß 
fie  trug,  nad)  5Boblgefallen. 

9Baß  eß  für  ©ewächfe  waren ,  bie  man  auf  biefc 
2fvt  behanbelte,  wußte  er  eben  fo  wenig  ju  fagen, 
weil  eß  ihn  nicht  intereffüte,  alß  ec  weitere  ©r»ä= 
tungen  'geben  fonnte,  in  welcher  Seit,  bet  welcher 
©elegenheit,  ober  unter  welchen  Umfianben  man  bie 
Vorrichtung  »erfenfte  ober  erhob.  ©ollte  einem  mrt« 
ner  verehrten  Befer  biefc  Sinrichtung  befamrt  fern, 
fo  fbnnte  eß  einen  widfommenen  33eitrag  jur  ©arten* 
SSaufunfl  für  biefeß  3»<tgftjra  abgeben,  bec  ficherltch 
aUen  Biebhabern  biefeß  3wciSc«  ber  ©ärtnerei  recht 
feht  angenehm  fepn  würbe, 


©  a  u  f  e  n  f  u  n  fr, 

«©eichen  9lufcen  baß  Serfenfen  ber  ^ffanjen  in 
einem  folgen  #aufe  haben  fern«,  ifi  mir  ein  9iätf)* 
fei.  ©tänbe  eß  anfiatt  in  ber  Champagne  im  tie* 
fen  korben,  fo  mod)te  id)  wohl  behaupten,  bie  Set* 
fenfung  gefchähe  jur  gelt  brüefenber  Äälte,  auß  bec 
Urfache,  um  weniger  ober  aud)  gar  nicht  heifcen  j« 
burfem  unter  tiefem  -£immelßfirid)e  aber  buefte 
tiefe  Utfadje  wc^l  unbeiudfichtigt  bleiben  Uv.ntn, 
©ollten  eß  etwa  ©ewäd)fe  auß  ber  warmem  Sone 
gewefen  fepn,  bie  man  tytt  pflegte,  unb  weldje 
fchattenlicbenb,  burd>  Setfetvfen  ben  brenn enb« 
fien  ©onnenfirahlcn  fottten  entjogen  werben?  2fuß 
einer  falten  Sone  fonnten  fie  nicht  fepn,  benn  woju 
alßbann  ein  *£auß  mit  genjietn? 

SJiodjte  cß  bod)  Semantem  gefällig  fepn,  weitere 
tfuftlärung  ^iccutcr  ju  ertheilen.  SÄoglich,  baß  eß 
aud),  wenn  bec  Siufcen  bavon  begannt  würbe,  für  utt* 
[er  Älima  angewenbet  werben  fonnte. 

2Bic  wollen  nun  bm  gaben  w'tcbe.c  ergreifen, 
unb  jur  weitern  Vefdjreibung  unfevß  tfnanaßhaufeß 
iurüdfeheen. 

£v;  Sinfaffung«  -  dauern  d  ber  SRifr» 
gvube  A  f:ub  nun  aber  fo  hoch,  baß  eß  gar  nicht 
möglich  ‘wirb,  ohne  Beiter  ober  eine  anbere  Sot* 
ttdjfung  bie  ^fianjen  gehorigetmaßen  warten  unb 
pflegen  ju  tonnen.  Stefem  ^inberniß  ifi  wicbcc 
auf  eine  bcfüebigmVc  SSeife,  wiewohl  nicht  ohne  be* 
fonberc  Unfoficn,  abgeholfen. 

Oer  ©rfinbec  machte  nämlich ,  mit  £ülfe  von 
ci feinen  Oueetfiangcn  ,  weldje  im  hinten  ^heiIe 
beß  ^aufeß  in  boibe  Stauern  ,  nämlich  in  bu 
©cuben  *  unb  ^außmauer ,  im  »orbern  Shetle 
aber  in  bie  ©rubcnmaucc  eingemaueit,  unb  an  bie 
genfierpfeilec  angenagelt  würben,  vermittclfi  barauf 
gelegter  fiarfet,  1»  So«  breiter  SSretcr,  wie  gig.  2,  k 


Sönbfc^dffg 

sergt,  eitim  ffatfen  bauerhoftm  ©ftg,  bcc  ihn  fo  hoch 
in  bie  #öf;e  brachte,  bctjj  er  alle  UnterhaltungSavbei* 
ten  auf’S  SSeqitemfle  unb  gu  jcbcc  Seit  ungehinbert 
beforgen  fonnte.  Samit  aber  babutch  bie  geue* 
rtmg  nicht  litt,  unb  auch  feine  geuerSbrunjl  ju  be* 
furebten  war,  fo  würbe  jte  ba,  wo  ber  ©chotnjiein 
«nfdngf,  bem  in  biefee  ©egenb  nie  gu  f)ci|en  (5onoI 
t»iö  auf  einige  3oü  nabe  gebracht,  «nb  fo  gang  wage= 
tedfjt  fortgeführt,  bis  auf  ben  Öfen,  über  weiten  fte, 
ba  ber  ßanal  oon  hier  an  i|  gujj  bis  gum  Uebergange 
in  ben  0dhornjJein  jleigt,  eben  fo  hoch  entfernt  wur= 
be,  tmb  weber  S5ranb  noch  Surütffjaitnng  ber  SSartne 
befürchten  Idjjf.  tiefer  ©teg  ba cf  aber,  wegen  ber 
auSftromenben  SBdtme  beS  Gianftlo,  nur  aus  einem 
S5ret  befielen,  um  jene  nicht  jurü^-nfaiten. 

2(lfo  eingerichtet  wirb  baS  SSegiefm,  Ituflocfern, 
unb  wie  es  weiter  feigen  mag,  fpietenb  oerrichtet, 
«nb  bie  ^langen  fonnen  Don  allen  ©eiten  gefehen 
«nb  beobachtet  werben. 

Ser  ßanat  erhebt -fiel)  leicht  jlcigenb  Dom  Öfen 
bi3baf)in,  wo  er  gum  ©chotnjfein  wirb,  wie  fcf;on 
bemerft  würbe,  i|  gufj,  wobuvch  ein  «othwenbigec 
Sug  hetoorgebracht  wirb,  ber  baS  geuer  immer  in 
gleichem  Sranbe  erhalt,  ohne  übermäßig  gu  gieren, 
unb  bas  £olg  gu  fchnell  gu  Derfchmelgen.  Swei  ©ci* 
ten  beffelben  Derbreiten  runbttm  im  #aufe  bie  -?rfor* 
betliche  Söatme.  SJlii  leichter  2Ttü he  fonnte  man 
auch  noch  bie  britte  ©eite  beffelben  frei  ltgen,  um 
ihn  beffo  wdrmeoecbreitenber  gu  machen,  wenn 
»S  nothwenbig  fepn  füllte.  Ser  Öfen  ift  mit  lie* 
genben  S5acfftctnen  aufgemauert-  unb  mit  einer  ei* 
fernen  glatte  belegt.  SSei  bem  (üanal  flehen  bie 
SSacffteine  aufrecht,  unb  tragen  gleichfalls  eiferne 
glatten.  Sie  Öfenplatte  muf  ferner  noch  wegen 

fteuetSgefahc  unl)  We3m  jU  pat^c  m&mntibxtU 


s  $  av  t enf  un  jf,  97 

tung  in  biefer  ©egenb,  mit  feinem  ©anbe  bie!  über* 
legt  werben. 

33ei  gigut  2.  1,  iff  ein  S3  r  e  t  angebracht, 
welches  fidj  i)  für  mancherlei  ^Tangen  eignet,  bie 
man ,  —  wo  nicht  im  ©ommer,  bod)  im  SBinfer,  — 
mit  SSortheil  bal>m  aufjtellen  fann,  als  ba  finb: 
Cyrilla  pulchella  gum  2fufbewahten,  bie  feinem 
Stapelien-,  Alo-e-,  Me&embryanthemum-  unb 
Cactus  -  2frten.  23luaiengwiebeln,  bie  angetrieben 
werben  füllen,  unb  begleichen  mehr;  2)  fann  man 
gar  mancherlei.  ©crdthfd;aften,  9fummetholger,  felbji 
Swiebeln  unb  2lnana6f tonen  gum  2fb(rocf«cn,  unb 
was  eS  bergfeid;cn  noch  mel;c  ijl,  h‘cc  «icbcc* 
legen. 

Sie  ©infaffungSmauern  bet  Sftijfgrube  werben 
auch  tunbum,  fowol>l  Dorn«  als  hinten,  mit  ©e* 
wachfen  beffellt,  unb  gwat  auf  bie  hinterjfe  höhere 
©achen,  weld)C  über  bie2fnanaS  hinwegfehen,  ober 
weniger  ©onne  unb  Sicht  gebtaudjen,  unb  auf  bie 
Derbere  nichtige  ^(Tangen.  2fujjctbcm  ijl  aud;  noch 
ein  S5tet  an  bie  Dotiere  Stauer,  §iguc  2.  h,  ange* 
bracht,  worauf  man  f leine  unb  nieblid^e  ©emddife, 
felbji  ©tecflinge,  flellt,*bie  hier  eine  fehr  Dortheil* 
hafte  ©teile  ftnben.  2fuch  fi’rtbet  fid)  Dorn  au  bet 
gcnflctwanb,  ein  für  hierher  paffenbe,  h öhete  unb 
wiehere  fangen  fehr  anwenbbarer  $>la& ,  burd) 
welche  ben  IfnanaSpflangen  nicht  ber  geringfle  2(b* 
trag  gefdhicht,  inbera  biefe  fo  Diel  höher  als  jene 
fteben,  ltn{j  j)ag  2}0rred)t  h^ben,  Sicht  unb  SBdtme, 
ohne  iöeeintrdchtigungr  allen  anbern  als  «fjauptfadje 
juDor  ju  geniefen. 

Sie  gen  ff  er,  fewüfjl  bie  ffehenben  als  liegen* 
ben,  finb  ^ittfenjfer,  unb  festere  in  ber  fOfitte  ge* 
brodhen,  wie  gigur  4,  F,  geigt.  Die  obere  #a(ffe 
ruht,  wie  brfannt  unb  Dielfach  angewenbet,  ganf 


SanbfcfjafU  * 

voentg  mit  bem  unteren  bahnten,  auf  ber  oberften 
beg  jweiten  Sender«/  lauft  auf  mefftngnert  SRoOfn, 
unb  fann  nad)  ©utbefinben  f^cruntcrgclaffe»  werten, 
wag  jebod)  dufetfi  feiten,  otec  wie  i«^  weiter  unten 
heutiger  fagen  werbe,  fafl  gar  nid)t  gefd)iel)t.  ©'« 
(gedeihen  fdnnen  nach  neuerer  Art  von  bet  gewöhn» 
liehen  gotm  abwcichen,  wie  giguc  4-  E’  ]>  ftnt)<Us 
tu.  9Jtan  macht  fl«  namtid)  in  neuern  Seiten  auf 
Der  unteren  Seite,  anflaft  fonfl  ganj  gerate  nunmehr 
etwa«  langlidjeunb,  woburd)  bag  «Regenwaffee  ftctg 
tuf  bec  SRitte  in  iebet  ©djeibenlage ,  herunter  ge» 
f&ftct  unb  von  ben  genflerfptoffen  abgebalten  wirb, 
woburd)  ft'd)  nic^t  fowotjl  bag  £ol$,  alg  ber  Ättt 
langer  unb  beffer  ertjdlt.  Sie  Runbnng  an  jeber 
«Scheibe,  nach  welker  fl*  bag  ©affet  t>injief)t,  be» 
jweeft  biefeg  ganj  allein,  unb  ift  eine  ganS  neue 
©rfinbuns  beg  lebten  Sa$tj«h«nb». 

®et  25  a  l  f  e  n  N  bei  gignr  2  ,  wirb  in 
neuern  Seiten,  an  Raufern  biefet  2fvt  burd)  runbe 
«ferne  Stangen  erfe&t,  welche  nebft  in  bie  genfter* 
eden  gefegter  fogenannten  fiatfen  t)5läerncn  Gnaden, 
bem  genfierbalfen  bie  notfjwenbige  gleiche  Dichtung 
erhalten.  Surd)  biefe  (frfinbung  wirb  nidjt  nur 
mehr  2id)t  gewonnen,  fonbern  auch  bag  «£olj  ge* 
fpart,  nebft  oftern  Augbeffetungen,  ba  bag  Sifen 
nicht  viel  treuerer ,  aber  von  ewiger  Sauer  ift. 
•Sie  genfietrahmen  beiber  genftet  liegen  babutd)  auf» 

, inanbet  unb  geben  im  ©mter  nur  eine  9l<t«  b*m 
Einbringen  ber  ÄÄlte  g>reif,  anflfltt  beten  fonfl  iwe« 
ju  verftopfen  waten. 

Ser  Schoppen  gig.2.u. 3. H.H.  ifl  geräumig 
unb  fann  bafelbfl,  *uf«t  Btennholj,  Steinfof,len 
•ber  2orf,  nod)  mancherlei  ©arten  »©crdtl)e,  felbft 


©aptenfunft. 

SO?tflb«tfenf!et  unb  bergleid)en  aufbewahrt  werben. 

(5t  bient  in  bet  ^auptfadje  alg  Schutzmittel  gegen  ben 
falten  Sftorbwtnb. 

Sie  gen  ft  erlaben  ftnb  leicht  unb  werbe« 
auf  9J?effingrollen  ,  welche  auf  ben  genfierbalfen 
befeftigt  ftnb,  in  bie  £ohe  gehoben,  bie  unterften 
oorgehdngt.  Sn  neueret  Seit  werben  gutpaffenbe 
bünne  Steter,  anftatt  bet  fchwereren  gaben,  eine  um 
bag  anbere  aufgelegt,  weicheg  gefdjwinbet  unb  mit 
weniger  ®tuhe  gefdjief)t- 

Sie  S  e  h  a  n  b  t  u  n*g  g  a  r  t  ber  3lnanag» 
spflanjert  in  bem  biöfjer  gebauten  £aufe,  ift  bec 
befannten  unb  f*on  vielfad)  befd)ti.ebenen,  —  einige 
Abweichungen  ausgenommen,  welche  id)  nod) 
metfen  werbe ,  —  v6ltig  Ö*^).  ®cl^tct  witb(  *" 
biefem  £aufe  gar  nicht ,  aufet  bei  bet  aUecftdrf» 
ften  £i(se ,  bie  wir  in  unfetm  ^immelgftriche  Su 
ge  warten  fjaben.  SP’«  «*«  felbft  alöbann  ju 
umgehen,  fo  gefehlt’«  gewif  nid)t.  Sagegen  wirb 
mit  bunngeflod)tenen  einfachen  0tol}rbeden,  fobalb 
bie  h^aufvüdcnbe  Sonne  unb  mit  ih«'  P«'9cnbe 

eg  erforbetn,  beftdnbigfort  Schatten  gegeben, 
womit  olteg  Berbtenncn  befeitigt  wirb.  Sn  biefet 
Wattigen  oft  bebeutenben  ©dtme  wachfen  bei  an» 
gemeffenet  ftatfer  geud)tigfeit  bie  Wangen  auf««* 
otbentlid)  fctfttt«  unb  flat!,  Gingen  gnid)te  non 
anfehnlidjet  ©tfife  unb  bem  vortrefflichen  ©e» 
fchmnde. 

gtoch  glaube  id)  bemetfen  &u  muffen,  baf  bie« 
feg  £aug  im  ©intet  äu&erft  wenig  Brennmaterial 
bebatf,  unb  biefet  Urfad)«  wegen,  feiten  gebedt 
wirb. 


2$  t  u  m  t  -fl  e  t  e  i. 


99 


I  U 


nt 


fi 


gut*  greunbe  bet  SBotantf* 

23tufjenbe  ©cwddjfe  in  ber  ©rofjfjerjoglidjen  ^flangenfammlung  ju 
23eluebet:e  bei  älßetmar, 


b  e  n  13»  Snnuac  1821 


Adianthum  reniforme ,  ttierenfotttiißcc  Ärutlfatttt.  i 

Aloe  reticulata,  nefcformige  2Hoe.  .  ...... 

Anemone  arborea,  baumartige  Anemone. . 

Asplenium  praemorsum,  abgebiffetier  Streifenfarrn.  . 

Aspidium  marginale,  ranbfrötbtigcr  SBurmfarnt . 

Arbutus  Andrachne  fol.  serratis,  ßanbifdje  ©anbbeete  mit  gefugten  SBidttetn. 

Cactus  Stellatus,  fternformige  gacfelbifiel . 

Camellia  jap.  alba  pl. ,  Sapan.  Gamellie  mit  weiset  gefüllter  SStume. 

—  —  striata  pl. ,  Sapan.  Gametlie  mit  gejfretfter  gefüllter  Slume. 

Cheilanthes  lentigera,  tinfenarttger  ©djuppenfarrt?. 

Chironia  frutescens,  flraudjarttge  dfjironie. 

Cineraria  cruenta,  blutige  JTfcbenpflange. 

Clujtia  alaternoides,  fcbmalblattrrge  (ütuptie. 

Crassula  lactea,  mitcfjfarbeneS  iDicfblatf. 

—  spathulata,  fpatetbldttrige*  £)icfblatt. 

Crithmum  maritimum,  SWeetjlcanbö  =  S3acitfe. 

Daphne  Collina,  j!umpfb(dttrige$  ©eibelba{t. 

—  laureola,  lorbeerbldttrigeS. 

—  odora  marginata,  »obiticdj.  ©eibetbaft  mit  WeifjgeränbcrtenSßlättern. 
DavaHia  canariensis,  canarifdje  £>auallia.  .... 

Diosma  lanceolata,  lanjettblattriger  ©ottergerucb. 

—  longifol. ,  tangbldttciger  ©ottergeriidj.  .... 
Dracaena  ferrea,  eifenfefler  Sraefjenbaum.  ..... 

Erica  assurgens,  auffteigenbe  «fjeibe.  ...... 

—  calycina,  bebccf:e  #eibe . 

cerinthoides ,  roadjSbtumenartige  $cibf, . 


SSaterlanb. 

5D?abeita,  Senerijfa. 
23orgeb.b.  guten  $  off  nungr 

? 

Ssamatfa. 

Ganaba,  23itginte-n. 
Seuante. 

©übamerifa. 

^apan,  Ctbina. 

£luifo. 

2}orgeb.  b.  gut.  Hoffnung, 
ßatiaba. 

SJorgeb.  b.  gut.  Hoffnung. 


(Span. ,  Stat.,  ©dbfranfr. 
©übeutopa. 

©ngl.,  ©cbweij,  Sranfreid). 
db)tna ,  Sapan. 
Ganarieninfeln. 

Söorgeb.  b,  gut.  Hoffnung. 

(üf)ina. 

SSorgeb.  b,  gut.  Hoffnung. 


100 


83 t  u  m  i  ft  c  r  e  i. 


Erica  herbacea  carnea,  frautftrtige  £eibe  mH  (Mfötot*«  Slume.  . 

—  xnultifl.  longipetala ,  uielblut^igc  £eibe  mit  langen  SSUttnenfcpnen. 

_  petiveria,  «PetioerS  Reifee, . 

_  exserta,  rorragenbe  *5>cibe.  • 

_  polytrichifol. ,  ÄtbeitenblÄttriße  £eibe.  * 

__  tsnella,  garte  £eibc. . 

Eupborbia  nereifol,,  oleanbetfeldtfEige 

_  Apios,  Gcetifcfyc  53olf$mild) . 

Eugenia  australis,  (folget  Sambufenbaum.  . 

Goodyera  discolor,  purpurbldttrige  ©oobpete.  .... 

Elibania  scandens,  flefternbe  . . 

Othonna  coronopirol.,  bcrficnidtnuge  Stürme . 

Phylica  acerosa,  nabettragenbe  ^bplrca.  ..... 

—  capitata,  fopfformige  $f)plica . 

—  ericoides,  Ijcibcartige  «Pbplica . 

—  eriophoros ,  tpollenblutfjige 

_  pumila,  niebrige  ^Öbplica.  .... 

__  rosmannifol..  to^marinbldttrige  g)t)plica.  . 

Polypodium  calcareum ,  fteifÄtfigec  Gngelfüjj.  .  ' ' 

Polygala  bracteolata.  beblätterte  ^cdpgala. 

_  heisteria,  #eiflerfd)e  ^olpgala . 


33atcrlanb. 

.  Scutfcfylanb,  granbeeid). 

.  ©übcuvopa. 

.  SSorgeb.  b.  guten  Hoffnung. 


,  Snbien. 

.  Greta. 

.  JCujlratien. 

.  ©ubametifa. 

,  SSirginien. 

,  SSorgeb.  b.  guten  Hoffnung. 


Gnglanb 

«Borgeb.  b.  guten  ^effnnug. 


Protea  conifera,  japfentragenbet  ©ilberbaum.  • 

—  melaleuca,  fd)»arjfranjlger  0ilberbaum.  .... 

—  mellifera,  ^utfer  *  ©ilberbaum.  .  •  .  • 

Pyrethrmn  frutescens .  frraucfyartige  Sertramrourj. 

Pteris  nemoralis ,  «^ain  *  vsaumfarrn.  ,».«** 
Royena  glabra,  glatte  Slopene . ♦  *  *  ' 

Samolus  littoralis,  0tranb  jungen.  ...... 

Scolopendrium  offic.  undulatum,  reellenbldttrige  gemeine  ^irfefounge. 
*  Spielmannia  africana,  Hfrifanifdje  ©pielmannic. 

Stähelina  chamaepeuce,  fidjtenbldttrigc  ©tdl;eline,  . 

Talinum  crassifol.,  bicfbldttrige*  Salinum,  •’ 

Tupistra  squalida,  Tlmboinifdje  Supijlt«, 

TVensia  spicata,  dl;renblutf)ige  ^ßenjte,  >  *  ’  *  4 


Ganarieninfefn. 

SftauritiuSinfel. 

SSorgeb.  b.  guten  Hoffnung. 
91cu».£otlanb, 

Gutopa. 

SSorgeb,  b.  guten  Hoffnung. 
Greta. 

% 

tfmbpina. 


2. 


SH  n  nt  i  ft  e  ¥  e  i. 


101 


©<f)6n<?  ejcotifcfc«  ^flanjen. 

A,  Cactus  speciosus.  Sie  fchöne  gacfelbiflel, 
(2Rit  Äbbilbung  auf  SEafet  13.), 

Sie  gadelbijlefn  finb  bekanntlich  ade  Sropetis 
j>flani(n  unb  »erlaufen  ba her  burchaug  einen  war= 
men  ruhigen  ©tanb,  befonberS  bie  ranfenben  in 
unfern  ©ewöchShaufern  ,  beten  wahre  Sierbcn  bie 
meinen  bavon  finb.  Unter  allen  ben  36  vetfchiebenen 
GactuS=2(rten,  bie  wir  bis  je|t  tjaben,  ifi  bcr  Cactus 
speciosus  gewiß  eine  ber  fchönflen,  unb  verbient 
nach  bem  prächtigen  Cactus  grandiflorus ,  ( beffer» 
Vefdjreibung  ich  fdjon  früher  23b.  II.  ©,  325.  tjUr 
geliefert  habe)  ben  Vorjug  vor  allen. 

©ein  Vatetlanb  iff  ©ubamerifa.  Sie  ©fdn* 
gel,  aus  beren  ©pifsen  bie  fchönm  23lumen  hervor* 
fommen,  finb  friechenb,  2uftwur§eln  treibenb,  f>aben 
gewöhnlich  3  btS  4  gurchen,  unb  eben  fo  viele  (ff? 
fen,  bie  mit  großen  entfernt  jlehenben  fagenartigen 
Sahnen  oerfehen  finb,  beten  jeber  ein  23äfd)el  Sor? 
iten  hflt-  ®*e  SSlumen  finb  großer  ol$  bie  00m 
Cact.  grandiflor.  h^  carmefinroth ,  gldnjenb,  unb 
bie  überaus  reichen  ©taubfdben  gelb.  3h*  2(nfeherr 
ifl  prächtig,  unb  biefer  GiactuS  verbient  in  allem  23e* 
tratet  feinen  tarnen,  speciosus;  bie  fcfjone  gacfel? 
biffel. 

©eine  Cfuftur  ifl  fehr  leicht,  benn  mau  batf 
ihm  nut  eine  leichte  fanbige  (frbe,  unb  einen  war? 
men  fonnigen  ©tanb  in  bem  SSarmbaufe,  jahraus 
jahrein  geben  (benn  Äalte,  freie  fiuft  unb  abwech*- 
felnbe  «EBitterung  fann  er  burchaus  nicht  vertrage«, 
Sottf.  b,  2f,$,©art  SRag,  V.SBbS,  3 .6t.  1821. 


eben  fo  wenig  auch  SMffe  unb  vieles  Vegießen),  fo 
»dch|l  er  rafch  uub  gut  fort,  unb  bringt  reiche 
unb  fcfjbne  23lütf)en. 

©eine  gortpflanjung  unb  Vermehrung  ifl  eben 
fo  leicht,  unb  fann  turch  bie  jungen  ©proffen  ge-- 
fchehen,  welch«  ftcf>  häufig  an  ben  ©tdngeln  unb 
3m«igen  bilben.  Siefe  ©proffen  bricht  man  im 
gruhjabte  von  bcr  SttutterpfTanje  ab,  trocfnet  bie 
burcb  baS  Xbnehmen  an  benfelben  enttlanbenen  2öum 
ben  mit  flarer  Äreibe,  unb  fegt  fie  hernad)  in  fleine 
2opfe,  mit  einer  leichten  fanbigen  (frbe  gefüllt,  unb 
tiefe  auf  einige  Seit  in  ein  warmes  2of)beet  im 
Sreibbaufe,  fo  warfen  fie  leicht  unb  frifch  fort. 


B.  Sie  Ti  i  f  f  u  r  i  f  ch  e  91  a  ch  t  f  e  1 3  e, 

(Oenothera  Missoureusis ). 

(SRtt  2fbbilbung  auf  SEafel  14.), 

Sie  «ftachtferje  (  dlöniggferje),  bavon  wir  nun 
36  verfdiiebene  ©pecieS,  unb  barunter  viele  fehr 
fchone  fennen  ,  gehört  alferbingS  unter  bie  Sier? 
pflanjen  unferet  ©arten,  befonberS  für  größere  $ar< 
fhien,  23(umen?^iigel,  lange  «Rabatten  unb  bergt., 
wo  fie  bie  fcbönfle  SSirfung  thun,  meiflens  bauet* 
haft  im  freien,  unb  jweijdhrig  finb. 

Sie  befanntefle  barunter  ifl  unfere  gemeine 
Sfladjtferie  (Oenothera  biennis)  ober  jweijdljrige 
SRapontica,  welche  auch  in  ihren  SBurselw  einen  be* 
tifaten  ©adat,  ben  fogenannfen  rofhen  Sellerie,  lie= 
fert,  unb  zugleich  »'gen  ihres  fchönen  SEBuchfeS  unb 
gelben  25lumenfch«fteS  eine  angenehme  Sierpflanje  ifl. 
Viele  von  ben  9lachtfer$en?2lrten  finb  epofifd),  unb 
jum  Streit  noch  nicht  genau  genug  unterfucht,  ob  fie 


02 


in.  clo.ud  eris. 


83  l  u  m  i  ft  e  1 1 1. 


®..m.n  '«  »7 

„nb  fit  in  SW«  <"*  MUiä>  *  *!”**"  ' 

pflansen,  um  ifre*  J» 

fie  tcunaty  ju  fcetjflnbeln 


Mesembrianthemum 


9Uef<Hi  •$'«**«  3af«rblume. 


Bi«  m.iflen  b<«  Mtfetsen.atttn  f>ab«.t  9"' 
ob«  «eine.«  »elbe  »‘umen,  rctms'  nM" 
'  ,  B.  Oenoth.  me^stoa,  fvmicosa, 

W  '  *'  „  vabra  tetraptera,  MSf)ra  tue.? 

ST«^,  uni  bab.n  ium  **-«  «»««  W  u*"‘ 

äjtn,  talfaimföeu  ®«t“* 


Bit  bi«t  gelieferte  unb  auf  Stof*  H  abgebilbete 

^  wmnT  Jwl ,  w 

«ant,  ifl  fjlotbametifa,  »»  («  an 

gSiffourt  b«  efW\®0“fg;!'f(l“tol),“b,i  uni 

^  “T  Ä Ä.  «JU-*««* 

•W*  9,W‘i6t  M“'  ”'^,1,  «  M.tau* 

“ tu  »•  .»•>  “  «“  '  ■*  - 

kröpfe  ju  pflan$<* 


(SRit  ÄbtntfAing  ctuf  Saf^  J5>) 

Unter  b'«m  ung<4<«et»'  $'«'«  Mt  W#n 

SU  200  ©orten  ange»a<W«n«n  Sli.fembtiantfjemumS 
_  reoju  man  beinahe.  «inen  eignen  ©arten  fut 

*mi  -  *  «* 

eine«  btt  fdjSnflen  unb  merf»4tWgf«n,  meit  «‘  f« 
einem  eignen  Sieblins«  jü<  »'«  9“’ 

litt  ©ein  «Bntetlanb  i|i  ba*  Gap,  —  bie  ©eljab* 
fammet  fo  bielee  febönen  epfUnjen  föt  ©uropa. 

Bit  epflanse  unfet»  SJ!ef«mbtian.f,emumS  i(l 
von  mittler  ®tö|e,  !(.  *•».«  unb  bi.  i..f= 

tiffeifStmigenWäntt  goto  unb  an  bet  6p« ■  ff  • 
toll)  Sbte  »ium«,  meid)«  «inen  roll,«  unb  f4»«i< 
punf.itten  Seid)  t>eit,  ifl  4*  «»>««  «*  f*  ««* 
U«nb,  meid,.*  «0«  <•*  (*«,)«*  Jlnf.bn  siebt  ©.« 
J bi,  bef.nb.tt  ei^»«f‘-  <*'  mi>  aHt° 

fdjnilten,  fid)  nie  febfi.S«.  fanb.tn  mefttet«  Sa».  fatU 
Mübt,  fo  ba|S Kamen  fi«  «.«»«■«  *“9* la”9  im 

Z  am  »ufen  «tagenden,  ob»,  W  fit  »on  bet 

W,  eine*  »atlfaal*  leibe,  ob.«  meid  «mb.  D» 

Li«  il,tet  »litt«  4i»»<  “»  t”t  8“f‘  Z 

Soun«  ab,  meid,««  man  bie  W«nje  «««»»■  ®“ 

ifl  t,i*t  butd,  ©.««linse  S“  •  ,t0*  m“5  f‘‘ 

im  SBinttt,  im  ®la*ljaufe  fotsfilns  f«  S.'fi  “>’b 
giaud)«  oetmal,«.  metben.  SKW**.1^ 


CBemäfebau  im  (Satten  unb  auf  freiem  $etbe. 


103 


©emufefcau  im  ©arten  tmt>  auf  freiem  gelte. 


1, 

Semetf ungen  über  eine  im  in.  ©tücf, 
III.  25anbeö  bet  ^ottfejsung  beö  ©arten, 
.(  Seite  127)  beftnblicben  23c, 
fanntmacbung  emer  neuen  äxt  bet 
ßultur  beö  2UumenfobU,  aug 
gilippo  Ne’t>  Zementen  bet  ßanb* 
wirtt)frf>aft  :c. 


®iefe  neue  3frt  ber  SBrumenfd^u^t 
fcarin,  baf'mdrt  bie  jungen  ^ffanjen,  mtchbem  ft> 
fech$ 'bis  ftebert  Setter  ^a6en ,  in  einen/  eine  r’eidji 
fit&e-tllfc  tiefen -©rahn  pffanjen  füll',  beffm  ©cunb 
mit  fettem  üerwefeten  'töd^t3 'gebfoigt  unb 

mit  bem  ©paten  gut  unb  tief  bearbeitet  worben  iff, 

Uli  ber  »erfaffer  biefeS  Xuffages  jene  2ft$atfb* 
Tung  fa$,  beäug  ft#  ihm  bie  unwillf  übliche  Ser= 
muthung  auf,  ei  muffe  fffer  ein  3ftrthi<m  fepn,  ber 
if)m  in  einer  OHtt^tig^'Uekr&gting  feifmr  manb- 
|u  l>aben  fdjien.  <  2B.if)rfcf>cinU<J>  ftnb  bocf>  wof)t 
Sttippo  Süe’i  (Sfemente  ic.  in  einer  nnbern  al§ 
£eutfd)en  Sprache  gefchtieben,  wie  man  aus  ber 
untenfl^enben  Jfnmeteung  be«  (SinfenberS  y«rmn; 
tl)en  IWUf  ?)'.»©0(tfe  ei  Dtelleicbt  Reifen  muffen: 
man  foüe  bie  fed)$s  bis  fiebenblattrigen  ^ffanjm 


ouf  ein,  eine  reichliche  @Ue  tief  rigotteS  Sanb  fegen, 
welcpeä  mit  gutem  verwerten  Äufjmiffe  gebungt 
würbe  ?  — 

3n  Septfchlanb  tff  bi.efe  2fct  bet  Siummfohl* 
jucpt  ne#  nicht  befannt,  —  bie  oben  angeführte 
33efanr,tmad)ung  in  biefem  Ntagajin  ausgenommen,— 
unb  au#  noch  nicht  allgemein  angenommen  worben, 
obgleich  man  an  bieten  £)rten,  wo  eS  Älima  unb 
SSoben  erheifchen,  bie  f#6nfien  unb  wohlf#me<JenW 
ffen  SSlummfohle  erhielt.  t)at  auch  bie  ge, 

gcünbetile  Utfa#e  $u  glauben,  baf  im  Satte  einer 
Nachahmung  bie  Anlage  gewißlich  mi&rathen  iff, 
weil  bie  ju  tiefe  SSerfenfung  ber  ^(Tanje,  bem  rau- 
hen  . /Klima  £eut[#lanbs  unb  bet  ^ffanjen  =  Natur 
nicht,  entsprechen  fgnn, 

3n  berSaum$u#t  fennem  nur  ein  ©efef,  tag 
gebietet :  es  barf  fein  Saum  tiefer  gepflanzt  werben, 
als  er  oorhin  geffanben  hat!  -  &n  unwanbetbareS 
Natucgtfeh,  baS  ft#  auf  bie  SButjeln  unb  »orjüg, 
ti-eff  auf  benjenigen  £f>eü  beS  aufffeigenben  Stammet 
bejieht/.  welcher  nettieft,  wie  ich  weiter  unten  aus, 
fuhrticher  jetgen  werbe,  her  grofern  atmofpharifche» 
Söirffameeit  endogen  wirb,  unb  fomit  leibet.. 

tiefes  ©efeg  bemerken  wir  swa^u#.^!  ber 
©emtifejucht;  es  ifi  aber  bei  brefer  sicht  fo  geltend 
als  bei  jener,  fonbetn  m^^ffanjt  unb  muf  nefet 
pffanjen^  als  bit  ^flanjiinge  auf  bem  ©öaroenbeete 


I04  ©cmüjeOau  im  ®av*en 

ftanben,  um  babutd)  an  bem  langem  ob« 

f&tjecn-® side  bet  ©emüfepffanje,  »«*■*«  nuu  m 
bie^tbe  fommt,  neue  ffiurjeln  hemotjulocfen ;  an, 
bcmtfjeilS  um  *u  .ne tauten ,  bag  fie  nicht  }u  W* 
fUelig  werben,  f«ff  ffe**n  unb  bec  etuemwinb  fie 
nicht  umlegen  fann.  Semec  noch  W&a(6,  bannt 
bie  SButjeln  in  bie  mehr  feuchtere  Stuf«  bec  ©be 
fommen,  mell  fie  fonfl,  befenberö  bei  l>eif}em  SBettec, 
in  bec  troefenen  ©boberfldd)«  m^t  anfdjlagen 
würben. 

®ec  aufmerffame  «Beobachtet  wirb  fchon  gefun» 
ben  halben,  bag  auch  biefe  Abweichung  non  jenem 
©efe^e  feine  angewiefenen  ©tdnjen  h«t »  «nb  nicht 
überfdjtitten  werben  fann  unb  barf.  Sec  Sheoieti- 
fec  aber  fchmeichelt  ftch  bei  bec  ©ffnbung  be«  Sicfer* 
pffanjen«  mit  bec  Hoffnung,  Alleö  auf  einmal 
gewonnen  unb  ecceicht  »u  taten,  wa«  man  auf  am 

bece  ©eife  mühfam  M>*  ltnb  nid)t  pnbeti  bt  b* 
cgchu^  gegen  fföinbe  unb  Stoff,'  Seudjtigfcit,  Settig* 
feit,  Zahlung  unb  bie  Au«f<d>t,  auf  biefe  leichtece 
Art  mehc  neue  2öutäeln,  al«  bucch  ba«  gewohnlidje 
Anhaufeln,  h««oclocfen  jU  fönnen.  ein  SSecfahcen, 
„eichet  alletbing«  ben  3«ffanb  bec  9flan>e  um  viele« 
uecbeffect.  SDa&ec  wicb  auch  non  Solchen,  welche  bie 
aUwaltenben  ©efefse  bec  «Botin  nicht  ndhec  fennen, 
obec  vielmehr  non©old)en,  bie  eine  ©adje  btof  tl>eo, 
wtifch  behanbeln  unb  fich  bucch  Ausübung  ben  ted)* 
t,n  ©cab  non  ©fenntnig  noch  nicht  jugeeignet  ha* 
ben,  «ine  ^euigfeit  *afffc  «*8«^  «nb  nach 
lungenen  SSetfudjen  eben  fo  (chneU  vetlaffen. 

SB«  *><u  nicht  fdjon  bie  ©efahtung  gemacht, 
tag  Su  hoch  aufgefcholfme  Äob>Cpflan5en ,  nad>bem 
fie  nothwenbigecweifeWctief  gepflan5t  würben,  uw 

mec  fo  lange  trauerten  unb  im  ©achWbume,  ffi» 


unb  auf  freiem  Selbe* 

ffanben,  bi«  an  bem  langen  ©tiele  neue  SBucjeln 
hecnotffachcn,  bi«  baf>in  ftch_abet  gleichem  au«  [ich 
felbft  eendheen  mugten?  ©ne  €iflenf$aft,  bie  ben 
spflanjen  eigen  iff,  un«  ba«  iBetpffanscn  eclaubt  unb 
iheen  ©vunb  in  bec  ©nfaugitng-  non  «BahtungSfaf, 
ten,  bucch  bie  SSldtter,  au«  bec  Atmofpl)dte  h“*- 

Siefe«  bisher  ©efagte  beruht  auf  eigenen  ©* 
faheungen  unb  wiberlegt  fdhon  hmldnglid)  bie  ange-- 
gebenc  Auspflanzung  be«  «BlumenfohlS  in  eilentief« 
©raben.  Sa  aber  alle  £of)larten  ba«  h^)e  Anhdu* 
fein  bec  (Erbe  nicht  nur  erlauben  ,  fonbern  sum  bef, 
fern  ©ebenen  nothwenbig  erfccbccn,  fo  tudd)te  wohl 
ba«  fo  eben  ©efagte  al«  grunblo«  erfcheinen.  9»«» 
bebenfe  aber,  bag  e«,  gleichwoljl  in  noch  fo  odUigcm 
SJiaage  auSgefüljrt,  bec  Ausfüllung  eine«  ellentiefm 
©raben«  nod)  lange  nicht  gleich  fommt.  Ser  ©trunf 
nimmt  swat  ba«  Anfüllen  bet  ©be  an,  weil  ec  aufec 
bet  ©gcnfdjaft  be«,  AuSbünffen«  uncetnec  Steile,  unb 
©inathmen«  neuer  9t«hrung«fdfte  au«  bec  Atmo«. 
phdee,  aud)  nod)  biefe  t)«t  an  ben  »lattfnöten 
neue  SButjeln  juc  ©ndhtung  be«  obecflen  spflanjen* 
theil«  auSjubilben.  'Aber  bie  tiefff.cn  unb  ffdeffien 
SButjeln,  welche  bei  bem  «Blumenfohl«  nicht  nur 
langet  fonbecn  auch  ffdrfec  al«  bei  anbetn  ftotlat* 
ten  finb ,  muffen  nothwenbigemmfe  ju  ©tunbe  ge, 
hen,'  ober  bod,  augec  Shatigfeit  gefegt  werten,  b« 
fre  bet  atmofphdcifchcn  ©inwiefung  entjogen,  md)t 
mehr  gehörig  wiefen  fdnnen.  2eiben  nun  biefe 
ardgeten  ©ucjeln,  fo  «cfranft  .auch  bie  ^ffanje  unb 
leiff et  nicht  »a«  man  ju  erreichen  bie  Hoffnung  hatte, 
©elbff  nod)  aisbann  trauert  in  biefem  3«ffanbe  bt« 
^flanje  fort,  wenn  gleid*  eine  geoge  SKenge  neuec 
SBucjeln  [ich  i«c  ©ndheung  unb  SBergtdgetung  bet 
^flanje,  wie  oben  gefagt ,  aebilbet .^aben. 


105 


©emäfebau  im  ©arten  unb  auf  freiem  $efbe. 


S«  «^inftdbt  auf  tiefem  ober  flachem  ©taub  bet 
©ewdchfe,  ober  vielmehr  auf  tieferes  Einbringen  ober 
flacheres  Safunlaufen  in  bet  Erbe,  fann  man  ge» 
wiffe  ©rabe  annehmen,  ebenfo  wie  auf  tiefeceS  Set» 
fdjutten  einer  ?)flan$e. 

5Bic  haben  unter  ben  Saunten  folche,  bie  mit 
ihren  2Bur$eln  (welche  man  ^)faf)t»ur}eln  nennt) 
fef)t  tief  in  bie  Erbe  erbringen,  baljingegen  anbete, 
benen  biefe  Eigenfcfyaft  nur  im’  minbern  ©rabe  ju» 
fommt,  unb  cnblich  foldje /  beten  Sßurjetn  unter  bet 
Sbetfläch«  ganj  flad)  bafjintaufen,  — 

Ebenfo  betritt  ftch’S  mit  ben  Äohlarten  unb 
anbern  ©cmüfepflanjen.  Ser  Slumenfohl  ifi  non 
ber  2fct ,  bafj  feine  SSurjeln  tief  einbringen  unb  ftch 
ftarf  auSbreiten.  Er  »erlangt  befhalb  tiefen  Soben, 
b.  b-  «ine  fotdf>e  Erbe,  bie  bis  ju  einer  gewiffen  an» 
febnlicben  Stefe  gehörig  unb  febon  längere  Seit  be¬ 
arbeitet  unb  mit  guten  Süngerarfen  »ollfidnbig  .»er» 
fet>en  würbe.  Er  nimmt  auch  eine  tiefe  Serpflan» 
jung  an,  inbem  fein  ©trunf  geeignet  ijf,  ihn  ber 
Erbe  anoertrauen  ju  burfen  unb  neue  SJutjeln  ju 
erjeugen.  Siefe  Eigenfdjaft  finben  wir  auch  im 
Steicbe  ber  Saume  unb  ©träucher  unb  borf  bei  bie» 
fen  eben  fo  wenig  als  bei  ben  Äof)larten  baS  Staajj 
Übertritten  werben. 

N?an  »erfchütfe  eine  pappet  «bet  fEBeibe,  welche 
teibe  geeignet  ftnb,  am  ©tamme  SDSurjeln  $u  trei» 
ben,  in  Sert)5ltnif  ju  tl>tet  Jpofye  eben  fo  tief,  als 
ber  Slumenfohl  nach  bet  oben  angeführten  Angabe 
»erfd)üttet  werben  foU,  unb  bet  Erfolg  wirb  beweifett/ 
baji  bie  Einwitfungen  ber  Tftmofphdre  nur  auf  eine 
ä«»iffe  Siefe  in  gleichem  ©rabe  ftarf  ben  unterirbi» 


fdhen  «Pftanjentheilen  angemeffen  ftnb,  unb  nur  in 
locferm  Soben  baS  ©efefc  unbemetfbar  uberfchreiten 
fonnen.  3n  biefer  Siefe  wirft  fie  audh  eben  fo 
gefefcmdjjig  auf  bie  unterirbifd)en  *PfIanjenf6rpet, 
fdhwdcht  ihre  SBirf ungen,  je  tiefer  biefe  Körper  i&» 
ren  angewiefenen  ©tanb  ober  Sage  fjaben ,  um  ftetS 
in  bemfelben  Serhältniffe  ju  bleiben,  wie  folche  we» 
niget  ihrer  Einwirfungen  bebörfen.  diejenigen/ 
welche  ihren  ©tanb  in  berjenigen  Erbtage  haben, 
allwo  bie  2ftmofphdre  mit  ihrer  ganjen  ©tarfe  ftc& 
fühlbar  macht,  bürfen  beffjalb  auch  nicht  itt  einen 
folgen  »erfefct  werben,  wo  ihr  Einwitfen  bem  Se= 
bürfniffe  folchet  unterirbifchen  $flan$entheile  nicht 
hinreichenb  entfpricht. 

'(£ 

€0?it  ben  ^flanjen  »erhalt  fid)’S,  binfic^tltcfj  ber 
benötigten  Nahrungsmittel,  wie  bei  ben  Shiereu. 
Unmdfigfeit  ift  bei  Unteren  ein  grofjeS  Uebel,  ba$ 
bie  jerftorenbften  2Birfungen  nadh  ftd)  jiefjt,  unb 
mehr  fchabet  als  bie  Zugabe  fdjeinbaren  Sortheil 
»erfprichf.  Sei  erfieten  ift’S  nicht  anberS.  2ßer 
hat  nicht  bie  nachtheiligen  SSirfungen  gefefjen,  wer 
bie  Übeln  Solgen  nicht  fcfjort  erfahren,  wenn  ein  Se* 
bürfniji,  fowohl  bem  Shiere  als  ber  *PfIan$e,  auf 
eine  unnatürliche  2Crt,  in  ju  großer  Quantität  ober 
fdjlechter  unangemejfener  Qualität,  ju  oft,  ober  jur 
Unrechten  Seit  gereicht  würbe? 

Sie  blühenbe  ^flanje  »erlangt  einen  fchaltigen 
©tanbort;  warum  »ergeht  fie  aber,  wenn  wir  fie  in 
©tuben,  weit  »om  Sichte  entfernt,  «ufftellen,  ba  bod) 
hier  gcwijjtich  ©chatten  genug  ift?  —  Eine  ftarf 
wachfenbe  spflanje  will  »iel  Nahrung  unb  fannNtan» 
gcl  au  geuchtigfeit  nicht  ertragen;  warum  ffefjt  ft« 
ab,  wenn  wir  ihr  feinen  2fbjug  »erfd;affen  ober  fie 


io6  ©emufebau  int  ©allen 

gar  in  ein  ©affergefap  fefcen?  —  SSÖnrum  treibt 
ber  Saum  unmäpig,  wenn  wir  ihn  feht  darf  fcfyneU 
ben?  —  SDBarum  tragt  fid>  bet  alte  ©palierbaum 
ju  Sobe,  wenn  wir  it>n  itidjt  im  gehörigen  Stiebe 
erhalten?  —  ©ad  verurfacht  bad  Setfiocfen  bed 
©pargeld  unb  bringt  Äummerlichfeit  h«®ot,  wenn 
er  ju  tief  gepflanzt  wirb?  —  ©atum  geht  bec 
feine  ©aarnen  nur  flach  bebeeft  gut  auf?  u,  f.  w.  — 
Slop  aud  bet  einfachen  Urfadje,  weil  alleg  Unnatur* 
lid)<,  b,  h  alle  Wartungen,  bic  benen  von  bet  Sftas 
tue  verabreichten  unähnlich  finb,  ald  unnatürlich  auch 
bad  Unnatürliche  bejwed'en  unb  fo  bad  ßiet  uner* 
reicht  laffen,  road  felbft  in  b er  Statur  unb  von 
i  h  t  feßgefefct  ifb, 

©elbjf  SÄdpigfeit,  aber  unrecht«,  unnatürliche 
3fo*hrun9$wittel  f «fehlen  ben  3wecf;  ein  bem  na¬ 
türlichen  entgegengefefcter  ©ohnplafc  nicht  minber. — 
©ie  würbe  ber  Sdr  firf>  wunbetn,  wenn  et  ^Pfetbe» 
futter  freien  unb  bet  Ätebd,  wenn  er  in  Äornfeb- 
betn  leben  follte?  —  ©ad  follte  aud  bem  Gidj* 
bäume  werben,  wenn  er  in  ©ümpfe  gep(Tanjt  würbe, 
wad  and  ber  ©eibe  auf  Äalfgebirgen  unb  bem  ©pat* 
>4  auf  gelfen  in  zollhoher  Samracrbe? 

©o  ber  SKenfch  burch  Aufzehrung  bet  Sehend« 
mittel  fein  Sehen  nicht  mehr  burchjubringen  vermag, 
finben  mehrere  Shietarfen  nach  einanber  noch  ihre 
gute  ^Rechnung.  —  Sad  Umgefehtte  wirb  Dfiemanb 
beweifeq  wollen.  —  Äommt  biefemnach  ber  Slu* 
menfohl  mit  feinen  ©urjcln  borthin,  wo  ber  Saum 
feine  ihm  angemeffene  Währung  ftnbet,  fo  mochte 
cd  ihm  wohl  eben  fo  vorfomraen,  wie  bem’uRen-fd^n, 
wenn  er  neben  ber  Äuf?  feine  ©peife  im  ©rafe  fu« 
djen  follte. 


unb  auf  freiem  gelbe. 

Sa  ich  aber  biefe  neue  ©etfjcbe,  ben  Slamen* 
fohl  ju  jichen  nicht  felbji  verfucht  habe,  nur  aud 
vjeljahrget  eigenen  Erfahrung  fpreche  unb  aud  biefec 
Urfadje  biefe  ©iberlegung  wagen  burfte,  fo  fonnte 
mir  hoch  ber  Sotwutf  von  $u  groper  Soreiligfeit 
wetben;  ich  gebe  bephalb,  ju  gibpeter  Sefidtiguiu^ 
bed  Sbengefagten,  noch  einen  felbfigemachtenSerfuch. 


2. 

Art  ber  931  umenf  o !> I  ju cb  t,  wie  man  fte 
fcl;r  »ortfyeiifyaft  311  g  r  a  n  t  f  u  r  t  a.  9J?.,  ju 
(Sactyfenbaufen,  unb  befonberS  in  bem 
grantfurter  Storfe  Sberrab  au6füt;ct. 


3«  biefen  Srten,  unb  vorzüglich  in  lefctetn,  wirb 
eine  grope  9)?enge  bet  vorjüglichjlen  ©emüfe  erzogen 
uub  ein  oudgebreitetcr  fehr  eintrdg liehet  $anbel  ba* 
mit  getrieben.  Sch  glaube,  bap  in  feiner  anbertt 
©egenb  £eutfd)lanbd  bie  ©emüfezucht  in  folgern  ho» 
hen  Anfehen  uub- fei  eher  Aufnahme  fleht ,  ald  hi«. 
Sie  Art  bec  Selbbenufcung  granjt  fa(l  an  bad  Unbe* 
greifliche ,  ed  fann  fte  feine  bet  9?achbarf!dbte  übet» 
treffen,  unb  eben  fo  wenig  fich  ihr  nur  gleidjfiellen, 
Set  ©runb  liegt  hi«  blop  in  bem  fiatfen  Abfafce, 
bem  auperorbentli<h«n  Sleipe  ber  Sanb ©igentf>ümet 
unb  in  bem  von  Statur  guten  Soben.  äiima  unb 
Sage  (mb  wegen  bec  nahen  üfachbarfchaft  ber  Setter 
immer  biefelben.  ©it  fonnen  alfo  haftend  nod> 
in  Setrachtung  bringen,  wie  man  burch  alle  mog» 
lieh«  Süngerarten  unb  Setbeffecungdmittel,  aldvöorn* 
fpdn«,  Äehtigt,  ©eifenfiebeiafd)«,  #ab«n  aud  ben 


©emufebau  im  ©atfen  unb  auf  freiem  $efbe. 


Schnei bet*  unb  7T6faWe  aug  ben  Schumachet=2Betf* 
ftdtten,  ade  mitten  tt)icrifd?cn  Dünger#,  Strafienfoth, 
©pp#,  Kal?  u.  f.  w.  bag  Sanb  auf  eine  unbegteif* 
licpe  2frt  in  bie  bejlmoglichfle  Eultur  ju  bringen 
fucht.  Sflan  muff  bie  Seute  von  Sbetrab  fefyen, 
wenn  fte  auf  ihren  gelbem  arbeiten,  wie  fie  mit 
5D?ü()e  *£abern  unb  aßerlei  fojiftige  2Cbfdde  in  ber 
9lad;barfchaft  jufammeitfaufen  -unb  jum  Sbeit  auf 
Kopf  unb  fKucfen  felbft'  forttragert.  Durch  bie  ©e* 

Imüfeldnber  ju  gehen,  gewährt-  ein  waf>reg  3?ergnu* 
gelt,  unb  vorzüglich  wenn  manbie2lnjtaltcn  unb  bie 
2frt  ber  SSebauung  ju  fchafcett  weif.  5Dkn  fann  f ich 
l)iet  rec^t  überzeugen,  wag  ber  menfcfjlicbe  greif  bei 
gehörigem  Sfachbenfen  heroorjubringen  vermag,  wenn 
ihm  2fbfafc  feiner  ©rjeugniffe  unb  bie  SJJogtichfeit  ju 
3lnfchaffung  von  SSerbefferunggmitteln  wirb,  wie  eg 
hier  Witflid)  ber  gaß  ifh 

SJon  ber  ©emufejuchl  im  tfßgemeinen,  foß  nun 
hier  nicht  weiter  bie  Siebe  fepn;  bahingegen  wiß  ich 
ausführlicher  betreiben,  wie  bie  bafelbjb  unb  in  bet 
Siachbarfchrfft  burd;gdngig  für  zwecfmäfig  unb  ganj 
vorzüglich  anerfannte  unb.  aßgemein  angenommen* 
2frt  ber  S5lumenfohljud)t  betrieben  wirb. 

5)ian  h<rt  bafelbft  burch  ben  guten  2l6fafs  ein; 
fetjen  lernen,  baf  ber  SSlumenfoht  ein#  ber  vorjugs 
lichiien  ©emüfearten,  fowohl  hinjtthtfich  beg  ©enuf* 
feg  alg  aud)  als  «^anbelgartifel  ijl ,  unb  befwegen 
aud)  einer  befonbern  tfufmerffamfeit  nicht  unwerth 
ift.  Diefe  lefetere  ifl  um  fo  weniger  zu  verfagm, 
ba  nicht  nur  ein  größerer  ©ewinn  butt  ben  fel>r 
färben  2bfafc  unb  täglichen  Verbrauch  in  aßen 
Sahrgzeiten  voraugzufehen  ift ,  fonbetn  auch  noch 
übetbieg,  wenn  bag  Etbrei<h  gehörig  zubereilet  i jf, 


107 

feine  weitere,  cuferotbenfliche  SBorfuhtgmaaßtegeln 
unb  ^Bearbeitungen  trotzig  ft'nb.  Sft  bag  baju  be< 
fiimmte  Sanb  mit  iungen  Pflanzen  befaet,  fo  if 
nid)tg  weiter  ‘not^ig  all  bei  jeber  anbern  Kohlart 
auch.  SRan  fann  bemnach  bei  bet  SSorbereitung  beg 
Sanbeg  fchoit  etwag  mehr  thun,  alg  bei  anbern  nicht 
fo  verglichen  ©erodchfen,  9?un  zur  Sad;e. 

Dag  Sanb,  gleichviel  wie  grof  eg  ijT,  wirb  j e* 
begSÄaf,  wenn  biefe  ©emufeart  barauf  gcpflanzt  wer» 
ben  foß,  zuforberft  fo  (tat!  alg  eg  beg  Eigentümers 
SSermogen  erlaubt,  mit  gutem  verwefeten  SJtift  über* 
fahren;  berfelbe  wirb  aber  nicht  auggebreitef ,  wie 
man  f«f>c  häufig  zu  tun  pflegt,  fonbern  bleibt  big 
Zur  Überarbeitung  auf  Raufen  liegen,  er  mag  nun 
mit  5Bagen  ober  hatten  hingefahren,  ober  burch  SSuts 
ten  hingefragm  worben  fepn.  —  Eine  fef)t  zwei* 
mdfigc  SJethobe,  bie  bag  fiatfere  2fuStrocfnen,  fowohl 
burch  bie  Sonne  alg  Suff,  verhütet  unb  fomit  ohne 
SSerluff  ber  feineren  Steile,  um  fo  mehr  leidet.  — 
Sft  biefcg  gesehen,  fo  wirb  an  bem  einen  Enbe, 
weld>eg  of>ne  20?ift  i]I,  ein  beliebiger  ©raben  augge* 
fahren,  wie  man  eg  zu  tun  pflegt,  wenn  man  ein 
fd)led)teg  ganb  aug  einet  ober  bet  anbern  Urfach* 
rigolen  wiß.  Diefer  ©raben  wirb  aber  nicht  tiefer 
gemacht  alg  ein  ffarfee  Späten  tief,  alfo  ungefähr 
2  guf  nach  bem  Sflaafjjlabe.  Sobalb  biefee  ©raben 
ganz  rein  unb  gleichförmig  auggeworfen  tjf,  wirb 
ein  zweiter,  eben  fo  breiter  alg  ber  etile,  abgejeichne^ 
unb  nun  eine  fogenannte  Krauthabbe,  wie  man  ft> 
Zum  2fnhdufeln  beg  Kohlg  unb  ber  Kartoffeln  ge* 
Wohnlich  gebraust,  genommen,  unb  ber  fogenannte 
2C6zug  gemacht.  Diefer  2fbzug  beffeht  baritti  matt 
Zieht  mit  genannter  #acfe  bie  oberfie  Erblage  beg 
Zweiten  ©tabeng  fo  tief  alg  tie  #acfe  $0$  jji,  ailf 


©emüfeböu  im  ©arten  unb  auf  freiem  $elbe. 


108 

ben  «Boten  Ui  erffen ,  ebnet  fie  unb  8«^lagt  bie 
«tUenfallftgen  ©cfiollen.  £ietauf  wirb  «ine  Vfage  be« 
oben  bereit  liegenben  «DlifteS  auf  bie  berahgejogene 
©rbe  auSgebreitet  unb  feftgetreten ,  baf  fte  in  tiefem 
•Suflanbe  <5-6  W  hoch  ift»  i«  unfern  fiatE  ober 
febttad)  gebungt  werben  feil.  9tun  wirb  au*  bem 
jweiten  ©raben  bie  übrige  ©rbe,  bi*  er  mit  bem  >r; 
pn  gleiche  Zx  fe  bat,  auSgeftochen  unb  forgfdltig 
auf  ben  «ÖJift  gefegt,  babei  aber  ba*  tleinfte  ed)6ll= 
d)en  jerfdjlagen  ober  jerbrueft.  @0  wie  nun  bei 
bem  Anfänge  wirb  fiel«  fortgefabren,  bi«  ba*  ganje 
©tuet  gleicbmdfjig  bearbeitet  iji,  unb  nach  bem  S3e= 
fcbluffe  jurn  SBepflanjett  Anftalt  gemacht.  Sief«  Art 
beS  «Rigolen*  bat  man  mit  bem  «Kamen:  ©  t  i  cb 
unb  Abjug,  belegt. 

©eben  mit  bem  Anfänge  be«  9RonatS  «JRdtj 
(wenn  eS  bie  «Witterung  erlaubt,  fonjt  auch  fpater ) 
werben  bie  «BtumenEohl  *  Sdnber  jubereitet  unb  bt* 
pffanjt,  benn  ber  «8lumenfof)l  «erfriert  fo  leicht 
nicht,  (man  pflanjt  ihn  fogar  an  manchen  «pld&en, 
wo  et  für  fonfligen  ©«fahren  gefiebert  ift.  («hon  «ot 
SBinter,  wie  ba*  SBintetftaut ).  9Ran  nimmt  jur 

^röljjrttjrpfTanjvmg  bie  in  falten  SRifibeeten  übetwim 
terten  «Pflanzen,  bie  um  bie  3e‘t  be*  «Berbraud}*  oft 
f,br  theuer  finb,  unb  für  fid>  allein  einen  »ottrtff. 
liehen  Crtoetbjroeig  auSmacben.  Sa«  ^unbert  foU 
«her  «Pflanjen  fofht  gewöhnlich  einen  großen  Shaler, 
ifter  auch  noch  mehr,  je  nachbem  fie  nicht  fo  »ieU 
faltig  su  b aben  finb  unb  befonbere  Unglü«Mfdlle  ben 
5Bortatb  wabtenb  bem  hinter  oerminberten.  @ebt 
feiten  foften  fie  weniger.  Siefe  «Pffanjen  werben  nun 
«in  einet  angefpannten  ©chnur  ober,  ohne  eine  foldje, 
jwei  gufj  im  &uincunt  folgenbet  ©eftalt  gcpflarejt. 
$et  ^fianjet  nimmt  feine  äcglingc  in  eine  ©djutje 


ober  auch  blo*  in  bie^anb,  (erflere*  ifr  immer  unb 
au*  mehreren  ©rünben  üor$u$ieb«n)  »erfolgt  bie 
©chnur  unb  macht  auf  jebem  «Punfte  mit  feinet 
rechten  £anb  eine  ©rube,  halt  mit  bet  linfen  bie 
spffanje  bi*  an  bie  Blatter  hinein,  füllt  ba*  2och 
mit  (Srbe  »oll,  brüeft  fie  fefl  unb  giejit  fie,  wenn 
e*  nöthig  »fl  /  etwa*  an.  Saf  ba*  Begiefen  »on 
3eit  §u  3eit  wieberholt  werben  mufi,  bi*  man  am 
ftifchm  Stiebe  ba*  Angewadjfenfepn  bemerft  unb  oft 
noch  langer,  »erfleht  ftd)  »on  felbft;  eS  hangt  aber  »on 
berSabreseit  ber  großen  ober  geringen  Süne,  ober 
non  feuchter  Sßittetung  ab,  in  welchem  ©rabe  man 
ba*  Anfuchten  »ollführen  foll. 

©obalb  e*  für  nöthig  erachtet  wirb,  fo  fdjabt 
man  ein  foldj.«  BlumenfobUanb.  Siefe  Operation 
wirb  mit  bet  Srautbacfe  unternommen  unb  beft«ht 
in  nicht*  Anbetm,  al*  Bettilgung  bc*  Untraut*  unb 
Auflotfetrt  be*  Boten«.  —  ©inb  bie  *Pßan$en  ent* 
lieh  fehr  groß,  baß  man  fürchten  muß,  ber  2Bmb 
möge  fie  umlegen,  unb  eigentlich  noch  früher,  wirb, 
wie  bei  allen  Äohtarten,  ba*  Anhöufeln  »orgenem* 
mem  _  ©iefe*  ifi  bie  ledere  «Bearbeitung.  «Rad) 
ihr  finbet  man  halb  bte  l>erclichften  Blumenfnofpen, 
von  befonberer  ©röße,  »ortrefflichem  «Keif,  föfilichem 
©efehmaefe  unb  befonberer  Mattheit. 

£ie  »om  grühiahrc  Ui  sum  £etbfi  gejogenen 
werben  gleich  »om  Sanbe  ju  SWatfte  getragen,  bieje= 
nigen  aber,  welche  im  £erbfle  ihoe  Blumenfnofpen 
noch  nicht  auSgebitbet  haben,  »erben  in  Seilern 
ober  ©ruben  eingefd)lagen ,  gegen  ben  grofl  ge; 
ftchett  unb  nach  unb  nad>,  fo  »U  fie  fid)  Silben,  aU 
gefchnitten  unb  »erfpeift 


©emüfebau  im  ©arten 

£iefe  2frt  bec  a3lumenfohlsucht  ip  natürlich 
unb  leijiet  2flleS  wa8  man  von  ifjr  verlangt.  2(nge* 
nommen,  baß  man  auf  biefe  SBeife  an  anbern  £)r* 
ten  «egen  fd>led>tern  SSobenS  biefe  SSollfommenheit 
»u  erreichen  nidjt  möglich  machen  fantt,  fo  roirb 
man  gewiß  Mit  bem  jufrieben  fepn  fonnen,  wa$ 
man  burch  pe  bejwecft. 

2fn  einem  jweiten  £)rte  i|t  man  feiten  im 
©tanbe,  baffelbe  hetvorbringen  ju  fonnen,  wa$  bei 
bem  erpen  mit  leidster  SOTuhe  gefchah;  biefeä  liegt 
ober  am  83oben  unb  bem  ßlima.  ©o  fann  man 
i-  23.  in  bem,  gtanffurt  fo  nahen  #anau, 
ben  £)b  etrab  et  23lumenfof)l  platterbingS  nicht 
jief)en,  bafpngegen  aber  auch  im  erjlern  £)rte  bie 
9K6l)ren  nicht  (man  nennt  fte  ©elberuben)  von 
foldjer  ©ute,  wie  im  lefctern.  £ie  £anauec 
födrtner  gieren  biefe  2Bur$el  fef>r  läufig  unb  trei* 
ben  einen  großen  #anbel  bamit.  Sttan  fief)t  in  als 
len  SahrSjeiten,  ©dpffS  *  unb  5Bagen * gabungen 
voll  ftifdjer  2fldf)ren  nach  Öffenbad),  granf* 
furt  unb  bet  Umgegenb  bringen,  «eil  fte  nirgenbS 
von  ähnlicher  ©ute  fdnnen  gejegen  werben. 

2öir  fef)en  hierin  »ieber  eine  SSefidtigung  be« 
£>bengefagten  ,  bafj  jebe  ^flanje  it;ren  fepgefe&ten 
SBofynort  I>at.  SSenn  wir.  auch  nicht  gerabeju  bie* 
fen,  ihren  beffetn  unb  jufpredjenben  SCöofjnpla^  nen* 
nen  fonnen,  fo  ftnben  wir  boch,  baß  jebeö  ganb 
etwa«  vor  anberen  jurn  23orau$  hat,  ja,  baji  jeber 
t)tt  ein  Erjeugniß  befifct,  baß  tf)n  mit  ben  9fad>* 
barn  in  SSecfefjr  bringt,  weil  ti  nur  ba  befon* 

ber$  unb  vorjüglich  gebest.  (56enfo  vergalt  ficb’S 
mit  ben  Etblagen.  Sebe  bepfct  befonbere  9?af)rungg* 
ttjeite,  ober  vielmehr  befonbere  Eigenfchaften,  ihre 
ffortf.  b,  3t.  5£,  ©art,  SKagaj,  V.  23b,  3,  ©t,  I88i. 


unb  auf  freiem  Jfel&e.  I0^ 

9?af)tunggtl)etle  für  ^flanjen  gro6et  ober  verfeinerter 
ju  geben,  ©robere  «Pflanjen  forbern  bemnach  erpere 
23epanbtheile,  feinere  bie  ^weiten, 

Scf)  wönfdf>e  nun  nichts  mehr,  al$  baß  biefe 
angegebene  9J?etf)obe,  23lumenfohl  ju  jiehen,  wo  fte 
nod)  nicht  befannt  ift,  angewenbet  unb  burd;  ben 
befien  Erfolg  gefront  werben  möge. 


3> 

tfnhau  unb  83enu|ung  ber  ©rbdpfet. 

Cat.  Helianthus  Tuberosus  Linn. 

Sranj.  Topinambour. 


SSormort  be§  $erau§gef>er§. 

Sch  nehme  biefen  intereffanten  2fuffafc  über  bie 
dultur  einer  bisher  mit  Unrecht  wenig  geachteten 
ofonomifchen  $Pan$e,  beS  ErbapfelS,  beffen  2?ater* 
lanb  23raplien  ip,  unb  mit  beren  Senkung  uns 
bie  fflieberldnber  vorangegangen  finb,  um  bepo  ju* 
verpchtlicher  hier  auf,  ba  auch  nun  ein  Seutpher 
foliber  £>efonom,  #err  Snfpector  Äabe  in  @chles 
ften,  aufgetreten  ip,  unb  unS  feine  erprobten  23er* 
fuche  unb  Erfahrungen  in  feiner  f  leinen  ©chtift  bavon 
befannt  gemacht  hat  Sch  «vunfehte,  baß  mehrere 
Seutfche  Sefonomen  gleichfalls  23erfuche  bamit  mach* 
ten,  unb  bem  ©arten* Sftagajin  ihre  Erfahrungen 
batüber  mittheilten. 

g.  S.  SSertuch- 
♦  * 
a 


HO 


©emfifetmu  im  ©arten 

£(t  oorjuglich«  2$eobad;ter  be«  SanbbaueS  in 
glaubet»,  in  Srabajtt  unfein  Sftebtr*§lfaft, 

©chweri  *),  tfihmt  ben  Knbau  biefe«  ßnoilenge* 
wdchfe«,  „weit  baffe'.be  mit  »bem  $5oben  notlieb 
nimmt,  reidjlirf)  gutragt,  nom  Stoffe  ni*t  (eibet, 
fomobl  butdj  bie  gtudjt  al«  butdj  bie  Slatm  ein 
gute«  23iet)futt«t  unb  butd)  feinen  hörigen  '©tangei 
t\ n  S5renn Material  jum  £eijen  liefert.» 

tiefes  oielfachen  fftufcen«  «egen,  betreibt  nun 
bet  3Birtl)fd)aft«  *  Snfpcctot  bet  2eff»4fd»n  €Stift«* 
guter  in  £)btr*5Ef(^irnau  in  @d)lefien,  £etr  Äabe 
jun.,  ben  Knbau  biefer  gtud)t  fd)on  feit  nict  » 
ten  im  ©ro&en,  unb  finbet  KUe*  »ad  $r. 
uon  bctfelbcn  getimt  W,  »ollfommen  beffdtigt. 
Sn  bem  ©arten  ju  Sbet^ffhimau  ift  ein  glcddjen, 
non  ungefdl»  *5  öuabratruthen,  auf  welkem  $'«• 
^flbe’d  SSater  im  3*h«  »787  et^en  ^no(Un 

biefer  Krt  gelegt  hat.  ?Cuf  biefem  glccbe  flehen  fte 
feit  jum  heutigen  Sage  nod),  treiben  \Mjm  ®‘dn* 
Sel  non  8  bi«  »<>  Suf  *)»$  unb  geben  fret«  eine 
gute  Kernte,  unerad)tet  fie  biefe  gan5e  *U  binburch 
webet  gebfingt,  nod)  bearbeitet,  nod)  frifd,er  ©aa* 
men  aufgelegt  »erben,  folglich  non  ber  erften Ku«; 
faat  im  Sah«  1787  S»«  unb  breifiö  ^«le  nad)  ein, 
anbet  geamtet  »orben  ift,  ohne  auch  nur  cm  SHal 
ton  neuen  ju  fden! 

SJon  ben,  auf  biefer  ©feile  gewonnenen  ©b* 
Äpfeln  beffeUte  ^>etc  Snfp^ctor  Äabc  tm  Sahre  1817 
feine  Ku«faat  im  freien  gelbe.  Sr  hat  biefen  Km 
tau  feitbem  fortgefefct,  unb  im  Sahre  18 >9  f^n 

*)  Anleitung  jut  Äenntnif  ber  SSelgifdjen  eanbtmrtb: 
frhaft,  «on  3-  St-  ©cbipetj.  1.  2.  3.  SSt.  £aUe, 
bei  £cmmerbt  unb  ©d>»/tf«bfe.  1307-1SH. 


unb  auf  freiem  Selbe. 

hunbert  unb  fieben  unb  neunjig  SSredlaucr  ©djeffel 
(gehäuft  genieffen )  geamtet,  unb  baoon  im  grfih« 
jnhre  18^0  »ieberum  437  S3re«tauer  ©cheffel  au«* 
gelegt.  &ie&  Kuötegcn  gefd)iei)t  im  gaibjabre,  uro 
9tad)tfcDfre  «nbeffimmert,  fo  icitig  al«  man  »tU  unb 
fann.  Sft  ber  S&obe»  non  guter  $Sefd)affml)cit  unb 
.gebfingt,  fo  lege  man  bie  ftnoUctt  »enigfeu«  i »ei 
Svheinldnbifdje  &uabratfuji  eine  non  ber  anbern  (benn 
(5in?  Änclle  macht  oftmal«  7  bi«  9  Suebe);  m 
fd)lcd)tem  £anbe  lege  man  fie  bichter.  ©enb  bie 
Knollen  t  Ui n,  fo  lege  man  beren  2  bi«  3  auf  (Sine 
©teüc  (»eil  non  betgleichen  f leinen  Knollen  manch« 
jutfidbleiben )  5  bod)  lege  man  biefe  nid;t  bid)t  an  ein* 
anber.  ©ie  muffen  feiert,  nicht  fo  tief  al«  bie  Kar¬ 
toffeln  ,  gelegt  »erben,  unb  gehen  bann  leister  auf, 
ffe  bfirfen  nicht  mehr  al«  ein  ÜRal  behäufelt  »erben, 
verlangen  aber  ba&  ber  Kcfet  nom  Unfraut  rein  fco, 
»eiche«  mit  bem  (Sultinator  fei»  UW  ^»irft  »er» 
bm  fann.  85ei  gunffiger  SBittevung  gehen  fie  fchon 
nach  Verlauf  non  btei  5Bcd)en  auf;  bie  ^ffanjen  ba* 
oon  haben  aber  bi«  Kn  fang«  Suniu«  ein  frdnfliche« 
Knfehen;  erff  nad)5ohanni«  fcefommen  fie  eine  bunfel* 
gtfinc  garte  unb  fangen  an  511  wad)fen.  Km  23dm 
Kugujt  be«  nötigen  Sah«6  (fagt  .Stabe  in 

feinem  oor  un«  liegenben  gebrueften  SSeridjtc)  hatte« 
in  einet  non  meinen  «Plantagen  bie  $ffan$en  fchon 

eine  non  8  W  9»  »•««*«  mit 

6  bi«  8  SMenttieben  uub  4  bi«  5  ©eitendffen  wa« 
ten,  bie  mehr  al«  600  SSJdtter  hatten,  non  ben cn 
bie  größten  14  Soll  laufl  unb  8  3oU  breit  waren. 
$ic  fß-.&the  erfolgt  erfl  in  ber  SRitte  ^ctober«  unb 
ba«  2Bachfe«  ber  ^ffanje  bauert,  felbfi  wenn  aud) 
sRad'tfrdfte  ein  fallen,  bi«  in  ben  Slooember.  (Sin 
ufcetrafdjenbet  Knblicf  ift,  ^  Slfithejeit  eine  gut 
hewaebfene  Plantage  ju  ffh™;  bt»n  ^att  ia*  Mm 


1 1 1 


©cmüfcbau  im  ©atten  nnö  auf  freiem  ^elte. 


liefe  SahreSjeit  affe  anbete  ©ewi<hf«  f<hcn  erftcrbrn, 
cbec  im  2f&frec6cn  finb  ,  gleißt  ein  Grbdpfel»§ilb 
in  bec  gerne  einem  unburch&cülgltch  fcidjim  dtie-'e;.- 
©ebdge  rem  fefjonften  ©tun !  2 lad;  Gintritt  ber 
Slutbe  —  fahrt  £ert  Jvabe  fort  —  lief?  id)  eie 
Sldngelbicht  an  bec  Grbe  mit  einer  Sichel  abfehnei» 
ben,  fie  gleid;  mit  Strohfeilen  in  lodere,  io  bis  12 
Soll  int  Surchmeffer  tiefe  ©ebinbe,  cinbinben,  ur.b 
je  15  berfelben  fenfreefct  in  einen  Raufen  fe|en. 
Raufen  ren  biefer  ©refie  bleiben  felbjl  bei  «Sturm» 
srinb  aufrecht  jfeben.  9?ad>  ad>t  Sagen  finb  bie  an 
ber  2fujjenfeite  bec  Raufen  befinblichen  SSldtter  »oK* 
fomrnen  bürt;  clöbar.n  muffen  bie  ©ebinbe  umge» 
trefct,  was  nach  innen  ju  cefehrt  war,  mu?  nach 
tcr  2fugenfeite  bingercenbet  werben.  Sie  -SS-dttec 
»erben  halb  bürr,  bie  Stdngel  aber  nicht.  fSenn 
biefe  nun  fo  »eit  getretfnet  finb,  baf  fie  beim  Su» 
fammenbteben  feinen  Saft  m<hc  ron  firf?  geben,  fo 
fonnen  bie  ©ebinbe  »om  Jfcfer  abgefahren  »erben, 
3d>  habe  bann  bie  ©ebinbe  in  bebccften  (gruppen 
triebet  fenfcecfjt  auffrellen  laffen,  big  bie  Stdngel 
möglich!!  butre  traten.  S5is  jurn  3«bredjen  bucre 
habe  ich  fie  j»at  nie  fonnen  auStrocfnen  laffen;  bodj 
&aben  fie'fdj,  wenn  fdjen  nicht  ganj  «uSgetcrrt, 
tizaed)  ohne  ju  faulen  aufbewabven  laffen.  S5loij 
an  gaubfutter  gewann  ich  ton  Ginem  27?agbeburgn 
bergen  ganbeS  guten,  jrarf  gebangten  ©erftenbe» 
beng,  57  Gentnec  16  fpfunb;  bet  niebrigfie  Gctcng 
in  fehr  fehlerem  SSoben,  ber  faum  noch  ben9?amen 
fcen  Äcrnboben  rerbient,  war  17  Gentner,  unb  im 
Surd;fchnitt  aUec  mit  Grbdpfeln  fcefiefffeit  tfeefer, 
wn  ber  rerfchiebenften  ©üte  unb  83ebüngung  beS 
SSofcen#,  war  et  etwas  über  30  Gentner  für  ben  5D?ot= 
Sen.  2fn  Knollen  amtete  ich  00m  borgen  bes  be» 
ßen  Sar.bes  121,  im  fchle^tefren  25oben  25,  im 


Surchfchnitt  ron  ber  ganjen  tfulfaat  68  Styffer. 
Se  fpäter  man  baS  gaub  abfdjneifcet,  befro  großer 
werben  bie  dtnoüen;  fdjneibet  man  bie  Stängel  ftü» 
her  ab  (um  befro  früher  baS  gaub  $ur  gütterunj 
anwenben  $u  fonnen),  fo  bleiben  bie  Änottcn 
f lein  er. 

SBaS  bie  fnollen  al$  gulterung  reiften,  mag 
man  aus  gefgenbem  cmnebmenr  Sie  jur  w>robc 
tamit  gefütterten  Schaafe  erhielten  fein  anbere« 
gutter,  als  jebeS  täglich  eine  SJierteU5D?e|e  Snollen, 
£aub,  fo  riet  fte  freffen  wollten,  unb  für  bie  9?a<ht 
noch  etwas  Strch.  £aS  gau'o  fragen  fie  footeich, 
bei  ben  Än ollen  aber  machen  bie,  welche  nicht  an 
Äartoffelfütterung  gewohnt  ftr.b ,  einige  Umffdnbe. 
Siefe  «Probefutterung  bauerte  rcra  1.  ?toöembcr  big 
jmn  28.  2ftdtj  1819.  Sie  gdmmer,  welche  wd&» 
tenb  biefer  Seit  Jur  2Self  famen,  waren  frdftig, 
bie  CKüttet  f?ntten  jum  Saugen  ciel  bje 

jungen  Schaafe  wud;fen  trefflich  unb  hatten  »iele 
5BcUe,  bie  alten  Rammet  festen  siel  gleif^  an. 
Ginec  biefer  £dromel,  bec  bei  Anfang  biefer  gut, 
terung,  am  1.  fflooember,  95  njfunb  gewogen 
hatte,  warb  am  25.  Sanuar,  wo  ihn  ein  Schlag» 
ter  faufte,  115  ^funb  fchwec  befunben;  er  hatte 
alfo  in  einer  Seit  oon  86  Sagen,  in  welcher  er 
2ti  2??e|en  Saollett  unb  hinlängliches  gaub  befom» 
men,  um  20  föfunb  an  gleifch  »ugenemmen.  %n 
einer  «nbetn  Schäferei  würben  ju  gleichem  SSer» 
fuche  swei  tragenbe  Butter »  Schaafe  genommen, 
bie  fdjon  jwei  2ßal  fd) wache  gdmmer  jur  Seit  ge» 
bracht  unb  fehlest  gefdugt  halfen.  S5ei  bet  Grbdpfel» 
gütterung  aber  gebaren  fie  fratfe  gdmmer  unb  faul¬ 
ten  gut. 

£1  s 


1 12 


©cmüfebcttt  im  ©arten  imb  auf  freiem  gelbe. 


Sie  gut  $>cobc  *  gutfcrung  aufgeßellftn  Kühe 
bekamen  täglich  eine  9tte(je  Knollen  unb  ein  ©e* 
binb  Saub;  auf  einem  attbern  ©Ute  befanien  fte 
täglich  gwei  ©ebinte  Saub,  aber  feine  Knollen;  bet 
©rfotg  war,  bafj  bie  mit  Knollen  unb  Saub  gefuf* 
fetten  mef)t  9ftilch,  bie  mit  2a ub  allein  gefuf* 
terten  gwar  wenigere,  jeboth  Wiel  fettere  fDlilch  ga* 
ben.  Sie  jungen  Stammod;fen  erhielten  täglich 
brei  föicrtel  Sieben  Knollen  unb  gwei  ©ebinbe  Saub; 
fte  belferten  fich  halb  im  gleifdje  unb  wuchfen  gut. 

Sie  *Pferbe  erhielten  jebe«  täglid)  brei 
Stehen  Knollen,  ohne  2aub,  anfangs  mit  Kleie  unb 
gefdjtotetem  ©ctraibe  vermengt;  biejj  modjten  fte  je* 
boch  nicht  feeffen ,  bie  Knollen  lieber  allein  unb  mit 
»fjecffel  gemengt.  3ule&t  gogen  fte  ein  foldje«  gut* 
ter  einem  Kornerfuttcr  wor.  S5ei  ben  ^ferben  bauerte 
bie  9>robefütterung  wom  15.  9fowember  bi«  gum  15. 
gebruar,  unb  fte  blieben  währenb  biefer  3  Monate 
nicht  nur  gefunb,  fonbern  nahmen  auch  an  gleifch 
gu  unb  «errichteten  babei  jebc  Arbeit  fo  gut  al«  bie 
übrigen.  3'wei  spfetbe,  benen  flatt  bc«  $eue5  blojj 
©tbäpfel*2aub  gegeben  twarb,  befanben  ftd)  babei 
fet>t  wohl.  Sutchgehenbä  freffen  bie  «Pferbe  biefj 
2aub  ungemein  gierig,  unb  felbfl  bie  Stängel  wer* 
gehren  fte ,  wenn  foldje  nicht  gar  gu  frarf  ftnb. 

Sie  lebte  S3enu&ung  bet  ©rbäpfel*$>ßange  ßeeft 
in  ben  bieferen  harten  Stängeln.  Siefe  geben  eine 
gtoüe  «fji&e  unb  haiten  lange  3»it  Kohlen.  ©in 
Sopf  falten  SBaffer«,  3  Schlefffd)«  öuart  haltenb, 
föchte  auf  bem  fjeerbe  in  20  üftinuten  bei  4  *Pfunb 
7  2oth  werbranntec  ©rbdpfel  5  Stängel.  Sreigeljn 
^)funb  wtrbrannte  Stängel  lieferten  24  2oth  reine 
3(fche,  bie  ßd>  in  Stücfe,  gleich  glatten,  gufammen 
fefcte,  unb  bie  batau«  bereitete  Sauge  war  fo  fcharf, 


bap  ein  Streifen  Äattun,  ber  fd>on  «tele  2)?ale  mit 
Sauge  gomafdjen  worben,  in  ber  ©tbäpfel=2auge  bie 
gatbe  werlor,  unb  baß  eine  leinene  blaußretfige  Ku* 
chenfdjurge,  welche  ba«  «Brühen  mit  gcwoln  ichet 
#oljfauge  ßct«  aubgehalten  hatte,  bie  blaue  gatbe 
werlor,  unb  ben  SBäfcherinnen  fraß  fte  bie  $aut  oon 
ben  gingern. 

3um  ©inärnlen  habe  ich  bie  Knollen  im  Spat» 
herbße  mit  bem  $afen  aufrühten  laßen,  biefer 
mufj  aber  in  ben  Strichbretern  etwa«  weiter  al«  bei 
ben  Kartoffeln  gcftellt  fepn,  weil  bie  ©rbäpfel  weiter 
au«laufen,  wejjhalb  auch  brei  3üge  babei  erfoebert 
werben.  Sa  bet  groß  webet  bem  Saube,  noch  ben 
Knollen  fdjabet;  fo  iß  e«  hinlänglich,  ße  nur  wor 
9Mffe  gu  fd)ü&cn.  Sm  wergangenen  SBinter  hatte 
ich  45  ©defe  in  gwei  SDlieten  (Raufen  über  ber  ©rbe) 
ßeben,  bie  fo  feß  gufammen  froren,  bajt  fie  bei’m 
©inräumen,  im  SOfonat  gebruar,  won  einanber  ge» 
hauen  werben  mußten.  9?ad)bem  fte  im  Keller  auf* 
getbaut,  waren  fte  fo  gut  al«  vorher,  würben  won 
bem  S3ief>  gern  gefreffen,  h*^ten  f,ch  9ut  unb  bie 
bawon  ergeugten  9>ßangen  ßehen  worttefflid;.  Sch 
habe  ein  «Pfunb  ©rbäpfel  unb  eilt  $)funb  Kartoffeln 
auöfrieren  laßen ;  ba«  ^)funb  Kartoffeln  gab  nach 
bem  2luftl)aucn  breijehn  Soth  3Baffer,  bie  ©rbäpfel 
aber  nicht  einen  Stopfen.  2fuch  felbß  beim  etßett 
SBachöthum  iß  bie  ^)ßanje  gar  nidjt  empftnblich  gegen 
ben  groß.  Sch  ließ  in  tiefem  grühjahte  9  Knollen 
in  ein  grühbeet  legen  unb  biefe,  al«  bie  ^Pßangen 
6  bi«  9  3oll  hoch  waren,  au«  bem  grühbeete,  welche« 
23  ©rab  (9?eaumur)  ©arme  hatte,  in’«  freie  gelb 
werpßangen.  ©leid)  in  ber  etßen  Cßadjt  geigte  ba« 
Shetmometer  3  ®tab  unter  bem  ©efrierpunfte,  ba« 
Saub  ber  jungen  ©cbäpfelpßangen  war  gum  3erbtechen 


©emüfebau  im  ©arten  unb  auf  freiem  gelbe. 


fleif  gefroren.  ©obalb  bie  ©onne  fchien,  trauten  fte 
gleich  miebet  auf,  unb  gefroren  auf  gleiche  fiBeife  oiele 
EUiah,  unb  tfjauten  jebeö  CDtal  wiebet  auf,  unb  flehen 
je&t  (im  tfugufi  1820)  mel)t  alö  9  gufi  l>ocf> ,  im  üp, 
pigfien  5Buch$.  ©Icicbe  Unjerjförbarfeit  bat  baä  Saub 
auch  naci;  bet  2fetnte.  Sd?  lieft  nämlich  am  24.  Des 
tobet  18 r9  84  fPaat  ©ebinbe  folgen  Saubeä  an  ber 
2fu{ienfeite  einet  ©cbeune  aufbängen,  bergeftalt,  bafs 
ba$  obere  ©nbe  burdj  ba$  über  bie  ©ebinbe  betootra, 
genbe  Da cb,  auf  ein  Drittel  ihrer  Sange,  für  bie  übri= 
gen  jwei  Drittel  aber  gegen  Siegen,  ©djnee,  Söinb 
unb  groft  feineSmegeg  gefcbü&t  mar.  Sn  biefer  Sage 
blieben  bie  S5latter  gleichwohl  fejl  am  ©fanget  ftgen 
unb  bie  roecbfelnbe  SBitterung  bi'11«  ibn<«  f°  wenig  ge, 
fdjabet,  bafj  fte  am  28.  SÄarj  9facbmittag$  oon  ben 
SJtutterfcbaafen  nod)  mit  vieler  fSegierbe  gefreffen 
mürben.  Diefe  Un$erftorbarfeit  ber  *pflanje  geflattet 
eö  auch ,  baj?  man  fte,  über  SBinter,  in  ber  ©rbe  taf* 
fen,  unb  erft  im  grübiabt  bie  3fernte,  ober  menigs 
ftenS  einen  Sbeil  berfelben,  jeboch  fpätefienS  bi«  5D?itte 
2tpril6  oornebmen  Eann.  Die  Knollen  ftnb  algbann 
gtSfset  unb  rotber  in  ber  garbe;  allein  fte  bauern  nicht 
fo  gut  al$  bie  im  $erbft  geamteten,  unb  man  mufi 
fte  forgfdltiger  aufbemabren,  nämlich  in  einem  Keller, 
unb  fte  mit  Grtbe  bebeefen. 

2tm  oorjuglidjjten  eignet  ftd)  bet  Grrbapfel  jum 
petennirenben  tfnbau,  ba  er,  GfingangS  gebaebter« 
mafjen,  30  Sabte ,  unb  barübet  auf  einer  unb  ber* 
felbcn  ©teile  au6bauerf.  Sßicb  er  alle  3  Sabre  ge= 
bungt,  fo  fann  audb  bie  Stagbarfeit  beS  33oben$ 
nicht  nachlaffen  unb  man  fann  alle  Sabre  amten, 
ohne  ju  faen.  SBill  man  abet  mit  bet  fBefiellung 
be$  Sanbe$  mechfetn,  fo  laffe  man  im  fofgenben 
Sabre  in  gutem  SSoben  ©erfle  mit  Klee,  in  fehlet^ 


tem  SSoben  ©ommergctraibe  auf  bte  Crtbäpfel  fofaen; 
meil  biefe  abet  febmet  auSjuvotten  finb,  fo  rnirb  ffd) 
auf  bet  abgedrnteten  ©teile,  oon  ben  unoermeiblid) 
in  ber  Cfrbe  §ttrücfgeblicbenen  KnoÜen  unfehlbar  bäu= 
ftger  9?acbwucb$  $eigen,  bet  nicht  anbetd  al«  burch 
3fuäbeten  mit  bem  ©rabrcbeite  fteber  oertilgt  Werben 
fann,  burch  welche  .Operation  aber  bie  auf  einem 
folcben  gelbe  flebenbe  ©etraibefrudbt  aUerbingS  ©d)a. 
ben  leibet.  Sm  Grlfafi  ld@t  man  Kartoffeln  barauf 
folgen,  ba  benn  ber  Sffadijwucb'o  ber  ©rbäpfcl,  burch 
bie  SSearbeitung ,  weld;e  bie  Kartoffel  erforbert,  oer* 
tilgt  Wirt;  oielleid)t  würbe  aud;  jweijäbriget  Klee, 
ber  mehrere  fJflale  abgegrafet  wirb,  ben  9tad)roud)8 
ber  ©rbäpfcl  oertilgen.  2fucf>  gebest  ber  Klee  nach 
©rbapfeln  beffer  alt  nach  Kartoffeln.  2öa$  enblidj 
ben  tfnbau  bet  (Jtbäpfel  jur  fßiebfütterung  auch  noch 
empfiehlt,  ifi:  bafj  fte  nicht  fo  al$  bie  Kartoffeln  ge, 
ffobltn  werben,  weil  fte  nicht,  fo  wie  biefe,  ben 
SJfenfcben  $u  einer  willfommenen  ©peife  bienen 
bürften. 


4- 

Ueber  eine  neue  2Crt,  bie  Kartoffeln  oortf;eil= 
(?aft  ju  bauen,  unb  ben  ifrtraß  bebeutenb 
5u  erf)6(;en. 


$ier,  Wo  btefeä  niebergefchtieben  wirb,  oetbrei, 
tete  ffch  (burch  welche  ©elegenbeit  obec  SOTittbeilung 
weijj  ich  nicht  mehr)  ba$  ©eruebt  oon  einet  neuen, 
febc  oortbctlbaffcn  Kartoffeljucbt,  bie  Seber  um  fo 
liebet  auSgefubrt  wünfebte,  je  mehr  reellen  ©ortbeil 
fte  vetfprach.  Der  SSecfuch  foll,  wie  ich  «nie  noch 


Ir+  '  ©emufcbau  im  ©arten  unö  auf  freiem  $elbe. 

Intt„e,  xn$m nb  ßemadjt  worben,  unb  bie  felbjl  u&cc  ber  gebe  Atollen  anjufegen  pflegen,  fo 

XMhJt  fo  ergiebig  gewefen  fepn,  tag  bie  fd>neUfle  würbe  t)ier  noch  2)  eine  Quantität  von  noch 

9la«a^munS  oon  allen  ©eiten  ber  erfte  Erfolg  war.  einmal  fo  tiiel  als  bei  ber  ©aamenfartoffel  gefun= 

©o  lautete  ber  erfbe  Srnpfeblung;  bie  SSef^mbung  ben  würben  in  ben  ©tdben  eingefammelt,  unb 

M  SSerfafsvenö  nun,  wie  folgt.  3)  *«  »>«*  oberfl5cf>Iicfjen  Aufhäufungen  eben 

fo  oicl  als  gewöhnlich  gewonnen.  Sftan  fonnte 
©§  feilten  nanUid)  auf  einem  baju  jutewite*  alfo  ^nehmen,  bag  bei  biefer  bitten  ^flanjung  auf 
f#n  gflnt)e  fteine  ©raten  non  i|  Sug  breit  unb  eben  einem  borgen  SanbeS  eben  fo  «ict  geamtet  würbe, 

fo  tief  auSgegtaben  unb  bie  batauS  fallenbe  ©cbe  als  man  fonfl  auf  bie  gewShnliche  Art,  tiefe  Scuc^t 

auf  eben  fo  breite  Sriftnrfame  aufgetfafrf  wer*  >u  sieben,  auf  ungefdh*  4f  Jörgen  wuebe  eingc* 
ben,  wie  man  bei  einer  Spargel* Anlage  ju  thun  fammelt  f)abcn, 
pflegt.  Sn  tiefe  ©taten  follte  man  nun  eben  fo 

Mtfd>tift8mäfig  Jtt'ei  Reiben  ett««to(fel»  in  btt  ®«  reitbt  Koi)1  4ti  »«bedungen  "41 

£J„9,  einen  guten  gu@  Mn  einanber  entfernt,  in  gleid,  »nliniten  madjen,  fi«  tiefen  gtofien  ©emim. 
auincun,  unb  einige  3»«  tief  de«™.  9!aei,tera  fie  tu  »«Muffen?  ©8  nratbe  Mt  bet  attffförung  nie! 
nun  gefeintt  unb  6-8  3«»  betangroadjfen  mären,  9<9<n  bie  @«*e,  «bet  und)  reiebet  »iel  bafüt 
ferne,  »ie  bei  unfetm  Slunienfofjl,  bie  aufgtfefte  S'fF»d)«n-  ®«8<0 <»  »onnie  nntürli*  »iel  gefügt 
Gebe  nad,  unb  na«,  unb  mit  angetiäuft  emben,  »eil  bie  »nuer&ilimMSig«  tiefe  ©inpflan. 

roetben,  baf  nut  tarnet  bie  Spifen  bet  Äartoff«!.  jung  bemjenigen ,  »ei«et  fid)  ÄenntniiTe  in  bet 
Sianien  einen  3oII  i>o«  tibet  bet  gebe  ftei  i>etau8--  OTanjetei  angeeignet  t)«t(e,  ni«ti  ©Ute«  »etfpta*. 

„id,ten  €OIit  biefet  Dperalipn  Kurt,  non  Seit  511  Mein  f(lt  biefe  neuer.  Ätt  bet  Xap*t,  f»™# 

Seit  bei  gehörig  <mi«tet  m.  nnb  f.  tauge  fett.  bauptfidjli«  ba«  Sigentl>6mli«,  bet  «attaffehanfe, 

gefaxten  bi«  bi.  Stäben  »ungefüllt,  nun  etiaubten  b«S  ff«  ««  ber  ®*«  «»*  *"»«<”  «»»»M«»  9«= 

bi,  Sact.ffeln  fie  nad,  bet  g.mSSgnli^.n  *t  6b, t  be,  eigne,  iff.  SS«n  baei,«,  fid,  alfe  neu  f,ie.  au«  ben 

Gtbflä«,  aufjuijüufeln.  Sebalb  biefe*  Sejtete  ge.  »ittli«  gttft.il  ©euunn.  3«  (»«»«  laug,  ni«( 

fdjeben  mar,  blieb  bet  ffianj.  billige  Steif,.«  bi«  mit  mit  einig  tuetbeu,  unb  nod,  meniget  mit  bene« 

fiebutd,  ab®, Iben  bi«  Reift  bec  Änoli.n  jeigle,  ebet  bie  gleid,.«  3ntet.1T,  babei  Balten.  ®lit  etf«i,n 

bi,  3eit  be«  ausgtab.ns  i,<rang.nal,l  mar.  6»*  »*”»«  imm,t  0,8  UnMt,">  h,f  '* 

baburc^  Überreben,  bap  man  mit  fagte:  man  muffe 

3n  biefenStaben  foBten  nun,  bet  etn(Hi«fi<n  (•!«<■  fitfinbungen  ni«f  getabeiu  unbetfu«!  bet. 

«Öerftc^jerung  gemd^,  i)  eben  fo  v>i«l  Kartoffeln  aus  werfen, 
bem  unterffen  ©tunbe  geamtet  werben,  als  man 

«ad)  bec  gemogen  2Crt,  fie  ju  pflanjen,  nach  Sie  ^flanjenicit  erfchien  unb  mit  if>t  bie  2fu§* 

SJlaaggabe  beS  SanbeS,  einfammelt.  ©a  aber  bie  fühcun9  beS  23crfucf)6.  3flleS  gefcf)af)  nicht  nut  oor* 
Äactoffelcanfen,  wie  wir  wiffen,  an  jebem  ^fuge  fd;rift«gemd£  punttlich,  fonbetn  auch  mit  grS^tec 


©emufebau  im  ©arten  tmt>  auf  freiem  $elbe.  ik 


fBorfidjt  unb  mit  vielem  SScbac^jf ,  fowohl  bei  bet 
Spflanjung  alg  wahrenb  bem  Sommer  bei  bem  3Cn= 
baufein.  So  fatn  enblich  bcr  £erbfl  unb  mit  ihm 
bie  3<it  bet  2Cemtc.  Seber  Sntereffent  (acfjt  greunbe 
batten  in  eben  fo  vielen,  weit  von  einanbet  getrennt 
ten  ©arten  unb  eben  fo  verriebenen  23oben  unb 
Sagen,  ben  23etfud)  jitgleid)  gemalt)  ober  vielmehr 
jebet  bet  babei  infofem  beteiligt  tvat,  bafj  et  eU 
wen  SSetfucf)  gemacht  hatte,  tvat  begierig  ju  fehen, 
tote  bet  Grrfofg  fepn  würbe,  unb  ftef>e  ba!  —  eg 
tvat  nichts!  Die  Kanfen  batten  witflidj  l;ier  unb 
ba,  bei  einem  mehr,  bei  bem  anbern  weniger,  fleine 
Änotfen  angefe^t,  auch  SButjeln  gefdjlagen  unb  un* 
ten  tvo  bie  Stccffartoffel  lag,  fanben  ftd)  wenige 
ganj  fchlechte  Änollen,  bie  fcH^c  fummerlid)  augfahen. 
Die  Kaufen,  ftnbc  id)  nod)  $u  bemetfen  notl)ig,  was 
ten  fd)mdd)tig  «ad)  ben  Spieen  (feine  einjtge  £ar= 
toffetart  machte  Ausnahme,  beun  man  bitte  bie  §3ot» 
ftcht  gebraud)t  mehrere  2trten  ju  vetwenben)  unb  am 
6nbe  becfelben  fcdnflich,  mitunter  auch  frifd). 

5DBie  tdfit  ftd;  nun  biefeg  CKijjrafhen  anbetg  ers 
Karen,  alg  burdj  bie  unnatürliche,  ungewöhnliche 
tiefe  ©inpflaitjung  ?  Der  ©oben,  wo  bie  23etfud)e 
gemacht  würben,  war  ffd)  in  fofern  an  allen  Drten 
gleid),  bafj  er  eine  vottfommen  euttivirte  Sliefe  von 
3  guf  tytlt  unb  batten  mufjte.  Dag  Saht  war  auch 
übevbiefj  für  bie  gewöhnliche  Äarfoffeljud;t  günffig. 
Die  tpflanjung  gefdjaf)  mit  großer  2Sorftd)t  unb  bie 
^Bearbeitung  wdbrenb  bem  Sommer  mit  ber  geölten 
Uebertegung.  5Bir  haben  atfo  biefen  SSeweig  jur 
S5e(tatigung  bet  Unjwecfmdfjigfeit  bei  alljuticfer 
^Pfianjung,  bie  gewip  mit  feiner  ^flanje,  mit  bereu 
Katut  fte  nid;t  vereinbarlid)  ift,  augjuführen  ffe^t. 


5> 

Ptotiä  übet  Sanfmann’o  neue  tofoffcl 

3&  ©e»u 

2tugjug  eineg  Schrcibeng  von  «fjerta  Schneevogt, 
ju  ^aartem,  an  ben  ^erayggeber. 


Haarlem,  seit  16.  25fc.  1820- 

„Sit  haben  je  ff  f)i*t  aug  SBrabant  eine  neue 
Äattoffelart  befommen,  welche  bie  Societe  d’Agri- 
culture  ju  ©ent,  ihrem  ©inführer  ju  ©hten,  bie 
Sanfmanng  s  Kartoffel  genannt  hat.  8Son 
©ent  aug  hat  man  unfern  ofonomifdjen  ©efellfchaft 
eine  Quantität  bavon  aefanbt,  bie  untet  verfcf)icbene 
Siebhabet  vertheilt  würben.  —  Sch  fann  mid)  mit 
bet  Äarto-fel=©ulfur  nid)t  felfcff  abgeben,  behielt  alfe 
nur  eine  einzige  dtnolle  bavon.  Diefe  wog  13  Sotf). 
Den  4.  SK«i  fegte  ich  fte  in  meinen  Dbffgacten,  in 
einen  nicht  magern  SSoben,  ohne  fte  ju  jerfchneiben, 
ober  ju  jctjTücfeln,  unb  bett  29.  Dctober  habe  ich 
bavon  geamtet  72  Knollen,  gtofse  unb  fleine,  welche 
jnfammen  22  $funb  wogen.  Die  bei  mit  gejognett 
ftnb  gat  nidjt  angenehm  von  ©efd)macf,  unb  webet 
gefchdlt  nod)  mit  fKontimng  gefod;t  fehmeeft  fte  mit. 
SKein  2fffocie  aber  in  Kocbwpf,  bet  grofje  Kofem 
©ultivateur  Stegerfjoof,  hat  bie  Knollen,  bie  id) 
ihm  fanbte,  in  fef>r  magern  Soben  gepflanjt.  Seine 
3fentte  ifl  bei  weitem  nicht  fo  ergiebig  gewefen,  al$ 
bie  meinige,  et  melbet  mit  aber,  bafj  fte  ihm,  von 
allen  fremben  Äartoffeln,  am  fd;macfhaftefben  vor 
fomme,  unb  et  ijf  ein  jiemlid)  competentee  Kichter, 
ba  er  jährlich  einige  S&tufenb  Sdde  dvartoffeln  jiehf. 


nS  ©emüfebau  im  ©arten 

güt’ö  93ief) ,  al<3  guttet ,  mdebte  biefe  c  o  1 1>  c 
£anfmann8  ®  Äartoffel  wobt  eine  ber  beften  fepn, 
wegen  ifjccc  aufjerorbentlicben  Ergiebigkeit.  2öo  fte 
juetfl  bergefommen,  weif)  ich  nicht;  icb  »ermutbe 
ober,  bajj  bie  ©enter  fte  au*  Englanb  erbalten 
haben. 

*  * 

* 

«Hocbfcbuft  b e 8  £erau$geber$. 

(2!2it  einer  2£bbiibungen  auf  Safel  19.) 

3d)  babe  jroat  febon,  im  »origen  IV.  SSanbe 
be*  ©artenmagajin*  3  ©t.,  ©.  124.  tmb  5.  ©t., 
©.  196,  bie  erfte  9?otij  t>on  biefet  neuen  Äattoffel 
gegeben,  aber  beibe  Sflad>cirf>ten  waren  nur  »otldu* 
fig  au8  öffentlichen  SSlattern  genommen,  unb  finb 
offenbar  einerlei,  ©ie  fpracben  beibe  »on  bet  gtojjen 
Ergiebigkeit  ber  £anfmann’$  Äartoffel,  welche 
auch  obige  €^ad;rid?t  be*  #ertn  ©ebneeoogt 
betätigt.  Sa  fte  aber  eine  genauere  Unterfucbung, 
unb  jwar  in  » e t f d> ieb cnem  S5oben,  »erbient, 
unb  id)  felbfl  inbeffen  fo  glücklich  gewefen  bin,  für 
mich  unb  #errn  Saflor  Dr.  u t f  dj  e  in  Wenigem 

Sena,  burd)  bie  ©nabe  ©t.  Ädnigt.  Roheit,  unfer* 
Surdjl.  ^erjog«  S5ernl)atbt,  jefcigen  ©ouoerneut* 
tun  ©ent,  ber  fkb  fo  warm  für  alle  gemeinnü&ige, 
wiffenfcbaftlicbe  ©egenfldnbe  interefffrt,  einige  ©na^ 
menfnoUen  ju  erhalten,  fo  werben  wir  SSeibe  beuer 
biefe  Unterfucbung  ptaktifcb  anflellen,  unb  ben  Sieb-- 
babetn  ber  Sekonomie  bie  Stefultate  bauon  gelreu 
hier  mittbeiten.  3<b  b^e  S^at  nut  ein?  ®aaniens 
fnolle  baoon  behalten,  unb  tiefere  bie  naturge= 
treue  Xbbilbung  baoon  auf  beiliegenber  Safel 
19.,  um  83erwedjfetungen  baoon,  mit  ber  ^eru® 
»ianifeben  Äattoffel,  bie  mir  febon  in  bie  #dnbe 
gekommen  jtnb,  »orjubeugen,  Siefe  Änolle  toiegt 


unb  auf  freiem  £elbe. 

1  $funb  4|  2otb  ( ober  36-»  £otb )  ?eip$?get  @e® 
wicht.  5Sit  wollen  nun  im  #etb|ft  feiert ,  wa*  fuc 
Ausbeute  unb  Sfefuttate  fte  geben  wirb. 

g.  3.  S3ertucb. 


6. 

33erid)tigung  einer  Meinung,  über  baS  2Cti= 
fc^cn  ber  übererbigen  Knollen  an  ben 
Kartoffeln, 


Sn  ber  allgemeinen  Sitcratur  =  Reifung  9*00.42, 
gebruar  1820,  fagt  ber  Stecenfent,  bei  ©elegenbeit 
feiner  «Beurteilung  beS,  ju  Weimar  im  fianbe«* 
Snbuflrie  ®  Gomptoir,  erfebienenen  SBetfucb*  einet 
Monographie  bet  Äattoffeln  u.  f.  w.  »on 
Dr.  Gart  53 i lt>.  Gtnfr.  $utfcbe  1818.  ®«ite 
330.  unten:  „Obgleich  nach  ben,  au*  bet  lanb® 
„wirtbfcbaftlicben  Leitung ,  mitgetbeilten  SSeifpielen 
„ficb  Änollen  über  ber  Gebe  an  ben  ©tangeln 
„bitbeten,  fo  gefdjab  biefcS  bod>  gewijj  nicht  ohne 
„feine  5Bur  jeln.  Sie  Grjeugung  oott  Änollen 
„an  in  Raufen  liegenbem  Äraute,  welche*  ftd)  er® 
„wärmte,  Idft  fid>  ohne  SButjeln  eben  fo  wenig  er® 
„fldren.  "  2lu *  bem  ©efagten  gebt  beutlicb  bewot, 
bajj  ber  #ert  Sfecenfent  noch  nie  Änollen  an  ben 
Äartoffelftdngetn  gefeben  bat. 

@ie  waebfen  bafelbfl  alletbing*,  unb  ohne 
olle  «EBurjeln,  in  unb  an  ben  85lattwinfeln, 
oft  ju  einet  anfebnticben  ©rofe  unb  Sicfe  heran, 
treiben  aber,  unter  günftigen  Umfldnben,  noch  am 
©tdngel  SESutjeln. 


©  a  v  t  e  n  =  m  i  )  c  e  M  e  ». 


Siefe  Knollen,  fobalb  fte  trirftic^  jur  Dleife 
femmen,  fonnen,  wie  irfj  felbfi  au«  Gitfahtung 
weif,  wiebec  ju  ©tccffartoffeln  bentrht  werben,  feie 
barau«  hetoorfommenben  Kartoffetbüfche ,  bringen 
aber  untec  nicht  ganj  günfiigem  ©etter,  nie  wiebec 
übererbige  Knollen,  wie  id)  au«  fünf  Sa^re  hinter* 
einanbec  forgfalfig  gemalten  aSerfudfen,  mit  au« 
folgen  Knollen  gejogenen  Kartoffeln  erfehen  habe.— 
£>a«  oortheithaftefle  ©etter  für  folche  Knoden,  ifl 
ba«jenige,  welche«  bei  übrigen«  jiemlich  warmer 
Scmperatur,  unb  au«getrocf nete  m  SSoben, 
im  höh?«  ©rabe  feucht  ijl,  aber  hoch  nicht  fo,  baf 
bie  ©tbe  tiefer  al«  jwei  Soll  einweicht.  Seftere 
feine  Siegen,  bie  nur  bie  SberfI4d;e  bet  Stbe  an* 


117 

feuchten,  welche  halb  wiebet  abtrocfnef  unb  oon 
feuern  beregnet  wirb,  ftnb  für  fette  2fecfec  juc  di- 
jeugung  folcher  Knollen ,  am  geeigneten.  @old)e 
©itterung  fallt  aber  fwchfl  feiten  ein;  mithin  ftnb 
lernten  biefer  3frt  etwa«  fehr  Wngewiffe«,  unb  ifl 
gar  nicht  auf  fte  ju  bauen,  e«  müfte  benn  fepn, 
baf  örtlicher  23oben  etwa«  mel;r,  unb  Sicherere«  lei* 
flete.  2fu«  ber  angegebenen ,  etforberlicf)  günfligen 
©itterung,  [affen  fich  auch  bie  an  bem  auf  Raufen 
liegenben  Kraute  entjlehenben  Knollen  fef)c  (eicht 
etflaren. 

ilipp«tuh. 

gen*. 


©«rie»»3Ätfcetlen. 


r, 

Ue5<r  ©en>icf>t  ber  2inanaöfi:üdf>te. 


Sie  Ghtglifche  tfnana«  *  Treiberei  be«  $erm 
©albwin,  ©artnec  be«  SOlargui«  »on  £ ert fotb, 
iu  Siaglepj^all  in  Ginglanb,  machte  feit  einiger 
Seit  fo  »feie«  tfuffehen  in  Sngtanb  unb  Seutfcf>lanb, 
baf  ich  mich  entfchlof ,  feine  fleine,  nur  2  23ogen 
Harfe,  unb  1  ©ui  nee  foflenbe!  ©chtift  - 
Short  practical  Directions  for  the  Culture  of 
Settf.  be«2r.2.@art,Slagai,  V,  JBb,  3.  ©t,  1821. 


the  Ananas  or  pine-apple  plant.  Wanvick 
I8i8-  in  einer  treuen  Ueberfefcung  mit  bem  Kupfer, 
in  ba«  4.  ©tücf  be«  III.  S3anbe«  ber  Sortfehung  bc« 
©arten  =  9J?aga$in«  00m  Safte  1818  aufjunehmen; 
wo  unfete  Sefer  ffe  werben  gefunben  haben. 

Unfer  «fjert  ßubw.  ©feil  jun.  fagt  nun  in 
feinem  Berichte ,  über  ben  SSefuch  bet  Crnglifcfcn 
©djottifchen  unb  Srlanbifdjen  ©arten,  an  ©e.  Kd* 
nigl.  £oh.  ben  ©rofherjog  (IV.  SJanbe«,  6.  ©tüf 
©.  241.),  baf  et  auch  in  3?a  g  l e 9  *  .fjall  gerne* 
3? 


n8 


(Satten  s  StttfceUett. 


fen,  um  bie  fo  berühmte  Ananas *  Treiberei  beS 
SSflarquiS  of  $ertfort  gu  bcfei;cn  j  unb  über  $ertn 
Balbwin  felbft  folgenbeS.  „£>eS  in  bet  »ergan* 
„genen  Sfadjt  gefallenen  ©d)nee$  wegen  fonnte  icf> 
„vom  ^>atf e  gar  nichts  fcl>en ;  hoch  glaube  ich,  baß 
„bie  tfnanaS*  Treiberei  baS  ©ingige  an  biefem  9>Mafee 
„ift,  waS  bem  ©drtner  merbwü.big  fepn  fonne. 
„$?it  »ollem  Siechte  räumt  man  abec  bem  ©drtner 
„be$  9)?arquiS,  ^)errn  Balbwin,  ben  Borgug  »or 
,, allen  ©drtnern  in  biefem  3>»eige  ber  ©artenfunft 
„ein,  benn  «S  ijl  unglaublich,  »on  weldj'r  ©roße 
„man  ()•«  ^flanjen  unb  grüchte  2)ie  ge» 

„Woi)nlicf)en  grüd)te  »on  white  providence  finb 
„»on  7  bis  9  ^)funb,  bod)  auch  oft  »on  n  fPfunb, 
„unb  bie  ber  gewobnlidjen  ©orten,  als  Old  et 
„New  Queen,  non  4  gu  7  ^)funb.  Sd)  hielt  mid) 
„einen  ganzen  2ag  bei  #rn.  Balbwin  auf,  um 
„THleS  genau  gu  befetjen,  unb  mir  etfldren  gu  laf* 
„fen,  unb  werbe  in  Äurgem  einen  befonbern  Bericht 
„über  bie  ©ultur  bet  2(uanaS  in  ©ngtanb  ein* 
„fenben. " 

Sch  war  im  »origen  ©ommer  in  ©onberSimu* 
fen,  unb  befugte  unter  anbern  aud)  ben  fürfHidjcn 
©arten,  ber  »on  lange  her  fd)on  wegen  feiner  »or* 
trefflichen  2lnanaS  *  Kultur  in  h°hem  Stufe  flanb, 
fanb  bie  tfnanaShdufer  beS  .fjerrn  #of  *  ©drtnerS 
©chdfet  in  fet>r  gutem  ©tanbe,  unb  mit  fdjöncn 
fiatfen  grüßten  befe|t.  3d>  thcilte  ihm  obige  Stach* 
licht  beS  $rn.  ©teil  »on  Balbwin’S  enormen 
3(nanaS  *  grüdjten  mit;  wogu  «fjerr  ©chdfet  be* 
bcnflich  ben  jiopf  fdjüttelte,  unb  gang  befehlen 
erwiberte:  „basu  will  viel  gehören!"  3d)  fragte 
ihn,  ob  er  niemals  feine  frärfften  grüchte  gewogen 
habe,  unb  forberte  ihn  auf,  biefj  nun  heuer  gu  tl;un, 


unb  mit  baS  Stefulfat  baoon  gu  berieten,  &ieß 
»erfprad)  er  mir,  unb  »or  Äurgesu  erhielt  ich  nun 
folgenben  Bericht  »on  $rn.  ©chdfet. 

„t(lS  ich  biefen  »ergangenen  ©ommer  bie  ©hre 
hatte,  ©ie  bei  mit  im  h°d)föiftl.  ©arten  gu  fehen 
unb  gu  fpredten,  äußerten  IDiefelben  unter  anbern 
bei  ben  hiejigen  tlnanaffen,  bie  bamalS  juft  in  glot 
ftanben ,  ben  5Bunfd),  bas  ©ewicht  ber  grüchte 
berfelben  gu  wiffen  —  inbem  man  behauptete,  baß 
cS  welche  gegeben,  bie  11  *Pfunb  folleit  gewogen  ha* 
ben,  —  bat)cr  bin  id)  fo  frei,  auf  ©w.  SBohlgeb, 
Berlargen  ein  fleineS  Bergeid)niß  »on  richtig  gewoge* 
nen  grüdjten  —  eS  »erficht  ftch  nur  »on  ben  groß* 
ten  —  l)icr  beigufügen,  wo  ich  »ielleicht  baS  Ber* 
gnügen  habe  ,  mich  jener  Behauptung  gegenüber 
gu  ftellen,  unb  »erfichern  gu  fonnen,  baß  eS  nicht 
wohl  möglich  ifl,  11  ^)funb  fdjwere  grüchte  gu  geu* 
gen,  wenn  nämlich,  waS  id)  glaube  —  ohne  unbe* 
fcheiben  gu  fepn  —  bie  ©onbetshaufer  ?inanaf[e  auch 
ihren  Siang  behaupten,  roooon  auch  (Sw.  Sßohlgeb, 
biefen  ©ommer  ein  tCugengeuge  gewefen  finb. 

©0  fd)5n  unb  groß  nun  ^ieft^e  grüchte  auch 
bieS  Sähe  wicbet  waren,  fo,  ergab  f id)  bennoch,  baß 
bie  größten,  gut  auSgefchwolIenen,  unb  nach  ih9 
ren  Beeren  befiimmten  grüchte  -  id)  gaf)le  ndm* 
lid)  ben  bürgen  2Beg  einer  grucht  bie  Beere,  in  ge* 
raber  Cinie  »on  unten  nach  oben  gu,  unb  nicht,  wie 
Biele  tbun,  ben  langen  5Beg,  folglid)  um  bie  ganje 
grucht  h«um  —  folgenbeS  ©ewicht  enthielten : 

©ine  otbinare  9beerige  grucht,  nebfi  4  3oll  langem 

©tiel,  unb  ihrer  Ärone,  wog  2  *Pfb. - 

©ine  otbindre  8becrige  grucht,  ncbjl  4  3olI  langem 
©tiel,  unb  ihrer  Ärone,  wog  1  *Pfunb  28  2otl>. 


©arten--  3JI  i  f  c  e  1 1  e  n. 


Crine  orbindre  7f»eet*iae  Srudjt,  nebf!  43o3  langem 
©fiel,  unb  ihrer  Ä'rone,  wog  i  $fünb  20  Sotf). 
6inc  bebindve  öbeerige  Srucht,  ncbjf  4  3otl  längem 
©tiel ,  unb  ifjrcc  Äcone,  wog  1  $funb  24  Sott). 
(Sine  orbindre  öbeetige  S^udjt,  nebff  4  3o!l  langem 
©tief,  unb  ihrer  Ärone,  wog  1  ^)funb  16  Sotf). 
©ine  orbindre  6«.  ^brerigeSrudjt,  ttebfl  4  3.  langem 
©tief,  unb  ifjrcc  Ätone,  wog  1  ^)funb  24  Sotfj- 
ßine  orbindc?  5beerige  5r udjt,  nebff  4  3oll  langem 
©tiel,  unb  ihrer  Ätone,  wog  1  9>funb  25  2otf). 
©ine  orbindre  gbeerige  Zeucht,  nebff  4  3oll  langem 
©fiel,  unb  ifjrec  Ärone ,  wog  1  <pfunb  24  Sotf). 
©ine  orbindre  5  u. öbeerige  nebff  4 3-  texngem 

©tiel,  unb  ifjrec  jfcone,  wog  1  *Pfimb  14  Sotf). 
©ine  orbindre  4U.  gbeerigeScucfjt,  nebff  4  3-  langem 
©tiel,  unb  ifjrer  Ärone,  wog  1  ^Pfunb  11  Sotf). 
©ine©ngl.  plattbeerige  grudjt  mit  5  tSeecen,  nebff 
4  3oU  langem  ©tiel,  unb  ifjrer  Ätone,  wog 
2  *Pfunb  16  Sotf). 

©ine  platte  grüne  Srucfjt  mit  4  SSeeren,  nebff 
4  Soll  langem  ©tiel,  unb  ifjrec  dtcone»  wog 
1  *Pfunb  16  Sotf). 

©ine  ÄontgS  *  flnanaSfrud)t  mit  4  ÜSeeren,  nebff 
43.  langem  ©tiel,  unb  ihrer  Ärone,  wog  2  *pfb., 
wobei  noch  ju  bemeefen  iff  ,  bafj  ber  ©tiel  unb 
Ätone,  ofjne  ftrucht,  im  Surchfchnitt  genommen, 
10 — 12  Sotf)  enthielten,  welches  alfo  noch  non  ei* 
nec  jeben  grueht  abgewogen  werben  mufj.  ©0  iff 
auch  bie  2Secfd)iebenf)eit  beS  ©ewid)teS  ber  gcudjte 
von  einerlei  SSeecengefjalt  fowobl»  als  von  ben  ge* 
ringem  ju  b'n  großem  ebenfalls  nad)  SSeeren  be? 
fiimmten  auffallcnb,.  unb  bient  als  SSeweiS,  bafj  eine 
Suicf)t  vor  ber  anbern  immer  mef)t  Sualitdt  beft^t. 

9?od>  eine  flnmerfung  mu^  id)  machen.  Unter 
allen  2CnanaSfcüd)ten  finb  aber  befonberS  2  ©orten, 


it9 

rtdmlid)  ber  ©ngtanber,  unb  bie  itönigSananaS, 
gegen  alle  anbere  immer  bie  fchwerften,  obgleid)  fel= 
bige  gegen  bie  anbern  nidjt  fo  viel  SSeecerr  entfjal? 

ten.  2lber  gewöhnlich  —  tx'aS  eine  ©igenthumlid)= 

feit  iff  —  fließen  bie  S5eeren  ungemein  auSeinan? 

ber,  woburd)  ber  ©ngtanber  oft  bie  ©rojje  eines 
f leinen  ÄinberfopfS  erreid;t. 

©0  fef)c  id)  mich  nun  einerfeitS  auch  freue,  in 
biefer  ^>inrxcf)t  ©w.  SBolilgeb.  einigermaßen  ©enuge 
geleiffet  ju  haben,  fo  fdjmetjlid)  iff  es  mir  aud)  an» 
berfeitS,  in  S3ejug  auf  eine  fleine  2lbt)anblung  über 
bie  ©onbevSbdufer  2lnanaStreiberei,  bamit  für  je&t 
nidjt  bienen  $u  fonnen.  2ttS  Säte  in  ber  Siteratur, 
unb  flets  von  ©cfdjdften  gebrangt,  bie  im  ©cfo(= 
ge  eine  immerwat)renbe  3erffreuung  mit  fiel)  fuhren, 
iff  e6  mir  bi^ljec  niefjt  möglich  gewefen,  bacuber,  wenn 
aud>  nur  23enige$  fdjreibm  ju  fonnen,  obgleich  3l)te 
gütige  SSeiftdjerung  ’bamats  mich  einer  feilenben 
tDucchfid)t  re;gewifferte.  Sie  ©ad)e  mufj  bccf>  ge* 
wiffermafjen  geortnet  unb  auf  3Ö  a  f)  c  f>  e  1 1  gegrun? 
bet  werben.  Äomme  ich  aber  ©w.  SDBohtgeb.  tn  3n= 
funft  bamit  nicht  ungelegen,  fo  will  ich  mein  23er* 
fprechen  wof)t  halten. 

Sd)  fc&Itejje  u.  f.  w. 

©  onbe r  $ h auf en ,  ben  20.  Set.  1820. 

Sero  ergebender 
Sienet 

©arl  ©chdfer. 

£J?an  crfteljt  f)icrau§ ,  bafj  .fjert  >£of= ©deiner 
©chafer  nicht  ohne  ©runb,  ju  «fjrn.  23  alb  min ’S 
Eingabe  feiner  upfünbigen  fruchte,  ben  Äopf  ge? 
fdjüftelt,  unb  fein  „baju  will  viel  geboren“  auSge? 
fprochen  !)<*&*•  ^Ki*1  fd)eint  eS  fe^c  g(aublid),  ba^ 

ter  ©drtnec  S5albwin  e«  barauf  angelegt  unb 
fR  2 


120 


©arfctt  *  SD? i f cett eit- 


nub  bie  ©peculation  gemacht  fjabe,  feine  2fnana«s 
ßultur  in  gtofen  £Kuf  $u  bringen  unb  bie  gutmü¬ 
tige  fjeidjtgldubigfeit  be«  Spubltfum*  gu  benu|ett 
unb  }u  tapfren;  unb  bafi  £ert  ©feil  bc«  ©artnet 
S3albw  in’«  Schauptung  feinet  n  ^Pfnnb  ferneren 
2Inana«frudhte  nach  feinctSeha.uptung  blof  auf 
Sreu  unb  ©tauben  angenommen,  unb  it>m  nachge* 
fptoeben  habe,  ol) n e  fi<h  felbft  burd)  2tnficf>t 
biefet  fo  ferneren  grumte  ju  {tberjeugenj 
wa«  aud>  in  fo  futjet  3eit  eines  Sage?  nicht  woi 
möglich  war. 

5ßa«  mich  noch  mct>r  in  meinet  Meinung  be= 
fiatft/  ifl : 

i)  bet  enorme  9>rei«  oon  i  ©itinec,  für  ben 
<f>etr  S5  a  t  b  w  i  n  feine  aebtutfte  Tfnweifung, 
bie  im  Gnglifchen  nicht  2  Sogen  unb  ini  Scuts 
fd)en  nicht  einmal  einen  halben  S5ßßen  b.  tcaqt, 
wie  man  .aus  III.  Sb«.  4.  ©tuef  erfief)t,  unb 
nicht«  weniger  nt«  ein  Tftcanunt  enthalt,  tet- 
fauftunb  auf  ben  Sitet  gefegt  h«ts  *»a« 
ätfo  offenbar  oon  einet  Gharlatancrie,  um  nut 
©uineen  ju  ftphen,  unb  ©elb  $u  machen, 
2«igt; 

p)  b.aji  ich  fo  «ben  in  cinet'  ®»glifdhen  Seitung, 
bet  Morning  Chronicle  ,  a(«  bie  Tfnjeige 

«inet  auf etotbentli.chen  grud)tgtof e, 
golgenbe«  tefe:  „uot  einigen  SBcchen  txmtbn 
„juSroabpone,  in  bet  Tfnanaötreiberei  be« 
,,2otb«  9>almerpon,  eine  2lnana«frud)t,  non 
„bei  fdh watjen  2fntigoa--2ftt  (of  the  black 


w Antigoa  kind)  gekniffen,  Welche  5  $)f«nb 
„14  Unjcn  wog."  Tllfo  nid)t  einmal  »olle 
6  *Pfunb!  SScnn  nun  bief  in  Snglanb  felbfl 
eine  fo  auferotbenttiche  Seltenheit  ip,  baf  man 
e«  in  öffentlichen  Sldttern  anjujeigen  fut  wetth 
hielt,  fo  mag  e«  wol)t  mit  Salb  Win’«  7,  &9 
unb  npfünbigen  Tlnanaffen  nicht  ganj  ge* 
heuer  fepn. 

^ett  Salb  Win  mag  e«  mit  bähet  nicht  übet* 
nehmen,  baf  ich  fo  lange  an  feine  ungeheueren  Tinas 
naöfruchte  auf  fein  blofe,«  SSot.t  nicht  glauben 
fann,  al«  bi«  et  etp  bem  QJraftoenten,  £ertn  Zf), 
2(nb.  Ä  night  ®fc|.  ober  bem  ©ecretdt,  £ettn  3of. 
©abine  Gfq.  unferet  Sonbonet  ehtwütbigen  H-or- 
ticultural  Society,  beten  au«wdrtige«  correfponbi* 
tenbe«  SWitglicb  ju  fepn  ich  mit  mehreren  ©arten- 
fteunbeit  in  Seutfdffanb  bie  Ghte  habe ,  2fnana«s 
frudjte  oon  9— 11  $funb  oon  feinet  Buch1  wirf  lid> 
cotgeLegt,  fein  Tlngcben  burch  bie  Shat  bewiefen, 
unb  ich  bie  21  n  j  c  i  g  e  unb  S  e  f  d)  r  e i  6  u  n  g  baoon  in 
unfein  Transactions  of  the  horticultural  Society 
of  London  felbp  getefen  h«be. 

SBeiroat  im  ©ecembet  1820. 

g.  3.  Settuch* 


2. 


©arten  * 

©ebravd)  bc5  ÄocfyfaljtS  m  fccm  ©artenbau. 


25er  ber ©ngtifd)?  <5f>cmifer ,  «fjerr  Par* 
feg,  f>at  »or  einiger  3**t  in  ben  Transactions  of 
the  Caledonian  Horticultural  Society  eine  2tb* 
^anblurg  übet  bie  2tmrenvung  beg  Safjeg  bei’m 
©artcnbau  befannt  gemacht,  unb  ron  ber  ©efelt* 
fc^aft  bafut  eine  Preigmebailte  erhalten.  (Sr  fudjt 
barin  burd)  eine  SJZenge  autljcntifcf>?c  SfjnCfadjcn  ju 
ertreifen:  i)  bajj  gemeineg  Äcdj'alj,  trenn  eg  in 
gehöriger  Proportion  angevrenbet  trirb ,  bie  Eigens 
fdjaft  bat,  @e[unbb«it  unb  SBadjgtbum  ber  SBcgeta* 
fcilien  ju  befcrbem;  2)  bajj  ei  gtud)tbdume  unb 
faftige  Pffanjen  unfähig  raadje,  SBürmec  unb  Sn* 
fetten  }u  ernähren  ober  i^nen  jum  2fufentf>att  $u 
bienen;  3)  baj?  eg  eineg  ber  trirffamfrm  Subftan» 
jen  fep,  bie  man  nur  anwenben  fann,  um  in  ©dt* 
ten  bie  Snfeften  ju  »ertilgen  *). 


3- 

Ser  größte  S5aum  unb  bie  größte  23lume 
itt  ber  23elt. 

Set  berühmte  SBanpan  *  SSaum,  jefjn  ©ngs 
Hfdjc  Steilen  ron  S5ro  ad>  in  ^inbojtan,  angeblich 


3R  t  f  c  t  U  e  iu  1 2 1 

ber  grofte  iu  ber  2Be[t  (ben  SD?  i  (ton  im  re’tlors 
nen  Parabiefe  befcbreib:),  (ic^t  immer  nod)*).  ©c 
b«t  350  grofe  Stamme,  treldje  alle  grcjjet  finb  al$ 
bie  ©nglr'cften  ©icfyen  unb  Ulmen,  unb  über  3,000 
Keine  Stamme.  9?a dj  einet  Uebertirf.rung  bet 
©ingebotnen,  ijt  er  3  oco  Sabre  aTt ;  fie  behaupten 
auch ,  bajj  7,000  Perfcncn  in  feinem  Statten  tu* 
t)tn  fonnen. 


Sie  grofjte  Stume,  bie  man  big  fefct  fennt 
ijt  bie  Aristolochia  cordiflora  ,  beren  Surcbmef* 
fer,  nad)  «£mn  2t(epanter  ren  «£umbolbf, 
16  3dl  betragt,  unb  aug  treten,  an  ben  Ufern 
beg  5J?agbaIencn  =  gfuffeg  in  Sub  *  tfmetifa,  bie 
Äinber  im  Spiele  j ’id)  5Dtu§:n  machen. 


4* 

u  ß  e  t  e  t  b  e  n  1 1  i  d;  e  grudjtbarfeit. 


©in  etnjtgeg  dtorn  ron  Sa lar  et a  5  SGBatjen, 
trefdjeg  ron  ^>:rm  ©arbenet,  $u  SEßefion  bei 
SSatb,  gepflanjt  mar,  bat  lebten  ^erbfb  bie  un* 
gcrcobnlidje  Bal)(  «on  7,445  Äotnetn  getragen  unb 
bie  UBurjet  ijt  frifcf>  unb  gefunb. 

*)  Hamilton  geograph.  Statist,  et  histor,  Descrip* 
tion  of  Hindostan,  Lond.  1820. 


0  3d>  »erbe  im  nad;f}en  ©tuefe  beg  ®.  50?.  unfern 
£efern  £errn  ^atfeg  interejfanten  2Cuffa|  augfübr; 
lieb  tiefem.  SB. 


122 


©arten  *  SK  ifcelten. 


S3  o  t  a  n  i  f  e  §  SßunberpuUer. 

£a$  SJtagajin  fut  gitcratur  unb  SnbuN*  in 
2*ipii9  ,  f ftnbigt  fc eben  folgenbcö  blumijtifäeS 
©unberpuloet  an  ! ! ! 


,,<Bo  eben  erf>iftfen  teit  in  di-mmifiton : 

Poudre  vegetative,  ou  moyen.  d’avancer  le 
developperaent  des  fleur?.  12  g©t. 
gin  Rainer,  treld)e$  ben  SSac&Stbum,  bie 
Sßereblung  unb  gulle  aß«  aSfumengctracfcfe, 

$ind)?n ,  Eulipanen,  Stofen,  Steifen  unb  berglcicfcen, 
ohne  Stacfytfjeil  fut  it)t  5Sefen,  beföleuniget,  befit= 
bett,  unb  ungemein  entroiif eit . " 


s  »  b  «  *  t 


Seite 

Sanbfd)äft§s©art«n!unjT. 

1.  Secoratton  gtojjer  ©arten  unb  ^arf«  burcf)  f leine 

gefdjmacfcolle  ©ebüube.  ( SJtit  tfbbilbungen  auf 
Saf.  16  u.  17.) . 85 

2,  Ueber  ©artensSSaufunft  im  ttUgemeinen, 

unb  über  ein  nocf)  nidjt  allenthalben  befannte« 
2lnanaghau6  >  nebft  SSemerfungen  über  befons 
bere  ©ultuc  ber  2lnana«=ipflange,  neuefter 
Seit.  (SJiit  einem  Stifte  auf  Saf.  ig.)  ,  .  86 

95  lumifterei. 

1.  SSlfttfjen  s  SSergeichnif  ber  ©rofshergogf.  ^flangen* 

fammlung  gu  SBetoebere  bei  SEBeimar,  im  3a* 
nuat  1821 . 99 

2.  ©djbne  erotifd&e  $pflangen. 

A.  Sie  fdjbne  gacfelbifiel,  ( SOJit  Jlbbitbung  auf 

Safe!  13.) . 101 

B.  Sie  fdjone  SOiiffurifd^e  Staehtferge.  (SDtit  tlbbife 

bürg  auf  Safel  14. ) . 101 

C.  Sie  nief^liepenbe  Saferblume.  (SDZit  tlbbilbung 

auf  Saf  15.) . 102 


©eite 

©emüfebau  im  ©arten  unb  auf 
freiem  gelbe. 

1.  SSemerfungen  über  eine  im  3.  ©tücf,  in.  SBam 

beg  ber  gortfefcung  be«  ©artemSOtagagin«  (©eite 
127.)  befinblidie  S3efar.ntmad;ung  einer  neuen 
2Crt  ber  ßultur  bes  SSlumenfof)l$,  au« 
gilippo  9t  e  ’  «  ßlementen  bet  Banbrnirtf): 
fd;aft  . 103 

2.  31  rt  ber  Slumenfobtgu d)t,  mie  man  fte  fetyr 

tjortfjeilfjaft  gu  granffurt  a.  9Jt.,  gu  ©ac$: 
fen Raufen,  unb  befonber«  in  bem  granffurtcr 
Sorfe  Dberrab  augfüfjrt  ....  106 

3.  JCnbau  unb  SSenufcung  ber  ßrbäpfel  .  .  .  109 

4.  Ueber  eine  neue  2lrt,  bie  Äartoffetn  »ortheilhaft 

gu  bauen ,  unb  ben  ßrtrag  bebeutenb  gu  et: 
t)bt)en . 113 

5.  Stetig  über  Banfmann’g  neue  .Kartoffel  gu  ©ent. 

(SOtit  einer  2lbbtlb.  auf  Saf.  19.)  .  .  .115 

6.  SSerichtigung  einer  SDteinung,  übet  ba«  Jfnfe^en 

ber  übererbigen  Änollen  an  ben  .Kartoffeln  ,  116 


C“ 

24  •>$ 

n  b 

a  I  U 

©eite 

©eite 

©arten  *  «OTifcellcn. 

3.  ©er  größte  Saum  «mb  bie  gvofte  SStume  in 

bet 

Seit . 

.  121 

,  lieber  baö  ©ewidfjt  bet  2tnana8fru<&te 

♦  ii7 

4.  2iufjerorbent(idje  grucfjtbarfeit  ♦  , 

.  121 

,  ©ebtaueb  bej  £0$  :  ©uties  in  bem  ©artenbau 

m 

5,  SSotanifc^es  SBunbec*  ^ulöec  .  ,  « 

*  122 

ßu  tiefem  »fjefte  geboren  folgende  Äbbifbungen; 

SEafel  13.  Sie  fcb&tre  gatfelbijirf. 

—  14,  ©ie  3Jtiffurif<&e  9la$tferae. 

—  15.  ©te  ntefd)Iief enbe  jJaferbtume. 

—  16  u.  17.  ©ecorationen  großer  ©5rten  unb  tyatff, 

—  18-  Slif  4«  einem  2CnanaSb<»uf«- 

—  19.  Canfmann’S  neue  Äartoffel  au  ©ent, 


(^ierjtt  fca§  Sntettigenjbtatt  Nr,  III.) 


.-£7.'(nis-t^ifrr<y. 


.l.7Yrccs'?:^kl«y.s#2i  o. 


.  jsiv  •&*&  :z  r 


V 


I 


* 


Uz/i/p. 


-d .  T  ßa  rt.  jifay.  Jortr.  J8  2/. 


No.  III. 

3ntcl(igcit$  •  asutt 


fcer  §ottfe|ung 

be§ 

mHmtmn  ^reutfc^en  ©aueit*  3ftaga$in£. 

fünfter  San b.  1821. 

©avten  » ’S  »  t  e  U  i  3  e  n  }  e  n. 


1. 

jum  SopflPfUn Jen* 25crjetc5nif 
»om  $ofgdrtner  (s.  %.  @  e  i  b  *  r.  ®regfcen 
1821. 

Or.  Orangenhaus  i—  5  Grad  Reaumur. 

Gl.  Glashaus  5 _ jo  _  _ 

Tr.  Treibhaus  10 — 15  _ , 


Gnltur. 

u 

© 

■ . 

u 

£ 

Tr. 

Abrus  praecatorius 

16 

Gl. 

Acacia  edulis 

I 

Tr. 

—  glomerata 

Gl. 

—  metanoxylon 

— 

—  nigricans 

— 

—  suaveolens 

— 

—  tripteris 

I 

— 

— 

—  truncata 

_ 

l6 

Tr. 

—  venusta 

2 

— 

vera 

16 

— 

Adenanthera  Nov.  sp.  No.  1. 

— 

■7-  —  —  —  No.  2. 

— 

Adianthum  Bendenickianum 

I 

_ 

— 

—  reniforme 

3 

_ 

Gl. 

Afzelia  grandis 

_ 

Tr. 

Agrostichum  calomelanos 

2 

_ 

— 

Alströmeria  peregrina 

12 

Amaryllis  Broussonetii 

— 

—  capensis 

—  Josephinae 

Cultur. 

Ü 

‘  ® 
CT> 

Tr. 

Amaryllis  multiflora  seu 

i 

Gl. 

Brunswigia 

IO 

! 

Anagyris  foedita 

16 

Tr. 

Aniitsima  paniculata 

3 

— 

Andropogon  citrosum 

12 

Anona  reticulata 

3 

— • 

—  tripetala 

3 

Or. 

Aponogcton  distachion 

Arbuttis  canariensis 

—  andrachne 

—  crispa 

—  salicifolia 

3 

Tr. 

Artisia  solanacea 

1 

12 

—  1 

—  crenulata  vera 

2 

8 

— 

Asclepias  gigantea 

3 

— 

Aspidium  molle 

16 

Or. 

Asplenium  ehenus 

1 

8 

— 

—  rthyzopbyllum 

2 

— 

Aster  lyratus 

Banksia  macrostachia 

16 

— 

—  oleaefolia 

—  paludosa 

ij 

8 

Tr. 

Banisteria  splendens 

IO 

_ 

— 

—  sp.  nova 

4 

_ 

— 

—  tomentosa 

IO 

— 

Gl. 

Berkheya  grandiflora 

2 

_ 

— 

Bignonia  grandiflora 

I 

Tr. 

—  unguis  Cati 

I 

_ 

— 

Bixa  Orellana 

2 

Or. 

Bilardiera  longifolia 

I 

Tr. 

Elackia  trinervia 

Bombax  Ceyba 

d 

8 

|  9tt$I. 


(  XXII  ) 


Cultur. 


Or. 

Tr. 


Gl. 

Or. 


Gl. 


Tr. 


Or 

Tr. 

Or. 


Tr. 


Or. 

Gl. 


W. 

Or. 

Vf. 


Or. 

Vf. 

Or. 

W. 

Or. 

Vf. 

Or. 

Vf. 

Dr 


Borbonia  crenata 
Brucia  feruginea 

_  _  nov.  spec. 

Brunsfelsia  americana 

_  —  undulata 

_  _  violacea 

Caladium  nympheifolium 
_  pennadifidum 

Calyptrantes  Chydraculea 
Camellia  Kew  blush. 

—  lutea 

_  poniponica 

_  rnyrtifolia 

—  vvarata 
Caesalpinia  Baybay 

—  —  sappan 
Candua  pyriformis 
Capparis  cynophalopbor. 

—  Breynia 

—  saliguä 
Carissa  Carandas 
Cassia  grandis 
Cecropia  pellata 
Cerbera  Mangos 
Celastrus  pyracantba 
Ceropegia  dichotoma 
Ceanothus  macrophyllns 

Cerasus  Catesbea  seu  Ilex 
prunifol. 

Cheylantlius  lentigera 
Chryssophyllu.n  argenteuni 

_  _  carolimense 

_  ferugineum 

_  _  glabrutn 

Cboryzema  nana 
Cineraria  tiliaefolia  seu 
Tlmsilagines 
Citrus  inycrocarpa 
Clerodendron  violaceum 
Clethra  glauca 
Clyfortia  tridentata 
Clusia  flava 

—  rosea 

Cocoloba  pubescens 

—  uvifera 
Columnea  sp.  nova 
Convolvulus  coccineus 
Cornutia  punctata 
Crataegus  glabra 
Crataeva  caparoides 
Cyrtliantus  obliquu* 
Cytissus  proliferus 
Dalberei»  robusta 
Dianthus  arboreus 
Dillenia  speciosa 

'iosma  obtma 
Dombeya  ferruginea 
Driinia  lancaefolia 


Cultur. 


Or. 


vv 

Gl. 


Or 

Gl. 


W. 


Or. 

Vf. 


Gl. 

Or. 


Gl. 


Erica  acuta 
—  Banksiae  pürpur. 

—  capi'nsis 

—  congi'sta 

—  ernbescens 

—  fasc.cularis 

—  gracilis 

—  bybrida 

—  incaua 
-  laniflora 

—  oben r data 

—  och>olnuca 

—  pyroliflora 

—  racemosa 

—  tenuis 
—  Thunbergia 

Eleodendron  orientale 
Elychrysum  saessamoides 

_  argenteum 

Empetrum  album 
Erodium  hymenoide« 
Eucomis  regia 
Eugenia  acuminat* 

—  baruensis 

—  glabra 

—  malaccensis 
Eupbauia  triandra 
Evommu*  sempervirena 

Fabricia  rnyrtifolia 
Ficus  aquatica 

—  elegans 

—  jnacrophylla 
Flemingia  congesta 
Fotliergilla  lanceolata  _ 
Flacourtia  Ramontchii 
Glycine  chinensis 
Gnaphalium  crassifolium 

_  —  fulgiduni 

_  _  orientale 

Gordonia  pubescens 
Hallia  imbricata 
Hackia  aquifolia 

_  —  minor 

Haustonia  coccinea 
Havenia  dulcis 
Jasminum  multiflorut» 

_  l-evol  utum 

Jaquinia  aurantiaca 
Jatropba  curcas 
Ibris  Gibraltarica 
Ilex  Dalion 
Indigofera  argentea 
Inga  unguis  Cati 
Justitia  picta 
Ixora  alba 

badduca 
—  purpurea 
Or.  Lopreira  cuneifolia 


W. 

Tr. 


Tr. 


(XXIII) 


Cnltnr. 

£- 

'S 

J3- 

& 

K 

8S 

CO 

Tr. 

Laurus  Cynamomea 

■  “ 

_ 

Lea  hirta 

Gl. 

Lechea  minor 

Or. 

Leucopagon  juniperinum 

Tr. 

Liinodorum  tuberosum 

I 

— 

—  plicatum 

T 

— 

—  Tankerw-illiae 

I 

12 

Gl. 

Lipparia  hybrida 

Tr. 

Lomadrophyllum  borboni- 

cum 

Or. 

Lomandera'  angustifolia 

I 

_ 

— 

—  latifolia 

I 

_ 

— 

Lycium  japonicum  plenum 

12 

Tr. 

Ludia  racemosa 

g 

_ 

Or. 

Magnolia  gracilis 

— 

— 

—  grandiflor.  longifol, 

_ 

_ 

— 

—  Youloa 

Tr. 

Malpighia  argentea 

5 

_ 

— 

—  volubilis 

i 

12 

— 

—  macrophylla  maxima 

8 

Gl. 

MalVa  coccinea 

16 

Tr. 

Maranda  cebrina 

IO 

Or. 

Medicago  arborea 

8 

Tr. 

Melastoma  Malabarica 

6 

Or. 

Melia  Azedarach 

16 

Tr. 

Mimosa  sp.  nov.  Senegal 

3 

— 

—  Habbas 

_ 

Gl. 

Monsonia  filia 

i 

12 

Tr, 

Musa  coccinea 

i 

12 

— 

—  paradisiaca 

— 

—  rubra 

2 

— 

—  sapientum 

2 

__ 

Gl. 

Myoporum  oppositifol. 

1 6 

— 

—  —  parviflorum 

, _ 

16 

— 

—  —  tuberculatum 

I 

Tr. 

Myrthus  disticba 

6 

/ 

Or. 

Nandina  domestica 

6 

_ 

Tr. 

Nauclea  calamba 

5 

— 

Nelumbium  speciosum 

8 

_ 

— 

Nymphea  alba 

l6 

■ — 

Nymphea  Lotlius 

— 

—  pygmea 

Or. 

Olea  europaea  buxifol. 

_ 

16 

— 

—  Maderiensis 

8 

Tr. 

Ochroma  Lagopus 

4 

_ 

— 

Ornetrophe  asiatica 

2 

_ 

Gl. 

Paederia  foedita 

12 

Or. 

Passeriua  erecta 

j 

16 

— 

—  spicata 

j 

[6 

Tr. 

Passiflora  Mexicana 

j 

—  pell  ata 

2 

& 

— 

—  princeps 

6 

_ 

Or. 

Pbylica  capitata 

2  ■ 

Tr. 

Phylanthus  virosu* 

2 

_ 

Or. 

Pinus  canariensis 

6 

Tr. 

Pinkneya  pubescens 

— 

Piper  rugosum 

2 

— 

Piper  sp.  nov.  Brassil. 

2  - 

Pissonia  latifolia 

5  ■ 

- 

Cultur. 

IJ 

u 

S 

Tr* 

Pissonia  nigricans 

3 

— 

— 

Piscidia  erythryna 

3 

' _ 

Or* 

Pistatia  vera 

i 

_ 

— 

Pittosporum  coriaceun» 

6 

_ 

Tr* 

Plumeria  alba 

— 

—  longifolia 

Or. 

Polygala  mixta 

3 

— 

— 

—  myrtifolia 

Polymnia  Uvadalia 

i 

Tr. 

Polypodium  crassifoliunt 

4 

_ 

— 

Pothos  violacea 

4 

Or. 

Protea  argentea 

« 

— 

—  grandiceps 

— 

—  tridentata 

Tr. 

Pteris  nemoralis 

I 

12 

Or* 

Quercus  Phellos  Iaciniatus 

2 

Gl. 

Ragodia  bastata 

16 

— 

Rr.montia  pyrenaica 

Or* 

Rh us  angustifolium 

_ 

12 

— 

—  Javanicum 

— 

—  zyziphinum 

— 

Rosa  longifolia 

r 

8 

— 

—  parviflora 

i 

8 

Tr* 

Russellia  multiflora 

Gl. 

Schinus  molle 

1 

_ 

— 

Selago  nova  specids 

G1. 

Serissa  myrtifolia 

_ 

Or- 

Sideroxylon  melanophleum 

— 

—  —  sericeum 

•— 

Smilax  roduntifolia 

16 

— 

—  atpera 

i6 

— 

Soldanella  alpina 

I 

12 

Tr. 

Sophora  tomentosa 

* 

Gl. 

Staelieline  gnapbalioides 

5 

16 

Or. 

Statice  fruticosa 

8 

Tr. 

—  mueronata 

Stamadia  paniculata 

- 

16 

— 

Stilago  peunias 

Q 

— 

Tilandsia  liugulata 

3| 

— 

Tournefortia  laur  fol. 

Q 

— 

Tournera  ulmifolia 

o 

Or* 

Vaccinium  pensylvanicum 

i 

12 

— 

—  —  resinosUm 

i 

I“ 

Tr* 

Vangueria  edulis 

1 

Or. 

Vibunium  chinense 

12 

— 

Viburnum  punicaefol. 

T 

1 

Gl. 

Virgilia  capensis 

Kr. 

Wanilla  aromatica 

J 

Gl. 

Wensea  pyramidalis 

16 

— 

Zygophyllum  coccineum 

o 

— 

—  —  foeditum 

J 

I 

g 

— 

—  — ■  morgsona 

x  1 

1 1 

g 

—  —  sessilifolium 

rl 

8 

— V  •  1  wrvcuuri.urn  ^oprprian 

r“n0/  fo  roie  »on  nutrvn  etaubfn9nD5<$f?n/ ffnoiif*™ 
©e^ern  txnb  sRofcmeornmcntcn,  luefcfje  »=riäarf*  r*  6" 
ünb  r 3  -.4  -  5  -  6  glTen  Stammen  ZrLn 
Un  ftnb,  befagen  bie  bttpfaljigcn  ©ataloge  bas  m}nt. 

d  2 


(XXIV) 


II, 

23«jetc$iti'g  fr i fc^er  achter  ©  avten*©anie= 
teien  fur’5  Sal;r  1821-  Um  b«aef*|tc 
greife  gu  haben,  bet  bem  |)anbel^ärtner 
@rn(l  ßonrnb  SBrebe,  neben 

ber  ^etrifirebe  in  Siraunfcbwetg, 

®ic  greife  ftnb  in  Son»tntio»8  =  Ölünse  be» 
eedjnet.  jfuf  eirigefanbteS  o  o  1 1  w  i  d)  t  ig  e  s  ©otb 
mirb  ba8  jebeömalitje  Agio  vergütet  5  bagegen  aber  bei 
SMnje  eon  geringerem  Sßertfje,  als  (SonDefitionömßnje, 
bet  fc&Unbe  Eiert  h  nntgefanbt  wirb. 

(SRtfrlr.)  bebeutet  Shoter  unb  (9®r.)  ©utegrofiten, 
tmb  (Pf.)  Pfennige,  beren  legerer  jwolf  1  ©utengre* 
f$en,  24  @utegrofd;cn  aber  einen  analer  auima^en. 

9bur  £anbel««greunben,  weldfje  fcur<&  mebrid&ttge 
tintige  aSejo^ung  ol§  reblidje  SSejabler  nur  beEatint 
fir.b,'  fann  id)  crebitiren;  falbem  id),  «um  öfteren, 
jiatt  «Bezahlung  unbartbare  SBebanblung  erfahren  nuif 
fen,  fann  id),  meiner  Sicherheit  wegen,  ebne  baare  SSe 
sablung  ober  gute  Knweifungen  nichts  mehr  berabfot« 
oen  taffen.  3$  etfudje  meine  werthen  gteunbe,  welche 
mich  mit  Sbren  gütigen  Aufträgen  beehren,  biefe  2£n» 
4eige  nad)fid)tlicf)  aufjunebmen.  ?tutb  bitte  td)  SSriefe 
unb  Selber  gans  franco  einjufenbep. 


Äud^enfrduter. 


gSaftlife,  grobe  getrohnl'dje  ,  ,  * 

_  —  (Uine  feine  fraufe 

SBete,  ober  gvcb>r  br  itblärtriget  ütt  an  g  o  lb 

Sßorretfdi,  Eorrago  ofncinalis  .  •  • 

ßarbobenebuten,  Centaurea  benedicta 

•Dill . . 

Äbbm,  fdjwarjer,  ober  Cdjwarier  Äümmel 
Äblle,  ©aturei  ober  Söhnen« .Kraut  . 

Äbrbel,  gembbnlitber  .  .  • 

_  _  traufer  piumage  ober  gefulltblatt 
riger 

—  —  grober  ©pantfeber  . 

Sauenbel  ,  •  •  .  •.•..*  * 

ß&ffelfrcut,  CocKlearia  ofncmalis 
gnajoran,  gcw&hnlicbet  Sommer»  . 
gjtarieubifrel,  Carduus  marianus  . 

SJtelbe,  ©arten«,  grobe  breublaltnge^adbe  ^  _ 

gjtetiff e ,  (Sitron*  .  •  •  •  * 

%)  e  t  c  t fi  l  i  e ,  gewbbnttdje  Ä  t  a  u  t »  ober 
©cbr.it  t»,  .... 

_  _  amte  fraufe,  P  l  u  m  a  g  c  =  e^er 
gsfiUtWcUtrige  (belcnh-er*  frfwn) 


—  4 
6 

2 1  6 

—  10 


ÄücfyenFydu'tet. 


>  i  n  t  e  r » 


p i m  p i n  e  11  e 

Porto,  früher  ©ommet 

_  —  grober  bidpolliget 

poptu  lat,  gelber 
—  grüner 
»Raute,  SBein* 

'■Rosmarin  , 

Salbei  .  •  •  . 

iauerampfer,  gewöhnlicher  .  . 

_  _  _  gngli  fd) et  am  SUSinter«  Spinai 

)  eilet i  e,  grober  plattet  ff  n  ol  l  •  ober  Äopf--, 

_ _  _  3talifiitfdjer  ( tum  SSeifbleicben) 

_  _  mit  fraufem  C-aube  .  .  ♦ 

5»  i  not,  grober  breitblattriger  .  • 

f_  _  ootiüjl.  grober  tunber  brettblittrigcr 
Sbpmian,  ©ommer»  ober  gratt  jo  fifd)  er 
-  —  2Bin!ers  ober  2e  u  t  feget  • 


25  l  u  m  <  «  t  0  M* 

SSlumenfobl,  ää)tt r,  aUerbeßer  febt  grobet 
früher  Mfiatifcber  ^  .  • 

_  _  dxbter,  allerbefter,  oorjuglnb  grob« 

früher  ßpprtfcher  ♦ 
ffßon  corßehenben  beiben  ©orten  wirb  ber 
©aarne  oom  ÄuSgange  gebruarS  bi6  jum 
Anfänge  ÜJiai’S  gefüet.) 

__  —  5d)ter,  allerbeßer,  befonbet«  grofer 

fpütec  («nglifdjer 

/ x>iefe  ©orte  qerith  o«  beßen,  wenn  beren 
©aarne  oon  bet  ffititte  bi«  2lu8gang  üSai’ö 
gefaet  wirb.) 

_  —  mittelgrober  ®ng  lif  d)  er 

Broccpli,  ober  Stalienife^er:  ©pargelfofit 


Ä  0  p  f  I  0  M  ober  £  <*  P  P  €  i 
mit  fdi  litten  SBldttern, 

Ä  0  0  f »Äoh 1 1  febr  grober,  weiber  ,  platter 
P  33raunfd)weiget  (ber  grbbte  »on 

—  mittelarober  roeiber  ,  platter  Cü  bfd)  er 

—  mittelgrober  weiber,  plattrunber  ^olUn» 

b  i  f  <h  e  r  .  .  .  •  • 

früher  weiber,  fpi&er  ©  i  n  n  1  gßa b  te  r 

—  deiner  fiüher  weiber,  run  er  ®riu^rer 

4  —  oorjügl.  früher  fleiner, 'weiber,  üd)tcr  ©n  gl. 

3ncfer  =  &oht  (feijr  fein  unb  fdj&n) 

8  —  früher  fdiwarpotber,  runbfbpfmer  . 

-  grober  fpüter,  blutrolher,  tunbfbpßger 


i|— 

4 


6 

1  - 

2 


1 

ii- 


(XXV) 


Äo  p  f  f  o  M/ 

mit  f raufen  SSIäffcrn. 

©aeo^er  ober  SEBtrfing;  grüner  außerorbentl 
früher  . 

—  —  grüner  großer  mittelfrüher 

—  —  —  fefjr  großer  fpiter  (feht  fähn) 

—  —  —  orbinär  großer  fpircr 

—  —  gel'-er  gang  fpäter,  b-fonbetß  großer 

—  —  —  SSlumentbater  mitt.lgrrßer 

—  —  grüner  ©proffen»  ober  Stofen 

SBB  i  r  f  I  n  g  *)  . 

•)  SBcrt  Siefern  ÄoMe  werben  Me  SprofTen»  Äöpftfei 
im  ^erbfte  nnb  iUimter  uerfpe;fet,  loeJcör  oan; 
»orjuglicb  ftno.  '  v  8  ni 

Ä  o  M  x  a  b  f, 

a)Ue6er  b«r©rbe;  gang  früher  SBiener, 
feiner  weißer  .... 

—  —  früher  ©nglifcher,  feiner  weißer 

(31 G  ä  s  m  ,  „  t 

mittelfrüher,  großer,  feiner  weißet 
©laß--  . 

—  —  fpätef  großer,  weißer,  gewöhnlicher 

früher  ©nglifcher,  feiner  blauer 
©laß» 

—  —  fpätcr  großer,  feiner  blauet’  * 
fc)  3n  ber  ©rbe;  ober  £ol;;tüfc;n,  gelbe 

_  weiße 

SS  l  ä  H  e  r  ;  Ä  0  h  I. 

Äohf,  t>of>er  brauner,  Fraufer  gewöhnlicher 

—  —  fchreatgbrauner,  oorgüglith  Fraufer 

—  —  grünet  fraufer  gewöhnlicher  . 

—  —  grüner  ocrjüglid)  fraufer 

—  niebriger,  brauner,  fraufer  gewöhnlicher 

—  —  f<tw«rgbvauner,  fraufer  jsünr&o.- 

wie«  er  .... 

—  —  grüner,  fraufer  gewöhnlicher 

—  —  grüner,  oorgüglich  fraufer 

—  —  bunter  5)  i  ü  mg  ge»  ober  gebet* 

ÄOl)I  .  .  . 

—  — -  brauner  ®chnitt?Äohl  ! 

—  fchltchter  blauer  ffiinter»  ober  brauner 

g  r  ü  h  1 1  n  g  ß » Ä  o  h  I  *) 

*)  2)er  (Ennmc  bon  biefeut  Collie  wirb  fn  ber  gejt 
uom  251teu  Suliuß  fuß  roten  Xuguft  Q e tä'ot  unb 
flicbr  alcitnnn  Miß  elfte  grübiarrS:  (SJenuife;  fann 
flt> **  oußgerflnn-t ,  unb  ren  aajuen  ©ountur 
fufß  Sieb  geblattet  werbe«.  4  v  1  £r 

SB  u  r  }  f  (  n. 

20Z  6  t en ,  frühe  feine^  rofhe  SS  ra  un  fih  w  et  a  f  t 
Baretten,  baß  fpfutw  o  g®r. " 

—  —  fiuhe  feine  vothe  23at  b  o  re  i  r  f  e  t 

©arotttn ,  haß  3>f«nb  u  g©r. 


©aß 

ßotb. 


31  — 
2  6 


SB  u  t  $  e  l  «, 

Wlöfytett,  f($r  früh?/  feine,  rot  (je  ,  FuriFrauffge 
^ornfdhe  lange  ©motten,  baß 
fpfunb  12  g@r. 

—  —  fpäte  rothgelbe  lange  SR  6  h*en,  baß 

sPfunb  8  g@r. 

—  —  feine  rothe  Furge  ©atoften  gttm 

Steiben  .... 
paftinalen,  große  reeiße 
3*  etherüben,  ober  gewöhnliche  blutrote  33 e  = 
tewurgeln 

3ucFer*9fott>erüben;  ober  redjt  bunfcl  bluf.- 
rothe  ®  e  te ;  £B  u  r  i  el  n 

3ucFet »  Seterüben,  ober  golbgclbe  Salat. 

Sßurgeln  .... 
^5cterfilien*S83urjeln/  frühe  biefe  3ucfer.- 

—  —  —  —  fpäte  große  lange 

£afer.a?  urgeln  ..... 
©corgonet»  ober  S  $  wa  r  g*  5®  u  rg  c  ln 

3u  efer  »155  urgelts . 

Sfapungel»  ober  Salat.-  SB  u  r  g  e  l  n ,  fleinr 

weiße . 

JKapungel*  ob.  Salat.® urgeln,  große  gelbe 

Zeutffye  Gaffee^  ffanje. 

©  i  eh  e  r  i  e  n  555  u  v  g  e  l  n ;  äi)te  Furge  «Braun* 
febroetger  2fr t,  baß  fpfunb  ii  g©r. 

0  —  ~  lange  glatte,  bas  ipfunb  io  g@r. 

Sipo Ileti  ober  3»ie&c[i?. 

3ipo(len,  große,  rothe,  runbe,  harte  23rcun 
f  d)  w  e  i  g  e  r  .  .  .  „ 

—  —  mittelgroße  plaßrothe  harte 

—  —  große  gelbe  runbe  . 

-1-  —  große  runbe  ftl6erwetße 

—  --  große  gelbe  lange  fuße  SSirw 

g  w  i  c  b  c  i  u 

große  rcti)e  ©panifche  ?)flang  = 

3  wiebeln 

—  —  flWße  tpetjif  ©panifche  QJflang. 

3»  iebeln  . 

^on<tf?3?ö&tefe. 

SSonat>3fgbie.ß,  orbinärcr  weißer  runber 
~  —  früher  feiner  weißer  runber  furg 
laubiger  .... 

—  —  frül;er  rct!;er  runber  gor  e  Ile  n . 

"  —  früher  .feiner,  rofenrother  runber  (feßon) 

—  —  früher  bunftlrotfjer  langer  ©laß. 

( f«hr  fdjpa  )  ’ 

t  —  früher  feiner  rofenrolbec  langer  ©  laß. 
(oorgüglid)  fchbn)  . 

—  früher  t?aI&rott>cc  langer  ^ollän 

t>  t  f  di  e  c  .... 


(XXVI) 


fettige. 

©ommer.Otettig,  fcut>cr  fcbroorjcr  tunbet 

—  —  früher  weifet  tunbet  . 

XBinter  »  »ettig,  fc&marjer  runbet 

—  —  weifet  langet  . 

—  —  grofer  langet  f^werjet  Stfttti 

ter . 


tR  &  b  c  n. 


®tai*Slüben,  frühe  $oll4nbif(he  weife 
piattrunbe 

—  —  ftühe  £  oliänbifefce  gelbe  platt« 

runbe  .  .  . 

.(»erbflsStüben,  grofe  weife  lange 

—  —  gtefe  gelbe  lange  SS  o  rbt  fe  l  b  fdje 

—  —  weife  runbe  ipfäljer 

—  —  gelbe  runbe  SB  il bei mSburger 

—  —  fdjwarje  runbe  (feht  roohlfchmecfcnb) 

—  —  fleine  9JI  5 1  f  f  cf)  e  Stuben 

—  —  fleine  Seltauer  »üben  (oorjüg« 

li(b  &d)t )  . 

—  —  grofe  weife,  fef>t  langt  gtan« 

i  6  f  i  f  <b  e  • 

©tecf.-»üben ,  grofe  glatte  gelbe  ♦)  . 

—  —  grofe  glatte  weife  •) 

—  —  grofe  weife  ©  d>webif(be,  Ruta- 

baga  ober  Kelrot  *) 

*)  Ser  ©aame  uon  biefen  Wrei  lebten  ©orten  barf 
nidjt  früher,  alS  na<b  ter  SJtitte  ttprilg,  gefaet 
werben. 

WunfelsStüben  ,  grofe  rotte  lange,  bas 
S>funb  fi  g©r. 

—  —  grofe  ächte,  ganj  gelbe  Xrt,  baö 

*>funb  6  g®r. 

—  —  grofe  adjte  in  »  unb  auSwenbig 

ganj  weife  bas  pfo.  6  g@r. 

JBerfc^iebene  Äorncr. 

©utftn,  frühe  grüne  Stauben* 

—  —  frühe  lange  grüne 

—  —  corjüglich  lange  grüne  ©drangen» 

—  —  lange  weif  e  ©drangen« 

3lr  t  iftf)  octen  ,  grofe  &  n  g  l i f  $  e  .  . 

Cardon  d’Espagne,  ©panifdjje  Satbe 
Äürbift,  grofet  Äticben«  .... 
SHelonen,  fehr  fdj&ne  2Crten 
©pargel,  früher  biefer  weif  er 

—  —  idjttt  früher  Sarmfläbtet  t 
©eefof)l»  Crambe  maritima 


Sag. 

Soth 


£opf*©alöt  ober  ÄopfsSattig. 

a)  Äepf«8actnf,  <£arlemmer  Slanffrop 

(cerjüglith  fd)6n) 

—  —  fehr  früher  grüner  ©teinfrop 

• —  —  feht  früher  brauner  ©teinfrop 

—  —  {ehr  früher  gelber  ©teinfrop 

—  —  früher  gelber  ©chmalj*  ober 

<Sier:6actuf 

—  —  bunter  gorellen* 

«—  —  grofer  gelber  Xfiatif$et  (»or« 

jüglith  fefc&n) 

—  —  grofer  gelber  £ollän bifcher 

—  —  grofer  gelber  Ser  l  in  er. 

—  —  grofer  gelber  r  a  h  l  *  ober 

Sauer . 

—  —  grofer  brauner  r  a  t>  l  =  ober 

Sauer*  .... 

—  —  grofer  gelber  (Sngltfcb er  §)r in« 

jenfopf 

—  —  gelber  5)  rin  jenfopf,  mit  ro 

then  Äanten 

—  —  3ucfer «  ober  grofet  ©.«hwebi 

fd>  er 

—  —  grofer  SOI  ogul  ober  gri  fe  buht 

—  —  SBintetftop 

b)  Ä op f »SOZon tre e,  gelber  grofer  JEolognefer 

—  —  fraufer  grofer  gelber,  mit  rothen 

Äanten  .... 
JCUerhanb  befte  ©orten  Äop f« ©alat  unterein« 
anber . 


(Schnitt*  ot>«r€>te#:©afaf. 

©<f)nitt*  ober  ©te<h»Eaetuf,  früher  gelber 
runbet . 

—  —  früher  gr an  j &f  i fd&er  langrunber 

—  —  SÜlontree,  früher  gelber,  fraufer 
©ommer«<3nbiöien,  ober  »omifcherSinb 

©ala  t 

SBinter»  ©nbioien,  fef>r  feiner  grünet  frau* 
fet  gejacftblättrigec  ^lümage« 
o*er  gebet . 

—  —  grofer  feiner,  frauGgeränbeter ,  tytU.-- 

grünet  . 

—  _  pon  SKatur  ganj  gelber,  fraufer 

—  —  gar.j  fdjlichter  gelbherjiger  . 

Äreffe,  grüne  gewbhnliehe 

—  —  grüne  fr :.ufe,  gefüllte  ober  ^lümag  e« 

Äreffe  .  ... 

—  —  gelbe  @nglif<b« 

»a  punjel*  ober  gflb*@alat  .  . 


(XXVII) 


arten 

a)  ©  cf)  a  o 


r  6  f  e  n. 


g  r  b  f  e 


Städiftfolgenbe  Jlrten  fönn«t  nitfjt  mit  ben@<f>oten 
Uffffri  werben,  weil  btefe  tnwenbig  ©djaolen  t 
»oll  tjabeii,  mitfein  auggepoblt  ober  «uOgeläufert 
werben  muffen. 

©chaal  .  @r'  fen,  al(erfrüt>efte  eoUtrageitbe, 
o  vr  9Jtai-@rbfen,  3  gug  pod) 

—  —  feb.  frühe  g  ran j6fif<be  Ärup»  ober 

3werg-,  1)  gug  t>ot^  . 

--  —  nrtM£'üb?  eoUtragenbe  g  0  I  g  e  r, 
4  gu§  fjocfj  .... 

—  —  fpuie  groge  iutidglicfie  Älemmer, 

4  po d)  ...  . 

—  —  fpäte  &  r  u  p>  ob.  3  wer g:,  2  gug  hoch. 

—  —  gug,-  grünbleibenbe  &  r  u  p  »  ober 

3  wcrg«,  2  gug  t> ocf) 

— •  —  gor  4  fpüte,  beionberä  groge  ©p  9.- 
n  1  f  d)  c  • ,  5  gug  t)od) 

—  —  gana  fpäte  gelbe  fflä  a egg«  ober  ®  olb« 

©rbfen,  7  gug  (jod) 

—  —  Ären:  ober  Sie  fen.  ©rbf  en,  4  gug 

b°<f> . 

—  —  gontanell  >  (Srbfen,  fegt»  groge, 

glatte,  runbe,  5  gug  hoch 

—  —  weige  $)rooencer  ßinfen,  4gug  gocg 

b)  3  ti  i  (  t  1  6  r  b  f  en, 

37acf>^el?cr»T)c  tfrten  fioben  fmoenbffl  feine  0cfcaar<?n 
ober  tonnen  DaDer  mit  ben  (Schoten  aeaeiTen 

werben. 

3ncfer»@*bfen,  ganj  ftü^eilige  niebrige, 
i£guggod)  .... 

—  —  mittel  frühe,  groge,  tragbare,  5  gug 

t)od) . 

—  —  fe&t  9*oge  frumm«  unb  breitfdjotige, 

(Snglifch  e,  5  gug  go<h 

—  —  fpäte  Ätups  ober  3  » e  r  g  * ,  2  gug 

ho<f> . 

—  —  ©pargcl.örbfen,  2  gug  gocg 


®aS 

3>funb 


arten 


oMen, 


f«f 


®art«n»a5of)nen,  frühe  fltine  niebrige 
i  a  g  a  n»  .... 

—  —  gewöhnliche  groge  . 

—  —  9015  groge  langfd&otige 

—  —  augerorbentlid)  groge  breite 

—  —  oorsüglid)  groge  runbe  ®ngl 

ftüinbfor 

~  —  grünbleibenbe  SOtailanbifche 

S3  i  f  J  t  S  o  ()  n  c  n. 

a)  ©tongen«,  ©teig«  ober  ©t iefel .33  i  1 6» 
SBognen. 

Stangen  .35  ognen,  groge  platte  weige,  fegt 
eelltragenbe  ... 


2  _ 
6 
6 


4 

2  _ 


23itösS3ot>nen. 

a)  ©fangen«,  ©feig*  ober  ©tiefet 

®  i  t  g «  33  e  t)  n  e  n. 

Stangen  «  33ohn  en,  ganj  groge  bunte 
«Xurftfcge,  ober  rotgblügenbe 
?>r  u  n  f «  Jöot  1  en 

—  —  gan$  groge  w.ige  Sütftfcge  ober 

wcigblüg  nbe  3)  r un  f  >  »ognen 
“  —  f <&r  breit--  uno  lungfdjctige  weife 
©d)  iacgtfdjmerter 

—  —  mittelbreite  langfcgotige  weife 

©  m  werbt--  .  .  . 

—  —  bietfdiotige  weige  feine  3ucfer«, 

©utter*  ober  ©cgmala. 
Sognen  .... 

—  —  gan*  fleine  weife  runbe  $3erl«, 

3  u  cte  r--  ober  ©  p  a  r  g  e  l .  »ognen 

b)  Stieb tige  Ärupp  «  ober  3  » erg«  S3itg« 


'  3«# 
?>fun». 


bot)  nen. 


Ärup  p  i 


of>nen,  fegr  frühe,  eoUfragenbe 
gelbe  . 

—  —  frü^e  weige  eoUfragenbe  5>rinjef 

fin  3wergbobnen 

—  —  allerfrüfjeftc  weife  breite  ©  et)  l  a  t. 

fdjwert 

—  —  aUerfrüpefte  weife  mittelbreite 

©djtt’frt.  ,  4 

®ie(e  ei  er  Wirten  fdjiden  ftef)  Borjüglfd)  gut  »um 
STrerben  auf  50i:itbeeten ,  *u«leid>  ober  aud) 
gut  jur  erflen  SBefteUung  in’g  freie  8anb. 

—  —  grefe  weige,  lanafd)otige  Stieren 

3werg --  IBchnen  ( aur  Jg»aupt 
fPflanjung  bie  begfe  JCrf.f 

—  —  groge  weige  Zlbler.  ober  Ärebg. 

3  w  e  r  g .  33of)nen  (fefir  auträg- 
lief). )  •  .  .  .  # 

—  —  weige  langfchotige  3  ucter. 

—  —  fleine  weige,  runbe  3 uef er--,  33er l: 

ober  ©pa  rge  l  3  wetg  33ob. 
nen . 

@  a  a  m  e  n  ;  3(  r  t  c  n. 

Ätee,  groger  rothblütjenber  ©pantfe^er 

—  —  weigßlüljenber  ©tein  - 

—  —  oieijdhriger  ober  guaerner  . 

—  —  @6paraetfe,  Hedisarum  Onobrichis 

—  —  ©pbrgel,  Äffer«,  Spergula  arvensis 
SKohn:  mit  gugefc^ loffenen  Äöpfen  (aumDel) 

blauet  .... 

—  —  weiger  ..... 
Sürftfdjer  JBaiaen,  groger  gewöhnlicher 

—  —  früher  fleinfbrniger 

a  rt  en «  Steif  en,  gewöhnlich« 
5Eabaf«©aamen,  lang«  unb  grogblatlriger 
33irgtnif(h  er  .  . 

—  —  baumartiger  Änafier,  auä  Shina 
ftammenb  .... 
Ämetßforber, ber  gröfefte  eonaaen 


31  — 


•Rtblr. 


(XXVIII) 


eparg«I*$n«njen. 

©pargel:  frönet  tiefer  weißer  2Crt,  einjährige 

—  —  —  —  —  —  jnjujäbng* 

—  —  —  —  —  —  breijätirige 

spmnnirenbe  ©uppert«  unb  ©alöt; 

trauter *  ^PfLinjen, 
woeon  bie  meiften  in  frreftgen  ©egenben  Feinen 
©aamen  tragen. 

|NB.  SBertiger  alS  25  ©tuet  ^flanüen  werben  baoon 
md)t  üUttlaffen. ) 

6  i  tro  n  «Siel  i  ffe 
D  ragon  ober  D  r  ag  u  F r  a  u  t 
&n 0 b lau d)  «pflan|> Zwiebeln 
«petllaueh  $>fhnj . 3miebeln 
SP  t  m  p  i  n  e  1 1  c  n  .  .  , 

JHoctenboIe  «PflanjsBwicbcln 
Sauerampfer,  großer  (angrunber 

—  —  —  Fleiner  fjerjfcrn-.iger 

©  0)  n  i  ttl  a  u  ch  jPflanj  s  3®iebeln  . 

SEr  ip  <  «IHabam 

SBermuth . 

SBinter.- 9Ha  joran 
SB  i  n  t  e  r  *  $  e  r  t  u  l  a  f 

9iocp  5>franjen  iTCtten, 

»eiche  .punbertflücFmeife  eerFauft  werben, 
^opfen»Q)flanjen,  ächte  S3raunfchweiger, 
(gnbe  9!Käri  ju  haben.) 

©rb  man  bei,  Cyperus  esculentus 
©ehallotten  «Pflanjs  Zwiebeln 
SBinter- 8aoenbel*fPflanaen 
Jlrtifdjo  cf  e  n  .«pflanjcn  (  nUr  uom  loten  bi« 
giften  SDlai  ju  haben) 

g  leif  4>  *  Baud)  =  ober  3obanniS»  Cauch> 
fpftanj.  ^wiebeln  (nur  im  SüniuS 
ur.b  Suliu«  ju  baten.) 

Fragaria,  <5rtbcer«i 5  3>flanjen. 

Carolina,  Äaro  lin  if(f)  e  ßrbbe  ere  . 
Chiloensis,  et>elifd>c  Sticfen  >  grbbeere  . 
Elatior,  gewöhnliche  große  @orten  =  , 

Fructu  albo ,  mit  Weiber  grillt 
Fructu  viridi,  grünfrücfctige 
Grandiflora,  große  2lnanaS  = 

Muscateller,  mit  langer  graefct 
Muscateller,  mit  runter  grncfjt 
Semperflorens  ,  immer  tragenbe  SHonatS» 
Vesca,  flore  pleno,  gefülltblühenbe  fruchttra- 

grnbe . 

virginica,  frühe  «Birginifehe  fcharlaehrothe 
Saccliarinum ,  3utf«r<<2rbbetre,  tie  nicht 
raufet/  bas  ©tiief 


£ ! 

t! 

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— . 

10 1 

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12 

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25  ©tuet 

f. 

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2 

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3 

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2 

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3! 

1- 

IOC  ©tuet. 

2- 1 

u. 

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91  a  $  t  {  $  f . 

Diejenigen,  welche  meine  Äüdjen  < ©arten  =  ©äme» 
reien  in  großen  «Partien  ober  »pfunbroeife  vm  lieber» 
oerhanbeln  nehmen  trollen,  Firnen  befotbere  'Seraeich» 
niffe  ber  niebrtgflen  greife  im  ©roßen  abfortern. 

Der  oieljdbtige  SSetrieb  meines  ©aamenuewerbeS, 
wie  auch  ber  forgfältige  ©clbflbau  aller  inlünbifdjen  ©or* 
ten  unb  fcie  Prüfung  ber  wenigen  auSlänbifcßcn ,  geben 
einem  Seben  tjir.langtid^e  Sicherheit,  bie  betten  ächten 
©aamen  >  ©orten  in  meiner  .panblung  jU  hefommen. 

Itueh  befiße  ich  einige  £unbert  mitflieh  oerfebiebene 
Sorten  fchoncr  SRofen  mit  «Hamen,  worunter  bie  oor» 
jüglichflen  neucflcn  unb  rareflen,  je|t  beFannten  ©orten 
00m  erften  «Hange  beftnblid)  :  fo  wie  auch  -oiele  £unbert 
Urten  perennirenber  fdjonblühenber  ©ewäehSpflan» 
jen;  imgleiehen  felbfletjogene  ©aamen  oon  mehr  als 
300  ©orten  ocrjierenbblühenben  ©eroächSarten,  unb 
alle 2Crtc»t  auSerlefener  Ölumenj wiebeln,  oon  wetehen 
alten  befonbere  gebrütete  «Berjeichniffe  ju  haben  ftnb.  Diele 
«BerjeiehnilTe  woHcnSBlumen;  greunbe,  welthe  jur  SSerjies 
rung  ibrer@arten  «Blumen  nhtbig  haben,  ober  benen  felbige 
unentbehrlich  ftnb,  burd)  franftrte  «Briefe  abfovbern  laf» 
fen.  SBoUten  auch  Slumen  =  greunbe  bie  SSlumen  *  Ser* 
}«id;niffe  nicht  Fommen  taffen,  unb  mir  bie  XuSwafjl  über» 
geben,  fo  finb,  nach  meiner  XuSwahl,  ©ommer*  Blumen» 
©aamen,  in  feben  fertigen  $>aquetcn,wo  bei  jebem  «paquet 
ein  «Berifichniß  beigelegt  ijl ;  fo  wie  auch.  Sortimente  oon 
Siefen  =  Xbfenfern  unb  (Sortimente  oon  perennirenben  SBlu» 
menpflanien,  welche  btn  äBinter  im  freien  8anbe  auS» 
bauern,  um  hier  beigefe$te  greife  ju  haben,  alS: 

a)  @ommer;S5(unien:@flflmen,  naefj  meinet 
eigenen  ÄuSroal)!,  in  fepon  fertigen  Enquete». 

@in  3>aquet  oon  allen  300  ©orten  ©ommer « Blumen» 

©aamen,  mit  «Hamen,  für  4  Shir. 

—  —  oon  200  ©orten,  aus  oorflehenbeit  ausge* 

fuchfe,  beffere  Slumen,  für  3  SEblr. 

—  —  oon  icx)  ©orten,  auS  oorflehenben  auSgefuch^ 

te,  noch  beffereSBtumen,  für  iShlr.  i8g©r. 

—  —  oon  80  ©orten,  aus  oorflehenbeaauSgefudjte, 

noch  fd)6nere  ÜBlumen,  für  1  Slfjlr.  i2g@r. 

—  —  oon  54©orten,  aus  eorftebenben  auSgefuch» 

te ,  bie  fcjjbnflen  SBtumen  ,  für  1  Sfjlr, 

—  —  oon  35©crten,  auS  oorflehenbenauSgefuchtC/ 

bie  aflerfchonflcn  Stumen,  für  i6g@r. 

—  —  oon  16  ©orten,  au«  oorflehenbeij  aus» 

gefugte,  bie  ocrjüglichflen  Slumen,  für 
8g®r. 

b)  Siofen  s  2fbfenFer,  rnicfj  meinet  eigene» 

100  Stüi  in  100  ©orten,  fehbne  2frfen  «Hofen,  mit  9ta* 
men,  beifammen  genommen,  für  12  £blr. 

90  ©lücF  in  90  ©orten,  beffere  Ärteu  Sfcfen,  mit  «Ha» 
men,  betfammen  genommen,  für  15  3!hfr. 

80  —  in  80  ©orten,  noch  b.ffere  «Hefen,  mit  «Ha» 

n;en,  betfammen  genommen,  für  16  Shlr. 

70  — -  in  70  ©orten,  fchbnere  Ärtcn  Siofen,  als  oor« 
flehenbe,  mit  tarnen,  beifammen  genommen, 
für . 17  Zl)lr. 

60  —  in  60  ©orten,  noch  fcfc&nere,  alS  ocr Ire Fjenbe 

3Frten  «Hofen,  mit  tarnen,  beifammen  genom: 
men,  für . 172510. 


(XXIX) 


V)  9?ofeni5lbfcnf er,'  na*  tneitier  eigenen 
tfu$w«$l, 

50  ©tü cf  in  50  Sotten  Stofen,  oon  befonberer  ©dE)5n= 
beit,  mit  Stamen,  beifammen  genommen, 
für  ....  16  2blr. 

40  —  in  40  ©orten,  bie  öorjüglitf)  fünften  Xrten 

Stofen,  mit  Stamen,  beifammen  genommen, 

für  . 15  S&ir. 

g0  _  in  30  ©orten,  ^rac&twerfe,  mit  Staimn, 
beifammen  genommen,  für  .  12  Sijir. 

20  —  in  20 ©orten,  bie  »orjüglie&ften  fprattt*  Stofen, 

mit  Stamen,  beifammen  genommen,  füt92()ir. 
I0  _  in  10  ©orten,  Sopf- Stofen  unb  anbere  oor= 
äüglidje  ©tücfe,  mit  Stamen ,  beifammen  ge. 
nommen,  für  ....  5  S£f)lr. 

ferner:  eine  ©oriirung  eon  100  ©tuet  gefüllten  unb 
halbgefüllten  frönen,  fef>r  fifcbnen  unb  üorjüglid&ften 
$>racf)ts Stofen,  au«  meiner  ganjen  Sammlung  au§; 
gefuebte  ©orten,  nadj  meiner  eigenen  XuSwabl,  un= 
ter  einanber,  mit  Stamen,  für  .  16  £f>lr. 

Sine  ©ortirung  öon  75  ©tuet  bergleid&en ,  mit  Stamen, 

für . 15  Sblr. 

eine  ©ottirung  non  50  ©tücf  bergleic&en,  mit  Stamen, 
für  ...  13  S&lr. 

Sine  ©ortirung  non  35  ©tücf  bergleicfjen,  mit  Stamen, 

für . 7  3l)lr. 

Sei  weniger  al«  25  ©tücf  in  festeren  Dier  ©ortirun= 
gen,  na<b  meiner  eigenen  SBabl  genommen,  »erben  bie 
«injelnen  greife  im  S?ofcn * 25er jeidjniffc  beregnet.  100 
©tücf  Stofen « Xbfenfer  ebne  Stainen  ,  gefüllte  unb  fjalb- 
gefüllte  untereinanber,  etwa  .ju  Jgietfen  ober  in  gujb 

gebüfd&e,  für  5  2blr. 

SD  a  s  neue  SJergeiifinifj  meiner  StoTen,  nach  ei. 

ner  genauen  fpftematifdjen  S3eftimmung, 
mit  35 0 1 be rief)  t  unb  (grflärung,  52  ©eiten 
ftarf,  gr.  8.  geheftet  4  g®r. 

c)  $Petennirenbe  Slumen  *  5>ffan$en, 
nad)  meiner  eigenen  2iuön>af)f. 
loo  ©tücf  in  100  ©orten,  fdjone  Xrten  SBlumen,  mit 
Stamen,  für  ...  5  SEblr. 

75  —  »n  75  ©orten,  beffert  Xrten  SBlumen,  mit 

Stamen,  für  ...  4  Sfilr. 

50  —  in  50  ©orten,  nocf>  ft^onere  Stumen,  mit 

Stamen,  für  ...  3  ai)lr. 

25  —  in  25  ©orten,  bie  fefonflen  Xrten  Slumen, 

mit  Stamen,  für  2  3f)lr. 

>äo  —  in  20  ©orten,  bie  allerfcf)5nftfn  Xrten  23lu. 

men,  mit  Stamen,  für  2  Sfjlr.  12  g®r. 
SBenn  ft#  aber  bie  Jtüufer  felbft  na#  ben  Stergeicft. 
«iffen  »üblen,  fo  fann  Don  ben  Deflimmten  greifen  in 
ben  S3ergei#ni|fen,  fo»o bl  bei  ben  Stofen,  als  prrenni* 
renben  fPflc.ngen,  ni#ts  ra#gcJaffett  »erben,  e§  »5re 
benn,  bafi  bas  gange  ©ortfment  Don  mehreren  #unbert 
©orten  Stofen  beifammen  genommen  würbe,  aisbann 

»erben  taoon  15  'Prccent  Stabat  gegeben,  unb  rem  gan* 
jen  ©ortimenie  perennlrcnber  SSlu :v-cn ,  '"Pflanjen ,  »el« 
ebeß  aus  mehr  als  1000  ©orten  befiefjt ,  jufammen  ge. 
nomimn,  »erben  20  ’ptoccnt  Stabat  gegeben. 


in.  • 

23crjeidf>ni^  ton  Srcib  *  unb  ©tagaus* 
^flanjen,  welche  um  beigefefete  ?>wfe 
ju  haben  finb,  bei  bem  ©artner  S/Jfoofc  im 
23aumgarten  ju  SSeimar. 


NB.  k.  bebeutet  Äalt  =  ober  ©faSfmuSpflanje. 
w.  bebeutet  SBarm  s  ober  üreibbauspflanjc. 


Acacia  floribunda  k.  . 

—  juniperina  k. 

—  verticillata  k.  . 

Acantlius  mollis  k,  . 

Achania  malvaviscus  w. 

Adiauthum  capillus  veneris  ] 

Agapanthus  umbellatus  k. 

—  —  —  minor  k 

Aloe  arachnoides  w.  . 

—  atrovirens  w.  . 

—  carinata  w.  . 

—  cymbaeformis  w. 

—  margaritifera  w. 

—  retusa  w.  , 

—  spiralis  vv. 

—  verrucosa  w. 

—  viscosa  w. 

Alströmeria  pellegrina  k. 

Amaryllis  nurea  k.  . 

—  belladcnna  w.  . 

—  formosissima  vr, 

—  purpurea  k.  , 

—  reginae  w. 

—  undulata  k. 

—  vittata  w. 

Anagallis  fruticosa  k. 

—  monelli  k. 

Anthemis  artemisifolia  fl.  albo  fistulosa  k. 

—  —  —  fl.  aurea  k. 

—  —  —  fl.  purpurea 

—  —  —  fl.  purpurea  semipl,  k, 

—  —  —  fl.  rosea  k. 

—  —  —  fl.  variegata  k 

—  —  —  fl.  violacea  k, 

Anthcrlyza  antrophica  major  k. 
Anthirrhinum  majus  fl.  pl,  k. 

—  molle  k.  . 

Arctotis  revoluta  k. 

Arduina  bispinosa  k.  . 

Aristolochia  glauca  k, 

Arum  colocasium  w. 

— •  divaricatum  vr.  . 


5 

—  16 


(XXX) 


Arum  esculendum 
Asclepias  carnosa 
—  curasavica 


k. 


Asphodelus  spicatus 
Aucuba  japonica  k. 

Azalea  canadensis  k’  • 

—  glauca  k. 

—  mulliflora  k.  . 

—  odorata  k. 

—  pontica  k, 

—  viscosa  k. 

Begonia  discolor  w. 

—  spatulata  w. 

Boebmeria  ariiorea  k. 
Boerliavia  scandens  w. 
Bryophillum  calycinura  w. 
Budleja  globosa  k. 
Buphthalmum  maritimum  k. 
Cactus  ficus  indica  k. 

—  flagelliformis  k. 

—  grandiflorus  w. 

—  mamillaris  spinis  rubris 

_  -  albis 

—  pbilantboides  w, 

—  philantbus  w. 

—  speciosus  w. 

—  stellatus  W. 

Caladium  bicolor  w.  , 
Calendula  fruticosa  k. 
Calycanthus  floridns  k. 
Camellia  japonica  k.  • 

—  -fl.  rubro  pleno  k. 

—  fl  albo  symplici  k. 

—  fl.  albo  pleno  k, 

—  anemonellora  k. 

_  midlemist  k.  . 

_  -paeoniflora  k. 

_  purpurea  samiplena  k. 

_  variegata  plena  k. 

Campanula  aurea  k. 

—  fragilis  k. 

—  pyramidalis  k. 

Canna  indica  w. 

—  foliis  variegatis  w. 

—  lutea  w. 

—  speciosa  w.  . 

Capparis  orata  w. 

Cassia  birsuta  w.  . 

Casuariua  equisetifoläa  k. 
Catananche  coerulea  k. 

Ceratonia  siliqua  k. 

Cestrum  diumum  w. 

—  parqui  k. 

Chelone  barbata  k. 

_  campanul^ta  k. 

Chiroaia  frutescens  k. 


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6 

Chironia  ünoidee  k.  . 
Chrysocoma  com.  aurea  k. 
Cineraria  amelloides  k. 

—  craenta  k. 

—  hybrida  k. 

—  lactea  k. 

—  lanata  k. 

—  maritima  k, 

—  undulata  k. 

Cistus  creticus  k. 

—  ladaniferus  k. 

—  purpureus  k. 

—  salvifolius  k. 

—  thymifolius  k, 

Citrus  aurantium  k. 

—  —  crispum  k. 

—  —  undulatum  k. 

—  —  plenum  k. 

—  —  Striatum  k. 

—  dulcis  k. 

—  fructo  rubro  k. 

—  myrtifolia  k.  . 

—  japonica  k. 

—  media  communis  k. 

—  —  calabrica  ks 

—  —  adami  k  . 

—  —  paradisiaca  k. 

—  trifoliata  k. 

—  bergamotta  k.  . 

Clerodendrum  fragrans  W. 
Clematis  florida  k. 

Cneorum  tricoccon  k. 

Cobbea  scandfens  k. 

Coffea  arabica  w.  . 
Convallaria  japonica  k. 
Convolvolus  cneorum  k. 
Corchorus  japonicus  k. 
Coronilla  glauca  k. 

Colutea  frutescens  k. 

Cranibe  filiformis  k.  . 
Crassula  coccinea  k.  . 

•r—  imb  icata  k.  . 

—  cotyledonis  k. 
Crataegus  indica  k. 

Crinum  nmericanum  w. 

bracteatum  w. 
Cupressus  semporvirens  k, 
Cyclamen  aleppicum  k, 

—  coum  k.  . 

—  europaeum  k. 

_  hederaefolium  rubrum 

_  —  fl.  albo  k. 

—  hieemale  k. 

—  indicum  k,  , 

_  persicuin  k. 

_  —  album  « 


(XXXI) 


Daphne  alpina  k. 

—  laureola  k. 

—  pdora  k. 

pontica  b.  , 

Datura  arborea  k.  . 

Dianthus  japonicus  fc, 

Digitalis  sceptrum  k.  . 
Dillenia  scandens  k, 

Diosma  alba  k. 

—  cordata  k. 

—  lanoccolata  k. 

— ■  tenella  k. 

Dorstenia  contrayerva  w. 
Dracocephalum  canariense  k, 
Echium  candicans  k, 

Erica  capitata  k. 

—  ciliaris  k.  , 

—  herbacea  k. 

f“  —  purpurea  k. 
mediterranen  k, 

—  obulla  k.  ,* 

—  praecox  k.  . 

—  procumbens  k.  , 

—  scoparia  k.  . 

—  stricta  k.  f 

—  tetraüx  k.  , 

Epidendrnm  elongatum  w, 
Eucomis  punctata  k. 

Euphorbia  nerifolia  k. 

Ferarja  tygridia  k. 

Ficus  carrica  viridis  k. 

—  capensis  w.  . 

~  religiös  a  w. 

scandens  w.  , 

—  terebrata  w. 

Gardenia  florida  £1.  symplici  n 
T"  „  ~  A«  pleno  w. 

Gemsta  florida  k. 

Georgina  variabilis  fl.  aureo  k. 

—  fl.  a Uro  purpureo 


fl.  candido  k. 
fl.  carmesino  k. 
fl.  coccineo  k 
fl.  coccineo  semipleno  k. 
fl.  lilacino  k. 
fl.  purpureo  k. 
fl.  purpureo  pleno 
fl.  rosaceo  k. 


— •  fl.  sulphirreo 

-  .  —  fl  violaceo 

Geranium  anemonefolium  k. 
Gladiolus  alatus  k. 

—  angustifolius  k. 
Byzantinus  k. 

—  cardinalis  k.  . 

—  carneus  k. 


k. 


Gladiolus  maximus  fc. 

—  polystachius  k. 

—  undulatus  k.  , 

Gloxinia  formosa  w. 

—  maculata  w.  ’ . 

Gnaphalium  ericoides  k. 

—  foetidum  k. 

—  heiianihemifoliura 

—  stoechas  k. 

Gorteria  rigens  tc. 

—  pinnata  k.  * 

—  stricta  k  * 

Haemanthus  puniceus  w. 

Hehanthemum  roseum  k. 

Heliotropium  graudiflorum 

—  peruvianum  k. 

Hermannia  micans  k. 

Hybiscus  rosa  sinensis  fl!  .‘ymplici  w. 

_  —  fl  pl.  pallido  w. 

_  fl.  pl.  purpureo  w. 

_  ~  P^purpurascente 

—  speciosus  w. 

—  syriacus  k. 

—  fl  rubro  pl. 

—  mutabilis  w 

„  7  •  pleno  W. 

Hortensia  mutabilis  k. 

tj  ~  fl-  coeruleo  k. 

rloustoma  coccinea  k. 

Hypericum  coris  k. 

—  calycinunt  k. 

—  monogynum  k. 

Jasminum  grandiflorum  k. 

— ;  .  -  fl.  pleno 

—  odoratissimum  k. 

—  officinale  k. 

—  föliis  variegati 
“  sambac  w.  , 

T,  “7  —  fl.  pleno  w. 

Iberis  odorata  k. 

—  semperflorens  k. 

*  ~  foliis  variegatis  ' 

Jpotnea  faberosa  xv,  t 
Iris  chinensis  k. 

—  susiana  k. 

—  foetida  fol.  variegatis  k. 

Justicia  bicolor  w.  t 

■ —  bracteolata  w.* 

—  coccinea  tv, 

—  formosa  w. 

—  nasuta  w. 

—  lutea  w.  . 

—  superba  w. 

Ixia  aristata  fl.  aureo  pallido 

aristata  fl.  coeruleo  k. 

—  crockt*  k. 


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k. 


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(XXXII) 


Ixia  coccinea  k.  i 
■ —  maciilata  k. 

—  —  fl,  intus  luteo  k. 

—  multiflora  fl.  albo  intus  k. 

—  fl.  coeruleo  k, 

—  —  fl,  maculato  k. 

—  patens  fl.  rubro  k. 

—  palmaefolia  fl.  rubro  k. 

—  polystachia  fl.  albo  k. 

—  —  —  fl.  luteo  k. 

. —  —  —  fl.  roseo  k. 

—  villosa  fl.  carmesino  k. 

Ixora  coccinea  w, 

Kaempferia  galanga  w, 

Kalmia  angustifolia  k. 

—  glauca  k. 

—  Iatifolia  k.  «, 

Lantana  aculeata  w.  «. 

—  camara  w. 

Lavandula  dentata  k.  „ 

—  trifida  k.  . 

Lilium  tigrinum  k. 

Limodorum  altutti  w.  . 

—  Tankervilliae  w. 

—  tuberosum  w. 

Lobelia  cardinalis  k.  . 

—  coronopifolia  k. 

— =  fulgens  k.  . 

—  splendens  k.  . 

Lotus  jacobaeus  k'.  ♦ 

Lychnis  coronaria  k.  *. 

Lythrum  vulneraria  k. 

Mabernia  odorata  k.  . 

—  pinnata  k.  * 

Marubium  pseudodictamnus  k, 

Malva  elegans  k. 

Matricarfa  parthenium  k. 

Maurandia  semperflorens  k. 

Melaleuca  alba  k. 

—  armillaris  k.  . 

. —  decussata  k.  « 

—  hypericifolia  k. 

• —  obliqua  k, 

Melastoma  cymosa  w. 

Melianthus  major  k.’  ♦ 

Medicago  arborea  k.  . 
Mesembrianthemum  bicolcr  fl.  coccineo 

, _  —  caulescens  k, 

_  —  flavum  k. 

_  forsicatum  k. 

_  —  glaucum  k. 

_  —  g  lomerat  um  k. 

pugioniforme  k. 

_  —  ringens  foeditum  k. 

_  —  spectabxle  k 

Metrosi^eros  lanceolata  k. 


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— 

8 

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6 

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— 

6 

6 

l6 

Metrosideros  linifolia  b. 

—  —  lopbanda  k, 

■ —  —  marginata  k. 

—  ■ —  obliqua  k. 

—  —  rugulosa  k. 

Mimul us  glutinosus  k. 

—  guttatus  k.  . 
Monsonia  speciosa  k.  , 
Morqea  northiana  w.  . 

Musä  coccinea  w.  , 

—  paradisiaca  w.  .  , 

Myrica  quercifolia  k. 

Myrsine  africana  k.  . 

Myoporum  parvifolium  k, 
Myrtus  communis  k.  . 

— J  —  variegatus  k. 

— \  —  medius  k. 

,  —  •  fragrans  k, 

—  semperflorens  fl.  pleno 

—  .  »eylanicus  k, 

Naliusia  coccinea  k. 

Nerium  odorum  w.  . 

— i  Oleander  — 

—  —  ft.  albo  k. 

— I.  —  fl.  pleno  k. 

— r  speciosum  w. 

— s  splendens  w.  . 
Oedera  prolifera  k.  . 

Olea  fragrans  k. 

Othona  pectinata  k. 

Qxatilis  rosacea  b. 
Pancratium  speciosum  w. 
Passiflora  coerulea  k, 

—  cuprea  w.  » 

< —  rubra  w. 

.  —  seratifolia  w,  . 
Pelargonium  acetosum  k. 

—  amplissimum  k. 

—  angulosum  k. 

—  australe  k. 

—  Baringtonianuna  k. 

—  bicolor  k. 

—  coronopifolium  k* 

—  crispum  k.  . 

—  —  minor  k, 

—  cuculatum  k. 

—  echinatum  w. 

—  elegans  k. 

—  Felderi  h,  . 

—  flavum  k.  * 

—  formosum 

—  fragrans  k.  . 

—  fulgicfum  k. 

■  —  fuscatnm  k. 

—  gibbosum  k. 

—  glaucvyn  k. 


16 

16 

12 

6 

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12 

12 

16 

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8 

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12 

12 

6 

12 

8 

4 

8 

16 

16 

6 

8 

8 

iö 

8 


(XXXIII) 


Pelargonium  grandiflorum  k.  . 

—  hybridum  coccineum  k. 

—  inquinans  fulgidum  k. 

—  levigatum  k. 

—  lobatum  k. 
monstrosum  k. 

—  odoratissimum  k. 

—  Princefs  Charlotte  k. 

—  quercifolium  k. 

—  radula  k. 

—  roseum  k. 

—  sanguineum  k. 

• —  speciosum  k. 

• —  splenfi  ens  k. 

—  ternatum  k, 

— *  tomentosum  k. 

—  tormani  k.  . 

—  tricolor  k.  * 

—  triste  k.  . 

—  viscosum  k. 

—  watsoni  k.  * 

—  zonale  fl«  albo  k. 

—  —  fl.  roseo  k. 

—  —  foliis  variegatis  k. 

—  —  fl.  rubro  pleno  k, 

Pentstemon  campanulata  k, 
Phiomis  leonorus  k. 

Phyllica  acerosa  k. 

—  armillaris  k.  . 

—  ericoides  k. 

—  hypericifolia  k. 

Pinus  pinaea  k. 

Piper  magnölifolia  w. 

Pistacia  lentiscus  k. 

Pitcarnia  angustifolia  \v# 
Pittosporum  tobira  k. 

Plumbago  rosea  w. 

—  zeylanica  w, 

Polygala  myi*tifo!ia  k. 

Polypodium  aureum  w. 

—  phymatodes  w. 

Protea  imhricata  k.  . 

—  saligna  k. 

Punica  granatum  fl.  pl.  k. 

—  nana  k. 

Pyrus  japonicus  fl.  pl.  k. 
Pystropogon  puncfatum  k. 
Renealmia  nutans  w 
Rhododendrum  azaloides  k. 

—  —  angustifolium.  k. 

—  —  carmesinum  k. 

—  —  tauricum  k. 

—  —  hybridum  k. 

—  —  hirsutum  k 

—  —  kamschaticum  k. 

—  —  maximum  k. 


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— 

12 

Rhododendrum  maximum  album  k. 

— 

8 

—  —  ponticum  k.  , 

— 

— 

12 

—  ~r*  —  roseum  k.  . 

— 

8 

—  —  punctatum  k.  « 

„  —  —  variegatum 

— 

8 

Rivima  humilis  w. 

_ 

— 

4 

—  laevis  w. 

_ 

i 

Rochea  falcata  vv. 

_ 

— 

6 

—  lactea  w.  t 

_ 

— 

4 

Rosa  moschata  k.  .  . 

— 

— 

6 

—  sempervirens  Banksiae  k.  . 

_ 

—  bracteata  k.  , 

— 

16 

—  semperflorens  alba  k. 

_ 

i 

— 

—  —  —  anemoneflora  k. 

— 

12 

—  — -  —  bischonia  k.  . 

_ 

— 

4 

‘ —  —  —  centifolia  k. 

_ 

— 

16 

— -  —  moschata  variegata  k. 

_ 

— 

l6 

—  —  —  mycrantha  k  . 

_ 

— 

6 

— '  —  —  odeur  de  Thd  rouge  k. 

: _ 

— 

4 

—  —  —  odorata  Thea  k. 

l 

i 

—  —  _  pallida  k. 

' — 

6 

—  —  —  parvifolia  k. 

_ 

— 

6 

—  —  —  purpurea  k. 

_ 

6 

—  —  —  violacea  major  k.  « 

Rosmarinus  officinalis  k. 

_ 

— 

8 

Ruellia  formosa  w. 

_ 

— 

16 

-  —  varians  w.  , 

— 

12 

Salvia  aurea  k. 

_ 

IO 

—  formosa  k. 

t  2 

—  officinalis  fol.  variegatis  k.  ! 

IT 

— 

12 

Sanserviera  procumbens  w 

— 

12 

Santolina  chameciparissus  k. 

_ 

— . 

8 

Satureja  spicata  k. 

_ 

i 

— 

Scilla  peruviana  k.  , 

.  , 

IO 

Sedum  rubens  k.  , 

i 

— 

—  monstrosum  k. 

— 

IO 

—  steilatum  k.  * 

— 

8 

Sempervivum  arachnoides  k,  « 

— 

12 

—  arboreum  k.  .  * 

_ 

— 

12 

—  —  nigrum  k.  .  * 

— 

12 

Sida  grandifolia  w. 

— 

— 

Solandra  grandiflora  w. 

Solanum  emarginatum.  k. 

— 

12 

Soldanella  alpina  k. 

Sparmania  africana  k,  „ 

Spartium  junceum  k. 

— 

IO 

—  t  —  fl.  pleno  k,  .  < 

— 

12 

Spielmannia  africana  k. 

5 

— 

Stapelia  ambigua  w. 

— •  ciliata  w. 

_ 

—  caespitosa  w. 

—  corviflora  w. 

_ 

—  elegans  w.  « 

_ 

—  grandiflora  w, 

—  j 

4 

— 

—  hirsuta  w.  $  « 

I 

12 

—  incarnata  w.  .  ] 

— 

I  . 


20 


I 


(XXXIV) 


1 


Stapelia  picta  w. 

—  planiflora  w. 

_  reticulata  w.  . 

—  rugosa  vv. 

Tagetes  lucida  k.| 
Teucrium  betonicum 

—  frutescens  k.  . 

—  mar  um  k. 
Tracbelium  coeruleum  k. 
Tradescautia  discolor  w. 
Tussilago  suaveolens  k. 
Tropeolum  majus  fl.  pl.  k, 

—  minus  fl.  pl.  k, 
Veltheimia  capensis  w. 
Verbena  triphylla  k.  . 
Veronica  decussata  k. 


Viburnum  tinus  k. 

tinus  lucidum  fc- 

—  giandiflorum  k. 
Vinca  alfca  w. 

—  —  intus  lutea  w. 

—  —  rosa  w. 

—  carnea  w. 

Westringia  rosmariniformis  k, 
Xylophylla  falcata  w.  . 

—  speciosa 
Yucca  gloriosa  k. 
Zygophyllum  sessilifolium  k. 


6 


8 

12 

8 

io 

IO 

12 

16 

12 


NB,  SGBo  fein  9)reiS  beigefefct,  tfl  für  biefcg  Safjr  ncÄ 
feine  SSermebrung  ba 


ft  0  S  t  f  e  I  U  n  9 


fcf  ö 


Allgemeinen  $  e  u  t  f  $  e  n 

®  a  1  *  '  »  •  »«««Jini. 


ftünften  S3anbe$,  IV.  @t&  cf.  1821. 


35  1  «  m  t  fj  c  r 


e  t . 


©d)  ön  e 


evo  tiffye  Pflanzen. 


A. 

Convolvulus  candicans.  (Sie  ©über.-  Sßfnb 
( SKit  Aöbilbung  auf  Safel  20. ) 

Unter  bet  «neuern  Zxt^t  von  Söinb 
mm  ön '**'  ««f  119  ©P*cieS  gediegen, 

©ilber ;  SBinbe  eine  bec  prdchtigjten.  @ie  fljri 
am  bCE  8*i9»nbldttrigen  SBinbe  (Conv, 

.  pandaratus)  tmb  SSirginien  iff,  tvie  v 

li) 1  ©ie  eignet  fiel,  bei  unö  , 

belTen  mehr  für  bas  ßonferimtorium ,  flW  f4e  „ 

*"**•*•*•  ©ort.^ag.v.Sb.  4.®t.l8Si. 


freie  Sanb.  Sn  jenem  wirb  fte  öber  15-16 
t)od>,  tmb  blüht  ben  ganzen  ©omrnec  hinburch  über, 
°U*  prächtig ,  ba  if>re  grrfe  filbermeife  S3lume 
»tut  ihrem  bunfeltuoletten  2f«ge,  einen  herrlichen 
2fnbticf  giebt.  Sa  fte  feinen  ©aamen  tra'gt  f0 
muf  fte  burch  2Bur5eliheitun3  »ermehrt  „erben, 
tuerd^eö  fef)c  leicht  iff. 


B. 

Renealmia  nutam.  (Die  U"l>Sn3,m  ,j 

( SOtit  .Abhebung  auf  Safe!  21.) 

»0«  SSaecrlanb  M«f«t  »r««(pffa„,c  _ 

W  »  Alpinia  „marn  uma„ 

e 


126 


SS  l  u  m  i  fl  c  t  e  f. 


iauft  hat  —  Ifl  6^'tia  unb  Sjlinbien,  von  babcr 
fte  i.  S-  1792  von  Sir  Siofeph  SSanfg  iit  ©ng; 
lemb  eingefuhrt  würbe.  ©$  ifl  «in  SBorurtheil,  baß 
man  fte  bisher  alg  eine  ftrenge  2Barmhaug;$fIanje 
behanbelte,  benn  fte  nettragt  recht  gut  in  bat  trat* 
men  Sommermonaten  bet  un$  bie  freie  2uft,  unb 
verlangt  wenig  funflliche  #i&e,  außer  wenn  man 
fte  jur  a3tütf>c  treiben  will.  Steifen  Saamen  bringt 
fie  feiten  bet  ung;  bgljer  man  fte  beffet  burch  5öur* 
jeltbcile  vermehren  fann.  STfan  pflanjt  fie  in  locfere 
fette  fiaubetbe  mit  etwag  Sanb  unb‘£ehm  gemifchtj 
im  hinter,  unb  jwac  non  ©nbe  September  an, 
«erlangt  fte  burchattg  bag  SBarmhaug. 

Sic  gehört  jum  ©efdjledjt  ber  Scitaminen, 
blüht  im  grühiahre  unb  Sommer,  unb  erreicht  bann 
eine  jiemlidje  >£6be.  Vor  furjem  war  fte  noch  eine 
jiemlich  große  Seltenheit  in  SEeutfchlanb;  onje^t  aber 
hat  fie  ficb  fchon  beträchtlich  vermehrt,  unb  ifl  fchon 
bei  allen  guten  botanifdjen  ^anbelö -- ©artnern,  um 
billigen  $prei$  ju  hoben. 


2. 

SBie  muß  baö  SSaffcr  jum  SSegicßen  bet: 
$)flan$*n  hcfchaffen  fepn ,  wenn  eö  bie 
SBegetation  befotbetn  foU  ?  — 


©8  gehört  wenig  2(ufmerffamfeit  baju,  um  übet* 
jeugt  ju  werben ,  b#ß  bag  SBaffer  eine  ungemein 
Wichtige  fKolle  bei  be*.  Vegetation  ber  ^flanjen  fpiele : 
bemt  ifl  ber  Voben  burch  SBinbe  ober  anhaltenbc 
auggetroefnet  worben,  fo  fangen  bie  meifien 


spflanjen  unferS  ^immelöfirich^,  wenn  ihre  Sßut« 
jein  in  ber  &iefe  feine  geud;tigfeit  mehr  ftnben,  an 
ju  trauern;  bie  Spi§eu  ber  3weige  erfchlaffen,  bat 
£aub  wirb  weif,  erbleichet,  vergilbt  unb  fällt  ab, 
unb  eg  erfolgt  sulcht  bag  gänjlidhe  2lb(fetben  bet 
^flanjctt ,  wenn  nicht  ber  S3oben  burch  einen  mil* 
ben  Siegen  befeuchtet  wirb,  ober  bie  Äunfl  burch 
bag  83cgießen  ber  Slaftir  ju  ££tlfe  fommt.  3»  bie? 
fen  galleit  erholen  ftch  bie  ©ewachfe  jufehenbg,  bie 
Spihen  ber  Sweige  et  heben  ficf>  wieber,  bag  gaub 
nimmt  feine  vorige  Straffheit  unb  grüne  garbe  wie; 
ber  an,  unb  bie  Vegetation  fefct  gleidjfam  ihren 
©ang  vott  neuem  fort.  Stur  bie  attg  feigen  vgjiim 
melgjfrichen  hetffammenben,  jum  £h«l  mit  Sornen 
unb  Stadhein  bewaffneten  ^jTanjen.  3-  25.  bie  ©ac-- 
tug=  unb  2floearten,  machen  von  biefet  ©rfdjeinung 
gewiffermaßen  eine  2fugnaf)me ,  inbetn  fte  bie  ju 
ihrem  S5effeh«n  erforberlidje  geud;tigfeit,  mittelfl  je* 
net  Organe,  aug  ber  2ftmofphäre  fdjopfcn,  unb  an; 
haltenbe  UrocEcnheit  langer  ertragen  fonnen  ,  wie* 
wohl  auch  !**  iu  fiewiffen  Seiten  einer. mäßigen  S5e; 
feuchtung  bebürfen.  Sag  Vegicßen  ifl  bahec  bei 
ber  *PfIanjcn  ;  ©ultut  ein  ungemein  wichtigeg  ©e* 
fchäft,  woju  viel  ttebertegung  ,  Vorftcht  unb  inbi* 
vibuelle  Jfenntniß  ber  ^flan^en  erforbert  wirb,  itr* 
bem  —  wenn  eg  im  Uebermaajj  gefchiehet  —  eben 
fo  großer  Schabe  baburd)  angeridjtet  wirb,  olg  wenn 
eg  ju  fparfam  gefchiehet.  ©g  iß  jeboch  meine  2(6 * 
ficht  feinegwegeg,  hier  Siegeln  über  bag  Vegießen 
ber  ^Jflansen  ju  geben,,  bd  ^err  von  ©ffen  bie« 
fen  ©egenflanb  im  erfien  Vanbe  beg  2flfg.  SEeutfdj. 
©arten  *  SD?agajin8  S.  299  ff.  beinahe  erfchopft  h«t. 
Allein  fibet  bie  SBahl  beg  SBafferg,  womit  bag  23e* 
gießen  gefchehen  fofif ,  ifl  irr  jener  2fbhcnblung  we* 
nig  gefügt,  unb  bod)  fommt  gevabc  hierauf  unenb* 


25  i  u  m  t  fi  c  r  e  i , 


luv  üiit  ax  Senn  tote  manche  foflbnce  ^flanje 
gieng  fcfyon  burd)  bag  ©egiepen  mit  hartem,  Stalf 
ab  gnpgbaltigen,  ober  mit  anbern  mincratifchen 
Sfytiltn  gefchwdngerten  3Baffer  »erlösten?  —  ©Set 
?g  hier  «n  23orftc^t  mangeln  laßt/  mup  feinen 
£eid)£fmn  oft  fefjr  treuer  bejahen '  — 

(Ei  lapt  f ich  abec  bog  SBaffer  jum  ©egiepen 
j)  in  Siegen.,  2)  gluf.,  3)  Seid)  *  ober  ©ru. 
ben.  unb  4)  ©runnenwaffer  eintfjeiien. 

1)  2Bag  jufoeberfi  bag  ©runnenwaffer  be. 
trifft,  fo  ifi  fotcheg  unmittelbar  aug  bem  ©runnen 
gefdjbpft  —  jum  ©egiepen  gatij  untauglich;  gefegt 
find?/  bap  eg  oen  frembattigen ,  fd;dblicl;en  «Stoffen 
gan§  frei  wate.  Sie  Semperatut  beffelben  ift  ju 
oerfdj'ieben  von  bet  Temperatur  bec  dupern  2uft, 
bap  ein  ©up  bavwn  auf  bie  ^ßanjen  eben  fo  wirft, 
wie  ein  Trtmf  baraug  auf  ben  erbeten  thterrfchen 
•Äorper.  Sie  pldö/iche  ©erdnberung,  welche  bie 
«Bürgin,  beren  Abfotbtionggefdpe,  befonberö  bei 
wannet  3Bittert?ng ,  ganj  offen  flehen,  baoon  em= 
pftnben,  ip  §u  auffallenb  unb  jtarf,  bap.  fiep  jene 
Seffnungeir  wonicht  mit  einemmale  fefpiepen,  bod| 
gewip  fo  erfdpafft  werben,  bap  fte  ihre  gunftionen 
ganj  ober  jum  St)«'*  »etfagen,  bie  gibern  fliehen 
pd)  jufaramen  unb  bie  ganje  ^panje  gerdth  in  ei* 
nen  frdnflichcn  jjupanb,  bec  pd)  aud)  fogleid) 
burch’o  ©ergelben  unb  Abfallen  beg  2aubcg  offen, 
hart.  SBer  baher  fo  uitglucflich  iff,  in  ber  9?dt)e 
feineg  ©artertg  fein  anbereg  alg  ©runnenwaffer  au 
haben,  bem  pflegt  man  inggemein  jur  ©er|uthung 
aller  9tad)theife  3«  tatf>en,  bajfelbe  vor  bem  ©e* 
giepen  Sage  lang  in  Rubeln  ber  'ttjinroirfung  ber 
«tmofphdvifdjen  Suft  aug^ufefcen,  wobuwh  bieSesm 


127 

perafur  beffelben  merfffdh  erhöhet  unb  bet  Atmo. 
fphdre  gleich  gebracht  werbe.  Siefe  ©Sitfung  bringt 
jeneg  ©erfahren  allecbingg  hervor,  allein  bag  ©Jaf. 
fer  felbft  wirb  babuvd)  feinegwegeg  mit  befruchten, 
ben  Stoffen  angefullt,  weburch  bie  ^PPanjen  ge. 
nahtet  tmb  §u  einem  gebeiljtichen  SBad;gthum  ge. 
bra^t  würben.  ©iele  pflegen  baher,  um  tiefem 
SBaffet  nahtenbe  Ärdfte  mifjutheilen,  animalifche 
unb  »egctabilifche  Stoffe  im  faulenben  3'uffa-nbe, 
3.  ©.  Sdhaoflorbern,  Saubenmiff,  ober  vetwefenfce 
^flanjen  in  ben  $u bei  $u  werfen,  unb  mit  bem 
mehrere  SBedjen  unb  Sage  baruber  gepanbenem 
SBaffet  ihre  ^flanjen  ju  begiepen.  ©Jan  mup  ge. 
flehen,  bap  bie  ©cfd;affenheit  beg  ©Jafferg  burch 
biefeg  ©erfahren  auperoibentlich  verbeffert  wirb,  in* 
bem  man  bnrnach  nidpg  me|t  von  jenen  fchdbliche« 
©Sirfungen  wahrnimmt.  Ser  ^raft'bent  bet  @ar. 
tenbaugefellfchaft  in  2onbon,  .fjerr  Änight,  rühmt 
bie  ©ortbeite,  roeldje  bag  ©egiepen  mit  folchera 
burch  allerlei  Sungepoffe  gefchwdngerten  ©ßaffer  ge* 
wahre,  auperorbentlich.  Sn  einet  am  17.  S9?ai  1814 
gehaltenen  ©crlefung  fagt  er: 

„Seit  einigen  Salten  hatte  ich  mir  ju  So* 
weton  ein  Sßarmhaug  in  bec  ?fbftd>t  bauen  laffen, 
mir  meine  ©erfuche  mit  Sbpbaumen,  bie  ich  in 
Sopfe  pflanjte,  311  erleichtern,  weil  ich  bie  (gub. 
jecte,  woran  ich  hie  ©erfuche  machte,  oft  oerwech= 
fein  mupte.  Anfänglich  würben  biefe  Sdpfe  mit 
©affer  begoffen,  worein  ich  ein  3ef)nthcif  Sauben* 
ober  ^uhncrmip  hatte  rühren  taffen,  bewach  abec 
würbe  bi«  Sluantirdt  biefec  Subpanjetr-,  befonberS 
ber  lehtern,  oon  einem  Sed)gtf;eile  big  311m  ©ier* 
theite  vermehrt.  Acht  unb  vierzig  Stunben  nach 
bem  Aufgup  würbe  bie  garbe  beg  SQJaffecg  «iet  bun* 


fdec  al«  bi«  gatbe  be«  3n  bicfem  3u’ 

ftanbe  lieg  id>  c «,  fo  weit  e«  $eße  war,  absic^en 
imD  gum  SSegiegen  «erfdjicfeencc  «Baumpflangen, 
unter  anbem  bet  «Betnjtäcfe,  Maulbeerbaume  unb 
$ftrfd)cnbäume  anwenben.  2tuf  ben  SSobenfafe  lieg 
id,  non  neuem  bie  nämliche  Quantität  SEBaffer  gie* 
fen,  unb  wenbete  e«  eben  fo  an;  hierauf  mürbe 
ber  Mifl  oeranbcrt,  unb  baffelbe  Verfahren  wieber* 
holet.  " 

„Da  bec  VSeinftoi  unb  ber  Maulbeerbaum  oiel 
bawn  wtf*laitgen,  fo  mar  c*  wahrfcheinlid) ,  tag 
fte  wenig  non  einet  folgen  Sehanblung  leiben  wür* 
ben,  wenigen*  im  Anfänge;  bagegen  ermattete  id>, 
bag  bet  «Pfirfchmbaum  balb  Äenngeichen  non  ftd) 
geben  würbe,  bag  er  mit  «Rastung  uberlaben  wäre, 
inbem  aüjuniel  Dünger  im  foliben  guftanbe  oft 
fd)ablid)e  SBitfungen  auf  ihn  hat.  Ser  etfol9  ms 
betfptad)  aber  meiner  (^Wartung.  Sie  «pfttfd^en. 
bäume  erhielten  ftd,  yimi  3«hte  in  bem  h>«rlrd>flen 
3uftanbe  ber  ©efunbt)eit  unb  trugen  im  notigen 
©ommet  bie  ooUfommenften  grüchte,  bie  ich  ie  iU 
halten  habe.  Obgleich  einige  biefer  Saume,  welche 
au«  fernen  erjogen  waren  ,  ihte  ©urgeln  nur  m 
einem  halben  Ouabratfug  erbe  außbreiten  fonnten, 
fo  hatten  fie  boch  in  einem  2Cltcr  non  acht  Mona= 
ten  eine  £ohe  non  n  gug  erreicht  unb  ju  gleichet 
3eit  eine  groge  Menge  3»«’««  9«ttieben  :  im  W* 
gen  gelinge  haben  fte  feht  niele  Slütben  gehabt, 
welche  noUfommne  grüßte  angefefet  haben.  Unb 
gerabe  biejcnigen,  welche  bi«  meifte  Düngung  er* 
hielten,  haben  bie  fd>bnjle  Vegetation  entwicfelt." 

„s«ur  ein  eingiger  -Orangenbaum  erhielt  bie 
nämliche  Vehanblung,  unb  er  geigte  einen  berfelben 


fl  e  v  c  t. 

angemeffenen  fraftnollen  Stieb.  Diefet  Uebetflug  an 
«Nahrung  ifl  ihm  ebenfo  wohl  bekommen  at«  bem 
SBeinftoife  unb  bem  Maulbeerbaume." 

„Man  glaubt  allgemein,  wiewohl  ba«  fidjerlid) 
einSrrthum  ift,  bag  mehrere  ^(langen,  tnfonberheit 
mehrere  Urten  unb  Abarten  bet  #eibe  in  Sopfen 
nur  eine  feht  magere  ©tbe  oerlangen.  Man  mug 
aber  blog  barau«  fd)Xiegen ,  bag  biefe  3Crt  ^flangen 
ein  ©tbreid)  »on  bcfonbetet  «Befdjaffenheit  fotbetn; 
bcnn  id)  habe  bie  gemeinen  Reiben  immer  nur  am 
fraftootlejten  in  einem  tiefen  Seete  «pflanjenerbe 
wachfen  fehen,  welche«  not  furjem  mit  einer  tiefen 
Sage  2t f che  oon  £eibe  *  ober  anbertt  «Pflan&en  ,  bie 
auf  ber  Oberfläche  waten  oerbrannt  worben ,  bebecft 
»erben  war.  3«  fein  feah«  überjeugt,  bag  wenn 
man  in  bem  23 affet  Saub  unb  3weige  oon  ber  ge* 
meinen  £eibe  oerfaulen  liege,  biefe«  Gaffer,  ob  e« 
gleid)  überflüfftg  mit  Dflangenjtoff  gefchwängert  ifi, 
eine  herrliche  Nahrung  für  bie  gärttidtfen  au«län= 
bifchen  Reiben  fepn  würbe,  wiewohl  fie  Oielletd)t  bie 
2trt  ber  «Nahrung  nicht  oertrdgen  fonnen,  bie  bem 
«Beinfiocfe  unb  Maulbeerbaume  am  beflen  befommt." 

©o  grog  inbeffen  bie  Vortheile  finb,  bie  £ett 
Änight  »on  biefem  mit  Düngerjioffen  gefdjwän* 
gerten  ©affe*  rühmt,  fo  hat  man  bod)  Utfadje  oor* 
flchtig  bamit  gu  fipn,  ba  nicht  alle  Wangen  eine 
fo  fette  «Nahrung  oertragen  ,  fonbetn  burd)  btefelbe 
in  einen  3uflanb  ber  Ueberreijung  oerfefct  werben, 
welche  ihren  Sob  unwiberbringlich  uad)  ftch  gteh*: 
man  mug  oielmebr  bie  Süngerftoff«  immer  nur  in 
ber  Maage  anwenben,  bag  babuvd)  bie  Vefchaffen* 
heit  be«  ©affet«  gu  bem  erfotbetlicheu  3wecfc  oer* 
beffert  wirb. 


25  l  u  m  i  | 

2)  Sei#  -  ober  ©rubenwaffer  eignet  ftcb 
feinet  Statur  unb  Vefchaffenfjeit  nach  fcf>on  mehr  jum 
Segiefen,  benn  eg  hat  nicht  nur  mit  bec  Atmo, 
fPhare  fafl  einerlei  Temperatur,  fonbern  ift  aud)  mit 
einer  Stenge  Stoffen  gefcbwdngert,  welche  bie  Ve> 
getation  auöne&menb  begünfligen.  ©leidjwohl  lagt 
eg  ft  cf)  nicht  ohne  Vorftd)t  gebrauchen;  benn  oft  ft'nb 
fotd;e  jlefjenbe  ©ewdffer  mit  einer  Stenge  Ungeziefer 
unb  Snfeftenbrut  angefüllet,  welche  bie  «Pflanzen 
verheeren  unb  ihrem  2Burf)g  fdjaben.  3d>  habe  ei, 
nen  «Wann  gefannt,  bec  fich  teibenfcfjaftlid)  mit  bec 
Steifenzucht  befdjdftigte,  aber  jährlich  eine  betradf)ts 
liebe  Sftenge  bec  fdjönften  ^flanjen  bureb  bie  gdufe 
teclor,  mit  benen  ec  unaufhörlich  z«  fdmpfen  batte. 
2CUe  gegen  biefeg  Ungeziefer  angewanbten  Mittel 
waren  vergebene,  unb  er  würbe  nicht  eher  von  bie* 
fer  9>lage  befreiet,  alg  big  ec  zum  Vegiegen  reineg 
glugwaffec  wählte,  ba  er  vorher  feine  ganzen  mit 
bem  SBaffer  aug  einem  nahen  Teiche ,  bec  feinen 
tfbfluf  hatte  unb  wdbrenb  beg  ganzen  Sommetg 
mit  SJteerlinfen  überzogen  war,  begoffen  batte.  — 
£>ft  habe  ich  auch  ©artenfreunbe  übet  bie  2Bur|el* 
fdulnig  ibcer  Topfpflanzen  flagen  hören,  unb  man 
fonnte  bei  näherer  Unterfucbung  biefen  Unfall  eben- 
falle  weiter  nicht«  alg  bem  ©rubenwaffer  jufebrei* 
ben ,  mit  bem  fte  begoffen  würben. 

3)  Snegemein  halt  man  bag  Slugwaffet 
für  bag  tauglicbfte  jum  Vegiegen  bet.  ©ewaebfe, 
unb,  wenn  man  bebenft,  bag  eg  nid;t  nur  ber  guft 
unb  Sonne  auggefe|t  ifr,  fonbern  auch  wdhrenb  be6 
Saufe  bie  beigcmifdjten  frembartigen  Theile  abfe|f, 
fo  tji  eg  ohne  Zweifel  tm  Allgemeinen  für  bag  beffe 
*u  ecflaren.  ^nbeffen  ift  auch  h««  eine  Unterfud), 
m  nöthig,  benn  eg  gi«bt  Slüffe  unb  Vdcbe,  bie 


ihrer  Klarheit  ungeachtet  minerafifdje  Theile  bei  ftcb 
führen ,  weldje  bec  Vegetation  febaben.  Sie  3nner= 
f!e  im  ^ilbegbeimifcben  liefert  bavon  ben  Veweig. 
Stefer  ging  ift  juc  Veriefelung  unb  Ueberftauung 
bec  5Biefen  ganz  untauglich,  inbem  bag  Gaffer  befU 
felben,  wetebeg  aug  ben  nahen  $ocb  ,  unb  füttern 
werfen  eine  Sflenge  mineralifcher  Theilcben  aufge-- 
nommen  hat,  ber  Vegetation  ungemein  fcbdblid)  ift, 
9»it  folcbem  ©ewdffer  bie  ©artengewdcbfe  Su  bu 
gieren,  würbe  baher  fehr  gewagt  fepn.  Snbeffen 
ftnben  biefe  gatte  fo  bduftg  nicht  Statt,  unb  wenn 
man  alfo  unter  Vtunncn,,  Teich  *  unb  glugwaffer 
ju  wählen  hat,  fo  ift  eg  boch  immer  gerathener,  bag 
le|te  vorzujiehen, 

4)  2fm  alTertauglicbfien  aber  jum  Vegiegen  ber 
©artengewdcbfe  unb  ingbefonbere  ber  Topfpflanzen, 
ift  bag  Siegen w affe r.  ©g  ift  bag  reinfte  in  ber 
Statur  unb  forbert  bie  Vegetation  am  meifien,  wie 
comparative  Vecfucbe  unwiberfprecblicb  gezeigt  ha- 
ben.  ©g  ift  nur  zu  bebauern,  bag  biefeg  SBaffet 
nicht  zu  allen  Seiten  in  binretebenber  Sttenge  zu  ha¬ 
ben  ift ,  inbem  bec  aufgefparte  Vorrath  gar  halb 
wieber  verzehrt  wirb.  Snbeffen  wirb  boch  ein  um, 
fid)tigcr  ©drtner  bei  jebem  fHegenfaUe  ficb  einen  fo 
grogen  Vorrath  bavon  zu  fammeln  fueben  alg  ihm 
möglich  ift ,  unb  ftcb  für  bie  SRübe  unb  ben  Auf, 
wanb  babei  reiflich  entfd;dbiget  ftnben, 

5ßenn  man  nun  ober  auf  bie  SBirfungen  beg 
Vegiegeng  fjinfieijct,  fo  ftnb  folcbe  bei  weitem  nicht 
mit  benen  zu  vergleichen,  welche  bie  Statur  burdj 
einen  milben  Siegen  bervorbringt.  Stach  biefem  Up 
tern ,  befonberg  wenn  ein  ©ewilter  bamit  verbunben 
war,  geht  bie  Vegetation  weit  fdjneHer  von  ftatten, 


25  l  u  m  i  fl  e  r  « *« 


130 

art  bi*  i«9«  butd;  bo*  «<“8«  <*«« 

@,ä„  .mSSoflb«finb.B,  ba*  tbn.it  bi*  *«"»  m<l>t 
geben  «mag.  ®*  flnb  bat«  bi.  8«ü>»,  *« 

«„<1,  $m  g.bu.i**-  «1*  S“»iWW«  ®«rt,n* 

(t.unb,  anfgmotfm  unb  ju  b.antnmt.n  g.fueft  »*«' 
fit  bcn  wiraWaptt*««  «*<««  9*®'Ü  *W 
Sntetefie  '• 

530{)ct  fommt  e«,  baf  bie  Segetatien 
bet  «Pflanjen  nad)  bem  SRegen  tiicl 
j  ebne  Her  tfort  «Statten  gebt,  «18  nad) 
t>em  S3  egiefjen  mit  «Regen  =,  Stuf  ober 
©rubenwaffet  ?  unb 

©iebt  «3  «Mittel,  bem  tjcrfrf>tcbenen 
§83 affet  jene  ©igenfdjaft  be«  «Regen« 
rnttjutbetlen,  tveld)«  bic  Vegetation 
ief^leuniflet,  unb  mel<be«  (i«b  btefe 
Mittel?  — 


$5ei  Sofung  bet  erfien  gtage  jeigen  ficb  Stofe 
€d)»ietig!eiten;  benn  man  mü&te  gut  ^rteiebung 
tiefe«  3me<fe«  ben  ©ang,  ben  bet  @aft  m  bcn 
fangen  nimmt,  bie  tttfa*a»  bet  «ccftiftene*  3«. 
Mutigen  unb  Vetbinbungen ,  bie  et  auf  bemfelten 
„rtbrt,  unb  bie  Ärdfte,  bie  ibn  in  Scwegung 
fe|eit ,  genau  fennen.  Mein  bie 
flie  liegt  nod,  in  ibtet  Äinbbeit;  lebet 
bat  ein  eigene«  ©Pllem  ,  ba«  nut  non  men, gen 
'Pflanjetn  angenommen  wirb,  unb  e«  giebt  bi«  iefct 
„ut  wenig  aufgefieUte  ©tunbfSße,  bie  allgemein  an, 
aenommen  fmb.  M»  Um  atfo  bie  Sfifnng  bet 
etfien  Stage  nicht  auf  aügemein  anetfannte  ©tunb, 
TÄ*  bauen.  Sei  biefet  Sage  bet  ©acben  Wirt  e« 
n6tbiS,  jufotbetfl  biejenigen  ju  beftimmen ,  au« 


»cldjen  ficb  S«tgen  5>«!<Sten  bif  W  ÄUf  bU 

öotgelegte  Stage  begehen, 

©i.  ®ut;.in  btt  ®ei»Wf*  bae  25,m,s" 

s!»,  b,<6  SBoff«,  bic  euft,  M«  ©<•«««<"  “»» 

©toffc,  bie  fl*  I»  «>*«  «»brunä  «9»*«.  «»i«««* 
h,„  et™  bi.fe  «l»enf*aft  befiben  au*  bie  SBlät- 
t,t  Sie  ®roä*f.  erbaiten  «Ifo  tut*  ifctf  b.ib.» 
<sPtt.mit<S«n  bi*  9!atrang*mitt<l,  «eobut*  (ic  fl* 
in  bie  £ingt  “"b  ®td.  auSbefmu. 

Si.  tut*  bi.  fflurj.tn  an9.i03.ncn  3i«l)tun.J 
«,lh  baten  .in.  aufii.i8.nb<  STO.9nn9,  bi.  fi.  bis 
ju  bin  ob.tn  ettitmilät«  b.t  W«‘S  k,K 

i,„ia.n  «t..  ».<*•  bie  BUttn  «inf*l*rfen,  baten 
,in«  atit.ij.nb.,  bi.  fl.  bi*  i«  ben  ffiu.J.ln  bring«. 

bi.rau*  .t9.b<n  fl*  i®«  «»*”>'•  i,,:  »**  a“f‘ 

non  b.n®uri<lu  in  b.n  «itt.tn,  unb  t n 

anbttc  atndet*  ton  b.n  »litt.™  i»  b.n  ffiu.|.tn, 

Sit  «t(t.  S0.1v.3un9  biefet  Stoffe  finb.i  um 
ti.  «Rarität«  feeum  in  b.n  ijotjis«  Sajm  Statt, 
fottoM  auf  *  ol*  abfieijenb ,  b.vj.|latt,  baf  be. 
©aft  btt  ®ur,.m  f.inm  Sauf  -  um  i«  b.m  et«* 
ft.n  Steil*. bt*  Stamme*  iu  tommen  —  lanj*  b« 
föfaiftot*.  nimmt,  unb  b.*i.ni9.,  »ttt«  «» 
3„,i9,  teilt,  bin*  bi.  ®*f5f*  btt  ta'ÜS“  £'’«e 
w  Stamm.*  8.t*t,  1“  9W«"  3«*  ">'* 

j,b.m  bief«  3»<iJ<  9<btl“*  *»•  ®‘mr0 

Otttto  ,*fi*  mit  b.m  Saft,  btt  IM,  ">»™* 
bmn  folgt,  baf  b«  Saft,  mit*«  M  «“*  »<" 
SBa^.n  in  bi.  3®.i9«,  unb  au*  b.n  Bmig.n  «, 
tt«  mit  ifnen  .ott.ftonbi«nbm  ®u*i.tn  b.ge.bt, 
.inen  t.j.lmäfig.n  ®anj  in  b.n  @™ä*f.n  W 
ettid)*  auf.tovbentlict*  SiU*  au*g<no»m«t 


SSlum 

Sie  Bewegungen  bet  beiben  ©äfte  in  ottgc- 
gengefehter  Dichtung  in  ben  nämlichen  ©efäfen 
müpen  notfjtrenbig  einanber  binbevlicb  fepn.  Gs 
ftitb  jroei  enfgegengefe&te  Grafte,  bte  ft'df?  gegenfeitig 
jurucfjutreiben  fucben.  #at  bec  SOBurjelfaft  bie 
£bcrbanb,  fo  bewirft  er  baS  3urücffliefen  beS  S5ldt= 
terfafte«  mtb  gelangt  bis  ju  ben  obcrn  Gictcemitä-- 
ten  ber  ©ewäcbfe;  wenn  hingegen  bec  Bfätterfaft 
bie  Sberbanb  b<H/  fo  treibt  er  ben  BJurjelfaft  $u= 
citif  unb  gelangt  ju  ben  untern  Gptremitäten;  ftnb 
.enblicb  ihre  äfrdfte  gleich/  fo  b^en  pe  einanber  im 
Gleichgewicht. 

9}?an  nimmt  mit  ©runb  an,  obn«  jebocb  ba* 
ton  ben  Beweis  liefern  ju  fonnen,  baß  in  ben  ©e* 
wäcbfen  eine  Sebcnofraft  »orbemben  fep  ,  bie  ben 
©oft  in  «Bewegung  fege  unb  bie  »erarbeiteten  ©äfte 
nach  ben  wtfd)i«bencn  ^beiten  hinleife,  wo  fie  no= 
tb«g  fmb.  SOTan  weif  aber  nicht  was  biefe  Sebent 
fraft  fep;  man  weif  nur  baf  ihr  bie  SOßarme  Gners 
gie  giebf,  unb  baf  ber  ©onnenfebein  ihre  Sntenp-- 
tat  »ermebret.  ©obalb  bie  ©onne  übet  bem  £ori* 
jont  erfebeinet  unb  ibre  ©trabten,  welche  bie  2ftmo* 
fpb^te  erwärmen  unb  bie  Suft  »erbünnen,  auf  bie 
©ewäcbfe  wirft,  fo  wirb  bie  «Bewegung  bec  $tüffig* 
feiten  unb  ©aSarten,  welch?  batin  enthalten  ftnb  unb 
im  ©leicbgewicbt  peben,  febt  vermehrt.  Gin  großer 
Sbeil  &e$  Gaffers  bebnt  ftdy  aus  unb  entweicht  als 
Sunfl,  ber  anbece  Sbeil  »eebinbet  ftcb  ober  wirb 
jerfebt  wie  bte  Äoblenfäure ,  unb  »erbreitet  »iel  ge= 
benSluft  in  ber  2ftraofpbdre.  Sn  ben  ©ewäcbfen 
geh?«  neue  Berbinbungen  ber  Glemente  »or,  welch« 
bie  ^flanjcn  enthalten.  ©te  »ereinigen  ji'cb  unter 
bem  tarnen  bec  eigentbümlicben  ©äffe  in  ©efäfen, 
»oriit  pe  eoPenbS  »erarbeitet  »erben,  Siefe  «igen= 


i  ft  e  r  c  i-  13  r 

thömlichen  ©äffe  fucben  fiel;  mit  bem  ©affe  gut 
S3ilbung  be$  BapeS  unb  bec  »erfchiebenen  Steile 
bec  ypanjen  ju  »ermifchen. 

Sie  2f6wefenheit  ber  ©onne  b<mmt  einen  Streif 
biefer  Bewegungen.  Sie  Sünpe,  welche  fcf>r  »et; 
bünnt  waren  unb  ftcb  in  bet  tftmofpbäre  erhoben 
batten,  »erbitten  pcb  atSbenn,  fenfen  ficb  b«ab 
unb  fommen  in  bie  9?äbe  ber  Blätter,  welche  fte 
einfaugen,  »on  ba  fte  bann  auf  ben  oben  angege* 
benen  Biegen  weiter  fortgeben. 

Sch  »ill  b*cc  bie  anbern  Ucfachen  nicht  auf- 
f «eben,  welche  auf  bie  Bewegung  be$  ©afteS  Gin= 
fuf  haben  fonnen,  j.  B.  bie  Berbichtung  unb  Ber-- 
bunnung  ber  guft,  bie  in  ben  «Pflanzen  bepnblicben 
©äuren,  bte  eigentümlichen  ©äffe,  welche,  wenn 
pe  bis  an’S  Gnbe  bec  SSurjeln  gelangen,  hier  als 
©ährungSmittel  bienen  fonnen  u.  f.  w.,  fonbern  will 
einen  tfugenblicf  bei  bem  eleftcifchen  gluibo  »etwei* 
len,  beffen  große  SBitfwtgen  auf  bie  Begefation  matt 
eine  3citlang  fehr  gerühmt,  hernach  aber  in  biefer 
$inficht  für  nichts  betrachtet  bat. 

SiefeS  gluibum  ip  überall  in  ber  02atur  »f?3 
breitet  *).  Ses  BlorgenS  wirb  es  »on  ber  ©onne 
angejogen,  unb  eS  Pcebt  (ich  bann  in  bec  2ftmo* 
fpfjare  ju  erbeben;  ba  aber  bie  reine  £uft  ein  fehlet* 
ter  Leiter  biefeS  gfuibumS  ip,  fo  fann  eS  nur  mit 
Sftübe  emporpeigen,  eS  müßte  ftd)  benn  mit  anbern 
©toffen  »ereinigen,  bie  ihm  als  geiter  bienen,  unb 
bas  Gmporpeigen  beffelben  begünpigen, 

*)  £etr  gebürter  betrachtet  ben  «Iclppoff  unb  ben 
eleftrifchen  ©toff  für  einerlei  glui&um;  alle  SBtrfutts 
geR  atfo,  bie  er  bec  einen  glüffigfeit  jufcbret&f,  müf* 
fen  auch  auf  bie  anbere  angeroenöet  werben, 


32 


93  t  u  ni  i 

T)ie  ©ewdcftfe  ftnb  in  £inffd)t  » t>«c  Sc^anbi 
tfteile  meftt  C bet  weniger  ibioclcf tctfd) ,  g.  S3.  bte  et' 
gentftümlicften  ftatäigen  ©Äfte  k.  *)  ober  ftalbsibio* 
eleftrifcft,g.(8.  biegibetn  ober  einige  anbete  Steile. 

Unter  biefer  Mücffüftt  fdnnen  fie  bic  Vewegungen 
M  elefttifcfjen  gtuibumS  nid,t  begünffigen ;  aber 
bie  gorm  bet  ©efdße  unb  bie  gi&ffigfeiten,  welcfte 
fid)  bureft  fie  ergießen  fdnnen,  infonberbeit  baS  2(uf= 
feigen  biefeS  gluibums  in  ber  tftmofpftdte  unb  baS 
£crabfhigen  teffetben  in  baS  gemeinfcftaftlicfte  X» 

ftdttniß  erlebtem.  S*  9lautt  **&«'  ba*  bei  w* 
ner  8uft  unb  fteiterm  $immel  bie  ©ewddffe  «nb  bie 
glufftgf eiten,  welcfte  fid)  al«  fünfte  von  iftten  33ldts 
«rn  ergeben,  am  Sage  bem  eteftrifdjen  gluibo  ju 
geitern  bienen,  um  in  bet  Tltmofpftdce  •»<*»*»*  5U 
«erben  ,  unb  baß  nad)  Untergang  ber  6onne  b.e 
jBlÄtter,  beten  tfnjicftungSfraft  burd)  iftre  gormen 
unb  iftre  t>atb  ■  ibioe!e?ttifd)e  Giflenfcftaft  vermehrt 
Wirb,  eS  biefem  gtuibo  leicftter  machen,  fid)  in  ben 
©oben  iu  begeben,  inbem  es  feinen  (Beg  buteft  bie 
©ewdcftfe  nimmt.  3*  habe  jum  »eweiS  b.cfer 
Meinung  eine  ^engc  Betfucfte  gemadjt  unb  genu= 
gtnbe  Mefuttate  erhalten.  3*  »10  ftiet  biefe  Vet= 
1A ,e  nid)t  auSeinanbet  fe|cn,  fonbern  nur  «nfüft* 
ten,  baß  man  gegenwdetig  bie  *«affc  b*  eleftrifcften 
gluibumS  auf  bie  Verbünffung  beS  ®affetS,  fo  wie 
auf  bie  3etfebung  beffelben,  wenn  jene«  gluibum 
ftinburcftfftdmt,  nieftt  idugnen  fann;  baß  et  aber  bie 
entgegengefcfjte  (Bitfung  ftetrorbnngt,  b.  ft-  W  «• 

•)  3bioeteftrifd)e  Äbrper  nennt  man  biejentgen,  weldje 
burtb’S  Steiben  elettrifirt  »erben,  unb  ftd)  bem  ®unfts 
gange  beS  elettrififten  gtuibumS  »ibetfe|en;  anelefs 
trifdje  Ä&rpcr  aber  biejentgen,  »riefte  man  burd)  ®e* 
tüfttung  elettrifirt  unb  auf  »elcften  fid)  biefeS  glut* 
bum  mit  Ceicfttigteit  be»egt. 


il  e  t  e  i. 

baS  (Baffer  wieber  fterfiellt ,  babuteft  baß  ftd)  ba$ 
©auerffoffgaS  unb  (BaffctffoffgaS  auf’«  neue  mit 
einanber  petbinben,  wenn  es  einen  gunfen  giebt; 
man  fennt  aud)  feine  ©igenfeftaften ,  5.  S3.  bie  ©aus 
ren  unb  baS  flüchtige  TClcati  ju  bitben ,  bie  ©dftrung 
aufjuftatten  unb  ju  befcftleunigen  u.  f.  w. ;  enblid)  ftat 
man  aud)  bewiefen,  baß  es  eine  feftt  fiarfe  SSirfung 
jur  ©eite  ftat. 

©0  frdftige  ©igenfeftaften  an  einem  gluibo, 
baS  regelmäßig  burd)  bie  ©efdße  ber  «Pflanjen  fid) 
ergießt,  fowoftl  in  bet  einen  als  in  ber  anbetn  Micfts  ' 
tung,  wdfttenb  baß  es  ftd)  in  anbern  Sftetlen  ans 
ftdufen  unb  fefffe^en  fann,  fefteinen  mir  baffelbe  für 
eine  ber  mdcfttigffen  Ärdfte  ber  Vegetation  erfldten 
5u  muffen;  bod)  ieft  feftre  wiebet  ju  ber  Porgelegten 
grage  s«tud. 

3u  alten  Beiten  ftat  man  baS  (Baffer  für  eins 
bet  wefentlidjjien  (Jrfotberniffe  bei  ber  Vegetation 
angefeften-,  alle  übrige  Ätdfte  permdgen  nicfttS  oftne 
baS  (Baffer,  welcfteS  ben  ©e.vddjfen  in  meftr  als  ei* 
ner  «fjinftcftt  unentbeftrlid)  iff: 

1)  bie  Elemente,  woraus  baffelbe  befieftet,  bil* 
ben  burd)  iftre  Verbinbung  mit  anbern  ©runbs 
ff  offen  bie  feften  Sfteile  ber  ©ewadjfe; 

2)  baS  (Baffer  nimmt  anbete  ©tunbfioffe,  aus 
«elcften  bie  «Pflanjen  befleften,  ober  tftte  Ve-- 
ffanbtfteilc  in  ftd)  auf,  welcfte  eS  auftofet  ober 
fcftmebenb  in  fteft  entftdlt  unb  in  bte  perfeftiebe* 
nen  Sftetle  bet  $flan5en,  Permdge  feiner  Ves 
»egungen  pon  ben  (Burjeln  s«  *>en  SSldttern, 
unb  pon  ben  Vldttern  ju  ben  (Burjetn,  Pom 
Umfange  jum  (Mittelpunfte,  unb  ccm  (Mittel* 
punfte  jum  Umfange  füftrt ; 


25  I  u  m  i  ft  e  r  e  i. 


i33 


3)  Sa  eg  mit  bem  eleftrifchen  Sluibo  nahe  ver? 
wanbt  ip,  fo  erleichtert  eg  ihm  ben  Uebergang 
in  alte  Steile  bei  ©erodc^fe ; 

4)  fitcfjt  eg  i^nen  ben  ©rab  bet  SGBdtme  gu  er? 
halten,  ber  if)tten  notbig  ip,  entroeber  inbem 
eg  ihnen  SBarmeffoff  aug  ber  ©rbe  wafjrenb  beg 
SBinterg  gufübrt,  ober  inbem  eg  ihnen  folgen 
wdfjrenb  be6  ©ommerg  entgieht,  wenn  eg  aug 
ber  9>ffange  in  Sünpen  entweicht. 

Sag  SOBaffer  ip  alfo  gur  Vegetation  unent? 
behrtich.  $ieraug  ergiebt  ftch  bie  S^ot^wcnbigfeit 
beg  Vegiefeng,  wenn  eg  fehlet,  ober  wenn  eg  in 
Heiner  Quantität  in  ber  Grobe  vorhanben  ip,  wnb 
«um  bie  Vegetation  befchleunigen  will, 

£>ie  $)ffanget  muffen  fchon  frühgeitig  biefe 
S^othmenbigfeit  beg  Vegiefeng,  ^auptfdcf>licf>  in 
warmen  gdnbern,  fühlen;  auch  fchreibt  ftch  baffelbe 
aug  bem  hochPen  2f[tertf)um  her.  Allein  man  cnt= 
bedte  halb,  baf  nicht  alleg  2Baffet  in  gleichem  ©rabe 
ber  Vegetation  gutvdglich  war,  unb  nicht  alle  ©fun? 
ben  beg  Sageg  bei’m  Vegiefen  feinen  Unterfdpeb 
machten.  Ser  Verfcfciebenbeit  beg  Söafferg  ip  be= 
reitg  oben  gebacht.  SBag  aber  bie  Beit  beg  Vegief? 
feng  betrifft,  fo  beffimmen  unterrichtete  ©drfnet  bie 
©tunben  beg  Sageg,  in  benen  fte  ihren  Spangen 
5Baffer  reichen,  nach  bet  Semperatur.  Siefe  Ve? 
pimmung  ip  gu  ihrem  ©ebeihen  gar  nicht  gleichgül? 
tig.  Sßirflich  haben  bie  ©onnenprahlen  in  ben  er? 
Pen  Sagen  beg  grühlingg  unb  gu  Gfnbe  beg  $etbpeg 
«me  fdpefe  Dichtung,  pe  etwdrmen  bie  ©rbe  wenig 
unb  bringen  nur  eine  fchwadbe  Verbunpung  f>er»or. 
Sie  5Pacht  ip  fühl  unb  oft  fo  fall,  baf  p$  bie 
Sünpe  beg  Sttorgeng  verbieten  unb  einen  weifen 
Jfortf.  bei  21,  2.  ©art,  ffllagaj,  V,  SSb,  4.  ©t,  1821. 


5Heif  bilben.  SPJan  muf  alfo  bag  Vegiefen  noth* 
wenbig  einige  ©tunben  nach  Aufgang  ber  ©onne 
vornehmen,  bamit  fte  bie  übermdfige  geuchtigfeit 
bet  Spangen  unb  felbp  ber  ©rbe  an  ftch  gieren 
fonne,  fo  baf  bie  Äühle  bet  Stacht  unb  hauptfdch? 
lieh  biejenige,  welche  bei  Aufgange  ber  ©onne  ©tatt 
pnbet,  nicht  fdjdblich  werbe, 

Sßenn  aber  auf  eine  milbe  Semperatur  eine 
brennenbe  £ifce  folgt,  fo  würbe  bag  Vegiefen  beg 
SDforgeng  wenig  VJitfung  thun.  Sie  ©onne  würbe 
b«g  SBaffer,  bag  man  mit  einem  Steile  ber  Vah? 
runggpoffe,  bie  eg  im  aufgeloflen  3upanbe  ober 
fchwebenb  in  fich  enthalt,  verbreitet  hatte,  in  wenig 
©tunben  non  ben  Spangen  ebenfo  wie  non  ber 
ßtbe  auffaugen.  ©0  fonnte  bie  dufere  £aut  (©pi? 
bermig)  ber  «Pffange ,  auf  welcher  ftch  Vkfferfü? 
getchen  befdnben,  verbrennen,  bie  ©ewdchfe  wür? 
ben  in  einen  leibenben  3upanb  verfefct,  matt  unb 
fraftlog  werben  unb  ben  übrigen  Sag  verwelfen, 
unb  bie  Viühe  beg  Vegiefeng  Ware  reiner  Vetlup. 
Vei  biefet  Sage  ber  Singe  muf  man  beg  3fbenbg 
begiefen,  weil  ba  bag  SÖaffer  Beit  hat  tiefer  in  ben 
Voben  311  bringen  big  eg  gu  ben  SSBurgeln  fommt, 
unb  bie  fPPanjen,  inbem  fte  biefeg  Baffer  mittelp 
ihrer  beiben  ©rtremitdten  an  ftch  giehen,  wdhrenb 
ber  3fbwefenheit  ber  ©onne  Beit  haben  eg  gu  oerat? 
beiten  unb  aug  bemfelben  bagjenige,  wag  ftch  i«  if)s 
rer  «Nahrung  eignet,  hetauggugiehen. 

#at  man  bei’m  Vegiefen  nach  dienlichen 
©runbfdfcen  verfahren,  fo  hat  eg  grofe  SCBirfungen 
auf  bie  fangen  unb  befchleuniget  ihre  Vegetation; 
aUein  fo  forgfdltig  audh  ber  ^ffanger  verfahren  mag, 
fo  fann  bag  Vegiefen  bod?  nicht  bie  milben  unb 
S 


ftuftttonn  Kege«  im  MM*  «nb  ®ommet  et5 
(«I*«.  ©Jan  wirb  bie  Utfadje  leicht  entbecfen,  wenn 
man  ba$  0?eSenwafTet ,  bie  etfcbeinungen,  welche  e$ 
fcei  feinem  gail  begleiten  unterst,  unb  bie  ©cunb. 
fd^e  bet  Vegetation,  bie  icf?  oben  auftefWlt  l>abe, 
bamit  »ergleich-t. 


£5a6  fKegenwaffer  tft  ba«  Grgebmg  Mn  Süit* 
ntI«e  fi*  »»  ®air«  uni.  Kt  €*«  ««•»« 

iaUn,  „„t,  II,,  ««41«»  P«  i»  »«  *“f‘  ”“bid,,,t 

tvotlen  |fn»,  8u  »»««  «<*<"'  <"*  baS  *  M  6"’ 
ti„  erhalten  «5nnt,n.  ®i«ft  »&>«<  aber  haben  I« 

ftinfttn  Sh««*,"  '  •«9«‘rt,l,W"  “”b 

rai„„alif*<r  ©ubflanstn,  bi,  ft,  int  oufs'lSrtttt  3». 
ga„te  halten  ««tun  mit  ii4  in  bi,  »mof|it)4„  ««■ 
„ommen.  Snb.m  fi,  «un  auf  bi,  Stb,  unb  b„ 
®,n.«4f«  sut&tf  fallen ,  btinjen  *  «>f° 

K4  niel,  h*t,t»8>n,  SE4«il<4«n,  »'l<6>  >“  b"  S“f* 
fdjwammen,  mit  fi4  *«*»•  SKa»  b,ät,if.  l,.*t. 
Io«  ah,U4>«  «««  ©ubilnnjen,  bi,  ft>  *1™  f™‘<  “>« 
fi,  fi*  in  bi,  Cuft  etbeben  unb  bann  f4»«6«nb  bl«, 
ben,  ft*  inbem  sfindls^en  3uftanb,  fit  bi.  »<««• 
tatton  befinbeni  baf  ft,  l«i*t  in  bi,  ©aft9,fäf,  bttn, 
s,„  unb  batin  atttulinn,  unb  ba«  fi, 

TO„b„.  butfnn,  um  ,«  »eftanblh,«,"  bnfetbm 
wetben.  Sa«  3f,9enn.«ff,t  «at  alfo  »ct  anbetm 
Soff«  ben  »etsug,  W  cS  ltn  Wa"!m  ®,0J 
tufibtt,  bi,  f.<  !<i*<«  unl>  f" 

bi,  inner"  ob,t  in«««  ?«««»  bttfelb«  «'*t  «■> 
flspfen,  bet  einfattäuna  btt  @,tta*f,  unb  b,m  in. 
n,tn  Umlauf  b,S  ©afteS  fein  ^inbetni«  in  ben  SB, 9 
wra  fSnnen.  O«  »««««-  k"f" 

gtunb,  bat,  tuttb  n»4  ««SS«  1«*  S<1“  t,f- 

(tlb,„,  weit  e«  She«4en  b«  *»ft  unb  ÄobMau« 
mit  \ii)  fottfu^t. 


fl  e  t  c  u 

25ie  ©erfut  bat,  men«  fte  bie  Heb«  unb  ©e* 
wddjfe  befeuchtet ,  einen  ©ang  ,  ben  bie  ©dttnet 
fd)!ed)terbingö  nicht  nachahmen  fdnnen.  «Sie  »er* 
breitet  baS  ©affet  gleichförmig  in  feinen  Stopfen  auf 
bejc  @.tbe  unb  auf  allen  dugern  3:t)ceUn  bet  ©ewdchfe, 
unb  fte  tfeut  e$  in  langeret  ober  futjeret  Seit-  ©ie 
©tbe  «erfc&lutft  e«  n ad)  unb  nach  eben  fo  wie  bie 
fangen,  unb  biefe  ledern  haben  nicht  nut  S«»t 
ju  »ecfchlingen ,  fonbetn  auch  noch  einen  grogeit 
STheil  baoon  5U  ihrem  fftufcen  ju  oerwenben,  ehe  fte 
beffclben  beraubt  wetben. 

Z>it  q>flanger  ^onuen  nut  butch  ©af* 

ferung  befeuchten,  obet  inbem  fte  baS  ©affet  übet 
oie  Jansen,  wenn  fte  noch  flein  ftnb  ,  obet  nuc 
an  ben  «Stamm,  wenn  fie  gto£  ftnb,  giefen.  3m 
ctfien  unb  lebten  galle  h«ben  nut  bie  ©utjeln  un. 
mittelbaren  9iuben  bauon;  im  Seiten  aber  bonnen 
alle  Sheüe  bet  ^flanje  ©enu^  baoon  h«^««,  allein 
biefet  ©enufl  ifl  nut  momentan.  £ie  3eit  erlaubt 
ben  ©ärtnern  nicht,  ba8  ©affet  ttapfenwei^  auf 
alle  SEtjeile  bet  ^flaujen  %u  giegen.  Sie  fdtttgen  fte 
in  einigen  Secunben,  fibetfdjwemmen  fte  gewiffet-- 
magen  mit  einet  5Äenge  ©affer,  ba8  tuefweig  auf 
fie  fallt,  unb,  wenn  fte  bamtt  fettig  ftnb,  fo  wet= 
ben  bie^flanjen,  bie  ftd>  nun  fetbfl  äbetlaffen  blet* 
ben,  halb  wiebet  an  iht™  augetn  Shetlen  ttoefen 
unb  fonnen  bann  nut  fovtel  »on  bet  glöffigfeit  be. 
nuben  alt  baoon  .gu  ben  ©utjeln  fommt.  ©a  man 
nur  ben  fleinen  ST^eil  be«  etbtcid>6,  bet  ihre  Stdn. 
9el  umgtebt,  butchndgt,  fo  fann  ««c  bet  bafelb(l 
beft'nbliche  X^eil  bet  ©utjeln  etwa«  baoon  einfaugen. 
©ie  ^flanjen  genießen  alfo  futjete  Seit  unb  auf 
mentget  Seiten  in  iöetracht  bet  gregen  Vdume  baf 
SBaffet  vom  fSegiegen  al#  ba$  9leg«mvaifer, 


1 35 


23  Itxmifteret. 


9?egm  robb  t>on  ©offen  begleitet,  reelle 
bie  weißen  ©ottnenjfrablen  futudwerfen  ober  brechen 
tmb  verbinbern ,  bap  bie  ©rbe  eben  fo  wie  bie  9>flan» 
i«t  liiert  fo  fiele  bavon  befommen.  Sie  ©arme 
ifl  frfjrcac^er  unb  bie  tfnjiehunggfraft  bec  ©onne 
toirfr  nicht  fo  feht  auf  bie  in  ben  ^flnn^en  enthaF 
tenen  Sffuffigfeiten,  Um  ftch  bavon  ju  uberjeugen, 
barf  man  jid)  nur  an  einen  Verfud)  von  £aleg 
»rinnern.  Siefer  ©eiehrte  bewiep  baburd;,  bap  er 
eine  38  gup  lange  9iof>re  auf  einen  fenfreebt  fiebern 
ten  Weinreben ,  wovon  er  einen  S£f)eil  abgefefmitten 
Ijaite,  befefiigte,  bap  wenn  ber  ©aft  in  bet  Slobre 
fiieg,  wenn  eme©o(fe,  weld;e  bie  ©onnenfirablen 
auffteng  vorüberjog,  ber  ©oft  in  einer  Minute  um 
einen  3o(l  fiel,  ©g  jfi  nif0  auggentaebt,  bap,  wenn 
bie  ©olfen  bie  geraben  ©onnenfirablen  auffangen, 
ber  ©aft  nicht  fo  fchnell  fhig,t  unb  bie  Tfugbunfiung 
ber  $P  flanken  fchrcdcbet  ifl.  Sie  ^fTanjetr  haben  aFo 
mebr3ett  auf  bag  ©affer  *u  wirfen,  um  ftd,  einen 
Sfjeit  beffeiben  jujueignen,  unb  ihm  affe  bie  (Stoffe 
bie  eg  im  aufgelof’ten  3«fianbe  enthalt  $u  entheben, 
tf>e  eg  verbunfiet;  ein  anfcerer  Vortbeil  ber  jur  Be= 
fcbleunigung  ber  Vegetation  abjwecft  unb  beffen  bag 
gewöhnliche  Begiepen  ftd)  nicht  $u  erfreuen  hat, 
wetd)eg  inggemein  bei  unbebeeftem  £immel  ©tatt 
finbet,  unb  weicheg  bie  gropeit  ©drtner  oft  tfjun 
mfiffen,  wenn  bie  ©oimenfftablen  noch  ^raft  haben, 
weit  eg  ihnen  an  Seit  fehlt,  um  affeg  bei  ©ennen* 
Untergänge  $u  begiefen, 


fdje  Sluibum  algbann  freier  in  feinen  Bewegungen 
ifi.  3um  Beweis  biefer  Behauptung  will  ich  einige 
Shatfadhen  anfuhren.  ©rap  füllte  ein  ©efdp  big 
an  ben  S?anb  mit  ©affet  an  unb  brachte  nahe  an 
baffelbelbe  eine  eleftriffrfe  3?ohre;  fogleich  bilbete  ffd> 
non  bem  ©affer  eine  fleine  fegetfeemige  ©rbobung, 
aus  beffen  ©pi&e  ein  Sicht  fuhr,  bag  in  ber  Sun* 
fetheit  fel;t  pchtbar  war.  ©g  nahm  fleine  ©affer; 
theitchen  von  ber  ©pi|e  ber  ©rbobung  fchnell  mit 
fort  unb  juweileit  erhob  frdf>  aug  bem  Äegel  ein  fehs 
bunner  ©affetßrabl,  worauf,  ftch  ein  feiner  Sunfi 
oerbreitete. 

Sie  ©feffeieftat,  fagt  ©auf für e  in  feinen 
Steifen  über  bie  2flpen,  ifi  bei  fiurmifeben  ober  tru= 
ben  ©etter  fehr  unregelmafig,  bei  heiterer  ©itfes 
rung  aber  fcheint  fie  fich  nach  gewiffen  Siegeln  ju 
richten.  ©ie  iff  gleid)  bem  SWeere  ber  ©bbe  unb 
gluth  unterworfen,  bie  fie  in  Seit  von  24  ©tunben 
iWeimal  fiergen  unb  fallen  Idpf.  Sie  Momente  ih-- 
rer  gropfen  ©tarfe  erfolgen  einige  ©tunben  nach 
©onnen--2fuf:  unb  Untergang,  unb  bie,  wo  fie  am 
fchwdchffen  ifi,  ffnb  bie  vor  2fuf  =  unb  Untergang 
biefeg  ©effirng.  ©ag  bie  Befchaffenheit  biefer  ©le U 
tricitdt  betrift,  fo  ifi  fie  unoerdnberlich  pefrtiv,  fo; 
wohl  im  ©ommer  alg  im  ©inter,  bei  Sag  unb  bei 
Stacht,  im  ©onnenfehein  unb  Sf)«u,  affemal  wenn 
feine  ©olfen  am  Fimmel  ffnb  u.  f.  w. 


©enn  bag  eleftrifcbe  f?luibum  eing  ber  torjug* 
lichfitn  Mittel  tfi,  welche  bic  gjafuc  Ju  £„oorbrinj 
gung  ber  ©Meinungen  bei  ber  Vegetation  anwem 
bet,  fo  hat  bag  Slegenwaffer  in  biefer  £infitf)t  einen 
grofen  Vorzug  vor  bem  Begiepen,  weil  bag  eteftri * 


^aleg  bemerft  in  feiner  ©tafif  ber  ©ewdchfe, 
nach  mehreren  Verfuchen  um  bie  ©tarfe  beg  ©afteg 
unb  feine  £obe  ju  meffen,  bap  wenn  ber  ©aft  an 
jebem  Sage  feine  gropte  $fye  erreicht  hotte,  fo  fiel 
er  immer  gegen  Mittag.  ©ar  ber  Sftitfag  fefjc 
fühl,  fo  fiel  bet  ©aft  nur  von  11  Uhr  ober 
S  2 


vom 


Slumijietet. 


136 

Mittag  biS  um  2  Uhr;  war  ec  aber  fehc  «arm,  fo 
fteng  bet  Saft  non  9  ober  10  Uf)t  beß  Borgens  an 
ju  faßen  biß  um  4,  5  ober  6  Ut)c  beß2fbenbß;  I)iet= 
auf  fteng  ec  an  ju  (teigen,  nad;bem  ec  1  ober  2 
Stunben  ftiß  geftanben  I>atte;  fobann  fiel  ec,  unb 
hierauf  flieg  ec  beß  Borgens  fchneßet  unb  t)of>ec 
als  in  bet  ganjen  übrigen  3«»t  beß  £ageß. 

5Benn  man  bie  SSerwanbtfchaft  beß  eleftrifchm 
Stuibumß  mit  bem  UBiffet  unb  bie  SdjwierigfeU 
ten  fennt,  bie  cß  bei  feinem  Surdjgange  burch  bie 
2uft  erfäbtt,  fo  begreift  man  bie  ^Bewegungen  beß 
Safte«  leicht.  3uforbetfl  ft'eht  man  auß  bem  erften 
gacto  bie  Sßirfungcn  beß  ele!lcifd;en  Stuibumß  auf 
baß  SBaffec :  eß  (leigt  über  feine  Spiegelfläche  in 
bem  tfugenblicfe,  wo  man  ihm  einen  Äocpcr  ganj 
natje  bringt,  eß  mag  nun  ber  Äorpec  ober  baß  SBaf* 
fcc  eleftriftct  fepn.  SSerucfadjt  bie  Sonne  baß  2f uf- 
fteigen  beß  eleftrifchen  gluibumß,  wä(;renb  baft  fte 
übec  bem  ^»orijont  erfdjeint,  fo  mu(j  biefeß  Sluibum 
ju  einem  tjotjevcn  Stanbe  btß  Safteß  beitragen, 
welcher  ihm  jttm  Setter  bient,  um  fid)  in  bie  l(t> 
mofph^r«  iu  begeben.  ©ß  fcheint  alfo  burch  biefeß 
cinjige  gactum  leicht  erftärlid),  warum  baß  Safepn 
einer  3ßotfe,  welche  bloß  eine  ober  jwei  Minuten 
lang  bie  Sonnenftcahlen  auffängt,  ben.Saft  tn 
einet  Minute  um  einen  3oß  jurn  Saßen  bringt ; 
weil  bie  Senne  in  biefer  3«t  nicht  unmittelbar  auf 
baß  elcftrifche  Sluibum  wirbt,  weld;eß  burch  feine 
auffteigenbe  ^Bewegung  gegen  bie  Sonne  baß  Steigen 
beß  Safteß  mit  oerurfacht. 

Sagegen  bemüht  ft <h  Sauffute  burch  feine 
«Beobachtung  ju  beweifen,  ba(j  bie  Sonne  eß  fep, 
welch«  butd;  ihre  tfnjiehungßfraft  fcaß  eleftrifche 


Sluibum  jum  Steigen  bringe.  S3ei  heiterer  SBitte* 
tung  erfolgen  bie  Momente  ihrer  grämten  Stärfe  ei* 
nige  Stunben  nach  2tuf  unb  Untergang  bet  Sonne 
unb  am  fchwächften  ift  fte  in  ben  Stunben  not  2fuf* 
unb  Untergang  biefeß  ©eflirnß.  Sch  glaube  baß  ift 
leicht  ju  erf täten.  SBenn  bie  Sonne  aufgehet,  fo 
hat  f ich  bie  2ftmofpbäre  eines  Sheil$  beß  eleftrifchen 
Sluibumß  entlaben,  unb  bie  ©tbe  hat  aßeß,  waß 
bie  2ftmofphäre  oertoren  hat,  gewonnen.  Sie  Son* 
nenflrahlen,  welche  bie  (5rbe  unb  bie  ^flanjen  ju 
befcheinen  anfangen,  fe&en  baß  eleftrifdje  Sluibum 
in  ^Bewegung  unb  Sünfle,  bie  oft  fo  verbietet  (tnb, 
bajj  man  fte  feiert  fann,  fangen  an  ftd)  über  ben 
SSoben  ju  geigen ;  allein  bie  Strahlen  ftnb  noch  ju 
fd;täg  unb  ju  fchwach,  alß  bafj  fte  biefe  Sünfle  unb 
baß  elcfttifd;e  Slnibum  ju  einer  beträchtlichen  S?ol)t 
erheben  fännten ,  folglich  mu(j  baß  ©leftrometer, 
welches  oor  2(ufgang  ber  Sonne  eine  fet>c  fchwadje 
ßleftricität  anjeigte,  einige  3eit  nachher  eine  flarfe 
««geben.  So  wie  bie  Sonne  ftch  über  ben  $orü 
jont  erhebt,  erwärmt  fte  bie  Uftmofphäre,  oerbünnet 
bie  Sünfle  unb  bringt  fte  nad)  unb  nach  eben  fo 
wie  baß  elef trifdje  Sluibum  jum  Steigen,  unb  baß 
Cfteftremeter  rmifj  einen  fdhwächern  ©tab  bet  ©lef» 
tricität  jeigen,  nicht  weit  weniger  baoon  in  ber  Suff* 
maffe  norhanben  ifl,  fonbern  nur  tn  ber  untern 
Schicht,  wo  man  ihren  3uflanb  mit  bem  ©leftrome* 
ter  erforfchl. 

Sa  bie  Sonnenflrahlen  bei’m  Untergange  bie* 
feß  ©eflirnß  fchiefer  ftnb  unb  ihre  Äraft  oerlteren, 
fo  »erbitten  fid;  bie  Sünfle  oon  neuem,  fte  fenfen 
ftch  alfo  wie  baß  eleftrifche  Sluibum,  «nblich  faßen 
fte  auf  bie  ©tbe  jurücf,  unb  baß  Safepn  beß  Slui» 
bumß  wirb  »on  neuem  metflich,  mittetfl  beß  ©tef* 
rometerß,  baß  man  hmetntaucht. 


33  f  u  m  i  ft  e  v  e  i, 


SDie  von  angeführten  Shatfadjen  follen 

beweisen,  baß  bcv  ©aft  fein  ßmporfleigen  jum  Sf)eil 
bem  cteftcifd>cn  glutbum  verbanft.  (St  fagt:  bei: 
©oft  fleige  nad)  Aufgang  bet:  ©onne  fchneller  unb 
f)6t>ec  al«  in  bet  gangen  übrigen  3eit  be«  Sage«; 
allein  auch  ju  biefer  Sage«jeit  ift  bie  Grrbe  mit  bem 
eleftrifd^en  glutbo  mehr  angefüllt,  baß  eine  größere 
Sttenge  bavon  emporfteigen  fann,  unb  baß  e«  fo'g= 
lief)  mit  mefjr  ©tdrfe  auf  ben  ©aft  wirfen  muß. 
tiefer  Einfluß  muß  abnehmen,  wenn  bie  ©arme 
junimmt,  fo  baß  fie  bie  £)ünfle  vetbünnt  unb  fte 
«benfo  wie  ba«  eleftrifche  gluibum  ju  einer  großem 
4)6§e  ergebt.  2luch  t>at  biefer  ©elehtte  bemerft,  baß 
ber  3eitpunEt,  wo  ber  ©aft  ju  finfen  anfieng,  von 
ter  großem  ober  geringem  ©tdrfe  ber  ©onncnfrrah= 
len  unb  folglich  von  ber  ©atme  abhieng.  2lm 
2lbenb  hingegen  verhielten  fiel)  bie  in  ber  2ltmofpl)dre 
verbreiteten  fünfte,  unb  ba  fte  mit  bem  eleftrifd)en 
gluibo  angefjauft  ftnb ,  fo  bewirfen  fte  eine  2lnjte* 
f>ung  be«  ©afte«  unb  heben  ifjn  empor,  bi«  fte  ftd) 
auf  bie  6tbe  fenfen. 

^aleö  fugt  Ijinju:  mäßiger  Siegen  unb  mäßige 
SBdtme  nael)  einem  troefenen  Sage  brauten  ben 
©aft  am  folgenben  Sage  jum  ©teigen.  2lnf!att 
alfo  Mittags  ju  ftnfen ,  flieg  er  nur  langfamer. 
50?an  begreift,  baß,  ba  ba«  ©affer  ein  guter  ßeitet 
beö  elefttifdjen  gluibum«  ifl,  ber  Siegen  bie  (Srbe 
ntd)t  nur  befeuchtet,  fonbern  aud)  noch  überbieß  mit 
bem  eleftrifdjen  glutbo  gefchwdngert  hatte;  ba  alfo 
bie  Grebe  ben  fPflanjcn  eine  größere  SJIenge  ©affet 
unb  eleftrifche«  gluibum  abgeben  fonnte,  fo  fonnte 
ftd)  bet  ©aft  in  benfelben  leichter  erneuern  unb  ju 
SWittage  ju  fleigen  fortfafjren,  wa«  fonfl  bei  ge= 
wohnlicher  SSitterung  nicht  ©tatt  ftnbet,  S7?an  wirb 


*3? 

bemetfen,  baß  bie  ndmlidfe  ^rfcheinung  «ach  bem 
Siegen  bei  ^Donnerwetter  wwberfehrt,  unb  baß  in  bie; 
fern  lebten  galle  bie  Vegetation  noch  fdjnellet  von 
©tatten  gehet,  lieber  biefe  Befchteunigung  barf  ftch 
fein  ©drtner  wunbern,  ber  bie  ©itfungen  bc«  elef* 
trifchen  gluibum«  fennct.  Cft  begreift  vollfommen, 
baß  c«  fo  viel  wirffamer  fepn  mußte,  je  mehr  ti 
in  Bewegung  war.  ©8  wirft  alfo  fldrfcr  bei  Sie; 
gen  als  bei  troefener  Witterung,  weil  e«  freiet  in 
feinen  Bewegungen  ift. 

©teilt  man  nun  nach  tiefen  Shatfachen  eine 
Vergleichung  jwifchen  bem  Siegen  unb  bem  Begießen 
an,  fo  wirb  man  wohl  einfehen,  baß  ba«  ©affer 
bei  m  begießen  bie  Vegetation  unmöglich  fo  befchleu-- 
nigen  fonne  wie  ber  Siegen,  felbft  wenn  man  ftch 
be«  Slegenwaffer«  baju  bebienet,  weil  biefe«  ©affet 
ba  e«  nid)t  mehr  mit  bem  cleftrifdhen  gluibo  ge* 
fdßmdngert  ifl,  nvd)  von  anbern  Umftdnben  begleitet 
wirb,  welche  bie  ©itfungen  be«  Siegen«  vermehren, 
weiter  feine  Vortheile  haben  würbe,  al«  baß  e«  bün; 
nete  9Ial)rung«theile,  bie  jloblenfdure  enthalt  unb 
bamit  eine  günftige  Scrr.peratur  veebinbet,  Vortheile 
bie  ihm  ben  Verzug  vor  anbem  jum  Begießen  ge* 
ben,  wovon  eg  aber  einen  Sheit  verliert,  wenn  man 
lange  wartet  ehe  man  ftd)  feiner  bagu  bebienet. 

©iebt  eg  ©ittel,  bem  ©affet  jum  V  t- 
gießen  jene  ©igenfdjaft  be«  Siegen« 
mitgutheilen ,  reelle  bie  Vegeta* 
tion  befdjleuniget ,  unb  welche  finb 
fi  e  ? 

Beträfe  bie  grage  nur  bie  Befchleunigung  ber 
Vegetation  bei  Verfugen  im  kleinen,  fo  würbe  ich 


SBlutnißetet. 


138 

f it  bejahe» ,  »eil  ttfttt  Hefen  3»«<f  baburt*  erregen 
fonnte,  baf  man  ben  ©aamen  in  3B«ffev  eimreidjte, 
tvelcheS  man  pofitio  eleftrifirte ,  wdhrenb  bet  ©aame 
tarin  büeb ,  ober  baburd),  baf  bas  Söaffcr  sum  S5e* 
Siefen  mit  ein  wenig  33taunjfein  =  £ppb  ober  übet* 
faurer  ©aljfdurc  gefofrwdngert  mürbe,  ferner  babutd), 
baf  man  bie  SBurjeln  ber  ^  (fanden  wdhrenb  beS  Sa* 
S«ö  pofitio  eleftrifirte,  ingleichen  baburd),  baf  man 
bie  ©pigen  bet  ©tdngel  unb  Steige  t>on  ©onnen* 
Untergang  bis  ju  ihrem  Tfufgange  pofttio  eleftrifirte. 
JDiefeö  Verfahren  würbe  ben  Grigenfcftaften  beS  5Baf* 
fers  jum  S3egiefen  mehr  Energie  erteilen. 

SQiU  man  aber  im  ©cofen  »erfahren,  fo  wer* 
ben  bie  ©d>wierigfeiten  unuberfteiglid)  »egen  beS 
)foben  ^reifes  ber  ©duren,  bet  Srpbe  unb  ©al$e, 
bie  man  mit  bem  «Eßaffer  jum  S3egiefen  nermifdjen 
müfte,  um  ihm  bie  Äraft  jur  »efchleunigung  ber 
SSegetation  mitjuttjeiten.  Sd>  fllaube  n«c,  man 
tonnte  bie  5Birfungen  beS  SöafferS,  baS  man  jum 
SSegiefen  brauet,  uetfidtfen ,  wenn  man  2fbenbS 
furj  vor  Untergang  bet  ©onne  in  ben  Soben,  ben 
man  begieft,  20  bis  25  lange  ©langen  aufridjtete, 
übet  welche  oben  ein  eiferner  ©tab  fjinauSreidbte,  bet 
fid)  in  3  «ergolbete  ©pi&en  enbigte,  mit  einem  <£i* 
fenbrat^e,  bet  fo  lang  als  bie  ©tangen  tvdte,  unb 


biefen  müfte  man  etwa  einen  $uf  tief  in  ben  Soe¬ 
ben  ftccfen.  Sie  ©pifcen  würben  baS  eleftrifdje 
gluibum  ron  Untergang  bet  ©onne  bis  $u  intern 
Aufgange  an  f td>  jieljen  unb  in  biefer  Beit  mufte 
man  bie  »etbinbung  be(felben  mit  bet  @rbe  aufhe* 
ben,  welches  leid)t  wate,  wenn  man  ben  Öifenbrath 
in  3  aitjeitc  tbeilte,  wooon  bet  obetfie  bis  4  §uf 
tom  fSoben  Verabreichte  unb  ftch  in  einen  Sving  en* 
bigen  mufte;  ber  jweite  nur  2  §uf  lang,  mufte  an 
briben  Crnben  «fjaefen  haben,  unb  ber  britte,  welcher 
einen  guf  tief  in  bie  (5rbe  gefieeft  wirb,  mufte  2 
guf  über  bie  <5rbe  heroorragen  unb  an  feinem  obern 
(5nbe  einen  Ofing  haben.  5SoÜte  man  nun  bie  ©tbe 
unb  bie  ©pifcen  in  »Berbinbung  fefcen,  fo  hienge  man 
ben  2ten  Sheil  beS  SifenbratheS  mittelfl  ber  4>acfen 
ein,  nähme  ihn  aber  wreber  weg,  wenn  man  bie 
Gommunication  aufliebcn  wollte.  Sn  ttoefenen  3ahs 
ten  würbe  man  nun  leicht  übet  bie  Söirfungen  jener 
©pifcen  urtheilen  formen,  bie  mir  feht  gute  Sienfie 
gethan  haben;  allein  ich  habe  fie  nur  einmal  ange* 
wenbet,  inbem  ich  S»t  SSergteidjung  jwei  Portionen 
erbe  non  gleicher  SSefchaffenheit  mit  einerlei  ©aa= 
men  befdete  unb  ü6erein  begof;  welche  enblid)  fei» 
nen  anbern  Unterfdjieb  geigen  würben  als  ben,  baf 
man  6—8  ©langen  in  ber  einen  aufrichten  würbe, 
wäh«nb  in  ber  anbern  gar  feine  wäre, 


r  (Sulfur* 


»39 


Gfjaröf tttiftif  bet  £)&fis@örfen, 


%  e  P  f  e  f. 

®  *  t  X  0  t  he  Ä  u  r  $  fl  i  e  l  *), 

Swnj.  Courtpendu  rouge. 

( SDfit  2fb6ilbting  auf  Safel  23.  ) 


$  x  u  d)  t, 

^  ifl  biefeS  ein  mittelmäßiger  großer  Tlpfel, 
beffett  größte  23reite  in  bie  «Kitte  feiner  #of)e  fdlft, 
Wad)  bem  ©tiefe  * in,  nimmt  er  etwas  ab,  unb 
tunbet  fleh  furj  unb  platt  ju.  £ier  macht  er  eine 
Vertiefung  t>on  großem  Umfang,  in  ber  aber  nur  ein 
fett  futjet  unb  fleißiger  ©tief  flecft,  beffen  Äürje 
»eranlaßt,  baß  bas  £ragf>ofj  faflt  ganj  mit  tn  bie 
Vertiefung  hinein  ju  warfen  pflegt,  fo  baf  man 
feen  2tpfel,  efye  er  nod)  nicht  recht  reif  ifl,  faum  Pont 
Stiele  ablofen  bann,  unb  efjec  bas  Stagbol*  unb  mit 
if>m  bie  Hoffnung  einer  funftigen  Frucht  an  benfef, 
ftd>  Pernichten  laßt.  ©ehr  oft  finbet  man  jwei 
«tPfel  an  einem  fünfte  beS  StagholjeS  angewachfen, 


t»ie  aufSf.22.  Kacf)  berVlume  ^ttt  nimmt  er  etwa* 
mef)r  ab  unb  runbet  ftch  furj  $u.  Bie  Vlume  be-- 
finbet  ftd)  in  einer  mäßigen  Vertiefung  ,  ifl  ffein 
unb  bet  ©rern  bebecft  bie  Beffnung  nicht  gan|. 
Siefe  ifl  flein,  enge  unb  aac  nicht  tief.  Bie  £6fe 
beö  2fpfef6  mift  2  Soff  unb  bie  Vreite  21  Soff, 
ßr  gehöret  in  ber  gormentafel  $u  9lro.  5.  ber  3ten 
Slaffe  ber  tfepfetformentafel  $u  ben  platttunbe« 
2fepfefn.  BaS  ÄernhauS  ifl  fefjr  gebrficft,  un¬ 
ter  bem  ©tiefe  beinahe  ^erjfocmig  aber  unter  bet 
Vfume  für*  jugefpifjt.  Bie  Äernfammern  ft nb  enge 
unb  eerfcfjfoffen j  bie  Äetne  fchroatibtaum,  plattrunb 
unb  haben  eine  furje  aufgefefcte  ©pi|e.  Bie  garbe 
be6  2fpfe(ö  an  ber  ©onnenfeite  ifl  meiflentheif* 
braunrotf),  an  ber  oon  if)t  abgefebrten  oraitgengefb. 
Sn  einer  garbe  fleht  man  bisweilen  fehr  oiele  jer* 
flceute  gelbe  ^unbtchen,  bie  einet  Kabeffpt&e  ftarb 
unter  bem  Kothen  hetoorffechen.  Bie  ©chaafe  ifl 
etwas  darf,  bas  gleifch  gart  unb  fompaft,  ber  ©aft 
iwar  nicht  überflufftg  aber  pon  einem  fußanjiehen« 
ben  fldrfenben  ©efchmatf.  <?r  wirb  im  Beeember 
lagerreif  unb  bauert  bis  im  2fpri(,  unb  ifl  gleich« 
falfS  ein  guter  Safelapfef. 

-25  a  u  m. 


)  ®"  0Caut  *»«af«el  (Courtpendu  gris)  i 
eretfä  im  Seutfäen  Öbftgärtnee  II.  zt) eit,  ©,  SI4 
obgebtfbet,  betrieben,  unb  geliefert  worben. 


Ser  Stamm  ifl  mittelmäßig  flarf.  £aupt= 
unb  Kebendfle  gehen  in  fehr  fpi&igen  SBinfeln  in 
bie  unb  fe&en  fleh  gern  guirrlicht  an.  Bie 


140 


£>  b  fi  *  6  u  l  t  u  v. 


Steige  ftnb  lang  unb  fcbwad)  unb  habet  fcb«ebe nb. 
£a$  STtagboli  wecbfelt  unorbentlid),  Mt  halb  nabe, 
ba!b  ferne  non  einanbet  unb  ifl  balb  futj  halb  lang. 
£ie  ©ommetjdjoüen  ftnb  and,.  furj  unb  fd)tvad ), 
unb  hoben  fafl  gar  feine  ©olle;  fie  ftnb  auf  einer 
«Seite  hellbraun  auf  ber  anbern  grüngelb,  unb  mit 
jcirten  fünften  beflreut.  Sie  Ärone  ifl  flarf  mit 
Bweigen  befe$t,  fef)c"  belaubt  unb  bilbet  eine  hob« 
Äugel. 

58  l  a  t  t. 

£a$  «Blatt  bat  feine  fonbetlid)e  ©rofe,  unb 
feine  grbfte  ©reite  fdflt  in  bie  «Witte  feiner  Sdnge. 
@6  nimmt  gleichförmig  nad)  bem  ©tiele  unb  bem 
2lnfanae  ju,  ab,  nur  baf  e«  bi«  noch  eine  fcbarfe 
©pi(5e^auffebet.  Sie  Wippeben  Men  enge,  ftnb 
ober  unorbentlid)  geredet,  unb  laufen  ftumm  unb 
ungleich  bem  Wanbe  *u.  2fuf  biefen  flehen  fcbarfe 
Bacfdjen ,  bie  ihre  Wichtung  nad)  ber  ©pi^e  bin  &a* 
ben.  Sie  gatbe  be«  ©latte«  ift  bunfelgtün. 

©i  cf  ler. 


S(,p«umjud)t  im  ®6m 6tet  Gomi* 
tat,  in  Ungarn. 


Satf  ft d)  ttgenb  ein  2anb,  manche«  ger5ufd)= 
lo«  gebeibenben  ©uten ,  mit  irgenb  einer  2lrt  Wed)t* 
lichfeit  rühmen:  fo  ifibief  wohl  9anS  unflreitig  ton 
bem  Äonigreicbe  Ungarn  »abr.  ©inen  »ewetf 
liefert  baju  aud,  bie  febr  nerftdnbig  unb  flei^S  be-- 
ttiebene  £>b  {Iba  um  jucht  im  ©omorer  ©omitate, 


tronon  bilbet  nur  in  ben  vaterlSnbifcben  ©Intern 
1810,  ©eite  37,  eine  feb«  futjeWotij  notfam.  3m 
3abre  1796  ndmlid)  bilbete  fid)  in  bem  3ol«naet 
Sbole  ein  pomologifchet  ©ecein,  welch«  12  3ab« 
barauf  1808,  fd?on  67  «Wifgliebet  jdbtte.  Sen  er* 
flen  Snpulö  baju  gab  ber  Wector  unb  erfle  2ebtet 
an  ber  enangelifd)en  ©ütgerfdjule  ju  3ol«na, 
^>ert  3 0 b a n tt  «Paul  ©jetnoef,  bem  fid)  gleich 
Anfang*  bet  fleißige  unb  ^ermögliche  ©urger  ©a* 
muel  © 1 6 6 5  beigefeUte;  unb  ba«  Unternehmen 
butch  ©elb  unb  Sbat  unterfiüfcte.  ©«  fd)lugen  fid) 
noch  mehr  «Wannet  baju ,  worunter  Ulnbtea« 
©obadf,  Qllev anbet  ©tejanoeip  unb  Sahnet 
genannt  ju  werben  oerbtenen.  5Wit  grofem  2luf* 
roaub  liefen  fte  junge  ©tämme  unb  «Pfropfreifet  non 
2Cepfcln .  ©irnen,  Pflaumen,  Äirfdjen,  2lprifofen, 
fomobl  au«  mehreren  bet  ootjüglicheten  ^flanjungen 
in  5Bien,  Sfen,  «Peftb  «•  f-  »•*  al6  aud>  au* 
ben  ©arten  ber  berühmten  au«ldnbifcben  pomologi* 
fdjen  ©chriftfleller,  ^tebiget  ©  b  r  i  fl  unb  Siel, 
fommen,  fo  baf  fte  balb  barauf  fchon  53  eble  ©ot* 
ten  Tlepfel,  53  ©orten  ©itnen,  15  ©orten  «Pflau* 
nten,  12  ©orten  Äirfd>en  unb  3  ©orten  tfprifofen 
aufjuroeifen  batten,  ©in  nicht  weniger  al«  3 7<208 
Älafter  grofeö,  norbin  gdnjlid)  unfruchtbare«,  mit 
wilbem  ©eflrüppe  bewaebfene«,  fleinige«,  unb  non 
Wegenwaffetn  an  nieten  Srten  au«geböblte«  ©e* 
birge,  bebecEte  bie  unermübet  eifrige  ©efellfchaft  mit 
uielen  Saufenb  Sbflbaumen  tjerfd>iebener  ©attung, 
welche  fchon  lange  bie  f6fllid)flen  grüdjte  tragen, 
©efonber«  aber  gebeifjert  hier  Äirf^en  in  grofet 
sWenge  unb  non  au«gefud)tem  ©efebmaef.  ©«  giobt 
Äitfchtn,  wonon  (nach  ©erficbetung  be«  würbigen 
«ßetfaffet«,  be«  Consp.  reip.  lit.  in  Hung.,  «£errn 
eenior  unb  3ol«oaer  ^rebiget  «CBalaösfp)  fiebern 


SDbfir  (Sulfur, 


jtfn  ©tucf  «in  *Pfunb  öuSmachen.  25iefc  nunmehr 
fo  bepflanjfe  ©trecfe,  welche  cin(i,  wie  gefagt,  gar 
feinen  2Bectf)  ^attc ,  wirb  nunmehr  auf  17,000  gl, 
geföa&t.  Sie  pomologifche  Liebhaberei  ergriff  mäch¬ 
tig  aud)  bie  grau  beS  genannten  ©<huh  «KeftotS 
Gjernof;  benn  fie  bcfchäftigte  fich  auch  atS  2Bi;t* 
we,  unb  noch  gegenwärtig  in  ^weiter  ©(je  mit  ber 
jObffbaumjucht  äußerfl  fleißig. 

(SS  giebt  allba  noch  5W£>ei  anbere,  f feinere  pomo* 
logifche  ©efellfchaften.  — 

hierher  gehört  audh:  baf  eS  im  fogenannfen 
SSalogher  Siflrift  beS  nämlichen  GomifatS  in  meh= 
wen  Srtfchaften  fchon  lange  Sitte  ifr,  bie  ©ränjen 
ber  2(<ferfetber,  anfiatt  ber  (Steine,  mit  Säumen 
i“  Zeichnen.  Saf>er  freden  bie  gelber  ber  @e-- 
meinben  eine  2frt  bon  Sbjlgärlen  bor.  £ieß  ifl  ber 
SaÜ  in  Lu  f  ob  ijfpc,  ^apocS,  £>erencg,  $  a* 
bat,  Satog,  ©jplijlpe,  ©eSjfeS,  ^an* 
fooa,  Sebarfa,  Schtina.  3m  testen  £)rte 
machte  (ich  ber  baftge  ebangelifche  ©chutreftor,  Sa* 
mu«I  ©tephanibeS,  um  bie  Sbffbaumjucht  fefjtr 
berbient. 

2ß««n,  ben  2 8-  gebruar  1820. 

Soh-  b.  GfapIobicS. 


*ortf*  *•  *«*-®«t.  ®ag.  v.sts.  4.  ©t.  i821> 


14t 

3- 

Heilmittel  für  ben  sriger  ober  bic  3?aube 
ber  SSirnbaume. 

.  (JluS  bern  granj6(ir<h«n  een  .perrn  $Pormentiet, 
SBärgermeifler  in  engsten.) 


Sie  meiden  Sbjlbäume,  unb  fmuptfächfich  bie 
SSirnbäume,  ftnb  einet  jfranfheit  auSgefe&t,  bie  man 
insgemein  ben  Siget  ober  bie  «Raube  nennt.  Siefe 
Äranfheit  wirb  ton  einem  borhanbenen  3nfeft  ber* 
ahlaft,  welches  bie  erfte  *})eriobe  feines  Lebens  ent- 
weber  in  bem  gafetjloff  (^arenchpma)  ber  «Blatter 
jwifchen  ben  beiben  SSlattfeiten  ober  Membranen,  ober 
unter  ber  Sberhaut  (©pibermiS)  bet  jungen  $)flans 
Sen  subringt.  StefeS  Snfeft  gehört  $u  ber  ©attung 
Diplolepis.  ©egen  ben  Anfang  beS  gt&hlingS  ber. 
weilen  bie  SSeibchen  biefer  fieinen  Snfeften,  inbem 
fte  bon  einem  Platte  jum  anbern  flattern ,  wechfelS; 
weis  auf  einem  jebeit  berfelben  unb  legen  in  bie 
©ubffanj  beS  gaferftoffs ,  mittelff  ihres  fpi&igen 
25of)rerS  ober  LegefladjelS,  eines  ober  mehrere  (Sier; 
ous  biefem  fommt  ein  ffeiner  2öurm,  ber,  weil  et 
fich  mitten  in  ber,  feinen  SSeburfniffen  angemeffenen 
Sdahrung  beftnbet,  baoon  mehr  ober  weniger  biel 
beruhtet.  ©0  wie  er  nun  bie  CdahrungSfäfte,  unb 
febfi  bie  ©ubffanj  beS  «Blattes  betfchlingt,  wirb  bet 
SfKÜ  beffelben,  welcher  anfänglich  auStrocfnet,  fo-- 
flleich  Selb  unb  nimmt  cnblich  eine  fcf>warae  garbe 
nn,  welche  bem  Saume  ein  tcbteS  tfnfehen  giebt. 
£>h«e  Zweifel  würbe  biefer  lebte  3«ifpunft  unge* 
fäumt  eintreten,  wenn  bie  Unfälle  biefer  jwat  flei= 
ne«,  aber  jahilofen  geinbe  ununterbrochen  fortbauer= 
t«n;  es  ifl  alfo  bon  großer  SBichtigfeit,  baß,  wenn 
man  bie  ©ewächfe  bor  ihrem  Sefuch«  nicht  fehlen 
U 


1*2 


0  b  {l  *  G 

Um,  man  hoch  wenlgffehs  ben  weitet«  »«h««w* 
gen  eintjalt  ju  tt>un  fuc^e. 

golgenbe  Wittel  haben  mit  frdftige  SSirfung 
get^an.  Wan  nimmt  alte  gaffet,  bie  nichts  mebt 
wettb  ffnb,  t$ut  in  jebeS  2±  ©Reffet  burchgeffebten 
Äalf,  unb  füllt  ffe  hierauf  mit  ©affet  an.  Wa<h 
iÄ^n  Sagen  Stube  gießt  man  es  ab,  feilet  es  butch 
unb  gießt  wiebet  fcifd&e«  ©affet  auf;  baS  übet 
bem  Äalf  abgefldrte  ©affet  bringt  man  in  ein  $»ei* 
tcö  gaß  unb  tf?ut  4  ^Pfunb  ©djwefel ,  3  9>funb 
©cbnupftabacf  unb  2  $funb  SabacfSffdngel,  in«* 
gemein  Sldtterribben  genannt,  hmsu-  0*efen  lluf* 
9uß  tdfft  man  10  Sage  flehen,  japft  ihn  herauf 
in  ein  anbereS  gaß  ab,  unb  gießt  wiebet  Äalfwaf. 
fet  batubet.  SiefeS  SSetfaf>rert  wieberbohlt  man  fo 
lange,  als  bet  Äalf  unb  bie  anbetn  gnarebienjicn 
bem  ©affet  noch  j^ve  Grafte  mittbeilen  fonnen. 

sgiit  biefet  3nfuffon,  bie  man  ffdvfer  machen 
mu§  ,  fo  wie  man  weitet  in’S  Saht  fommt  unb 
bie  ©urmer  großer  werben  —  weites  gewöhnlich 
gegen  bie  Witte  beS  3uniuS  gefdjiebet  —  befprengt 
man  bie  Saume,  unb  wiebett>ob>U  btefe  Sefpten= 
ftung,  bi«  man  Met,  taf  bi«  Snjeften  in  ihrem 
©ohnfffce  ftetben. 


U  (  t  U  r.' 

©in  halbes  ©tutffaß  tion  biefet  Snfuffon  wirb 
jebeSmal  für  30  Saume  mittler«  ©udffeS  h‘nte‘* 
djenb  fepn ;  eS  »erfleht  ffch-  baß  man  biefe  Guan* 
titdt  nach  Serhdltniß  bet  ©toße  bet  Saume  oet* 
mehren  muß. 

£)iefe$  ©affet  muß  man  'gleich  nach  bet  Saum* 
bluthe  anwenben,  unb  baS  Sefptengen  wöchentlich 
jweimal  wiebetholen,  ober  auch  öfter,  wenn  man  eS 
fut  nothig  halt. 

3um  Sefptengen  bebient  man  ffch  eines  Wau* 
m*  ober  Sunchet=^infel8;  biefen  taucht  man  in 
bie  Snfuffon,  bie  man  in  einen  kirnet  ober  Sopf 
fchüttet ,  unb  fahrt  bamit  oon  allen  ©eiten  übet 
ben  ©tdngeln  unb  jwifc&en  ben  Sldttern  butch ,  fo 
baß  ffe  inSgefammt  non  allen  ©eiten  naß  werben. 
(Sin  Wann  fann  an  einem  Wotgen,  obet  melmeht 
an  einem  llbenb,  benn  baS  ifl  bie  fchicflid)ffe  Beit 
ju  biefet  Operation ,  oiele  Saume  bcnc&en.  Wan 
fann  bamit  fottfahten  bis  3um  Anfang  beö  ICuguff. 

Sch  halte  biefe  Wethobe  für  bie  beffe,  inbem 
ffe  Saume  not  ben  uetwuftenben  3nfeften  ju  jebec 
SahteSjeit  »erwäget  unb  baS  junge  £olj  im  fc^d* 
um  ©acffSthum  ethdlt. 


©arten  =  SRifceltcn* 


H3 


@artett«3Kifceliett. 


I, 

Samuel  $  a  r  f  e  5, 
über  bie  2(mt>enbung  beS  gemeinen  .Küchen* 
©aljeö  im  ©artenbau  *). 


2flö  SBiffenfchaft  i{t  ber  ©artenban  eigentlich 
erfi  mobernen  UtfprungS.  ©riechenlanb  unb  ba« 
alte  3tom  fannten  il>n  nicht;  benn  in  allen  «Jlach- 
tickten  oon  Sabern,  ©rotten  unb  5ßafferleitungen, 
bie  al$  ©chmucf  ifjrer  @tdbfe  galten  ,  ftnbet  fich, 
meines  SBiffenS,  nichts,  n>as  an  unfere  mobernen 
©arten  irgenbwo  erinnerte.  SSie  bie  «Römer  unb  alten 
Seutfdjen,  bebienten  ftcf>  {War  auch  bie  25rifen  ber 
trauter  unb  gruchte,  aber,  nach  ©trabo,  nur 
felcber,  bie  ohne  tfnbau  wilb  in  Reibern  unb  5Bdl= 
bern  n>ud>fen.  Unb  fo  bat  man  oft  in  grage  gebraut, 
ob  bie  fo  t>ielfacf>  befprodfjenen  «Sabplonifchen  £dn= 
gegdrten  nicht  mehr  auf  eigentümliche  baufunffte* 
tifcbe  2Serfe,  ober  auf  ©chauffellung  ^'etlicher  unb 
foflfpieliget  SSilbwerfe  unb  ungeheuerer  ©olb=  unb 
©ilbergogen,  als  auf  witflichen  fftugen  berechnet 
gtwefen, 

©<lb|l  in  bet  tfuguffifchen  3««*/  af$  bie  3ta» 
lienif^en  «Seine  allgemein  gefragt  würben,  war 

*)  2fuS  bem  fionboner  Quarterly  Journal  of  Science 
and  Arts. 


bod),  toie  ftch  au«  einet  oon  ^liniu«  erzählten 
©efchichte  ergiebt,  wenig  oon  bem  wahren  «EBeinbau 
befannt.  $ liniuS  erzählt  ndmlich  ,  bag  ein  be* 
rühmtet  ©rammatifer  unter  bet  Regierung  beS  Si* 
betiu«  *)  einen  «Jßeinberg  getauft,  bet  oon  ben 
oort'gen  SSejigern  fo  oernachldffigt  worben,  bafj  et 
beinahe  gar  nicht«  getragen;  als  nun  aber  et  ihn 
burch  forgliche  SBartung  unb  pflege  fruchtbar  ge* 
macht,  fo  hatten  feine  Nachbarn,  bie  gar  feinen 
begriff  oon  einet  folgen  Sucht  unb  pflege  gehabt, 
unb  beren  SBeinberge  mithin  immer  weit  weniger 
getragen,  ba«  «Wahrten  oerbreitet,  ba«  gehe  mit 
3auber  unb  ^eperei  ju  —  3>lin.  14,  8.  — 

ebenfo  geht  au«  oielfachen  3eugni|fen  h?roor, 
ba£  ©tauben.-,  £rduter  =  unb  ^fTanjen  =  Sucht  ben 
2flten  ganj  unbefannt  waren.  «BaS  jte  etwa  bec 
2frt  nodh  anbauten,  würbe  blof?  p  fwilfunblichm 
Swetfen  aufbewahrt;  unb,  wiewohl  bie  £eilfünf?* 
ler  Stieb  baju  hatten  ,  war  bocf>  ihre  Äenntnig  bec 
oerfchiebenen  tfrten  fehr  befchrdnft.  Sheophrajl, 

*)  Gin  ober  §wei  Sahthuitberte  fpäfer  mochten  bie  SRbt 
mec  wo ht  mehr  oon  ber  SSehanblung  ber  SBetn&erge 
oerflegen;  benn  um  278  nach  ßhrtflo,  erhielten  bie 
in  SSritanien  «Reuangefiebelten,  als  fte  fanben,  bag 
manche  Äheite  ber  Snfel  fidh  gut  jum  SBein&au  eig; 
neten,  oom  Äaifcr  Erebus  bie  grlaubnif,  SBeiit; 
Poöe  anjupfianjen  unb  Sßetn  ju  feltern. 

«  2 


i4+ 


©  a  1 1  c  n  : 

ein  angefeh«»ttt  <Scf;iift(!etter,  bei  fo rgfatti^  ^)flan» 
Sen,  wie  Mineralien,  fammelte,  unb  ju  gotberuttg 
bet  5ßiffenfdf)aft  felbfl  Sfeifen  nad;  2fcg!?pten,  2Ies 
thiopien  unb  Arabien  unternahm »  brachten  nuc 
600  Wirten  jufammeit.  Siollin  aber  fagt  in  feinet 
©efdjichte  bet  Äünfte  unb  5öiffenfcf>aften  bet  tflfcn, 
Banb  3.,  baß,  al$  in  bet  Mitte  be$  fünfzehnten 
SahthunbettS,  auf  Befehl  «papfl  Slifolau?  be$ 
günften ,  eine  Ueherfc(jung  beö  £heophraßifd)en 
5ßerf$  gebrueft  worben,  bie  tamaligen  tferjte,  viel* 
leicht  bie  einzigen,  »eiche  ftef)  um  ^flanjenorbnuns 
gen  befummelten,  bie  S3efdjianf tfjeit  bet  9>flanjen* 
funbe  fo  ridjtig  cinfahen  ,  baß  bcfdjtoffen  würbe, 
an  ben  £)rt en  felbfl,  weldje  Sh«ophtttff  unb 
anbete  2flte  angegeben,  nähere  Äunbe  einjujiehen. 
25a  wären  benn  Steifen  nach  ben  Snfeln  bc$ 
Tfrdjipelagug ,  nad)  ^5alä(lina,  Arabien  unb  3fes 
gpptm  gemacht  worben  unb  biefe  fo  ergiebig  gewe* 
fen,  baß  im  Anfänge  be$  fedhjehnten  3^hr^un^et^ 
bie  ©eiehrten  mehr  al$  6,000  ^5flanjcit  nad;  Be* 
fchreibungen  unb  Äupfern  fannten. 

Snbcß  fcheint  bie  ^flanjenfunbe  bed;  erfl  im 
Anfänge  be$  notigen  Sahthunöert6  ba$  2fnfehen 
einet  Söiffenfchaft  gewonnen  ju  ha^cn ,  al?  2ub= 
wig  XIV.,  mit  bet  einem  großen  gütjlen  jiemenben 
greigebigfeit,  Sournefott  beauftragte,  eine  bota* 
nifche  Sleife  burd;  mehrere  S5roninjen  non  Elften 
unb  2fmerifa  ju  machen  ,  ^flanjen  ju  fammeln, 
unb  naturgefthichtliche  Beobachtungen  überhaupt 
anjuflellen.  3m  S^h*  1700  erhielt  biefet  gtojje 
Mann  ben  Auftrag,  unb  wiewohl  ih»  bie  gurdjt 
not  bet  *Pefl ,  bie  bamalS  in  2fegppten  wütete, 
fehen  im  Saht  1702  wiebet  jut  Slücfreife  beflimm= 
te,  fo  brachte  et  bod>  fo  viele  neue  ^flanjen  mit, 


- 

SR  i  f  <  eUetf. 

ba^  et  1,356  nerfdjiebene  ©pecie3  auf$äf)len  fonnfe, 
biejenigen,  feie  er  auf  frühem  Steifen  gefammelf, 

ungerechnet. 

2fde  ©uropäifche  ©eiehrte  waten  auf  biefe  Grnt* 
bedung  fiolj,  unb  Sournefott  galt  für  eine  bet 
größten  ßierben  gtanfeeich?.  Sn  (fnglanb  aber 
lebte  ber  treffliche  3 oh»  9tap,  bet  mit*- gleichem 
Siechte  gefragt  unb  bewunbert  würbe,  im  ©runbe 
.auch  Sournefort  norangieng  unb  gleich  eifrig 
bie  spflanjettfunbe  ju  forbern  jlrebfe.  25urch  feine 
Bemühungen  unb  methobifdje  Stbnung  be?  ^>flatt= 
jenreidjS,  fo  wie  burd)  Boethave’?,  Sinne’?, 
v^ubfon’?  unb  2fnberet  fpätete  Arbeiten  nahm 
bie  S5flanjenfunbe  um  bie  Mitte  be6  nötigen  Saht» 
hunbertö  eine  ausgezeichnete  ©teile  unter  ben  2Bif» 
fenfehaften  in  Europa  ein. 

©0  viel  nermog  Betriebfamfeit,  non  ©efd;macf 
unb  Bielfeitigfeit  geleitet!  2Iber  Gntbecfung  unb 
£>rbnung  neuer  fPflanjen  war  nicht  bie  einzige  2fu$; 
beute  be$  ©trebenä  mehrerer  großer  Männer,  bie 
alle  auf  einen  h°hen  3wed  auSgiengen;  benn  mit 
Äenntniß  ber  ^flanjen  wud;$  auch  ba$  Bebürfniß 
non  ©ärten  *),  unb  nlö  biefe  in  Aufnahme  famen, 

*)  34  weiß  wohl,  taß  fdjon  not  ber  Eroberung  ber 
SRormanncn  ©ärten  in  ©roßfcrifannicn  waren,  bie  ben 
SKonchen  gehörten;  aber  allgemein  war  biefet  nü&» 
lidje  CuruS  noch  «ich t.  2fudj  große  Sßeingärfen  gab 
cS  ba  im  i2ten  Sahrhunbert.  aBilßelm  ton 
SttalmeSburp  fagt,  baß  bie  SBeintrauben  im 
Zt>ate  non  ©loucejter  nom  fuße|ten  ©efdjmacf 
waten  unb  bie  trejflichften  Söeine  gaben;  aber  auch 
biefe  waren  ©igenthum  ber  großen  «Barone,  3Jibnch< 
unb  2febte;  bie  SSewohner  im  ©anjen  hatten  baeon 
webet  (St>ve,  noch  ©ewinn. 


*45 


(Satten*  «RttceUen, 


nfttc&e  bte  gup  an  ^>fTrttt5«»tattf<igctt  unb  ©arten* 
bei??  allgemein  in  ganj  Europa. 

Smnit  gewann  ba$  gefellige  unb  bürgerliche 
geben  eine  ganj  anbcre  ©epalt,  unb  ich  jweifle 
gar  nicht,  baß,  wer  jefct  Europa  burchteifen  unb 
bie§  auSfchließlich  ju  einem  ©egenflanbe  feiner  Jot* 
fchungen  machen  wollte ,  bet  würbe  ben  Eharaftet 
jebes  SSolfeS  mefjr  ober  minbet  günpig  ftnben,  je 
nachbem  eS  mehr  ober  weniger  ©efchmacf  für  ©drt* 
ncrei  hatte.  Sollte  ich  bie  Utfachen,  ber  in  ben 
lebten  jwei,  brei  Sahvhunberten  aKmdhfig  gepiege* 
nen  bürgerlichen  S3ilbung  angeben,  fo  wütbe  ich 
ganj  gewiß  bie  Einführung  ber  ©artenfunp  gleich 
neben  bie  Erpnbung  ber  SSuchbrucfetfunf!  feiert. 
Denn  ber  SSefifc  eines  ©artenS  milbert  an  ffch  bie 
wilbefie  ©emüthSart,  binbet  an  bie  £eimath  unb 
verdoppelt  ben  Serth  einer  Sofmung ;  unb  wirb 
feine  pflege  mit  Eifer  betrieben,  fo  gewahrt  ft'e 
nicht  allein  eine  unfchulbige  83efcf)dftigung  in  ben 
3)?ußepunben,  fonbern  lenft  auch  bie  tfufmerffam* 
feit  non  allen  gemeinen  unb  unwürbigen  ©tcebun* 
gen  ab. 

Suffon,  ber  berühmte  granjoftfehe  üiafur* 
forfcher,  liebte  feinen  ©arten  fo  fehr,  baß  er  barin 
ein  SuphauS  anlegte ,  wo  er  gemächlich  pubiten 
fonnte.  Dahin  begab  er  ficf>  früh  um  fünf  Uhr, 
unb  war  bann  un$ugdnglich;  $rin§  Heinrich  non 
Preußen  nannte  biefen  Salbruhplafc  bie  Siege  bet 
9laturgefchichte.  Der  gefeierte  2orb  SSacon  nennt 
bie  ©drfnerei  bie  reinjfe  menfchliche  greube  unb  bie 
größte  Erquicfung  beS  SenfchcngeipeS. 

®et  nerbreitete  ©efchmacf  für  ©drfnerei  ip, 
meines  Sebunfens,  eine  fch«|hare  golge  ge* 


piffeter,  gartenbaulicher  ©efeUfd&aflen ,  unb  ich 
jweipe  nicht,  baß  in  biefer  v^inpeht  bie  ©chottifche 
befonberS  b>6cf?fl  nu^ltcf;  werben  wirb.  Da  ich  ju 
ben  ©liebem  biefeS  achtbaren  Vereines  fpreche,  fo 
werbe  ich  mich  fehr  freuen ,  wenn  bie  folgenben 
öemerfungen  unb  gefammelten  ST^atfachen  über  ei* 
nen  ©egenpanb ,  woran  baS  ^ublifum  je&t  niel 
Tfntbeil  ju  nehmen  ffteint,  einigermaßen  in  2fnbern 
ben  Sunfch  weefen  füllten,  bie  wichtigen  ^weefe  bet 
©efellfchaft  ju  fordern. 

Der  ©egenpanb,  ben  ich  mir  ju  erörtern  unb  ju 
erfotfeben  gewählt  habe,  ip  bie  tfnmenbung  beS  ge* 
meinen  ÄochfaljeS  im  ©arfenbou,  unb  ich  werbe  bie 
verriebenen  Zweige  beweiben  in  folgenber  Drbnung 
betrachten : 

1)  ©emeineS  ©alj,  im  gehdtigem  «Berhdltniß  an* 
gewenbet,  fdrbert  bie  ©efunbheif  unb  ba$ 
SachSthum  bet  ^panjen. 

2)  ES  macht  grudjtbdume  unb  eßbare  ^panjen 
untauglich  ju  guttec  ober  Sohnung  für  Sur. 
met  unb  gnfeften. 

3)  Es  ip  eines  ber  witffampen  SJettiigungSntittel 
für  Sucmet  unb^nfeften,  unb 

4)  es  fann  ebenfalls  mit  Wefcnflichem  9?u^en  j« 
Tilgung  beS  UnfrautS  unb  anberer  fchablicheti 
^PPanjen  gebraucht  werben. 

3ur  erpen  tfbtheilung  unfereS  ©egenpanbeS  ip 
ju  bemerfen,  baß  ber  berühmte  Dr.  Darwin, 
wenn  er  vom  gemeinen  ©alje,  als  Dünger  für  ©e» 
Idnbe,  fpricht,  behauptet,  eS  fep  ein  9?eij,  welcher 
bie  pPan$lichen  ©auggefdße  ju  mehr  als  gewöhn* 


X46  ©arten* 

liefet  S^atis?eit  auffovbe«  unb  in  beehdltmfmd§iger 
Stenge  ih««  SBuch«  befdrbere,  inbem  et  fte  fähig 
mach*,  irt  einer  gegebenen  Seit  mehr  9^at>rurtg  aufs 
junehmen,  mithin  ih«n  Umlauf  unb  ih«  Sfbfonbe* 
tung  mit  größerer  Kraft  ju  betreiben.  <3ir  4>um* 
pfjrtj  £)aot>  fdjeint  nach  bem,  wa«  er  in  feiner 
gelbbauchemie  fagt,  auch  für  wabrfdjeinlid)  ju  f)aU 
ten,  „ba&  gemeine«  ©alj  «15  junger  wirf«,  weil 
bamit  etwa«  in  bie  «Pflanzen  fomme,  wie  ©pp«/ 
pl)o«pf)orfaurer  Kalf,  unb  Kaltm. 

©iefe  Steuerungen  wirb  man  wobt  9««  gels 
ten  laffen;  ba  jebod)  berhdltni$mdfig  nur  SBenige 
fie  mit  eigener  Erfahrung  mochten  belegen  fonnen, 
weil  bi«b>er  bet  ©ebrauch  be«  ©alje«  beim  ©attens 
bau  ju  wenig  berucfpdjtiget  würbe,  fo  burfte  uiel* 
leid)t  biefer  ©egenftanb  am  nufclichfien  behanbelt 
werben;  wenn  ber  ©efelffdjaft  juforberft  bie  ans 
fd;aulid)e  Ueberjeugung  jener  erfahrenen  SJldnner 
toorgelegt  würbe,  welche  bereit«  bie  ©rgebniffe  ihrer 
SSerfudje  mitgetheilt  haben,  h»««u8  aber  bann  Sol« 
gerungen  gejogen  wfirben,  wie  ih«  SKittheilungen 
fie  rechtfertigen  fonnen. 

Dr.  33ro wnrigg,  ber  im  Sah«  1748  ein 
fchdfcbare«  SBerf  über  bie  Kunf*,  gemeine«  ©alj  ju 
fertigen,  hetau«gab,  behauptet  golgenbe«. 

„©alj/'  fagt  er,  „trdgt  fef)r  ju  95efrud>tung 
ber  ©tbe  bei  unb,  wenn  e«  gehörig  al«  junger  ges 
braucht  wirb,  giebt  e«  bem  Korn  unb  anbern  fPflans 
jen  hinlängliche  Nahrung,  unb  macht  Königreiche, 
wo  e«  jufaUig  in  SDSenge  im  SSebm  ootf)anben  ijl, 
reich  unb  fruchtbar. "  ©.  158. 

#olling«heab,  ein  beträchtlich  reicher  #err, 
ber  fid>  bei  dhotle?  in  gancafhi«  aufhielt  unb 


3Ki  f  c  eil  e  ». 

mehrere  S«h«  23ctfud)e  mit  gemeinem  ©alj,  al« 
Junger,  machte,  aud)  oiel  that,  um  ben5Biberruf 
ber  ©aljgefe^e  ju  bewirfen,  gab  einige  Sah«  t»ot 
feinem  Sobe  eine  f*hc  anjiehenbt  glugfchrift  übet 
biefen  ©egenfianb  herau«.  Sn  biefem  SBerfe,  wel* 
djem  id)  viel  ^Belehrung  oerbanfe,  erjahlt  er,  bafj 
,,al«  ben  2anbwirthen  fd)led)te«  ©alj  jollfrei  gelaffen 
warb,  Semanb  bei  dibble  Wich  in  ßhefhi«  im 
#erbft  feinen  ©arten  umgrub  unb  eine  Quantität 
flechten  ©alje«  mit  bem  ©rbreid)  mifchte.  Sm 
folgenben  grühling  warb  er,  wie  gewöhnlich,  aufges 
graben  unb  mit  Kartoffeln  bepflanjt.  £>ie  Gerate 
f, bettraf  bie  tebhafeeften  ©ewartungen.  ©«  waren 
jwanjig  Kartoffeln  barunter,  bie  fechjig  *Pfunb 
wogen." 

@«  fonnten  nod)  mehr  Belege  für  bie  fegen«* 
reichen  SOBirf ungen  be«  gemeinen  ©alje«  bei’m  Kar* 
toffelbau  gegeben  werben;  feiner  aber  ifi  fo  ent* 
fdjeibenb,  al«  ber  »on  Dr.  ©artw right  im  vier* 
ten  35anbe  ber  Sftittheilungen  an  ba«  Sfcferbauamt. 

SSadjbem  ein  ©tue?  ßanbe«  worlauftg  ju  ben 
SSerfuchen  uorbereitet  war,  warb  am  14,  Sfpril  1804 
ein  Sheil  in  S3eete,  eine  $arb  breit,  unb  vierjig 
S)atb«  lang,  abgetheilt,  wooon  oier  unb  jwanjig 
tjerfd)ieben  gebungt  würben;  eine«  hatte  feinen 
£> anger,  funfjehn  S3eete  befamen  ©alj,  im  SSer-- 
halfnijj  einer  ffiiertelmehe  auf  ba«  S3eet.  SC»  benu 
felben  Sage  würben  alle  mit  Kartoffeln  bepflanjt, 
auf  jebem  ©ine  SHeihe;  unb  um  ben  SSerfuch  mög¬ 
liche  genau  «njujlellen,  würben  in  jebe«  S5eet  bie* 
felben  ©dringe  gelegt.  Sfm  21.  ©eptember  würben 
bie  Kartoffeln  gefammelt  unb  bet  ©rtrag  jeber  Sfeifje 
genau  au«gemittelt ;  worau«  fich  benn  ergab,  baf 


in  jebem,  wo  ©alj  gebraucht  Worben  war,  ein  ein* 
gigcS  ausgenommen,  bic  2(ernte  ergiebiger  war;  fo 
baß  unter  jef>n  »crfchiebenen  ©ungern,  beren  bie 
meijien  «on  anerfannfer  5Sitfung  ftnb,  ©alj  alle 
überfraf ,  einen  einigen  ausgenommen;  unb  baS 
33eet,  wo  ©alj  unb  9?uß  »erbunben  worben  waren, 
trat  baS  ergiebigfte.  2fber  ber  feltfamfie  UmfTanb» 
ber  mich  auch  beftimmt  bat,  biefen  S3etfuch  bet  ©e= 
feüfcbaft  »orjutegen,  iff,  baß,  wo  ©alj  allein  ober 
«erbunben  gebraucht  worben  war,  audL  bie  2Burjeln 
gar  nicht  baS  9?dubige  hatten ,  baS  bie  Kartoffeln 
oft  ba&fn  unb  alle  übrige  SSeete  hatten  ,  obgleich 
auf  bemfelben  gelbe  beinahe  »ierjig  außer  benen 
waren,  womit  bie  Sßerfuche  angejtellt  würben. 

2lud)  bei’m  Rübenbau  ifl  ©alj  feijr  wirf« 
fam,  3m  27.  SSanbe  bet  3abrbüchec  bcS  2fcferbaueS 
befinbet  ftd)  »on  ©aoieS  ©ibbt)/  6fq.,  ein 
95ericht  über  einige  fel)t  wichtige  SSerfuche  biefec  2frt. 
3u  Sftidjaelis  1790  trat  $err  ©icfler,  ein  €0?if= 
glieb  ber  ©efellfchaft,  ein  ©ut  an,  baS  burch  ben 
«origen  pachtet  fo  auSgefogcn  war,  baß  es  faum 
ben  SSerth  ber  ©aat  trug.  3m  grühling  1791  be* 
arbeitete  ©icfler  jwei  borgen  ju  3?üben,  welche 
fieben  ^aferarnten  nach  einanber  gegeben  hatten,  ©ie 
leiste  lernte  trug  nicht  neun  ©cheffei  auf  ben  SWor* 
gen.  3n  ber  erflen  2fptilwoche  warb  bie  ©tbe  aus 
ben  ©tdben  auf  baS  gelb  gefchafft  unb  in  riet  $au* 
fen  gefegt;  jeber  befam  brei  SBagen  ©eemufchel* 
fanb  unb  fünf  ©cheffei  ©alj.  ©ie  ©tbe  aus  einem 
anbern  ©raben ,  welche  hauptfdchlich  auS  bem  crflor= 
benen  SSoben  genommen  war,  wutbe  auch  in  brei 
Raufen  gefefet,  unb  jeber  befam  ebenfalls  3  Sßagen 
©anb,  aber  fein  ©alj,  weil  baS  ©rbreich  fruchtbar 
genug  fch«n.  ben  »ier  erjien  Raufen  würbe 


SftifceUen.  1^.7 

bie  eine  Raffte  gebüngt;  ba  aber  bie  brei  lebten 
für  bie  anbere  $dlfte  nicht  jureichfen,  fo  würbe,  wa$ 
ohne  ©ünger  blieb,  mit  ©alj  befdet,  auf  ben  2ttor* 
gen  jehn  ©cheffd. 

©er  Sljeil  beS  gelbeS,  wo  ©alj  gebraucht  Wor* 
ben  war,  fewohl  mit  als  ohne  ©rbe,  trug  etwa  bie 
^alfte  0iüben,  wo  aber  fein  ©alj  war,  ganj  unb 
gar  nichts. 

3m  3ahre  1792  würben  brei  borgen,  bie  1791 
SBaigen,  nicht  über  jwolf  ©cheffei  auf  ben  borgen, 
getragen  hatten  ,  »or  Sßeihnadfjten  gepflügt  ,  unb 
SohanniS  barauf  urbar  gemalt.  2fuf  jeben  borgen 
würben  jwanjig  ©cheffei  ©alj  gefdet,  nur  §wei  gur- 
ch«n,  gegen  bie  SJIitte  beS  gelbes  h<m  würben  abft'cht* 
lieh  flanj  ohne  ©alj  gelaffen;  in  biefen  jwei  gurchen 
fehlten  bie  Slüben  ganj,  bie  übrigen  gaben  einereich* 
li<he  2fernte. 

3m  3afwe  1793  würben  »ier  burch  forfgefe^ 
ten  3fnbau  «eilig  auSgefcgene  borgen  SanbeS  »ot 
5ßeihnachten  gepflügt;  brei  würben  mit  ©alj  befdet, 
jeber  mit  25  ©cheffei,  ber  »fette  mit  18  ©cheffei, 
ohne  allen  weitern  ©ünger.  ©ie  lernte  war  burch* 
gängig  gut;  hoch  ben  augenfcfjeinlidf>  befien  ©rtrag 
gaben  bie ,  wo  mehr  ©alj  angewenbet  worben  war. 
©eitbem  ftnb  mit  ©alj  gleich  gtücfliche  fRübcndrn* 
ten  erjielt  worben;  unb  im  Sßinter  1794. — 1795 
bemerfte  man  fogar,  baß  biefe  Sfüben  weit  weniger, 
als  anbere,  ganj  gleich  >  nur  auf  bie  gewöhnliche 7(tt 
befjanbelfe,  vorn  grofie  gelitten.  ©er  23etf.  biefet 
Nachricht  bemerft  babei,  baß,  wenn  mit  ©alj  ge* 
büngte  SKüben  weniger  »on  größt  leiben,  als  anbere 
auf  gewöhnliche  3frt  behanbelte,  fo  beweife  bieß  ei* 


©arte«:  SR  ifcellen. 


148 

nen  aufierorbentlichen  ©rab  uon  ©cfunbfjcit  unb  Äraft 
ber  «Pflanjes  inbefi  genügt  ßüie  23eobnchtung  tx>oljt 
nicht,  bief  als  Stjatfac^e  fefouflellen. 

3fucf>  bei’m  9J? oljtenbau  hat  fid)  baS  ©al$ 
Jjochfl  wirffam  etwiefen.  £)afj  «$  ben  2Buch$  aller 
efjbaren  «Pflanjen  forbere,  mithin  auch  re idjlidjcrc 
lernten  gebe,  wujjten  langfl  alle  ©dritter  in  2fme= 
tifa.  3ohn  Sinclair  berichtet  ebenfalls,  baf 
gefieefte  Üttohren  in  einem  gefaljenen  23eete  rccljl 
fortfommen,  wenn  baS  ©als  unter  bie  Dberfldcfe 
in  ben  CD^ittelpunf t  bet  Brctfchentdume  jroifdjen  ben 
JKei£>en  unb  in  einiget  ©ntfeenung  oon  ben  SBurjeln 
bergeftalt  gefdet  wirb,  bajj  eS  ftd>  auflofen  fann, 
ehe  bie  SBurjelfafern  eS  treffen,  ©ielje  beffen  ©chot» 
tifche  ganbwitthfehaft,  II.  182.  2.  tfufl. 

SSor  einigen  fahren  entbeefte  v&umbolbt, 
baj?  eine  fcf)macf)e  tfuflofung  jebeS  cjrpbirtfaljfauetn 
©aljeS  bie  (Jigenfchaft  hat,  ben  ^jTanjenwuchS  ju 
t>efd)leunigert  unb  ju  erbeben.  Diefi  beruht  «er* 
mutblich  barauf,  bafj  bie  ojrpbirt  faljfauren  ©alje, 
ber  2uft  auSgefefct,  ju  gemeinen  faljfauern  ©aljen 
werben.  Snbefj  mochte  ei  wobl  mit  ben  3wecfen 
Sh)tec  ©efelTfdjaft  vereinbar  fepn,  ©drtnern  «Prdntien 
cuSjufehen,  welche  »ielleicht  weitere  23erfuche  mit 
ben  Ueberbleibfeln  eon  Bleichern  anfiellen  mdchten, 
einem  Slctifel,  ber  für  wenig,  ober  nichts  ju  haben 
ifl ,  unb  von  bem  fchwefel*  unb  faljfauern  2ßab  ober 
S5raunflein,  baS  et  immer  enthalt,  befreit,  unfhei» 
tig  einen  fofilichett  unb  böchfi  wirffamen  Jünger 
geben  würbe. 

€in  feht  berühmter  ©drtner  ju  ^  b)  0  r  I  e  9  in 
Santafhire,  Samens  23  e  cf ,  brauchte  ©alj  in 


feinen  grofjen  ©artenfireefen  beinah«  treifjig  3abre, 
befonberS  bei  3 wiebeln,  unb  fonb,  bafj  e«  jebem 
anbern  Jünger  weit  »orjujieben  fey.  «Bie  oiei  tt 
©alj  brauchte,  fümmerte  er  fich  nie  auSjumitteln 5 
warb  et  aber  barübet  befragt,  fo  antwortete  er,  et 
benfe  ungefähr  16  ©cheffei  auf  ben  borgen  ge» 
braucht  ju  haben.  ©r  pflegte  ©alj  unmittelbar, 
nadjbem  er  ben  ©aarnen  bebeift,  ju  fden  ;  ein 
fPunft,  ben  man  immer  abwarten  follte,  weil  fich 
gejeigt  hat,  £afi,  wenn  baS  ©alj  gefdet  wirb,  nach* 
bem  bie  ^flanjtn  über  ben  ©runb  herausfommeit, 
bie  ganje  lernte  oerloren  geht.  Sößitb  bagegen  eine 
madige  '.Wenge  ©aljeS  gefdet,  fobalb  ber  Bwiebel* 
fame  in  ben  23oben  gelegt  ift,  etwa  6  «Pfunb  auf 
eine  ©eviertrutbe  SanbeS,  ober  »ier  Unjen  auf  eine 
©eniertparb,  fo  wirb  ber  ©rfolg  jeberjeit  auffallenb 
unb  ergiebig  fepn. 

Das  SWiSrathen  ber  3wiebeln,  im  »origen  Sabre, 
ift  »iel  befprochen  worben;  boch  habe  ich  nicht  ge» 
hSrt,  bafj  ein  ©drtner,  bet  ©alj  gebraucht,  nicht 
eine  ^oebft  reifliche  lernte  gehabt  hatte.  3um  be* 
fidtigenben  25eleg  begehe  ich  mich  auf  ^)rn.  SCBill. 
CWorton’S  in  SSicl  25rief,  welcher  am  »ergange» 
nen  8t«n  ©eptember  unferer  ©efellfchaft  »orgelefen 
warb  unb  bie  »on  gemeinem,  in  SBaffer  aufgeldf’tem 
©atj  gewonnene  Sauge,  bie  ec  bei  feinen  3wiebel=, 
Schalotten  *  unb  anbern  SSeeten  gebraucht,  »orjüg* 
lieh  rühmt.  Sch  werbe  noch  einmal  auf  biefen  25cief 
jurüeffommen. 

Da  nun  baS  ©alj  im  Äartoffet*;  JRüben», 
5D?ohren--,  3wiebel»,  ©cholottenbau  u.  f.  w.  fo  hodjfi 
erfptieflich  ift,  fo  mu|j  ich  mich  allerbingS  wun» 
bem,  bafj  eS  nicht  fchon  langfl  allgemein  angewen» 


©  artcns  9H  f  c  e  lt  e  iu 


149 


8et  wcrbm,  $umal  ba  bereit«  »or  mehr  af«  200 
Sabren  SSacon,  auf  bi*  unjweibeutigfie  2Beife,  e« 
let’rn  ©artmbaw  empfahl,  befonber«  bei  fdjatfen 
.Staufern,  wie  Kcttig,  SRangolt,  Kaute,  globfraut, 
Senf,  Kanfeu.  f.  w,  Socb  nun  »on  bet  Sßirfung 
be«  ©al$e«  in  ber  Sbfijucbt! 

3Tudj  hier  Wirft  e«,  »etftdnbig  angewenbet,  fefyr 
wohltätig,  Sn  ©eqenben,  wo  man  Sbff*,  na* 
raentlid)  Xpfelwein  macht,  pflegte  man  auf  manchen 
©utern,  wo  bie  SSeftgcr  ftä)  auf  fd)one  Stucbtgar* 
ten  etwa«  ju  ©ute  tbaten,  einige  $arb«  »on  jebem 
2fofelbaume  einen  fleinetr  ©raben  51t  heben,  unb 
etwa«  wenige«  ©alj  bjin^tn^utfjun ,  ba«  oom  Kegen 
flufqelof’t  unb  alltudlig  ben  3Bur$eln  j4igefu-f>rt  warb, 
S)ie«  feit  mehr  Ertrag  bewirbt  unb  bie  Saume 
«ujjerorb  entlieh  gefunb  unb  frdftig  erhalten  haben, 

Ser  obenerwähnte  $  o  lli  ng«  b  *  ab,  ber  hier* 
über  mehrere  Sabre  naebforfebte ,  bemerft,  üanbwit* 
th«  an  ber  ©eefüfie  fonmen  beträchtlichen  SSortheil 
haben,  wenn  fte  ihr  Selb  im  gruhling  unb  #erbji 
mit  ©etwaffer  trdnftcn,  ober  mit  unter  5Q3crfferf?of)e 
gefammeltem  Uferfanb  betreuten,  intern  bie  barin 
enthaltenen  @aljiheilchen  gar  erfpriefüch  frpn  miifs 
ten.  Srud)tbäume, "  fagt  er,  „unb  bie  ^opfern 
pflanjen  fo  Ilten  eben  fall«  mit  ©e-ewaffer  befpeengt, 
ober  mit  @al$,  ober  ?J?ecrfanb  in  einiger  Entfernung 
umlegt  werben.  2fud)  bie  Saumwolle  unb  ba«3ucfer* 
rohr  in  Söeftinbien  müßten,  fo  behanbelt,  beffer  ge* 
leihen,"'  ©,  U, 

Einen  «mfwurbigen  Setfuch  mit  ©anb  machte 
8er  »etjhwbene  Secwalter  be«  hocf^feCigen  ^erjog« 
uew  Sribge water,  ©ilbert,  an  3fpfelbdumen.j 
Sortf.  b,  X.  S,  ©art,  SBagaj,  V.  S3b.  4.  6,  1821, 


unb  ba  ich  liefen  SKatw  petfonlrcb  gebannt  f>ate, 
fo  barf  ich  auf  feine  Angabe  ftebet  bauen.  Ec  war 
nämlich  auch  jugteicb  ein  großer  ©atjbereiter,  imb 
hatte  ein  ©ut  in  bet  Kd-be  feiner  ©aljgtuben  §u 
SBintham  in  Ehefhire,  wo  auch  «in  ©arten  non 
tfepfelbdumm  war,  bie,  alt  geworben,  im  Stubling 
immer  eine  SRenge  Slülben  trugen,  nie  aber  eine 
«Jtucht  jur  Keife  brachten.  Siefeni  nun  a&jubelfen, 
jireute  er,  in  einiger  Entfernung  »on  ben  Stammen, 
um  jebenSaum  fleingefiofjene«  ©teinfalj,  unb  feit* 
bem  haben  bie  Saume  ff  et«  oiele,  fchone,  gtojje  uni 
fehmaefhafte  2fepfel  getragen. 

Ein  Kaufmann  in  ßioerpoof,  ben  ich  fe^r 
gut  fenne,  hat  mir  einen  2fu«$ug  au«  einem  Briefe 
eine«  achtbaren  Eocrefponbenten  über  bie  ©arten* 
fruchte  in  Sroitwid?,  einer  ©fabt  in  Sotteffer* 
fhire,  mitgetheift,  welche«  einer  ber  bebeutenbfiea 
©nglcmb«  iff,  wo  gemeine«  Äudjenfal^  gefertigt 
wirb,  Sarin  he*ft  e«  - 

,,Ein  merfwutbiger  Umjranb  iff,  baf  um  ben 
15-  Sultu«,  wo  bie  fleinen  Studie  auggef)Cn  un^ 
feltener  auf  ben  SRdrften  werben,  bie  Sroitwichec 
©artenfruchte  nicht  im  minbefien  nach  Mangel  an 
Siegen,  fonbern  hoc hl*  öppig  au«fahen;  unb  ich 
fage  gewi&  nicht  $u  »iel,  wenn  id)  behaupte,  ich 
hatte  #u-nbette  »orr  Sohanniöbeertcauben  abnebnwtt 
wollen,  wooon  jebe  ein  halbe«  $funb  wog.  Sie 
©tdngel  unb  Sufcbel  waren  fo  gtofj  unb  jahfreich 
unb  bie  Seeren  fo  gtofj,  baft  ich  }u  meinen  Sin* 
bem,  bie  bei-  mir  waren,  fagfe,  liefet  auffallenbe 
tfbffidh  twn  allen  anbem  ^Idgen  um  biefe  gtit, 
röhre  »on  bem  ©alj  in  ber  2ftmofpbdre  h er,  wel* 
the«  butch  ba«  ©ieben  fo  uieler  Pfannen  in  bea 
©aljwerfen  entfichen  möge; 

£ 


15° 


arten  =  5)1  ifcclXcn. 


3u  biefen  »fefltf«*»n  muß  i<f>  Werten, 

taf  6t.  btä  grauinen  ®«U*‘  "n  S,l6‘ 

u„6  eactmba»  «•»«<«  *■>*  W»*»"' 

i(l;  6.„„  id,  6«.f  n«&  unb.ft.eitbar<n5<»9«6™  *<• 
fjaupt.n,  tof  in  6t.  9Wt*  6t.  SKf)on.  ©all  Um 
5B,i„  ,  imb  anbttn  Sb(lb..u  mit  »Ultra 
gebraust  wirb. 

Tjie  ^Weiften,  welche  ba«  ©alj  im  ©artenbau 
empfohlen,  feaben  bemerft,  baß  e«  bie  ®igenf<feaft 
bat,  geudjtigfext  au«  bet  2ftmofpb<$te  anaujteben, 
unb  barauf  mag  trot)t  »Ute«  von  ben  «fprießlüfem 
SBitfungen  beruhen.  Darum  vermutlich  pfr9< 
man  ©d)nittlinge  feiten«  au«wartiget  ©Seinflocfat* 
ten  in  ©alswaffer  ju  tauchen,  ehe  man  fie  auf  ba« 
©cbiff  bringt.  «Wan  bat  mid)  tjcrftdjett ,  baß  @e&’ 
linge  von  Sorten  unb  anbetn  ©efrducfeen  viel  P«fee* 
vet  »eit  ju  verführen  pnb,  «enn  man  fie  juvor 
tn  eine  tfuflöfung  von  gemeinem  ©alj«  getaudjt. 
©d^Unge  von  ber^beänenweibe  (salix  Babylomca), 
bie  im  ©iorgentanbe  ju  £aufe  ifl,  fonnten  nie  frifd) 
feiefeergebtfldjt  »erben,  bi«  man  fie  enblid)  in  ©alj» 
«affet  taudjte. 


Unb  nun  jum  ©d)l uß  biefe«  7fbfd>mtt«  nod) 
bie  5Borte  oltinfl«t)  eab«,  eine«  '»Wanne«,  bet 
unftreitig  hierüber  bie  meiften  ®««fwfe«  in  ©nglanb 
angefrttt  bat.  ,,2tüe«,  »a«  in  einem  ©arten  ober 
Steibfeaufe  gefdet,  ober  gepflanst  wirb,  foüte  auf 
bet  £)berfldd)e  be«  ©oben«  ting«um  mit  ©alj  be* 
freut  »erben.  £abut <ft  »ütbcn  aUe  Selb*  unb 
©artenerjeugniffe  btci  bi«  viet  ®od?en  früher,  fl» 
jebt,  jut  Weife  gebracht,  bie  verriebenen  ©ettaibe» 
fdtnet  fd)»erer  unb  gebiegener,  bie  Stüchte  teufe» 
lidjet  unb  fcfemacffeafter  »erben?  3«  biefec  ©teile 


bemerft  S ofen  ©inclaif,  baß  bet  ©ebraucfe  bet 
ülfcfee  in  Wiebetldnbifdjen  ©arten  bieß  vollfommen 
befidtigt;  benn  aucfe  fie  ijt  fefet  faljhaltvg." 

£>ie  j  weite  ©igenfdjaft,  bie  icfe  bem  gemei* 
nen  ©alje  im  ©attenbau  jufchrieb,  »ar,  baß  ba* 
butd)  ©emufe  unb  gtucfetbdume  füt  5Bürmet 
unb  Sn  feiten  ungenießbar  unb  unwofenlid)  wür* 
ben.  hiervon,  »ie  von  ben  übrigen  ©eiten  biefe« 
©egenftanbe«,  nur  etwa«. 

Sanbwirtf)«  in  ben  ©raffcfeaften  um  bie  -£aupl* 
flabt  unb  in  mehreren  ©ereicfeeit  ©nglanb«,  legen 
iferen  ©aamenwaijen  nie  eher  in  bie  Stbe,  at«  bi« 
fte  ihn  in  eine  f!arfe  ©aljaufldfung  getaucfet,  »eil 
fie  bicß  für  ein  ©pecificum  gegen  ben  ©ranb  unb 
ba«  Tlnfceffen  be«  ©aamen«  butd)  Snfeften  ^alten* 
25a  bieß  nun  ba«  ©aatfovn  fo  gut  fidjert,  warum 
feilte  man  e«  nie fet  aud)  bei  ©artenfdmeceien,  «ie 
Zwiebeln ,  «Wüfeven,  Wüben,  Wenigen,  ©eüerie, 
g5eterfüit  unb  bergleiefeen  anwenben  fonnen? 

25er  ^onigtfeau,  bet  alljabtlid)  vi. Ie  ©er* 
ȟfiung  unter  ben  Dbfrdumen  anridjtet,  entfielt, 
glaub  id),  burd)  f leine  Snfeiten,  unb  biefen  fann 
man  fieuetn,  wenn  man  bie  um  ben  ©aum  herum 
aufgeloeferte  ©rbe  mit  gemeinem  ©atje  befireut. 
2fmeifen  fommen  nie  jum  ©orfefecin,  wo  ©alj  in 
ben  ©arten  .gefreut  wirb;  unb  wie  vetberbüd)  biefe 
f leinen  2l)iere  für  ©dume  unb  gruefet  pnb,  ifi  wobt 
befannt.  Sd)  }»eifr  nitfet,  baß  aud)  vom  £cpfen 
bie  gliegen  burcfe  ©alj  abgewefert  werben  fonnten. 


Sm  vorigen  Safee  befuefete  mid)  ein  «Wann  vom 
©orgebirge  ber  guten  Hoffnung  unb  fragte  mid)  tmi 


©arten  ;  $Z  i  f  c  e  1 1  t  n. 


ein  Mittel  gegen  ein  Sifeft,  Weldas  ben  bottigen 
SBeinftdcfen  unberechenbaren  Schaben  thdte.  ©S  fep 
tief  ein  gan$  befonbereS  ^snfeft ,  »on  bet  ©tofie  beS 
.SelirrrourmS ,  oberber  gemeinen  SSaumlauS,  welches 
an  ben  SSeinflocfen  hinauffrieebe  unb  manche  »Pjkn; 
jungen  fo  »erberbe,  bafj  ft e  ganj  unb  gar  nid)t 
tragen;  ja  fie  würben  alle  2l'ernteit  uernichten,  wenn 
nicht  viele  COBeiber  unb  jUnber  gehalten  würben, 
welche  fte  ablafen.  Siefe  SnfeEten  gruben  ftd?  ben 
Sag  übet  ganj  flach,  etwa  einen  falben  Soll  tief 
in  ben  Soben,  2lbenb$  aber  ftochen  fte  auf  bte 
Saume.  Sa  giengen  benn  bie  Äinber  unb  baS 
weibliche  ©eftnbe  alle  Utbenbe  ju  bem  ©igenthümer 
unb  brachten  bie  fleifjig  abgelefenen  Snfeften  in  ih* 
ten  $üten;  er  befdhe  fte  unb  fchüftete  fie  in  einen 
baju  htngefiellten  SBafierjuber.  Sann  würben  itins 
bet  unb  ©eftnbe  nach  Setbienfi  belohnt;  wenn  fie 
nachldiftg  gewefen ,  auch  »erbdltnifmdfjig  beftraft. 
Stefe  Sufeftenoerroüfhtngen,  bie  9J?enge  $dnbe,  bie 
ju  2lu$rottung  ber  Sfriere  notbig,  ber  hof>e  2ftbeit^= 
lohn  auf  bem  Sßorgebirge,  ba6en,  wie  mein  Sericbt* 
gebet  behauptet,  mehr  als  alles  2(nbere,  bem  SCBein* 
bau  unb  mithin  bem  SBchlfianb  ber  Kolonie  ©intrag 
gethan.  3<b  rieth,  Snlj  auf  ben  Soben  um  bie 
SBeinflocfe  her  ju  flreuen,  unb  werbe  ben  ©rfolg  bie* 
feS  SerfudjS  etfahren  unb  mittheilen. 

UebrigenS  haben  fchon  ©drfner  b'efen  SSetfuch  fo 
hduftg  mit  ©lütf  gemacht,  bafj  man  faum  baran  jweu 
fein  fann.  SSor  mehr  als  50  Salden  gab  Sbom 
£  i  t  t,  ©drfner  bei  Sorb  Di  o  b.  1  a  tt  n  e  t  «  ju 
S5lorholnte  in  ©biSleburfi  in  Äent,  ein  intereffan; 
teö  SSerf  über  bie  Sebanbtung  ber  Sbfibdume  her* 
aus,  worin  viele  2fnweifungcn  über  ben  ©ebrauch 
beS  ©al$e$,  nach  »ieljdbrigec  ©rfaljrung  ,  gegeben 


ftnb.  Sa$  SSerf  ifl  fo  ganj  anfpruch'oS  unb  be* 
fcheiben,  bafj  man  ihm  unbebingt  glauben  fann, 
golgenbe  furje  ttuejüge  büiften  millfrcmmcn  fepn. 

„3<&  habe  jwei  tfrten  von  Staupen  an  Sfr  fl; 
bäumen  beobachtet,  fchwarje  unb  grüne.  Sie  febwass 
jen  frommen  gewöhnlich  im  SfWdrj  jum  Sorfcbfin, 
wenn  es  troefen  ift,  unb  jrnar  an  Sirn*,  2fepfel« 
unb  einigen  anbern  Säumen.  Sie  grünen,  foviel 
ich  weif,  biefelbett,  wie  bie  fcbwar$en,  nur  burch 
bie  Nahrung  anbetS  gefärbt,  ftnb  ben  jungen  3wei= 
gen  unb  grüßten  ber  2fprifofen,  Äirfchen,  «Pflau* 
men,  2fepfe(,  Simen,  SobanniS;  unb  Stacbelbee* 
ren  u.  f.  w.  fef>r  nachteilig.  Sßenn  bie  Staupen 
juerfi  an  dauern,  ober  auf  Swergbdumen  bemerft 
Werben,  fo  habe  ich  eine  £auge  in  Sereitfchaft,  wie 
man  fte  um  bie  Seit  beS  ScbneibelttS  jum  SQSafchett 
bet  dauern  braucht;  barein  tauche  ich  eine  Surfte, 
ober  einen  Sefen  unb  fege  bie  Saume  über  unb 
über,  woburch  ich  »iele  biefer  Sbiere  berunterfcblage 
unb  tobte.  Sflan  follte  hieß  in  troefnen  fahren 
öfter  thun. " 

greiffehenbe  «Stamme  vor  Staupen  ju  fchüfen, 
bemerft  et:  „Sa  mehrere  ©utsbeftfcer  geuerfpri^en 
hatten,  womit  man  Sbftgdrten,  ober  auch  Sdume, 
bte  man  nicht  mit  einer  Surfte  erreichen  fann ,  recht 
gut  bewdfTetn  fonnte,  fo  follte  man  biefj  wöchenf* 
lieh  stwei  bis  breimal,  jumal  itt  ber  ^i§e  bes  Sei; 
geS  thun,  wo  bie  9?aupen  am  lofefien  auf  ben 
Säumen  hangen;  baS  ©affer  follte  man  aber  faljen, 
9?öthtg  wdr  es  in,  »er  unb  nach  bet  Slüthe." 

„Sec  ^onigfhau  ifb  eine  fiebrige,  »iefeit 
Sbflbdumen  fehr  nachtheilige  «Subffanj;  benn  fi{ 
jieht  bie  f leinen  ©efdße  ber  jarteffen  Sheile  jufanu 
3£  2 


Warfen  s  Sttifcellen. 


l5% 

mm,  bafj  fte  bie  bem  ^flatt$mTfbm  notfjige  geulte 
nicht  etnfaugen  unb  au«fchwi|en  fonnrn.  einige 
Sage,  nachbem  bet  £oni3tf)«u  2Jotfcbein  ge* 
fo.mmen,  fiefjt  man  an  bet  unfern  ©eite  ber  tunj-- 
n3en  Stattet  fap  bewegungStofe  Sn  feiten ;  aber  in 
Einern  fronen  Reifen  Sage  werben  ffe  großer,  flat* 
fer  unb  lefflmfrt.  ©er  £onigtt)au  hrnimt  ben 
©aftumtauf  an  ben  Guben  ber  3nm3e,  Jäjt  bie 
gcud)t  md)t  jut  gehörigen  Sotlcnbung  fommen  uub 


gaui  ein,  wenn  man  nicht  eigene  Mittel  braucht. 
5JIan  fmbet  jwat  auf  mehreren  Säumen  mehrere 
2trten  non  ©chawifen  ober  bunten  gtiegen;  ba  fte 
aber  alle  com  £onigthau  auSgebrütet  werben,  ober 
fich  nahten,  fo  muffen  alle  Säume  gleich  gepflegt 
unb  beforgt  werben.  Sft  nun  bie  Witterung  feucht, 
fo  beftreue  man  bie  aufgetoeferte  Gtbe  um  ben  Saum 
her  ganj  mit  ©als,  etwa  acht  Unsen  auf  jebetj 
sgaum  5  benn  je  mehr  ©als  ber  ©aft  in  ben  jungen 
Swetgen  enthält,  befto  bidjter  unb  glatter  finb  bie 
SSlättcr,  fo  bafi  ber  «£onigtl)au  weniger  erbringen 
fnnn.  £.i«S  gilt  *mn  befenber«  4>on  Säumen,  wo 
bie  Gtbaufloderung  noch  ftifd)  ifh  Sft  biefe  abej: 
alt,  unb  uerlummert  burch  Slumen,  bie  barauf 
wachfen,  fo  werben  bie  Saume  su  febwad),  unb 
muffen  bei  troefenem  SBetter  wöchentlich  breimal  mit 
ginet  Unje  ©als  auf  jebe  ©alatte  (4  SJfaag)  2Baf* 
ferS  reichlich  gewäffert  werben.  ©inb  bie  fliegen 
gjofj,  fo  nehme  man  nod)  einmal  fooiel  ©als,  unb 
tränfe  ben  Soben  jebe«  Saume«  bamit,  ehe  9iufi 
ober  Stall  um  bie  Seit  be«  ©rabenheben«  aufgelegt 
voitbi  feilte  man  aber  leinen  ©raben  f>ct>en  Ion* 
men,  fo  wirb  bennoch  ©aljwaffet  in  obiger  tfbficht 
Su  brauchen  feyn," 


„Siefe  Sehanblung  h«b  td>  erfptiefltd)  gefun* 
hm,  wenn  aud)  bie  glichen  fdvon  grof  waren.  3«« 
Unsen  ©als  in  4  fci<  Säume 

über  unb  übet  non  unten  nach  oben  gebürftet,  helfen 
in  hurtnddigen  gälten;  alle  ftanfe  Slätter  fallen  ab, 
bie  gefunben  bleiben  unb  bie  Saume  treiben  fpät« 
gute  ©chofüinge," 

„tSegen  flmeifen  batf  man  nur  gehörige  2fuf* 
gtahmgen  um  ben  Saum  machen;  auch  wenn  fie 
aber  aufgelodert  unb  mit  ©alsroaffet 
formen  bie  Snfeften  nicht  leben, 
ober  ©teinmauern  finb  fie  am  la* 
pigpen,  weil  fie  ba  in  ben  Stilen  unb Siagellochem 
pch  aufhalten ;  ba  muffen  bie  dauern  mit  einer  Sauge 
oon  2  Unsen  ©als  auf  eine  ©alcne  SSaffer  getränft 
werben," 

2fuf  einer  Steife,  im  ©ommet  unb  $etbfi  »0* 
rigen  Sahre«,  butd)  ben  korben  von  Gngtanb  unb 
einen  Sbril  eon  ©d>ottlanb,  härte  ich  häufig  über 
3wiebetmifjwad)«  Hagen,  ber  befonbec«  wom  ©ra&t* 
wurme  berühr*.  Sorsügli*  war  biep  ber  gaU  um 
Gbinbutgh  unb  in  bet  ©raffhaft  gife.  2ludj 
au«  meiner  «h>eimatb  melbete  man  mir,  bafj  um 
Sonbon  b*tum  ein  ober  §tt>ei  SWonate  bie  3wtebeln 
eben  begatt  fo  feiten  gewefen,  bi«  man  au«wärtige 
belommen,  unb  bap  fie  auf  bem  Gooentgarbenmarfte 
beinahe  fo  «»euer,  wie  fPfirfchen,  besagt  worben. 
G«  freute  mich  bähet,  sufällig  in  ber  3ahre«oerfamm* 
lung  unfeter  ©efellfchaft  suGbinburgl)  oon  Norton, 
einem  ©attaet  in  ber  Stahe  »on  Dun  bar,  bie 
btieptehe  Äunbe  su  tKtnehmens  ba§  et  feine  3wie= 
fceln  mtrtelP  ©alswaffer«  gerettet,  inbe&  fie  in  alle» 
umliegenben  ©arten  uerheert  worben. 


thut  ben  jungen  Tieften  fo  biel  ©'haben,  bafj  fte  nie 
wiebec  gute  grumte  tragen;  ja  »iele  Saume  gehen  alt  finb,  nur 

getränft  werben, 
Sn  alten  Siegel s 


©arten  e  SKifceUeit. 


Griffen«  ift  gemeines  ©af$  aud)  am  bien* 
Ucf){?en  jut  S3ernid)tung  fctefec  Spiere.  Nation 
fann  man  fid)  halb  aus  eignen  SBufud^ett  überjeus 
gen.  Sföan  jfreuc  auf  einen  grwohnfichen  ©rbwurm 
mtc  u'n  wenig  ©alj,  unb  man  wirb  fogleid)  fefjen, 
frie  $etfrerenb  es  auf  if>n  wirft.  Auch  an  S5tut* 
egeln  iff  bieg  ju  ecfef>en.  ©m  wenig  ©al$  an  ben 
2»unb  gebracht,  wenn  fte  Stb.t  gefogcn  haben  unb 
fie  geben  alles  33lut  Pon  ftd) ;  hat  man  jupiel 
©alj  genommen,  ober  bie  Slutegel  ju  fange  bamit 
in  Berührung  gelaffen ,  fo  wirb  ihnen  baS  ©als 
wof)l  gar  tobtlid);  weghalb  9J?and)e  ge  liebet  aus* 
brucfen,  als  ju  petlieren  wagen.  „.©als,"  fagt 
Sobn  Sinclair ,  „  jerfiort  alles  ©emürm  in 
bet  (Stbe,  inbem  fte  Alles,  waS  fie  im  Körper  haben, 
^ergeben  muffen,  betlei  Ausleerungen  aber  nicht  aus* 
galten  fonnen.  So  werben  fte  juqleid)  Nahrung 
für  bie  «Pflanzen,  feie  fie  augerbem  gerjMrt  hatten. 
SSergf.  auch  3of>n  ©Pelpn’S  prafjtifchen  JBanfc* 
wirth  unb  fPf!an$er.  ©.  58. 

AuS  einem  Auffa|e,  über  baS  «Pflanzen,  non 
<3 am.  SÄartin,  auf  ber  Snfel  Antigua,  ergiefet 
gef),  tag  man  auf  ben  SBeftinbifdwn  Sufeln  ©alj 
jut  SBernidjtung  non  Stegempürmern  unb  gnfeften 
braucht.  SKan  batf  nur  ben  SSoben,  wenn  ber 
^Dünget  erg  aufgelegt  ig,  recht  mit  ©aljlaug* 
tcdnfen.  3wei  Stfofte  ©alj  reichen  ju  fünfzig 
©cpiertfug. 

2or'e  Jftnpon  empfiehlt  cS  auch  gegen  5Beg= 
fchnecfen,  ©ebne  cfen  u.  f.  w.  SieeS  fuf>rt 
an,  bag  man  in  ©befbtte  unb  anberwarfS  baS 
SBaffer  brr  ©alsquellen  als  Bürger  für  bie  gelber, 
unb  als  SJZittel  gegen  feaS  ©ewürme  brauche. 


*53 

SSievtenS  perniebtet  baS  ©alj  attdj  bas  Um 
frauf.  ^iepon  fann  icf)  nicht  fo  Piele  Geweift  gel¬ 
ben,  als  ich  wohl  wünfd>te;  boeb  »etbienen  folgenbe 
alle  Aufmerffamfeit, 

Sn  bem  praftifeben  Eanfewirtf),  25anb  I.,  f>eigt 
eS:  „  ©in  ©cbottlanber  bat  mid)  werfidjert,  bag 
man  bot*  auf  einen  borgen  jungen  grünen  Sßai* 
jenS  im  5J?oPember,  Secember,  Januar  ober  fii- 
btuar  immer  10  bis  12  «Scheffel  gemeines  ©alj 
fae,  weil  eS  bas  junge  Unfraut  erfiide,  b;m  ©e* 
traibe  wobttbne  unb  bie  Äotner  gut  unb  feig  mad;e. 
SScrgl.  SSBatfon’S  cbemifche  Üferfudje,  83an-b  II* 
S-  73-  ©etbafe  «Karfbara,  am  ©cblufie  feine« 
Afcfd)iebS  non  ber  £anbn?irtf)fd^aft.  9flajor  3of)& 
Saubmann  brauchte  es,  nad)  feinem  SSeridjte  an 
feie  «^anbelSbeborbe  nom  3af)re  J3‘7/  als  SBiefens 
bünger  gegen  SKooS.  ©icfler  machte  mitten  auf 
«in?m  gelbe  einen  fleinen  ©rbl;aufen  unb  f djüttete 
barauf  eine  Sabung  fcfjledjteS  ©al}.  Sie  ©rbe  in 
unb  unter  bem  Raufen,  beinahe  jwei  gug  tief,  war 
ganj  auSgefogen,  aber  für  bas  übrige  gelb  hbcfcf? 
erfpcieglit^. 

2Bie  wiel  kf)  nun  aud^  Belege  für  feen  ©efetauefc 
feeS  ©atjeS  feet’m  ©actenbau  angeführt  l>abe,  fo  mö: 
gen  mir  boefe  nod)  gar  oiele  entgangen  fet^n,  unb 
mithin  unfere  Äunbe  feiebon  nod)  fefer  eingefeftranft 
feheinen.  Um  feieg  fcf)ä|bare  «Wineral  bejimöglichji 
ju  brauchen,  mug  man  bmmad)  ©rfaferung  unb  25es 
oba^tung  ju  3fathe  jiehen.  93ermuti)lich  hat  jebe 
^fJanje,  in  ihrem  ©aamen  =  ,  2Burjel=  ober  Oieife* 
ftanbe  bis  jum  grogren  Sbjrbaume  hinauf,  i^re  be^ 
fiimrate  ©igenthürrlichfeit.  SPZanthe  forbert  Pielleicht 
mehr,  manche  weniger;  manche  will  eS  unmittelbar, 


2. 


övtcn  *  SK if teilen. 


154 

„an*,  in  «eine.  Gntfernuna.  Stm,  t*mlW 
Äunte  gefouinten,  Warf  <S  nur  nmt.te.SB.rfu*.. 

Sn  gonbon  bet  bet  TCtfeAaube^tbe  unb  in 
ber  l)oci)tanbifd)«n.  fd)Ottifd?m  ©efeUfdjaft  hdlt  man 
taö  ©als  als  ©*"9«  fit  gelber  ;fa  «id)ti9, 
beibe  K6iperfd>aften  weint  greife  für  ben  auSge= 
fefet  baten,  meid)«  mit  genögenbon  58erfud)en  ben 
«Bortbeil  ober  5Rad,tt>eil  beS  ©aljeS  al«  einfachen 

ober  mit  anbetn  ©i"9*n  Sün9«*  nad>s 

weifen  fann.  ©er  «Preis  mar  bie  golbene  SRebaille, 
ober  5o«Pfunb,  unb  bie  Goncurrenj  bis  5«m  .fien 
m*i  1820  offen.  ©ie  bod>ldnbifd><  ©efeKfcfeaft 
feUte  30  ©uineen  bis  jum  loten  0fooember  1820 
barauf. 

SJI.in  SntmIT»  fät  tiefen  ®.9.n(l«nt,  m.in 
XrUnl  an  6«  Mt«»  iPatl«m<nt«af.e,  jut  SW"».. 

bet  Steuer  ootn  St.infal|.  f“'  >“ 
f*aft,  ma*.e,  tal  i*  mi*  Sb.t  Jen.  ¥«isaufäaben 
(,b,  freute ,  unb  i«  Hoffe,  »i<  <•»«  t,,S 

«,f,b9.b.nb.n  «...in«  fo«  »«  »«“«f«  ,imS  M,‘ 
lijen  ffiibeetuf«  aB.t  ba*  @atj  b.tt.ff.nbet  ©efets« 
jene  Steife  abet  fallen  einen  Seid  bet  ««*■ 
eifetuns  unter  ben  Sontroirtten  tuetf.n,  tuobut*  bet 
aietbau  bebeutenb  gefSrbert  inerten  muj.  «*<<” 
bo*  a  *  bie  aottenbauenben  @efellf*aften  in  Sou» 

bon  unb  Sbinbu.ab  «»«*<  V"*  a^",,n! 
g*  toittb.  mi*  freuen,  bie»  but*  a.aentbietia.n 
tÄuffafc  »etanlafjt  ju  fyabea. 


(Sfyemifdje  Änalpfe  bec  SEopinawrtrort  ober 

avfel  (Helianthus  tuberosus)  im  oor= 

liegenben  HI.  ©tücfe  befc&neb«  ;  auS 
sftv0.  30.  bet  SBevltnif^en  £aubc  unb 
£penerfd;en  äeitung. 


Ser  fo  oft  wieberholte  ©unfd) : 
bap  bie  Topinambur  *)  c^cmiftf?  analp* 
firt  werben  modjt  en, 

»erantaft  mich ,  bie  Kefultate,  welche  id)  burd)  meh* 
tere  wieberholte  flnalpfen  ber  Topinambur  erhalten 
habe,  biet  mitjutheUen.  -  100  Steile  ber  furj 

t,or  ber  tfnalpfe  auS  ber  <*tbe  genommenen  Knollen 

tmt>attcn :  , 

75,64  ©aff er  unb  eine  ©pur  freiet  ©aure, 

15,11  ©ummi  mit  ^udctfloff, 

4,61  gafer, 

4,45  $  at$' 

0,10  CHweißfloff, 

folglich  in  100  Steilen,  75.64  »MfeHge  unb 
24,36  Stjeile  fefier  ©ubftans. 

5Bte  feht  bie  Topinambur  non  ben  Kartoffeln 
auch  binfichttid)  ih^t  ndbern  «ßefianbtbeile  nerfd  ie, 
ben  ftnb ,  unb  wie  netfehieben  bal;et  auch  Ue  85 e* 

«  ®tn Flamen  Topinambur  bat  bwfe  W™»'/  "a* 
sg  ect  mann,  non  einem  S>olfe  in  »raliUen.be* 
SSaterlanbe  berfelben,  unb  ba  bie  Kamen  ßrbapfel, 
®rb.-2lctif<&oc?en  ,  fo  häufig  mit  ben  Kartoffel»  mit 
2Crtifcbocfen  vermecbfelt  werben,  fo  habe  i<b,  um  S»«f- 
»erftänbniffe  ju  eermeiben,  ben  tarnen  äeptnam  « 
aßen  Abrigen  oorgeiogen. 


*55 


©arten  = 

hanMung  beiber  ?u  irgend  «tnem  3wecfe  fepn  muß, 
ergiebt  ftch  aus  cbtgcr  2(nafpfe.  Sn  ben  Kartoffeln 
ifi  bas  ©tdtfemehl  ber  ptdbominirenbe  Bcjianbtheil, 
in  ben  Topinamburen  ifi  von  biefem  feine  ©pur 
vorhanben,  an  beffen  ©teile  aber  ©ummi  mit  weni= 
gern  3«cfer.  ©enn  aud)  baS  ©tdrfemehl  in  focf>en* 
bem  ©affet  auflösbar  ifi  unb  ju  Kleifier  wirb,  fo 
bleibt  es  bocfy  in  biefet  $orm  mit  ben  $afetn  ber 
Kartoffeln  verbunbett ,  wahcenb  ber  ©ummi  unb 
Bucfet  ber  Topinambur  fd)on  in  faltcm,  um  wie 
viel  mehr  alfo  in  fochenbcm  ©affer,  auflösbar  iff 
unb  ftd)  mit  bemfelben  mifcht.  Sieürfache,  warum 
baS  2)eceft  non  ben  Topinamburen  milchtrube  iff, 
liegt  in  bem^arje,  welches,  ber  ffnalpfe  jufolge,  ein 
Bcjianbtheil  bet  Knolle  iff.  SBurbe  man  baljer  bie 
Topinambur,  als  Nahrungsmittel  für  ben  tf)iettfd)tn 
Körper  betrachtet,  in  SBaffec  fod&?n,  unb  ba$  ©af* 
fer,  mit  welchem  fte  gcfocht  würben,  wegfchutten, 
fo  würbe  man  ben  bebeutenbffen  Tljeil  ber  feffen 
©ubjfanj  ungenö&t  verlieren,  unb  wenig  mehr  als 
bie  bloße  «Pflanjenfafec  nebff  bem  wenigen  ©iweiß* 
ffoff  übrig  behalten.  2(1$  Nahrungsmittel  ange* 
wanbt,  muffen  baher  bie  Topinamburen  nur  mit  fo* 
thenbem  ©affet  angebrühet  unb  nicht  lange  3eit  in 
bemfelben  gelaffen  werben,  ©eilten  bahingegen  bie 
Topinamburen  }ur  Branntweinbrennerei  ober  ju  ber 
©prup  *  Bereitung  benufct  werben,  fo  muffen  biefel* 
ben  gefocht,  unb  nur  baS  ©affet,  in  welchem  fte  ge* 
focht  würben,  baju  angewanbt,  bie  gafern  aber  als 
Biehfuttec  verbraucht  werben,  ba  fte  einmal  wenig 
fefte  SSeffanbtheile  mehr  h«&en ,  bem  Branntwein 
aber  einen  unangenehmen  ©efchmacf  geben. 

©a$  ßa tj,  welches  bem  Topinambur  eigen  iff, 
ben  Kartoffeln  aber  ganj  fehlt,  unb  ba$  einen  voll* 


i  f  c  e  l  f  e  n. 

fommen  gleidjen  ©erud)  mit  bem  hat,  Welches  man 
in  bem  Sifco  ber  ©onnenrofen  ftnbet  (eine  fonbet* 
bare  Uebereinffimmung  ber  Sejfanbtheile  biefet  bei* 
ben  ^Jflatijenarten  in  fo  «ntgegutgefefcfen  Theilen, 
bei  ber  ©omtenrcfe  (Helianthus  annuus  L.-)  in 
ber  Blüthc,  bei  ben  Topinamburen  (Helianthus 
tuberosus  L.)  in  ben  Knollen,  iff  ohne  allen  3wei* 
fei  bie  Urfache,  warum  ber  Branntwein  auf  biefelbe 
SBeife  wie  au3  Kartoffeln  gewonnen,  einen  eigenen 
nicht  angenehmen  ©efchmacf  hat  (2(lfoho(,  in  wel* 
ehern  biefeS  ßarj  aufgelöf’t  iff,  hat  einen  eigenen 
unangenehmen  ©efchmacf).  Topinamburen  mit  Kali* 
lauge  gefocht,  muffen  ein  ßaryeifenwaffec  geben# 
baher  es  wohl  möglich  iff,  baß  fie  mit  Bottheil  gut 
©drehe  angewanbt  werben  fönnen,  wie  ßerrKab« 
in  feinem  ©chriftchen  aus  bem  £>ppcfttionS=Blafte 
anfuhrt.  £>aß  bet  Berfuch  ßerrn  Kabe  mißlungen 
iff,  liegt  ohne  allen  Bweifel  itt  ber  Bchanblung. 

2DaS  ©ummi  ber  Topinambur  laßt  ftch  auf  fo 
einfache  ©eife  gewinnen,  unb  iff  von  ber  2frt,  baß 
ich  über$eugt  bin,  Künffe  unb  ©ewerbe,  ju  beten 
Betriebe  ©ummi  nofhwettbig  ifi,  wie  5.  S5.  bie  Kat* 
tunbrueferei,  fönnten  ftch  becfelben  mit  bebeutenbem 
Bortheile,  anfiatt  anberer,  fremben  ©elttheilen  eige* 
nen  ©ummiarfen,  bebienen.  ©it  ben  ©tdngeln  unb 
Bldttern  fonnte  ich  bis  jefct  feine  Berfuche  machen, 
ba  fte  ben  ganzen  ©inter  ßinburcf)  ber  ©itterung 
«uSgefc&t  gewefen  Tinb ,  unb  es  ftch  vorauSfefcen  laßt, 
baß  fte  burd;  ben  ©inffuß  ber  ©itterung  fehr  viele  im 
©affer  auflösliche  Theile  verloren  haben.  ©0  viel  ifi 
übrigens  befattnf,  baß  fie  reich  an  rpottafche  ftnb ; 
ob  auch  an  ©aljen  unb  an  welchen ,  werbe  ich  funfti* 
gen  ©ommer  ju  erfotfehen  fuchen,  unb  meine  Ne ful* 
täte  allSbann  befannt  machen. 


-  ©altere» 

156 

»i«  bra 

WW*  4"  ®1*nra»' 

tminn«  «.  f.  t».  o-«*  W 

„JijPtn  ©iud<  t«  S»«sK>tf*<n  a««»1™  8“tl' 

ttirtt>rdi«ft  WM»‘  m’*m '  to  rcit  *'mWb“ 
etW<  au#tDl(i)t.t<«  W«  Mn  »au  unb  6«  »<«' 

Elb  Hin,  m  23-  Setvuar  1821. 

g.  &  $  t  t  ev 


71  n  t)  a  n  9. 

•Die  Äonigl.  2J?ätfir*e  ofonomif*e  ©efeßf*aft 
j„9>ot*baro,  g«bt  au*  »on  tm  Sopinam-- 
bu«8  folgenbe  intereffante  9?a*ti*t. 

s  e  t  e  c  b  a  p  f  e  l, 

Helianthus  tuherosus  Linn. ;  granj.  Tapinam- 
bout;  au*  gvbbitn,  3etufalem8artif*ecff. 

©iefe  lang«  anetfannt«  unb  »ur*  bie  Äattoffel 
al8  jie  «8  uerbiente,  »erbrangte  ^flanje  et^ 
„9t  in  neu«««  Seiten  tut*  bie  Senkungen  bc8 
3fm»«at§«  4?aagem«nn  Su  ^«ttnflabt  m 

@*leften  unb  be8  33irtbf*aft«infpectot8  Äabe  *a 
Sbet  =  SEf*itnau  in  ®*leften  ein  neue8  Zufit* 
tyin,  wel*eS  ft«  wobl  f^et  in  ^*ctem  ©tabe  »et* 
bient  ^att«> 

-Sßiele  2fuffd|e‘  über  biefelbe  in  be«  ^5rebtger8 
C*nee  lanbwittbf*aftli*er  Seitung,  3ab%  *807, 
445;  Saljrg.  1803,  34**  SW**  l8lö/ 

e.  17;  3<*rg.  *8«;  ©-337'  369  unö  39t  j 
Sa^rg  1812,  ©.  42  unb  213,  unb  3a|rg.  1813» 
<S,  169,  f*eittm  bei  weitem  ni*t  genug  »om  ^u-- 


5K  i  f  c  c  U  c  n. 

blicum  berü<fft*rigt  ju  f«pi».  <3o  »ff  a«*  3»nf’e 
oconamif*e8  gepicon,  5.  Auflage,  »on  93  olf  man n 
betauSgegcben,  unb  ®*  wer 5’ 8  SB«f*tefou«g  bet 
2anb»ictl)f*aft  in  Sliebetelfaß  ( SB« rlin  18169,  ©. 

322,  »o&C  su  bemetfen,  wie  teö  ebengenannten 
Äabe  <S*rift  übet  ben  3fnbau  unb  bie  Sömiifjung 
ber  grbdpftl  (®te«l«u  1820I.  SBit  begnügen  un« 
»oriau^g  bei  biefen  5Ra*»eir«ngen,  unb  erlauben 
tmö  nut,  auf  einigen  9*u|en  be8  flnbaue«  biefex 
^(lanje  aufmerffara  s«  ma*en. 

j)  ©et  Tlnbau  felbfl  ifl  lei*tet  unb  weniger 
foftfpielig,  a!8  bei  bet  ÄactoffeU  3«ber  fSobetr, 
ftlbfl  ®anbboben  genügt  ibt,  unb  au*  bie  £>ungs 
ung  witb  erfpart,  weil  bie  «Pflanje  tfbtli*  fort. 
wd*jl,  fogat  f*tret  wiebet  erneut otten  ift.  ®‘4 
tebatf  ni*t  be8  ^dufetnS,  wie  bie  Kartoffel,  fon. 
betn  bloß  be8  tfuSjdtenö  be8  Unftaut 8.  3ebe  SBit* 
terung  ifl  **  genehm. 

2)  ©et  gi trag  ifl  weit  fldrfet,  al8  bei  bet 
jfartoffeh  ©a8  geringfte  2Butselfn6a*en  ^ftt  Äeitu^ 
äugen. 

3)  ©ie  gib  alt  ung  bet  genießbaren  ^Surjet 

ift  febt  lei*t.  eie  bebarf  ni*t  einmal  bet  tfufbe* 
•enabtung,  wel*e  bie  Äftttoffel  »erlangt,  fonbetn 
überwintert  im  Sanbe  unb  fann  8«  »*««  *>** 

ausgenommen  werben. 

4)  ©*t  ocononiif*e  91uben  ifl  feb«  8«f*- 
bet  gtbapfel  ift  fo  nal;tbaft,  wie  bie  Äartoffel: 
a)  at8  9ßiebfutter  für  lebe  3Trt  »on  9Si«b  ‘fl  « 

febr  n&bli*.  ^Ubett  f,Unt 

fie  au 8  gr f abtun g  at8  gutc8  SRinbuiebfutter ; 
3inf  unb  Solfmänn  rühmen  fte  a» 
®*weinefutter;  SSagot  (.fieb«  ®*nec  a,  a,S>, 


*57 


©arten 

3a(>rg.  1807,  ©.  4 45)  rühm*  f*e  al$  $ferbe» 
unb  ©chaaffuftec.  Set  ^rebiger  ©chnee 
fennt  fie  al$  füt  jebeS  Sieh  brauchbares  gutter, 
£tu  v.  Sittlfen  auf  $ie|puf)l  im  CRagbe. 
fcurgtfcfjen/  bet  ganbrath  ».  Siethen  auf  503  u=r 
fl  tau  in  bet  SRarf,  bet  genannte  k.  dUbe, 
bet  Sberamtmann  guefe  ju  S3  o  rnftd  b  t  bei 
$ot$bam,  unb  Dr.  Solperling  (RuppinfcheS- 
S3od)enblatt,  i82r,  £(.'9,  10,  11)  flimmern 
hierin  überein. 

b)  2fl$  Rahrungömittef  für  €D?etifcft«tr  ifl  bir 
Sßurjelfnolle  fef)t  empfehtungSwerth.  Siegen 
i^)tet  ©üfjigfeit  »erlangt  fie  jwac  mef)r  S5ef>anb* 
lung  mit  ©ewürg  ober  Grfflg  in  bet  Äüche,  aber 
fl«  ifl  flhon  jut  tfbwec&felung;  ju  empfehlen. 

S3ei  ^Potsbam  ifl  fie  häufig  jur  Senufcungi 
für  6i<horienfabruation  angebauet  worben, 

c)  S&te  flarfen  ©tief«  (wenig  fchWad&er  als  bie 
bet  nüchflperwanbten  ^flange,  ber  ©onnen* 
blume  ( Helianthus  arnraus  Lin.)  geben  ein 
geurungSmafetiaf.  Sa  bie  «Blatter  würben  ge= 
mifjbraudjt  fepn,  wenn  man  fie  nur  $ur  ©treu 
gebrauchen  wolle,  ba  fie  grün  unb  »om  gtofl 
weif  gemacht,  ein  gute«  Siebfutter  geben;  boc& 
bütfen  fle  nicht  »ot  ber  Slütbe  abgenommen 
»etben. 

5ffiir  begnügen  un$,  norlüuftg  burch  biefe  weni= 
gen  Semerfungen  -auf  biefe  treffliche  $flange  auf; 
»erffam  gemacht  ju  haben. 

Sie  Äorn’gl.  SDlärfifcbe  bfem.  ©efellfdjaft 
gu  ^otebam. 


gertf.  b.  2f.  Ä.  ©art.  S»ag.  V.  S3b,  4.  et.  i83r. 


SR  i  f  ce  Uttt« 

3* 

tftber  bie  Rdni’aung  ber  ©arfemrege,  nebfl 
3tbbUbung  einer  bequemen  SRafdflnr  baju 
auf  Tafel  23* 


(5in  ©arten,  in  welchem  bie  Siege  nicht  rein, 
faubet  unb  nett  erhalten  werben,  gewahrt  feinen 
angenehmen,  fonbem  einen  wibrigen,  eefethaften 
3fnblicf.  3fm  eigenfinnigflen  finb  hierin  bie  $ng-‘ 
lünber,  welche  auf  bie  auferfle  Reinlirbfeit  unb 
«Rettheit  ber  Siege,  unb  ber  fle  begleifenben  Rafen* 
^Jarthien  unb  Sowlengreenö ,  in  ihren  groferen  unb 
fleineten  ©drten  fehr  flreng  halten. 

Sie  beflanbige  Reinhaltung  ber  ©artenwege  ifl 
inbefl  feine  fo  leichte  ©acbe,  als  man  glaubt,,  bem* 
«S  fommt  babei  barauf  an: 

1)  ob  fie  burch  ©ra$  unb  Rafen=  9)atthiew,  ober 
an  ©rabelanb  unb  Slumen  *  Rabatten  hinlau- 
fen,  unbob,  im  legreren  galle,  biefe 'gute 
Grinfaffungen  haben,  welch«  bie  ©rbe  gufam^ 
menhalten r  unb  fle  nicht  auf  bie  Siege  fallen 
laffen  t 

2)  oh  man  guten  ©anb,  ober,  ein  anbercS  ©ut* 
«ogat  juc  Belegung  ber  Siege  hat; 

3)  ob  man  bie  Reinigung  ber  Siege  burch  SRen-- 
fcfjenbünbe  unb  Tagelöhner  machen  laffen  muf, 
ober  fie  burch  «ine  fogenunnfe  ©cburteSiafchine' 
bewitfen  fann. 

Saö  Grrflere-  ifl  foflfpielig  unb  forbert  fehr 
fdhledhtj  bas  geltere,  burch  $ülfe  einet  ©churir* 
SRafchine,  ifl  alfo  bem  ©rfl?ren  weit  »orjujiehen;; 
gumal  fca  man  begleichen  SRafdjinen  fowohl  Keiner 


,58  9*tUu.i 

f5traittrtmSPs<®4'f<«'  «»  au*  f&t^<,res 

unb  iffentli*.  ®ta«l.  tm-  ®K  t,ßmn 

«tarn  bequem  b«e*  ein  «P««  ®«umxUU,x, 

Wm»  «»er  m6ir.«  buteSSb/t.«  -  «m  b.(ie«  SU- 
f«n  —  geigen  wect,e0, 

»er  «m  ^ofsötftm  ®IH«1  SU  SR  o  um 
6utä  «n  bet  gulbu,  «fanb  fi*  »«  «»S'W«  20 
Saiten  b«S»  ein«  bequem«  SB>.9«.*ei»i8ims«'®t‘‘- 
fdjine,  welche  fit  Heinere  ®5tten  butei)  2  «nner 
„ejogea,  leidet  abet  au*  wt9r5j«rt  werten  bann, 
ttnb  bebient  (l*  betfeiben  frt°n  feit  20  Safiteu 
mit  beftem  Stf.lse.  &  M»  'iS'"’“*  hl**,‘ 

@*u.itpflU9,  unb  et  batte  bie  ®t«.  »»«  bi.  bet- 
gelegte  3ei*nunä  unb  ®ef«teibun9  ba.on,  auf  Sa. 
ftl  23,  mit, Urteilen,  monart  fi*  lebet  @attenlieb. 
f,ab«.  fftr  fein  SBrtutfnif  ein.  fei*.  SSafrtin.  fettU 
gen  taffen  fann, 

»ef^fcibttttd  bet  tU inen  3Bc gereintguttg«* 
sjji  a  f 4>  t  n  e  ,  nebff  einet  Betonung  auf 
Safet  23.  bauen ,  »on  £errn  $ofgä*:tner 
©tifeel  ju  Rotenburg  an  bet  gutba. 

A.  gtsut  I.  bet  ©tunbtig. 

a.  a.  a.  Sie  Beicbfet  unb  bet  «Borbetwagen, 
wettet  wie  ein  anbetet  «leinet  SBagen  biefet  2lrt  ge= 
baut  werben  fann ;  bie  angebwteten  gifenbanbet  möf* 
j^n  bet  Bau«  wegen  nicht  »ergeffen  werben;  bie 
SRÄbet  batan  nwffen  2  gu§  1  3oU  im  Burchmeffet 
hod>,  bie  geigen  2|  3ott  breit,  380«  bief  fepn, 

b.  b.  ffnb  jwei  Stagbanber,  an  Bugffricfen  ge; 
fchtungen,  wobutd)  bet  3U9  »on  2  Wiann  bewirft 
witb;  »olUe  man  3  ^erfonen  -enfpennen,  fo  mj> 


H  f  c  e  1 1  c  it; 

es  freilich  noch  beffet  gehen,  bann  tnuf  ahet  ffit  bie 
btitte  «Perfon  noch  ein  Bugwert  an  ben  Äopf  bec 
Sefchfet  befeffiget  werben. 

c.  d.  iff  ein  ©tücf  £ols,  5  $u?  latt9'  4  3ett 
breit,  3  Soll  bict,  nach  betgigut  gearbeitet-,  bei  c, 
welche«  unter  bie  Äpe  geffeeft  Wirb,  wirb  eS  mit 
biefet  bucch  ben  «Soljneiget  C.  III.  gig.  1.  »etbun* 
ben;  mittelji  biefet  eintidjtung  fann  baS  5Betf  in 
bet  ©efchwinbigfeit  tiefer  unb  t>&h«  9«i*«W  «erben. 

e.  e. e.  jwei  $8t§er,  7  guf  2  Bott  lang,  3  3ott  breit, 
nach  bet  «Witte  4  Bott  breit,  2§  Bott  bief,  wie  bie 
gigur^eigt,  gearbeitet;  bei  f.f.  unb g.  g.  werben  fut&e 
Wiegel  eingefefct  unb  bei  f.  1  baS  ©anje  mit  einem 
©fenbanb  belegt,  fo  ba(j  eS  noch  um  1  $u&  auf 
beiben  ©eiten  umgelegt  werben  bann,  unb  mit  jiar* 
£en  Wägetn  befeflige-t. 

h.  unb  i.  finb  2  Gueetbalfen,  welche  mit  flat* 
fe»,  gto5-  unb  breitfopftgen  Wdgeln  engesogen,  unb 
oben  auf  runben  Gifenblechen  vernietet  werben.  Sei* 
be  SBailfn  gehen  auf  ben  ©eiten  4  3o.ll  überall?,  ba* 
mit  bie  gan$e  «Wafcbine  beim  Aufheben  unb  Urowen* 
ben  barauf  ruhen  fann,  unb  bie  Wechen  nicht  »et; 
fchoben  werben. 

k.  ifl  nod)  ei»  Wieget  hinter  bem  £infettab, 

l.  beffen  geigen  6  Bott  breit  unb  3  Soll  bief 
gemacht  werben  fonnen,  bamit  eS  beffo  beffet  flehen 
bleibt. 

SiefeS  Wab  mug  1  gu§  10  Bott  im  Burcbmef; 
[er  hoben;  ffatt  eines  breiten  (SifcnbanbeS,  fomten 
iwei  fchmale  barein  gelegt  werben;  bie  Wabe  muf 
6  Bott  Butchmeffer  haben,  unb  »on  tedjt  gutem,  trod= 
nem  unb  feffem  ^>ol4  genommen  werben,  weil  bie 
eiferne  ?tpe  m.  m,  htuburch  gejogen  werben  muf, 


©arten  SÄifceUen. 


tvttct>e  auf  teiben  ©eiten  mit  jwei  eifertien  Äurbeln 
»erfeben  wirb,  woran  bic  ©tiele  jum  SSorberredjen 
angelegt  werben,  unb  bann  auch  noch  jwei  längere 
©tiele,  um  ben  Hinteren  mit  bem  etffen  in  Serbin* 
bung  ju  bringen;  butdj  biefe  unb  bie  Saufba^nen 
werben  bann  bie  Stechen  bin;  unb  ^ergefeboben,  wenn 
laS  Stab  in  Sewcgung  fommt,  unb  alfo  ber  ©embte. 
flat  geffoffen  unb  baS  Unftaut  mit  fortgejogen  wirb. 

SaS  $ins  unb  ^erfebreben  ber  Stechen  ffl  ein 
f«bt  notbwenbigeS  ©tuef:  ftefjertbe  Stegen  würben  bie 
Crrbe  ober  ©anb  mit  fiefj  fortfdffeppen ;  man  benfe 
«tfo  nidjt,  baff  etwas  UeberffufffgcS  an  bem  oorgejeidh« 
neten  Apparat  fep. 

o.  o.  ber  vorbete  groffe  Stechen,  teffen  SSalfen 

2  guff  2  Bell  lang,  6  bis  8  Bott  breit/  2  BoH  bief 
fepn  muff,  unb  worein  2  Steifen  ffarfer  eifernec 
Binfen,  welch«  3  Boß  beroor  unb  5  Bott  in  ber  2U 
nie  wen  einanber  flehen,  etwa  fo  *, 

O  unb  unten  ffumpf  gcfdjmiebet,  eingefdf)fagen  wer* 
ben;  eS  geben  18  barauf. 

p.  p.  ffnb  bie  fünfte,  wo  bie  ©feeren  mit 
•Sieben  —  C.  III.  gigur  4.,  beren  2  ©tuef  fcpn 
muffen,  eingejogen  unb  bureb  bie  ©ebtaube  feff  ans 
gejogen  werben,  ffe  werben  etff  angebrannt,  unb  wo 
bic  Stecbenffiele  q.  q.  beweglich  angenietet  werben 
muffen;  biefe  ©tiele  muffen,  ber  Sauer  wegen,  mit 
Gifenb(e<b  an  beiben  dnben  befcblagen  werben. 

r.  r.  tie  beiben  langen  Stedjenffiele,  jum  SSet» 
binben  beiber  SJcdjen ;  bei  o  unb  s  werben  biefe  burd) 
bie  baju  eingerichteten  eifernen  Stinge  mit  ©djeereit, 
befeffiget.  C.III,  gig.6,  wirb  bi«oon  ein  2J?ehmeS 
gefagt  werben. 

s.  s,  be*  hintere  Stedjenbalfen,  2  guff  2  Bott 
lang ,  aber  nur  2  Bott  breit,  i§  Bott  bief  unb  bi- 


*59 

fommt  nur  eine  Sterbe  eiferner  Binfen,  weldje  naher 
jufammenjufe&en,  eS  geben  20  ©tuefe  barauf,  eben» 
falls  O  unb  unten  ffumpf  gefebmiebet  werben  muf= 
fen,  unb  3  Bott  beooorffeben  fonnen. 

Um  bie  Binfen  in  bie  Stecbenbalfen  $u  fragen, 
baff  ffe  nicht  auffptingen,  raup  man  biefelbe,  wie 
einer  gefebmiebet  iff,  etwas  cinbrennen,  b^auSjies 
ben;  unb  in  gehörige  Srbnung  legen,  bamit  feiner 
verwecbfelt  wirb;  ffnb  ffe-  nun  Falt  worben,  bann 
fann  man  ffe  feff  einfdblagen  unb  oben  gehörig 
uranieten. 

t.  t.  finb  2  £ocber,  «ach  ber  gigur  gearbeitet, 
wo  bie  frummen  Stegierffangen  eingeffeeft  werben, 
©iehe  B.  gigur  2.  ©.  160. 

S5ei  u.  u.  finb  jwet  ßodjer,  wo  bie  Äloben 
C.  III.  gigur  8-/  welche  unten  an  bie  #6l$er  q. 
B.  gigur  2.,  burebgejogen  unb  befeffiget  werben  tfn 
bie  Stegierffangen  p.  werben  biefe  gMattdjen  b.  auf 
ber  inneren  ©eite  augenagelt,  wie  C,  III,  giguc 
ju  [eben. 

v.  fecbSmal,  finb  fiodffec,  wo  bfe  eifernen  ©tiele 
unb  ©preitffangen  ber  ©cboreifen,  beten  3  ©tue? 
fepn  muffen,  eingejogen  werben. 

rv.  achtmal,  bebeutet  bie  8  Socffer,  wo  bte  4  er* 
fernen  Saufbabnen  für  bie  Stechen  buvebgejogen  werben 
muffen.  Sie  2ocber  werben  etff  auf  ben  bejeiebnes 
ten  Settern,  wie  gewöhnlich,  vergebest,  b?macb  mit 
einem  runben  Grifen  weitergebrannt,  baff  bie  ©cbots 
eifenffiefe  leicht  eins  unb  auSgejogen  werben  fonnen; 
bie  Saufbabnenffafen  muffen  aber  geräumiger  gebrannt 
werben,  bamit  fie  ff'cff,  wafjrenb  ber  Arbeit  im  2lnfang, 
leicht  auf  unb  ab  bewegen  fonnen. 

x.  x.  x,  jeigm  bie  3  ©cboreifett,  wie  ffe  geffettt 
werben  muffen;  jebeS  ©cboreifenmeffer  8  Bott  lang, 

4  Bott  breit,  3  SÜnienbicf;  ffe  muffen  recht  gut  unb 

V  * 


©arten  *  9ttifc  etU  n. 


160 

etwa«  breit  Mrs^lt  »«beit,  bürfen  ™d>t  gu  $att 
unb  nid)t  guweid)  gefebmiebet  werben,  aud)  nid)t  gu 
plump  Ausfallen,  weil  fte  fonfl  «id)t  gut  butdjge^en, 
®anb  ic.  mit  foctWeppen.  «Wan  betife  auch  nid)t, 
fiatt  3  Schoceifen  nur  eins  angutegen;  «S  geigten 
fid)  babei  perfebiebene  «Wängel,  welche  burd)  bie  2l)eU 
lung  in  brei,  gang  gehoben  würben. 

2. 

B.  gigut  n.  ©eometrtfcfjer  ^uftiji  ober 
bie  gweite  2£ b 1 1) e 1 1 u n g ,  nach  unten  fte* 
|>enbem  SJlaa^ftabe. 

£uefe  geigt  nun  ben  geometrifchen  Tfuftifj  bet 
gangen  5Wafd)i  e.  tEBie  fte  non  einer  Seite  angufehen, 
fo  geigt  fte  fid)  aud)  bon  bet  anbeten;  eine  petfpectu 
»ifd>e  Beidjnung  würbe  «Berwirtung  petanlaffen  unb 
aaeb  ben  mehreren  £anbwerfSleuten  unoerftanblid) 
fepn;  eS  iß  alfo 

3.  a.  baS  .fjauptgejfeH,  woran  bie  «Sßetfgeugt 
angelegt  werben,  unb  b.  b.  bie  gwei  üueerbalfen, 
weld)e  3  3oU  breit  unb  2  BoU  bid,  nach  bet  ange* 
gebenen  Sigur  bn  ©tunbrifj;  fie  werben  gwiftfeen  bie 
anbern  folget  d.  unb  e.  A.  Si9ut  «•  ftUf  bie  ^älfte 
eingefdmitten,  aber  ja  nicht  bie  langen  folget,  benn 
biefe  mü(fen  alle  ifyte  Stärfe,  fo  oiel  als  mogUd), 
behalten. 

c.  c.  geigen  fid)  gwei  Sd)oteifen,  wie  fte  ange* 
legt  werben  muffen. 

S5ei  d.  d.  werben  bie  Spreigffangen  hinbutchge» 
gogen,  unb  burd)  bie  gwei  Sd)taubenmuttetn  oon 
oben  unb  unten  .befefUget. 

SBei  e.  e.  werben  bie  .Kloben  an  ben  eifernen 
Stielen  bued^ejegen  unb  mit  bec  Schraubenmutter 
angegogen. 


f.  f.  f.  f.  geigt  gwei  ßauf6ahnen  ,*  bereu  4  fepn 
muffen,  wie  A.  Sig.  »•  iu  feh«n  unb  c  Stfl-  3* 
eine  beutltdjere  23efd>ceib  mg  folgt. 

g.  bec  «otbete  Diesen  mit  gwei  Weiten  3infen, 
unb 

h.  bet  Wedjen,  bet  nur  eine  Weihe 

braucht. 

I.  betTlrm  be$  oorbeftt  WedjenS,  weichet  an  bie 
Äutbel  m.f  beten  gwei  Stüd  fepn  muffen,  ange* 
legt  wirb, 

k.  ein  langet  9?ed)enffiel,  beten  ebenfalls  gwei 
©tücf  fepn  muffen;  es  ift  h««  5«  M*“»  »»«  beU)e 
Wedjen  oetbunben  werben. 

l.  1.  Winge  mit  Schoten,  beten  4  Stüd  fepn 
muffen;  bie  Wingc  bienen  fowoht.  bie  Wedjeabalfen 
pot  bem  tfuffpringen  gu  petwaf>ten,  als  aud)  bie 
Scheeten  feftguhalten,  um,  wie  gefagt,  ben  hinteren 
Wed)en  mit  bem  porbern  gu  perbinben.  C.  111.  Sig  5. 
ftnb  fte  beutlid)  porgeßellt. 

m.  bie  eiferne  .Kurbel,  beren  2  Stüd  fepn  muf¬ 
fen  (@.  C.  III.  gig.  6  d.  d.). 

n.  eine  Stange,  9!  Su§  lang,  ohne  tfefle,  welche 

gum  Dtude  in  hatten  3Begen  über  ben  Schoreifen 
bient;  fte  liegt  auf  einem  Jtlo|d)en  s.  baS  i|  Sufi 
lang,  7  3oÜ  hoch  unb  3-4  Boll  bid  fepn  fann,  unb 
nn  bie  Stange  bei  t.  befeftrgt  wirb;  bei  o.  ifl  bec 
gcofje  SSolgnagel  C.  III.  Sigut  «o  an  beibett 
Seiten  an  bie  2(pe  e.  .Kloben  befefliget  werben. 
A.  Si9ut  I-  wken  5<‘9t  «inen  folgen  Älo* 

ben  wie  et  an  bem  Wagel,  bet  an  bie  Stange  t. 
befeftiget  wirb,  hangt.  Die  Stange  wirb  nut  in  har* 
ten  SBegen  gum  Druden  gebraudjt;  aufjetbem  fann 
fte  abgelegt,  ober  braucht  aud)  gat  nicht  gemacht  gu 
werben;  wenn  bie  5Bege  überall  oon  gleichet  Hxt 
frnb,  fo  legt  man  nut  einen  Stein  »on  gehöriger 


(Satten*  SH  f  c  e  i  l  t  n. 


1 6  r 


©cbwere  über  bie  ©cboreffen,  welcher  bann  hinlang* 
lid)  bruefen  trieb. 

p.  iff  eine  frumme  ©fange,  beren  2  ©tuef  fe^-n 
JttfifTen,  welche  au«  fo  frumm  gewachfenem  $ol;e  ge* 
macht  werben  tmtf;  fte  bienen  $um  Regieren,  2fufl;e= 
ben  tc.  ber  SWafchine,  werben  an  bet  innern  ©eite 
mit  bem  ©ifenptätfcben  mit  Sieben  befragen,  unb  in 
bie  Kimmen  1. 1.  A.  gig.  i.  geflecft,  wofelbfl  fte  «on 
«nten  l)ec ,  butd)  bie  am  angeführten  Drt  punftirte 
«^afen,  befejliget  werben. 

q.  bient,  biefe  Wegietlangen  fefpjubalten ,  wirb 
unten  mit  einem  Öueereinfcbn’tt  nerfefjen,  unb  ba« 
jSifenplättcben  eingejogen  unb  befefligtt,  bet  Dauer 
Wegen. noch  mit  einem  etfernen  Wing  befchlagcn,  bann 
fcei’m  2fuffrecfen  mit  ben  £afen  non  unten  befefliget. 
Da«  Wegierflangenwerf  wirb  übrigen«  ned)  C.  III. 
gigut  7.  in  petfpectiüifdhec  2fnftd?t  bargefleltt. 

r.  ifl  ba«  einjige  «£interrab  mit  einer  eifernen 
3fre,  1  3olI  Dutchmeffer,  wie  C.  III,  gig.  6.  a.  b.  a., 
weiche  burch  2  Sloben  c.  c.  bofelbfl  an  ba«  ©eflelt 
befefliget  wirb,  unb  burch  fein  Umbreben  bie  Sur* 
beln  d.  d.,  woran  bie  Wedjetifliele  angelegt  werben, 
in  «Bewegung  fefct,  wobvrd)  eine  Sraft  hen>orgebrad;t 
wirb,  bie  mehr  al«  6  «Wann  au«balten  fann. 

3- 

C  HI-  ober  bie  britte  tfbtheilung:  3ee* 
gliebetung  einjelner  ^heile. 

S'0Ut  1.  jeigt  ben  notbern  SSoljnagel  nebfl  beffen 
äubehor:  a.  ifl  biefer  S^agef ;  fo  weif  er  burth  ba«  c. 
a-S«9-  1.  gehet,  muß  erD,  ba«  Uebrige  febon  runb 
gefchmiebet  werben.  Damit  er  ba«  £olj  nicht  jer* 
reibt,  muß  er  umecbemSopfe  mit  einem  runben  ©ifen» 
b£e<h  belegt  »erben. 


b.  ifl  ein  runbe«,  3  Sim'en  tiefe«  ©ifenblecb,  .«on 
ber  gigur  wie  f.;  e«  wirb  mit  4  ©cbtaubenldcbe  n  für 
ben  fleinen  Sieben  mit  Sappen  d.oberi.,  in  bet  «Witte 
mit  einem  großen  ßoeh  für  ben  «ßofjnaper,  unb  noch 
mit  4  fleinen  ßoebern  berfehen,  um  auf  bie  2Ipe  fefl* 
genagelt  ju  werben. 

c.  ebenfo  ein  23lcch,  ba«  mit  2  ßoebern  ju  bew 
Äloben  d.  unb  noch  einem  tn  ber  «Witte  für  ben  «8ol$* 
nagel  rerfehen,  muf  auch,  Wie  bet  h.  ju  fehen,  an  bie 
©d; raubenmutter  angelothet  werben;  bie  2  «einen 
£dd;er  befommen  feine  ©chrauben. 

d.  ifl  ein  Waget  mit  ßappen,  welchem  unten  eine 
©djraube  gezogen  wirb.  «Bie  nun  ba«  ©eflell  ho  her 
ober  tiefer  gelaffen  werben  fo«,  wirb  bie  ©ebraube 
burch  ba«  SStech  g.  geflecft  unb  in  f.  angejogen,  baß 
fte  fefl  flehen  bleibt,  wie  b.  c.  d.  geigt. 

a.  b.  c.  d.  e.  flellt  alfo  ben  ganjen  SSofjnagel 
mit  alten  feinen  -^heilen  bar;  f.  ifl  b„  g.  ifl  c.f 
4i.  ifl  e.,  i.  i|l  d. 

gigur  2.  ©in  ©choreifen  nebfl  Bubehor. 

a.  ba«  «Weffer;  b.  ber  £>rt,  wo  e«  breimal  an 
ben  ©fiel  »ernietet,  unb  ihm  bie  gehörige  Wichtung 
gegeben  wirb;  bei  c.  werben  ohne  bie  ©fange  be« 
©fiel«  $u  fchwachen,  $wei  Sappen  gefchmiebet,  wo 
bie  ©preijflange  f.  g.  h.  beweglich  eingenieter  werben 
muf,  bafj  fte  etwa«  aufflehet. 

«ffienn  biefer  ©tiet  00m  «Weffer  an  («cm  b.bi«d:> 
i5u§  lang  ifl,  ifl  cS  genug;  bie  ©eite,  welche  im 
©chatten  flehet,  fep  i3„  unb  bwSBreife-im Sicht 98t-- 
ttien,  fo  finb  fte  in  allen  Söegen  flarf  genug,  wenn  nur 
im  ©djmieben  barauf  gefehen  wirb,  baß  biegifen  nicht 
«erbromtt,  fonbern  mit  wenigem  ©löhenbrnadjen  ge* 
fertigt  werben,  bamit  fte  ihre  »olle  Sraft  behalten, 
weil  fie  -oft  großen  Sßiberflanb  leiflen  muffen. 


IÖ2 


©arten  =  591  i  f  c  e  tt  c  n* 


©pretjPange  f.  w*tb  mit  einet  langen 
@d)t aube  wrfeh«,  «"*  etwa«  ftumm  siegen,  g.  ifl 
eine  Schraubenmutter,  welche  non  unten  unb  b,  eine 
toQlttta,  welche  non  oben  angejogen  wetten  fann, 
nac^bem  ba«  ©choreifm  auf  ben  if>m  fehicfhchPcn 
©cab  bet  £6be  obet  Stefe  geeilt  »otben.  Sa« 
JBerpählen  biefet  ©greifen  muf,  nadjbem  fte  »«el 
obet  wenig  gebraucht  werben,  non  3eit  J«  3«»t  9«s 
fcfjc^en,  hoch  batf  man  auch  nidjt  ju  lange  watten, 
weil  fonjt  ju  niel  abgefchtiffe«  würbe. 

gigut  3.  jeigt  bie  ganje  gintichtung  einer  Sauf» 
^>ne  für  bie  Sechen,  beten  4  $aar  fepn  muffen. 

a.  ifl  ba«  .£>ots  beö  Sechenbalfen«  im  Surch' 
mit  2  Stofen. 

b. b.  jwei  Stoben  baran ,  bie  etwa«  Parf,  aber 
£$  auf  bet  ©tange  leicht  bin  *  unb  berfd)ieben  laf* 
fen;  pe  h^«"  bie  Sechen  in  gleichet  %*>¥'  «nl> 
muffen  genau  auf  ihren  2inien  fte$en. 

c.  c.  tie  tunbe  eifecne  ©tange  bet  gaufbaljne 
Jelbfi,  bufcfch  tunb  unb  eben  gearbeitet. 

d.  ein  Kloben,  wo  bie  ©tange  c,  c..  wenn  fte 
"butch  bie  Stoben  b.  b.  gejogen  ifl/  butch  eine 
P©chtaube  nerbunben  witb. 

e. e.  jweiSihvaube'rtmuttetn  Unter  bem£ol$,  unb 

f.  f.  jwei  bergleithen  mit  glügetn,  mit  Sappen, 
Havin  ein  2cch  übet  bem  £ot$,  «nt  bie  Sechen  auf 
gleiche  4>ohe  ju  Pellen. 

g.  bie  jwei  Sccf>enjinfen,  welche  butch  bie  3>lJt*» 
4ett  bet  Stoben  b.  b.  geflohen  wetben,  unb  «Ifo 
jtjefe  beflo  feflet  halten. 

gigut  4.  jeigt  einen Stoben mit  ©df)tdubmb.  unb 
<gc fymt  a .,  beten  2  ©tue?  ferjn  muffen,  ©ei  a.  wetben 
bie  ©fiele  jum  großen  Sechen  beweglich  »erntetet. 

gigutr  5,  ifl  ein  Sing  a. ,  fowohl  bie  Sechen* 
halfen  f«pjut)«Uen,  baß  p?  nicht  awfplahen,  öl«  auch 


eine  ©cheete  b.,  um  bie  langen  Sed?enfiiele  batan 
ju  befepigen;  e«  ftnb  4  ©tut?  nothig. 

gigut  6.  jeigt  bie  eifetne  2fpe  ju  bem  £intcrrab ; 
pe  muß  1  guß  10  3oll  lang,  unb,  fo  weit  fie  in  bet 
Sabe  be«  Sabe«  peefr,  »iereefia,  ba«Uebtige  f*on  tunb 
gef^miebet  fepn;  c,c.  ftnb  2  fiarfe  eiferne  Stoben  mit 
©fhrauben  unb  SSuttevn,  wobutd)  biefe  3lpe  an  ba« 
©eftelX  angejogen  witb  (©.  m.  m.  A.  gigut  i.)5 
d.  d.  bie  jwei  Sutbeln;  e.  e.  Schraubenmutter,  pe 
f*jl  anjujiehen}  f.  f.  jwei  £afen,  nicht  ju  fch»«<h» 
mit  ©^rauben*  unb  glugelmuttern;  »otn  an  jebem 
^afen  noch  ein  fleine«  2ocf>,  um  baburch  einen  Sie* 
men  ju  jiehen  unb  bie  glügelmütter  anjubinben, 
wie  bei  g.  ju  fehen,  weil  pe  ftcf>  fonp  übet  bet  tft* 
beit  leicht  lo«winben  unb  »erloren  gehen. 

gigut  7,  jeigt  bie  Segierpangen  in  petfpefth 
uifcher  ^fnpdht. 

gigut  8-  ein  flehtet  #afen  a. ,  bet  in  ben  S(o* 
ben  b.  paßt,  worüber  fchon  ba«  Sotlpge  angeführt 
worben. 


4- 

Hfnwcifattg  jum  ©ebtauch  biefet  5Sa* 
fchine,  unb.  wa«  man  fonfi  babei  ju 
beobachten  h«^ 

1)  Sp  ein  £>tt  augjumitteln,  wo  man  ba«  ganje 
SBerfjeug  im  St  0  cf  nett  unb  »erfchloffen  aufbewahren 
fann,  baß  nicht«  baoön  abgemacht  unb  verloren  ge* 
hen  fann. 

2)  Sie  ©arfenwege,  wo  man  bamif  arbeiten 
will,  bütfen  nicht  mit  grobem  .Sie«  belegt  fepn;  auch 
muffen  alle  gtobe  ©teine  unb  ©aumwutjeln,  wenig* 
pen«  auf  3  SollSiefe  au«  ben  58egen  hinweggephafft 
werben;  e«  pnb  bieß  ehneicm  Singe,  welche  in  ©at* 


®arfeit 


tefiz  unb  ©pajterwegen  tu  feinem  galt  gebulbet  wer* 
ben  burfen. 

©ar  ju  weidet  ©anb  ifi  auch  nicht  gut,  benn 
ob  et  jwar  ben  ©inter  burch,  unb  im  ©ommec  bei 
JRegenw etter  recht  gut  ifi,  fo  macht  ec  boch  in  tcocf= 
nen,  fjeifen  ©omraerfagen  gar  ju  unangenehme  ©ege. 

&an$  tf)o ntge  ober  lehmige  ©ege  ftnb  bie  fehle#* 
teften  ton  alten,  unb  in  fotchen  ©egenben  ifl  ©anb 
oft  fef)t  rar;  man  muf  bähet  anbere  9Raterialt?n 
«uffuchen.  —  Ser  an  ber  Suft  jctfallene  Sufffiein 
ober  einige  Ärten  ©anbmergetfieine,  welche  ebenfalls 
an  ber  2uft  jerfalten,  ftnb  in  thonigen  ©egenben 
oft  häufig  tothanben.  ©o  giebt  eg  auch  eine  fanbige 
2trt  ©ppgjieine,  welche,  fleingefiofen  unb  gefiebt, 
fehr  nette  ©ege  machen,  aber  ihre  weife  gatbe  ift 
ben  Äugen  im  ©ommec  fehr  fchäbtich.  Sec  Äbfall 
ton  ben  ©anbfieinen,  welche  man  jum  iöauen  ge* 
braucht,  noch  recht  Eiein  jerfiofen  unb  geftebf,  macht 
auch  fehr  gute,  fefie  ©ege,  wenn  fte  nur  2  3oll  hoch 
bamit  betegt  werben;  enbltch  ift  noch  ©ärberloh«v 
befonberg  in  Äuchengärten,  jum  SSetegen  ber  ©ege 
gut,  wo  fte  wohlfeil  ju  haben  ifi;  wenn  fie  3  big  4 
Sabre  gelegen,  fann  fte  jufaramengefebarrf,  unb  alg 
eine  gute  Süngeretbe,  auch  auf  2Ri]ibeete  §u  ©urfen 
unb  ©elonen  gebraucht  werben. 

S0?an  furfje  in  feiner  ©egenb  bag  befte  SRaterial 
jum  Äuefüllen  ber  ©artenwege  auf,  unb  mache  erji 
Eleiue  S3erfuche.  konnte  ober  wollte  man  feine'Shons 
Wege  md)t  terbeffetn,  fo  fuche  man  jur  iebegmaligen 
Steinigung  ben  fchicflid)fien3eitpunft  ju  wählen,  unb 
bag  SReinigen  mit  biefet  ©afchine  wirb  auch  gut 
gehen.  Siej-etigen  ©ege,  beren  ©anb  etwas  fejt 
Wirb,  ftnb  auch  am  heften  ju  bearbeiten,  unb  ber 
bejte  3ettpunft  ju  altera  ©egepugen  ift  ,  wenn  eg 


5D?  i  f  c  c  11  c  n;  163 

♦twag  geregnet  hat  «nb  wieber  afgetrotfnet  ifi,  fo 
baf  bie  ©tbe  noch  «twag  geud/tigfeit  hat. 

3)  ©ilt  man  mit  ber  SOtafchine  atbeifen,  fo 
fährt  man  bie  ©erzeuge  nach  oben  gefebrt  an 
Stt  unb  ©teile,  burdhgehet  ben  $lan  tn  ©ebanfen, 
fucf;t  folgert  fo  einjutljeilen,  baf  man  ganje  3öge 
machen  fann,  ohne  ft#  oft  umwenben  ju  muffen. 

4)  Älteg  wag  e.g  nothig  hat ,  muf  mit  einet 
guten ©djmiere  eingefchmiert  werben;  bann  fehrtman 
bie  ©erzeuge  unten  unb  richtet  fte  gehörig,  fieeff 
bie  Sfegierfiangen  jr.  auf,  jiehet  alle  ©chrauhen 
wohl  an;  —  jwei  ^erfonett  fpannen  ftch  »orne  ein, 
ein  SOtann  gehet  hauten,  fowo.hl  jum  ©chieben  alg 
jum  ^Regieren,  unb  Äd;fgchen,  baf  Älleg  orbentli# 
gehe.  ©c  gebe  ad}t,  baf  orbentlich  gejogett  wirb, 
baf  bie  ©infaffungen  nicht  betätigt  werten,  unb 
baf,  wenn  fjich  Unfraut  «or  ben  5Rcd;e»t  gefummelt 
hätte,  bie  ©affine  aufgehoben,  unb  bag  Unfraut  in 
ein  Äocbcben,  weicheg  auf  bet  ©afchtne  immer  mif= 
gefahren  wirb,  ju  fammeln,  bag  ganje  ©ctf,  wo  eg 
nothig  wäre,  tiefet  ober  hofter  ju  freiten,  welches  am 
grofen  S5oljnagel  gesehen  famt. 

5)  .öätte  man  aber  gar  unreine  ©ege,  wären 
fie  mit  egjunbgjabn,  Sowenjahn  unb  attbern  fchlim- 
men,  wurjelnben  ^flanjen  oerunreinigt;  bann  ifi  fein 
anbeteg  9Rittel,  alg  foldjeg  ©urjelwetf  mit  leichten 
©einfachen  ober  «fjaefen,  nicht  mit  ©paten,  aug^ 
haefen  unb  rein  auglefen  ju  laffen.  geeilt#  eins 
muhfetwe  unb  langweilige  Ärbeit;  man  fann  aber 
faum  biefe  Unfcautarten  babur#  log  werben;  wag 
auch  fo  lange  wieberholt  werben  muf,  alg  nothig 
ifi.  --  ©ommer  =  ©raSpflanjen  aber  ftnb  eher  ju 
oerHtgen;  wären  alfo  ©ege  fehr  bamit  befefct,  fo 
ftelle  man  bie  9£e#«n  ganj  hoch/  baf  fte  nur  oben 


ffceifm,  ob«  Ugf  9«  ab'  *u 

«inet  3eit  bleiben  mit  ben  ©greifen  allein 

einigemal;  betgleichen  fei>t  unreine ©ege  muffen  aber 
mit  #anbtechen  wbllig  tein  gemalt  werben;  fefjc 
unteine  ©artenwege-  follte  e«  eigentlich  nicht  geben. 
SKan  fann  mit  bet  5Kafchine  bie  Weit  oft  wiebet. 
holen;  benn  je  weniger  Unftaut  ba  ijf,  je  helfet  unb 
Seichtet  gehet  bie  Weit,  fo  fann  man  bie  ©greifen 
ganj  ^ox^fteUen  unb  bloff  mitten  Kedjen  auffrafcen; 
ober  bei-  langan^altenbem  Kegen,  ijt  eS  hoch  oft  bet 
SaU,  baff  ba«-  Unftaut  ubetljanb  nimmt,  ba  fann 
man  ft<h  hoch  teiltet  unb-  gefchwinbet  bet  Weit 
«ntlebigen,  al«  mit  $anbw«f  jeugen  allein. 

6),  £)ie  bisher  burch  #anbwetfjeuge  bearbeite» 
ten  2Bege,  fintr  oft  feht  ungleich;  foHten  alfo  nach 
bem  erffen  unb-  jweitenmatigen  ©ebtaudje  mit  bet 
5J?afd)fne  noch  unangegtiffene  *pla(je  übrig  bleiben, 
fo  gebe-  man  berfelben  bie  ©chuttf  nicht ,  fonbetn 
fahre  noch  einige  SKale  roel)t  überhin,  fo  wirb'  ent» 
»ebet  alle«,  ober  hoch  ba«  mcifle  Unftaut  abge» 
fchaatt,  unb  Ungleichheiten  aiWgefüllt  werben;  bleiben 
aber  bann  hoch  noch  hi«  unb  ba  unangegtiffene 
^JÜhe/  fo  e«  ein  Reichen,  baff  bie  Ungleichheit 
ten  su  gtoff  waren;  ««  müffen  alfo  biefelben  au«* 
gefüUt  unb  geebnet  »erben.  Sff  ba«  einmal  gefche» 
hen  unb  bie  ©ege  wetten  burch  fonjt  nid)t«  wetbor» 
ben,  fo  werben  |te  burd)  bie  «Kafchinenarbeit  immer 
hüb  d)  eben  gehalten  werben. 

7>  Sollte  fich  wahtenb  ber  Arbeit  ©anb  u.  f.  w. 
Wv  benKechen  häufen ,  fo  wirb  bie  2»crfd)ine  hinten 
*eid)t  aufgehoben  unb  ein  wenig,  ohne  ben  s)ug> 
auf juh alten,  g«fd)ütteir,  ober  man  fammett  ba«  Ur.r 
fraut  in  ein  Körbchen,  wa«  immer  auf  bet  9Äa» 
fd)ine  mitgenommen  werben  muff.  2Senn  bie  3Bege 
etwa  ju  naff  finb,  ballet  ftd)  ber  ©anb  oft  fo,  bg 


91  i  f  c  e  U  e  n, 

muf  man  nur  etwa«  gefchwinbec  fahren,  fo  gehet 
alle«  wohl  burch,  je  gefchwinbet  je  beffer. 

8)  ©owohl  getabe  al«  frumme  5ßege,  wenn  bie 
Krümmungen  nur  nicht  gar  *u  fur§  finb  ,  welche« 
euch  nie  fepn  follte,  fann  man  mit  biefet  SKafchine- 
bearbeiten. 

9)  ffBcren  bie  SH^ge  etwa«  hart,  welche«  ber 
gtofer  Srocfenheit  oft  uorfommt,  unb  bie  Weit 
müfite  gefchehen,  fo  mu$  man  bie  früheren  «Kor* 
genffunben  §ur  Weit  w^len,  bie  ©cfaoreifen  mit  ei» 
nem  ©tein  oon  notiger  ©chwere  barüber  legen;  wo 
e«  aber  nicht  feht  hört  iff,  fann  man  beibe«  ent* 
bebten.  SBenn  mnn  ba«  Keinigen  oft  ootnim  nt, 
unb  ba$u  jebe«mal  nach  einem  Kegen  ben  tedjtat 
3eitpunft  wählt,  wirb  man  nie  unreine  unb  ha*te 
SQJege  h“hen. 

10)  £5tte  man  (Spazierwege  burch  ©raSpta&e,, 
»0  beim  Äbrodhen  be«  ©rafe« ,  beffen  hmeinfiel, 
ober  geworfen  würbe,  fo  muf  folche«  wotf)et  rein 
tmggefcbafft  werben ,  unb  ju  bem  SSehuf  batf  man 
nur  noch  einen  Kecben  mit  naheffehenbetr  eifernen 
3infen  rot  bie  ©choreifen,  nur  fefiffehenb,  anbringen, 
unb  auch  bteü  wirb  bamit  wohl  beforgt  »erben. 

11)  fföege,  welche  nicht  feht  unrein  finb,  Un- 
nen  mit  b  t  «Kafchine  wollig  fertig  gemadjt  werben, 
wenn  ber  «Kann  an  ben  Kegierffangen  in  6  gu&  brei» 
ten  ffBege«  brei  3üge  macht ,  unb  bei  jweien  an 
ben  ©infaffunge»  h«»mif  auf  ber  inneren  ©eit«  ge» 
het,  beim  britten  $ug  aber  gar  nicht  hinterher  ge? 
het,  fo  wirb  man  feinen  guf tritt  fehen,  un»  matt 
fann,  wo  e«  eingefuhtt  unb  beliebt  ijf,  ba«  SBalje» 
gleich  folgen  laffen.  «Kit  bet  «Kafchine  gehet  bie 
Arbeit  gefchwinb ,  unb  wenn  fonff  bie  £eute  nicht 
faullenjen,  fo  fonnen  bieSSBege  in  einem  mittelmaffi» 
gen  ©arten  in  2—3  ©tunben  gepufc^fepn;  wa« 


©arten  =  931  i  f  c  <  11  e  n» 


fonff  auf  bic  gewöhnliche  2fct  2 — 3  «Kann  in  einem 
Sag  nicht,  ober  mit  großer  2fnfirengung  ju  Icijlett 
»etmögen. 

12)  Sff  bie  Arbeit  »olfenbet,  fo  fe^c  man  bie 
3?eaier|?angen  ab,  maßt  alles  rein,  fef>rt  bie  SDßerf* 
^euge  nach  o6en,  unb  fo  man  weit  jum  Quartier  $u 
fahren  bat,  macht  man  aud;  bie  Kechenjliele  von  ben 
■Kurbeln  loS,  unb  binbet  ben  Vorbern  Kecken  mit 
einem  ©trief  gegen  bie  ©churireifen  an;  auch  fann 
man  alle  Schraubenmutter  burd;  einen  S3inbfaben 
ober  £)ral>t jufammen  verbinben,  bamit  feine  verlo* 
ten  gehe;  man  fann  aud)  ein  «Paar  ©fangen,  wie  am 
9)flug,  anbtingen  unb  ba6  SBerf  barauf  fortfchleifen. 

13)  3Ber  eine  folcfte  Sftafchine  will  bauen  laflen, 
mug  gute«,  trocfneS  #olj  ba$u  haben;  gute«  «Buchen, 
©fc^en,  2ff?ocn,  reiu  eichen,  i|?  bas  befte;  rein 
Sannen,  befonbcrS  Äiefernholj,  wäre  wof)l  auch  gut, 
aber  ju  bem  23orberwagen  unb  «Kdbern  mußte  bod; 
Buchenes  genommen  werben.  2fud;  tf)Ut  man  wof>l, 
bem  £of$n>erf  einen  tfnffrid)  $u  geben,  unb  baö  @if?n- 
werf  mit£arj  fdjwarj  anjulaffen :  es  ift  nicht  fott>of>I 
gegen  bie  SBitterung,  als  vielmehr  fcaS  .fjoljwerf  gegen 
Sßurmfraß ,  unb  baS  ©ifen  gegen  3? oft  ju  ftdjeru-. 
3fuf’«  £otj  bient  $um  erjien  2fnflrich  mit  ßeinölfuniß 
verbunnter  ©chiffStljecr,  unb  wenn  biefeS  wof)l  ange« 
troefnet,  noch  einige  «Kal  mit  irgenb  einer  £>elfnrbe. 
2ßem  an  ber  ©cf>onf>eit  nichts  gelegen,  ber  fann  ben 
3tnfhid>  aud)  nur  mit  einem  flarfem  ©aljroajfet 
machen  lajfen,  unb  es  wirb  gegen  allem  2Burmfraß 
geft'diett  feijn. 

14)  ©S  ift  auch  nofbig,  bem  ©chlofter  ober 
©djmtbt,  bie  Seicfenungen  ber  ©chor«  unb  anberern 
©ifen  nad)  ihrer  natürlichen  ©röße  vor$u$eicf)nen;  ju 
bem  33ef)uf  habe  i d)  einen  fed)«aolligen  SKaaßftab, 
nad)  welchem  ich  hier  gebaut  habe,  auf  ber  ©fite  ber 

SSottf.  beö  £  S.  @art,  S3tagaj,  V,  S3b,  4.  ©t,  1821. 


3«ichnung  beigefugt,  wonach  man  überall  ftfe  nam» 
liehen  «Kaaße  richtig  nad;mad)en  fann. 

©ch lieblich  bemeefe  ich  noch,  baß  bie  Arbeit 
mit  ber  «Hafchine  erft  recht  erlernt  werben  muß;  id) 
bebiene  mich  ihrer  nun  fchon  feit  langer  Beit  mit 
bem  größten  Kuben,  fann  fie  aber  faum  ben  Sag* 
lofjnern  jum  Regieren  anvertrauen  ,  benn  bie 
Seute  bleiben  am  liebften  bei  ihrer  gewohnten  Un 
beitSarf. 

OBollten  SSeft^er  großer  9>atfs  unb  ©arten 
eine  folche  SKafchine,  für  bie  Jtrdfte  eines  £)d;fenS 
ober  ^ferbeS  berechnet,  bauen,  fo  fÖnnen  fie  nach 
biefet  fleinereir  leicht  eine  größere  machen  laffen. 
$D?an  barf  nur  noch  2  ober  4  ©choreifen  mehr  an« 
bringen,  bie  ©tollen  burd;  2  ober  4  vermehren; 
bann  muß'  aud;  bet  vorbere  2Bagen  barnach  breiter, 
unb  jwei  ©tollen  Dome  burch  ein  ftarfeS  a.ueerholj 
verbunben  werben,  ein  ©tolle  in  bet  «Kitte  bleiben 
furj,  welche«  unter  bie  vorbere  2fpe  gefieeft,  unb 
burch  ben  SSol^nagel  verbunben  wirb.  (Statt  eines 
^interrabeS  muffen  bann  2  Kdber  mit  fcftftebenber 
eifernen  2lj:e  angebracht,  unb  bie  Kechenftiele  burd) 
bie  kurbeln  in  Bewegung  gefegt  werben. 

2  2fnfpannung  beS  ShiereS  muß  burd)  ein 
«Paar  ffarFc  ©triefe  fo  gefchehen,  baß  bie  25eid)fel 
frei  bewegt  werben  fann ,  um  fie  nötigenfalls  red;tS 
unb  linfs  jiehen  fonnen. 

Surch  einen  flarfen  Cchfeit  möchte  eS  wohl  am 
beffen  geben ,  weil  ^)ferbe  ju  wilb  ftnb  unb  burch* 
ä«h*«  möchten. 

(5.  ©t. 


3 


i66 


©  a  1 1  tn  s  i  f  c  eilen. 

reinigen  Sann.  Sebe  biefet  SÄS^c«n  -  bl«  alle  but<h« 
au$  gleich  weit  frab  —  h«1  So«  im  öurthmeffer, 
S65«fti>£  »itmettyrai  für  Wattjin^uf«.  unb  an  bec  einen  ©eite  einen  2  Seiten  unt> 


{mit  XbbUbm  «uf  Sa?sl  23‘ 


m  liegenben©drrafand(e,  welche,  non  einem 
fifernen  geuerfafien  au«gel)enb,  ttntet  ben  genftern 
„eg,  um  bie  $flanjm  herum  unb  bann  in  einem 
0d)lot  au«laufen,  ftnb  fowofp  für  Sleinere,  alb  auch 
gtofere  gjfanjen-#  ja  fogac  grofe  ©ewach«  --  unb 
Örangeriehdufet  non  entliehenem  Stuben.  fßibbec 
mauerte  man  fte  gewöhnlich,  io  — 12  Soll  weit,  von 
©athsiegcfn,  mit  2ef)m,  welche«  aber  nicht«  taugt, 
ba  biefe  banale  ftch  nur  langfam  unb  nicht  egal  ec* 
wdtmen,  oft  reifen  unb  rauchen ,  fchwet  ju  reinigen 
finb,  unb  bec  oft  feucht  wecbenbe  2ehm  einen  feud>= 
fcn  Stoben  in  ben  Heineren  ©arm  *  unb  Sreibhau* 
fern  macht,  bec  ftch  bann  auf  bie  Slattec  bec  Wan* 
jen  nieberfdhldgt  unb  biefe  fefjt  naäjtheilig  befchmu&t, 
fo  baft  fie  immer  mit  ©uhe  gereinigt  werben  muf* 
fen.  ©eit  beffer  ffnb  bafer  bie  neuerfunbenen  tf)d* 
tternen  ©drntcohren,  beren  Tlbbilbung  Safel  23  B. 
jeigt.  2Mefe  finb  runb,  fo  bafj  fte  jeber  Stopfer  leidet 
machen  Sann,  befielen  au«  Sutjen,  nur  2gup  2  3oU 
(Seidiger  ©aaf)  langen  ©tucfen  (f.  gig.aO,  fo  ba& 
ft«  leicht  auögewechfelt  werben  Sdnnen,  wenn  eine 
jerfpringt,  ftnb  innerhalb  glafurt,  bamit  ftch  Sein  Stuf 
feft  anfefecn  ober  burd>fd?lagen,  unb  man  fte,  vermöge 
ber  herauöjunehmenben,  5  3olt  langen  unb  5J  3oll 
breiten  klappe ,  welche  mit  2ebm  verfluchen  wirb, 
mittelp  eine«  geberwtfdhe«  ober  einer  Surfte  leicht 


eben  fo  bicfen  tftanb  ober  ©utft,  innerhalb  welche« 
bie  folgenbe  Stohre,  welche  in  bie  vorige  paffen  muf, 
eingefchoben  unrb  mit  2ehm  verfluchen  wirb,  gut  bie 
ßtfen,  wo  ber  Äanal  ftch  unb  wmbet,  ftnb  be* 

fonbere  furje  ©cfftucSen  nothtg,  bie  gigur  1.  jeigt. 
Son  ben  gerabelaufenbm  Siobtenftutfen,  gigur  2., 
befommt  nicht  jebe«,  fonbem  nur  ein«  um  ba«  an* 
bete,  eine  Etappe,  fo  baf  ber  Peiniger  mit  entblöß 
tem  2ltme  hinemgreifen ,  unb  jebe  klappe  leidht  ec* 
reichen  Sann.  Seber  praftifdje  ©drtner  wirb  ftch  in 
bie,  gigur  1  unb  2,  beigefugten  geirhnungen  leidht  ju 
ft'nben  wiffen. 

Siefe  thonernen  ©dtmtohren  haben  ben  9rofen 
Sortheil : 

1)  baf  fte  ftch  fchnetl  hetfcen  taffen,  unb  in  bem 
ganjen  ^fTangenfjaufe  eine  egale  trocSene  ©dutte 
verbreiten  ; 

2)  bafj  fte  leicht  ju  reinigen  unb  ju  repariren  ftnb; 

3)  bafi  fte  weit  weniger  $olj  Sofien,  al«  bie  von 
©adbjiegeln  gemauerten  Äanale; 

4)  baf  man  ben  ©rab  be«  geuer«  unb  ber  ©dt* 
me,  vermittelt  eine«  «Regulator«  in  ber  eifernen 
Öfenthur,  tn  feiner  ©ewalt  hat. 

$ier  in  ©eimarSofiet:  1)  eine  gerabe,  2  guf 
2  Boll  lange  SRöhte  ohne  Älappe  6  ©t.;  2)  eine 
begleichen  mit  Älappe  7  ®r. ;  3)  ?in  bergl.  ©cSftucf 
ohne  Älappe  8  ©t,  @dchf.  ßct. 

g,  3.  Sertuch» 


3  «  b  «  l  t. 


©eite 

SSlumtfleref, 
x,  ©<$one  ejcott’föe  ^ftanjen. 

A.  Sie  ©ilbet SBinbe,  ( 9) fit  tfbbiifcung  auf 

Safel  20,) . 125 

B.  Sie  fiberbangenbe  Steneatmie,  (SOiit  2tbbiU 

i»uit3  auf  Safe!  21.)  ,  .  ,  X25 

s,  SBie  mujj  ba§  SSBajfer  jurn  SSegiefien  bet  ^flan* 

S«n  befdfjajfen  fe^n,  wenn  eg  bie  SBcgetation 
befbrbern  fott?  126 


Seite 

S&ffsßultur, 

1,  ©barafteriftiE  bet  £>bft  s  ©orten, 

2f « p  f e  t.  Ser  rot^e  Äutj|iiel,  (SJtit  Jfbbii» 
bung  auf  Safel  22.)  ,  .  ,  .  »139 

2,  Sbjtbaumsucbt  im  ©bmorer  ©omitat,  in  Um 

garn . T40 

3,  4?ei(mittel  fut  ben  Siger  ober  bie  Staube  bet 

SSirnbäume . ,141 

©arten  *  StfifceUen. 

1,  ©amuel^atfeg,  übet  bie  Jtnmenbung  beS 
gemeinen  Äütbenfatjes  im  ©artenbau  . 

3  2 


»43 


1 68 


Sette 


8  n  I)  a  l  U 

©eite 

*  ßjjemifdje  Xut»l<  »«  Sopi«*«  »*«  *»■  3tMiiK,"n9  tin,,:  tu>‘ma  ®aWn'  5>a|': 

I54  Safel  . . 

. .  4,  StjSnerne  SBürmer&tjren  für  ^ftansentjaufer. 

3.  ua.t  U<  aeirt«»  »«  @.««»<3*,  »>tn  (WtWTOunsaufS.frtaj.S.)  .  ■ 


3u  biefem  $efte  gcljörcn  folgenbe  2(bbt(bungcn: 

Bafel  20.  Sie  ©it&er  =  2Binbe. 

—  2i.  Sie  übfrtjängenbe  Stenealmie. 

—  22.  Ser  rotfje  Äutjjtiel 

_  23.  A.  SBegereiniaungS  =  SKafdjine. 

_  —  B.  aBStmerbfjten  für  5>flanjeni)äufer 


(^ierau  baö  SnteUigenibtatt  Nr.  IV.) 


<Ä?/ 


'9iy?.ZZ. 


rr  /•< 


No.  IV. 

3nfelligtn$  •  «Blatt 

fcer  ^ortfelung 

tes 

%U$mtmn  SetttfcfKit  ©arten«  gRasaün*. 

_  fünfter  Sanb.  1821. 

faxten  intelligenten* 


®*vhj[ü)nif}  t)on  fcfrönbru&jnbm,  «um  Sbfil 
noeb  febr  feltenen  ^fTanjen,  welche  gegen  fogleid) 
baare  23orau3be$ablmig  in  Gonoenfionggelbe, 
in  bfren  Ermangelung  id)  ben  betrag  oon  ber 
mobet  ben  (Sveoiteurg,  EommifftonairS  ober 
Snbrleuten  bet  ber  SBerfentung  nad)nef>men 
werbe,  JU  habe n  ftnb  ber  ©oftlob  Sriebrid) 
fe«bc^  ‘5ant>{I§9a'lrtnfr-  £reSben,  2BiIg; 
bruffer  23orfIabt,  ©«gaffe  Nro.  924.  am 


#.«,5  ?  U  ma- Spebtteurs  unb  ©ommifPonairS  sur  tr tu 
ttm  »eforberung  aufgegeben,  fo  bitte  id;  ergebend,  um 

£-f9^,t,9e-?orto  ffir  %vi(fc  «•  f-  »■  unb  anbere 
mog(td;e  ©djwtertgfeiten  ju  »ermciben,  tiefeiben  aud)  »u- 
ßletd,  anjuwetfen,  ben  betrag  bafitr  foaleich  iu  entricb 
id> k  T  d°n  Wt,9  bm  ketraTbei 
buö,n  nQ$nfb»fn  »erbe,  rooburd)  noch  ber 
{JSS  *«2‘  M  Me  ©cllis  auf  bas 

bS  6e|*e  1,Jflter  bef6rbert  »erben  muffen,  wo! 

burd;  monier  Unannebmlicbfeit  rorgebeugt  mirb." 

UnteSciffen  be,,H  ifte  id)  poftr'rci  unb  Me  nS= 
i^1 eu.t,.,9>’  iugteid)  erbitte  ich  bie  Vornamen 
merner  Xbbreffe  -ebeomal  mit  auf  bie  Briefe  |»  fi 


Sa  mehrere  ^flanjen  =  Ciebbaber ,  bie  nicht  groSe 
©amnifungen  ^antegen  Jbnnen  ober  »ollen,  nicht  fomebl 
feltne  als  fd&one  ?>flan$cn  ȟnfeben,  anbere  mieber  auf 
befonbers  PatEe,  unb  bei  fdwerblübenben  auf  blübbare 
Cremptare  feben,  fp  habe  id)  bei  einigen  ber  nod)  unbf; 
fannteren  bemerft,  »eiche  ficb  ganj  befonberS  burcb©d>5n= 
bett  ber  Slumen,  beS  3Bud)er$  unb  beS  ©eruebed  empfeb; 
ten,  fo  aud),  roooon  id)  ganj  befonberd  Parte  ober  blüh- 
bare  ©rempiare  abgeben  fann. 

„  “m  b-el  ^uäw?cti^I‘  Kbe  aSebenftiAfeit  ju  beben, 
•T!^erC^  bte  rff^  »ebienung,  in  Jinfebung 

richtiger  tarnen,  gefunber  ^flanjen  unb  guter  SJerpacf* 
ung  ,  bie  bet  mir  mit  grogter  (Sorgfalt  gefc^iebt.  Sie 
©mballage  nnrb  befonberS  begabt.  ’ 


Abrus  precatorius,  Glycine  Abrus  L.  9)afer: 

noper ;  ©rbfe.  .  .  ^ 

Acacia  aecipiens,  A.  dolabriformis 

—  decurrens-,  Vent,  febr  fd)6n 

—  —  begleichen  groge 

—  fDodonaeifolia 

”Jfb^dMra’  wfl$*  föoir,  arsficine 
yfbtnje  febr  fd)6n 

—  lopbanta  speciosa 

—  mucronata 

—  paradoxa,  A.  armata  R.  Br  ,  fdjoit  * 

• —  scolopendria  ,  A.  alata 

—  stricta,  Willd.  , 


5 

-6!rl 


9 


(XXXVI) 


dealbata,  fd)6tl 


fctjc  fiarf ,  tied&t  fef)t 


Änd.,  f«t>c  fdj$n 


Adansonia  digitata,  L.  2fffcnbtrot  =  95aum 
Adianthum  Capillus  Veneris,  L.  , 

Afzelia  grandis,  noya,  fet)r  fd;on  . 

Alströmeria  peregrina,  L.  » 

Amaryllis  formosissima ,  L. 

Andromeda  arborea,  L  ? 

_  axillaris 

_  cal'culata,  L.  •  .  . 

_  Cassinefolia,  Vent,  A  speciosa.Mic 
_  Catesbaei  .  . 

—  lucida,  Lam.  A.  conacea  Alt 

_  polifolia ,  L. 

*  _  pulverulenta ,  A 

_  racemosa ,  L. 

serrata  .  • 

Annona  Asiatica 

—  tripetala  •  • 

Anthemis  Artemisifol.  fl.  albo  pleno 

_  _  fistulosa  nivea  plena,  pcaajt 

_  —  pleiia,  ©panifd)  braun 

_  _  atro  purpurea  plena 

_  —  lutea  pl. 

_  —  pallida  pl.  * 

_  —  rosea  pl. 

Aralia  arborea,  Willd.  Hedera  arborea  .  5 

—  capitata,  Willd.  Hedera  capitaU  .  5 

—  spinosa  L.  • 

Asclepias  gigantea,  fepr  f(l)0n 
Aspidium  aenjulum?  Sw. 

_  dentatum  Sw. 

—  molle  Sw  •  * 

Aster  Areophyllos  Bill.  A.  moscbatus 

_  tomeniosus  Willd  A.  dentatus 
Averhoa  Bilimbi,  L.  . 

Aialea  alba  .  • 

—  glauca ,  L.  . 

_  nudiflora 

—  pdorata 

—  pontica  L 

—  viscosa 

Banksia,  ericoides  .  • 

_  he  erophylla,  H.  ole^ef-  1 Br' 

—  Uicifolia ;  Hak.  flonda,  Br. 

_  oblongifol.  Br.  ♦ 

—  paludosa,  Brown.  • 

—  pinnatifida,  Hakea  suaveolen* 

—  Rhuscifolia,  B.  dentata 

Bauera  rubioides  . 

Bauhinia  variegata 
Begonia  discolor  •  • 

Berberis  Sinensis 
Bignonia  grandiflora, 

Bitlandiera  melocarpa 

—  scandens  •  t  * 

Bisa  Orellana,  L.  DrleanfcSart«  . 

Cactus  phylanthoides,  ift 

ift  rofafarben  unb  groß,  blupt  ßäuftg  u.  lange, 
ojine  baß  bie  yflanje 


Cactus  speciosus.W.,  befielt  »jtHj« 

«Blume  ift  ganj  wte  bte  oon  G. 
aber  btennenb  purpurrott),  tnroenbtg  fä&n  » 
let,  blüpt  gerne  unb  lange  unb  betrage 
Calotliamnus  quadrifida 
Calycanthus  Carolinianus 

—  ferox 

_  floridus  L.  . 

—  nanus 

—  präcox  . 

Calystachis  lanata  . 

Camellien  ,  gefunbe  gut  bewutielte 

fPflanjen  bis  ju 


85 


als; 


ty, 


tpt.  ttji- 
15  bis  20 
12  —  IS 

25  — 


3—10 
8  —  X» 
8  —  i" 
10  —  12 
20  -  3° 
12  —  15 


Camellia  Japonica  alba  plena  6 

—  carnea  plena  •  .10 

_  Kew  Blush  fl.  pleno  .  20 

—  longifolia,  »ermütplicf)  alba 

simpl. 

_  Middelinist 

_  Paeoniflora 

_  Pink  coloured 

_  rubra  plena 

—  striata  plena,  blüßbare  ■  ~ 

®aS  aante  Sortiment  tiefer,  foroobl  an 

alö  an  SSlumen  pradjtoollen  ©attuna,  «1°#; 
id)  in  fdjonen ,  gefunben  ^flanjen  »on  lebet 
©orte  1  Spemplar  für 
Camellia  rubra  flora  simplici 
_  btefelbe  and)  bis  ju 

—  bergleid>en  jum  «Berebeln 

Campanula  lannginosa  ,  yyillo., 

_  versicolor 

Capraria  lanceolata 
Cassia  biflora  • 

—  grandis,  fcf)C  fd)OB 

—  ligustrina 

Ceanothus  Africanus,  L. 

Chloranthus  Sinensis  . 

Cheiranthodendron  Platanifol. 

fet)r  ftbbn  .  • 

bergleidjen  große  bt« 

Gbrysophyllum  Cainito 
Cineraria  lanata  • 

Cissus  Orientalis  •  * 

Citrus  Aurantium  L. ,  ^ommeranje  » 

_  _  roolfltragenbe 

_  _  crispa,  ÄtauS :  Drange 

_  —  Japonüa  .  ■ 

__  _  Myrtifolia ,  5Blnrtenblattrtge 

__  —  dulcis,  9>ommeftne  • 

_  _  —  mit  rottjem  gletfö,  Aran 

_  —  ^SdicifolärSleiben^ättttge 


Ceöfopenbau 


(XXXVII) 


Citrus  Aurantium  L.,  fructu  striato,  Aranzo 
incanellato,  Aranzo  Turco,  Türkine  : 
Ufa  fd)ön  an  %rü<f>ten 

~~  —  fructu  citreo  praegnans,  Aranzo  o 

Cedrato  della  Bizzaria,  jcidfinet  fid) 
Zu  L1!*.*  ö°nä  größte  atti, 

!>?lb  fronen,  falb  3>ommeransen  finb 
“  Medica  Calabrica,  {(fine  runbe 
ßaiabrifdit  Cimcne,  fat  einen  überaus 
oromatifdjen,  wöbltiet&e nben  3f tftem 
gebenben  ©aff,  nefäaib  fie  in  ber  &e, 
ßenb  um  Neapel  $um  robengSenuffe  fehr 

r&F'k  ®-  «**  »'s- 

~  —  trifoliata 

Glethra  acuminata 
—  Alnifolia,  L. 

Cliffortia  obcordata  . 

Coccoloba  excoriata,  L. 

—  pubescens,  f»$r  fc|)gn 

—  berauben  grof  unb  florFe  .  .  20biS 

Columnea  speciosa,  fefjr  fd)6n 
Convallaria  racemosa,  L.  dito  dito 
Couvolrulus  arboreus  Ufa  f^bn,  mit  it) ren  fi’ro> 

ne§  loufeö”  ^raU&Cn'  *,ne  Wfl^ve  3ierbe  ei: 

—  coccineus 

—  speciosus,  fe{ir  fd&on 
Cookia  punctata,  Lam. 

Corchorus  Japonica  fl.  pleno,  febr  fcfiSn 
Conaria  Myrtifolia,  L  .  J  ; 

Crataegus  glabra,  sprat&fpflönje 

—  Indica 
Crataeva  capparoides  , 

Cupressus  Africana 
Cytisus  purpureus  ,  Willd. 

Dalbergia  scandens 
Datura  arborea  L. ,  febr  fd)6n 

D-hTaurneoTaa’  L  '  °d°ra’  Ait*  tUd)t  *üt 
—  Pontica,  Willd.  . 

Dawallia  Canariensis,  Sw  Trichomanes  Jap 
Delph.mum  grandifl.  fl.  simplici ,  verum 
Dianthus  arboreus,  baumartige  Keif»,  erreicht 
rcenn  t$r  ölumenfldngel  nicht  abgefchnttten 
wirb,  einen  bebeutenb  hoben  Stamm  con  i: 
bis  14  Gelten  unb  baruber 

—  Japonicus  flore  pleno 

—  latifolius,  febr  fdjcn 

—  plumarius  fruticosus? 

~ '  A°re  maximo  plenissimo,  gna( 
Pink,  febr  fd&on  .  .  • 

Diosma  acuminata 

—  imbricata,  Willd.  \ 

villosa,  Bucco  villosa 

—  virgata ,  L. 

Diospyros  Lotus,  L,  ’.  ’ 

—  Virginiana 

Dotonaea  latifoüa 


Dracaena  mauritanica,  fef;r  fdon 

—  reflexa 

■ —  umbraculifera  .  t 

Embothrium  Salicifoliura 
Epacris  grandiflora,  pradjtCOll 

EnC3  faei'nbb°StgeapenSiS’  n'd;t  iU  ^ofali^e 

—  fascicularis,  febr  f(^6n 

—  berbacea 

—  hispida 

—  pomifera,  fc^r  föfa  * 

Eugenia  australis 

—  elliptica 
—  Jambos,  Willd,  . 

Eutaxia  Myrtifolia 
Ferraria  tigrida,  L.  Tigridia  pavonia ,  Curt 
prad;fyott  .  . 

—  undulata,  L.  pracfrtüoH 
Ficus  elastica,  ber  ma^reGummi  elasticum  6*bi$ 

—  Lichtenstemii 

—  venosa ,  Ait. 

Fontanesia  phylliraeoides,  Billard 
Gardenia  florida,  L. 

-  flore  pleno,'  fel;r  Wohlrtech. 

—  —  mycrantha  .  7  ' 

—  radicans,  febr  fdj6n 
uaultheria  procumbens ,  L. 

Gentiana  asclepiatea  L. 

—  pneumonanthe  ,  * 

—  saponaria 

—  septemfida 
Globularia  longifolia,  Ait. 

Gloxinia  arborea,  febr  fdjon 

—  speciosa,  Ker.  G.  florida,  fefir  fd) 

Glycine  bimaculata,  Curt.  Kennedia  mono- 

phylla,  Persoon  . 

—  coccinea,  Curt.  K.  coccinea,  Vent 

—  rubmunda  Curt.  K.  rubicunda  Vent 
Goodia  Lotifolia 
Gorteria  beterophylla  ! 

—  Pavonia,  fefa  \d)bn 

—  rigens 
Hakea  acicularis 

—  dactyloides,  Brown. 

—  H.  florida ,  Br. 

—  suaveoleus,  Brown. 

Harrachia  speciosa,  Jacq.,  fd§6n  ! 

Hedera  arborea .  fiebe  Aralia  arborea 

—  Helix  foliis  variegatis 
Helicteris  spicatus 
Heliotropium  grandiflorum 
Hemerocallis  Graminifolia  . 

Heritiera  elegans 

bergtefcben  fe^r  grofie  .  .  , 

Hibiscus  Rosa  Sinensis  purpurea  pl. 

bergleufjen  fefjr  grcge 

Hovema  dulcis 

Hura  crepitans,  L.  ©anbbücbfenbaum 
Hydrangea  arborescens,  L. 

9  2 


16 


8 
6 

I 

1  — 


jsttbr- 


(XXXVIII) 


Hydrangea  glauca  . 

—  quercifolia,  nora  Sp.  . 

Hydroglossum  Japouicum  . 

Jasminum  glaucuin  .  .  * ,  ..  ’ 

—  multiflorum ,  tft  fc^r  fdjon,  WOfjl  ter 

fdjbnfte  oon  allen  Summen  ■  3 

__  trifurcatum 

_  triumphans  ,  fft  feljt  fdjon 

Ilicium  anisatuin,  L.  _  , 

Iris  \nglica,  I  xyphioides,  div  tfarben 

—  Hispatiica .  J.  Äyphium  dit.  dit. 

—  spectabilis  •  • 

_  Susiana  major,  pradjteoll’  . 

Itea  Virginica,  L.  fef)t  fdjon 
Justic  a  bicolor,  ungemein  fdjon  . 

_  cri.tata,  Barleria  cristata,  fefjr  fqön 
_  picta,  f<br  fdjon  . 

Ixora  coccinea,  L.  fel)t  fd)cn  • 

_  puipurea 

Kalmia  angustifolia ,  L.  fefjt  fäon 
_  glauca,  Willd.  fef)r  fd)0n  . 

—  latifolia,  L.  fet>r  fcbon  • 

_  bergleidjen  fe^r  gto&e 

—  nitida?  .  •  * 

_  oleaefolia 

_  pumila  .  • 

Lasiopetalum  arboreum 

—  ferrugincuin  ♦ 

_  marginatum 

Laurus  Bemoin ,  L. 

Leea  hirta,  Hort.  Kew. 

Leptospermum  jumpennum 

_  lanigerum 

_  scoparinm  •  ■ 

Liatris  spicata,  fcljr  fd'bn,  gtope  • 

Ligustrum  lucidum!'?.  Sineuse,  feljt  fd)ö 
Z.  bergleidjen  febr  8'°*«  * 

Lobelia  cardinaiis,  L.  fcj>r  fdjon  . 

_  fulgens,  W.  febr  fdjon 

_  splendens,  W.  febr  f*8n  • 

Lilium  "Canadense ,  febr  fd)ön 
__  candidum  plenum,  dit. 

—  CätesLaei, 

_  Chalcedonicnm,  dit.  . 

—  Dauricum.  dit. 

Vii'imilp  ult«  ■ 

—  tigrinum,  3opanifcf»« 

—  bas  ©uirtib  tiefer  spt«d)t  *  luitn 

Liparia  bybrida  • 

Lycopodium  denticulalum,  L. 

Lomatia  Süauifolia  ,  fetjc  fdjon  • 

_  betgleidjeß  frtjr  grof 

iSZSISX««  «#k  !5Ä 

^  »nie  L.  grandiflora,  tbn  aber  mie  L. 

Chalcedonica  .  • 


Madecca  loiata  *  «  . 

Magnolia  A.n nona efolia  ,  ElCu)t  ÄltJCttCpWt 
auriculata,  Mich, 
fuscata,  riedjt  fefjr  angenehm 
-  bergleidjen  febr  grc{ie,üoUÄnorp.  io 
glauca  L. 

grandiflora,  Exmouth 
macropbylla,  Mich, 

—  purpurea 
Malpighia  crassifolia 

—  volubilis  •  , 

Melaleuca  calycina,  fet)t  fdjon 


dit. 

dit. 

dit. 

dit. 

dit. 

dit. 


dit. 

dit. 

dit. 

dit. 

dit. 

dit. 

dit. 

dit. 

dit. 

dit. 


coronata, 
decussata, 

Ericaefolit,  Sm. 
foliosa, 
imbricata,  . 
lanigera,  . 

Linarifolia,  M.  radiata,  dit. 
nervosa,  . 

nodosa,  •  “I1* 

pubescens,  .  dit. 

pulchella,  • 

Species  Novahollandicadit. 
squarrosa, 
tenuissima  . 

_  Thymifolia, 

Metrosideros  crassifolia, 
linearis, 
lophantha, 
marginata  . 
saligna  rubra, 
specinsa, 

Monsonia  filea  . 

—  speciosa,  fetjt  fdjon 
Myoporum  acuminatum 

_  tuberculatum  . 

Myrtus  communis  mycrophylla 
L  semperflorens  fl.  pleno 

—  tomentosa 
Nandina  domestica 

Nerium  coronarium ,  feljr  fcfj&n  un 
genehmem  ®etud)  • 

splendens,  N.speciosum,  gro&e,  ÜOU 
fenfarbne  JBlumen  • 

_  tinctorum,  Allamantha  vejrtimllata ,  y» 
einen  febr  fernen  tuib  regelmaptgen  S3au 
Nictanthus  Sarnb^c  g'rand  Duc  *de 

Toscana,  fetjr  fdjon,  roobttiedjenb 

Fal°niSinernsTalba  plena,  fdjneemetfi  mit  pur 
yurrotfjem  2(uge  .  * 

_  integrifolia ,  P.  integernma  • 

Passiflora  princeps,  P.  racemosa.  ©ufe  tjl  um 

itreitig  bie  'djOnfte  aller  Passifloren,  ©tr 
bringt  gto&e,  lange  Trauben  M«  onWiiü» 
djen^odjrofarotfjen  SSmrnen  unb  blitzt  fefjr 
leidet  unb  balb 


oon  fef) 


M.  s 

6 

to 

6 

*5 

5 


bat 


(XXXIX) 


Pelargonium  amplissimum ,  Willd 
—  Baringtoni 
—  Bentinikianum 
—  Betulinura 

—  bicolor  Jacq.  major 

— -  Burmanni 

—  Cortusaefolium 
—  Fel  der  i 

—  fulgidum 

—  glorinsum,  Hofmannseg.  F.  su; 

bum  rubrum 

—  grandiflorum ,  Andr. 

•—  heteroganum 

~  pulchellum,  Willd,  P.  superbum 

album 

— ■  roseum  , 

—  sanguineum  . 

—  splendens  . 

—  tomentosum 

—  ternatum  . 

—  Tormanni 

—  tricuspitatum,  P.  diversifolium 

—  triste 

Phormium  tenax ,  9teufeelänbifc$et  £anf 
Phylica  acerosa  , 

—  Buxifolia  . 

—  eriophora 

—  oleaefolia,  nova,  oon  (St.  Helena 
Pinus  Cedrus  L.  ©eher  oon  8ibanon 

—  Haleppeusis,  Willd. 

—  lanceolata,  fefir 

—  maritima  .  . 

—  resinosa,  neu  .  . 

—  pinea ,  Stone-pine-tree 
Piper  incanum,  fe^r  fö&tt,  nett 

—  nigrum,  L.  .  . 

—  umbellatum 

Piscidia  Erythrina  ,  $)ra<$tpflan§e 
Pittosporum  Tobira 
Piumeria  rubra,  Willd,  . 

Pothos  digitata  .  . 

Prinmla  acaulis  alba,  überfeßt 

—  —  atropurpurea  plena,  f e^r  fd^&n 

—  —  lilacea  plena,  fet)C  fd)6n 

—  —  pallida  plena,  dit. 

—  elatior  atropurpurea  plena,  dit. 

—  —  cerise,  mit  ®ntn  jagpirt,  überfeßt, 

Borjuglt'4)  fd)5n 

—  cortusoides,  L. 

—  mrmma,  L 

Protea  acerosa  Brown.  P.  virgata ,  Andr. 
argentea,  Leucadendron  argenteum  B 
feljr  groß 
- —  conifera 

—  cynaroides,  Brown. 

—  glaucopliylla ,  P.  Brassicaefolia 

—  mellifora,  groß  blübbar 

—  pallens 

—  repeus  ? 


Jfc 


Protea  Saligna  ,  , 

—  sericea  . 

Pultenea  villosa  ... 

Ramontia  Pyrenaica 

Ranunculus  Aconitifolius  plena  . 

—  Alpestris  .  .  • 

—  auricomus 

—  cassubicus 

—  amplexicaulis 

—  graminifolius  .  , 

—  glacialis 

—  lingua 

Rhododendron  Azaleoides,  fe^r  ftarf  u,  blüßbar, 
fetjt  fd)6n 

—  Catobiense,  Mich,  dit 

—  Dauricum,  flacf  U.  dit. 

—  maxinium,  dit.  dit.  .  . 

—  punctatum,  dit.  . 

—  RosrnarinifoKum,  dit.  , 

—  rotundifolium,  dit.  . 

—  striatum,  dit 

Rhodora  Canadensis  l’Her.  ftarf  tt.  blüfjbat,  dit. 
Robinia  Chamlagu,  Willd.  . 

—  fruticosa,  L.  . 

—  spinosa,  L.  R.  ferox,  Pall. 

Rosa:  i)  imnurblüljenbe  blaffe  ©binefers.Stefen. 
Rosa  Chinensis  flore  pleno,  R.  pallida,  gefüllte 
blaffe  ©IjineferStofe 

—  Centifolia,  Rose  de  laChine  k  cent 
feuilles,  blaffe,  immerblüßenbe  Chi- 
nes.  Centifolie 

—  longifolia,  Rose  de  la  Chine  k  feu¬ 
illes  dePecher,  pftrftd^=  oberroeiben.- 
blättrige,  blaffe,  immerbl.  ©btneferrofe 

—  mycrantha ,  R.  Chinensis  pumila 
plena,  Rose  naine  de  la  Chine  ä  fl. 
pleines  ,  blaffe  gefüllte  3raerg  *  ober 
mebrige  (Sfjine  er?  Stofe 

■ —  flore  albo  simplici,  roetße,  einfache, 
immerblüljenbe  CTfjtneferrSRofe 

—  ordoratissima,  Chinese  sweetscen- 
tedRose,  Rose  Nanking,  blaffe  im 
mecblübenbe  ©bin.  Stofe  mit  feljr  gro; 
fen  gefüllten  23lumen  oon  Borjüglid) 
gutem  ©erudj 

—  Thea,  ©bineflfcbe  SSfjeerofe 

—  —  rubra,  fjalb  bunfle  ©bin.  SEbeerofe 
—  Laurentii,  ©bin  Äaffenrofe,  ifl  unter 

ten  bis  jc$t  bekannten  ©bin  Stofen  bie 
fleinfle,  nodjfleincr  aig  Rosa  minima, 
©iefj  überaus  nieblicbe  Stbgcben  wirb 
faum  6  3oll  bocb,  tfjre  Jtnofpen  ftnb 
beim  tfufbredfen  nicht  grbßer  alg  eine 
mäßige  ©cbfe.  £)ft  trägt  ein?)flänj= 
cfjen  oon  23.  fd)on  mehrere  Jtnofpe» 

21  tmmerblübenbe  bunfle  ©binefer«3iofen  : 

Rosa  semperflorens  plena,  Willd.,  Rosa  diver- 
sifolia  Vent.  R.  ßengalensis,  purpurrotbe, im« 
merblüßenbe  ©binefefcStofe  .  , 


(  XL  ) 


Rosa  semperflorens  Bichouia  plena 

r  ::  *w, 

buntblättrige  mochat  e^)tnef«  =  9lofe 
$)  immetgtünenbe  Stofen : 

Rosa  ^“s^ata  fl  pleno,  weife  gcfuUtc  SJJ ofd>at= 
Stofe .  mit  ato&en  Stumenbüfdjeln 
_  multiflora R.  arborea,  baumartige  SWe, 
mit  grofen  5Büfd>etn,  fetjr  oielen  unb  fronen 
gefüllten  blafi ;  rcfafatbenen  Slumen,  tjt  fe?r 

__  _  purpurea,  R.  Grewillii ,  bergleic 
mit  purpurfarbenen  Slumen  • 

—  trifoliata,  R  ternata,  Poiret,  R.  Maca 
nea  ,  De  Candolle,  neu 

Royena  lucida,  fetjr  fd)6n  eon  Sau 
Rubus  Rosaefoliu;  flore  pleno  . 

Salisburia  Adiantliifolia,  Gnigo  biloba,  L. 
Sanguinaria  Canadensis,  fefjr  fd)0n 
Smilax  aspera 

_  Sarsaparilla,  ©arfapatlll 
Soldanella  alpina 
Sopbora  Japonica  L. 

Spartium  multiflorum  . 

Spigelia  Marylandica,  L, 

Statice  Limonium 

—  spatulata  . 

Tammarix  Uallica,  L.  . 

. —  Germanica  L. 

Thea  Bohea,  Thee-Bou 

—  laxa 

—  viridis,  grüner  SEijee 
Thymus  Marsiliensis ,  rieqjt  febr 
Thuja  Occidentalis.  L. 

—  Orientalis,  L. 

Triplaris  Americana ,  fe^C  fd)6n 
Ulex  Europea,  L. 

Vacciuium  arcto3taphyllo* 

_  amoenum,  Ait, 

—  Mugeoti 

Vanilla  aromatica  Sw.  Vanille 
Viburnum  edule,  Bursch 
Vitis  Alexandrina,  nova 

_  odoratissima,  nova 

Wulfenia  Carinthiaca  . 

Xylophylla  arbuscula  • 

_  falcata  angustifolia 

_  _  latifolia 

Xenopoma  obovata,  Thea  regia 


Sinensis 


go  begleichen  *  *  *  ®  ‘ 

25  bergleidjen  .  •  * 

(ginjeln  mit  Samen  baS  ©tue!  •  “  49®^' 

»eSaleidhen  Ableger  ber  »orjugltchlten  granjojtftben,  Un* 
“  gatifdjen,  «Rtjeint&nbifdjen,  ©pantf*«n  M-  SBein:©orten 
mit  Samen,  unb  im  Stommel.  «sm  Stommel 

2lu^bDbftb5ume,  als  'pfirftdyen  unb  jfptifofen  =  Rattere, 
Äepfel  unb  Sirnen,  fomobl  £od)fr(5tnme  als  ©Spaliers 
unb  spneamiben,  aud)  tfepfel  jit  Dbjt  =  Dränger ?*ec 
inSbpfe  ut  fefcen,  Pflaumen,  Ätrfcben,  Gngl-  ®ef)0lse, 
ein  Sortiment  ftofen  unb  ©taubengemadjfe,  mooon  §<u 
taloge  unentgeltich  bei  mir  abgegeben  «erben. 


16 
16 
2 
1 
1 

1  — 


II. 

2JerjeidS>ntf»  ton  englifchen  ober  9?orbamctifa* 
nifeben  ©eljöljen,  welche  unter  oben  bemerftm 
SSebingungen  su  hoben  ftnb,  bei  ®ot^b 
?j  r i  e b  r  i  d)  ©  e  i  b  e  l ,  £ant>e!3gdrtner.  Stö¬ 
ben,  2BiISbruffer  23or(iabt,  ©c^f gaffe  No. 924. 
am  ©chiefhoufe. 


2fudb  finb  bei  mir  ju  habcen  = 

Xe*t  (Snglifdje  Dfulirmeffer  oen  oorsugltc&er  ®ute  j"»* 
elfenbeinernen  £eften,  •  •  ^  ■ 

tin  Sortiment  ber  auSerlefenften*  üd)t  Sngt.  Stachelbeeren, 
beten  Ä«n«  faft  2  3clt  langen  grüßte  non  »orjug« 
Xtd)  gutem  ©efdjmad  finb,  fcaS  ga»ic  ©orttment  ucn 

100  perfdjiebenen  Wen  mit  Stamen  .  .  isSRtljl. 


Dur*  oielfdltige  Serfuche  unb  Aufopferung  man^er 
fc^&nen  unb  feltenen  W langen,  tft  es  nur  8«l“nfle"'  ß? 
s  Sabren  mit  beflem  ffirfolg  mehrere  terfetben  ,  i  mir 
bisher  nur  im  ©emäc^aufe  haben 1  *u  Hnnen  ^ftn' 
im  freien  ßanbe,  theili  bebedt,  tfyeilä  unbebedt ,  gludltch 
111  burdbmintern.  3mar  geftattet  eS  berftoum  nid)t,  meto* 
Krübef gemachten  Semerfungen,  »eiche  VffaRl«  e§  mb 
unb  unter  welchem  ©tab  »on  Sebedung  biefe  es  rertra- 
äen  hier  nicberiufdjreiben;  bod)  habe  td)  emflm eilen  bte 
wenigen,  bie  bereite  M  Vermehrungen  berfe! Iben  tn  bte= 
fern  Serjeiehniffe  aufgenommen  morben  fmb,  mit  folgen, 
ben  Semerfungen  oerfehen: 

®ie  mit  +  bejeiebneten  ffetyen  bet  mir  Sans  unbebedt 
unb  mürben  nur  in  falteten  fUimaten,  ober  hbjtlen«  ei¬ 
nige  Stbobobenbron  unb  2tjdeen  ,  »^er  Sluthen  halber, 
wenn  biefe  aufbredjen  mollen,  einer  ®ede  beburfen. 

Die  mit  *  braud)en  nur  eme  Saubbede.. 

Die  mit  **  »erlangen  eine  forgfdlttgere,  jebodj  let- 
nelmegä  Eelifpielige  Sebedung. 

Die  mit  §  oerlangen  ^»eibe--,  Slcor.'  ober  ßauberbe. 

©  Ä 


Acer  hybridum 

—  Negundo,  L. 

_  Opulifolium,  Vill. 

_ _  platanoides,  Vill. 

_  pseudo  Platanus,  L. 

—  rubrum,  A.  cocrineum 
Aesculus  carnea,  Nov.  Sp. 

_  flava,  A.  lutea,  Mich. 

_  Hyppocastanum,  L.  giveijat) 

—  Pavia  rubra,  Ait.  A.  l?avia 


1 

g : 

1 

jrige 

♦ 

_ 

i,  Mich, 

♦ 

1 

(  XLI  ) 


+  § 


Ailantlius  glandulosa,  Ai t. 

Amorpha  fruticosa,  L.  unäd&fer  Snbiao 
—  glabra 

Amygdalus  communis  dulcis,  L 

—  nana,  L. 

—  Persica  plena  * 

Andromeda  arborea  f  § 

—  axyllaris  f  § 

—  calyculata,  L.  f  § 

1  Cassinefolia ,  Vent,  A.  speciosa. 

Mich,  f  §  r  ’ 

—  Catesbaei  •{•  § 

—  lucida,  Lam  A.  coriacea,  Ait, 

—  Polifolia,  L.  f  § 

—  pulvrerulenta,  A.  dealbata  f  ( 

—  racemosa,  L.  f  § 

—  s er rata  f  §  . 

Aralia  racemosa  . 

—  spiuosa ,  L.  f 
Aster  Argophyllas,  Bill.'  A.  moschat 
Azalea  alba  f  § 

—  glauca,  L.  f  §  .* 

—  nudiflora  f  § 

—  odorata  f  § 

—  pontica,  L.  f  § 

—  viscosa  ■}■  § 

Baccharis  Halimifolia,  L,  • 

Berberis  .Canadensis 

—  Sinensis,  Thuin.  ** 

Betula  nana,  L.  B  Lapponica 
—  Populifolia 
Bignonia  Catalpa.  L.  f 

—  grandiflora,  Andr.  ** 

Calycanthus  Carolinianus  * 

—  ferox,  Herb.  gen.  * 

—  floridus,  L.  {■ 

—  nanus  *  , 

—  praecox,  L.  * 

Camellia  Japonica  alba  plena  * 

—  —  carnea  plena  ** 

—  —  Kew  Blush,  fl.  pl 

“  longifolia ,  »ermut$lic$  alba 

simplex  ** 

—  —  Middelmist  ** 

*  —  Paeoniflora  •* 

—  —  Pink  coloured. 

—  “  rubra  plena  ** 

—  —  striata  plena  ** 

““  *—  rubra  simplex  ' 

—  —  —  berglcidien  bis  . 

fTT.  ^  ~  —  b«3l-  jum  Sereblett  **■  . 

vbtge  greife  ber  (SameUien  gelten  oon  gutb«; 

Ser  big  iu  *  £6$e.  aBfr 

fit  Öco^  Gpemplare  n>ünfd>t,  finbet  bie 
|flanSen  *"  me,nem  wn  Sopf: 

Carpinus ,  Ostria 

Cassia  discolor  *  *  * 

—  Maryiandic«,  L.  *  * 


i 

6  — 
Io 


12 

I 

-Jl« 


Li  quidambar 


Ceanotbus  Africanus,  L.  *« 

—  Americanus,  L.  9Jeu:3)etrcOrS6ee 

—  microphyllus  . 

Cephalantlms  Occidentalis,  L. 

(bereis  Canadensis,  L.  . 

—  Siliquastrum  ,  L.  SubflSb 

Cissus  Onentalis,  L.  * 

Clematis  Canadensis  . 

—  glauca 

—  integrifolia,  L.  . 

—  recta,  L.  , 

—  Viorna.  L.  . 

—  Virginica 
—  Vitalba 

—  Viticella,  L.  . 

—  —  rubra 
Clethra  acuminata  f  , 

—  Alnifolia,  L.  f 
Colutea  arborescens,  L.  SSlafen 
—  Orientalis 

Comptonia  Asplenifolia ,  l’Her 
Asplenifolium,  L  * 

Corchorus  Japonicus ,  fl.  pl, 

Coriaria  Myrtifolia ,  L. 

Cornus  alba  . 

—  —  fol,  variegatis 

—  alternifolia,  L, 

—  amomum 

—  Sericea  . 

—  stricta,  l’Her. 

Coronilla  Emerus,  L.  . 

Coryllus  Avellana  maxima 

—  cornuta,  L.  C.  rostrata, 

Crataegus  Aria  Suecica,  L, 

Azarolus 
coccinea,  Willd. 
corallma 
glandulasa,  Ait. 

Indica  ** 
lucida 

monogyna,  fl.  rubro 
oxyacantba,  fl.  albo  pleno 
punctata,  Ait. 

Tanacetifolia,  Mesp.  Tanacetifolia 
Hort.  Par. 
torminalis ,  L. 

Cupresus  Africana  ** 

—  thyoides,  L.  *  . 

Cytissus  Austriacus 

capitatus  , 

hirsutus  . 

Laburnum,  L. 

—  latifolium,  C.  Alpinu 
nigricans,  L. 
purpureus ,  Willd. 
stipinus  . 

Daphne  Laureola,  L. 

_ —  Mezereum,  L. 

Diospyros  Lotus,  L4  f 


—  8 

-  6 


(  XLII  ) 


Diospyro-s  Virginiana,  L.  i  * 

Erica  herbacea,  L.  §  • 

Evonymus  atropurpureus,  Jacq.  . 

_  Emopaeus,  L.  . 

—  latifolius,  Jacq.  •  T 

—  sempervirens ,  E.  Americanus,  L. 

_  verrucosus,  Jacq. 

Faeus  Castanea,  L.  •  .  *  , 

Fontanesia  phylliraeoides,  la  B 1 U. 

Fraxinus  alba,  Fr.  Juglandifolia,  Lara. 

_  American»,  L.  , 

_  —  nigra,  F.  excels.  nigra 

—  aurea,  Cels.  . 

—  crispa,  L.  •  .  • 

_  excelsior  striata,  F.  )»*?*de*  ’ 

_  jnonophylla,  F.  simplicif.  Willd. 

—  mycrophylla  monophylla 

_  nana,  Sp.  nova 

_  Ornus ?  •  * 

_ .  parvifolia,  Lam.  • 

—  pubescens,  Lam. 

_  Sambucifolia ,  Willa. 

Gaultheria  procumbens,  L. 

Genista  Sibirica 

Gilco  bik*"L.  Satisbu'ria  Adiantitol.  Smitl.  t 

sis,  Lam.  •  • 

Hamamelis  Virginiana,  L. 

Hedera  Helix,  L.  .  ♦ 

_  _  fol  argenteo  -  variegatis 

_ .  quinquefolia,  L. 

Hvdrangea  arborescens,  L.  . 

y_  g  glauca ,  Hot.  Par.  H.  nivea,  Mich 

_  quercifolia,  Sp.  nova 

Hvpericum  Androsaemum 
—  Ascyron 

_ „  calycinnm  •  • 

_  hircinum 

_  Kalmianum  . 

__  Olympicnm 

_  ;  prolifkum 

Itea  Virginica,  L.  + 

Juglaqs  alba  villosa, 

—  ;angustifolia,  Ait. 

—  catliartica,  Mich. 

—  comprcssa  ,  I.  squamosa  ,  Mich 
_  glabra,  L.  I  porcina,  Mich. 

—  nigra 

_  Pecan ,  Mühlenb. 

_  Olivaeformis  .  ,  *  . 

_  Pyriformis ,  L  Mynsticaeformis 

—  regia,  L.  • 

~  sulcuta,  I.  amara ,  Mich,  • 

_  —  comp<ressa 

Juniperos  Phoenicea,  L.  * 

—  Sabina,  L.  .  , 

_  _  fol.  aureo  varieg&ti« 


Labrador-Thee 


.  toment.  Mich. 

I.  cordiformis,  Wang. 


Juniperus  Tamariscifolia  * 

—  Thurifera  *  * 

_  Virginiana  ,  L.  . 

Kalmia  angustifolia ,  L.  f  § 

—  glauca,  Wild  f  § 

—  latifolia,  L.  7  §  •  ■ 

betgleidjen  fet)t  atcge  nodj  58ert)al 

ni^  treuere»;  ^  c 

—  nitida  +  §  • 

—  oleaefolia  f  § 

—  pmnila  \  § 

Laurus  Benzoin,  L.  t 
Ledum  palustre,  L. 

—  latifolium,  Ait.  - 

Lieustruin  lucidum,  Lig.  Sinense 

L  -  bergteidjen  ,fcf>c  gvo&e  ** 

—  vulgare,  L.  .  • 

Liriodendron  Tulipifera,  L.  -j-  . 

—  _  —  Heinere  t  * 

Lonicera  I.  Caprif odia: 

Balearica 

glauca,  Burgsd.L.dioica,  L.mediaMur 
Peryclimenuwi,  L. 
praecox.  Sp.  nova  • 

rotundifolia  .  * 

sempervirens ,  L.  • 

serotina,  Ait.  .  • 

II.  Chamaecerassir 
alpigena  .  • 

caerulea,  L.  . 

Canadensis,  Willd. 
coccinea  ,  Sp.  nova  ♦ 

nigra ,  L. 

Pyrenaica,  L. 

—  rubra 
Tartarica 
Xylosteum 

III.  Sy  mphoricar  pos. 

_  Symphoricarpos ,  L. 

Lycium  Barbarum  • 

Magnolia  Annonaefolia, 

—  auriculata.  Mich  f'  •  _ 

_  discolor.  Vent.  M.  purpurea,  Curt. 

—  iuscata,  Andr.  ** 

_  glauca,  L.  ®aflerbaumi  t 

—  .macrophylla ,  Mich,  T 
Menispermum  Canadense,  L 

Carolinianum,  Willd.  i 


_  Virginicum,  L.  . 

Mespilus  Cotoneaster,  L. 

_  Germanica,  L.  - 

_  grandiflora ,  Ait. 

—  odorata 

wefcf  SRautbeertaum  * 

—  niara,  L.  fdjrcarstr  SÄoruS  JJUt  fltoprn 
fAmacf&aftfn  grüßten  . 

—  tierflicidK»  godtf仫* 


i6 


qs-ji.  0  OMS  Ob-t“«* 


(XLHI) 


Morns  papyrifer»,  L.  , 

—  Tartarica? 

Myrica  cerifera,  L.  SBadjöfttai.^  beffrn  Srtatc 
ge&cn  ein  Quttä  Sönc^S  .  ®  ^ 

—  gale,  L. 

Paeoma  arhorea,  P.  suffruticosa ,  And  *  ' 
Penploca  Graeca,  L,  . 

Philadelphia  coronarius,  L. 

—  —  fl.  pleno  ,  * 

—  —  nanus 

“  —  grandiflorus,  Willd, 

—  —  inodorus,  L. 

_r~  —  laxus,  Sp.  nova? 

Pinus  Abies,  L.  .  2 

—  Cauadensis ,  L.  P.  Americ.  Du  Roi, 
'Qemlodt  Sanne 

Cedrus,  L.  Geber  »on  Si&anon  y 
—  Haleppensis,  Willd.  ** 

—  Larix,  L. 

—  Mariana  alba,  L.  P.  alba,  Ait 

—  maritima ,  Willd.  * 

—  pinea,  L.  ** 

—  pumilio,  Willd, 

■ —  resinosa ,  nova  . 

—  Strobus,  L. 

Popuhis  angulata,  Willd.  Carolinens«,  Borckh 

—  canoicans,  Ait. 

—  mcnilifera,  Ait. 

v  T  »tP3;  L:  P*  Hutsonia.  Mich, 

Fotentilla  fruticosa ,  L. 

Prinos  rerticillata,  L.  .  * 

Prunus  cerasifera,  Ehrb.  P.  Myrobafana 
—  Mahaleb,  L. 

—  nigra,  Ait.  * 

—  Pensylvanica,  Ait.  8 

WSTÄ™!’ Ehrl1'  p'“r<:iina’  R°tL 

Pyrus  bacc&la,  L.  ’ 

Cydonia  Chinensis 

“  JTPh°”nba,*PerS'  P‘  Ia?<mi'ca 
Lusitanica,  8 

—  dioica,  Willd.  P.  apetala. 

—  hyl.rida,  Moench. 

—  Malus,  fol.  vaviegatis 

—  Montis  Sinai. 

—  f.faToHaLL{,“'“'m  ‘Ui 

—  spectabilis,  Ait.  . 

—  Upsalensis 

Quercus  Banisteri ,  W'illd.  ’ 

—  faleata  . 

—  Prinos,  L. 

—  Toza  tomentosa,  Willd.  8 
naamnus  frangula,  L. 

—  Paliurus,  L.  . 

Rhododendron  Azaleoides  f  §  * 

—  Cato..iense.  Mich.  +  « 

—  —  Dauricum  f  § 


—  8 
16  — 

-I1» 
6 


3  - 

i  — 


6 

-  6 
16 


Rhododendron  maximum,  L.  +  § 

“  —  punctatum,  Vent.  f  § 

*—  Rosmarinifolium  -J-  K 

—  —  rotundifolium  f  §  , 

”  —  Striatum  f  S 

Rhodora  Canadensis,  l’Her.  -{•  S 
Hhus  cacodeudron,  Ehrh.  Ailanth.  glandul 
Ait.  ,  ° 

—  Copallinum,  L. 

—  Cotinus,  L.  S’etHcfrn&aum 

—  elegans ,  Ait. 

—  glabrum,  L. 

—  radicans,  L. 

—  typhinum,  L. 

—  Vernix,  L. 

Ribes  Alpinum,  L. 
t,  T.  Americanum,  fol.  varieg 
Robmia  Chamlagu,  l’Her. 

-  dubia,  nova 

■  ferox,  Pall.  R.  spiuosa,  D.’ 
frutescens,  L. 

■  hispida,  L.  i  i  Rar  big 

■  mermis,  Mich,  .  ifS*  hfS 

pseudo  Acaeia,  L.  *OßC.btt 

•  spectabilis 

stricta,  R.  monstrosa?  nova 
viscosa ,  Mich.  ,  T<.„ 

Rosen  o  immerblübenbe,  blaffe  G^nef«  Jofen 
Rosa  Chinensis  Höre  pleno,  R.  pallida  * 

—  —  Centifolia  * 

—  ~  Laurwitii,  <5f)ine{ifd>e  Soffenrofe  ’* 

iougifohn,  pttirfigblattvige  Hofe  * 
odoratKsima.  Chinese  sweetscented 
Piose,  Rose  Nanking 
pumila,  R.  mycramha  * 

—  Thea,  Gfcinef.  Xfaercfe  • 

.  ~  rubra,  fcalöbuiifle  Sboerofe  * 

2) i  wimerHtt^nbe,  btinfte  e$jWfer  Kofra: 
semperiiorens  pleua  * 

—  flore  alho  simplici  * 

Bichonia  plena  * 

—  —  parviflora  plena  * 

— -  variegata  moscbata  plena  * 

—  Bank-i3 eim*«er9r'5nenl>e  5R°fen  : 
moschata  flore  pleno,  tt>ct§  * 

■  wair' 

“  ~  Ä'S'4;  G™mi: 

trifoliata,  R.  Macartnea,  de  Cand.  ’ 

mZl^r-l6un^  obi«ec  *°ten  fabet  ft*  im 
SSctjtt d)tii$  meiner  dEopfpfTonjen. 

gsrner  ein  ffarfes  Sortiment  anberer  9?ofen  ber 

SSgaJjy«  ein  ÄeJS 


% 


4 

3  - 


4  — 
x  — 


|S?tfiI. 


(XLIV) 


Rubus  fruticosus  laciniatus ,  H.  Paa. 

_  _  flore  pleno  ♦ 

_  odoratus,  L.  ♦ 

_  Rosaefolius  plenus 

_  daphnoides,  Wxlld. 

Sambucus  nigra  fol.  argentea  var 
__  —  lacimata 

SmilwsSä  t 

Sophora  Japomca,  L,  f 
Sorlius  hybrida,  L.  ♦ 

Spartium  junceum,  L. 

SP"“bpe!«tfBÖroih.'  S-  H»rtuI 

. —  Aruncus,  L. 

_  Bethlehemensis,  ?  • 

_  Betulaefolia,  Pall.  S.  ülmif.  Scop. 

_  Cbamaedrifolia,  L. 

_  crenata,  L. 

_  filipendula.  L. 

_  _  plena 

_  Hypericifolia,  L. 

—  inflexia 

—  lobata,  Jacq.  • 

_  oblongifolia ,  Kitaibl. 

—  Opulifolia,  L-  • 

—  Salicifolia,  L.  alba 

_  —  rubra 

—  Sorbifolia,  L.  • 

_  Tbalictroides ,  Pall. 

—  lomentosa,  C. 

_  trifoliata,  L. 

—  Ulmaria,  L.  • 

_  —  plena  . 

Syringa  Chinensis ,  Willd. 

' —  Persica,  L. 

_  vulgaris,  Li  alba  . 


I12 

_li6 

16 


_  caerulea 

—  rubra 

_  _  _  flore  maxitno 

Tamarix  Gallica,  L.  * 

—  Germanica,  L. 

Thea  Bobea,  L.  ** 

laxa  **  •  • 

—  viridis,  L.  • 

Thuja  Occidentalis,  L. 

—  Orientalis,  L  * 

Tilia  alba,  Ait. 

_  pubescens,  Ait. 

fllex  Europaea,  L- 
ülmns  Americana,  L 
_  erispa  .  ■ 

Vaccinium  arctostaphyllos  * 

_  amoenum ,  Alt.  T* 

_  Mugeotii  * 

Viburuum  Acerifolium,  L 

_  dentatum ,  L. 

_  edule ,  Pursch 

_  Lantana,  L. 

_  lantanoides,  ? 

_  Opnlus  roseum,  L. 

_  _  —  bocfjftamm 

_  Prunifolium.  L 

Vinca  herbacea,  Kitaibl. 

—  major,  L. 

_  minor,  L. 

_  _  fol.  vaneg. 

Vitex  Agnus  Castus,  L.  ** 

Vitis  Alexandrina,  nova  .  •  .  , 

__  arborea,  L.  Ampelops,  bipinn,  Miel 

_ Labrusca,  L. 

_  laciniata,  L  * 

_  odoratissima,  nova  t 

_  Virginiana 

_  2  —  Vulpina.  L.  - 

2  Zantliorbiza  Apiifolia,  l’Her. 


16 

16 

5 

6 

i  — 
8 
16 
6 


12 

ii 


ii. 

«„fragt  an  aUe  Scutfdjt  Saaraen  =  $4»M«  »nt  bo(anifd)t  ®ättn«. 


$  0  v  t  f  e  I  11  n  Q 


b  c  « 

2fllgemetncit  Seutf^e« 

@  «  t  t  e  n  •  $<  t  i  I  I  i  ), 


fünften  23anbeg,  V.  ©tief.  i82r. 


®  l  «  m  t  fi  e  r  c  t. 


I. 

e  d,  6  n  c  c  r  o  t  j  f  d,  c  ?>  f  l  a  n  j  c  n. 

A. 

Limodorum  Tankervilli  ae. 

( 2anferbillf«e«  JHmoborum). 

(SKt't  Jtbbilbung  auf  Safel  34.) 


Siffc  f«one  epotif«e  BierpfTanje,  ein  spra«t* 
m  unfew  SBatmfjdufer,  ffammt  au«  (^ina,  »on 
Wn  ft«  bet  berühmte  Dr.  gotbergill,  im  Safcr 
1778>  nadfj  Grngtanb  braute.  SD?an  behauptet,  bap 
ffe  in  Grf> ren  ber  ?abp  Sanfetoille,  einer  großen 
55ortf.  be«  2f.  2.  @art.  SJtagaj,  V,  ffib,  5.  @t,  1831. 


flanken  =  Piebfjaberm ,  bon  ^tn.  3fiton  fo  benannt 
worben  fep,  baf>ingegen  «Perfoon  behauptet,  e$ 
muff«  SncartJtdei,  na«  bem  tarnen  be«  «Pater« 
3  n  c  a  r  0  i  1 1  e ,  t)ci§cn.  3n  <5ng!anb  bat  man  fte 
tnbeffen,  wie  mehrere  9>ffanjen,  au«  anffatt  Limo- 
dorum,  Bletia  umgetauft.  Sffan  fann  fte  au« 
unter  bem  tarnen  Cympidium  auffu«cn,  unb  matt 
bi«  jefet  29  »erf«iebene  ©pecie«  baoon;  bo«  ijl 
unter  2flten  biep  2imoborum  ba«  f«onfie. 

Sen  9iei«ff)um  unb  bie  ©«onijeit  feiner  t>or= 
trefffi«en  Blumen,  fo  tote  bie  gorm  feiner  «Blatter, 
?eigt  bie  beiliegenbe  tfobübung  auf  Safel  24.  ©ein 
<S«aft,  ber  gerabein  bie  $df)e  fhigt,  wirb  oft  bi«  3 
Sup,  unb  bie  23(umendf)te  2  gup  bo«, 

2fa 


170 


95  l  u  m  i  fi  e  r  c  i. 


Qi  ift  nichts  weniger,  oW  eine  göttliche  ^flfonje, 
unb  fte  «ertragt  recht  gut  im  Sommer  bie  freie  Suft, 
auf  einem  befd)ü§ten  Stanbe;  auf^r  bem  $£a'm* 
häufe  aber  fann  man  ft«  nicht  wohl  gut  5&lutbe 
bringen.  Sie  bafe’.bft  gewöhnlich  im  Vcö rg 

«nb  2fptil »  unb  fte  wirb  burd)  3ertt)eilung  ihrer  V3ur* 
gellnollen  ,  »eiche  f ie  reichlich  anfefct ,  locht  «et* 
mehrt ;  auch  finbet  man  fie  jefct  faft  in  allen  SEeut* 
fchen  botanifchen  #anbelSgdmn. 

*  *  * 

B. 

£)ie  9Ronfontf<he  £äibe. 

(Erica  Monsoniae). 

(SKit  Hbbilfcung  auf  Safel  25). 

Unter  ber  ungeheuren  Stenge  «on  #atben,  »0* 
mit  baö  Vorgebirge  bet  guten  Hoffnung  unfere  ©dt* 
ten  befchenft  hat,  ift  biefe  gewif  eine  bet  fehlen, 
fo»ol)l  »egen  i^ce^  gangen  £abituS,  alS  auch  ihrer 
überaus  reichen  unb  fdjönen  35lütl)e.  3hre  SSlumen 
finb  flafchcnformig ,  weif,  unb  ihre  bunfelputpurro* 
then  2fnt&mn  bilben  in  ber  Öffnung  bet  »lume  ei* 
nen  bitten  Stern ,  welches  ihnen  ein  herrliches  2ln= 
fehen  giebt.  3h«  £aub  flug 

Sweigen. 

Sb  unb  erg  unb  ber  jüngere  Sinnee  gaben 
tht  biefen  tarnen  ber  £abp  2lnnaVtonfon  ju 
ehren,  welche  fie,  alS  eine  gro&e  fangen  *  Siebha* 
herin  juerft,  »or  etwa  30  Sahren  in  ©nglanb  ein* 
führte.  Sbre  »ehanblung  ift  wie  bie  fchon  bekannte 
aller  epotifdjen  Laiben.  Sie  blüht  jeitig  im  Stüh* 
iahte,  unb  faft  ben  ganzen  Sommer  tyriaui). 


C. 

Cleome  spinös  at 
(Sie  borntge  9>illenblume)» 

( SOlit  Äbbilbung  auf  Sa  fei  26). 

Sie  ßleomen,  beten  wir  b.S  jefst  23  «rtfehiebene 
SpecieS  fennen,  finb  faft  alle  Stopen*  unb  folglich 
auch  etwa«  göttliche  SBarmbauSpflangm.  Snbeffen 
finb  fie  auch  ba  leicht  gu  bebanbeln,  unb  empfehlen 
ficb  ben  «Blumenliebhabern  fehr  burch  ihre  überaus 
gierigen  «Blumen ,  unb  «&ren  gangen  fchonen 
^labituS. 

SaS  Vaterlanb  ber  hier  abgebilbeten  hornigen 
Gleome,  ift  Sübamerifa.  3b™  fronen  «ierbldttri* 
gen,  rofenrotfjen  SSlumen,  mit  ben  langen  2lntf)e* 
ren,  weid  e  bogenförmig  wadjfcn,  geben  ihr  ein 
überaus  lieblUbeS  2tnfef>en.  V?an  fdet  ben  Saa* 
men  in  ein  SÖiifibeet,  pflangt  fobann  bie  $flan* 
gen  in  Stopfe  unb  floßt  fte  in  einen  Sommerfaften, 
ober  in  baS  ©gtmbauS,  wo.  fie  reichlich  blühen 
unb  reifen  Saamen  tragen.  9flan  hielt  biefe  Gleo* 
me  bisher  nur  für  eine  einjährige  9)flange,  allein 
^cfj  ift  ein  Srrtbum;  benn  obgleich  fie  fchon  im  er* 
ften  3al)te  blüht,  unb  Saamen  tragt,  fo  ift  ft« 
bod)  in  einem  Sßarmbaufe  petennitenb ,  ober  boch 
wenigftens  gweijdbrig,  unb  blüht  im  gweiten  Sah*« 
reicher  unb  fchönec  als  im  erften,  Saamen  baoon 
ift  in  allen  botanifeben  ©arten  gu  haben.- 


äHumißecei. 

2. 


S?eue  ©fet(;obo,  bie  ^aibeit,  gkofeen, 
£iiofmen  uni?  attbei-e  ^pflanjen  uom  3?oc- 
ßcbicge  ber  guten  Hoffnung  unb  9fcu&ol* 
lanb,  welche  wäfjrenb  bei-  nwmften  Monate 
beö  3to&K$  eine  «gjaiberbe  »erlangen,  burd; 
Äbfenfei  of;ne  irgenb  eine  fänjllicfje  SSärme 
forfyupflanjen. 


Sie  SSermebtung  tropifdjer  ©ewdchfe,  tfl  in  un-- 
ferm  Älima  immer  mit  Schwierigfeiten  verfnupft» 
weil  baju  funfflicbe  Sdrme  in  einem  beträchtlichen 
®rabe,  erforbert  wirb,  ©ine  grofje  Stenge  2f£'fenfer 
gelten  bnbet  t>on  ber  jtebenben  geuchtigf  eit,  welche 
ton  ber  Samte  ber  Sifilagen,  von  S3ldttern  ober 
ber  ßobe  verurfadjt  unb  beßdnbig  erbalten  wirb,  $u 
©ambe,  unb  e6  ifi  bei  bem  gewöhnlichen  «Berfab= 
ren  fafl  unmöglich,  fte  bagegen  ju  fehlen.  ©g  ver* 
bienet  baber  bie  Setbobe,  welche  ber  SSaumgactner 
£boma$  #apner,  in  ber  ©vaffdbaft  ^orthampfon 
in  ©ngtanb ,  bei  SSermebrung  biefer  fPflanjen  befolgt, 
ohne  Bweifel  ben  23orjug,  inbem  babei  jener  gebier 
gar  nicht  Statt  fmben  bann,  weit  feine  funfiltebe 
SBdrme  babei  angewenbet  wirb.  Bum  Surjelfcbla= 
gen  ift  zwar  atlerbingS  geudjtigfeit  unentbehrlich,  unb 
fte  muf  fogat  ziemlich  beftdnbig  fepn ;  allein  bas 
reine  Saffer,  unb  nicht  jene  ©dbrungöauSfluffe,  weis 
ben  Äabn  ber  Scinbe  verurfachen,  rnup  fte  fchaf= 
fcn.  ©ben  fo  unentbehrlich  ill  ba^u  bie  Sdrme,  al¬ 
lein  bie  Sommerwdtme  ift  fchon  fftnreichenb,  ba  zu 
tiefer  Beit  alle  fPflanjen  ben  ©rab  Sdrme  in  bet 
©rbe  finben,  weither  ihre  groften  ©ntwicfelungen 
beforbert, 


171 

SBcllte  man  biefe  gertpfranjungSart  im  grüb* 
linge  ober  $erbft  vornehmen,  fo  muffte  butcb  Sar* 
merobren,  bie  ©arme  erfeljt  werben,  welche  aläbann 
bem  Suftfreife  in  bem  notigen  ©rabe  fehlt.  3ns 
beffen  bringen  biefe  warmen  2luöbun (Jungen  bie  nants 
liehen  Sirfungen  nicht  bevbor;  äberbiefj  finb  bie 
weiften  (Pflanzen,  wegen  ber  föeraitberung  ihrer  Safte, 
ju  ihrer  gortpflanzung  nid)t  fo  gefebieft;  unb  obgleich 
bie  2fbfenfer  ber  Laiben,  wegen  ihre«  faft  immer 
thdtigen  SadbsthumS  ju  jenen  Beiten  bes  3al>reS 
einen  glucflidjen  govtgang  ju  haben  fcheinen,  fo  wer* 
fiebert  #apner  bod;,  erfahren  ju  haben,  baf  nicht 
Uur  bie  meiften  ftd;  bemfelben  entziehen,  fonbertt 
auch,  baf  im  Sommer  gemachte  2f6fenfer,  weldhe 
noch  nicht  getrieben  hatten,  burchauS  fein  Beiden 
von  Surjelung ,  wabrenb  ber  zwei  Sonate,  wo  fte 
im  Sreibhaufe  unter  ihren  ©loden  ftunben,  gegeben 
hatten,  wöf)renb  anbere  in  bemfelben  3uftanbe,  weis 
che  er  in  baö  £aibefrauthau$  gefegt  hatte,  fid?  im 
Sinter  verlängert  hatten, 

3m  Sai,  3«ni,  3uli  unb  2fuguft  rnttf?  alfo 
vorzüglich,  wie  eg  £apner  angiebt,  biefe  Sermehs 
ruttgSmetbobe  vorgenommen  werben,  weil  bie  im 
L'uftfreife  verbreitete  Sdrme  binreidjenb  ifl,  weil 
biefelbe  ju  gewiffen  Beiten  im  Oftotbfall  vermehrt  ober 
befianbiger  erhalten  werben  fann,  weil  fte  einem 
gtucflicben  gortgange  gunftiger  ift  unb  ber  Saft  in 
biefer  Sabreöjeit  fich  in  einem  Buftanbe  ber  Sbatigs 
feit  befinbet,  welcher  zu  einer  fdmeUen  gortpflanjung 
unenblich  wel  beitragt. 

Sir  wollen  nun  bie  #apnerfcbe  Setbobe  ums 
(Janblid)  betreiben  unb  am  Schluffe  ihre  glüdlicben 
Sitfungen  anfchaulich  barflellen. 

tfa  2 


95  f  «  m  i  fl  c  t  e  i. 


172 

(?he  man  ju  bem  tfbfenfen  fchteitet,  muffen 
SSpfe  ober  fleine  Sctcinen,  ©locfen  non  meinem 
©(afe,  #aibefrauterbe,  feiner  ©anb  unb  eine  ®?enge 
fletrtec  Siegelten,  Äieö  ober  @te»nd;en  bei  ber 
£anb  fepn.  2t  ic  Sopfe  ober  Settinen  fcheinen  gwat 
im  gleichen  9Raafe  biefem  3»«fe  entfprechen  *u  müf* 
fen,  bod)  ftnb  biejenigen  vor$u$iehen ,  »eiche  auS  ei* 
net  poiofen  (Stbe  verfertigt  »erben  unb  folglich  fa* 
higer  finb,  bie  geuchtigfeit  fdjnellet  auSbunflen  ju 
laffen ,  als  biejenigen,  »eiche  auS  einet  bichtem 
eibe  befielen.  Siefe  ©efä^e  muffen  fo  geformt 
»erben.,  ba£  fie  oben  an  ihrer  SRünbung  um  ein 
Srittel  breiter  als  an  ihrem  SSoben  finb. 

Sie  ©locfen  miffen  fegelformig  fepn,  bamit 
bie  aus  bet  <5rbe  ber  Söpf«  auSbunffenbe,  unb  fi<h 
ttopfen»eiS  im  obern  Shci[*  bet  ®locEe  iufams 
mensichenbe  geud)tigfeit  längs  be«  ÄegelS  herab* 
fließen  fonne,  fich  aufjer  bet  Wenfer  *  spflanjung 
begebe  unb  nicht  auf  biefelben  jurucffaüe;  benn  »ä* 
ten  bie  ©locfen  cplinbrifch,  fo  würbe  ber  lebte  gaU 
lintreten. 

Set  9faum  ber  Sopfc  mu§  mit  ben  ©totfen 
im  fBerhdltnig  flehen;  unb  ihre  SJlunbung  ungefähr 
H  30U  im  ©urchfehnitt  weiter,  als  bie  ber  lefttecn 
fei;n. 

Sie  #aibefrauterbe  mufj  leicht,  ein  wenig  fan* 
big  unb  non  garbe  braungrau  fepn.  <5*  ifl  ndthig, 
biefelbe  einige  Seit  mit  ben  £änben  g«  reiben,  ba* 
mit  fie  burchauS  flat  unb  non  ben  barin  befinblidjen 
SButjeln,  SRinben  unb  ©teinchen  gereiniget  werbe. 

95eüor  bie  6tbe  in  bie  Sopfe  gethan  wirb,  muf 
6ber  baS  2od>  beS  SobenS,  »eldjcr  &ietlid>  unb  ohne 


Ungleichheiten  fepn  fo«,  ein  3ieg?ljl&cfchm,  ober  noch 
beffer,  eine  Äuflerfchaale  gelegt  »erben,  unb  batubet 
anberthalb  Soll  Jtie«  ober  ©teinchen,  um  einer  su 
lange  flehenb  n  geuchtigfeit  guvorgufommm.  2Clebantt 
»erben  bie  Stopfe  mit  bet  jubereiteten  £rbe  gefüllt, 
bis  beinahe  fieben  ober  acht  Sinien  ihres  SRanbeS, 
über  »eiche,  »emt  ihre  Oberfläche  recht  glatt  ifl, 
©anb  2  —  3  Sinien  f>ocf>  hingeflreuet  »icb, 

5Senn  bie  Stopfe  fo  jubereitet  finb,  fo  wirb  bie 
®tecfe  eine«  jeben  auf  ben  ©anb  gejlellt;  ifl  fie  ge- 
flellt,  fo  muffen  acht  bis  g»5lf  fiinien  S»ifchen  ber* 
felben  unb  ben  fRänbetn  beS  ©efäfje*  leer  bleiben, 
unb  brüeft  man  fie  leicht,  fo  wirb  eine  jirfelrunbe 
©put  auf  bem  ©anbe  bleiben  unb  einen  halben  Soll 
baoon,  unb  j»ac  imvenbig,  »erben  bie  ©teeflinge 
gepflanjt. 

Sie  ©teeflinge  bfirfen  nur  einen  Soll  ober 
fechjehn  2inien,  befonberS  in  ^inffcht  ber  £aiberr, 
Siofmen  unb  anbetet  ^flanjen  biefet  2Crt  lang  fepn. 
©ie  »erben  non  ben  gefunbeflen  unb  im  vollen 
SBachSthum  ftehenben  ©toefen  gepflütft.  25aS  2lb» 
teilen  bet  jungen  Sweige  mit  einem  ©tammenbe, 
ober  einem  Sheile  ber  fRinbe,  »eiche  baran  bleiben 
muf,  bamit  ©teeflinge  barauS  gemacht  »erben  fon* 
nen,  ifl  bem  ©djnitt  mit  ber  ©cfjeere  votjujtehetr,- 
bed)  ifl  eS  fein  unumgänglich  nothigeS  Verfahren, 
Ser  ©teefling  faft  bejlo  fieberet  SSurjel ,  »eil  et  tu 
nen  2h«il  beS  vorjährigen  £o[$eS  an  fid)  behalten 
hat,  unb  bie  ©urjelchen  vorjüglid)  auö  bemfelbe« 
entfpringen. 

£at  man  bie  notbige  SRenge  ©teeflinge,  um 
bie  baju  bereiteten  ©efa&e  bamit  anjufuden  gefam* 


SBlumijteref. 


melt,  fo  »erben  im  (Schäften  mit  einer  guten  ©eifere 
bie  untern  Sldtter  ein  drittel  ber  Sdnge  bet  ©tecf= 
linge  abgcfchnitten,  unb  mit  einem  fdjarfen  gebet: 
ineffet  »üb  fein  ©tammenbe,  beinahe  fo  »ie  man 
eine  gebet  fdjneibet  (3?ef>fufj artig),  jug?fpi§f,  S5e* 
merfen  muj?  man,  bafj,  ba  bie  erfte  Söucjel  nur 
oon  bet  ©pt'he  biefeS  Sf)eil$  getrieben  »irb,  ein 
glücflidjer  TfuSgang  porjugltch  bet  ©auberfeit  unb 
bem  ©d;nitte  bejfelben  beijumeffen  fei;. 

©inb  bie  ©tecffinge  in  Sercitfchaft ,  fo  »erben 
mit  einem  glatt  jugefpifcten  hatten  $ol$e  Sochet  auf 
bie  Dberfldche  bet  Sopfe  etngebtucft,  in  »eiche  man 
bie  ©tecflinge  leicht»  unb  fünf  ober  fechS  Sinten  tief» 
Perhdltnifjmdfjtg  mit  ihrer  Sange  fenft,  unb  fte  müf» 
fen  einen  3<>ll  ober  Pietjefm  Sinten  oon  einanbet  ent: 
fernt  fepn. 

*  2fu$  Erfahrung  fuge  id>  noch  «  eS  ifl 
uoctheilhaft,  in  jeben  Sopf  nut  llbfenfet  eü 
net  2frt  ju  pflanjen. 

©inb  alle  jubereiteten  Sopfe  mit  ©tecflingen, 
nämlich  in  ihrer  ©litte  unb  innerhalb  bet  oon  bet 
©locfe  jutucfgelaffenen  ©put,  angefullt,  fo  werben 
fte  leicht  mit  einem  ©prengwebel  ober  mit  einem 
©d)»amm  —  unb  biefet  le&te  fdjeint  ben  föorjug 
ju  oecbienm  —  benefit ,  unb  »erben  unter  einem 
offenen,  luftigen,  gegen  ©orben  gelegenen  ©Joppen 
auf  ©eflelle  gebracht,  welche  ju  bem  ©nbe  bafelbjl 
aufgerichtet  »orben  ftnb,  hoch  genug  um  fte  oot  Sf)üs 
ten  ju  fchugen,  unb  Pot  »eiche  ein  ©e&  gjogrn 
»erben  fann,  bamit  fte  auch  oot  ben  Sdgeln  ge= 
ftchert  ftnb,  »eiche  fte  bepitfen  würben.  Sag  S3e» 
nefeen  muj?  jebe  halbe  ©tunbe  »überholet  »erben, 
bis  ju  bem  Hugenbltcfe ,  »o  man  geroif?  ifl,  baj?  bie 


173 

ganjc  ©cbe  angefeuchtet  ifl.  2fn  biefem  £>rte  Mei* 
ben  fte  jwet  obet  brei  Sage  ohne  ©locfen. 

©ach  Serlauf  biefet  3eü  »erben  fte  auf  bte 
©eflelle  eines  Drangenhaufeg  mit  einem  gläfümett 
Dache  getragen;  pot  ber  brennenben  ©onne  roerbett 
fte  mitteljl  Suchet  gefchünt,  welche  Pot  ben  porbettt 
©lafern  angebracht,  unb  »eggenommen  »erben,  fo: 
halb  bte  ©onne  fte  nicht  mehr  erreicht,  obet  bei  bü: 
(lern  Sagen,  unb  bann  muffen  bie  Sopfe  mit  ihren 
©locfen  bcbecft  »erben. 

Sn  einet  folgen  Sage  erhalten  bie  tfbfenfer  Pott 
bet  ©onne,  welche  biefed  $au$  burch  ihre  fenfredj* 
ten  ©trahlen  auf  bag  ©lasbach  etrodrmt,  bie  ju  ih« 
tet  Sßutjelung  notfjißc  «fji&e,  unb  burch  bie  Deff» 
nung  bet  ©eitenthuten  ju  ©littag,  geniefjen  fte  $u 
gleichet  Beit  eine  erneuerte  Suft.  Set  »armen  unb 
trocfnem  Sßetter  fcarf  man  nicht  oergeffea,  fte  tdglid; 
unb  fogar  jroeimal  an|ufeucbtcn,  je  nachbem  bie  Suft 
tcocfen  unb  bie  2ftmofph<J«  »arm  ifl.  3«  folchen 
Umfldnben  fcfjabet  eine  bcfidr.bige  geuchtigfeit  burch* 
au«  nicht,  »ie  ich  aus  ©rfafitung  perftchetn  fann, 
benn  jum  Serfuch  habe  ich  einige  Sopfe  übet: 
fchroemmt,  unb  bie  llbfenfer  ftnb  polifommen  ge* 
biehen, 

©ach  5  ober  6  Sßocfjnt  fangen  bie  ©tecflinge 
an,  nachbem  bte  2frten  ftnb,  aufjugehen.  Unent» 
behrtich  i|f  e$  alöbenn  ihnen  Suft  ju  geben,  unb  bie* 
feö  gefchiei;et,  ir.bem  man  bie  ©locfen  aufoebt,  oet. 
rnittelfl  fleinet  pierfeitiger  polier,  »eiche  unter  bi<= 
fen  festem  angebracht  »erben,  unb  auf  »eiche  bie 
©locfm  ju  tuhen  fommen.  ©in  drittel  -  3off  ifl 
Anfangs  jum  ©ingang  ber  Suft  unb  jut  ©tdtfung 


SB  l'u  m  i  ft  e  r  c  I. 


174 

ber  jungen  ^){it«i^enb.  @0  wie  pe  aber 

fltofer  geworben  ffnb#  mup  mehr  2uft  jugelaffen  wer* 
ben.  ©iebt  man,  bap  pe  Äcoft  unb  SSepanb  ertjaU 
len,  fo  werben  bie  ©Iccfen  ganj  tjinweagenommen, 
bod?  muffen  bie  ^flanjen  »ot  ber  ©onne  fltföfiftt 
bleiben. 

ülad)  £apnerg  Angabe  bleiben  bie  ©tedlinge 
in  biefer  Sage  big  ju  ber  gewöhnlichen  S«»t,  wo  bie 
^panjen  in’g  Sreibbaug  gebracht  roetbcn;  aisbann 
»erben  fte  auf  ©epellen  im  #intergrunbe  beg  natn* 
licken  £reibf)aufe§  ober  jebeS  anbern  mit  einem  ©lag* 
bad)e,  gefegt,  in  weldjeg  ber  grop  nicht  einbringen 
fann,  unb  wo  bet  SBdrmemeffet  nicht  tiefer,  «lg 
ben  jweiten  ©rab  über  ben  ©efrierpunft,  fallt. 
SBafjrenb  beg  SBinterg  »erlangen  fte  nur  bie  ge* 
wohnliche  pflege ,  bie  man  ben  erwachsenen  hPPan* 
jen  erteilt, 

©iebt  man  gegen  bag  grfibiabc,  bap  Stieb 
mächtiger  wirb  — benn  bie  Laiben  wadbfen  bag  «anje 
Sal)t  binburd)  —  fo  wirb  eg  Seit  fte  ju  trennen,  fte 
augenblicflicb  in  gropete  ©efafe  in  einet  (Entfernung 
»on  jwei  Soll  aug  einanbet  ju  »etpPanjen,  bamit 
fte  in  ber  golge  einjeln  gepflanjt  werben  fonnen. 

3fug  folgenben  ©rünben  f>abe  ich  biefe  jwei  te|= 
ten  Sehren  nicht  befolgt,  unb  Ijabe  alle  Urfac^e  ba= 
mit  jufticben  ju  fepn.  Unter  ben  #aiben  ftnb  einige, 
welche  pcb  weit  fcbnellet  alg  anbere  »erldngetn.  (©g 
»P  biep  ber  $auptgrunb,  welcher  mich  bei  ber  Angabe 
biefer  SKetbobe,  oben  bei  *,  bewogen  bat  iu  empfeb* 
len,  bap  in  jebem  Sopfc  nur  tfbfenfec  einet  unb  bet* 
felben  2lrt  gepffanjt  würben.)  3d)  glaubte  unb  nid;t 
obne©tunb,  bap,  wenn  icb  biefe  aufgegangenen  3fb* 


fenfer  big  jum  gröbiab«  in  ihren  Hopfen  peben  lief, 
ihre  SBurjeln  p d)  «reinigen  unb  »erfdffingen  muffen, 
unb  bann  bei  ber  93erpPanjung  ihr  gottgang  febt 
ungewip  werben  fonnte.  Uebetbiep  lagt  bie  SBerpffan* 
jung  in  gropern  ©efdpen  eine  britte  in  einjelne  S£d* 
pfe  übrig. 

Sur  Seit  ber  Sßiebereinfe|ung  ber  ^panjett  tn’S 
Sreibbaug  hab«  icb  alfo  mit  $ülfe  eineg  fleinen 
©clbotjeg  »on  einem  Soll  im  Surdffchnitt,  alle  meine 
Ableger  »on  Laiben  unb  anbern  hPflanjen  biefer  3frt, 
welche  ftcb  »erldngert,  unb  biejenigen  fogar,  welche 
nur  unbebeutenbe  Seidjen  ber  S5ewurjclung  gegeben 
batten,  mit  ber  (Erbe  aufgehoben  unb  jebett  in  einen 
fleinett  £opf  »on  anbertbalb  Soll  im  Surdffchnitt 
gepflanjt :  eg  bat  feiner  an  biefer  SBerpPanjun.g  ge* 
litten,  unb  jeber  bat  febt  patf  in  bem  ^aibfraut* 
baufe  getrieben,  wo  pe  alg  erwaebfene  ^ffanjen  be* 
banbeit  worben  ftnb, 

Scb  fabele  inbeffen  gar  nicht  bie  S3erpp«nauttg 
in  ©efafe  »on  10  Soll  im  Sutchmeffer,  welche  18 
big  20  ©tuefe  biefer  iungen  ^panjen  in  einer  ©nt* 
fetnung  »on  einanbet  »on  2J  Soll  enthalten  fonnen, 
in  welchen  pe  wenigPeng  eben  fo  leicht,  alg  in  f lei* 
nenSopfen,  welche  mehr  Sfaurn  einnebmen,  Söur* 
jel  faffen ;  allein  eg  bleibt  eine  SSerpPanjung  mehr 
6brig.  Snbem  ich  biefe  Sßorte,  wenigpeng  eben 
fo  leicht  fage,  fo  habe  ich  babei  nicht  blop  bie 
Sterlinge,  fonbetn  auch  bie  ©dmlinge  im  21uge; 
benn  id)  habe  erfahren,  bajj  bie  jungen  £aibeftdu* 
ter,  welche  bureb  ©aarnen  erjeugt  werben,  bei  ber 
SSetpPanjung  in  cjropen  ©efdpen  leichter  SSurjel 
faffen,  unb  pd>  weit  beffer  »erPdrfen,  alg  wenn  pe 
einzeln  in  fleinen  Sopfen  peben.  Sen  ©runb  ba* 


SBtttmijierei 


*75 


öött  farnt  idj  ttur  etncc  großem  SDfenge  Subftanj, 
bie  fie  in  ben  Terrinen  ftnben,  beimejfen. 

2$  c  c  f  u  6)  e. 

£)a  idj  vorigen  (Sommer  (1812)  nach  tiefer 
Sftethobe  mit  mehreren  #aibeatten  unb  einigen  an= 
bern  sptTanjen  25erfudje  angejlellt  habe,  fo  wirb  ge* 
wifi  bie  Äenntnifj  ber  jfJiefultctte  berfelben  ben  2ie6= 
habern  nicht  gleichgültig  fepn.  liefern  Sortpflan* 
jungSmittel  habe  icf>  nur  bie  2frten  unterworfen,  be* 
ren  Saame  nicht  jttt  3Jeife  gelangt,  ba  in  jeber 
3fucfftd)t  bie  ©aamenpflansen  ben  SSorjug  »or  ben 
Ablegern  »erbtenen. 


Stamen  ber  2Cbleger. 

3af>l  ber  Kb= 
leger. 

3af)t  b.  ge* 
rourjclten. 

1,  Erica  ignescens 

8 

8 

2.  —  concinna  hor- 

tulea 

6 

4 

3.  —  curviflora 

5 

3 

4.  —  lanata 

12 

10 

5.  —  conspicua 

10 

8 

6.  —  spuria 

6 

3 

7.  —  floccosa 

10 

8 

8.  —  Linnaei 

4 

4 

9.  —  cylindrica 

Andr. 

5 

5 

10.  —  elata 

6 

4 

11.  —  simpliciflora 

9 

8I 

rp 

12.  —  grandis 

12 

6i 

13.  —  cinerea 

5 

4<j 

IgS 

14.  —  ventricosa 

15 

14  j 

!  a  <T3  *1 

Ȋf 

15.  —  peduncularis 

4 

4  j 

äc=5  8> 

16,  —  acuta  s,  tenui 

folia 

8 

6 

Slawen  ber  2(6leget. 

I  3abt  ber  2C6» 

I  leger. 

3af>n>.  ge* 
»urjelten. 

17.  Erica  strigilifolia, 
s.  transparens 

4  gefchmttene 

2 

18.  —  margaritacea 

6 

6 

19.  —  umbellata 

4 

3 

20.  —  comosa 

6 

3 

21.  —  verticillata,  s. 

mammosa 

12 

6 

22.  —  Monsoniana 

6  gefdjnittene 

1 

23.  —  discolor 

3 

2 

24.  —  sebana  lutea 

8 

7 

25.  ■ —  Empetrifolia 

4  gefdjmtfene 

1 

178 

130 

tfnbere 

spftanjen. 

Flamen  ber  Urten. 

3af>l  ber  Ub, 

3afrt  b.  ge* 

leget. 

wurzelten. 

Brunia  radiata 

3 

2 

Diosma  purpurea 

5 

5 

—  ciliata 

5 

4 

—  umbellata 

8 

2 

Pfiilica  nitida 

2 

2 

—  pubescens 

2 

2 

Cliffortia  ilicifolia 

2 

2 

Banksia  denticulata 

2 

1 

Hakea  pectinata 

3 

3 

Lambertia  formosa 

4 

2 

31 

25 

Tfuf  biefer  2ifle  ftnb  mehrere  $aibefrdutet  unb 
anbere  ^flanjen  nicht  beftnbiich,  welche  noch  nicht 
nerpflanjt  worben  ftnb,  unb  je|t  erfl  ju  treiben  ans 
fangen.  £>ie  3abl  ber  oben  benannten  fcfjien  mir 
hinreichenb,  um  ben  Erfolg  biefe«  Verfahren«  an’« 


I76  23  l  u  m  i 

Sicht  ju  bringen.  2flle  haben  »dbrenb  be«  »origen 
©Sinter«  getrieben,  unb  finb  je&t  im  9ttarj  (1813) 

5  bi«  7  3olI  J)oc&. 

2>ie  2frt  Erica  ventricosa  No.  14.,  in  tttet* 
jien  3(ugen  bie  fhonfte  be«  ©efhleht«,  bat  ben  be* 
ften  Fortgang  gefunben,  unb  biejj  bat  mich  um  fo 
mehr  überrafht,  baEutti«  in  ^infiebt  biefee 
g)flanje  behauptet :  fte  laffe  fth  fd>trcr  bureb  ©teef* 
finge  fortpflanjen,  e«  gelinge  nicht  einmal  ben  Engs 
lifhen  ©artnern,  ob  fie  gleich  in  biefem  ©erfahren 
am  gefchicftcfien  waren. 

23emerfungen. 

3flle  gefchnittene  #aibefrautableger  faffen  nur 
febt  fh»er  ©Surjel.  2fUe  biejenigen,  weihe  mit 
zahlreichen  ©lattern  oerfeben,  unb  beten  knoten  in 
furzet  Entfernung  »on  einanber  fielen  unb  fleh  faft 
lerübten  ;  j.  23.  Erica  cerinthoides ,  grandi- 
üora,  vestita,  Pattersonia,  coccinea  u.  f.  w. 
gelingen  nur  febt  feiten,  »eil  fte  »cn  ©eitenjweis 
gen  entbloft  finb,  bie  fich  mit  bem  ©tammenbe 
eber  einem  2he*le  bet  3tinbe  be«  ©tangel«  abreifen 
laffen. 

©ei  anbern,  »ie  §  55.  Erica  mammosa,  dis- 
color,  Sebana,  Empetrifolia,  comosa  u.  f.  ». 
braunen  bie  Ableger  lange  Seit,  um  ©Surjel  ju  fafs 
fen.  3(1 lein,  man  batf  bie  ©ebulb  nicht  verlieren : 
fo  lange  ber  ©tangel  grün  bleibt,  fo  ijt  noch  4?°ffs 
nung  jum  Triebe.  Einige  buben  »dbrenb  be«  5Bin* 
tet«  in  meinem  5Treibf>aufe  ohne  irgenb  einer  anbern 
funfilichen  ©Sätme  getrieben,  al«  biejenige,  »eiche 
bergroft  notb»enbig  macht,  um  ju  »etbinbern,  bafj 
berfelbe  bineinbringe. 

Siefe  gortpflanjung«art  fallt  jwar  etwa«  in’« 
kleinliche  unb  »itb  oielleicht  ben  «£anbel«gärtnern 


ß  e  v  c  t. 

nicht  an  flehen,  welche  ba«  Einlegetverfabten  borjies 
ben  (obgleich  bie  Einleger  bei  »eitern  nicht  alle  leiht 
©Surjel  faffen),  »eil  baffclbe  weniger  Bwang  aufs 
legt,  unb  fte  baburh  viel  früher  »erfauflihe  ©ub; 
jefte  ju  erhalten  glauben.  Snbeffen  bin  ih  ber 
Meinung  ,  bah  fte  fth  in  biefer  ^>inftdjt  tdufhen. 
Sbre  kunftbruber  au«  Englanb  ,  welch«  mit  ber 
goctpflanjung  ihrer  5PfIanjen  »ollfommen  »ertraut 
finb,  »enben  »orjug«»cife  nur  ba«  etfle  ©erfahren 
an,  »eil  e«  ihnen  ©ubjefte  in  »eit  gtofjctet  3at>t 
liefert,  ©ie  buben  aber  auch  viel  ©eharrlihfeit  unb 
»erfhwenben  alle  mögliche  pflege.  Sie  ©turnen* 
fteunbe  aber,  weihe  fih  burh  feine  faufmannifh* 
3(bftht  leiten  laffen,  »erben  mit  ©ortbeil  biefe« 
©erfahren  benuljen;  bei  biefer  ©efhaftigung  be« 
3(ugenblicf«  »erben  fte  eine  bu^ft  angenehme  Er* 
holung,  »ie  auh  einen  ©enujj  für  bie  ©egenwart 
unb  Bufunft  fi'nben. 

Sie  ^aibepflattjen  »erben  leiht  fhwah  ober 
flerben  ab,  unb  forbern  eine  ju  garte  pflege!  biep 
ift  eine  jiemlih  allgemeine  klage.  ©iogliherweife 
fann  bie  Sage,  wie  ih  e«  in  £infiht  auf  anbere 
^flanjen  ju  beweifett  gefuht  bube,  baju  beitragen; 
boh  fotlen  meine«  Erahten«  einige  gehler  bei  bet 
©cbanblung  ber  ndhtfe  ©runb  baoott  fepn.  Surh 
ein  ju  häufige«  ©egiejjcn  butte  man  mehrere  3(rten 
biefe«  ©efhleht«  eingebüfjt ,  hübe  ih  auh  fugen 
boten.  £>bne  ba«jenige  ju  wieberholen,  wa«  ih  be« 
reit«  baruber  gefagt  bube,  will  ih  mit  wenigen 
©Sotten  biefe  ©ebauptung  burh  bie  Sttittbeilung  bet 
3frt,  »ie  ih  biefe  ipflanjen  behanble,  ju  wiberlegen 
fuhen. 

Sie  #aibepflanjen  ftnb  gewifj  niht  alle  in  gleis 
hem  ©tabe  petenntrenb.  Siefe  ©erfhiebenheit  ftnbet 


SB  \  u  m 

tei  offen  (efcenben  ober  begetirenben  ©egenfiänben 
€>(a*t,  boc^>  ft'nb  bie  meinen  gefunb  unb  gebeiben. 
3ebn  2frten  ungefähr  fcbeinen  mir  fchwach  ju  fepn; 
«ber  affe  anbete  {eben  ben  Sauf  bet  Statut  gemäß 
awanjig  Sabre  lang.  Sch  beft&e  einige  breiig,  welche 
ibr  t2te«  ober  1 5te6  Sahr  erreicht  haben,  unb  e« 
febeint  gar  nicht  al«  waren  fte  ber  £infälligfeit  nabe. 
Sch  habe  einige  abgefchlagen,  welche  9  big  xo  guß 
hoch  waren,  beren  Stängel  nur  1  guß  hoch  blieb, 
unb  welche  in  J?utjem  neue  jahlreicfje  Zweige  getrte* 
ben  haben.  Sch  habe  für  meine  #aibepflan$en  ein 
eigenes  Jpau«  mit  einem  ©laöbach,  in  welche«  eg  nie 
friert,  beffm  Temperatur  ber  eine«  falten  Treib*  ober 
Srangeriebaufe«  gleich  femmt.  Sm  Sommer  wer* 
ben  fte  in  einer  Entfernung  oon  3  guß  non  einer 
hoben  ^ag.bucbenbecfe  gegen  £>flen  gewenbet,  ge» 
fiefft.  ©0  lange  fie  im  Steten  bleiben,  werben  fie 
täglich,  bei  warmen  Sßetter  fogar  jweimal ,  felbjf 
bei  regnerifchen  2Be;t?r,  begojfen.  Sm  Treibbaufe 
»oirb  bie  Erbe  immer  feucht  erhalten.  Sch  fann  oer-- 
fichern,  baß  bei  ungefähr  1200  ©tücf  ^aibepflanjen. 
Worunter  1 20  wahre  Zfrteit  ffnb,  oon  6  Boll  bi«  10 
Sup  £6he,  bie  ich  auf  biefe  2öeife  bebanbele,  meine« 
SBiffen«  nicht  eine  eingige  „Durch  übermäßige  geud,* 
tigfeit  »erloren  geangen  «fr.  Snbeffen  geff ehe  ich 
gern,  baß  e«  Tfcten  giebt,  benen  ein  ju  häufige«  Ve» 
fli  ßen  f (habet  unb  feibfl  ihr  tfbfierben  nerurfachet. 

S3on  ber  2frt  jtnb  Erica  retorta,  jasminiflora, _ 

Banksia;  affein  biefe  3af)l  beläuft  fiel;  faum  auf 
gwolf. 

Sie  £aibepflanjenetbe  muß  leicht  unb  öon 
braungrauer  garbe  fepn.  — 

Sie  Wanjen  bürfen  nur  bann  au«  ben  Topfen 
genommen  treiben,  wenn  ihre  SBurjeln  bie  ©efäße 
belegt  haben. 

Sortf.  &.  2f,a.@art.  SBag,  V.SSb«.  5,  ©t,  l8w# 


Sie  £i|e  ber  2J?ijibeete  ifl  ihnen  fchäblich,  boch 
fann  ihnen  währenb  ihrer  Äinbheit  ein  gute«  wohl* 
erleuchtete«  ©chirmbach  fehr  nüfclich  fep. 

Mehrere  3frten  ertragen  bie  etjlen  ©rabe  be« 
grofle«, 

Sie  93ehanblung  ber  Metrosideros,  Mela- 
leuca  ,  Leptospermon  fann  ihnen  gleidjigefe&t 
werben. 

Siefe  furje  Sarfieffung  halte  ich  für  nothweit-- 
big,  um  bie  oorgefaßte  «Meinung,  welche  man  gegen 
bie  Erjiehung  biefe«  fronen  ©efd)led)t«  ohne  ©runb 
h?9t,  ju  gerff6ren.  Sch  ftnbc  fogar,  baß  bie  $aibe* 
pflanjen  ftd)  weit  leichter  al«  anbere  $flanjen  in  ifr* 
rem  reifcooffen  Buffanbe  erhalten ;  ju  t>iel  Sorgfalt 
if!  für  fie  in  eben  bem  ©rabe  fchäblich,  al«  für  bie 
•Rinber,  bie  man  oerjärtelt. 

Sa«  liebliche  ©efchledjt  ber  ^aibepflanjen  unb 
biefe  gortpfTanjung«art  würbe  für  gtauenjumner  ei* 
nen  angenehmen  Beitoertreib  abgeben,  welche  mitten 
unter  erfünfblten  Vergnügungen  ficf>  leicht  überaus 
gen  fonnen,  baß  bie  fftatur  weit  füßere  unb  bauet* 
haft-re  greuben  barbictet.  2fm  Enbe  witb  man  ge* 
gen  ©chaufpiefe,  Säffe,  ©efellfd;aft«fpiele,  bei  wef* 
chen  man  ftch  ju  belufiigen  wähnt,  ganj  abgeßumpftj 
unb  wie  oft  flehet  nicht  bie  Sangeweile  ©cfulbiracbe 
»or  ber  Thür!  unb  wie  oft  ftnbet  man  faum  bifelbft 
eine  Betreuung  um  einer  quälenben  Einformigfeit 
ju  entgehen.  Sch  labe  fte  bnfjec  ein,  in  ben  Sah* 
re«jciten,  wo  bie  gelber  ftch  mit  ihren  fchonfien 
JKeichthümern  fehmüefen,  einjufehen  baß  ba«  Sanb 
9?eije  bef i&t,  welche  bie  »on  ben  »olfreichfien  ©fäb* 
ten  bargebotenen  Betreuungen  weit  übertreffen,  unb 
eine  Bauberfraft,  welche  in  ber  Seele  järtlidje  unb 
befriebigenbe  Einbrüche  jurüefläßt.  Sch  labe  fte  juc 
pflege  unb  gortpfTanjung  biefer  lieblichen  ^flanjct» 
33b 


33  l  u  m  i  ft  e  r  e  t. 


178 

rin,  beten  (Blumen,  welche  5u  ihrem  ©‘biete  geho* 
ten,  ihren  einfachen  tmfdwnem  werben.  «ie 
buvfen  nicht  t>efuccf)tcn  ihre  #dnbe  ju  befchmuhen, 
intern  (ie  bie  Erb e  angteifen;  «in  ©tod d)en  teid)t 
juc  «Pflanjung  bet  Ableger  bin,  unb  ihre  garten 
SPinftft,  turd)  bie  Entblätterung  eines  Styil«  befiel* 
ben,  »erben  ihren  gertgang  ffdjetn.  ©ie  eine  gute 
s^utter  für  it^re  Äinbet  bie  jdrtlid)ften  ©efüfjle  em* 
pfinbet,  »erben  (ie  ge»i&  2fnbdnglid)feit  an  bi efe 
jungen  grumte  it>m  Wartung  gewinnen;  (ie  werben 
(eben,  wie  biefelben  unter  ihrer  pflege  waebfen  unb 
(id)  »etfd)6netn,  unb  halb  erfennen,  bap  es  unab* 
Rangige  Vergnügungen  giebt,  unb  baf  man  (ich 
(etb(l  welche  (djaffen  fann,  bie  «inen  Sl>eilber  ©lüd* 
fecligfeit  auSmacben. 

25on  bem  (©aamenflot  ebne  fünftlidje 
©atme. 

SaS  ton  mit  angegebene  Sreibl)au$,  welches 
nad)  bet  Erfahrung  bie  id>  banon  gemacht  habe,  »ut 
«Burjelung  bet  Ableger  bet  satten  ^flanjen  aufierft 
günfiig  ift,  ift  eben  fo  feh«  fit  ben  ©aamenflot 
aller  berjenigen  ttorlheilbaft ,  bereu  Äotner  bünne 
ftnb,  unb  welche  einige  ©rabe  ©dtrne  jum  Äeimen 

nothig  haben. 

Sm  gtfihiahte  1813  t*tte  ich  *»  ÖUf 

«Beete  unter  ©laSfenfter,  mit  einem  ©orte  nach  al* 
ter  ©ewohnheit,  f*h*  3«*«  ©aamenfornet  non  £aibe* 
pflanjen,  Rhododendron,  Kalmia  mit  breiten 
«Blattern  u.  f.  w.  gefact ,  mehrere  ftnb  gut  aufgc* 
gangen,  anbete  aber,  obgleich  eben  fo  gut,  haben 
6  ©odjen  lang  fein  Reichen  beS  ÄeimenS  gegeben, 
hierauf  ent(d)tof  ich  mid),  bie  Sopfe  au«  bem  (Beete 
»egsunebmen,  fte  in  baS  SreibhauS  ju  bringen,  wo 


bie  Ableger  fid/ fcefdnben,  unb  begofj  biefelben  fcd-i* 
ftg,  fo  bajj  bie  ©dmeteien  in  einet  beftdnbigen  cgeud)s 
tigfeit  erhalten  würben.  (Wach  (Berlauf  «on  8 
gen  gtengen  alle  nottrefflid)  auf  unb  Kalmia  lati- 
folia,  bie  ich  gugtetd)  jum  SSerfud)  wieber  gefdet 
hatte,  bebedten  in  3eit  non  12  Sagen  bie  ganje 
£)berflad;e  ihrer  Serrine  mit  ihren  erften  (Sldttern. 

Siefe  Shatfachen  fcheinen  ju  beweifen,  baf  bie 
«Barme  ber  ©iftbeete  unb  bie  ©ewohnheit,  ben  ©aa* 
menflot  ber  ?uft  junt  Sh««  5«  Trauben,  wenig  ge* 
eignet  ftnb  baS  Reimen  ju  begünfiigen.  Eine  gro$e 
SWenge  warmer  atmoSphdrifcber  Suft  hingegen,  net* 
bunben  mit  einet  geuchtigfeit ,  welche  bis  jut  Er* 
fdjeinung  bet  ©aamenbldtter  unterhalten  werben  foll, 
beforbert  nid;t  nur  biefe  ledern,  fottbern  fldrft  bie 
jungen  ^flanjen  bis  ju  bem  Tfugenblicfe,  wo  man 
fte  ohne  ©efabjt  bet  freien  8uft  auSfe&en  fann. 

Reberbie^  fcfjctnt  mit  biefeS  Verfahren  mit  bem* 
jenigen,  weldjeS  bie  Statut  in  allen  (Regionen  an* 
wenbet,  analog  ju  fepn.  3m  Uebetflufj  {heut  bie 
«Ratut  bie  ©aamenfornet  bet  Vegetafctl:en  auf  bte 
Erbe  aus,  wo  fte  in  uolliget  Untbdtigfeit  bis  ju  bem 
3fugenblicfe  bleiben,  wo  bie  2uft  ben  ju  ihren  erflen 
Entwicfelungen  nothigen  ©armegtab  erreicht  hat: 
bann  gehen  fie  auf,  unb  erlangen  in  Äurjem  £6f>e 
unb  ©tdrfe.  ©0  ifl  ber  natürliche  ©ang,  beffett 
«Slrfungen  wir  alle  3al)te,  fowoht  in  ^)tnftd)t  un* 
fern  einheimifchen  ^flanjen,  als  in  4>infi*t  <>«  ÖUf 
«aterldnbifchen  (Boben  uerpflansten  ©ewdchfe  fehen; 
unb  fo,  bünft  mid),  fott  ber  ©eg  fepn,  ben  wir  in 
3ttcffi<ht  ber  auSldnbifd)cn  ^flanjen,  benen  wir  «n» 
fere  «pflege  weihen,  einfdjlagen  follen.  3ebeS  gefunbe 
eaamenforn,  beffen  Äeimfrajt  unoerdnbert  geblieben 


SBlttmifietet. 


*79 


ift,  helfen  Äeim  unb ‘geben  bie  {Ich  auf  ihre  33er* 
Achtungen  bejiehenbe  Gigenfchaft  beibehaltcn  bak{n* 
mufj  an  jebem  £)rte  ber  Grbe  oufgefjert.  Um  baju 
§u  gelangen,  muß  man  ihm  3eit ,  eine  leichte  aber 
fcefidnbige  geuchtigfeit,  unb  bie  in  feinem  natürlichen 
fianbe  gewöhnliche  Temperatur  oerfchaffen.  Sie 
Trei6hdufer  mit  einem  ©laSDacfje,  in  welchen  bie 
guft  fomobl  im  gcübjahre  als  im  Sommer  nach 
©ebürfniß  warmer  gemacht  unb  erhalten,  unb  nach 
SGBiUfufjc  erneuert  werben  fann,  entfprechen  meines 
Grachten«  bem  erwünfdjten  3  vecf  oollfommen.  3Beil 
ein  gute«  ©aamenforn  nicht  fo  fchnell  aufgehet,  wie 
man  es  wünfcht,  fo  barf  beßwegen  nicht  barauS 
gefchlojfen  werben,  baß  eS  nicht  aufgehen  wirb :  benn 
wahrfcheinli^erweife  h®t  eS  noch  nicht  in  feinem 
guftfreife  bie  $u  feiner  Gntwicfelung  erforberlichen 
Gigenfdjaften  gefunben.  $at  aber  ein  folcheS  ©aa* 
tnenforn  bei  einet  großen  Selige  einer  oft  oerdnber* 
ten  2uft  in  einem  Treihhnufe,  wo  bie  SBurme  bet 
feine«  33aterlanbeS  jiemlich  gleich  fornmt,  tiefe  33or* 
§üge  nicht  erhalten  fonnen,  fo  i|t  fefjr  ju  oermu* 
then,  baß  ein  25eet  fte  eben  fo  wenig  barbieten  wirb, 
©efcfct  auch  bie  ©aamenfornet  fonnten  eben  fo  gut 
in  einem  33eete  unter  ©laSfenjfern  aufgehen,  fo 
werben  bie  jungen  ^flanjen  nur  $u  halb  bünn  unb 
fchmdchtig,  wenn  man  bie  g  nfler  nicht  aufmacht, 
unb  biefe  Seffmtng  fann  anbern  ^flanjen  fdjdblich 
Werben,  eS  wäre  benn,  baf  man  fte  anberSwo  an* 
brachte.  Sn  einem  Treibhaufe  mit  einem  ©laSbache 
unb  ©eitentfjüren  wirb  biefe  Operation  unndthig# 


weil  man  ihnen  biefelbe  2J?affe  guft  unb  2;cht  ge. 
ben  fann,  bie  fte  in  freier  guft  genießn  würben. 

Siefe  SSehauptung  beruhet  nicht  a;.f  5D?uth* 
maßungen,  fonbern  auf  Thatfachen.  2fuf  bie-'e  2frt 
habe  ich  mehrere  ©aamenfornet  gefaet,  unb  alle  ge* 
fun'oen  giengen  auf.  3wat  ftnb  wdhrenb  b.S  ©o  et* 
merS  bie  jungen  ^flanjen  nicht  fo  hoch  geworben, 
als  ber  ©aamenflor  gewöhnlich  auf  SSeeten  unter 
©laSfenfiern  wirb ,  aber  fie  waren  weit  fldrfee  unb 
haben  ben  SSinter  ohne  ben  minbeffon  ©djaben  $u* 
gebracht.  Sie  ©emerfung  muß  ich  noch  hi«5«fü;en, 
baf  wenn  in  einem  folgen  Tteibbatife  bie  ©onne 
butdh  ihre  fenfrechten  Strahlen  ben  ©aamenflot  ju 
fchnell  abtroefnet,  in  ben  «DZittagSjbunben  eine  gern* 
wanb  auf  bie  genfer  gelegt  werben  muß,  welche  fleh 
übet  benfelben  beftnben.  SaS  ©egitßen  muß  täglich 
ein*  ober  jweimal,  nach  ©efchaffenfjeit  beS  SßetterS 
unb  ber  2Barme  mit  $ülfe  eines  ©chmammeS,  oor* 
jüglich  Por  bem  Äeimen,  wieberholt  werben. 

Sa  bei  jebwebe«  tfnbau  bie  beffen  SKefultate 
nur  burdj  jahlreiche  unb  auf  petfebiebene  2lct  mobi* 
fteirte  33erfuche  fowohl  als  burd>  wieberhohlte  Gr* 
fahrungen  erlangt  werben  fonnen,  fo  wage  ich  bie 
Hoffnung,  eS  werben  einige  Ginjelheiten  in  bem 
©erfahren,  welche«  ich  eben  in  £inftcht  ber  3fblegct 
angegeben  tjabe,  nicht  als  tabelfjaft  angefehen  wer* 
ben,  welche  einigermaßen  bem  ©erfahren  wiberfpre* 
(hen,  bas  man  anberwdrtS  betrieben  finbet. 

$  **, 


©b  a 


$reif>*  unb  ©tw&tyfyatö  *  ©drfnevct. 


18© 

%ttW=  mtb  ©ewäcbabau«  s  ©ärtncret. 


I. 

bittet  jur  SSeforbmmg  ber  Sragbarfeit  ber 
2(nana$ ,  *  unb  aut  SSermibung  bei*  Sn= 
feften ,  welche  tiefen  Pflanjcn  [traten. 

(3CuS  bem  granj&ftfdfjen,  von  ^armentier,  Sürger.- 
meifler  in  Snghien). 


£>it  Tfnana«,  welche  auf  fSftlid)  beferen  2«= 
fein  einen  fo  au«ge$eidbneten  ^Pla^  behauptet,  tfl  be« 
fannttid)  bie  gruebt  einet  warmen  2reibbau«pflanse, 
wcld)e  ben  ^flanjet,  bet  auf  fte  feine  Sorgen  unb 
viel  Jtoften  wenbet,  feiten  entfcbÄbiget.  5<b  bflbe 
bemetft,  baf  biefe  «Pflanje  einen  befonbern  »oben 
»erlangt,  unb  nad)  vielen  unfruchtbaren  »eifucben 
bin  id)  bei  folgenbem  flehen  geblieben,  bet  mir  voll« 
fommen  ©enüge  tljat.  Sch  machte  eine  Sttifcbung 
au«  i6SSh«'l*«  flauen,  mitSSorf  »ermifebten,  2Ker* 
gel,  io  3:t)eilen  gut  verfaultem  Jtubmift,  8  3:^*He« 
eben  fo  alten  unb  verfaultem  «Pferbemift,  2  Sfjeiten 
verrotteten  eichentaube«,  4  5T^til«n  ©anb  unb  einem 
5£t>cil«  Stuf. 

£>iefe  Sflifdjung  pajit  »ollfommen  für  erwach* 
fene  «Pflansen;  fut  Wieget  ober  Sterlinge  mup 
man  fie  aber  auf  folgenbe  Wt  »etanbern:  16  SEt>eite 
flarfen  Mergel,  7  Steile  btei  bi«  vier  3ah™ 
unb  recht  aufgelocfetten  ^ferbemip,  1  Sheil  verfaul* 


te«  Eichenlaub  unb  1  Sh»it  W-  ©tnn  man  im 
grüfftinge  bie  Wieget  fjincinpftanjt ,  muft  man  vor* 
her  bie  »orfidjt  treffen,  baft  man  bie  SBurjeln  von 
ben  troefenen  unb  tobten  gafern  recht  reiniget  unb 
fte  hierauf  ganj  unb  fogar  bi«  jur  «£>alfte  bet  *PfIanje 
in  einen  Eimer  tunft,  in  welchem  mit  einer  bin* 
teicbenben  Quantität  SBaffer,  fo  ba&  e«  ein  bünnet 
»rei  wirb,  16  SEfjetle  ©cbwefelblumen ,  1  Sbeil  ge* 
pulvertet  dtampber  unb  2  SEt>eilc  burebgeftebter  9iuf 
»crmifd)t  unb  red)t  untereinanber  gerührt  worben 
fir.b.  Si«  mit  biefer  Sfliftbung  uberjogenen  ^Panjen 
werben  hierauf  in  bie  für  fie  jubereitete  <5cbe  gefegt. 

T)[ e  2fnana«pftansen  finb  ben  Unfällen  mehre» 
rer  Snfeften  auSgefeßt:  bie  «ein»,  weife,  mehlige 
©d)ilblau«  (Coccus  adonidum),  ein  traurige«  ©e* 
fchenf,  welche«  mit  ben  fdjonen  spflanjen,  bie  un* 
fete  ©la«haufet  jieren,  von  ben  weftlicben  .Stuften 
2lfrifa’«  iu  un«  gefommen  ift,  febeinet  in  unfern 
fünftlicbetr  dtlimaten  ihre  3etftörung  vorsug«wei«  an 
ben  ©übametifanifchen  ^öflanjcn  au«suuben;  baupt* 
füdjticb  ft<het  man  fte  auf  bet  Wana«  feftftie«  unb 
ft<b  bafetbft  in  einen  weiflirf>»e!elbaftcn  glaum  em* 
hüUen,  ber  eine  ja^ttofe  Wac&fommenfc&aft  verbirgt, 
eine  anbere  viel  größere  unb  ebenfo  furdjtbare  Wt 
für  bie  greunbe  ber  Eultur  ber  ^ftanjen  au«  bet 
heilen  3one,  fud)t,  nebft  ber  ®(a«hauö^chilblau« 
biefe  Eultur  su  erfchweren  unb  $u  vereiteln.  £)iefe 


i8i 


SEteifr*  tmb  s  ©dtfocreL 


Weit,  welche  |taü  unb  gldnjenb  ifl,  hat  bte  ©e* 
flott  eine*  mittelmäßig  großen  ©cbilbfdferS  unb  fcfyei* 
«et  nod>  viel  feffer  als  bte  ©(aSfjauS  ;  ©chilblauS 
auf  ben  2fnanaSpfTanjen  $u  ftgett  /  beten  ©affe  fte 
cuSfaugf,  bie  fftahrungSgefdße  auStrocfnet  unb  ihren 
bolligen  Untergang  unmerflich  ^etbeifö^tef. 

Um  bie  2fnanaS  vor  bet  tfnftecfung  bet  Sfnfef* 
ten  burdb  bie  «Bectilgung  beS  größten  2!l;eils  berfel« 
ben  gu  verwahren,  bebiente  ich  mich  eines  SJerfalj* 
tenS,  bas  jebermann  fei^t  ift.  3d>  ließ  4  fPfunb 
©djwefel  unb  4  Unjen  Äampher  recht  fein  pulvern, 
vermifchte  fte  mit  9fuß,  bev  ebenfalls  gepulvert  war, 
in  fo  großer  £luantit<5t,  bie  eben  binteicbte,  um  bet 
5Kifd)ung  beinahe  bie  garbe  bet  fPflange  ju  geben, 
unb  fdjüttete  biefe  gepulverte  5flaffe  in  ein  $D?ef)Ifieb. 
Sßill  id)  nun  von  biefem  ©chufcmittel  ©ebraud^ 
machen,  welches  gew6f)nlich  enfwebev  im  gtühlinge 
gefchiehet,  obet  gegen  bie  Seit,  wo  man  bie  jungen 
2tr.anaS  verpflanget,  fo  fange  ich  an  bie  fPfTanjj  mit 
©affet,  mittelfl  eines  feibenen,  etwas  ffeifen  «pin» 
felS,  ber  eines  ginger*  bitf  unb  lang  ijf,  ju  wafdhen, 
biefen  $infel  fioße  ich  fo  tief  als  möglich  gwifchen 
bie  S3ldtter  gang  ual;e  an  ben  ©tamm,  feftre  hier* 
ouf  bie  $flange  um,  um  fte  abttopfen  ju  laflm, 
unb  wenn  nut  noch  gerabe  fo  viel  gcud>tigfeit  baran 
bleibt,  um  ben  ©taub  feffguhalten,  womit  man  fte 
fiber  unb  über  betreuen  fann,  fo  fielle  ich  bie^flanje 
unter  baS  ©ieb,  baS  ich  fo  lange  fdjuttele  bis  alle 
Steile,  felbff  bie  fdtmaljlen  unb  ndchffen  am  ©'am* 
me,  wo  ftd>  bie  SnfeEten  oft  verfammeln,  tüchtig 
mit  biefem  ©taube  überzogen  ftnb.  Sie  mit  biefem 
Heilmittel  verfolgte  fPflange  wirb  von  ben  idfiigen 
Snfeften  befreiet  unb  vor  ben  Unfällen  bererjenigen 
terwahret  werben,  bie  fleh  in  bet  9*dhe  beftnben 
mochten. 


Sie  oben  angegebene  Öuahfitdf  bet  SWaffe,  tft 
für  200  ffatfe  unb  erwachfene  ^OfTangen  hinteichenb, 
9flan  fann  baS  Verfahren  gum  Sheil  wieberholen, 
fo  oft  man  wahrnimmt,  baß  bie  ©tdngel  unten  an* 
geffeeft  ftnb;  aber  feiten  braucht  man  wieber  feine 
Suffucht  bagu  gu  nehmen,  wenigjfenS  iff  mit  bas 
nicht  oft  begegnet, 

23enn  man  bte  tfbleget  obet  ©proffen  Von  ben 
fruchttragenben  ^flangen  abnehmen  will,  fo  lofet 
man  bie  ©proffen  vorftchtig  ab,  bamit  man  bi*  juw» 
gen  ©urgeln  nicht  quetfeht,  taucht  fte  in  ein  mif 
©affet  gefülltes  ©efaß,  bas  bie  Sempetatur  beS 
©laShaufeS  hat  unb  fäubert  biefe  2fbl?gec  gut,  laßt 
fte  abttopfett,  beftebt  fte  fobann  mit  ber  9D?if<hung 
über  unb  über,  unb  gang  unten  nahe  am  ©tamme, 
fo  wie  eS  bereits  empfohlen  worben.  SSen  nun  att 
fann  man  wegen  beS  ©ebieffats  ber  jungen  ^flan* 
gen  gang  ruhig  fepn,  felbff  wenn  flc  von  ©tiefen, 
bie  am  mcijfen  befaßen  waten,  abgenommen  wer* 
ben  waten« 


2. 

Weber  bie  (Sulfur  ber  SJMonen,  unb  bie  $iu 
fetten,  meiere  bie  Pflanzen  benagen. 


Sie  Melonen,  weldje  man  tn  ben  ©arten  Saitef, 
ftnb  ebenfalls  einer  Jfranfheit  unterworfen,  bie  inS« 
gemein  unter  bem  Sfamen  beS  weißen  SM  eh  (* 
thaueS  befannt  fff.  Siefe  Äranffjeit,  welche  off 
von  einem  Sah«  gutn  anbern  übergeht,  iff  bloß  eia 
mm  vorhanbenen  Snfeft,  bet  fogenannten  Melonen- 


18  i 


<$$  a  r  f  e  «  *  3W  i  f  e  e  1 1  e  tt. 


fpinne,  ton  bet  ©atfung  bet  SSlattldufc,  g«jwf^tcis 
ten,  befTen  gamilie  mit  bet  gamilie  bet  ©aUinfcf» 
ten  unb  ©chilt-läufe  oerwanbt  ift. 

sjj?at  t>at  viele  «Wittel  angewanbt,  biefen  «Wel)U 
tl)«u  su  vettilaen,  bet  in  lutjet  Seit  bie  Hoffnung 
5u  einet  fletntc,  bie  ftcf)  unter  ben  glucftichften  »u» 
freien  batftellte,  vernichtet,  unb  für  welche  man 
webet  Sorgfalt  nod)  ©ünger  fparte.  Sßenn  mit 
alei*  met)t  al«  einmal  bie  Gultuc  biefet  ^flanje 
verleibet  würbe,  fo  gab  i«h  bo*  «enigflen «  nie  bie 
Hoffnung  auf,  ein  «Wittel  gegen  biefe«  Uebel  au8- 
ftnbig  SU  madjen,  unb  biefeg,  weld)fg  id)  l)itc  mit» 
«heilen  will,  führet  jum  3»ete. 

SWan  nimmt  fet)t  feingepüloerten  €5<h»efel,  unb 
«etmifd)t  ihn  mit  fo  viel  9iuf,  bet  ebenfall«  fiepöl* 
wtt  worben,  baf  er  eint  bunfelgtaue  gatbe  befommt; 


biefe  «Wirkung  föfittet  man  ohne  weitet«  in  ein 
<©ieb,  unb  fobalb  man  einige  ©puren  be«  «Wel)U 
tfyaueS  wabrnimmt,  befircuet  man  bamit  bie  $flans 
Sen,  bie  man  vorher  foviel  al«  möglich  angefcud)tet 
bat,  übet  unb  übet,  ©iefe«  «Wittel  ift  juwetldffig, 
aber  e«  erfotbett  mehr  23orfid)t  al«  bei  ben  tfnana« . 
i)  weil  bie  «Welonen  oft  »othet  begoffen  werben ,  fo 
muf  man  fid)  wohl  in  2ld)t  nehmen,  baf  bo«  2Saf= 
fet,  welch  eg  man  ihnen  giebt,  nidjt  ben  ©taub,  wel» 
eher  bie  SSlatter  unb  Stanfen  bebeeft,  abfpüle,  man 
müfte  ihn  benn  jebegmal  wieber  aufftreuen;  2)  »eil 
man  eg  jeitig  anwenben  muf,  unb  ehe  noch  bet  2Re&l* 
thau  fid)  fo  fet>r  auggebteitet  hat,  baf  bie  ©bet* 
ßdd)en  gans  weif  baoon  ftnb ;  aufetbem  ift  bag  9Rit» 
ttl  jiemlid)  unfkhet,  bie  ^flanje  wirb  fo  etfebopft 
»erben,  baf  bie  oon  ben  «SJurjeln  «erarbeiteten  ©äfte 
nicht  meht  bi«  ju  ben  grumten  gelangen  fdnnten. 


©arten=aRtfceIlen, 


I. 

©ö$  Cinn^i fcf>e  ^flansenfafiem  bifb* 
lieh  bargeftellt. 

(Sjjjit  JCbbilbungen  auf  Saf?l  27.) 

S<h  habe  burch  €*faf)tung  gefunben,  baf  viel« 
©arten  =  Siebhabet  unb  Sefet  beg  ©arten  *«Wagajin«, 
welch«  blofe  ^Dilettanten  unb  feine  Söotanifer  ftnb. 


fid;  nod)  immer  nicht  ted)t  in  ba«  Sinn&fche  «Pflait» 
jenfpftem  unb  feine  ©affen,  unb  beten  Unterabtt>ei* 
tunlungen  finben,  unb  barnad)  bic  Wanjen  ctbnen 
unb  befiimmen  fdnnen.  Sch  h abe  eg  bähet  für  fet>c 
nöfclich  geachtet,  unfern  Sefetn  eine  bilbliche  U  e= 
betficht  bavon  h«et  $u  geben,  unb  ihnen  btef  ©tu» 
bium  ju  oetftnnlichen,  welche  tfnfchaulidjfeit  3()nen 
bie  Sinn^ifche  ©afpfifation ,  ober  ba«  fogenannte 
©epualfpftem  gar  fefc  erleichtern  wirb. 


©arten  * 

Sn«  jPfrangenfyffem  be«  großen  ginn d  ifi  noch 
immer  ba«  verbreitetfie,  fo  wie  e«  für  ben  Anfänger 
in  ber©otanif  immer  ba«  leidjtefle  bleibt.  .Seine  bi« 
je|t  befannte  ^flanje  burfte  nod)  au«  ben  2Tbtf)ei(un« 
gen  beffelbcn  au«gefd)loffen  werben,  fonbern  e«  fanb 
vielmehr  jebe  leid)t,  ben  angenommenen  ©runblagen 
gemäß,  l^rc  bejrimmte  ©teile. 

Sie  ©runbtage  biefe«  SrfJcm«  beruht  auf  ben 
3eugung«organen  ber  ^flangen.  ©efanntlich  ftnb  bie 
Staubgefäße  bie  männlichen,  unb  bie  ^ijliUe  bie 
weiblichen  Srgane.  Siefe  Srgane  ftnb  nun  entwe» 
bet  entfliehen  vorhanben  unb  ftdjtbar,  ober  il)tSa» 
fepit  j)i,  wo  nicht  großen  Zweifel  unterworfen,  bod> 
wenigfien«  fetje  verlaut.  Siefe  gwei  Sfitcfftchten  bil» 
ben  bie  <£>aupteintfjeilung  be«  Spfbem«. 

S5ei  ben  meiflen  ^flanjen ,  mit  beutlich  «tfenn» 
fcaaren  Beugung«  »  unb  ©efcud)tung«organen,  ftnb 
bie  Staubgefäße  unb  bie  ^iflille  in  ©inet  ©lume 
vereinigt,  ©ei  einer  kleineren  2fngahl  ftnben  ftch  biefe 
teiben  Srgane  in  verfchiebenen  ©lumen  getrennt; 
worau«  aisbann  eine  2fbtf)eilung  biefer  ^Pflanjen  in 
3wittcrgewdd)fe  unb  tn  Unifetuelle  erwächf’f. 

Unter  ben  3witfergewäd)fen  h«6en  bie  meiflen 
freie  Staubgefäße,  b.  t).  folche,  bie  in  feinem  ihrer 
Sheile  mit  einanber  verwarfen,  ober  vereinigt  ftnb; 
bei  einet  Heineren  tfngahl  berfelben  ftnb  aber  bie 
Staubgefäße,  entweber  ben  Staubfäben,  ober  ben 
fcarauf  ft|enben  Staubbeuteln  nad),  mit  einanber 
vereinigt,  ober  verwarfen.  ©nblich  giebt  e«  noch 
folche  ©ewddjfe,  wo  bie  vereinten  Staubgefäße  in 
t>««  QJifiiU  eingewachfen  ft'nb. 

Siefe«  Spflem  theilt  ftdj  in  24  ©taffen,  wo» 
von  jebe  wiebetum  in  mehrere  Srbnungen,  unb 
biefe  leiteten  in  mehrere  ©efch (echter  abgetheift 


Sttifcellcn.  jgj 

fTnb,  weldje  aisbann  bie  ©atfungen  unter  fic h 
aufgeflellt  haben. 

Sie  eilf  «rflen  ©(affen  werben  gang  allein  burdj 
bie  Tfnjahl  ber  Staubgefäße,  von  ©inem  bi«  gu  jw£lf 
unb  mehrere,  jeboch  untec  gwanjig,  immer  in  Bwit* 
terblumen,  befiimmt.  Sie  Srbnungen  werben  na<h 
ber  2fngaf)l  ber  ^ifriile  charafterifirt. 

Sie  jtvolfie  unb  breigefjnte  ©laffe  begreifen  bie 
*pflanjen  mit  freien  unb  gteichhohen  Staubgefäßen«, 
von  20  bi«  unbeflimmt  mehreren  Staubgefäßen, 
©etbe  ©laffen  werben  burd)  bie  Stelle ,  worein  bie 
Staubgefäße  eingewachfen  ftnb,  unterfchieben.  3« 
ber  gwolften  ©laffe  ftnb  fte  in  ben  Äelch,  in  bet 
fcreigeljnten  in  ben  ©lumenboben  eingewachfen.  Set 
©harafter  ber  Srbnungen  wirb  gleidjfall«  von  bet 
2fngahl  ber  ©tiffel  be«  9>ifliü«  h«genommen. 

Sie  viergehnte  unb  funfgehnte  ©taffe  werben 
und)  bet  2fngaf)l  unb  bem  gegenfejtigen  ©toße * ©er* 
hältniffe  ber  Staubgefäße  beftimmt.  3n  bie  vier* 
gehnte  ©laffe  fommen  bie  ©ewddjfe  mit  vter  Staub* 
gefäjjen,  wovon  gwei  lang  unb  gwei  furg  ftnb.  3n 
bie  funfgehnte  ©laffe  fommen  folche  ©ewächfe  mit 
fech«  Staubgefäßen  vor,  wovon  vier  länger,  unb 
gwei  einanber  gegenuberflehenbe  furger  ftnb. 

Sie  ©erwachfung  bet  Staubgefäße  unterem* 
«nber,  entweber  ben  Staubfäben,  ober  ben  Staub» 
beuteln  n ad),  ober  bie  ©ertrachfung  berfelben  mit 
bem  ^)ifiiH,  fcilbet  ben  ©harafter  ber  fünf  folgenden 
©laffen. 

Sn  ber  fed;«gehnten  ©laffe  ftnb  bie  Staubge» 
faße,  ihten  Staubfäben  nach,  in  einen  eingigen  &ct* 
per  verwachfen.  3n  ber  fiebengefmten  ftnb  fte  in 
gwei  üorper,  unb  in  ber  achtgehnten  in  mehr,  al« 


©arten  =  SWifcette«. 


184 

jroei  Äärpet  mit  eittanber  Oerwadffm.  Sn  bet  neun* 
Junten  GafTe  ffnb  bie  ©taubbeutel  bei  fteiffehm. 
tett  ©taubfaben  mit  einattbet  oetroachfen.  Sn  bet 
gwangigffcn  ffnb  bie  Staubgefäße  auf  bem  ?>tffitt 
emgewachfcn,  unb  mit  bcmfelben  oetbunben. 

Sn  bet  fedjjcbnten,  ffebengehnten,  achtgchnten 
«nb  groangigffen  Gtaffe  wiib  bet  Gharafter  bet  £>tb* 
«ungen  non  bet  2fnäat)l  bet  Staubgefäße  geliefert. 
Sn  bet  ncunjel)«ten  Glaffe  crtbeilt  bie  «polngamie 
ln  «Blumen,  b.  h-  bie  Sfttifdjung  männlicher  unb 
»eiblicbet  ©turnen  mit  3witterblumen,  ben  (5t)araf= 
let  bet  £tbnungen. 

£)ie  ein  unb  groanjiqffe  unb  gwei  unb  gwangigffe 
Glaffe  enthalten  unffepuelle  ©cwd*fe,  wooon  einige 
mit  männlichen  Organen  ob^t  mit  Staubgefäßen  ohne 
^Jiffill,  unb  anbere  m  t  weiblichen  Srganen  ober  ^pi* 
ffiUen  aber  ohne  ©taubgefaße,  oerfehm  ff ’b. 

Sn  bet  ein  unb  gwangigffen  Glaffe  ffnb  bie 
männlichen  unb  weiblichen  ©lumen  auf  Ginem  ^sn* 
lioibuum  oon  ©ewäd;fe  oereinigt. 

Sn  bet  $roei  unb  gwangigffen  Glaffe  ffehen  bie 
männlichen  ©lumen  auf  GinerrsSnbioituum,  unb  bie 
weiblichen  auf  einem  anbern  Snbioibuum  bet  gleichen 
©attung. 

£)ie  brei  unb  gwangigffe  Glaffe  enthält  folche 
©noächfe,  bie  auf  bem  gleichen  Snbioibuum  mit 
männlichen,  weiblichen  unb  äwitterblumen  oerfehen 
ffnb,  wo  bie  männlichen  unb  weiblichen  ©turnen  auf 
tetfdjiebenen  Snbioibuen  oon  bemjenigen  ffehen,  ba* 
hie  ßwittetblumen  trägt. 

£ie  Ghotaftete  bet  Ötbnungen  bet  ein  unb  gwei 
unb  gwangigffen  Glaffe  ffnb  entwebet  Oen  bet  n^at)l 
bet  Staubgefäße,  ober  oon  bet  ©etwachfung  ihm 


©taubfäben,  ober  ihrer  Staubbeutel,  mit  bem  ufc 
fruchtbaren  «Piffifl  bergenommen. 

25er  Ghatafter  bet  «Dtbnungen  bet  brei  unb 
gwangigffen  Glaffe  grünbet  ffd)  auf  bie  ©Reinigung 
bet  männlichen,  weiblichen  ober  3wittcrblumen  auf 
bem  gleichen,  ober  auf  oetfdjiebmen  Snbioibuen. 

£5te  oiet  unb  gwangigffe  unb  lebte  Glaffe  bc$ 
Sinite’fcben  Spffemö  begreift  be  ©ewdchfe  mit  un* 
befannten  ober  feht  oerhüßten  ©efcudjtmgöorganen, 
bie  entwebet  auänebmcnb  flein  ffnb,  ober  in  jebern 
gaße,  in  ihrem  ©au  fowohl,  at«  in  ihrer  Sage,  00» 
ben  Organen  anbercr  ©lumen  ffch  oetfd;ieben  geigen. 

3Cu$  biefet  futgen  Sarffeßung  ergiebt  ff*,  baß 
ba«  ganje  ©pffem  auf  bie  männlichen  unb  weiblichen 
£)rgane  bet  ©ewädjfe  gegrünbet  iff,  unb  baß  ftd> 
bet  berühmte  ©d)6pfer  beffelben  hauptfä*ti*  an  bie 
Sid)tbatbeit  otec  ©echüßung  biefet  Organe,  ihre 
2lnjahl,  ihre  oerbdltnißmäßige  ©toße,  ihre  ?age  unb 
ihre  ©erbmbung  untetein.mb>,t  gehalten  hat. 

3u  näherer  ©eleuchtuni  wollen  wir  nun  abet 
bie  «flomenclatui  bet  Glaffen  unb  £>tbnungen  mit  ei* 
ntgen  ertduternben  ©»■mertung^n  burchg.’hen. 

2)ie  erffe  Oer  b  ei*ehn  Glaffen,  mit  3witterMl* 
men  unb  freien  £ta  bge'dßen ,  b.ren  Ufnjahl  nicht 
über  neunjrhn  geht,  hfißt  Monandria,  mit  einem 
einjigen  Staubgefäße.  Sie  h«t  gwei  £)rbnungm, 
nämlich  Monogynia ,  mit  einem  ©viffel,  g.  ©.  Hip- 
puris  vulgaris,  gig.  1.  ein  3weig  biefet  Wange; 
gig  2.  eine  einzelne  vergrößerte  ©lume:  a)  bet 
grud)t  n  ten;  b)  ber  obere  ober  mit  bem  grudjtfno* 
ten  otrwachfene  Äel ch;  c)  ba«  Staubgefäß;  d)  beC 
©riffel  unb  bie  9larbe;  unb  Digynia,  mit  gwei 
©riffeln,  g.  ©.  Blitum  virgatum,  WOOOn  gig.  35 
bie  vergrößerte  ©lume  geigt. 


i85 


©  a  t:  1 6  n  s 

IjWlite  dlaffe  Ijeiff  Diandria,  mit  jwei 
©taubgefdßen,  ©ie  bat  brei  Öcbnungen  Mono- 
gynia,  Digynia  unb  Trigynia.  S3cifpieie  ffa  tiefe 
ßlaffe  ftnb  :  9?ro.  2.  gig.  i,  cc.  bte  SSiume  bec 
Syringa  vulgaris-  L,;  gig.  2.  Oertifalec  Sttrd^ 
fc^nitt  einet:  SSiume;  gig,  3,  S3iume  bec  veronica. 
montana. 

£>te  briffe  dlaffe,  Triandria,  bat  begleichen 
brei  Dehnungen  wie  bie  vorige.  SSeifpiele  baju  ffnb: 
9?ro.  3.  gig.  1.  bie  25lume  einer  Ixia;  gig,  2.  bie 
33lume  einer  Valeriana  officinalis,  unb  gig.  3, 
bie  SSiurne  eine§  Loliutn  perenne:  a  unb  b,  bec 
S5a(g  unb  bie  ©peljen, 

Sie  vierte  (SUffe,  Tetrandria,  mtf4©taub-- 
gefaben,  tyat  biefeiben  brei  Srbnungen.  SJeifpieie 
ftnb:  9ho.  4.  gig,  1.  e.  e.  bie  83lume  einer  Sca- 
biosa  succisa;  gig.  2.  bie  S3lume  eines  Cornus 
sanguinea;  gig.  3.  bie  S3iume  einer  Plantago 
maxima. 

Sie  fünfte  dlaffe,  Pentandria,  bat  6  £>rb, 
nungen,  ndmlicb:  Monogynia,  Digynia,  Trigy- 
ma,  Tetragynia,  Pentagynia  unb  Polygynia. 
SSeifpieie  ftnb:  91  ro.  5.  gig.  1.  bie  SSlume  beS  Ane- 
thum  graveolensr  gig.  2.  bie  ber  Lonicera  ca- 
prifolium;  gig.  3,  bie  beS  Viburnum  tinus. 

Sie  feiste  dlaffe,  Hexandria,  bat  5 Ötb- 
nungen,  ndmlicbr  Monogynia r. Digynia,  Trigy- 
nia,  Tetragynia  unb  Polygynia.  fSeifptele  ffnb: 
^ro.  6.  gig.  1.  bie  23(ume  bec  Scilla  autumna- 
3is;  S*9.  2.  bie  S3lume  bec  Dianella  coerulea; 
Sig.  3-  bie  S3lume  ber  Berberis  vulgaris. 

Sie  fiebente  dlaffe,  Heptandria,  f„  f(?i„ 
fie  iff,  gerfdüt  boeb  bemdintbeUungggrmtbfabe  $ufeige 
gortf,  b,  2(,  Z,  @art,  SHagaj,  v.  sstr  5)  @tt  mi> 


ceTten* 

in  merSrbnungen,  namlid):  Monogynia,  Digy¬ 
nia,  Tetragynia  unb  Heptagynia.  din  SSeifpief 
für  biefe  dlaffe  ifr  91ro.  7,,  bie  S3lume  ber 
finnie,  ober  be$  Aesculus  hippocastanum. 

Sie  (tdf)te  di  affe,  OctancTria,  f>at  4  £)tb- 
ttungen,  ndmlicb;  Monogynia,  Digynia,  Trigy. 
nia  unb  Tetragynia.  S3eifpiele  ftnb:  9?ro.  6.  gü 
gur  1.  bie  5Btume  bec  Fuchiia  coccinea;  gig.  2. 
bie  23lume  beö  Epilobium  spicatum  Lin, 

Sie  neunte,  febc  wenige  ©rwdc&fe  utm 
faffenbe,  di  affe,  Enneandria,  jerfdiit  in  bie  brei 
Sehnungen  Monogynia,  Trigynia  unb  Hexagynia. 
SSeifpieie  ffnb:  91to,  9.  gig.r,  bie  Siume  beSButo- 
mus  umbellatus  Lin.,  unb  gig.  2.  bie  33(ume  beS 
Rheum  rhaponticum.  Lin, 

Sie  jefcnte  dlaffe,  Decandria,  jerfdiit  it» 
fünf  Scbnungen,  ndmlicb  :  Monogynia,  Digynia, 
Trigynia,  Pentagynia  unb  Decagynia.  33eifpielc 
ftnb:  9?ro.  10.  gig.  r.  bie  83iume  beS  Rhododen¬ 
dron  ponticum,  unb  gig.  2.  bie  S3lume  ber  Saxi¬ 
fraga  hirsuta. 

Sie  eilfte  dlaffe,  Dodecandria,  begreift  bie 
©ewdcbfe  mit  r2  big  19  ©taubgefdfen,  ba  matt 
noch  fein  ®ewdcb$  fennt,  wo  mit  Sejldnbigfeit  eilf 
©taubgcfdfe  cr^cinen,  fo  wie  überhaupt  über  bie 
3ai)i  jeben  hinaus  eine  Unbefldnbigfett  in  ber  Ztu 
m  ber  ©taubgefdfe  giemlic^  bduftg’  eintiitt,  bie 
übrigens  auch  in  ben  erffen  jeim  diaffen  nicht  gattj. 
fef)U.  Siefediaffe  jerfdiit  in  fünf  Srbnuttgcn,  ndtm 
lief):  Monogynia,  Digynia,  Trigynia,  Penta¬ 
gynia  unb  Dodecagynia.  fSeifpieic  ffnb:  9?to.  ir 
gig.  1.  SSiume  bet  Haleria  tetrapteraj  gig.  2.  bie 
bec  Euphorbia  spinosa, 

de 


186  ©arten* 

Sie  jttSlft«  ©(affe,  Icosaudria,  mit  2ounb 
unbeßimmt  mehreren  ©taubgefdßen ,  bie  auf  ben 
Äelcb  eingewacbfen  ftnb,  setfallt  in  fünf  Drbnungen: 
Monogyhia,  Digynia,  Trigynia,  Pentagynia  unb 
Polygynia.  ein  SSeifpiel  baju  ijt  Hto.  12.  bie 
SSlume  beö  Cactus  opuntia. 

Sie  bteise^nte  ©laffe,  Polyandria,  mit 
20  unb  mehreren  auf  benSSlumenboben  eingewacbfenen 
(Staubgefäßen,  jerfdllt  in  flehen  Stbnungen:  Mono- 
gynia,  Digynia,  Trigynia,  Tetragynia,  Penta¬ 
gynia,  Hexagynia  unb  Polygynia.  ©in  SSeifpiet  ijt 
9tco.  13.  bie  «SSaffertofe,  ober  bie  Nymphaea  alba. 

Sie  v  i  e  r }  e  f>  n  t  e  ©  l  a  f f  e,  Didynamia,  mit  vier 
freien  Staubgefäßen,  non  ungleicher  ©roße,  wovon 
i«ei  ftttjet  ftnb ,  jerfÄllt  in  bie  jwei  Srbnungen: 
Gymnospermia  unb  Angiosperrnia.  33ei  ben  ©e* 
roddjfen  ber  crften  Otbnung  fie^t  man  immer  im 
©tunbe  beö  ÄeKbeö  t»i«t  nacfte  ©aamen.  Saju  ge* 
t)6rt  Hro.  14.  gig.  3-  bie  »lum«  beö  lamium  Lur- 
pureum,  unb  gig.  4-  bet  Wettifale  ©u'*Wnitt  eii 
m  Welche«  ber  Sektoren ,  worin  man  auf  ber  ©runb* 
flddje  bie  ©put  eine«.  grud)tgebdufe$  bemerft,  wot* 
Auf  bie  vier  ©aamen  liegen.  ©ie  lefcte  Stbnung 
begreift  folche  ©ewdchfe  bieftt  eiaffe,  wo  mehrere 
©aamen  in  einem  grud)tgebdufe,  ba$  gewöhnlich  eine 
Äapfet  ift,  eingefchloffen  ftnb.  Daju,  al«  SSeifpiet, 
sj^ro.  13.  gig.  I.  bie  SSlume  be8  Antirrhinum  li- 
naria;  unb  gig.  2.  ben  Sluerburcbfcbnitt  ber  gruebt 
beffelben. 

Sie  f  u  n  f  *  e  b  n  t  e  6  ( a  f  f e,  Tetrady namia,  mit 

fed)$  ©taubgefdßen,  wooon  vier  langer,  als  bie  jwet 
anbern  ftnb,  jerfdllt  in  bie  jwei  ©tbnungen:  Sili- 
culosa  unb  Siliquosa.  Sie  etfle,  wo  bie 
gehörigen  ©ewdc&fe  mit  einem  (silicula) 


SR  i  f  c  e  11  e  n. 

pevfefjen  ftnb,  wo  ndmltd?  bet  SSreiteburcbmeffer  beS 
grud)tgebdufeS  bem  ber  2dnge  gleich  fommt;  bie 
jweite,  wo  ber  Sdngebutcbmeffet  bet  berrfebenbe  ift, 
toa«  alSbantt  bie  S5otanifet  vorjugSweife  eine  ©djote 
nennen,  gut  etflere  ftnb  SSeifpiete:  fRto.  15.  S’31* 
bie  Sßlume  bet  Brassica  oleracea;  gig.  2.  bie 
(Staubgefäße  unb  ba6  *Piffcill  von  Cheiranthus 
cheiri;  gig.  3-  ba$  offene  ©cbotdjen  von  Thlaspi 
bursa  pastoris;  unb  gig.  4.  bie  offene  ©d)ote  von 
ber  Sinapis  nigra. 

Sie  fecbjebnte  ©laffe,  Monadelphia,  bie 
fiebenjehnte  ©taffe,  Diadelphia,  unb  bie  acht* 
jebnte  ©laffe,  Polyadelphia,  begreifen  bie  ©e* 
wdcbfe  mit  «Bereinigung  ber  ©taubgefdße  ihren  ©taub* 
fdben  nach  bei  freien  ©taubbeuteln,  entweber  in  ©inen 
ober  in  jwei,  ober  in  mehr  al«  jwei  SSeutet.  SieSrb* 
nungen  in  biefen  brei  ©taffen  ftnb  auf  bie  Ilnjaht 
bet  ©taubgefdße  gegrunbet.  Sie  erffe  tiefer  ©taffen 
bat  ft  eben  Srbnungen:  Triandria,  Pentandria, 
Octandria  ,  Enneandria,  Decandria,  Dodecan- 
dria  unb  Polyandria.  SSeifpiete  jut  SSeleucbtung 
finb  f&r  bie  ©taffe  Monadelphia :  «Rto.  16.  gig.  r. 
bie  SSlume  ber  Malva  sylvestris ,  unb  gig.  2.  bie 
SSlume  ber  Adansonia  digitata.  Sie  ftebenjebnte 
©laffe  jerfdllt  in  bie  vier  Stbnungen:  Pentandria, 
Hexandria,  Octandria  unb  Decandria.  SSei* 
fpiele  ftnb:  Hto.  1 7-  gig-  i-  bi*  Pisum 

arvense;  gig.  2.  9>iftitl  unb  ©taubgefdße  beffelben; 
a)  neun  ben  ©taubfdben  nach  miteinanber  verwacb-- 
fene  ©taubgefdße,  b)  ein  einjelneö,  fteiflel>enbeö,  mit 
feinem  ©taubbeutet,  c)  ber  ©taubbeutel,  d)  bet 
©riffet  unb  bie  Hatbe;  gig.  3-  ^6lfenfcud?t  berCro- 
tolaria  von  ber  ©eite  ber  $Rabt,  woran  bie  ©aamen 
anbefeftigt  ftnb.  Sie  a  cb  1 5 1  h  n  t  e  ©  l  a  ffe  bat  gleich-' 


©arten-'  3R  i  f  c  e  tl  e  n. 


falls  vier  £)tbnungen,  nämlich:  Pentandria,  Do- 
decandria,  Icosandria  unb  Polyandria.  9?to.  16. 
liefert  Veifpiele  für  bie  dlajfe  Poyaldelpliia:  gü 
gut  i.  an  bet£3lume  von  Citrus  aurantium,  unb 
§ig.  2.  an  ber  SSlume  beS  Hypericum  perfora- 
tum,  unb  gig.  3.  an  bem  9>iflil  unb  Staubgefäße 
ber  gelteren. 

25er  dbarafter  ber  neunjefjnten  klaffe,  Syn- 
genesia,  beruht  auf  ber  Vereinigung  ber  Staubbeutel 
bei  fteifief)enben  ©taubfäben.  25er  dbarafterber  .Orb» 
nungen  biefer  dlaffe  beruht  auf  bet  spolpgamie  ber 
männlichen,  weiblichen  unb  Broitterblumen. 

2)ie  erfle  £>rbnung  Ijeißt  bie  gleiche,  ober  gleich» 
mäßige  ^Polygamie,  wo  alle  non  einem  gemeinfehaft* 
liehen  Äelcb  umhüllte  Slumchen  Zwitter  finb  (Poly- 
gamia  aequalis). 

25te  jweite  2)rbnung  beißt  bie  ubetffüfftge ,  wo 
bie  Vlümcben  auf  ber  ©cheibe  Switter,  unb  bie  beS 
©trabte  weiblich  ftnb  (Polygamia  superflua). 

2>te  britte  £5rbnung  beißt  bie  vergebliche,  wo  bie 
Vlümcben  ber  ©cheibe  Zwitter,  bie  beS  ©trabte  aber 
unfruchtbar  finb  (Polygamia  frustranea). 

25ic  vierte  £5rbnung  beißt  bie  nothwenbige,  wo 
bie  Vlümcben  ber  ©cheibe  männlich,  unb  bie  beS 
©trabte  weiblich  ftnb  (Polygamia  necessaria). 

25ie  fünfte  Crbnung  b^Sf  bie  getrennte,  wo 
nämlich  bie  einzelnen  Vlümcbett  neben  bem  allgemein 
nen  Äelcb»  ber  fte  alle  umhüllt,  noch  in  einzelne 
«Raufen  abgetbeilt,  unb  biefe  von  befonberen  Äelcbm 
mnbülft  finb  (Polygamia  segregata). 

25ie  fed)f!e  £5rbnung  beißt  Monogamia,  unb  ber 
greift  folcbe  einfad>e,  nicht  }ufammengefe|te  85lumen, 
beten  ©taubbeutel  mit  einanber  verwarfen  finb. 


>8? 

3ur  Veleudjtung  biefer  dlaffe,  Syngenesia,  f. 
9?ro.  19.  gig.  I.  Vlume  ber  Arthemis  nobilis; 
gig.  2.  weibliche,  jungenformige,  unregelmäßige  Vlu? 
me  beS  ©trabte;  gig.  3.  regelmäßige  3witterblume 
bet  ©cheibe;  gig.  4.  Vlumenboben  beS  taraxacum 
dens  leonis:  a)  bie  fünfte  jeigen  bie  ©teile,  Wo  bie 
35lumen  wetbfelSweife  unb  fpiralformig  aufgeflellt 
waren;  b)  oberer  in  eine  gebetfrone  auSgebenbet 
Jtel<&. 

2)ie  jwanjigfiedlaffe,  Gynandria,  ober  bie 
Vereinigung  ber  Staubgefäße  mit  bem  ^iflill,  fh'ifct 
ben  dbarafter  ber  £)rbnungen  auf  bie  2fnjabl  ber 
Staubgefäße,  ©je  bat  folgenbe  neun  Srbnungen : 
Diandria,  Triandria,  Tetrandria,  Pentandria, 
Hexandria,  Octandria,  Decandria,  Dodecan- 
dria  unb  Polyandria,  9?to.  20.  baS  VHfpiel  ber 
Ophrysmyodes  Jacq:  a)  ©tamm;  b)  Verfud)  einer 
Vlattbilbung  in  ber  9fäbe  beS  ÄnotenS,  auS  welchem 
ber  Vlumenjweig  entfpringt;  c)  unterer  gcucbtfno-- 
ten;  d)  oberer,  vermachfener  Äelch,  aus  brei  Äeld)* 
blätteben  bejlebenb;  e)  fleine,  weiter  innen  fleljenbe 
2lnfä|e,  benen  bie  Verrichtung  einer  Vlumenftone 
jufommt;  f)  bag  nectarium  beS  ginne,  ober  baS 
labellum  ober  baS  pbyeostema  beS  Surpin; 
g)  eine  Säule  auf  ber  Verwacbfung  beS  ©riffelS 
unb  eines  Staubgefäßes  entfianben. 

Vemerfung.  2fn  beiben  ©eiten  ber  ©taub? 
beutet  tragenben  Säule  (gynostema  Rieh.)  unter» 
fdjeibet  man  jwei  fleine  ^ervorragungen  (stamino- 
des  Puch.) ,  bie  in  ber  £bat  $wei  ©puren  non 
Staubgefäßen  barflellen ,  bie  gleichfalls  mit  bem 
©riffel  verwaebfen  finb.  2(uS  biefen  jwei  unvoll» 
fommenen  Staubgefäßen,  unb  auS  bemjenigen,  bef? 
fen  Staubbeutel  ficb  an  ber  ©pi|e  entwicfelt,  er» 
de  2 


188 


®  a  t*  t  e  n  =  $51 

ftatt  f i<f>,  wenn  man  bie  brei  anbern  mitjahlt»  bie 
mit  bem  labellum  oerfchmoljen  unb  bued)  baffetbe 
«erfüllet  finb,  unb  bie  ftd)  ^gleich  immer  breigefiml» 
t?n  (phyeostema  Turp.)  jeigen,  wie  jutneiten  ei* 
«ige  SStumen  bec  Srchiben,  bei  ber  ?tnnahme  eines 
femmetrifcßtttfnfehenS  mit  fech$  »ottfommenen  Staub* 
gefäßn  verfemen  ftnb. 

Sie  brei  folgenben  dlaffen  enthalten  bie  ©e* 
madjfe  mit  getrennten  ©efchlechtern,  auf  einem  ober 
auf  »erfdjiebenm  Snbioibuen. 

Sie  ein  unb  jwanjigfle  dtaffe,  Monoecia, 
entölt  ©ewächfe  mit  abgefonberten  männlichen  unb 
«eibtidjen  SStumen  auf  dinem  Snbwibuum.  @<«h« 
Sftro.  21.  gig.  i.  Stütze  bet  «fjafelftaube,  Corylus 
avellana :  a)  männliche,  an  einanber  gebrangte  unb 
fpiralformig  um  eine  gemeinfd>aftlid?c  Kd) fe  «erfand 
melte  SStumen  (ein  Jtäfec&en) ;  gig.  2.  weibliche  SStu* 
me;  gig.  3.  eine  ein jetne  weibliche  SStume;  gig- 4. 
eine  männliche  SStume.  Siefe  dlaffe  jerfäßt,  nad) 
ber  2tnjat)t  bet  Staubgefäß,  ber  S3erwachfung  bet 
©taubfäben,  bet  SSetwachfung  ber  Staubbeutel,  unb 
ber  S3etroad>fung  bet  Staubgefäß  mit  bem  ^iflitl,  tn 
fölgenbe  11  Stbnungen:  Monandria,  Diatodria, 
Triandria,  Tetrandria,  Pentandria,  Hexandria, 
Octandria,  Polyandria,  Monadelphia,  Synge- 
nesia  unb  Gynandria. 

Sie  jwet  unb  jwanjigfle  dtaffe,  Dioecia, 
enthält  bie  ©ewächfe,  wo  bie  männlichen  SStumen  auf 
dinem  Snbioibuum,  unb  bie  roeiblicben  auf  einem 
anbern  Snbiotbuum  ber  gleichen  ©attung  »erfam* 
mett  finb.  Siebe  9lro.  22  gig-  1.  männlid)«  SStume 
betBryonia  dioica  Jacq. ;  gig.  2.  weibliche  SStume 
berfeiben.  Siefe  dtaffe  jerfäßt  nach  ben  gleichen 
Slucffichten,  wie  bie  »orige,  in  14  Dehnungen :  Mo- 


i  f  c  e  1 1  e  m 

nandria,  Diandria ,  Triandria,  Tetrandria, 
Pentandria,  Hexandria,  Octandria,  Ennean- 
dria,  Decandria,  Dodecandria,  Polyandria, 
Monadelphia,  Syngenesia  unb  Gynandria. 

Sie  brei  unb  jwanitgfie  dtaffe,  Polyga- 
mia,  enthält  männliche  unb  weibliche  SStumen,  auf 
»erfebiebene  2frt  mit  jSwittecblumen  auf  dinem  ober 
auf  »etfdjiebencn  Snbioibuen  »ereinigt.  S.  9lro.23. 
gig.  1.  männlidje  SStume  bet  Gleditschia  triacan- 
thos  bureb  S3erwelfen  beä  ^iflitlS  entjlanben;  gig. 2. 
graitterblume ;  gigur  3.  weibliche  SStume  berfeiben 
burd)  83erwelfen  ber  Staubgefäß  entflanben.  Sie 
Sibnungen  biefet  dtaffe  beruhen  auf  ber  S3creinf* 
gung  biefer  SStumen  auf  dinem  Snbtoibuum,  ober 
auf  ihrer  SSerttjcilung  auf  »ergebenen  ©ewäcbfen  bet 
gleichen  ©attung. 

Sie  erfle  Srbnung ,  Monoecia,  enthält  fotdß 
©ewäcbfe,  wo  männlidje  unb  weibliche  SStumen  auf 
dinem  3nbioibuum  mit  3witterbtumcn  oereinigt  ftnb. 

Sie  jweite  Srbnung,  Dioecia,  enthält  folcbe 
©ewädjfe,  wo  auf  dinem  Snbioibuum  männliche 
SStumen,  unb  auf  einem  anbern  Snbioibuum  berfet* 
ben  ©attung,  weiblid;e  SStumen  neben  3witterWu* 
men  flehen. 

Sie  btitte  Srbnung,  Trioecia,  enthält  fotdje 
©ewächfe,  wo  auf  einem  einigen  Snbioibuum  aße 
gmitterblumen  ,  auf  anbern  3nbi»ibuett  berfeiben 
©attung  aber  männliche  ober  weibliche  SStumen 
flehen. 

Sie  ttiet  unb  jwanjigfle  dtaffe,  Crypto- 
gamia,  enthält  bie  ©ewächfe  mit  »erfaßten  ober  un* 
bejlimmten  ©efchtecßSorganen. 

Sie  erfle  Srbnung  berfeiben  begreift  bie  gar* 
tenfräuter,  wo  bie  SSefruchtungöorgane,  entweber 


189 


©arten  r 

<suf  bem  Sfücfen  bet  93ldffer,  ob«  auf  befonbern  Ael;» 
ren,  ober  an  bergab*  ber  SGBucjeln  ruhetu  @.  9fr.  24, 
§ig.  4.  Asplenium  Irichomanes. 

jweite  Drbnung  begreift  bie  «Dfoofe,  wo 
bie  23efrucbttmg$organe  in  geffielten,  feiten  aufftfcen* 
ben  Äapfeln  ruhen,  bie  weiften«  mit  einem  befonbem 
Setfef  »eiferen  finb.  ©.  9? to,  24.  gig.  3.  Hypnum 
minutilum  Hedw. 

S)ie  britte  Srbnung  begreift  bie  fogenannten  ge-- 
bermoofe,  beren  SSefrucfjtungSorgane  balb  fugeis, 
baib  fegeis,  balb  born=,  halb  röhrenförmig  jtnb,  unb 
fich  fpdterhin  in  öiet  ober  mehreren  Etappen  offnen, 
«nb  wo  ein  ffaubartiger  ©aame  bei  ben  meiften  burdh 
eieiftifche  gaben,  ober  9fabelfchnüre  an  bie  Äiappen 
angefugt  ift.  Siefe  Dtbnung  ift  inbejj  erfi  fpäter 
bem  ginneifchen  ©pfiem  beigefugt  worben. 

®i*  vierte  Drbnung  begreift  bie  Algen;  tfaubs 
artige  ober  fabenformige  ^fTanjenfubjtanjen;  troefene 
unb  faferige  $3eraftungen;  lebet  *  ober  rinbenartige 
Ausbreitungen,  bie  juweiien  ein  grüne«  unb  blattet* 
artiges  Anfehen  haben.  Die  ©efcblechtSorgane  ber* 
felben  finb  noch  fehr  jroeifetf>aft.  ©.  9*10.24.  gig.  2. 
Lichen  cocciferus  Linn. 

Sie  fünfte  Drbnuttg  begreift  bie  ©dj  Wamme, 
ober  folche  ©ewdchfe,  welche  feine  föidtter  haben,  unb 
au«  einer  fchwamm  *  ober  forfa.tigen  ©ubftanj  be* 
ftehen,  bie  mit  gureben,  ©cheiben,  galten,  ^oren, 
Stohren  u.  f.  w.  burchjogen  ijf,  worin  eine  jiaubartige 
©ubjfanj  tierweilt,  beren  SBürbe  al«  ©aame  burch  be* 
ftimmte  SSerfuche  noch  nic^t  erwiefen  iß,  ©.  9fw.  24. 
S'9.  I,  Agaricus. 


1  f  c  t  U  c  tu 

2. 

SScifrag  jur  ©efcf)id)fe  ber  ©arfenfunft. 

Aus  bem  ©ngüfchen. 


£>er  AuSbtucf  ©drtnerei,  wirb  je|t  itt  einem 
wettern  ©inne  gebraucht,  al«  00  t  jweihunbect  Sah* 
ren,  wo  man  ihn  ausführlich  auf  pflege  non  Jifi» 
chenfrdutern  ,  grüchten  unb  Junten  befd&rdnfte* 
Sie  9tothwenbigfeit,  SBaumpflattjungen  anjuiegen, 
fühite  man  bamai«  nicht;  benn  ©uropa  hatte  gvof* 
lentheil«  ber  ^Salbungen  genug.  2»it  wadhfmber 
Seoolferung  jeboch  fühlte  man  wohl,  baf  für  SSeibe 
unb  Anbau  mehr  S5oben  gewonnen  unb  gelichtet  wer* 
ben  mufte  unb  ba  nun  auch  mehr  23au=  unb  35renn* 
holj  nbtijig  warb,  fo  würbe  jugleich,  befenber«  in 
©nglanb,  ber  Mangel  fühlbarer.  ©0  entjtanb  um 
bie  COtifte  be«  fteb$ehnten  Sahrhunbert«,  bie  Äunft, 
23dume,  für  biefc  Bwccfe  ju  pflanjen  unb  ju  pfle- 
gen,  ein  neuer  unb  befonberer  Sweig  ber  ganbwirth-- 
fchaft,  ber,  nach  ber  Äenntnifj  unb  ben  ^anbgtiffen, 
welche  er  erforbert,  eigentlich  mehr  ber  ©drfnerei, 
al«  bem  Acfer6au  angehort.  9toch  ein  anberer  unb 
noch  neueret  3weig  ift  ber  ber  malerifchen  ©arten* 
funji,  bie  »ett  ber  Siergdrtnerei,  ober  bet  pflege 
non  S3lumen  unb  biühenben  ©trduchen  einerfeit«, 
anbererfeit«  ber  Anpffanjung  jum  ©ewinnen,  gan| 
unterfchieben  ijf. 

©drtnerei  alfo,  im  Allgemeinen,  theilf  ft'ch  itt 
folgenbe  Unterarten :  1)  ©  a  r  t  e  n  f  u  n  ff  ober 

©artencuttu r,  beren  ©egenffanb  dfücbenfrduter, 
©emüfe  unb  grüchte  finb;  2)  Bierg drtn erei, 
ober  pflege  fettener  unb  fronet  spflanjen,  ©trauere 
ober  Saunte;  3)  gotfffunbe,  ober  pflege  »on 


_  ©arten-*« 

190 

sgdumcn  gu  33au*  unb  «Sccmt^otj ,  obet  «nbern 
*&»«««!  Siefen;  4)  2anbf*«f«  *  «arfn- 
funji,  ober  Anlage  bet  Umgebungen  eine«  2anb* 
We«,  fo  bap  He  anmutig  ober  malrof*  »terti* 
werben. 

^>iet  fotf  äufotberfl  von  ben  swet  etftm 
t ie  Diebe  f«pn. 

3DcrUrfptung  bet  ©artmfunft  vertiert  ftch,  wie 
ber  jeber  urfprunglid)  nottjwenbigen  Äunft»  m  Sun* 
fettjeit.  Sa«  erfte  pflanjlid)e  «rjeugnif,  ba«  at« 
fftafetungmittcl  ftd)  bot,  war  wabrfdjeintid)  bie  grudjt 
irgenb  eine«  SSaume«,  unb  natutlid)  mochte  ber  ©e* 
banfe,  fotdje  «Bdumc  eigenttid)  5«  beftöen,  1*«  itt 
fcDütjen,  wo  fte  ftan'oen,  ober  nabe  an  «Bohnungen 
heran  ju  bringen,  auf  bie  3bee  eine«  ©arten«  ge. 
föbrt  haben.  ^Ue  alte  ©chciftfieder  feigen  bie  geige 
al«  erfte  angebaute  grucht,  jundchft  ben3Bein,  *um 
©enu§,  wie  jum  ©etrdnf.  3«  Äanaan  würben 
fvüh  «Dianbein  unb  ©tanatdpfel  erbaut;  unb  au« 
ben  Klagen  bet  Sötaeliten  in  ber  ^Büfte  ergiebt  ftch, 
tag  geige,  Staube  unb  Slive  in  Tfegppten  feit  un= 
benftidjen  feiten  befannt  waren. 

Äuchcnfrduter  unb  ©emufe,'Wie  5ßurjetn  unb 
«glatter,  fcheinen  in  frühem  Seiten  weit  weniger  be* 
achtet  worben  jn  fepn,  al«  Sbjt;  auch  werben  fte 
„cd,  immer  verhdltniim^ig  in  warmen  Mnbera 
h’intangefeht,  weit  ba«  Älima  fte  nicht  fo  faftig,  wie 
in  gemäßigteren  ©egenben,  werben  laßt.  ßauche, 
Swiebeln  unb  Änoblaud,  aber,  nebfl  ©urfen  unb 
betonen,  fcheinen  in  Tfegppten  fehr  früh  braucht 
gewefen  jufepn.  4.  SWof.  11,  5-  »»f.  nach 

feiner  «Sefcbreibung  be«  eben  unb  feinet  Anleitung 
ium  Weinbau  in  Äanaan,  nicht  nur  ein  gefchmacf* 
dotier ,  fonbern  auch  vecftdnbigec  Sianbwirth  gewefen 


R  rfcetf  en. 

feun.  er  will  ,  man  fotle  bie  evfien  brei  Saht* 
SDSeinfiocf  unb  geigenbaum  feine  reifen  grud)te  brin* 
gen  taffen,  ba«  vierte  fep  für  ben  £ertn  unb  etfl  im 
fünften  fbnne  fte  ber  ^flanjec  genießen.  Sief  muß 
bem  ©ebeiben  tiefer  SSdume  fehr  förberlich  gewefen 
fepn. 

2([tinou«  ©arten  foltcn  «Birnen,  ©ranatdpfel, 
geigen,  Sliven  unb  anbere  fd)6n  an5ufd)auenbe 
gruehte,  vermutlich  ©tronen  ober  Stangen  gehabt 
haben.  Äüchenfrduter  werben  nid)t  einjetn  angege* 
ben,  waren  aber  in  SSectcn  gepflanzt.  Sb  btefe 
©arten  fabelhaft  gewefen,  th«t  nicht«  Jur  Gate; 
genug,  bie  erwdhntm  grumte  waren  &u  ferner’« 
Beit  befannt. 

Sn  ben  ©efefcen  feer  Sebnmdnnet  bebeutete 

honus  fon>o»l  •i«™  S»'1™’  *“  ™  tal,l>auä; 
„«««  unteefdlieb  man  Kn  Süd,en9a«.n  bitte»  ba» 
SBcimott  pinguis  (fett).  «Miniu»  bemetft,  baS  bra 
t„„bn>i.tf>  fein  *ft*en9«tt«n  „einen  »weiten  Stad). 
m,"  „be.  ein  „nun  eben  ab  ufdnteibenbee  ®pe*< 
fdjnitt,"  Obe.  ein  „leldjt  tu  fodj.nbe,  unb  »eebaulid,« 
Salat"  fep.  unb  meinte,  ba»  rnäffe  ein.  fd)led)te 
Sunbrnirtbin  fepn,  bi.  ifteen  Satten,  bet  i»r  i«’«»«- 
fort,,»  Metteasen  mat,  nit»t  in  £rbnnn9  »teile. 
Ütad)  tiefem  ®*tift|leliee,  bee  9e9en  Snb.  be»  etilen 
Sabtljunbett»  (ditieb,  mutben  in  bet  91ä»e  non  Dtom 
fa(t  ,i[[e  »eutpttage  befannt.  Stifte  unb  biele  «f» 
djenleäutee  erbaut.  5Botj69lietie  3tu«na»men  ftnb 
bet  gi*t«n»pf.t,  bie  S«m9e  (dileon.n  »alten  fff. 
»bet  Stangen  ni«t  Pot  bem  Dienen  3ai)tl)  imbett), 
e.bSpf.1  unb  ÜUeettcH.  «Benin  b»»»n  mta  m 
Stalien  «in»eimif<».  Sie  Seiä<  »»'>«  auä 
bie  Giteone  au»  Siebten,  bie  «Pfeif*«  ««• 
bee  ©tanatapfel  an*  Jffeifa,  bi<  »»"'«f«  »“♦  ^ 


©arten 

ruS,  tfepfel,  95irttett  unb  Pflaumen  auS  Armenien, 
unb  dlitfchen  auS  konfus  gebracht.  dtafianien,  garn* 
pertSnüffe,  Suitten,  ©peierlinge,  Himbeeren  unb 
©rbbeeren  fcf;efnen  allein  tf)te  einheimifchen  grüßte 
gewefen  ju  fepn.  ©tacheloeeren  unb  igohannisbeeten 
Wachfen  auf  ben  SSetgwdlbern  im  korben  gtalienS 
wilbi  biefe  aber  fd&einen  fie  nidbt  gefannt  *u  haben, 
benn  in  Ebenen  fommen  fte  nach  bem  baftgen  Ätima 
nicht  fort.  2Bein  unb  Stioen  würben  bamats,  wie 
j«|t,  als  B'veige  ber  ganbwirthfehaft  überhaupt,  ge* 
pflegt,  ber  Sßein  an  Ulme  unb  fPappel  gejogen,  unb 
einige  von  ^piiniuS  ermahnte  Selbaumpflan$ungen, 
unter  anbern  bie  in  bem  Schale  bei  £erni,  finb  noch 
gegenwärtig  vorhanben. 

^acb  einigen  ©inngebichfen  SKartialS  8/  14.  68. 
unb  beritt,  wie  spiintuS  19,  23  bet  ©urfen  ermahnt, 
ju  fehlten,  fieitigten  bie  Komet  auch  fc^on  ^rlanjen. 
Ser  ©piegelflein  (gtauenglaS)  fonnte  nach  ©inigen, 
in  bünne,  fünf  guf  lange  glatten  ^erfchnitten  werben, 
bie  ftatt  ©laSfcheiben  bienten;  mittels  biefer  hatte 
SiberiuS,  ber  bie  ©urfen  fefjr  liebte,  baS  ganje 
Sahr  hinburch  SSorratb;  nach  ©olumella  ir,  3.  wur-- 
ben  fie  in  5t5rben  warmen  spferbemiffeS  mit  ©tbe 
bebeeft  gezogen,  bei  fronen  SBetter  in’S  greie  ge= 
fefct,  bei  Kad)t  h«teingenommen.  2fud)  Trauben 
unb  ^ftrfdjen  würben  wohl  gezeitigt,  ^i&mauern 
unb  Kaucbfdnge  fannten  fie.  gnbef  finb  biefe  3fn* 
gaben  bod>  nicht  ganj  juverldfftg. 

Ser  ©artenbau  ber  Komet  warb  rein  empitifdb 
unb  mit  polptbeifiifcb  aberglaubifcbett  ^erfommlicb- 
feiten  betrieben.  83arro  ermahnt  feinen  greunb, 
SSenuS  als  33efcbü&erin  ber  ©arten  anjubeten  unb 
bie  SKonbjeiten  ju  beobachten;  manches  muffe  bei 
wad&fenbem  «Konbe,  manches,  wie  j.  S5.  bas  Äorn* 


unb  Unterholifchneiben,  bei  abnehmenten  fKonbe  vor* 
genommen  werben.  5Benn  Kaupen  in  bie  Kuben 
fommen,  fagt  ©olumella,  fo  barf  nur  ein  SBeib  mit 
lofem  #aat  unb  baarfufj  um  bie  23eete  h«rumgehen, 
fo  oerfchwinben  fie;  aber  wo  ©urfen  unb  jfütbiffe 
finb,  barf  fein  SBeib  jugelaffen  werben;  benn  grüne 
SBaaren  vermachten  unb  verfümmern  gewöhnlich, 
wenn  SBeiber  ft'e  angreifen. 

Sie  Komifchen  ganbwirthe  glaubten,  iebeS  KeiS 
fonne  auf  jeben  ©tamm  gepfropft  werben,  unb,  ba 
eS  bie  Katut  bes  ©tammeS  annehme,  fo  anbete  es 
auch  feine  grucht.  ^(iniuS  führt  bie  gmpfung  beS 
8Bein§  auf  Ulmen  ,  unb  baS  ^tef)en  eines  SSBein* 
fdjoffeS  burch  einen  Äaffanienflamm  jum  23eleg  an; 
allein  bie  (Erfahrung  f>at  erwiefen,  baf  auf  betlei 
gehren  fein  SSetlafj  fep,  obwohl  ^(iniuS  unb  2fnbete 
2fugen$cugen  biefer  ©tfcheinungen  fepn  wollen.  ,£eut= 
jutage  fucht  man  in  Italien  grembe  mit  Kofen, 
fKprten  unb  gaSmin,  bie  man  auf  Stangen  ge¬ 
pfropft,  ju  hintergehen.  ©0  würbe  ©oelpn  in  ©e-- 
nua,  unb  wieber  in  SSrüfTcl,  um  bie  fKitte  beS  vo* 
rigen  gaf)rhunbett$  gctdufcht;  wer  aber  nur  etwas 
mit  bet  ^flanjenphpfiologie  vertraut  i|f,  weif,  bajj 
bief  unmöglich  ein  blofer  Äunfigriff  ijt,  man  pflanzt 
eine  Kofe  unb  eine  Stange,  j.  35.  bicht  neben  ein= 
anbet  unb  jief)t  ben  Kofenfchofj  burch  «in  in  ben 
fPameranjenbaum  längs  herauf  gebohrtes  goch.  tfnbere 
mitten  biefeS  S5etrugS  h«t  £  heuin  im  Jardin  des 
plantes  ju  ^JariS  angegeben, 

©inheimifcheS  Sbfl  in  ©nglanb  ftnb  bie  wilbe 
Pflaume  ober  ©chlehc,  gohanniSbeere,  Brombeere, 
Himbeere,  ©tachclbeere,  fdjwarje,  roth*  unb  weife 
«fjeibelbeere,  glieberbeere,  ©ibif<hbeete,  $am6ufte, 


©arten  «SKifeetfen* 


192 

£afetnufi,  eichet,  unb  SSuchmaff.  2Me  übrige  reut* 
btn  entreebet  ton  ben  Kornern  mit  ihren  ©robetun* 
gen,  ober  von  ©fonchen  in  ben  bunflen  feiten  vom 
jebnten  biä  fünfzehnten  3ahtl>unbeit ,  eingeführt. 
Saffelbc  gilt  auch  ton  ben  meifren  Südienfrdutern, 
reofon  nur  bie  fKoorrübe,  ©ellerie,  ?Kango!b,  ©pat* 
gel,  üKeerfobl  unb  fPitje  einheimifd?  finb. 

Suchen  *  unb  Dbfrgdrten  reerbett  häufig  fchon 
in  ben  fcühffen  Utfunben  errechnt;  ton  le|-- 
tern  finb  noch  manche  ©puren,  reie  auf  Scolma* 
filn.  Su  allen  Seiten  trieben  ^tiefier  ©drtnerei, 
theil«  zur  ©rholung  ,  tt>eitö  be«  ©ttrag«  rcegetn 
23  on  £  eint  ich  be«  VIII.  Seit  iff  jebodf)  ton  ber 
©nglifchen  ©drtnerei  wenig  befannt;  ba  fernen  bie 
Suchenfrdutcr  au«  fiollanb.  ©ein  ©artner  führte 
mehrere  grüßte,  ©alate  unb  ©emufe  ein,  unb  er* 
baute  fie  in  bem  ©arten  be«  $allafl$  zu  Konfuch, 
©urrp,  nebjl  2fptifofcn  unb  vKirfchen.  Die  ©arten* 
mauct  foU  14  guff  h°d)  fl«»eftn  feptt,  unb  2iagrucht- 
bäume  umfchloffen  hab*n' 

SSuchet  über  bie  Sanbreirthfchaft  crfd^Cencn  in 
©nglanb  tem  fethjetjnten  3abrf)unbert  an,  reie  3fr-' 
nolb’«  df>ronif ,  Suffet'«  hunbert  fünfte  guter 
2anbreirthfchoft/  155 ?•  »0  150  tftten  ton  Südjen* 
frdutern  unb  gcüdjten  aufgejdhlt  finb,  reelle,  bi« 
auf  geige,  Drange,  ©ranatapfel,  SKetene  unb  tfna* 
na«,  faft  alle  je&t  in  ©nglifchen  ©arten  erbaute 
befaffen. 

Su  Suff  er’«  Seit  festen  manche  bie  grudjt* 
barfeit  be«  ©nglifdjeu  S3oben«  termuthlich 

weil  £oUanb  unb  granfteid)  fruchtbarer  traten, 
ober  weil  man  bie  ©drtnerei  nachldfftg  betrieb. 
Safob  ber  I,  befchüfete  bie  ©drtnerei,  unb  legte 


felbft  im  Sheobatb’«  9>allaft  unb  in  ©rcen* 
reich  ©arten  an.  Sari  ber  I.  fteUte  einen  £0 l* 
idnber  Srabeöfant  al«  Südjengdrtner  unb  ben 
SSotanifer  «Patfinfon  an,  beffen  paradisus  ter- 
restris  eine«  bet  ftühfien,  otiginellfleu  2Sevfe  ucec 
©artenfuit fl  iff.  SSon  Hepfeln  farmte  man  bamal« 
58,  ton  2:  inten  64,  ton  Pflaumen  61,  ton  ?)ftt* 
fchen  21,  ton  tfprifofen  6,  ton  Sitfchen  36,  ton 
Sßcintraubcn  23,  ton  geigen  3  Wirten,  nebff  DuiU 
ten,  «Ki«petn,  SDlanbeln,  5Sallnüffen,  3ot)anni$=/ 
©tachel  *  unb  ©ebbeeten. 

©rom  reell  forberte  mehr  ben  2fcferbau,  al« 
bie  ©drtnerei,  unb  freute  £artlib  an,  ber  in 
glanbern  fiubirt  hött?-  Sari  bet  II.  führte  bie 
granjofifche  ©drtnerei  ein;  fein  ©drtner,  Kofe, 
hatte  in  ftollanb  unb  ^ari«  fiubirt  unb  führte  bie 
berühmten  Sreergbdume  in  £amptoncourt  unb 
«Katlborough«  ©drten  ein.  2lud>  Sluintinpe 
au«  «Pari*  erhielt  Anträge  ton  Sari,  bie  er  aber 
ablchnte.  ©t  rear  ber  erfte  ©drtner  ber  neuern 
Seit,  beffen  ffßerfe:  „über  bie  Drangenbdume  unb  bet 
tiolljtdnbige  ©drtner,"  ©telpn  überfeine.  £efeterec 
fchrjfb  aud)  1664  einen  ©artenfalenber ,  unb  1699 
ein  fföetf  übet  bie  ©drtnerei.  ©r  ffiftete  bie  fönig* 
liehe  ©efcllfchaft,  unb  reatb  in  allen  ©drtnerei  unb 
^fefetbau  betreffenben  gdllen  ton  ber  Kcgierung  ju. 
Käthe  gezogen.  2)en  1662  torgefchlagenen  Sattoffel* 
bau  reiberrieth  et  jntar,  forberte  aber  manche  anbere, 
in  bie  ©drtnerei  fdjlagenbe  Unternehmungen.  Unter 
Sari  bem  II.  [ollen  fd>on  Sreibbdufet  angelegt  reot* 
ben  fepn.  SSerühmte  ©drtner  waren  bamal«  ©oofe, 
Sucre,  gielb,  gonbon  unb  SSJeife. 

Um  ba«  achtzehnte  Sahrhunbert  warb  ber  bo< 
tanifche  ©arten  in  fecv  unb  beffen  Pfleger,. 


©arten  *  SR  i  f  c  e  tl  e  tt. 


fPhtlipp  £0? i 1 1 e r ,  befannt.  ©ein  5Borterbitd)  be* 
grünbefe  eine  neue  2fera  bet:  ©artenfunff,  gr  fot; 
bette  ben  SSein*  unb  Geigenbau.  Sireibhaufer  wurs 
ben  feit  feinet  3eit  altgemein.  ©ewdehshaufer  gab 
e$  in  ©nglanb  im  Anfänge  be6  I7ten  3ahth«n* 
bertS;  boch  noch  feine  ©lag;  unb  «fjr&bäufer  bis  5U 
Anfang  beS  achtjehnten.  Die  ©artnev  wetteiferten 
unter  eittanber,  tuet  baS  febonfte  Dbjf  jdge.  Die 
jfenntniß  ber  spflattjen  warb  immer  allgemeiner, 
mehrere  frembe  ^flanjen  würben  jährlich  eingefufjrt 
unb  auS  ber  $auptffabt  in  bie  entlegenem  Sanb* 
fdfaften  verbreitet ,  unb  fo  mußten  bie  ©drtner  ftd) 
mit  2lrt  unb  SSßefen  berfelben  befannt  machen,  um 
fte  anjttbaueit,  woburch  benn  auch  bie  SSBiffenfchaft 
gewann. 

DaS  erffe  ©choftifdte  3Berf  fiber  ©drtnerei, 
warb  von  3.  9feib  im  Anfänge  beS  vorigen  Sahr* 
hunberts  herausgegeben.  Nachher  erfchien  3afob 
3uffice’S  ©chottifcher  ©artenbirector ,  ©ibfon’S 
3fbhanblung  über  Srudjtbdume,  1774  jfeil  über  bie 
^Pftcfchen  u.  f.  w.  Srelanb  blieb  fefjt  juruef,  unb 
nur  jefct  macht  eS  fchnelle  gortfehritte. 

Die  ©drtnerei  hangt  alferbtngS  fehr  von  geo* 
graphifche«  Umffdnben  ab.  ßwar  hat  bie  Statur  jebem 
v^immelSfiriche  feine  9)fTan$en  jugethetlt  unb  bie  nug- 
lichffen  für  bie  9J?enfchen,  wie  baS  mehlbringenbe 
©etraibe,  begleiten  ihn  faff  überall,  wo  er  ftch  ans 
ftebelt.  3«beß  giebt  eS  ©triebe,  bie  Äucbenftautern 
vorzüglich  üufagen,  wieber  anbere  bem  Dbffe,  ntr* 
genbS  aber  fonnen  beibe  im  freien  gleich  trefflich 
geliefert  werben.  DaS  febönffe  Dbff  iff  in  ©priem 
Werften  unb  3nbten  einheimifcb ;  bie  faftigffen  unb 
buftigffen  *£>ulfenfrüchte  in  ben  fi-uchten  Ofteberungen 
fjortf,  b,  21,  S,  @art.  50 lag.  V.  580.  5.©t.  i82i, 


193 

^ollanb’S  unb  ©nglanb’S.  3«  3*alicn  wirb,  etwa 
bie  Sombatbei  ausgenommen  ,  fein  befonbereS  ©es 
müfe  erbaut,  Ofur  bie  Ofömifcben  broccoli  fonnen 
mit  ben  ©nglifchen  verglichen  werben  5  Svuben, 
SRohren,  fPajfinafen,  OfabieScben  finb  bort  f lein, 
bitter  unb  hart,  ©elferie  $aferig,  unb  ©cbminfboh* 
nen  fogar  troefen  unb  jdb  /  wie  in  ihrer  Heimat 
3nbien.  SDfelonen  ftnb  im  füblidjen  3talien  baS 
befle ,  ©urfen  aber  weit  fdhlechter,  alS  bie  in  SRiffs 
beeten  getriebenen. 

3n  bet  ßombarbei  iff  baS  Älima  gemäßigter, 
viel  Ofiebetung,  burchgdngig  gut  heWafferf  unb  bie 
£uft  feucht.  Ärduterartige  fPffanjen  gebeihen  bort 
weit  beffer,  unb  ^firfchen,  2lepf el,  Sirnen,  Äirfchen, 
Pflaumen,  iffiein,  geigen,  Dliven  u.  f.  w.  ftnb  auf 
ben  flohen  trefflich-  3ln  ben  meijfett  Dertetn  rauf* 
fen  im  SGBinter  (üitronen  unb  Drangen  gefehlt  wer* 
benj  an  manchen  Dertern  aber,  wie  in  ©enua, 
wachfen  fte  im  freien  vortrefflich*  DaS  Jflima  bec 
Sombarbei  fagt  alfo  bem  Dbffe  weniger  ju,  als  baS 
von  9?om  unb  Neapel ,  bem  Ärdufticb  unb  ben 
SButäeltt  weniger,  als  «fjollanb,  aber  für  beibe  Bweige 
bet  ©drtnerei  iff  eS  auf  bem  gefflanbe  baS  taug* 
ticfjffe. 

3n  ber  (furopdifdjen  £ürfei  iff  baS  Dbjf  treffs 
lieh,  aber  bie  Äuchenfrduter  auffallenb  fchlechter.  3« 
©panien  iff  befanntlich,  außer  von  fremben  jfauf- 
leuten  in  ben  $även,  außer  Knoblauch ,  Zwiebeln 
unb  Äürbiffen,  wenig  ju  fjaben ;  baS  Db(f  aber,  bc* 
fonberS  SBein,  feigen  unb  Drangen  ftnb  herrlich. 

3m  fublichen  granfteicb  giebt  es  wenig  Äüchen* 
wurjeln  unb  Ärduter,  ÄtirbiS  unb  Söaijett 

Db 


I94  ©arten  *  58 

finb  faft  bi e  ein$ige  Pflanjung  beS  £äu§(ctS,  bet 
nuv  ()iec  imb  ba  äartoffeln  fennt  unb  leiben  mag. 

3tt  ben  mittlern  S5ejicfen  ift  bie  ©chtninfbohne 
^nuptpflanje;  aber  auf  bem  Sftarfte  ju  Pa  ti$ 
giebt  eS  befonbetS  ©alat,  ©pinat,  Sauerampfer 
unb  etbfen  genug.  ©parget  unb  tfrtifchofcn  Ker¬ 
ben  bort  fdjonet  gejogen,  als  in  Italien.  Set  Stör, 
ben  »on  gtanfreich  $at  trefflidje  tfepfel  unb  S&itntn, 
bet  ©üben  2ßcin  unb  geigen,  welche  nebft  ben  @ra» 
natäpfeln  inßangueboc  fjeimifd)  finb.  Sie  Sran* 
genbäume  tragen  üppig  im  greien  in  Soulon  unb 
^)iere«.  Sie  Selbäume  gebeiben  jKifdjen  50t  ar= 
feilleS  unb  ^1550.  Um  £pon  wacfcfen  viel 
SJtanbeln.  SOtontreuil,  bei  Paris,  ift  wegen 
feinet  pficfd)en,  Argen  teuil  wegen  bet  geigen, 
gontainebleau  feinet  Stauben  wegen,  unb 
Sour$  butd)  äirfchen  unb  Pflaumen  berühmt.  3n 
ben  ©ewäd)Shäufern  ftnbet  nun  bie  O^üdjte  jeb.t 
SahreSjeit,  aber  geseitigt  werben,  außer  einigen  für 
bie  äoniglid)e  gamilie,  feine;  AnanaS  bauen  nur 
btei  ober  riet  Perfonen  in  granfteid).  Sag  älima 
fott  ihnen  nidjt  jufagen.  Set  oerflorbene  ^erjog 
tton  SrteanS  (ggalite),  ließ  ftch  uon  feinem 
greunbe,  bem  Gatl  o.  Ggremont,  ein  SreibhauS 
mit  allem  3ubehot  anlegen  unb  »ctfdjtieb  fogat  ben 
©ärtner,  SSlaif  ep,  mit  baju.  2fbet  nach  wiebet» 
holten  Sßetfuchen,  um  Paris  unb  Sflontpelier, 
bie  alle  fchlecht  auSfielcn,  watb  alles  aufgegeben. 

3n  £eutfd)lanb  gebeihen  ©emüfe,  äräutrid)  unb 
«Butjeln  helfet,  al$  in  gtanfteid) ,  Sbft  aber  weni» 
get.  Hamburg  hat  wm  etftetn,  5Sien  wen  leb» 
tetm  mehr,  als  irgenb  eine  anbere  ©tabt  in  SRorben. 
5Bein  ,  SCepfel  unb  Sitnen  gebeihen.  am  norblidjen 
Stheinufer;  an  bet  Glbe  nur  bie  beiben  leisteten. 


I  ifceUen. 

ßinen  bet  uorblidofien  SBeinberge  in  Seutfchlanb, 
legte  bet  verdorbene  Gatl  ginbtater  auf  feinem 
2anbl)aufe  bei  Sterben  an,  wo  et  in  freiwilliger 
«ßerbannung  lebte.  3m  greien  gebeihen  in  £eutfd)»> 
lanb  geigenbäume  nur  an  wenig  Srtcn;  bet  Plaut* 
beetbaum  wirb  norbwärts  bie  gtanf  furt  an  b.  O. 
gejogen,  muf  aber,  wenn  bie  gtuchc  reifen  foll,  in 
S5erlin  unb  SreSben,  an  dauern  aufgejogen 
werben,  Aptifofcn  unb  Ptanbelbäume  wad)fen  frei, 
2wif4.cn  SBien  unb  PreSburg;  Pfitfchen  abet 
reifen  in  Seutfdjlanb  nur  an  ©palieten.  AnanaS 
baute  juerfl  S3aron  P? ü n ch t) auf e n  (nicht  bet 
große  3f eifenbe )  ju  Schwöbber  bei  Jameln,  unb 
halb  nachher  Dr.  äaltf  chmib  t  in  S3teSlau,  bet 
1702  bem  Äaifethofe  einige  grüd)te  übetfenbete,  al$ 
man  fie  in  Gngtanb  faum  noch  fannte.  ©ärtneret 
fotbetle  in  Scutfdjlanb  befonberS  gtiebtich  bet 
©roße  in  PotSbam. 

Slußlanb’S  unb  Poten’S  älima  ift  größtenteils 
bem  Anbau  überftänbiger  Pflanjen  unb  Sbftes  un» 
günftig;  weit  weniger  aber,  atS  man  nielleid)t  glau» 
ben  modjte,  3«$tpflan{en  unb  mehlgebenbem  ©e» 
ttaibe.  ©ättnetei  wirb  eigentlich  nur  in  bet  ©egenb 
um  PtoSfau,  Petersburg  unb  SBavfdjam 
getrieben,  unb  bort  votjüglid)  unter  ©laS  für  bte 
ärgerliche  gamilie  unb  einige  vom  erften  Abel, 
©ättnet  finb  meift  Seutföe  unb  ©nglänbet,  unb 
metfwürbig  ijl,  baß  fie  Diel  Ananas  sieben. 

sflod)  ungünfiiget  für  ©ärtnerei  ift  baS  Älima 
uon  Schweben ;  ba  eS  aber  ein  bürgerlid)  gebilbetcS 
Sanb  ift,  fo  wirb  bort  äoblgättnerei  allgemein  ge» 
trieben.  äartoffeln  werben  allgemein  erbaut,  was 
in  Srußlanb  nicht  bet  gatl  ift;  Sieib&äufet  finb  je» 
todj  feiten. 


©arten  =  SÄtfcellen. 


Sdnemarf  ift  allen  Zweigen  bcr  ©avtneret  gön* 
ftiger,  alg  man  fein«  gage  nad)  entarten  turfu* 
Sie  Triften  ftnb  biebter  unb  fetter  in  «fjoljtein,  alg 
meifteng  auf  bem  gejlfanbe,  unb  fo  fommt  bief 
ganb  aud)  in  ber  fdjonen  ©artenfunft  Englanb  nd* 
bet,  atg  anbere.  SfBenig  Obfl  reift  im  Freien;  aber 
Sßuqetn  unb  Ärautrfd)  werben  «orjugtidj  gut  ge3o= 
gen;  2fepfel,  SSirnen,  Äitfd;en,  an  manchen  £>rten 
fogar  2fptifofen  unb  *}>ficfdben,  werben  an  dauern 
gereift,  weil  it)re  58lutf)en  im  gtüi)(ing  ft'd>  oerfpati* 
gen,  ober  aud)  unter  ©tag. 

>f)oHanb  unb  Flanbem  finb  in  Äofdgarfnerei 
unb  3iergartnerei  lange  uorjuglid)  unb  fruf)  fd)on 
m  jebtm  Sweige  bet  ganbrcictbfcbaft  bic  Ecften  ge* 
wefen.  Set  ©runb  IjierPon  ift  nie  befeiebigenb  an* 
gegeben  worben.  «£arte  mutljmafjt,  bie  aug  ber 
utfprunglid;en  Unfruchtbarkeit  beö  Sobeng  entftanbe* 
nen  S3eburfni|fe  unb  ein  ©rab  ton  Freiheit,  bie  ge* 
wiffetmafen  aug  feiner  Entfernung  pom  $ofe  her* 
rührte,  mödjten  mel  beigetragen  haben.  2fUee,  wag 
wir  aug  ber  ©efd)id)te  unb  befonberg  augföefjner, 
bem  Seutfd>en  ©efd)id)tfd)tetber  ber  ©artnecei,  wif* 
fen,  ift,  bafj  febon  Por  ben  Äreujjögetr  unter  ben 
«£olldnbem  eine  ßiebbaberei  für  «Pflanzen  berrfd)te. 
£6 bei  er,di)lt  in  ber  JBorrebe  ju  feiner  ^fTanjen* 
gefd)id)te  1576,  ba£  fie  unter  ben  ^erjogen  pon 
SSurgunb  ^flanjen  aug  ber  geoante  unb  Fnbien  mit* 
brachten;  bajj  augldnbifdje  ^flanjen  bort  mehr,  alg 
«nbergwo,  gezogen  würben,  unb  ihre  ©arten  mefjr 
feltene  ^flanjen,  alg  alle  übrigen  in  Europa,  ent* 
l;ielten,  big  auf  bie  |3eit  bet  ^Bürgerkriege  beg  fed)* 
$ct)nten  Sabtbunbertg,  wo  tiele  fef)t  feJjone  ©arten 
hintangefeit,  ober  jerjtort  würben. 


v^ollanb'g  feuebteg  Älima  ift  bem  dttdutrid) 
augnebmenb  günjtig,  ur.tr  faffc  alleg  ©emufe  unb 
Söurjelwerf  wirb  bort  befonberg  gut  gejngen.  SOre* 
Ionen  ftnb  bort  grojjer,  alg  man  fie  um  gonbon 
Sieben  kann,  an  Umfang  unb  ©ewidjt,  nur  nicht  fo 
buftenb  unb  fdjmacEbaft.  Sb*  tfnanag  ift  ganj  wie 
ber  Sonboner.  2lmfietbam  bat  fet>r  grojje  fPftr* 
fd)en;  an  ©erueb  unb  ©efdjmacf  fteben  fte  aber 
benen  pen  Sftontreuil  fo  nad),  wie  tf;re  Trauben 
benen  Pon  Fontainebleau.  £ro|  ber  langen 
SSÖintcr  aber  treiben  fie  bod)  bie  fogenannte  ©ü£, 
wafferbecre  fo,  bafj  fte  fdfjon  im  fO?drj  unb  2fpril 
ba  ift,  unb  fo  Perbdltnifjmdjjig  anbereg  Sbft,  $fil* 
fenfrud)te  unb  SBurjeln. 

SSor  buubert  Sabten  kamen  faft  alle  ©arten* 
erjeugniffe  aug  djollanb.  Sie  königlichen  Sbft*  unb 
Äoblgdrtner  fenbeten  babin  nad)  Sbft  unb  Äud>en* 
frautern,  unb  bie  ©aamenbanbler  bekamen  all  ibr 
©efdme,  wie  noch  je|t  mehrere  2frten,  pon  bortber. 
Sur  Swiebefgewdcbfe  ift  £ollanb  oo^uglidj.  3n 
warmem  ©trieben  werben  aud;  2fepfe(  unb  S3irnen 
befonberg  trefflieb  gejogen. 

Englanb’g  S5oben  unb  Älima  ift  aßen  Sweigen 
bet  ©drtnerei  gunftiger,  alg  jebeg  anbere  ganb.  Sb* 
fd)on  eg  an  dludjenktdutcm  unb  SBurjefn,  Zwiebel* 
gewddbfen  unb  einigen  Sbflatten  £ollanb  nad)flebf, 
fo  eignet  eg  ftd)  boeb,  feineg  immer  grünen  unb 
fanften  SRafeng,  beg  feinen  ©anbeg  unb  bcr  wetf;* 
flnben  Sberflddje  wegen  weit  hoffet  für  bie  ganb* 
febaffgartnerei,  alg  irgenb  ein  ganb  auf  bem  Eonti* 
nent.  Sbft  jwar  ift  nicht  fo  gut,  alg  in  Frankreich 
unb  Italien,  beffer  aber  bag  Äudjenfrdutrirf)  unb 
@ewüt3cl,  unb  ber^afen.  Sfr  Sleutfcblanb  auch  an 
Sb  2 


©arten  *  9R  i  f  c  e  ( t  e  tt. 


196 

vielen  Beten  gleichmäßig  temperirt,  fo  [«habet  bec 
lange  SBintec  boch  bem  ©emüfebau  unb  ben  ©ra«= 
reurjeln,  Sßon  ben  übrigen  Sdnbern  Europa’«  fann 
ni$t  bie  Siebe  ferm.  Kart  ber  II.  erreibecte  ©ini* 
gen,  bie  bn$  ©nglifche  Klima  Ijerabfefeten ,  ec  t>ielt 
baö  bod)  für  ba«  belle  Klima,  reo  er  gern,  ober  bod) 
ol)ne  SSlißbefjagcn  bie  meiflen  Sage  im  Sa'pre  unb 
bie  meiflen  ©tunben  be«  Sage«  im  greien  jubringen 
tonne,  unb  ba«  fep  ber  gall'in  ©nglanb  nw&r,  al« 
fonjlreo  in  ©ucopa.  Zweierlei  erbost ,  nad)  8B. 
Semple,  bie  ©d)6nheit  unb  3«erlid>Eeit  bec  ©nglU 
fdjen  ©drten,  ber  feine  ©anb  in  ben  ©dngen  unb 
ba«  ant>altenb  fd)6ne  ©rün  bc«  Olafen«. 

©nglanb’«  ©actenfrüchte  übertreffen  alle  an 
SSlanmchfaltigfeit ,  ‘  Scefflid?feit  unb  Stenge.  Um  bie 
«njabligen  $rivatgdrten  nicht  ju  erwähnen,  reo  bie 
reidjften  gcüd)te,  reic  2fttana«,  Srauben,  spfttfehen, 
«Slelonen  u.  f.  re.  fo  fd>on  gesogen  werben,  al«  in 
ihrer  Jfjeimat,  barf  man  nur  an  ben  ©oventgavben* 
marft  unb  bie  Sonboner  grud)tldben  benten.  Bie 
Sftenge  non  2fnanaffen  in  allen  Sahteöjeiten  ifl  er* 
jlaunlid)  ,  fo  baß  man  fte  in  Sonbon  Sag  für 
Sag  b«ten  fann.  ©etriebener  ©pargel,  Kartoffeln, 
SSleerfobl,  SP^Se  «nb  f™he  ®ut?en  fann  man  ’m 
Sanuar  unb  gebtuat  baten.  3»«  SMc§  fommen  ge* 
jeitigte  Kirfeben  unb  ©rbbeeten,  nebll  ©d)minfbof)= 
tun  unbanbece;  im  2fpril  Stauben,  Wehen,  SSle* 
Ionen,  ©rbfen;  im  SSlai  alle  Sreibfrücbte  in  Ueber* 
fluß  5  im  3uniu$,  Suliu«  u.  f.  re.  bi«  Slovember  eine 
Stenge  von  allen  @ommetfcüd)ten ;  im  Belobet 
Stauben,  feigen,  SSlelonen,  einige  ^firfebenarteu, 
unb  im  Slovember  unb  Becembec  Srauben,  SIBintet* 
«Olelonen,  SJlüffe,  SSirnen,  Äepfel,  Pflaumen,  butcb« 
gängig  im  Sab5  2fa&na$* 


SSon  Küdbengereddbfen  ftnb  unübertrefflich  KoM, 
SSlumenfobl  unb  bie  unjdbtig  mannigfaltigen  eßba» 
ten  SOSurjeln,  bie  im  Sanuar,  gebruat  unb  9J?at5  in 
größter  SSIenge  feil  ftnb.  Unglaublid)  ifl  bie  SSIenge 
Siabie«d)en,  Salti  d),  ^wiebeln,  ©pargel,  SSleecfcbl 
u.  f.  re.  bie  im  2fpul  unb  SSlai  ju  SSlacfte  gebracht 
tnicb,  wie  ©rbfen  unb  neue  ©tbdpfel  im  3«niu« 
3n  ben  übrigen  SSlonaten  ftnb  nicht  bloß  bie  ge* 
wohnlichen  grüdjte  alle  ju  baten,  fonbern  aud)  bie, 
wonach  gelegentlich  grembe  fragen,  wie  SSleetfendjel, 
^tmpineUe,  SEBalbfnoblaud),  Söreenjafjn  u.  f.  re. 

©leid)  reich,  mannichfaltig  unb  in  SSIenge  ftnb 
SreibbauSblumen ,  roie  Siofen,  Slefeba,  ^pacintben, 
unb  non  Krautern  für  #au«at5*nei,  Biflillateur«  u. 
f.  re.  tonnen  bei  ©inem  Krduterbanbler  an  500  2fr« 
ten  aufgebracht  werben. 

Ba$u  ifl  alle«,  bec  SSIenge  wegen,  fo  mäßig 
im  greife,  baß  rool)lbatenbe  £anbroetfec  von  biefec 
©eite  hJt  me^t  ^atcn  fonn?n'  alö  auswärtige 
gürften. 

2)ennod)  ifl  ber  ©nglifcbe  ©artenbau  nod)  einer 
Steigerung  unb  SBervoUfommnung  fab»9-  3«  nie* 
ten  galten  fann  baffelbc  mit  einfacheren  SSlitteln  er* 
reicht  werben,  unb  wenn,  rea«  je&t  1  ©chilling  fo* 
jlet,  für  6  ober  10  «Pence  geliefert  werben  fann,  fo 
ifl  bieß  ein  großer  SBortheil.  91eue  unb  verbefferte 
Varietäten  von  Krdutcich  unb  Bbjlbdumen  unb 
©traudjen  fonnen  eingeführt  werben,  manche  fehmaef# 
haftet,  manche  ergiebiger,  früher  ober  fpater.  SBott 
trefflichen  Bbflarten  warmer  Sdnbec  haten  reic  noch 
fein  Sebntel. 

2fud)  bleibt  noch  »iel  ju  thun,  h««^1'^  ter 
SSetbreitung  ber  ©artinfunfl »  unter  ben  ntebec« 


©  a  1 1  c  it 

(Haffen.  Sehr  wenig  Sanbwirtbe  wtffen  i(;te  ©dr* 
ten  $u  Jjöften.  ©efappfc  Saume  au  ben  Saunett 
fdnnten  »ortbeilhaft  mit  33irn  *  ober  2(epfelbdumen 
»ertaufebt,  unb  bie  Reifen  fetbfl  mit  JKeiben  »on 
©amaöcener*  iPflaumenbaumen  befeht  werben ,  tvelcf>e 
einheimifcb  unb  för  ben  Sßein  fefjt  nufclicb  ftrtb, 
auch  in  jeber  3af>re$jeit  reifen.  SBie  feijr  Sequem- 
beit  unb  ©tücf,  2f nl)dnati^>Eeit  an  £eimat,  gamilie 
unb  Satertanb,  wie  »iel  Sitte  unb  ©efittung  unter 
ben  arbeitenben  (Haffen  burd)  üerbefferte  ©achtetet 
gewinnen  würben,  ifi  gar  nicht  ju  beflimmen.  66 
«ft  «in«  burdjgangige  «Beobachtung  aller  Dfeifenben, 
bafi  ^)äu6ler  nad)  ihren  ©arten  $u  beurteilen  ftnb. 
3fber  man  brauet  nur  einige  Steile  6nglanb’6  un* 
ter  einanbet  ju  »ergießen,  um  $u  [eben,  wie  »iel  in 
biefer  ^inftdjt  noch  $u  tbun  bleibt. 

2fud)  in  bet  Siergarfnerei  liefe  ffcf>  bie  2£rt  ber 
©rbauung  mel;r  »ereinfacben,.§drtere  ©attungen  «er* 
einbeimifeben,  unb  einbeimifebe  vermehren.  9iofe, 
Dahlia  unb  Chrysanthemum  bewetfen  bief. 
Sie  ftnb  im  »origen  Soljrljxtnberte  wunberbat  ge= 
bieben.  ©ie  ©efammtjabl  att6ldnbifcber  eingeftjbrter 
^flanjen  belauft  ftcb  auf  11,970,  woüott  bie  erflen 
47  mieten,  woju  ©rangen,  2(prifofen,  ©ranatdpfel 
u.  f.  w.  geboren,  fur$  »or  ober  wdbrenb  ber  Dfegie= 
tung  #einttcb’ö  be6  VIII.  eingefubrt  würben; 
533  unter  6lifabetf);  578  unter  ben  beiben 
Äarlen  unb  6romwell;  44  unter  ber  furjen 
SJegtevung  Saf  ob’6  be«  II. ;  298  unter  533 i  lb e Im 
unb  SJlarta;  230  unter  2fnna;  182  unter 
©eorg  bernl.;  1770  unter  ©eorg  bernll.;  unb 
nicht  weniger  al6  6756  unter  ©eorg  bem  III.,  alfo 
beinab  bte  ^alfte  ber  jefet  in  ben  ©arten  »orbanbe* 
nen  auSldnbifcben  ^flanjen,  ©ief  »erbanft  ba6 


SRtfctUen;  197 

SSolf  Sir  Sof.  33anf6,  uftb  ben  $ettn  ßee 
unb  kennebp. 

3u  bemerfen  tft  iebodj,  baf  bie  ©drtnerei  noch 
immer  ju  empirifcb  betrieben  wirb,  ^flanjenpbpfto» 
logie  war,  bi6  auf  kntgf)t,  in  6nglanb  fafl  un« 
befattnt,  unb  bebatf  noch  jefct  einer  näheren  33er= 
binbung  mit  bet  ©artenfunfl.  6nglanb  ift  »on  je; 
ber  in  ber  $rapi6  »orjüglicber  gewefen,  al6  in  ber 
2beorie.  5Ba6  bet  Seutfcbe  ober  granjofe  ftd>  burd» 
©efdjicf  »erfcbafft,  erreichen  bie  6ngldnbet  mit  ©elb. 
2fn  Uebetfluf  unb  alle6  mit  ©elb  ju  jWingen  ge¬ 
wohnt,  fühlen  fic  wenig  Sebutfnif  »on  SBiffenfcbaft, 
Sb«  ^ulfömittel  ftnb  mehr  in  ben  Sorfen,  al6  in 
ben  köpfen,  unb  fte  febonen  feine  koften,  bi6  fte 
ihren  Swecf  erreichen,  ©iefen  3ug  finbet  man  auch 
in  ber  ©drtnerei  wieber. 

©Ie  ©artenbaugefellfcb aften  haben  in 
6ngtanb  mancbe6  geleijtet.  ©ie  Sonboner  ent* 
flanb  gewiffermafen  burd)  SL  X  knigbC  6fq.  », 
©ownton  6akle,  ihrem  SSorft&ec.  ©iefet  fenbete 
1795  bereits  Rapiere  an  bie  königliche  ©efellfcbaft 
über  ba6  pfropfen  unb  anbere  gartenbauliche  ©egen- 
fidnbe.  ©a  Scrfleber  unb  einige  gleicbgeftnnte  €Of?tt= 
glieber  ftcb  jufammen  fanben,  fo  bilbete  ftcb  1805  eine 
pri»atgartenbauenbe  ©efellfcbaft  (Horticultural  So¬ 
ciety),  bie  1809  ben  konigl.  Schubbrief  erhielt,  ©iefer 
Scbufcbrief  gtebt  al6  3n>e<f  bie  SSetbeffetuttg  ber  ©ar= 
tenfunft  in  allen  3t»eigen  an;  ermdebtigt  fte,  jdbtlid) 
1000  $)funb  gonb6  ju  begehen  u.  f.  w.  ©ie  ©efell» 
fdbaft  halt  feit  1805  Serfammlungen  unb  Sorlefun-- 
gen;  i8i2erf^ien  ber  erfie  Sanb  ihrer  Serhanblun-- 
gen,  unb  bi6  1820  ein  britter.  1817  gelangte  fte  jun» 
Sefifc  eines  fleinen  ©arten«  bei  ^ammerfmitbf 


©arten  =  SttifceUen, 


198 

unb  ju  einem  weit  gtdfeten  f>at  ftc  2fu$ficfjt.  §ajf 
in  allen  2Belttf)citen  hat  fte  6orrefponbcnten,  unb 
von  vielen  f>at  fie  bereit«  ©dmereien  unb  ^Pflanjen 
bezogen.  2fuk  nak  Snbien  unb  6bina  f)at  fte 
einen  ©drtner  gefenbet,  fkonere  motgenldabifke 
9>flanjen  frtfcf>  einjubrinqen.  ©olb  »  unb  ©Uber* 
metaillen  finb  ihre  Prämien.  ^PrafftfljSe  ©drtnet 
fSnncn  wohlfeiler,  als  2icbf>abcr  SEftitglieber  wer; 
beit,  unb  wer  fonfl  nic^t  verworfen  wirb,  fann  cor* 
refponbirenbeg  fOtitglicb  werben. 

Sic  ©d)Ottifd;c  ober  6  a  l  cb  on  ifdj  e  ©efellfkaft 
cntftanb  aug  einer  23lumenliebhabcrgefellfkaff,  bic  feit 
1803  in  Sbittburgf)  war.  Siefe  behnte  ft’k  im  3afjr 
1809  jur  6alebonifdjen  aug.  ©ie  hot  benfelben  3wecf, 
wie  bie  Sonboner;  umfajjt  aber  aud)  einige  ßweige  bet 
Sanbwirtbfdjaft,  j.  3 5.  SSienenjukt,  SBeinbau.  ©ie 
hat  3  33dnbe  Senffktiften,  ben  lebten  1819 
abgegeben.  3hce  Sttitgliebfkaft  ifl  eingekeilt,  wie 
bie  Sonboner.  6inen  ©arten  l)at  fte,  ober  wirb  fte 
halb  befommen.  ©olb  *  unb  ©ilbetmebaillen  ver» 
keilt  fte.  Sreioiertel  baoon  ft'nb  praftifke  ©drtner. 

Sie  jwet  $auptfd)riftfleller  in  ben  SBerhanb; 
lungen  ber  ßonboner  ©efellfkaft  finb  Änight  unb 
©ab  ine.  2tnbere:  ©aligburp,  2Billiamg 
von  ^itmafion  unb  6arligle.  Sie  Galeboni» 
fdjen  fielen  weit  barunter. 

SSeibe  ©efelffdjaften  f)aben  vetfkieben,  aber  jebe 
von  krer  ©teile  aug,  jwecfmäjüg  gewirft,  unb  jwar 
mefjr  burd)  Sljat,  alg  burk  ©kt'fk  unb  f° 
oud)  fortan  ber  Sali  fepn. 


3. 

$öd)ft<jemeinnü£iae§  SBerf  für  2anbn>irl^ 
fdjaft  unb  ©arten;  Gultur. 


Ser  $err  ©raf  gafleprie  ju  ^3 a r i «  ijl  faft 
gans  6uropa,  alg  einet  ber  ebelften  unb  eifrigften 
SSeferberet  genteinnü^iger  Snbujirie,  befonbets  für 
2anbwirkfd)aft  unb  ©arten  befannt.  6t  makte 
allein  für  biefen  Swecf  ofonomifk  *  teknologifke 
Steifen  burd)  bag  füblike  Sronfreik,  ©panien,  StG* 
lien ,  6nglanb ,  bie  Stieberlanbe ,  v^ollanb,  bie 
©kweij  unb  Seutrklanb,  mad)te  ft'k  mit  allen 
(Eigenheiten  unb  SSorketlen  bet  6ultur  eineg  jeben 
Sanbeg  im  genaueren  Setatl  befannt.  2 (Heg,  auk 
bie  geringfte  ©ak*,  ieber  3aunpfal)l,  jebe  Seiter, 
jebe  ©d)ubfarre,  jebeS  ©rabfkeit,  jebe  $ade,  jebeg 
©artenmejfer  interefjtrte  if?n ,  er  jeidjneto  unb  fam» 
meltc  2tlleg  ,  unb  fo  brakte  er  wirflik  eine  Ijocbjt 
gemeinnützige  unb  interejfantc  ©ammlung  von  Sin» 
gen  äufammeit,  bie  man  gewohnlik  im  gemeinen 
£eben,  unb  felbjt  im  Siadjbarlanbe  ober  ^tovinjen 
gar  nikt  fennt,  wobutk  man  ft'k  aber  beträktlidje 
SSorkcile  fchaffen  fann ,  unb  entfklefi  fTd)  auf  bie 
cbelfie  ?frt,  biefen  praftifken  ©fihafc,  burk  feine  in 
$  a  r  i  g  gefliftete  grofe  lithographifche  Entfalt  be= 
fannt  ju  mad)en,  unb  ber  SBelt  mitjutl)ei  en.  Sie 
6inriktung  unb  nähere  Uebevftdjt  baoon  giebt  ung 
folgenbe  f leine  SSorrebe  baju,  bie  ik  unfern  ßefern 
hier  mitkeifc: 

S  0  t  6  e  r  i  tf)  t. 

Sie  idnblike  unb  f)du»likJ  Sefonomie  erfor* 
bert  in  bet  2fugfuhrttng,  ber  ihr  obliegenben  2frbei» 
ten,  eine  grofe  SRannikföltigfeit  von  ©erzeuge» 


©arten  =  SHfcellen, 


199 


unb  ©eräthfdiafteit.  SDtittelfl  biefee  SBetfjeuge  wirb 
2fUeS  nut  grofierct  2eid)tigfeit  unb  mit  geringerem 
Seit  s  unb  Äoflenaufwanb  ju  Stanbe  gebracht.  25a 
bie  verfchiebenm  söorgfngc  im  acferbaulichen  SBcfen, 
fo  wie  bie  SSeburfniffe  unferer  Haushaltungen  fcf>t 
jai)lreid)  finb,  fo  haben  bie  2J?enfd)en  ftd)  nad)  me» 
d;anifd)en  Mitteln  umgefefjen,  wobutd)  fte  itjre  eis 
genen  Ärdfte  vermehren  ober  ihre  Anfitengungen  er» 
leidjtcrn  fonnten.  Um  zu  biefem  3wede  ju  gelan» 
gen,  finb  ffe  jebod)  oft  burd)  bie  Umftanbe  genö« 
ti)igt  worben,  bie  Mittel,  beren  fie  firf>  bi$f)et  bc» 
bient  Ratten,  ju  mobificiren,  unb  haben  auf  biefe 
SBeife  ju  mehr  ober  weniger  betriebenen,  mehr  ober 
weniger  gludlid)en  ©rftnbungen  Anlajj  gegeben. 
25iefet  Umjianb  gebar  bie  fafi  unjnijlic^c  Sftannid;» 
faltigfeit  von  23crf jeugen,  ©erdthfebaften  unb  5JZa= 
fdjinen,  wctdje  fid)  je(jt  bei  ben  verfdiiebenen  9361» 
fern  im  ©ebtaud)  finben,  unb  welche  zuweilen  in 
bem  SSereidje  einer  einzelnen  ©emeinbe  ifolirtj  in 
Anwenbung  bleiben. 

Um  nun  biefe  SBevfjeuge  fennen  ju  lernen,  ijt. 
eS  notl)ig,  fte  an  ben  Drten  wo  fie  im  ©ebraud) 
ficken,  forgfdltigfi  ju  unterfudjen,  ju  jeidjrten  unb 
|u  betreiben. 

©ine  Sammlung,  weldie  bie  bei  ben  verfd)ie» 
benen  936lfern  in  ©ebraud)  beftnblichen  zweefmdpig» 
fien  SBerfjeuge  bem  ^.'ublifum  vor  klugen  fiellte, 
burfte  bei  bet  barauS  für  uns  zu  macb.enben  Sttifc» 
anwenbung  fid)  als  ein  nu^licheS  Unternehmen  ze»s 
gen,  unb  übrigens  auch  ihrer  Neuheit 

Sntereffe  oerbienen.  25iefe  fSetradjtungen  haben  ben 
Herausgeber  ber  hiermit  angefunbigten  Sammlung 
bewogen,  eine  Auswahl  von  ben  zahlreichen 


SD3erf jeugen,  welche  er  auf  feinen  Steifen 
in  ve rfd) i e,b e n en  Sanbern  ©uropa’S  ge» 
jeichnet  hat,  burd)  ben  Steinbrucf  i  n  ’  $ 
^Jublifum  treten  zu  laffen. 

JDiefe  Sammlung  befiefjt  au$  SSerfzeugen,  50?a» 
fdjinen  unb  zum  Acferbau,  fidbtifchen  unb  Idnblis 
djen  Haushalt  bienenben  ©egenflanben,  unb  felbfi 
einigen  Snbuftriezweigen  eigenthumlidje  ©erathfehafs 
ten,  weld)e  unter  ben  ungeübteren  ArbeitS  =  ©laffen 
ihre  Anwenbung  erhalten  fonnen,  in  ftd)  fchlicfjen. 
2fucf>  wirb  fte  eine  2fnjaf)l  von  SD3er?zeugen  enthaU 
ten,  welche  in  ©uropa  entweber  wenig  befannt  ober 
nicht  im  ©ebraud)  flehen ,  beren  2fnwenbung  inbefj 
für  unfet  atfetbaulid)eö  SBefen  erfpriefjlid)  wetben 
fann. 

SDtan  hat  e$  ftd)  übrigens  zur  Q5jTidf>t  gemacht, 
nur  fold)e  SDiafchinen  barzuftellen,  welche  fich  burch 
lange  ©rfahtung  erprobt  gezeigt  haben,  unb 
einfach  genug  finb,  um  felbjt  burch  bie  ungefdjicfs 
teflen  Hanbe  verfertigt  unb  reparirt  werben  zu 
fonneit. 

25ie  Äupfertofeln,  fo  wie  bet  baju  gehörige 
Sert,  finb  in  von  einanber  unabhängigen  2fbtl>ei= 
lungen  getheilt,  unb  fo  numerirt,  bajj,  nachbem 
bas,  einen  SSanb  auSmachenbe  2öerf  vollenbet  ifi, 
fie  in  angemeffener  £5rbnung  gebunben  werben  fon» 
nen.  So  hat  man  z.  83-  in  bet  erfien  Eieferung 
vier  Abtbeilungen  gemacht,  welche  in  ber  zweiten 
fiieferung  unb  in  ben  folgenben  fortgefefct  werben 
follen;  baffelbe  wirb  auch  nach  unb  nach  b)infidf)tlic^ 
bet  anbern  Abteilungen  fiattfinben.  25er  legten 
Sieferung  wirb  eine  Snbaltöanzeige  beigefügt  werben, 


200 


©acte  n  =  ÜHifcetlen. 


»«(dje  bie  £>tbnung,  in  welcher  bie  Abteilungen 
«ufeinanber  folgen  muffen,  beftimmen  wirb.  5)?an 
bat  btefen  5ßeg  «u6  bet  Urfacfjc  eingefdftagen,  um 
(Supplemente,  welche  ftets  bet  Srbnung  unb  bet 
£eicf)tigfeit  im  Auffucben  febaben,  ju  uermeiben. 

£>iefe  (Sammlung  »itb  fünf  bis  fed)S  bunbett 
Zeichnungen ,  auf  bodjftenS  b  unb  eit  Äupfer* 
tafeln  in  Sluattformat,  enthalten.  Sie  wirb,  wo 
moglid),  jeben  9>?onat,  uom  i.  gebiuat  1820  an* 
gcted;net,  in  gieferungen  non  jebn  5t  upfettafeln 
auf  großem  SRaiftn«  Rapier  (papier  grand-raisin) 
mit  einem  etfldrenben  Sept  in  jwei  (lolumnen  er* 
febeinen,  unb  mit  bet  sehnten  Siefevung  gefebtoffen 
werben  *). 

sjJIan  fann  fid>  8«  biefem  ©etfe  in  bet  litbo* 
gtapbifcben  Anftalt  beS  £ecrn  ©tafen  Safte  ptte, 
(Rue  du  Bac,  No.  58.)  mit  btei  gtanfen, 
für  jebe  Siefettmg  fubfetibiten. 

S5ei  bet  Sitbograpbie,  welche  allein  eS  möglich 
macht,  baft  bie  fragliche  Sammlung  su  einem  nie* 
btigetn  greife,  als  mittelft  beS  5tupferftid)S,  gelie* 
fett  «erben  fann ,  laffen  fid)  inbeft  bie  glatten  nicht 
«obt  aufbewabeen;  eS  «erben  bähet  nut  fo  niele 
Epemplare  abgesogen  «erben,  als  ju  »elcbet  Anjabl 
ftd)  Subfcribenten  btS  jum  1.  SuniuS  1821  gefun* 
ben  haben.  9ta*  Ablauf  biefer  Zeit  «irb  bet  $rei« 
fid)  fut  alle  biejenigen  erhöben,  «eiche  jene  «oblfei* 
Ute  ©eiebenbeit  unbenufet  gelaften  haben. 


•)  £jc$  (;at  ftd  abge&nbert,  inbem  ftd  bet  £ert  33er* 
faftet  entfdloffen  t>at,  baffelbe  bis  »um  2often  £efte 
fortjufe^en ,  wie  man  weitet  unten  feften  wirb. 


Durdb  ben  groften  allgemeinen  SSetfalf,  welchen 
bieft  gemeinnubige  ©er!  gleich  nad)  feiner  Erfdjei* 
nung  erhielt,  Deranlaftt,  entfd>loft  fidi  bet  £r.  SSerfaf* 
fer,  eS  noch  in  einem  8 »eiten  £ heile  fottjufefcen, 
unb  anftatt  10  nun  20  £efte  ju  liefern,  »eld)c  aud) 
jebt  bis  jur  fiebenten  Sieferung  beS  5 » e  i  t  e  n  Z  b  e i  l S, 
obet  fiebenjel)nten  Siefetung  beS  ©anjen  fett* 
gerueft  finb. 

Seht  erwünfebt  für  unS  ift  es,  baft  ftd)  bi« 
Cottaifdje  83ud)banblung  in  Stuttgarbt  unb  Sfi- 
bingen  entfdjloffen  bat,  bieft  trefflich«  9Becf  butcb 
ihre  litbogtapbtfcbe  Anftalt,  unter  bem  Xitel: 

gafteptie  (©rafen),  Sammlung  allet  in  bet 
4)auS  *  unb  Sanbwirtbfdbaft  üblichen  ©erütb* 
fdaften,  9Jfafd)ienen  unb  Snftrumente  u.  f.  »., 
in  &uart, 

eben  fo  »obifeil  aud)  füt  Seutfdjlanb  ju  liefern, 
unb  bie  erffen  10  ^efte  banon  aud)  bereits  gebracht 
bat,  baber  fid)  es  bann  jeber  Siebbaber  burd)  feine 
ndcbfte  SSucbbanblung  leicht  oerfdaffen  fann. 
Sßeimat,  ben  2.  £)ctober  1821. 

S.  3.  35. 


4* 

(Schreiben  bc$  $rn.  Dr.  v  a n  0  n  §  ju  26wen 
an  ben  #erauögeber  bc§  ©arten  *  9Äacja&in$, 
über  ben  Erfolg  feiner  bietjerigen  25erfud)e 
ju  Söeförberung  unb  Erweiterung  ber 
£>bft  s  (Sultur. 


ßöroen,  Den  27.  Suni  1821- 

£ia  Einer  ber  gelehrten  ßorrefponbenten,  SbteS 
potttefflidm  SoutnalS,  einen  fo  gütigen  Anteil  an 


201 


©arten  *  3R  i  f  c  e  11  e  n.' 


meinen  Sßerfacben  itt  ber  Homologie  nimmt,  unb  ju 
tniffen  wünfebt,  in  wie  weit  i*  biefelben  »erfolgt 
f)cibe,  fo  beantworte  id)  biefe  für  mich  fo  fcbmeicbel* 
hafte  Anfrage  folgenbermafen  : 

3cb  ftanb  eben  im  Segriff,  eine  Pomolo- 
gie  Belgique  moderne  beraugjugeben,  welche 
bie  S3efd)reibung  unb  illuminirte  litbogcapbifcbe  2Cb= 
bilbungen  »on  allen  ben  be|fen  neuen  Stuften  ent» 
galten  foltte,  weld>c  bie  SSelgifcben  Sbfibauer  unb 
icf>  felbft  aug  bem  ©aamen  gewonnen  Ratten, 
alg  mit  obrigkeitlicher  ©enebmigung  meine  35aum= 
fcftule,  bie  aug  60—70,000  Stammen  befianb,  aug* 
gerottet  unb  accjtreut  würbe. 

SWe^r  alg  700  S3itnen  unb  halb  fo  »icl  2fepfet 
waren  fdfron  beffimmt,  in  biefem  SBcrfe  abgebilbet 
unb  befdbrieben  ju  werben,  unb  »on  bem  Erneue* 
tunggpunfte  ju  fcbliefen ,  auf  bem  meine  gefdeten 
©famme  jlanben,  mufte  ftcb  not^wenbig  biefe  Hn- 
jabl  weniqfteng  um  200  S5irnen  unb  halb  fo  »iel 
3fepfel  jährlich  »ermebren.  Siefe  £erauggabe  batte 
alfo  mit  »ieler  Stätigkeit  betrieben  werben  muffen, 
unb  nur  mit  mir  aufboren  können, 

@3  war  im  9io»embet  »origen  Sfabreg,  alg  ich 
ben  SSefebl  erhielt,  noch  »or  SBeibnadjfen  meine 
S5aumfdjule  raumen,  Sie  anbaltenben  groffe 
liefen  in  biefer  Sabrgjeit  feine  2fr beit  ju,  unb  alg 
bag  Sb^uwetter  eintrat,  raufte  id)  bie  S3dume,  an 
einen  Seben  ber  ba  wollte,  nur  für  ben  2Cugrotfungg= 
unb  SHJegfabrerlobn  bingeben. 

Sur  mid)  felbft  bebielt  id>  nur  einige  ©tdmmc 
»on  bet  »ierten,  unb  bie  meiffen  »on  ber  fünften 
Erneuerung,  bie  noch  flein  genug  waren,  um  hier* 
ber  geführt  werben  äu  kbnnen.  S?on  biefen  würbe 
aber  mehr  alg  bie  £dlfte  burd>  eine  Ueberfdjwenu 
Wortf,  beg  21,  ©art,  3Xag.  v.  SSb,  5.  ©t,  ig-», 


mung  fortgefübrf.  Ungefähr  300  ttetben  'oiefeg 
Sabr  tragen. 

Ein  Seuffcbeg  gurjfenbaug  bat  auf  fein 
©ebtof,  in  ber  SRdbe  biefer  ©tabt,  fiber  2500  mei» 
ner  »orjuglicbften  ©ramme,  britter  Erneuerung,  ge» 
rettet,  unb  ein  bieftger  ©tabtbeamter  bat  eine  noch 
grofere  tf^abl  ber  nämlichen  SSdume  in  ©cbu§  ge* 
braebt,  welche  alle  biefeg  3abr  mehr  ober  weniger 
tragen  werben.  Sief  ifi  aber  auch  alleg,  wag  übrig 
geblieben,  im  @an*en  boebfieng  7,500  ©tuef. 

Sd)  batte  ber  Sonbnet  ©efellfcbaft  be«  ©arten* 
baueg  ein  packet  ^fropfreifet  »om  erffen  9Jange  ge» 
fdjicft,  welche  aber  »on  ben  ©drtnern  ber  ©efell» 
M;aft  ju  »erfebrumpft  gefunben  würben,  um  an* 
fcblagen  ju  können... f  2flg  wenn  ein  trcckeneg 
^Pfropfreig  nicht  eben  fo  gut  anfällige,  alg  ein  ftifd; 
abgefchnitteneg.  Eine  d-bnlicbe  ©enbung  l;at  ber 
£err  9?atb  Siel  »on  mir  erhalten,  unb  wag  biefer 
9?efTor  ber  homologen  bat  fe&en  können,  wirb  für 
Die  2öelf  gerettet  «nb  in  feinem  alleinigen  f?eft§e  fepn. 

25a  id;  mit  nur  900  jweijdbrige  Saiblinge 
l)abe  »erraffen  können,  fo  bin  ich  and;  nur  im 
©tanbe  gewefen,  eben  fo  »iel  SSarietdfen  3u  fefcen, 
Die  ich  ju  Enbe  SOTai’g  habe  copultren  laffen,  «nb 
smt  aufet  ber  Erbe;  —  230n  alle  ben  pfropf* 
retfern  aber,  bie  nicht  einmal  in  bie  Erbe  gefleckt 
worben  waren,  bat  boeb  fein  Einiger  feblgefcblagen 
2)a  ich  alfo  meine  Pomologie  Belgique 
moderne  habe  aufgeben  muffen,  fo  befdjrdnke  id; 
Wich  barauf,  in  ben  Annales  generales  des 
Sciences  physiques,  bie  ich  mit  ben  £emt 
SJorp  be  ©t.  25incent  unb  Stapler  beraug* 
gebe,  faff  jeben  Sftonat  eine  fBefdweibung  unb  iUiu 
minirte  2lbbitbung  »on  benjem'  .en  Sbfiforten  51t  lie¬ 
fern,  bie  ich  für  jen{g  Sßeif  beffimmt  batte, 

Ee 


20 1 


arten  =  SKifcelten. 


£)*§  nj!e  ffietf,  welche«  noch  in  bief'm  0oms 
mn  von  mir  «feinen  wirb,  ijt  un  compte  ren- 

du  k  me  s  correspondants  sur  les  graf- 
fes  que  je  leur  ai  communiquees  sous 

des  Nr os.  Sa  irf?  naiätich  über  bie  SBabl  unter 
met)r  «W  3«oo  dummem  9te*enf*aft  ab5ute9en 
{,afce,  fo  werbe  ich  eine  furje  SSefcbreibung  aber  ohne 
tfbbtlbungen  von  fcer$rud>t  geben,  bie  fid)  auf  bie 
Kummet  besiegt,  unter  welcher  bie  «Pf.opfretfer  au«* 
geteilt  worben.  hierauf  wirb  folge« :  Un  Rap¬ 
port  general  sur  le  but  de  mes  re- 
eher  che  s  en  pomologie,  sur  les  m  o- 
yens  employds  et  sur  les  rdsultats 
obtenus;  un»  un  tr.it*  mdthodr- 

et  eUmentaire  de  la  culture  des 
avbres  fruitters. 

3«  mu§  ätdttien,  M  id)  m,inm 

Satten  )ttlWt<n»tn  Satafltopl).  nidjt  tut  SKutt)  8 « 
taMt,at.n  reärtt,  nod,  »nW  I«  l»"*1"'  mm 
nid,t  Sou« -*t«nt>  un»  Suslan»  auf  »elf.«  »au  fo 
»i,l  ©ettb  testen.  ®el  all.»«!  batte  id,  bed,  tue 

®enn8tt,»nn3  Srf).M.  J»  M>™.  »««  *«•  ^ubI!fum 
t,n  »•,  traft  beffen  .nein  Satten  in  «traben  »et. 
„anbett  „erben  füllte,  setztet,  unb  feinen  etnjls«« 
bet  ?>t*M,  bet  einet  jUmmatidtn  öffentlidten  SBet- 
fteigetung,  an9efanft  bat,  fo  baf  meine  W«nS«»9 
unen'aetttidi  tft  »erfMtt  tootben,  nnb  id,  ebne  b,e 
geti  esfle  ®e.iuen,lid,feit  be5  ^nbtifum«  einen  SBettb 
tion  mebt  alt  100, ouo  gtanfen  »etloten  bat«. 

P.  S. 

Bet  Bbjtba«  bee  ^ettn  Ttbbd  Buqu.snt 
juOTon«,  bent  reit  bie  fiftlidje  Marie -Louise, 
le  Rot  de  Rome,  la  Rance  d’automne,  la  fon- 
dante  «an  Mons,  le  Colmar-Aeux- ans ,  nnb 


»iete  anbere  verbanfen,  »ft  worben,  um  ben 

gepung« werfen  ber  €tabt  $latj  $u  machen-,  bet  ©ar* 
ten  be«  £tn.  ©rafen  be  Coloma,  bet  bie  Urba- 
niste,  la  supreme  Colotna,  la  Passetout-Go* 
loma,  la  verte  d’Autornne,  la  Coloma  de  prin- 
tems  unb  mehrere  ftr.btre  hert>orgebrad)t  l;at,  ip 
nach  feinem,  im  vorigen  Sah«  erfolgten  Ableben 
au«getottM  unb  bie  Saume  jeiftceut  worben,  nad)» 
bem  man  fd)on  netter  bie  ^ganjungen  be«  $w« 
v.  83»htl)umb,  welcher  ben  Guillaume  pTemier, 
la  ßrederode,  le  Henri  quatre,  le  Jean  de 
Witte,  le  Louis  neuf  etc.  gewonnen,  in  einen 
Svafenplafc  verwanbelt  hatte. 

©«  bleibt  alfo  von  einem  einigermaßen  verfolg» 
ten  £)bftbau  nicht«  weiter  übrig,  al«  ber  ©arten  be« 
$etrn  Wwof'otcn  ^etit  bei  SJlon«,  unb  meine  etge= 

nen  h‘«^et  »erfefcten  Uebetrepe. 

3.  35.  uan  9J?on«. 


«Ra  f  fl  cf  ia,  bie  Stifte  bi§  ic|t 
bekannte  Slum«. 


fjtxt  Robert  SSrown  ju  Sonbon  la«  uoc 
Kursen  in  ber  g  i  nn  eeifdieh  ©efeüfdiaft  einen  S5e= 
rieht  über  eine  auf  Sumatra  uom  verporbenen 
Dr.  3of.  2Crnolb  i.  3-  1818  «ntbeefte  wunberbare 
«Pflanje  not.  ^an  nennte  pc  «Rafflefia,  nach 
bem  jetzigen  Sngl.  ©ounernem  ®ir  Shom.  ©tarn, 
forb  Staffle«.  ©U  «turne  Peigt  gerabe  au«  ber 
hortjontalen  SBvrjel,  ohne  SBlÄtter,  in  b.e  ^otje;  bie 
^„ofpe  (jet)  ip  mit  runben  bunfelbtaunen ,  fdjup» 
penfbrmig  übereinanber  liegenben  »lumenbldttern  be» 


©  arten  =  SSttifcetlen. 


203 


beeft,  unb  fte£)t  eitlem  &oblfopf  ähnlich  genug,  ©ie 
hatte  jur  i^rec  vollenbetefien  2fuSbitbung,  an  Srt 
unb  ©teile  gemeffn,  3  Sufi  int  Smchmeffer;  wog 
15  $)funb,.  unb  man  fd)ä|te  ihren  innetn  9faum  für 
hinlänglich,  um  12  hinten  gluffigfeit  ju  faffen.  £err 
33rown  fegt  nach  ber  Äenntnif,  bie  er  non  biefer 
9)|Tanje  «thalten  fennte,  foldje  im  ©pfem  in  bie 
5tdl)e  ber  2frtffofod)ien  unb  ber  ^afft'floren,  unb  ift 
bet  Meinung,  baf  ft'e  ein  blofier  ©chmaroger  auf  ber 
SSurjel  fep,  auf  welcher  fte  wächjf.  Soch  jur  ge* 
naueren  Seftimmung  ftnb  noch  mehr  neu«  fSeobad;- 
tungen  notljig. 

Sie  größte  SSlume  bie  man  bis  fegt  gefunben 
hotte,  mar  bie  ber  purpurfarbenen  Aristolochia  cor- 
diflora,  bie  nach  «fterrn  2f.  0  0  n  «fjumbolbt,  einen 
Surchmeffec  von  16  Soll- hat.  3fm  ©agbalenenfluffe 
in  ©übamerifa  fefcen  bie  Äinber  fte  als  SDfähen  auf. 


6. 

lieber  bie  53tütf>e  ber  großen  2ffoe  ober  Agave 
americana. 

Jfui  einem  ßnglifdien  Sournal,  nebfl  SSemetfungen  bar* 
über,  von  bem  gjfattsbjtfdjen  SSotanifer  £rn.  ©rapiej. 


5D?an  versichert  gewöhnlich,  bafj  bie  3fmerifani= 
fdhe  3fgat>e  nur  alle  hunbert  3ahre  blühe;  fo  viel 
ifi  gewif ,  bafj  man  auf  ben  Englifchen  Unfein  bie 
23luthe  biefer  ^flanje  als  eine  feltene  Erlernung 
hetradjtet.  Snbeffen  hat  ber  S3otanifer  ©urrat) 
fe  im  freien  wadjfen  unb  blühen  fehen,  an  ben 
©eiten  beS  hohen  ©egS,  ber,  auf  ber  JRoute  von 
Neapel,  von  *£etracina  nad)  Eapua  fährt, 
«•  f.  n>.  es  fcheint,  als  ob  biefe  9>flanse,  trenn 


fte  ben  J>ccl)flcit  3wecf  ihres  SafcpnS  erfüllt  hat, 
ben  ber  gortpflanjung  unb  SSercielfältigung  burd) 
©aatnen,  jugleich  baS  Enbe  beffelben  erreicht  habe, 
—  fte  fiirbt  ab.  Sie  präd)tigf!e  fßlume  bet  2lcf, 
welche  üJlurrap  fah,  wuchs  auf  einem  vorragenben 
gelfen,  einet  ber  33orromäifd)en  3nfeln,  ber  fsola 
madre  beS  Lago  maggiore  im  norblichen  3ta* 
lien.  Ser  ©tdngel  hatte  28§  auf  4?ehe,  unb  am 
©runbe  3  gufj  im  Umfange,  ©djwerlid)  fann  man 
etwas  fel)en,  was  einen  folgen  Einbruch  macht, 
als  biefer  2fnblitf.  Set  Erzähler  ftnbet  ft'ch  ju  bem 
©lauben  veranlagt,  bafj  biefe  ^flanje  urfpränglicf) 
in  Italien  su  £aufe  fei),  obgleich  nicht  alle  SSola* 
nifer  gleicher  Meinung  ftnb;  fte  iff  boct  fef>c  ge* 
mein,  unb  man  ficht  fte  auf  ben  ©allen  ©enua'S 
bläh*n;  auch  ftnbet  man  bei  ^onterculi  (*Pon* 
tercute)  ganje  Selber  von  ihr  bebeeft. 

Sie  al  S«fco  ja  'Pompeji  gemalte  'PfTanj.e, 
halt  man  ebenfalls  für  eine  2fgave;  bief  würbe  ihre 
Einführung  in  Statten  auf  eine  felyr  frühe  3eit  tu* 
täcfbringen,  unb  für  bie  ©etnung,  bafj  fic  einhei* 
mifch  fet),  fprechen, 

*  * 

* 

SSemerfungen  $u  vctfichenbem  2fu f fag e 
von  $ rn.  Sraprej. 

Sie  2fgave  bebarf  fein  Sahrhunhttf,  mtt  jur 
S3luthc  ju  fommen.  3m  bctanifchen  ©arten  ju 
Utrecht,  brachte  man  ft'e  burd)  bie  aufgewenbete 
©orgfatt,  in  24  3af)ren  jur  SSläthe,  unb  gewtjj 
blähet  fie  in  ihrem  «öaterlanbe  in  noch  weit  Eärje* 
rer  Seit;  auch  tfirbt  fie  ba  nicht  nad)  ber  58lätf)e* 
?eit  ab;  allein  in  unfetm  Älima  fcheittt  biefer  na* 
tätlich«  3*ifpunft,  bie  ^auptfraft  ber  ^flanjf,  ftch 
ju  repobuciren,  «uf$ureiben,  benn  ber  Sftittelffängef, 
Ee  2 


(garten  =  SÄ  i  f  c  e  U  e  n. 


20  i 

tec  bem  «8lüth«nftängel  folgt,  wirb  ntcf>C  fräftig  ge* 
mtg  um  neue  «Slumen  ju  bringen.  25er  nämliche 
gall  ber  ©djraadje,  trifft  bie  ^flanje,  wenn  fte  i|= 
ren  mittleren  $aupttrieb  verliert ,  ber  burd)  eine 
50?enge  von  f leinen  ©tangein  erfc|t  wirb,  welche 
nuö  ben  «Binfelit  fjervortreiben  unb  von  benen  fei» 
ner  triftig  genug  ift,  um  33lumen  ju  bringen.  Bi« 
3lgave  braucht  aucf?  nicht  ?u  blühen,  um  ftd)  fortju» 
pflanjen,  inbem  bafut  fchon  genug  burtf>  bie  ©d)6f* 
linge  bie  fte  im  Ueberflufi  treibt,  geforgt  ift.  9tad> 
bem  wag  <£r.  Dr.  «ÜÄurrap  fngt,  unb  wovon  wir 
unö  mehrmals  felbft  überzeugt  haben,  fd>eint  uns 
bie  2fgave  aus  bem  [üblichen  tfmetifa  abjuftammen 
unb  in  «Portugal!,  ©panien,  Italien,  fo  wie  in  ber 
Stalienifchtn  cinfjcimifd?  geworben  ju  fepn. 


7* 

Uebtvfidjt  ber  botanifdjen  ©arten  in  ber 
£>ejterreid)tfdjen  9Äonard)ie. 

3n  ber  £)efletreichifch«n  SÄonatchie  giebt  eg 
23  botanifch«  ©arten,  welche  folgenbe  finb;  in 
33ejug  auf  baö  Saturn  ihrer  Errichtung  :  i)  i« 
«pabua,  gegrünbet  im  3af)t«  t533>  3) 

bürg,  im  Saht«  1564  ^  3)  in  bec  UnivetPt5t  *u 
SBien,  1758;  4)  in  bet  S  h  «tc  f  t  en  »  2lfabemie, 
wiebet  eingerichtet  im  Sah««  179 7'  5)  ’n  ^cc  'JOs 

fephinen  »  tffabemie  für  Siebtem  unb  Chirurgie; 
6)  in  ber  «8iehar$nei  *  ©chute  in  «Bien;  7)  in 
©djonbrunn  1758;  8)  in  S5d»«bere  gtt 

«Bien;  9)  in  SSÄantua;  10)  in  ©atjburg; 
11)  in  ©rafe,  1812;  12)  in  SreScia;  13)  tn 

SSeron«;  14)  in  SOtailanb;  15)  in  ^rag; 


16)  in  S3rucf;  17)  in  SSrgejhta  in  SSohmeni 
18)  in  bem  ©arten  beg  «Patabiefeg  beg  gegenwärtig 
gen  ßaiferg  ju  «Bien;  19)  in  bem  v.  4>atrad&, 
bem  jtaifer  gehörig;  20)  in  bem  beg  Surften  9ra» 
fumovlf v  in  «Bien;  21)  in  bem  beS  #ertn 
©epmüllet,  bei  «Bien;  22)  in  bem  beg  SSarott 
«Pronap  ju  #e$enbotf  unb  23)  in  bem  beg 
Surften  <S ft c r f> a 5 p ,  iu  Eifenftabt  in  Ungarn 


8. 

Gicfyomn  =•  (Saffcc  =  Ooffcrte. 
SScrfauf  von  500  ßenfner  SÄanbet  =  unb  Gicfjo- 
riensGaffee,  üecmittelft  SBevloofung  unb 
Prämien  *). 


2)er  Unterzeichnete  hat  ftd)  entfchloffen ,  unter 
erbetener  allerhochjtet  Genehmigung,  fein  2aget  von 
vorjüglid)  gut  fabridrtem  SDtanbel»  unb  Eicho» 
rien  =  Eaffee  in  fleinen  ^heilen  von  £  unb  TV 
Ecntnetö,  unter  tfuöfcfcung  von  «Prämien,  welche 
burd)  ßoofe  entfdjieben  werben,  ju  verüujjern.  Ben 
1  Entr.  ober  12*  ^)funb ,  in  «paquetg  für  3  SC.  — 
unb  ben  TV  ßntr.  6*  «Pfunb,  in  paquetg  k  1  St. 
30  fr. 

*)  ssjev  hätte  nodj  vor  wenigen  fahren  glauben  follen, 
ba&  ber  Seutfdie  $tei£  ben  Stellvertreter  eines  fo 
allgemeinen  23ebürfniife$,  alö  ber  Saffee,  fo  uns 
getjeuer  vermehren  würbe?  SQ3ie  weit  mag  eg  nun 
mit  ben  SRübenjucfersgabrifcn  gebiepen  fepn,  welch« 
bod)  noch  in  Seutfdjlanb,  <5«anfreid)  unb  ben  lieber» 
lanben,  unb  wie  uian  behauptet,  mit  fßJrtheil,  ats 
beiten? 


©  (t  1 1  c  tt  =  Stf  i  f  c  c  (  I  e  tt. 


Set  kaufet  ct^aft  mit  jebem  f  Hntr.  daffee 
jugleich  i  ganzes,  unb  mit  jebem  TV  Gntr.  \  gooS, 
mit  welchem  et  im  glücflichen  gall,  unb  zwar  mit 
i  ganzen  gooS  io  gl.  bis  800  gl.  unb  mit  §  gooS 
5  gl  bi$  400  gl.  gewinnen  fann. 

Sie  tfnjahl  bet  goofe  befragt,  baS  ganze  £uan* 
tum  in  |  Hntr.  tebucirt  4000  goofe.  3ur  «Bequem» 
lidbfeit  bet  Abnehmer  aber  werben  nut  2000  ganze 
unb  4000  fyalbe  goofe  gemalt,  terbunben  mit  41 
©ewinnfien  ingefammt  Betrag  ton  2000  gl. 


Set  ijie  ©ewinn  ifi 

.  800  gl. 

—  2te  .  . 

.  4C0  — 

-  3te  .  • 

.  200  — 

—  4<e  . 

♦  100  — 

—  5t« 

.  50  — 

—  6  folgenbe  a  25  gl.  . 

•  15«  - 

—  30  weiter  folgenbe  ä  10  gl. 

300  — 

2000  gl. 

Siefe  2000  gl.  werben  zur  Sicherheit  bet  Kau» 
fer  oberamtlich  beponirt  unb  bie  3iel;ung  bet  goofe 
gefchiehet  mit  bem  2.  Januar  1822. 

€R«cftritt  fann  feinet  «Statt  ftnfeen,  unb  bie 
Siebung  mup  erfolgen,  bie  goofe  mögen  gmi}  obet 
nut  jttm  Sfml  terfchloffen  fei;n. 

3n  Bechütung  von  Unterfdjleif  muffen  bie  goofe 
ton  bem  Unterzeichneten  eigenhdnbtg  unterfchrieben 
fepn. 

Sie  SBaate  wirb  in’S  ganze  Königreich  frei  ber* 
fanbt,  bagegen  werben  ftef?  «Briefe  unb  ©elber  granco 
erbeten.  Um  eS  aber  ben  Käufern  auch  ^teutn  ju  er» 
leichtern,  fo  fonnen  Sie  SStiefe  unb  ©elber  bei  ben 
Befreiungen  unfrancirt  abfenben,  bngegen  wirb  ton 
jebem  f.  Hntr.  |  $funb  SBoare  als  ©vfafc  juruefbe» 
halten,  fo  wie  bei  a  Hntc,  1  «pfunb  u.  f.  w. 


205 

«Schriftliche  Beffelluttgen  auf  TV  ^ntr.  ober 
halbe  einzelne  goofe  fonnen  nicht  effectuirt  werben. 

«fta*  biefer  Berechnung  ifi  alfo  ber  Käufer  au» 
genbücflich  für  feine  ganze  Auslage  gebeeft  unb  hat 
babei  noch  Hoffnung,  einen  mehr  ober  minber  be* 
beutenben  ©ewinn  z«  erhalten,  ©ewip  ein  Unter* 
nehmen,  bas  ton  bem  ■‘publifum  mit  «Beifall  unb 
geneigter  ^Hnahme  ju  wütbigen  fepn  mochte. 

Ulm,  ben  26.  2fugu]i  1821. 

Carl  2fugufi  Kornbecf, 


9- 

$omoIc>3ifcf)er  SBunfcf)  unb  25itte. 


Sn  bet  geipztget  giteratur  *  Beitung  «flo.  69. 
Sfldrj  1820  S.  547,  alimo  bie  «Hebe  ton  bem  Sn* 
haltbe«  Suli*£efts,  Sahrgang  1818  ber  3eitfchrift: 
Seconomifche  «fleuigfeiten  unb  SSerhanb» 
lu ngen.  Q)rag  bei  Halte,  ifi,  wirb  unter  anbern 
gefagt:  «»erfahren  in  <5 h i n a ,  Sbfibdume 
buvch  35aum*2tbfchnitte  fortzupflanzen, 
mit  1  Kupfer,  auS  ben  Annales  des  Arts  et  ma- 
nufactures  T.  33.  mache  bie  vierte ,  nahmt  beach» 
tungSwerthe  Tlbfjanblung  gebauten  Heftes  auS. 

SHdge  eS  bocf>  bem  «öerrn  Herausgeber  jener 
Beitf^rift  gefällig  fepn,  bem  betreffenben  ^ublifum, 
biefen  2fuSzug  in  einem  ber  ndebfien  bet  211» 

tenburger  2fnnalen  ber  Sbfifunbe  mitzu* 
theilen,  inbem  er  wahrfcheinlith  hier  mehr  beachtet 
Werben  würbe,  alS  in  jener  3?itfchrift.  —  «Jflir  jft 
bie  Anzucht  fcf>on  feit  25  3ahren  in  einzelnen  2lpfel* 
bäum  *  Snbitibuen  befannt,  bie  in  jener  3eit  fdtjon 
tragbar  waren,  unb  alles  leifieten,  was  man  nur 


206 


©arten  s  ifee  lieft. 


immer  verlangen  fann.  SBeitere  SSct|u<^>c  tenne  id) 
tben  fo  wenig,  als  icf>  eigene  anjleUte,  glaube  aber, 
bfif  biefeS  Setfahren  $ur  großen  Solltommenheit  ge, 
beacht,  non  auferorbentlichen  9tufcen  fcpn  »utbe, 
weil  baburch  grofe  (ScfparnifTc  an  2£rbeitglot>n  unb 
Vergleichen  mehr  tonnten  gemadjt  »erben,  bie  um  fo 
bebeutenber  »erben  mußten,  iemefjv  auch  an  ßdnbe* 
reien  förSaaraen*  unb  ßbelfchulen  baburch  ju  »ei* 
tern  3»ecfen  verwenblich  bleiben.  Sajj  fotdje  3og= 
Unge  nur  hochftammig  muffen  angewenbet  »erben, 
uerfiebt  fid)  non  felbfi ,  unb  mufte  befhalb  für  bie 
gwergbaumjuebt,  bie  allgemein  befannte  SereblungS* 
»eife  beibebalten  »erben.  2Bie  auferorbentlid)  not* 
juglicb  »ürben  Saume,  auö  Sterlingen  gejogen,  für 
bie  gelb*,  tfnger  *  unb  3BegepfIan$ungen  fepn;  ba 
ffe  nicht  allein  nur  non  größerer  Sauet  fepn  möchten 
«1$  bie  nerebelten,  fonbern  auch  b^**  auSgcbceitetet 


unb  jiätfer  »ad)fen.  Saf  fie  non  längerer  gebend, 
bauet  ftnb,  beroeifen  un§  bie  bi»  unbreieber  in  ben 
ganbpflanjungeit  beftnblichen,  nie  nerebelten  tfepfel* 
unb  Sirnbaume,  bie  oft  eine  Sicfe  von  4  5  guf 

unb  mehr  im  Sutchmejfer  halten,  eine  #6he  non  50 
bi^  60  Siijj  haben,  unb  bie  altejlen  Seroohner  foldjet 
Sovfer  fid)  ber  3lnpflan$ung  nid)t  erinnern  tonnen, 
fonbern  fie  in  ihrer  Sugenb  febon  als  alte  hetrtl1SCi 
»ad)fene  Saume  bannten. 

Sd)»ietig  ober  gar  unausfuhrbar,  ift  biefe  Tfrt 
ber  tfnjucht  feineSwegS,  »ovon  id)  bie  Seweife  in 
fofern  habe,  baf  ich  wirtlich  folchergeflalt  entftanbene 
Sdume  fahe,  unb  wie  obnebiefj  noch  »fit  fch»ieti* 
ger  ju  vermehtenbe  £oltarten  butch  Sterlinge  fort* 
pflanjen.  greuen  füllte  es  mich  hetjltch ,  wenn  biefe 
@ad)e  jur  befonberen  Sptadje  gebraut  »örbe,  unb 
man  auSgebreitete  Serfuche  machte. 


n  $ 


a  l  t 


©fite 

35  \  u  m  i  (i  e  r  e  f. 

1.  @<§&nt  evotifc^e  ^flanscn. 

A.  Sanfert>iHfd)e$  Cimoborum  (SDtit  2tbbilbung  auf 

Safel  240 . 169 

B.  Sie  SDlcnfonifc&e  £aibe  (9Kit  2(bbi(bung  auf 

Safei  25.) . 170 

C.  Sie  hornige  spiltenbiume  (SOlit  2tbbiibung  auf 

£af  26.) . 170 

2.  Steue  Etetfjobe,  bie  Laiben,  Proteen,  Siofmen 

unb  anbere  spflanjen  00m  Sorgebirge  bet  guten 
Hoffnung  unb  5teul)oUcinb,  welcfje  wäfjrenb  bec 
roatmlten  SKonate  beS  Safjreö  eine  £aibenerbe 
ecctangen,  burd)  2tbfenfer  o&ne  irgenb  eine 
funftiidjje  SBcitme  fortiupftanjen  .  .171 


©eite 

£retb*  unb  ©etväcH&auSgartneret. 

1.  SOZittet  jur  83efotberung  bec  SEcagbarfeit  bet 

2tnanaS,  unb  §uc  SSertceibung  bec  Snfeften, 
welche  biefen  ^ftanjen  ftfcaben  .  .  .  18» 

2.  Uebec  bie  Giultur  bec  SKelonen,  unb  Vertreibung 

bec  Snfeften,  wel$e  bie  spflanjen  benagen  .  i&i 

©arten  =  SDHfcellen. 

1.  SaS  Cinneiföe  ^flanjenfyltem  biibti#  bacgejleltt 

(ÜJtit  2Cbbilbungen  auf  Safel  27.)  .  .  .ISS 

2.  Seitrag  juc  ©ef<$idjte  bec  ©artenfunjt  .  .  189 

3.  .fjoc&ftgemeinnü&igeS  Sßerf  fuc  eaitbwfrtbfcbaft 

unb  ©arten  s  ©uttur . 19s 


20g 


3  «  & 

Seite 

4,  ©dfj«i6en  beg  4?ettn  Dr.  tnn  SKong  su  Sotten 

«n  ben  4>etauggeber  beg  ©attenmagaaing,  übet 
ben<5tfolg  feinet  bid^ertgcn  SSecfuc^e  ju  S5cf6ct»cs 
tung  unb  ©ttteitetung  bet  SDbfl  j  @ultur  •  .  2oo 

5,  «ftffUita,  bie  gvbjUe  big  jefct  befannte  »lume  202 


Q  l  U 

©eite 

1,  Uebet  bie  SStüt^e  bet  gtogen  2Cloe  ober  Agave 
americana  2<>3 

.  Ueberfidbt  bet  botanifcben  Satten  in  bet  Depet-- 
teicf)ifdf)en  SWonarcbie  .  ,  204 

|.  ßidjorien  *  (Saffee  =  Sotterie  ....  204 
).  »pomologifd&et  äBunfcb  unb  SSitte  .  .  *  205 


3u  biefern  4>efte  geboten  folgenbe  tfb&Ubungm: 

Safel  24.  SEanfetöittfdbeg  ßimebotum- 

—  25.  Sie  üttonfoniftbe  £aibe. 

—  26.  Sie  bornige  tpiUenblume. 

—  27,  Sag  SinmHfc&e  ^flanjenfpftem  bilbti#  batge# 

ftettt, 


/ 


I 


26.  ' 


JT %/■ 


I 


%  octfe|ung 


b  e  3 

allgemeinen  £  e  u  t  f  c&  e  n 

©  «  *  t  e  «  *  Tt  a  3  a  $  i  tt  $. 


fünften  23anbeS,  VI.  ©tue?.  1821, 


SSlumtfi  eret* 


r. 

S^onf  e  t  0  t  i  f  cf)  c  $  f  l  a  tr  $  e ir. 

A. 

Ardisia  solanacea.  ( @p!|blum?.) 
(SJZit  2l'ÖbtIbuttg  auf  Safet  28,) 


®in  überaus  flotter  epotifdjer  3ietf!raucfj,  bef* 
fett  SSaterlanb  Öjlinbiett,  unb  befonber#  bie  Äüjle 
Goromanbel  iff.  ©eine  fjocfjrotfjen  Selben,  welche 
jirifdjen  ben  gtansenbgrunen  SSlättetn  fielen,  baoon 
gortf.  fces  3f,S.  ®atf.  2Baga$.  V.S5&.  6.  @t.  1821. 


aber  in  jefcet  ©olbe  immer  nur  eine  «Blume  blufjf, 
welche  fty  atSbann  (letf  aufric^tet,  geben  tfjrn  ein 
prächtiges  2fnfef>en.  fD?an  f>at  §wat  mehrere  ©orten 
tfebiften,  allein  biefe  ijl  unter  allen  bie  fdE)6nj!e  unb 
beliebtere.  2llS  eine  SropenpfTanje  i|I  ft«  etwas  gart* 
lic^,  unb  »erlangt  auef)  tm  ©ommer,  als  Sopf= 
pfTanje  einen  warmen  gefcfcü&ten  ©lanb,  unb  int 
SBinter  bie  jweite  2lbtf>eitung  beS  Stetbf)aufe$.  ©ie 
la^t  fiefy,  ba.  {Te  nicht  leicht  reifen  ©aamen  tragt, 
leister  burefc  Sterlinge  »etme^ren. 

*•  *. 

Sf 


«Blum  i  flcvet. 


ffiot&er  SHattewfopf.  (Ecliium  rubrum.) 
(SKit  SCbbübung  auf  $afd  29.) 

c. 


fid)  in»  Seflerteid)  auf  2St«f«n*  ®ie  auc^  ixnt 
i%ig,  pflanjt  fid)  leidet  butd)  ©«amen  fort, 
unb  ijl  burd)  ihre  fdjonc  totfje  unb  reiche  S5tü= 
the  eine  wahre  ©artenjievbe,  im  SuUuS  unb 
2fuguft. 


Ganbif^cr  «flatternfopf.  (Ecbium  creticum.) 
(SKit  tfbbitbung  auf  Safet  30-) 


gjlan  fottte  nidjt  glauttn,  MS  Mt 
(opf,  taton  reit  unftt  gttueiut  »t  (Echium  vul¬ 
gare)  »nt,  Hufs  Wmm'  unt>  mS‘ 

(Itiniätn  atttttfiAttn,  u>««T<"'  ent  mit  thttn 
fd)6n  f)0*Hautn  Blumtu,  pttmgtn  “ulI>  0,i 

eine  fd,6ne  3ier»flanS«  in  unf.tt  »lumtugäm«  auf. 
genommen  ,u  netten  »«««»'••  «»*  6o*  '{  '* 

„U«ting8  fo.  Sa*  Echium  t«  an  30  t.tfeO.elene 
(tfcSne  litten ,  tie  gtofttnfljei»  bei  uns  im  Steten 
autfealttns  nut  nenige  taten  linb  Stoptnpflanjttt, 
metetje  fit  unfte  ©int«  ten  ©«ut  tf*  ©la«fjoufe« 
verlangen. 


Unfet  gemein«  9!«tt«nfopf,  tet  mit  feine« 
fd,6nen  blauen  Slumtn  jete«  Jtuge  auf  ft«  jiefit,  fff 
eine  einstig.  fXInnje,  ti.  fi«  Iei«t  bnt«  @aame« 
fottpflanjet,  unb  ton  (eben.  SStumenfeeunb.  9«««« 
unt  gepflegt  ju  metben  f«t  »«Menet.  ®«  fam. 
melt  ben  ©aautrn  im  «etbfle,  unt  fl«  i&n  tm 
Stlbialte  glei«  in  guten  Boten',  mo  bann  btt 
spflanjen  3-4  S“6  •>“*  ®ert‘“<  ,,m*  blu!,!”' 
unb  eine  nabte  Sietbe  tet  SBtumen .  SHabatten  fino. 


3d)  will  ton  ben  übrigen  »ten  J)ier  nut  jnm 
bet  [d)cnfien,  mit  ihren  »»Übungen  aufflellen,  um 
bie  «Blumenliebhaber  batauf  aufmetffam  &u  machen. 


1)  Set  1 0 tt> e  «ftattetnfopf  (Echium  ru¬ 
brum)  SEafel  29.  ®«efe  ^6ne  Wm*  Ml  f*on 
im  (üblichen  Sbutfcfylanb  einheimifd),  unb  ftnbet 


2)  Set  ßanbifdje  ^atternfo  pf  (Ecliium 
creticum)  Saf.  30  ,  gehört  fd)on  unter  bie  W» 
tifdjen  »ten,  »at  einen  ganj  anbetn  ^abitit«, 
a(«  bie  nötigest,  ein  breites  SSlatt,  unb  eU 
nen  fintfen,  djligcn  ©hinget,  an  bem  bie  S3lu< 
men  in  einiget  ßntfetnung  non  einanbet  flehen, 
©eine  feldjattigen  SBlumen  ftnb  t)0<*rot^  nut 
einem  ^«Ubiern.«  Sftanbe.  ©ein  ©ateilanb  iff 
ßreta,  Ganbia  unb  überhaupt  bie  2cnante. 
gjlan  fäet  ben  ©aamen,  bet  bei  uns  m  ben 
botanifchen  ©arten  ju  haben  ifl,  im  Stühiahte 
an  bie  befiimmte  ©teUe  in’S  8anb.  Gr  blüht 
nom  SuliuS  bis  $um  ©eptember,  unb  rft  «me 
überaus  fdjone  Bierpflanje, 


Ueher  bie  (Sulfur  ber  £al;tien  ober  ©cor, 
ginen,  unb  über  bie  «n= 

berungen,  bie  man  baoon  5«  2  6  men  ge-- 
gogen  bat* 

SSon  #tn.  Dr.  tt  an  591  onS  ju  Sotten, 


Sa«  SSaterlanb  biefer  fd)6nen  «Pflanje,  bie  ton 
ffiülbenott  ©eotgine  genannt  tturbe ,  bie  ©e^ 
[chiebte  ihrer  Einführung  in  Europa,  ihre  botanifchen 
Cyarafttre  fmb  genug  begannt,  mir  übergehen  alfa 


211 


25  l  «  m  i  fl  c  r  c  i. 


biejj.  .fjier  trollen  Wir  nur  baoon  reben,  wie  man 
burd)  eine  glücfiid;e  gielge  neuer  ©enerationen  ba^in 
gelangt  ijf,  2lbdnbeumgen  biefec  «Pflanje  in  allen 
ihren  Steilen  ju  be.oirfcn,  unb  gefüllte  S3lumen  bei 
if>c  hetoorjubringen,  fo  bafj  ft'e  in  ihrer  jefsigen  «ßoll= 
fommenheit,  ben  ©arten  jur  grc?fi>n  3ietbe  gereicht. 
Ser  Sirector  beS  botanifdjm  ©artenS  ju  26 wen, 
«fjr.  Sonfelaar,  erhielt  alle  bie  Diefultate,  oon  be* 
nen  wir  gleich  reben  werben. 

Sie  erffen  «Proben  mit  einer  neuen  Sucht  bte« 
fer  SSlumen,  machte  Sonfelaar  rot  12  Sauren, 
©eine  erfte  2fu$faat  brachte  nur  eine  2(bdnberung  in 
ber  $arbe  heroor,  bie  jebod)  allgemein  war.  Ser 
©aame  biefer  ©orte  gab  einige  halbgefüllte  SSlumen 
unb  nicht  allein  S3erdnberungcn  in  ber  garbe,  fons 
bern  auch  «**  ber  §orm  ber  SSldtter.  Sie  britte  2fuS* 
faat  war  blofj  oon  ©aamen  ber  halbgefüllten  SSlumen, 
unb  fchon  erhielt  er,  aufer  grofen  elbdnberungen  in 
ben  Farben  unb  bem  33ldtterwuchS,  2  fPflanjen,  bie 
ba$  Saht  barauf  ganj  gefüllte  S3lumen  oon  einer 
aufjerorbenttichen  SSollfommenheit  gaben.  Sie  eine 
baoon  war  —  bie  prachtoolle  blaue  —  beS  unten 
folgenben  (üatalogö-.  ©pater  mehrte  ftch  bie  3ahl 
ber  gefüllten  S3lumen  fo,  bafj  Sonfelaar  nach  ber 
britten  ©eneration  in  ben  ©tanb  gefegt  wart  an 
2fu$mdrtige  baoon  $u  oertheilen;  unter  anbern  nach 
9)ari$  25  ©tücf,  nach  ©ent  ebenfooiel,  unb  30 
©tüd  nad)  2onbon.  «flach  unb  nadh  hatte  ftch  bie 
tfnaail  ber  au$gcwdf)ltef?en  S3lumen  oerboppelf, 
—  in  biefem  Sahre  oetbreifacht.  Sa  bet  golge  wirb 
man  nur  oon  gefüllten  SSlumen  ©ammen  nehmen, 
unb  bnbei  bie  SSlumen  mit  gefehlten  SSlümchen 
auSfonbetn,  bie  anfangs  bei  ben  neuen  ©eneratio; 
nen  häufig  ootfommen,  beten  ^njaht  {ich  aber  mit 


jeber  ©aat  minberfe,  fo  wie  bie  ber  ^fTanjen,  welche 
nur  im  jweiten  Sabre  bluteten.  Sie  grofje  Ulniahl 
bet  2fbdnberunaen  mit  oollfomnten  gefüllten  SSlu« 
men,  in  beten  SSefth  man  ifi,  erlaubt  eine  fo  fivenge 
5öahl,  unb  wann  auch  tiefe  S5lumcn  feine  grofje 
Sflenge  ©aamen  liefern ,  fo  wirb  man  beffen  bcch 
immer  genug  haben,  um  TfuSfaaten  ju  #croor; 
bringung  neuer  unb  oollfommner  ©enerationen  511 
madjen. 

Sie  oorjüglicbffen  garbennüancen,  bie  Sonfe; 
laat  nach  unb  nach  turdh  feine  TfuSfaaten  in  oofc 
fommen  gefüllten  S5lumen  erhielt,  waren  folgenbe: 
1)  weif  mit  Stofa  oerwachfen;  2)  blofj  Sflofa;  3)  ieb= 
haft  9?ofa ;  4)  blofj  fleifdjrotb  ;  5)  incarnafj 

6)  h«W  poonienroth;  7)  fcbarladjrotb;  8)  «innobet* 
rothj  9)  cocheniürothi  10)  fafrangelb;  11)  nelfett* 
roth;  12)  carminroth;  13)  gldnjenb*  purpurrotb; 
14)  fammt  *  purpurrotb;  15)  tief  amorantbfarbig; 
16)  bunfel  *  poonienroth  ;  17)  golbcarmeftnroth; 

18)  blutroth;  19)  jiegelroth;  20)  fammt*  fthwarjroth 
21)  purpurfdjwarj;  22)  pft'rfichblüthfarben;  23)  hell 
lißa;  24)  lillablau;  25)  lebhaft  oiolett;  26)  leb* 
hafte  Sarbe;  27)  bunfel  oiolett;  28)  febtoarj  tio= 
lett;  29)  blafj  firohgelb;  30)  bunfeljirohgelb; 
31)  gelb  mit  rothen  Sianbe;  32)  ochergelb;  33)  afd?-- 
farben;  34)  f>ell=  rötlich  *  gelb  ;  35)  rein  *  oran» 
geforben ;  36)  orangegelb;  37)  fajianiettbraun; 
38)  bcaunroth;  39)  braun;  40)  fd^warj  mit 
©olbglanj;  41)  blau  *  prachtvoll ;  42)  purpur* 
blau.  S’n  biefem  Sahre  ftnb  hierju  noch  folgenbe 
fflüancen  gefommen;  43)  «insweifj;  44)  weifgrau 
(bie  man  fo  wie  «flr.  47.,  nur  erfi  halbgefüllt 
hat);  45)  litfagrau;  46)  rethgrau;  47)  pon- 
ceau  ;  48)  glanjenb  »  caimeftnroth  j  49)  pur* 

Sf  2 


25(umiflecei* 


212 

yucbtau ;  50)  purpurfarben  mit  ©olbfammt  *); 

51)  putput  mit  bladem  ©olb;  52)  tothbtaunj 
53)»iolett*carmep«tot$5  54)  fchwefelgelb;  55) otans 
gerotf)  mit  9clt>9efrecf t ;  56)  banfrt  *  orangefarben; 

57)  braunroth ;  58)  braun  =  orangefarben ;  59)  (ammt= 
braun;  60)  «eränbevlid?  =  btau. 

S5ct  biefcc  etftoUttenSw&tbtgcn  Steigerung  ber 
Nuancen,  fann  man  wof)l  bie  unenbtichc  Schöpfet* 
fraft  ber  9iatur,  mit  weichet  fie  unübertrefflich  ihre 
garten  ju  mifdjen  weiß,  «»<&t  genug  bewunbetn; 
aber  mit  nichts  (&0t  fich  Me  Unruhe  beS  Stabers 
Dergleichen,  ber  nicht  nbfieht,  wenn  julefet  ein  Still, 
ftanb  biefer  unerf**pfli$en  &ueüe  ber,  oft  fich  ganj 
entgegengefefcten  lintflh  einlteten  »i«b.  ®«nn 
©onlelaat,  nadjbem  et  bereits  ein  gchntaufenb 
spflanjcn  nad)  unb  nach  gejogen  hat,  noch  immer 
neue  Nuancen  erhalt  /  fo  W  «ein  ©runb  ba  ju  jmeü 
fein,  baß  man  noch  Saufenbe  erhalten  fonne. 

©iefe  Tfbänbetungcn  bejiehen  fich  nicht  immer  Mop 
auf  bie  fölume;  fie  erflrecfen  fich  aud;  ÖUf  bte  SSldt, 
ter,  auf  bie  Sweigc,  auf  bie  SButjeln,  fo  oollfom. 
men,  baß  man  biefer  ^flanje  ihren  anfänglid)en 
Srioiatnamen — bie  hoUunberbldttrige  (sambucifolia), 
nicht  länger  laffen  barf.  Sie  Blätter  finb  abwed)* 
felnb  halb  ganj,  halb  gefranst,  glatt  ober  runjlig, 
bie  groeige  unb  S3lattfd)eiben  finb  ohne  Untecfcbieb 
bunn  ober  bic!,  lang  ober  fur5,  jufammengebrüeft, 
ober  runb  u.  f.  unb  in  biefer  £infid)t  «erhält  fid) 
biefe  ^flanje,  wie  bie  Kartoffel,  «on  bet  mir  auch 

*)  ®iefe  fcf)&rtc  «Blume  jeigt  als  Äno«pe  eine  prad)trolle 
©olbfarbe.  3>ie Ciebhiabcr  nannten  he  »an  £ulrem, 
nach  bem  SSibliothelar  tiefes  «KamenS ,  ju  Srüffet, 
ber  bie  S>at)lia  hach  Belgien  brachte. 


gefehen  hafon  >  t#ie  Me  abänbert,  fich  «etbop; 

pelt,  bie  SBurjeln  alle  2(rten  gotmen  annehmen, 
fich  anbere  färben  unb  einen  anbern  @efd)macf  be* 
fommen. 

Sie  2lrt  ber  Sahlia,  bie  Pinnata  genannt  wirb, 
hat  faft  gar  feine  SSetwanblung  ber  2lrt  erlitten. 
Sic  gultur  h^te,  fo  ju  fagen,  feinen  weiteren  Sin* 
fing  auf  fie,  alS  ihre  ponceautothe  garte  ju  «er» 
ftärfen,  unb  fie  hat  fid;  in  biefer  2Crt  burd;auS,  wie 
bie  Rosa  austriaca,  beren  garbe  aud)  ponceau  tff, 
«erhalten.  SSeibe  spflanjen  haben  baS  gigemhüm* 
lidje  mit  einanbet  gemein,  auf  «erfdjiebenen  2(eften 
halb  rotl;c  balb  gelbe  S5lumcn  ju  tragen,  als  ob 
ihre  eigcnthümlichc  garbe  geneigt  märe  fid;  in  biefe 
beiben  ©ntnbfaiben  ihres  GoloritS  $u  theilen,  ober 
bie  eine  ba«on  su  jetflteuen.  5Benn  gelbe  Slumen 
et fd; einen ,  fo  ijl  eS  nicht  immer  gewiß,  ob  auch 
rothe  auf  bem  nämlichen  3weige  treiben  werben, 
^err  «an  Soren  hat  inbeffen  aus  einem  wilben 
Srieb  eine  Varietät  ber  Sahlia  geigen ,  bie  fich  i« 
nichts  alS  in  ber  ©roße  bet  Blume  «eränbert  hat, 
bie  um  baS  Sreifadje  an  Umfang  xugenommen  hat. 
gine  wunbetfdjone  SSarietät! 

SaS  Streben  bet  £al)tta  abjuänbetn  ift  fo  fon* 
betbar,  baß,  wenn  ber  Saame  bet  «ergebenen 
©orten  getrennt  unb  cinjeln  gefäet  wirb,  bie  blaffe« 
garben  opvjugS weife  unb  tm  größten  Ueberfiuffe  tiefe 
garten  geben,  3wergpflanjett  hob?  S  ätgel  unb  fo 
umgefehrt  het«otbri»gen ,  ebenfo  «erhält  eS  fid)  mit 
ben  «glattem,  worin  bie  pinnata  unb  sambuci- 
folia  in  bet  gorm  mit  einanbet  wedf  ln;  bie  garbe 
bet  «glätter  gebt  oft  aus  bem  ©  Iben  in’S  2iefg  üne 
über,  bie  «ßkrjeln  lang  unb  (d;mächtig,  weiben  furj 


Blum 

unb  bicf  —  cbm  alg  ob  butdbauS  bag  ©egentheil 
»on  bcm  wag  fruljec  war  ©tatt  ftnben  müfjte. 
3ßaf>cfcf?cinltcf>  ober  ift  biefe  Unbefiänbigfeit  nur 
jungen  *PfIanjen  eigen  unb  »erliert  fid;  in  unfern 
©egenben,  wenn  biefe  alter  werben,  too  fie  bann  meh» 
bei  berfelben  gorm  bleiben, 

©in  Siebbober  ju  Stöffel,  bem  feine  (Sulfur* 
metbobe  fremb  iji,  hatte  füh,  feitoem  bie  Sflethobe 
bet  ©rjiehung  her  Da£)lia  aug  ©aamen,  befannt 
worben  war,  mit  ähnlichen  Serfuchen  befdjäftigf, 
cbenfo  ein  anberer  erfahrener  Sotanifer  bafelbfh 
Seite  wollten  garbenabänöerungen,  unb  wo  moglid; 
gefüllte  Slumen  stehen,  aber  blop  in  ber  erfiern 
«^infidjt  waren  ihre  Semül;ungen  »on  einigem  ©r* 
folg.  SSahrfdjeinfidh  rührte  cg  bähet,  tag  fie  bie 
©aamen  immer  mietet  »on  ber  etfien  5D?uf terpfTan^e, 
anfiatt  »on  ber  neuen  ©eneration  genommen  hotten. 
25a«  ifi  eben  bag  ©igeite  ber  Abänbetungen,  bafj  fie 
fich  in  wenig  fProbuftionen  anfünbigen ,  aber  biefe 
mit  ben  mcrftuürbigfien  ©onberbarfeitm,  befonberg 
in  $inficbt  ber  formen  beg'eiten.  Nad;  unb  nach 
»erminberf  ftdj  ba»  einzelne  ©onberbare  unb  in  bem= 
felben  Serhältnijj  »ermehrt  fich  nun  bag  Allgemeine 
ber  Abänberung  ,  big  fie  auf  ben  $unft  gelangt, 
woburch  baä  immer  neu  £in$ugefommene  jule^t  aU 
leg  abgednbert  unb  »ergeben  erfcheint.  ©o  haben 
ftch  ung  bie  3?ofen  unb  bie  Dbjiforten  bargefiellf, 
fo  fleht  ©  o  n  f  e  l  a  a  r  jefct  bie  Dahlien  fich  ent* 
wicfeln, 

Sflit  biefer  geht  eg  wie  mit  ben  Kartoffeln, 
ben  Nofen,  ben  Sbjiforten  unb  allem,  wag  abdn* 
bert;  nie  erzeugt  fich  bag  dämliche  wiebet,  unb  wag 
einmal  an  Sarietätcn  »ecloren  gieng,  iji  unwieber* 


i  fi  c  r  c  i.  213 

bringlich  bafjtm  Unter  ben  unzähligen  Abänberun* 
gen  ber  Kartoffeln,  womit  wir  burdh  bie  Augfaat 
ber  ©aamen  bereichert  worben  ft'nb ,  unter  ben  Sau* 
fenben  »on  Dbjiforten  unb  Dfofen  bie  unrere  ©ultut 
her»orbtingt  unb  bie  anberwartg  baburch  besorge* 
bracht  würben;  fo  weit  wir  fie  haben  »erfolgen 
fonnen,  haben  wir  nie  bemerft,  tajj  2  gan;  gleite 
Grjeitgniffe  erfchienen  waren ;  wenn  eg  auch  einige 
Näherungen  unter  ben  Knollen,  ben  Slumen  ober 
ben  fruchten  gab,  fo  seigten  hoch  bie  Slätter  ober 
anbere  Sheile  grefjete  ober  geringere  Abweichungen. 
©0  hot  man  bet  ber  Dafjlia  bemerft,  bap  bie  Sa* 
tietdten  um  fo  mehr  im  Sau,  in  gönn  unb  garbe 
ber  Slätter,  ber  SBurjeln  —  abwetchen,  jemchr  fie 
fiel)  burch  gorm  unb  garbe  bet  Slurne  einanber 
nähern. 

Donfelaat  hot  bemerft,  bap  bei  groferer  3u* 
nähme  ber  Anjahl  bet  ©cncrationen,  um  fo  mehr 
auch  bie3ahl  betgwergpflanjen  fiieg,  in  biefem  Niaafje 
and;  ber  SRetchlhum  ber  Slumen  wudjg,  unb  ihre 
Sluthejeit  früher  cintrat.  ©r  ifi  je|t  im  Seftfc  ei* 
net  ziemlichen  Anzahl  ^Tanzen,  welche  ffd>  alle  nicht 
über  i-I  gup^ohe  erheben  unb  hot  felbff  in  biefem, 
ben  frühzeitig  bluhenben  ©emädjlen  gcwijj  nicht  gün* 
pigen,  5af)re,  feine  Dahlien  »om  Anfang  Siuliug  an, 
fcfj ort  in  Slutlje  gefeh-en,  fiatt,  bap  fonfi  unb  noch 
iefct  bie  evften  SKutterpfüwjen  gewöhnlich  im  £>cto= 
ber  blühen. 

©g  hot  ftd;  alfo  bei  biefer  ^flanje  eine  fefie 
Siegel  bewährt,  bie  wir  fchon  bei  ben  fortgefehtejt 
©enerationen  ber  9iofen  unb  ber  £>bjiforten  aufge* 
funben  unb  ebenfo,  nach  unfern  ©rfabrungen,  bei 
bet  gottpflansung  ber  Nelfen  unb  Pulpen  burch 


©««mm  «tarnt  »otoi.  ®U  »««<*>  man 
anietam»,  !cr  »oa  «tt«  8»«tt«tP?*W  9«’ 
„omn-.can.atle,  ecS.SK,  (!«»<»'»«'»  b,i  **'<«““*' 
bie  man  non  gaacntn  bet  iinefcn  Senetalicm  ec 
|i{^.  Wet^e  weit  wehe  »ijat&en  geben,  al$  jene, 
bie'  mit  regelmäßige  23lumen  liefern,  ©ie  nämlich* 
^Beobachtung  gilt  non  ben  Stofen  unb  ©bftforten. 
254  bi«  ©atslien  fo  halb  auf  einen  folgen  Grab  bec 
SSoüfommenheit  gelangt  {mb»  fommt  wohl  bal)er, 
tafj  fowof)l  baä-  Sä^r  etfrer  HuSfaat  bet  S5lutl)e  unb 
bet  tfuSbilbung  beS  ©aatnen«  gunftig  war,  als  auch 
ta^  bie  Generationen  ffd>  in  ben  folgenben  Sagten 
fd)RcU  oermebtten.  ©ie  Stofen  neuet  Srjeugung  finb 
febon  um  $  (dix  septieme)  ihrer  fBlüt^ejeit  norge» 
rudt,  benn  e$  giebt  niete.  M«  fca*  “W*  Saf)C 
nad)  bet  ttuSfaat  blühen  unb  bei  nieten  Sbflforten 
l)lU  man  bemerft,  baß  He  f^on  im  brüten  Satire 
tragen. 

Sie  crfle  tfuSfaat  ber  ©a&Iia  gab  feine  W*“' 
jen.  bie  nor  bem  ^weiten  Sabre  blühten;  mehrere 
jeigten  fich  etjl  im  brüten  ober  nierten  Sabre,  unb 
niete  blül;ten  gar  nicht,  tlud)  je|t  erhalt  man  noch 
tneld)«,  bie  erft  im  brüten  ober  nierten  Sabre  blu» 
ben,  biefe  tnerben  jebod)  gleich  im  erften  Sabre  ent, 
fernt,  um  nicht  ben  hinter  über,  mit  ber  erbat* 
tung  einer  ^flanje,  bie  fo  wenig  Hoffnung  giebt, 
[ich  &u  bemühen. 

Sa  ich  inbeffen  beobachtet  batte,  baß  unter  ben 
IKofcn  fotnobl,  at®  unter  ben  ©bfifotlen,  biejenigen, 
bie  fich  am  fp&tcficn  jeigen,  bei  einer  gleichförmigen 
neuen  Generation,  faft  ohne  3fu?nabme  barin  am 
frudjtbatften  finb,  fo  bat  Sonfelaar  fich  entfchlof« 
fen,  alle  jut  Slatb«  fommen  ju  taffen,  wenn  fich 
nid;t  etwa  welche  bacuntcr  finben  füllten,  bie  wie 
manche  Kartoffeln ,  burchauS  nie  blühen. 


J  e  *  *  t. 

© onfelaar,  bet  mit  ber  ®ef<tm«nth*it  ber  Sieh* 
habet  el  als  Gewinn  anjreht,  wenn  eine  Wan  je, 
bie  bureb  ihre  $obe  bem  Jfuge  b?$  SBefäauer«  ihre 
SSlume  entsteht,  einen  niebeigen  23ud)$  erhalt,  — 
bat  eS  oorgejogen,  nur  oon  Swergpflanjen  ©aamen 
ju  nehmen,  ©ie  welche  ec  gesogen  bat,  haben  auch 
wirf lid)  in  2lnfebung  bc3  Umfangß  bcc  23latfer  unb 
be8  Stangelö  verloren,  boeb  —  ein  glircf liefet  Um* 
jjanj)!  —  nur  unmerflich  in  Ufnfebung  bet  Große 
bet  58 turne. 

Sie  tfbdnberung,  bie,  im  üatatog,  aW  —  gtan* 
jenb  putputbraun  aufgefübrt  ijf,  halt  nur  2  guß 
^obe  unb  mad)t  butch  ben  9?eid)tbum  unb  ben  Glans 
ihrer  Sälumen  einen  außcrorbentlid)en  Gffeft.  3bte 
Sldtet  haben  eben  fo  an  «Breite  oerloten,  wie  bet 
Stängel  an  £obe,  unb  gleichen  mehr  bet  ©pecie§ 
Pinnata  al8  ber  Samhucifolia.  ©ie  «Pflanze  ift 
überhaupt  burd)  bie  tfbunberung  jwetgartig  gewot* 
ben,  ftatt  6  —  7»  betragt  ihre  £obe  nur  3  ober 
4  guß,  unb  jum  Grfab  tiefe®  »Klüfte«  ift  ber  Um* 
fang  bec  23lume  um  baö  ©oppelte  vergrößert. 

ffijitt  man  ©ablien  au«  ©aamen  sieben,  fo 
fdet  man  biefen  entwebet  in  baö  SJliftbeet,  unb  jwat 
im  Stars;  ober  in’s  greie,  unb  bann  im  23t ai.  ©ie 
äpflanje  treibt  halb,  unb  nach  »erlauf  von  4  23to* 
na;cn  ift  pe  hinlänglich  entwitfclt,  um  s«  blühen. 
53tan  vetfefct  im  2Jtai,  ober  eher,  wenn  eö  bie  2Bit* 
terung  ertaubt,  bie  unter  ben  genjtern  gesogenen  — 
unb  laßt  bie  in’®  gteie  gefdeten  flehen;  biefe  blühen 
nicht  rot  Gnbe  Septembers;  bie  anberen  fdjon  im 
2fuguft.  «Rieht  ade  seiflen  fich  Sl«ich  im  erften  Sabre, 
befonberS  ton  benen,  welche  auf  ihrem  9>ta&e  ftehen 
geblieben  finb.  Äein  Äorn  sogert  im  keimen,  u-.b 
nur  wenige  bleiben  ganj  juruef.  ©ie  ©ah Ha,  ba 
fie  für  unfet  ^lima  eine  ^crbfipflans«  ift» 


93  I  «  m  i  ft  c  v  c  i. 


SSldtter  nicht  vertieren ,  fie  negetirt  bis  in  ben  5Bin* 
ter  unb  bie  grSfte  tobten  fte.  S«  £opfe  gepfTanjf, 
um  nach  unb  nad)  in  baS  ©faS^auö  gebraut  wer» 
ben  ju  fonnen,  unb  im  temperirten  ©eroächSbaufe, 
erhält  man  bod?  bie  Segetaticn  nie  fanget,  als  bis 
in  bie  erjlen  Sage  beS  SebruarS. 

Sei  ben  erften  Säften,  unb  ehe  bet  Sobett  febt 
banon  getroffen  wirb,  nimmt  man  ben  ©tdngel  ab» 
wobei  man  jeboeb  ©orge  tragen  muf,  if>n  nicht  non 
ben  Söitrjeln  abjttreifen;  ju  bem  ©nbe  fdjneibet  man 
if>n  baumenbreit  über  ber  ©rbe  ab,  bann  fc^afft  man 
biefe  weg,  wobei  man  in  2fcf;t  ju  nehmen  bat»  bnf 
bie  jarten  SerbinbungStnurzcln  nid)t  abreifen  unb 
um  biefem  zunorzuFommen,  f)e5t  man  bie  SSurjeltt 
mit  einem  breiten  ©rabfebeit  non  allen  ©eiten  unb 
inbem  man  öfterer  nerfuebt,  ob  bet  Soben  folgt, 
bebt  man  ben  Sailen  nidjt  eher  b«auS,  als  bis  alles 
tingSberum  loS  ifT.  £>ie  3fnjabl  ber  SSBurjelfnollen 
in  mehreren  Sarietäten  iff  fcfjr  grof.  5Benn  bie 
Pflanze  fo  {^ausgenommen  ijt,  fo  bringt  man  fte 
«tt  einen  froflfreten  £)rt,  wo  fte  auSfebwifcen  bann, 
unb  bann  in  einen  troefnen  .Seiler,  wo  man  fte  mit 
©anb  ober  mit  gebraud)ter  ©crbcrlofje  bebeeft.  £5aS 
©anze  wirb  bann  in  frifdjen  Sbon  gebullt  unb  nur 
ber  obere  Sbeit  bleibt  frei.  3m  grübjabre,  wenn 
feine  $rofle  mehr  ju  furdjten  ftnb,  bei  unS  etwa  ju 
©nbe  tfprilS,  fe|t  man  bie  ^flatije  wieber  in’S  greie, 


ÄI5 

enfweber  ganz»  wenn  man  gvofe  Süfdje  haben  will, 
ober  inbem  man  fte  in  einzelne  bewurzelte  ©proffen 
(eclats)  tbeilt,  benn  ein  einjiner  Söurzelfnolien, 
ohne  einen  Sbetl  beS  ©tängels,  ber  oberhalb  beS  un» 
terflen  ÄnotenS  abgefdjnitten  fepn  muf,  treibt  nicht 
unb  gebt  oerloren;  bef wegen  ift  eS  aud>  wichtig,  bie 
©fanget  nicht  bidjjt  über  ber  SSurjel  abzufebneiben. 
©ine  wol; Ibewurzelte  9>fTan^e  laft  ftd?  in  60  ober  mehr 
ilbleger  tbeilen. 

2??an  vermehrt  bie  Sablia  enbltd)  auch  noch  turd» 
©tecFlinge,  unb  nach  biefer  37?ctbobe  liefert  fte  noch 
im  nämlichen  3al)tw  Slumen,  befonberS  wenn  man 
bie  ©tetflinge  zeitig  abivmmt,  unb  im  SKifibeet  treibt. 
9flan  nimmt  ju  biefem  ©ntjWecf  bie  ©chnittiinge  nom 
©toef,  wenn  tiefer  tie^obe  non  r  ober  ij  guf  er* 
reicht  bat,  man  fchneibet  ben  ©tdttgel  oberhalb  beS 
tiefflen  ünofenS  ab,  unb  tbeilt  ihn  bann  in  fo  niel 
Sbeile,  alS  er  giebt,  beren  jeber  2  Änoten  erhält, 
wonon  ber  eine  bie  SBurzel  bet  anbete  ben  ©tängcl 
treibt.  Sßenn  biefe  ©tetflinge  nid;t  gleich  an  einen 
beffimmten  *p(afj  gepflanzt  werben,  fo  muf  man  fte 
nerfe&en,  fobalb  fe  angefdjlagen  ftnb. 

23ir  werben  in  ber  golge  mehr  über  bie  Ser» 
fudje  in  ©ulfur  biefer  Pflanze  liefern,  unb  fobalb 
unS  etwas  5Bid)tigeS  unb  fJfeucS  banon  norfommt,  es 
ben  ©artenliebbabern,  benen  es  non  Sntereffe  fern 
fann,  mittfjeilen. 


216 


g:veib=  unb  ©ewdcJ)§t)öuS  s@drtnerei. 


ttub  s  0 tcü 


i; 

eine  nocf)  tmbelannfe  Xvf,  wohnte«* 
«Melonen  gu  cvjie^en. 


Uctec  Melonen  jud)t  n?urt>e ,  feitbem  matt 
biefe  fel)t  angenehme,  faft«id>e  unb  ffifttenbe  gcut&t 
in  Seutfd)lanb  fennt  unb  cultitiirt,  unb  befonber« 
int  füblidjen  Sb««!«  f«b*  *>ocl>  ffM1'  b?m  $>uMlEum 
fo  viel  geteert,  unterweifenb  unb  aufmunternb  mit* 
geteilt,  bajj  man  in  unfern  Seit  billig  follt?  an* 
nehmen  burfett :  bienten  batüber  fn;en  gefd)loffen. 
2^icfc6  ifl  nun  freilief)  tvof)l  in  bem  unermeßlichen 
gelte  bd  SfBiffcn«,  nod)  nie  ber  gall  geroefen,  unb 
tvitb  e«  Ciud)  nie  »erben,  benn  einen  gewiffen  $unft 
ter  SSßllfommcnbeit  erreicht  ,  unb  größere  Erfenntnijj 
erlangt,  öffnet  fid)  nid)t  nur  ben  SSlicfen,  fonbern 
aud)  neuen  gorfdjungen,  eine  ftifdje  S5af)n,  bie  int* 
roerwäbrenb  au«gcbebnter  erf^eint,  je  mehr  Äraft 
unb  Energie  man  bat,  fid)  bem  bclohnenben  SBeitcr* 
öcf,en  immer  mieber  auf’«  neue  ju  unteren,  ©ec 
gorfd;er,  rocldjcr  unermubet  fortfdjreitet,  unb  nad) 
giüdlidjcr  Uebetroinbung  einer  ©djrcierigfeit  ober  ei* 
ne«  3»eifel«,  aufgemuntert  nod)  ^ofjer  ju  fontmen, 
unb  tiefer  in  bie  unüberfel)baten  gunbgruben  ber 
Statur  einsubringen  trad)let,  wirb  oon  3lugenblicf  ju 


tfugenfclicf  mehr  gewahr,  wie  fef>r  er  botf>ergef)enb 
irrte,  wenn  et  glaubte,  ben  m6glid)fien  b^en  ®tab 
ber  Erfenntnifj  unb  Erfahrung  gemacht  5u  haben, 
unb  un»ibcrffef)lid)  rnitb  fid)  ihm  ber©ebanfe  aufbnn*  • 
gen,  baß  bie  Erweiterungen  in  feinem  fBSiffcn  wof)t 
fo  fortgeben  mochten,  bi«  in  alle  ©wiafeit.  2Bte  et* 
fcculicf)  biefe«  fftc  benjenigen  ifl,  welcher  feine  Äennt* 
ntffe  burd)  fortgebenbe  «Beobachtungen  5u  erweitern 
ful)t,  ifl  nur  tiefem  uergonnt  cinjufeben,  unb  nur 
für  ibn  einer  ber  unfdjulbigjten ,  vcinflen  unb 
fien  ©enfijfe,  w&brenbbem  ber  an  «ßorurtbetlen  fle* 
benbe,  an  abgebrochen  Ovegeln  bangenbe  unb  me* 
djanif d)  Tfrbeitenbe ,  in  bumpfen  ^inffreben  feine 
SSaf^n  ungerührt  fortgebt  unb  ba«  Siel  f*incr  ®uns 
febe,  in  ber  tfuflofung  feiner  förperlidjen  9«affe  uer« 

mutbet. 

in  ber  Euttur  bet  Melonen  immer  noch 
nicht  Um  erreicht  ifl,  wa«  ju  »ünfeben  fleht,  wirb 
man  bei  nietet  Unterfud)ung  Uid>t  unb  auffaltenb 
ucrficbert,  fo,  baß  ich  biefen  auf  uicljabrige  eigene 
S5eobad;tungen  unb  oielfeitige  Erfahrungen  gegrün* 
beten  Jfuffab,  -  ben  «Begleichungen  mit  ben  oft 
S»ecf  müßigen,  mitunter  auch  bem  3wecfe  ganj  ent* 
gegenlaufenben  «Behausungen  emberer  Eultioateuv« 
entgehen,  -  wohl  nod)  an  bi?  anbern 


Steift  =  unb  ©ett)dcI;SI;öu§  =  ®artnereL 


fc&on  in  feiern  Srahrgdngen  biefeö  Sflagagir.S  aufs 
gtfMten  anmfjen,  unb  hier  folgen  laffen  barf. 

Unfete  p-raftifchett  ©drtnec  tjaben  eS  great  in 
erjielung  biefer  föjHichen  grucht  gum  graten  Sf)eit 
fefjc  weit  gebraut,  unb  biefeö  ©ft  ohne  es  ju  tniffen 
unb  buret>  3ufatt,  weil  man  in  bec  gereof>nlichen  Art 
fie  gu  jiefjen,  giemlich  einen-  unb  benfelben  5Beg  ein* 
fcf)tdgt.  £5aS  getüofjnlicfje  Siel  für  fie  ifi :  bie  et= 
forbertictjen  grüßte  für  bie  $ercfchaft  gu  fcfjaffen  unb 
burcf)  anfefmticfje  ©töfje  betfelbe»,  eines  Stjciis  Be» 
wunberung  ,  unb  anbecnlf)eilS  äufriebenheit  gu  et-- 

en.  Bei  ben  $anbeISgdtfnern  ifi  gro§e  Angahl 
unb  auffallenbe  Störfe  baS  3»l;  worauf  fie  fpefu» 
lieren,  weit  hiervon  ihre  beffere  Epifieng  unb  gtöfjete 
Einnahme  abhangt.  Befonbere  2iebf)aber,  welche  fic^ 
fiu§  Bergnügen  bet  Angucht  unterwerfen,  vereinigen 
hiermit  aber  noch  einen  f>of )en  ©rab  von  SOBohlge» 
fdjmacE,  bec  aber  für  fre  oft  unerreicht  bleibt,  weit 
fie  weniger  Erfahrungen  machen  fonnten,  unb  grö&, 
tentheits  nach  eigenen  Sbeen  verfahren,  mitunter  auch 
fchrifttiche  Unterweifungen  gu  £ütfe  nehmen  müffen, 
unter  wetten  fie  aus  bem  angegebenen  ©runbe  nicht 
fetten  fatfch  wehten,  unb  vorg.üglich  bas  nothwen* 
bigfie  oft  nur  gang  furg  berührte,  wovon  mitunter 
fehr  viel  abhangt,  nicht  in  Betrachtung  ober  in  ge, 
hörigen  Anftfjlag  bringen,  auch  wol)l  gar  unrichtig 
»erflehen,  noch  »klfattiger  falfch  anreenben, 

Serjenfge,  welcher  A M  gu  erjlreben  fucht, 
was  nur  burch  forgfattige  pflege,  ober  burch  ein 
«nb  baS  anbete  Mittel  erreidjt  werben  fann,  h<tt 
aber  einen  auSgegeidjneten  unb  ein  ferntiegcn, 

bereS  3ieC.  ©eine  (Sorge  fangt  mit  bem  S^ijibeet* 
graben  an,  unb  hört  bet- bemfetben  er  fl  wtcbrt  auf, 
gortf.  bes  A,  £.  ©avt.SKagag,  V,  SSb,  <5, 6t,  1811. 


bem  bie  Sie fe  unb  Breite  bec  SDiifigtube,  ber  !0?ifl, 
bie  2fct  ihn  eingufegen,  bie  beffere  Einrichtung  ber 
Mafien  mit  ihren  genjiecn,  baS  befonbere  Berfahren 
bei  Aufhellung  unb  Uebertegung  ber  beiben  testen,  bi« 
Ausfüllung  mit  Erbe,  bie  Auswahl  biefer  fetbfl,  ihre 
Angucht,  AnpfTangung ,  Behanblung  im  Begiefen, 
Auflocfern,  Scheiben,  Süftert ,  £)ecfen,  Unterlegen 
unb  Abnehmen  ber  grüßte,  bie  A6rdumung  ber 
Beete,  Ausleerung  bec  ©tube,  unb  Berbcffetung  ber 
Erbe  gut  neuen  Anlage:  alle  biefe  Unternehmungen, 
Unterhaltungen ,  unb  welche  Benennung  man  ben 
verriebenen  Berrichtungen  geben  mag,  wollen  ge» 
hörig  berüchtigt  fepn,  wenn  man  beS  Erfolgs 
getvi^  fepn  will,  unb  ben  wahren  3wccf  gu  er, 
reichen  hefff* 

Bon  einer  gang  voßfommcn  guten  SJlelcne  (feie 
hier  nur  in  Anfprucf)  fommen  fann)  wirb  erfoc* 
bert,  bah  fie»  aufjer  einem  frönen  Anfehn,  fo* 
wohl  in  gorm  als  garbe,  bas  Auge  genügenb  be* 
fciebigt,  5öeiter  ihre  gehörige  S?eife  |at,  bie  fchrecr 
gu  ecfennen  ifi,  ba  bec  Seitpunft  ihrer  Abnahme 
webet  übereilt  nodh  verfpdtet  werben  batf,  weit  bie 
befonbere  Barietät  von  bec  anbern  oft  metflich  ab* 
weiiht,  unb  fetten  ber  rechte  fPunft  getroffen  wirb. 
Ein  angenehmer  feiner,  angiehenber,  aromatifchec 
©etuch,  bec  bei  gu  früher  Abnahme,  ober  bei  ver* 
fpdteter-,  verliert.  Eine  auffallenbe  gefiigfeit,  £ät te 
unb  Schwere  im  Anfühlen  unb  Aufheben.  9?oeh 
weit  nöthiger  ifl  aber  bei  einer  —  eigentlich  nichts 
fagen  reeßenben  ©refe,  angenehmen  Umfangs,  — 
ein  gang  vorgügtich  guter  ©efchmaef,  bei  welchem 
«Sühigfeit  unb  eine  Sülle  von  Saft  verheerten  mu^ 
SiefeS  gu  erreichen,  bah'»  3fht  «Ae«  Streben,  «nb 
mup  nothtvenbig  bacauf  gerichtet  fepn,  Ein  reafti* 


SSveib-  uub  ©btt>dcf)äf)au§  -  ©avfnetei. 


2t8 

Sec  fab  et  ©efcbmacf,  mit  wenigem  an^iehenben  ©e* 
tudje,  weiset  dm  hdufigften  «jielt  wirb:  ift  fetbft 
nlsbann  nichts  lobenswerte« ,  wenn  gleid)  fcf>r  be= 
merfbate  ©rö^e  n.  f-  w.  bamit  vergefeUfcbaftet  finb. 
Sd)  will  nun  8eigen,  wie  man  fiel)  benehmen  unb 
verbauen  mufi ,  um  ba$  Sbeal,  eine  woblfcbmecfenbe 
grudjt  ju  befommen;  auerfl  aber  über  bie  oerfc^ie» 
benen  Arten  unb  Abarten  ber  befannten  Melonen 
ein  «Wabere«  fagen. 

Obgleich  eine  unuberfel)bare  Anjabl  vsn  Ab* 
unb  Spielarten  cpifiirt,  bie  in  jebem  3teid>e,  in  jeber 
<pr0vinj,  in  jeber  Stabt,  ja  felbjt  in  bem  fleinften 
©drtdjen,  wofelbft  mehrere  vetfebiebene  Arten  auf 
befdjranftem  9faume  gezogen  werben,  burd)  wed)fet* 
feitige  «Befruchtung  aUjabtüch  neeb  Buwad)«  erbat* 
ten,  fo  ifl  baruntet  boeb  immer  nur  ein  geringerer 
Sbeit,  non  entfpredjenbec  «8or$ügticbfeit.  £iefe  nahm* 
baft  }U  machen,  ift  eine  Arbeit  ebne  alle«  SSerbienjt, 
benn  wie  fie  fennbar  befebreiben?  3d)  wag  unb 
fann  mich  biefec  Arbeit  nicht  untergeben,  weit  man, 
ebne  ungerecht  fepn  ju  wollen,  mit  jebem  Augen* 
fctiefe  wiebertauft,  unb  baburd)  gar  feinen  Stufeen 
besweeft.  Seitbcm  bie  vetfebiebenen  #eere,  mit 
Siebbabern  non  Melonen  an  ber  @pi&e,  aueb  Sem 
ner  unter  ficb  jdblenb,  bie  wdrmere  ^roninjen  granf. 
teid)t!,  felbft  3taüen  unb  Spanien,  burebjogen  ober 
boeb  wobt  betraten,  W  ficb  manche«  Sortiment  um 
ferö  «BaterlanbeS,  bureb  non  bort  bejogene  Sdmereten 
biefet  gruebt,  erweitert  unb  bereichert.  ©3  ttf  obe* 
auch  nicht  ju  tdugnen ,  ba&  auch  gewöhnliche  gan* 
fd>tedjte  mit  unterliefen,  wetdje«  tfjettö  im  SSetruge 
an  Ort  unb  Steile,  anbern  3&eü«  in  befonbeter  um 
jeitiger  «öotliebe  für  alle«  grembartige  feinen  ©runb 
bat.  SBet  nicht  ju  noreilig  war,  unb  al«  Senner, 


Saamen  non  felbftgenoffenen  grüd)ten ,  bie  man  bort 
um  bie  geringen  greife,  wie  bintdngtidj  befannt  ift, 
mit  leichter  SRfih«  «tfjalten  fann  ,  auffammelte  unb 
fo  auf  eigenen  SSoben  uerpflanjte :  bet  mag  wobt 
feine  SDtelonerie  am  beften  nerebett  bfl*m\  200  at>ec 
biefe  fteefen  mögen,  fann  fo  leicht  nicht  auSgemittelt 
werben,  unb  wirb  «ft  in  ber  nödjften  Bufunft  für  ba« 
Allgemeine  non  9?ubcn  fepn. 

Alte  Anfdufe  non  folgen  Sämereien  taugen 
turtyauS  nicht«,  benn  auch  bei  ben  betonen  be* 
wahrt  ficb  ba«  befannte  ©efefc,  wonach  jt<h  bie  fcbleth* 
tern  ©eivöcbfe,  bie  unwertbern  ^flnnjcn,  am  leichte* 
ften  unb  vielfältigen  nermebren,  ynb  folglich  für 
ten  Saamenbanbel  ben  grölen  ©ewinn  erwarten 
taffen.  2Bet  fann  ben  fernen  anfeben,  wie  alt  fte 
finb,  unb  wer  will  bei’m  Anfcbauen  berfelben  not* 
berfagen,  welche  gruebt  fie  bringen?  ©in  vortreffliche« 
Mittel,  ben  möglichen  Setrug  ju  untetflühen;  benn 
von  bem  Sern  bi«  jur  gruebt,  ift  oft  nod)  ein  be* 
beutenber  Bwifcbenraum ,  bet  alte  mögliche  AuSteben 
juidft,  unb  «Raum  genug  barbietet,  für  noch  anbere 
gleichet  SBichtigfeit,  bie  in  ber  Witterung  ober  S3e* 
banblungöart  ju  fudjen  finb. 

Am  beften  ©ut  man,  wenn  c«  möglich  ift,  bie 
notbwenbigen  Saamen  au«  grofjen  SRetonerien  am 
febnlicber  faiferlicber,  föniglicber  ober  für jtlicher  ®drl* 
nereien  5u  bejieben,  in  welchen  eö  burebau«  fein 
fBetluft  ift,  idtjrlid)  einem  ober  bem  anbern  auSju* 
helfen  hiermit  foll  aber  nicht  bie  «Behauptung  auf» 
gefteüt  werben,  bafi  gerabe  nur  hi»  bie  vorjüglichern 
ju  finben  wdren,  uein,  nur  einet  beffern  Auöivabl 
tarf  man  gewdrtig  fepn.  SSiele  £ui>enbc  fcblechter 
Porten  laufen  in  grofen  Sammlungen  mitunter. 


»KW*  tinb  ®en>dchS&au$  =  (Sdtfnerei. 


bi«  oon  ben  ©drtnern  au«  manchen,  eigentlich  um 
bebeutenben,  Urfacben  Heber  geaogen  werben,  a!6  an» 
bm  oon  befferer  Qualität.  Sie  (Sine  hangt  ftd&  ooller, 
bie  Rubere  bringt  größere  grüßte,  bie  Srifte  tragt 
gern  jateimat  #  ttnb  welche  bie  Urfachen  atfe  f(pR 
mögen,  welche  benfdben  ben  «Botrang  oor  wirflich 
oorjüglic&ern  giebt,  ohne  bie  Qualität  in  «Betrag» 
tung  au  sieben.  «Sflan  meint,  Sucfer  mache  alte« 
gut,  unb  fahrt  fo  feit  unbenflichen  feiten  fort,  bie 
fieineren  aber  weit  oortrefflicheren,  anbetn  nur  burch 
«uffaflenbe  ©tope  ftd>  au«aeicfmenben  üorauatehen, 
»eil  ein  gndbtgec  SSlicf  alle«  baSjcnrge  »ergeben 
mad)t,  wa«  ofjrtebfe^  ja  bod?  bec  £err  nur  enlbch» 
ren  muffe, 

5CBir  haben,  wie  fcfjon  gefagt  würbe,  eine  un= 
idblicbe  Sflenge  2fb  =  unb  Spielarten,  unter  ben  oft 
»iberjtnnigffen  tarnen.  3$  fenne  eine  grofe 
Sammlung,  bie  in  frühem  fahren  oon  einem  $ol» 
Idnbifchen  ©dritter  —  ber  im  Sienpe  eine«  Seutfätn 
gürffen  blo^  aur  «Iflelonenaucht  angeffelft  war  —  fam- 
meinb  angejchaft  würben.  g«  ffnben  ftch  in  biefem 
Sortiment,  oon  mehreren  £unbcrt  sflumern,  man-- 
che  Ioben«werthe  ©orten,  aber  jurn  Sljeil  unter  fort, 
berbaren  «Benennungen.  Sener  ©drtner  nahm  e« 
«I«  reiner  kräftiger  nicht  fo  genau,  mit  bm  «8e» 
nennungen;  fonbern  fah  mehr  auf  innere  ©üte  ber 
gruchte,  welche  freifich,  wie  wir  alfe  wiffen,  in  einem 
rauhen  Sanbe  unb  wa«  begleichen  mehr  ijf,  gar 
leicht,  wenigen*  hoch  nm  «Bof)tgefchm«cfe  oerlteren. 
Sefhalb  ft r. bet  man  feine  angenommene  tarnen, 
nicht  fpjfematifch  genau,  fonbern  ungefähr:  S^eione 
»on  Heer  van  Hogendorp;  2».  Oon  Commis  Fa- 
gel;  M.  van  de  Haarlemer  Duc;  M.  van  de 
Meer  van  Hoy;  M.  van  de  H.  Alt;  M.  van  de 


H.  Kleipfort;  Mr  uit  Adrianopel;  M.  uit  Por¬ 
tugal  etc. 

2Bic  mögen  ein  «Buch  in  bie  #anb  nehmen, 
welche«  e«  auch  iff;  fo  werben  wir,  fobalb  bie  3?ebe 
oon  Sflelonen  i(l,  bie  grofjte  Unbef?immtf)eit  ft'nben. 
Sie  neuern  ©chriftffelfer  ftnb  barin  nicht  oiet  beffer 
at«  bie  altern,  unb  deinem  ifi  barum  au  thun, 
Äiarheit  in  bie  Sache  ju  bringen.  «flicht«  mochte 
aber  auch  im  9)flanjenreiche  fchwieriger  au«aufüf)ren 
fepn,  al«  eine  Sflonographie  ber  «JJMonen,  unb  nicht« 
unbanfbarer  al«  bie  Unternehmung  einer  folcfjen  2fr» 
beit.  2fn  biefer  Srbnung,  fte  beffefje  ober  nicht, 
fann  Dem  gceunbe  ber  «JfleIonefn  wenig  ober  gar  nicht 
gelegen  ferm,  fobalb  er  fofche  ©orten  culttoirt,  bie 
ihn  in  ^inftdjt  auf  guten  ©efdjmaef  oolltg  befrtebtV 
gen.  «Ber  aber  erfi  fucfjt  folgt  ja  ftnben,  für  ben 
ift’«  hochß  unangenehm,  wenn  er  feine  2fu«wege  ftef)f, 
bie  ihm  Sicherheit  gewahren.  «Bie  fott  er  ftch  jum 
23eifpiel  bie  fo  befannte  frühe  8?omana  befchreiben; 
woher  bie  achte  erhalten,  ba  man  ber  2fbarten  fo 
oiele  l;at?  3ßer  ift  ihm  S3ürgc,  baf  er  anffatt  bie» 
fee  eine  ganj  anbere  befommt,  welche  au«  Unwiffen» 
h«it  jenen  «flatmn  befam?  —  £ier  bleibt  nid;f« 
übrig  al«  immerwdhrenb  anaufgaffen,  bie  bejfen  ba» 
oon  erhalten,  unb  bie  geringem  au«gehen  $u  [affen. 
5Ber  in  einer  ©tabt  wohnt,  jufdaig  ober  für  be* 
flimmt,  —  ber  fann  burch  ben  2fnfauf  oon  grüßten, 
fchon  leichter  au  guten  ©orten  fommen,  weil  er  hier 
neben  ter  eigenen  SBerfpeifung,  welche  ihn  ben  oor» 
jüglichern  ©efgmacf  oerbürgt,  augleig  auch  bie 
Äerne  ft  eher  befommt.  Seichter  ifi’«  ben  ©drtnern 
oon  Sfletier,  wenn  fte  auf  Jfleifen  tn  ba«  fübligere 
granfreich,  wa«  freilidfj  aufjerfr  feiten  gefchieht,  ferm» 
mein  wa«  ju  befommen  ifl  unb  fte  nadh  unb  nach 


greift-  ttnb  ®cn>ad)^au§r ®5tfw«cf. 


22® 

ttUbft  au«merjMt.  Sa  aber  bief*  *0lt  9at 

feinem  eigentlichen  »elange  für  einen  folgen  pnb, 
fo  gedieht  bte  ©ammlung  »eit  leichter,  in  Den  fehon 
eben  bemerken  größer«  ©Moiieti»» ,  unb  tuvd, 
freunbfehaftlichen  Saufd,  otfet  2JUtti>eilung.  3» an 
fflim  aber  eine  fet>c  gute  2lrt  bekommen,  unb  tu 
wenigen  Sagten  ifl  fte  burch  unpecfmaßige  Gultur, 
Jjuvd)  Anpflanzung  unter  einen  nidjt  jufprechenben 
#immcl«ftri<h  u.  f.  w.,  gtojli#  «ertaufcn,  unb  fW 
•in  feiner  ßigenfchaft  ber  utfptüngltchen  mehr  d^nlicb- 
SBcr  tiefe«  lebte  Unglucf  t)flt ,  muß  eS  jum  ernten 
©tubium  machen,  bie  paffenbe  ©rba*t  unb  Serpfle, 
gung  oufjuftnben,  um  bafjelbe  Siel  ju  erregen,  wa* 
man  (ich  auf  wrt*eifcafl*t  gelegenen  giften  oot* 
ftebft,  unb  weldu«  nach  unb  nad)  ebenfowol)l  ju  er; 
fangen  ifl,  ©etulb  unb  5»ad)benfen  ttjut  hier  baß 
®efl«,  ba  erfiere  aber  ju  leicht  ermubet  mich,  unb 
2fu«bauet  oft  mit  ju  ben  frommen  SBunfchen  gehört, 
fo  wirb  nid;t  fette«  b«r  J»af>W  3»««  Mnjeitig 
»erfef)lt. 

Sn  ber  ftrengbotanifch eu  ©eit,  gehören 
bie  betonen  unter  zwei  »erfchiebene  ©cnera:  al«  «n 
3ucfer  *  Melonen,  unb  ffiaffer  Melonen. 
Sn  Linnee’s  Species  plantarum,  Edition  Will- 
denow  finben  wie  bie  erfte  Tom.  IV.  Pars  I- 
Classis  XXI.  Ordo.  VIII.  Genus  1741,  Species 
g,  ohne  alle  SSarietöten  unter  bem  tarnen  Cucu¬ 
mis  Melo,  O  SWelonengurfe ,  Habitat  in  Cal- 
mucchia,  aufgenommen.  Sie  Streite  jut  felbigen 
€taffe  gehörenb  Genus  1740,  Species  12 ,  unter 
Cucurbita  Gitrullus ,  ©  «ffiaffermelcnen Äurbi«, 

habitat  in  Apulia  ,  Calabria  et  Sicilia.  — 
£)iefe*  h«t  feine  ganz  unlaugbare  Slichtigfett.  — 
£>ie  Partner  nehmen  fie  jufammen,  uttb  unter* 


fcheiben  fie  nur  burch  bie  jufammwgefetfen  SSorter 
.gutfer*  unb  SB  «ff  et  *  «Melonen.  Sie  Stufet* 
melonen  werben  wiebec  ein geth eilt  in  Melonen 
unb  Gantaloupen.  Sie  weniger  juoerlafftgen 
Unterabtheilungen  beiber,  beftehen  in  gtü$  =  unb 
©patfmchten  ,  unb  biefe  werben  wieber  auf  jutjec* 
Ififfigere  2£rt  ber  nerfd)iebenen  garbe  bc«  gleifdjcß 
unterworfen ,  at« :  mit  t  0  t  h  e  m  ,  gelben, 
weifen  unb  grünen  gleite.  Sie  äußerlich«« 
.frennjeidjen  befielen  in  bet  gorrn,  alßc  lang, 
tunb,  platt,  gcbrucft  u.  f.w.,  in  ber  ©eftalt, 
alß :  genest,  b  e  ft  r  i  cf  t ,  glatt,  rauh»  9 Ce 
j a cf t ,  geftreift,  gefurcht,  grün,  gelbu.f.W. 
2lud)  werben  bie  ©aamen,  unb  biefeß  mcht  mit 
Unrecht,  jur  nahem  (Stfennung  jugezogen. 
garbe  unb  ©röße  allein  fönnen  aber  h‘«  nur  m 
2lnfprud)  geuommen  werten.  ©3  hei^t  taher:  mit 
weißen,  gelben,  großen,  fteinen,  platten 
unb  erhabenen  fernen.  —  Sie  SBafferme-- 
Ionen  beftehen  auß  weit  weniger  SSarietdten  unb 
unterfdjeiben  fid)  ftinfichtli«  ihm  grüßte,  bloß  burch 
rotheß,  grüne«  unb  weiße«  gleifch;  burch 
f  d)  t»  a  r  j e  unb  9‘lfee  ©aamenferne,  unb  in  $«u 
ficht  berSÖlatter,  burch  größere  ober  fleinete  2appm, 

S5ei  SSefchteifcungen  einzelner  Stibivibwm  eine« 
zahlreichen  Sortiment«,  fann  man  mit  S5erucffid)tt* 
gung  bet  foeben  genannten  charafteriftifdjen  2lu«= 
brüefe  unb  Gigenfchaft«  *  SSefiimmungen,  fo  auß* 
fühtlich  bezeichnen,  baß  mit  Suzieh«n9  mancher  ©m* 
jetnheiten  unb  befonberer  5fu«5ei<hnungen  in  ben 
ffllöttem,  unb  ©efdjmacf  ber  grüd)te,  welcher  bem 
©efichtßfmae  nach,  in  oberflächlicher  «Betrachtung 
einer  nahe  oerwanbten  ©orte  abgehen,  bie  oerfd>ie* 
benen  grüßte  fo  genau  bezeichnen,  baß  fie  f«h« 


22! 


5£i'ett>  i  unb  ©eii'dcfjS^auS  r 


4U  erftmim  ftnb.  Vrittgt  man  fit  zu  gleitet  Bett, 
in  £inftd)t  auf  innere  ©ftte,  unb  Vorjug  im  Anbauc 
«ocb  in  frefonbetc  Unterabtheilmtgen,  burch  welche 
inan  fid)  leicht  überzeugen  fann,  tx>etcf>c  man  norzu* 
Stehen  ober  nachzufefcen  hat,  fo  wirb  eS  nidrjt  fchwer, 
Verwechfelungen  mit  Icidjtec  V?üf)e  burch  bie  £ü(fe 
eines  ffefcenben  VerzeichnifieS  gänzlich  ju  entgehn, 

Sn  £inftd)t  auf  größere  Vorzügtichfcit  bee 
gcud)te,  ift’S  alletbingS  nicht  ganz  einerlei,  wetdje 
©orte  man  anbauet.  25od)  fonnen  wir  eben  fo  ftdje-t 
annehmen,  ba$  in  biefet  p^pftfc^cn  ©efd>macfsfad)e, 
bei  jebem  befonbern  Snbioibuum,  unb  nach  jebem 
beabsichtigten  3wecfe,  gleichwohl  bie  auffallenbffe  Ver* 
fd)iebenf)eit  fjcccfcf>t.  £)a  aber  wie  bei  allen  ©adfyen, 
fowobt  beS  djibetifcben  als  p^pfffdje«  ©efchmacfs, 
ein  ober  bee  anbere  Vorjug  notherrfchenb,  unb  im 
Allgemeinen  als  9?o:m  angenommen  iftj  fo  lafjt  ftd? 
leicht  begreifen,  wie  man  auch  h»ec  eine  allgemein 
gültige  Siegel  angenommen  i)at,  bie  in  ber  witflich 
gtofevn  Vorzüglichfeit  beS-@ef<hmacfS  begrunbet  ift, 
unb  felblf  bemjenigen  eben  fo  fef>c  zufpricht,  welcher 
gewohnt  ift,  ein  anberes  3iel  iu  erftreben,  baS  i&m 
erreicht,  anbere  Söunfdje  befriebgf,  als  jenen  ber 
nur  ein  3iel  haf, 

SSit  wollen  nun  fefjen,  welch  hoffet  3wecf  je* 
btm  fOfelonengartnec  am  ttadjjfen  liegt,  unb  welchen 
et  vorzüglich  butdj  Auswahl  feiner  ©orten,  wie 
butch  zwecfmdfjrge  entfpredwnbe  Gultut;  9??ctf>o&e  ju 
etreidhen,  ffetS  bejwecfen  mup.  2BaS  ich  nun  abet 
weiter  über  Auswahl  unb  begleichen  fage,  bezieht 
fich  immet  auf  bie  hier  nachfotgenbe,  non  mir  zwar 
nicht  etfunbene,  aber  hoch  wo  eS  nothwenbig  unb 
Woglich  war,  nerbefferte  dultur*!Wethobe.  22nnn 


ich  «ffo  mit  jemanb  anbets,  in  bee  Auswahl  nicht 
gleichen  Sinnes  ober  ©efchmacfs  bin,  fo  ifi  fbtS  ber 
©runb  in  ber  VehanbtungSart  z«  fudjen,  benn  buvch 
tiefe  wirb  fo  manches  in  ber  Pflanzenwelt  erflrebt, 
waS  auf  ©injelnheitcn  ober  einzelne  Sheile  betfelbett 
non  größter  5öid;tigfcit  unb  ©irfung  ifi,  bajj  matt 
ein  unb  baffelbe  unter  nerdnbertem  Anbau  feite« 
ganz  wieber  ftnbef,  ober  erfennt. 

Unter  ben  3ucfermelotten  jieht  man  bie  fo* 
genannten  Eantaloupen  ben  wahren  Plelonen 
nor.  Oi t  Unterfd)cibung  jener  non  biefen  ifi  oft 
faum  möglich,  unb  nur  bie  fleinetn  ober  grofettt 
Po(f.en  auf  bet  Oberfläche,  welche  mitunter  auch  auf 
bie  Stfelonen  übergehen,  bieten  baS  einzige  Mittel  bar, 
biefe  Abteilung  madjen  zu  fonnen.  Eigentlich  ge¬ 
nommen,  liegt  an  ber  Unterfcheibung  bem  gewöhn* 
liehen  praftifdjen  ©deiner  wenig  ober  gar  nichts, 
bem  fpfiematifchen  aber,  ber  fehr  niel  auf  Orbnung 
halt,  ifi  fte  non  gröferer  unb  nicht  umtörhiget  SBich* 
tigfeit.  Etfierer  benft;  wenn  bie  ©orte  nur  gut  iff 
unb  vorzügliche  geuchte  bringt,  fo  ifi  aüeS  gewon* 
«en,  unb  zieht  fie  immerfort  ohne  weitere  Vetücf* 
fichtigung  anberer.  gelterer  aber  benft  weiter,  unb 
ftnbet  in  bet  anerfdjaffmen  Eigenfchaft  ber  fo  leich* 
ten  Vermehrung  unb  Vetbcfferuttg  feiner  Arten, 
©rünbe  genug  auf  größere  Verfd)iebenl)eit  im  Anhatt 
Zu  fefjen ,  welches  zugleich  ein  Etfotbevnijj  für  reich* 
hefeht?  Safel.n  ift,  unb  ohne  biefe  fchon  fehr  niel 
Angenehmes  für  jeben  V?elonenfceunb  hat. 

Angenommen  alfo,  bof  bie  Cantaloupen,  wie 
alle  Plelonenfreunbe  unb  ©deiner  wiffen  fönnen,  bie 
vorzüglichem  unb  im  ©efehmaefe  bie  attgenehmfien 
unb  befriebigenbflen  ftnb,  fo  gehört  benfelben  eine- 


£teib  ;  unb  ©emdd)§()au§  *  ©dvtnerei. 


2.1 2 

flt65ete  «Bütbigung  unb  auSgejeidjnefet  ®otgug  m 
bet  tfnsud  t.  Dabei  wirb  aber  ’jebem,  bet  fuf>  mit 
bet  Grjieljung  tiefer  giudjt  befleißigt,  nicht  enfgan* 
geit  fcpn,  baß  bemuiigeachtet  bie  ttoltjatylige  Samm* 
lung  bet  Gantatoupen  oiel  ©Rechtes  enthalt,  unb 
«inet  feinetn  ÄuSwahl  unterworfen  werben  muffe. 
Obgleich  hie«5«  feine  8««!  ^eflimmten  ©efe&e  ange* 
rtommen  werben  fönnen  unb  butfen,  fo  ftnben  wir 
bod?  leicht  im  gteifcf)  unb  bejTen  gatbe  ein  «Kittel, 
bnd  in  bet  «Birflichfeit  begrüntet  unb  wahrfcheinlidj 
im  eigentlich  urfprungtidjen  SSatetlanbe  ju  fudjen  ifi. 

25en  erften  Slang  betbienen,  noch  meinet  3(rt  ju 
unterfdjeiben  unb  auSjuwähten,  bie  gtunfUtfdji» 
s  e  n  Gantatoupen.  «flach  tiefen  bie  w  e  i  ß  f  l  e  i  f  d)  u 
gen,  hierauf  bie  gelb*  unb  enblid)  bie  rotf>= 
fleifdjtgen.  ©o  wie  aber  im  ganjen  Gantalou* 
^en  *  «Sortiment  bie  rotl)fIeifd)igen  füt  bie  weniger 
totjuglidjen  angefefjen  werben,  fo  ftnben  wir  fctbfl 
untet  jebet  tfbtheilung  wiebet  beffete  unb  fchtedjtere. 
5Kan  trifft  beßhalb  grunfleifdjige,  weldje  butd)  bie 
beften  rothfleifdjigen  ubertroffen  werben,  unb  fofort 
weißfleifdjige,  weldje  burd)  gelbfleifdjige  unterbrüdt 
werben  u.  f.  w. 

Gbenfo  t>etf>5lt  ftd)’S  unter  ben  «Ketonen. 
2iiid>  untet  tiefen  ftnb  bie  gtünfleifchigen,  wie 
oben,  tjorjujiehen ,  unb  bebarf  atfo  feiner  weitern 
3(u$einanberfc&ung. 

«Bei  ben  «Baffermeloncn  enblid)  ift’S  ber 
umgefehrte  gaß  unb  wetbienen  bie  roth  f  tei f d> »s 
gen  immer  ben  «Borjug.  «flach  benfetben  bie  grün* 
unb  sule|t  bie  weiß  ft  eifrigen. 

Gine  größere  «Kenge  ©oft,  wirb  bei  allen  be* 
nen,  ijauptfa<hUd>  aber  bei  ber  le|ler»,  feijr  h<><h3e* 


achtet,  Biefen  &u  erffreben  liegt  nicht  in  be$  ©ärt* 
nct$  ©ewalt,  fonbern  bie  ©orte,  unb  baS  mehr 
ober  weniger  güntfige  3a&t  füt  tiefe  gutd)te  thut 
hier  aßein  aße$.  ©ie,  btttdj  große  geudjtigfeit  faft* 
reichet  machen  $u  wollen,  ifi  eine  Ghimäre,  ©tunb* 
gefeb  aber :  fte  baburch  gerud)lofer  unb  leid)ter 
ju  machen.  Die  faftrei d>e  Sflclcnenart  gewinnt 
nur  an  ©oft  *  «Reichthum,  wenn  man  fie ,  wie 
ich  weiter  unten  naher  angeben  werbe,  weniger  be* 
gießt,  unb  gewinnt  babutd)  an  allen  guten  Gigen* 
fchaften,  h<mptfdd>lich  an  ©efchmad  unb  ©eru cfj. 

«Befonbete  ©djwere  ber  grudjt,  fantt  eben  fo 
wenig  burch  t>iele$  «Begießen  erjielt  werben,  at$  eine 
gewiffe  Jg>drte,  bie  einer  abgeweiften,  tunjUchcn,  feh« 
ootjujiehen  ifi. 

Umgefehtfec  galt  ifl’S  bei  ben  «Baffermetonen. 
©ie  woßen  bei  fiatfer  £i&e,  ober  nebfl  berfetben, 
viel  gcud)tigfeit,  wenn  fte  faft«ich  werben  faßen, 
fttneöwegS  aber  ohne  jene,  fonfi  oerliett  ber  ©e» 
fd^mad  bebeutenb. 

«Bie  aße  gteunbe  unb  Gultivatorcn  wiffen,  ftn* 
bet  man  untet  ben  ^immetefltidjen,  in  ei» 

nigermaßen  fdjweten  »oben  (leichten  woßen  fte,  fo* 
halb  oorbenannte  Gigenfchaften  ber  3'ued  bet  tfnfludjt 
ifi,  feineSweg*),  bie  aßetoorjüglichfien  grüd?te  bi e* 
fet  «Pflanjenart.  Kehmen  wir  nun  an,  baß  bie  fünf!« 
lid)e  tfnbauung  ber  natürlichen  bc§  23atertanbe«  am 
ndchfien  fommen  foß  unb  muß,  wenn  wir  baö  Sbeal 
einet  grucht  erjielen  woßen:  fo  müffen  wir  un*  ber 
lebten  in  aßen  gdßen  fo  fcf>r  nähern,  at«  menfeh* 
tidje  Ärdftc  e6  nur  immer  $u  bewerffießiaen  fähig 
ftnb.  Qi  müffen  te@t)rtlb ,  außer  ben  oben  ange* 


$ieib  r  unb  ©eftad}3f;aug  *  ©arfntrei. 


223 


geigten  2fu$jet<fjmnitjen  beS  gleifcl;eS,  nuclj  noch  bet 
Boben  bie  Söatme  unb  bnS  ßlima,  in  *£>  in  ficht  auf 
SBitterungS  =  Beßdnbig  *  -ober  Berdnberltdhfeit  beS 
BaterlanbeS  unb  bec  ifjm  «ig enthum-li<h en '«Kef 
lonenart,  gan$  befcnberS  Jberficffkhtigt  werben, 

25iefe  Berechtigungen  wollen  nun  spalten 
borjuglicher  2t rt,  unb  befdjranfen  ftcf>  feineSwcgS, 
«uf  eins  ober  bas  anbere  ©injelne;  fonbern  oerf na* 
gen  bie  größte  Zfufmecffomfeit  in  ben  oben  ©.217. 
fcfyon  auSeinanber  gefegten  SSebürfniffen,  Bearbci* 
tungen  u.  f.  w.  5Ber  biefemnach  I)iet  preng  »er* 
fä^rt,  unb  pets  »on  ©inem  auf  baS  tfnbere,  burch 
jenes  auf  biefeS,  unb  fo  umgebest  fcfjliept  unb  t)an-- 
t»elt,  bcc  muß  felbp  unter  bem  ungfinftigfien  |>ims 
meispriche  etwas  ganj  »orjugfidjeS  unb  in  feiner 
2frt  »oUfommmeS  erjielcn  fonnen.  «Kan  muß  aber 
babei,  wie  natürlich  »orauSjufefcen  iffi  nicht  bas 
eine  fchmdtern  unb  baS  3fnbere  »orjüglich  ergeben 
unb  forgfältiger  beachten;  nein,  ein  immer  grabe 
forttaufenbeS,  bie  geringpen  £1  einrgfeiten  in  gehdti* 
gen  Mnfpruch  mhmenbeS  »erfahren,  bei  allen  »or* 
fommenben  fallen;  bei  jebet  3öachStbumS=^)eriobe; 
tei  jeber  SefjanblungSart  pdjert  nur  allein  bas  gro. 
fere  ©ebenen,  unb  bie  leistete  unb  »ollfommmre 
i  Erreichung  beS  3>»ecfS. 

Sch  gebe  in  biefer  Berauschung,  meine  2tt t 
betonen  ju  sieben,  bem  ^ublifum  mit  ber  S»erftd>es 
I  rung,  baß  unter  folgen  Umpdnben  bei  genauer  S3e= 
folgung  ber  23orf<^riften ,  gewiß  aileS  erfirebt  unb 
erteiebt  wirb,  ,waS  man  nur  immer  wuirfchen  mag, 

gur  meine  «Kißbeettreiberei  iß  ein  befonberer 
Warmer  ^Pla|,  ber  an  ben  »iev  ©eiten  mit  einer 


«Kauer  umjogen  unb  fepr  geräumig  iß,  angewiefen, 
unb  babei  nach  «Kiftag  auf  ungefähr  40  guß,  i|  guß 
abhängig.  Sie  obere  ©rblage,  welche  hießet  Beßitm 
mung  »oran,  gewöhnliche  ©emüfe  trug,  ip  ungefähr 
3§S«S  t)od),  unb  bie  Unterlage  ein  jum  Spaniern 
ba'u  untauglicher  £ieS,  welcher  hier  ohne  abfuhtlich 
bahin  gebracht  ober  oufgefucht  worben  ju  fepn,  non 
erfpricßlidjen  Kufcen  ip.  Sie  obere  culturfdhige  ©rb* 
fdpdp  mag  ungefähr  aus  1  Sßeil  gehmen ,  1  Sheil 
©anb  unb  1  Sh  eit  guter,  bureb  bie  Bearbeitung 
töchtig  geworbener  ©artenerbe  bepeben.  ©ie  ip  um 
fer  biefer  SKifdjung  einigermaßen  fchwer,  unb  burd? 
ben  ihr  non  Katur  beigemifchten  ©anb,  für  Scutfch» 
tanbS  ©lirna  toefer  genug,  um  spßanjen  wärmerer 
ßlimate  »ortheilhaft  aufnel;men  $u  fonnen. 

Siefe  nun  foeben  naher  bejeiebnefe  ©rbfehitht, 
ip  ganj  allein ,  ohne  weiteres  3ufhun,  als  etwas 
«Kip,  wie  ich  noch  weiter  geigen  werbe,  für  bie  «Ke* 
Ionen  bepimmt,  unb  burch  mich  feit  20  fahren  fot* 
genbermafen  benu&t  worben. 

Sie  «Kipgrube  —  welche  »on  beliebiger  —  hurdj 
bie  größere  ober  fleinere  Äapenanjaht,  welche  Darauf 
gebracht  werben,  folt,  ober  burch  anbere  Kebengwecfe 
bepimmte  —  Sange  fepn  fann  —  hat  auf  ber  S6«r* 
Pdche  grabe  biefelbe  Breite,  wie  bie  «Kißbeeffdßen 
aus  ber  alleinigen  Urfache,  bamit  ber  Jfapen  p#  bei 
bem  allmdhligen  $erunterfefcen  auf  bie  mehrertnahnte 
natürliche  ©rbfchidjt  auffe^t  unb  nicht  mit  bem 
«KiPe  in  bie  ©rube  hinunter  pnft.  Sie  Siefe  betfel* 
ben  ip  aber  nie  über3$uß.  Siefe  ©rube  wirb  nun,  fo* 
balb  bie  Sreiberei  ihren  Anfang  nehmen  folt,  mit  «Kip, 
wie  gewöhnlich  gang  gleich  oolt  gefegt  (geßrich*n), 
berfelbe  mit  großer  ©orgfalt  gut  »etmengt  (furj  unb 


$teib  *  unb  -  ©taetct. 


224 

lang),  jcbe  «Kipgabel  von  rcd/f  b^utfam  aufs«* 
fdjuttett,  unb  nach  meldeten  ©abein  voll  tecfjt 
iödjtig  fejl  Sef^tagen ,  «bet  immer  nuc 
fdjirfjtweif e,  bap  ber  mit  f?hicm  @efd)Uce 

li«  an  baS  ©nbc  beS  ©a&cS  bequem  ^inrcidjen  fann. 
25et«Kift  barf  aber  burd)  bic  Srdger  ober  2Cnfaf)rev 
j\td)t  auf  bie  bereits  gefegte  ©d)id)t;  fonbern  jtetS 
hinter  ben  ©e&et  in  bie  leere  ©tube  abgelaben  wer* 
fcen ,  bamit  im  ©eben  unb  ©erlagen,  bie  moglid)fl 
gtofte  ©leid)l}cjt  in  alten  «Rüefftc&tett  unb  £inpd>= 
ien  fann  beobachtet  werben.  Sen  einmal  fepge* 
fdjlagenen  «Kiff,  batfKiemanb,  unter  welchem  SSot* 
wanbe  eS  auch  fe?n  mbge,  mehr  betteten  noch 
weniger  barf  etwa«  batauf  gelegt,  gefe|t  ober  ge* 
»orfen  werben.  SP  nun  bie  Sage,  wie  nerbefchtie* 
Jben  fo  weit  man  eS  ftch  vorgefe&t  hat  (für  */  2,  3 
«bet  4  unb  mehrere  Äajlen),  auSgefüUt,  fo  wirb 
«on  vom  neuetbingS  angefangen,  noch  eine  ©cf>ic^t 
*on  ungefdhr  if  guP  richtet  ftch  nach  bet 

^ahreSieit,  bei  grül)treiberci  mehr,  bei  ©pattreiberei 
weniger)  aufjufefcen,  unb  jwar  unter  benfelben  «Ka* 
Stipulationen  unb  SSotauSfefcungen.  Ser  SÄijl  barf 
«bet  eben  fo  wenig  wie  vorhin,  auf  ben  fdjon  einge* 
febten  abgeteert  werben;  fonbern  ba  nur  jwei  ©efc« 
(auf  jebet  ©eite  bet  ©tube  einer)  ben  SKiP  fdpa* 
;gen,  fo  wirb  berfelbe  petS  hinter  biefe  auf  ben  SBeg 
^ewotfen,  von  wo  aus  er  mit  ©abetn  an  £>rt  unb 
Stelle  mit  ber  gröpter  SSorffcht  gebracht  wirb,  ohne 
darauf  ju  treten,  aber  übrigens  fo  feft  jufammenge* 
fd)la<jen  als  möglich.  SScn  gtopet  5ßichtigfeit  ip  bie 
gthöhumg  biefer  «Kiptage  in  bet  «Kitte  beS  S5eeteS, 
tveUhe  bie'  gldche  wohl  um  £  gup  uberPeigen  rouf. 
5OTan  forgt  auS  biefera  ©runbe  gleich  bei  bem  3fn* 
fange  beS  ©e^enS  ber  obern  «Kiplage  bafür,  bap 
biefe  in  bet  «Kim  nach  bet  «dnge  bet  ©tube,  rnnfo 


viel,  wie  ich  f^on  fagfe,  erhöht  wirb  unb  folglich 
bas  SKtplagcr  in  ber  Sberffdche  eine  runbe  gorm  be* 
fommt.  SP  biefe  Arbeit  wiebet  beenbigt,  fo  werben 
bieÄaPen,  nachbem  pe  auf  gleicher  ©tbe  jufammen* 
gefügt  unb  gefchlagen  würben,  auf  jwei  ©taugen 
g^obm—  welche  etwas  langer,  als  ber  ©raben  unb 
bie  Äaftro  breit  pub,  fepn  muffen  —  unb  fo  burch 
vier  «Kann,  welche  auf  beiben  ©eiten  ber  «Kipgrubt 
fortgehen,  auf  bie  «KiPlage  gefefct  ohne  biefe  nur  im 
getingpen  ju  betreten.  Sie  ©tangen  werben,  fobatb 
abgePetlt  iP,  behutfam  hervorgejogen,  bic  genper, 
unb  cnblich  bie  Secfen  aufgelegt,  nnb  fo  baS  ©anje 
bem  ©dl)tung8*©efd;dfte  im  vollen  SKaape  überlaf* 
fen.  S«  pdrfet  biefe  nun  eintritt,  ;e  mehr  geuch- 
tigfeit  erjeugt  fich  im  Sßeete,  bie  man  nicht  entwei* 
d)en,  fonbern  bem  «Kipe  jum  immer  wiebet  93erf<hlin* 
gen  tdpt.  £at  bie  ©dbtung  ober  baS  fogenannte 
«Brennen  ber  «Kiplage  4  Sage  gebauert  (biefe  Beit 
fann  nicht  genau  angegeben  werben,  weil  Sah^i^h 
Witterung,  futjer  ober  langer,  frifdjet  ober  fdjoit 
verbrenntet  «Kip,  baS  mehr  ober  weniger  gepfchlct* 
gen  beffelben  u.  f.  w.  h««tirt  einen  auffallenben  lins 
terfdjieb  machen,  bie  von  einem  gefehlten  ©drtner 
mdffrn  tevuef ficl;tigl  werben;,  unb  ip  aUeS  gehörig 
beobachtet  worben,  fo  wirb  fich  bie  SDßölbung  beS 
!KiPeS  ganj  gleichförmig  gefefct  h«ben.  Kun  wirb 
ein  tfaffen  nach  bem  anbern  feiner  Secfen  unb  gen* 
per  entlebigt,  ber  «Kip  feht  genau  —  einen  gup  an 
ben  anbern  gezogen  —  fo  fcp  getreten,  bap  alle  ©ta* 
Picitdt  verloren  fcheint.  hierauf  ohne  Beitverlup 
unb  ohne  baS  «Beet  $u  erfdlten,  wirb  wieber  fo  viel 
ftifdjev  «Kip  eingebracht,  bap  bie  vorhinnige  ©rhö* 
hung  in  ber  «Kitte  beffelben  völlig  hetgepeUt  würbe, 
unb  f>iexnad;  bie  genper  unb  Secfen  augenfclicflich 
aufgelegt,  Kalbern  folchergepallt  bie  alte  ßrrhi&uwg 


Sreib  = 

h«gepellt  würbe,  unb  nach  2  —  3  Stagen  bec  2ft:p  im 
S8i<te  jiemlid)  gleite  horijontale  Sage  angenommen 
hat,  fo  roirb  ba«  Auffüllen  auf  biefelbe  «Betfe,  wie 
worein  fchon  temerft  würbe,  wieberbolt,  unb  auf  hie 
SD?ittc  be«  SBecte«  nochmal«  eine  Grrfwhung  mit  fei-- 
fd;en  ®?ipe  aufgelegt.  Auf  biefe  Arbeit  unmittelbar 
folgt  nun  ba«  Grbeauftragen,  ohne  juoot  erp  für* 
jen  S0?ifl  aufgetragen  51t  haben,  welcher  ganjlicb  i)in- 
»eg  bleibt. 

Sie  aufeutragenbe  @rbe  ip  biefelbe,  toetc^c  au« 
ber  Sttipgrube  entnommen  mürbe,  unb  meiere  man 
auf  beiben  ©eiten  be«  Wipbeete« ,  in  ber  «Witte  be« 
95egö  aufgefcbicbm  batte.  Sa  biefe  £rbe,  beten  S5e= 
ffanbtbeile  tcf>  weiter  eben  febon  oberffaddicb  anjeigfe, 
etroa3  ferner  iff;  fo  barf  fein  furj«  «Wiff  auf  bett 
frifcl; :*t  gebraut  werben,  weil  bcrfelbe  bie  geuebfrg* 
feit  ju  lange  b«:t  unb  folcbe  auö  ber  drbe  nicht  ah 
Piefen  unb  abjieben  fann.  «Bon  tiefer  grbe  wirb 
nm  baS  ®«*  8«««  angefüllt,  unb  naebbem  bie  crfle 
Auffüllung  erwärmt  ip ,  wirb  eg  umgegraben  unb  fo 
lange  mit  Umgraben  unb  Auffüllen  fortgegraben,-bi« 
bie  <Scbfcbid;t  1  guß  f)cd)  auf  bem  SWifl,  liegt  «nb 
fein  55 raub  in  ber  Grbe  mehr  ju  befürchten  iff,  wa« 
man  außer  tcr  übermäßigen  $t§e  an  bem  «Beiß. 
Werben  berfelben  beutl-d)  wabrnimmt.  ©0  weit  gebte* 
b?n  pffonjt  man  nun  unter  jebe«  genper  jwei  ^pan-- 
8«n,  bie  jebe  für  pd>  in  einem  fleinen  Stopfe  ange» 
jogen  würbe,  unb  welche  man  mit  bem  «Ballen  au«, 
pülpt,  unb  fo  bem  Seete  anoertraut  (bie  genper  ftnb 
4  5uü  lang  unb  sf  breit).  Sie  gefunbepe  unb  bepe 
^Panje  oen  biefen- beiben  wirb  beinhalten,  bie  fd?ler^s 
tete  aber,  fobaib  man  ffrf>  oon  tiefirr  ©genfc&aft  f>in= 
länglich  ut erzeugt  bat,,  hinweggeworfen.  «Webt  al« 
eine  Q)panje  für  ein  genPer  oon  tiefer  Stmeufton 
Sortf.  b.  jf.  s.  @art.  SEag.  V.  SSb.  6,  @t.  iggr, 


225 

ip  fcbablicb,  unb  nie  anjuratben.  Ser  übrige  9?aUm 
wirb  mit  Äopf.,  Schnitt.  ober  ©techfallat  beppanjt 
ober  befdet ;  auch  fann  man  eine  «prrtulacffaat  bar* 
auf  bringen,  unb  wenn  e«  bie  Seit  gebeut  Garbon«. 
pPanjen  unb  wa«  begleichen  mehr  ip  anjiehen,  unb 
oon  ba  au«  oeteinjelt  in  angemepenere  «Beete  brnt- 
gen.  —  Sie  Gebe,  welche  ooerätbig  ip,  wirb  nicht 
olle  in  ba«  «Beet  gebraucht,  fonbern  ber  Ueberrep 
bleibt  auf  bem  ihm  ongewiefenen  $la|e  ju  weiterm 
Verbrauche  liegen.  Gin  «WiPumfah  wirb  nur  in  bem 
gälte  gemacht,  wenn  bie  tfdlte  e«  buu$au«  nicht  am 
ber«  will,  ober  wenn  ba«  «Beet-  feine  SEBdrme  jufdfc 
lig  unb  unoorhergefehen  oerminbert  ober  gar  oetlirrf 
-  5Bar  ber^flanje,  al«  pe  noch  im  Stopfe  Panb, 
fdjon  ba«  £erj  genommen  (ich  laije  gewöhnlich  3 
unb  4  2lugen  bie  tüchtig  finb  fleh«n,  unb  fcf.neibe 
ba«  übrige  hinweg),  fo  t|f  man  biefer  fl^rtatroit 
in  bem  «Beete  uberboben,  welche  gewöhnlich,  wenn 
bie  «Bitterung  nicht  porer.b  ein  wirft,  binnen  8— 14 
Stagen  oorgenommen  werben  fann, 

Aüe«  ©chneiben,  wa§  bom  Anfänge  Bf«  jum 
G-nbe  «uögefuhrt  wirb,  muß  mit  größter  Soefü&t  ge. 
fcheben  unb  immer  ganj  nabe  an  bemjenigen  Zweite 
auf  weldien  ber  ©djnitt  foff  oorgenommen  werben, 
bamtt  burch  faben  gebliebene  Gnöen  ober  $afen, 
feine  gdulniß  entpefen  fann.  Am  bePen  tfyut  man! 
bie  babureb  entfbnbenen  «Bunten  9feid>  nach  bem 
©d;nitte  mit  gehabter  Äreibe  ober  geflopfun  Siegel. 
mebi  ju  bePrcuen,  um  alte  gaulniß  ju  oerbinbern. 
Anwerbern  fann  man  bie  größte  «Behutfamfeit  «nb 
Vorfid)t  bei  biefer  ober  jeber  anbwn  $anbi$itzim$, 
nicht  genug  anempfeblen,  wotrud;  ben  «Blirtern  aller 
©ebaben  abgewentet  wirb.  Mein  einige«  ®toff 
wirb  bei  mir  abgefebnitten,  eö  fep  bann  burch  Alter 
^h 


unb  ©firad)^ati§  .  ©arfnero. 


$«ib  =  unb  ®eix>äcf)§(;du3  *  ©arfneret. 


ober  einen  Unfall  reif  geworben  unb  m%e  burd>auS 
abgenommen  werben.  ©ben  fo  wenig  batf  eins  ge» 
fnieft,  jecbcod)en,  ober  »erbtest  werben,  fonbern 
mu§  in  feiner  Sprung  oerbleiben  unb  bie  hänfen 
gegen  bie  brüefenbe  @onnent)i|e  fdjufcen,  2fuöbun= 
ffungen  unb  ßinfaugungen  nerbocbencc  unb  fnfehet 
giabrungstbeile  aus  ber  fSrbe  unb  ÄtmoSphäre  ge, 
borig  beroerfjleUigen  —  JU  welchen  fte  t>auptfad)licf> 
ba  ft  ab  —  unb  fo  ber  $  flanke  mit  ihren  grudjten, 
ton  auSgebetjuten  9lut?en  fepn. 

©iefe  5Borftd)tSmafitegeln  glaubte  td)  bem 
gotgenben  norangehen  laffen  ju  muffen.  Sret* 
ben  enblid)  &»e  etwunfd)ten  brei  aud)  btet  Slan, 
fen  aus,  fo  mU^  in  ihrer  91%  ^ebenfad,en 
alles  binweggenommen  werben,  was  binbetn  fonnte 
ben  UöacbStbum  jurucfholtm  ober  gar  flöten,  als 
@a«at  u.  f.  w.  Siefen  9?anfen  lafft  man  nun 
freien  'Billen  bis  fie  ungefähr  6  —  8  klugen  getrte, 
ben  hoben,  wonad)  bie  ganje  fflanfe  hinwieberum 
auf  3  gute,  oerläfftge  klugen  juriicfgefeht  wirb.  3n 
ber  ülatur  biefeS  ©ewädffe*  ftnben  wir  bie  «Nothwen, 
bigleit  biefeS  unb  beS  torangegangenen  ©cbmtteS, 
tenn  bie  ^flanje  h«t  mit  allen  ©ewächfcn  bas  ge. 
mein,  ba§  fie  immer  nur  an  ben  (Snben  ber  £oupt, 
tanfen  ihre  fruchtbaren  9lebenran!en  treibt,  ba  aber 
bureb  bie  Äunfl,  bie  auf  bem  natürlichen  Bcge  er, 
forbetlicbe  Seit,  welche  t)ier5u  gehört,  tterffirjt  werben 
mufj,  fo  fotbert  man  burd)  ben  erfien  ©ebnitt  bie* 
jenigm  Äugen  b«auS,  bie  fld)  nie  auf  berfelben 
©teile,  fonbern  erfl  nad)  Bodjen  an  ber  ©pih«  ber 
.fjerjtanfe  würben  en  witfelt  hoben.  B«S  alfo  nad) 
biefer  3citfrifl  nn  gebauter  ©pife«  entflehen  mufte, 
erreicht  bie  Äunft  auf  furjetn  Bege  unb  auf  engem 
«Raume.  Bit  ftnben  alfo  nahe  an  bet  Burjel, 
was  erfl  2  SUen  baton  feinen  natürlichen  £>rt  hot, 


unb  gewinnen  baburth  Seit  unb  Slaum,  Siefe  hi«r 
heroorgefufenett  fftanfen,  ftnb  aber  noch  nicht  bie 
gvuehtranfen,  fonbern  foldje  entfpringen  erfl  in  ber 
sftatur,  ihren  Butterranfen  ähnlich  an  ber  ©pifce, 
wobutch  bie  Äunfl  jum  jweitenmale  SSerfutjttngett 
oeranjlalten  muff,  um  bie  ebelflen,  bie  gruchtranfen 
früher  ju  gewinnen.  Ban  fdjneibet  befjbalb  bie 
burd)  ben  erfien  ©d)nitt  h«9orgerufenen  Sfanfen, 
wieber  jucucf  auf  3  —  4  ttollfommen  gute  Äugen, 
auS  welchen  nun,  wenn  nichts  verfäumt  würbe,  eine 
eile  höchfftnS  non  ber  Burjel  entfernt,  9—12 
grudjtvanfen  hemortreiben  ,  unter  welchen  in  bec 
golge  fogenannte  Stäuber  entflehen  werben,  weldje 
nid)tS  weitet  als  gebrängte  Raufen  männlicher  S5lu, 
ten  tragen,  unb  burd)  ihre  ©d)wäd)e,  burd)  ihre 
Äurje ,  unb  f leine  umKthältnij?mäfjis,e  SSlatter  fchott 
anbeuten:  ba&  fte  non  ber  Statur  felbfl  bei  guter 
Seit  follen  unterbrüeft  weiten,  unb  aud)  ba ,  wo  bie 
Äunfl  «orherrfchenb  ifl ,  nid;t  länget  bleiben  burfett, 
bis  fid)  an  ben  eblern  Dtanfen  fomel  männliche  25lu, 
ten  jeigen,  als  erferbertid)  ftnb ,  baS  23cfrud)tungS, 
©efehäft  ju  Dodfubren,  ju  weld)cm  3wocfe  fie  auf 
bem  natuelidjen  Bege ,  wie  eS  febeint,  nur  h«tt>or, 
gerufen  würben,  um  ba§  cS  an  männlichen  ©aamen* 
flaube  nie  mangeln  fonnte,  unb  auch  in  aller  gruf)« 
baran  nicht  fehlte.  Senn  was  will  bie  weibliche 
SSlume ,  wenn  oon  ben  anbem  feine  ba  ifl?  * 
Sicfe  gruchtranfen  werben  nun  oon  mit  nid)t  mehr 
gefdjnitten,  benn  nun  hoke  t*f>  ftm  werten,  fünfte« 
u.  f.  w.  Äuge,  i«  nadjbem  eS  gut  ober  fölccht  g«hf» 
unb  je  ftifdjet  ber  ©aamen,  ober  je  mehr  flatftrei, 
benb  bie  Wanje  in  ihrer  Ärt  ift,  näher  ober  ent, 
fernter  bie  grud)te  jtt  erwarten.  Stur  ble;bt  mir  in 
ber  golge  nod)  übrig,  biefenigen  Stäuber,  welche  ffd) 
noch  entwicfeln,  abjunehmen,  unb  alle  bieientgew 


Srcib  *  unb  (§eh)dcf)§^au§  --  ©ärtncrei.  22? 


9?anfen,  bie  ©ittwart  verurfachen,  ohne  Hoffnung 
ju  einer  guten  grud&t  zu  geben,  ju  unterbrücfen. 
3(üe  übetflüffigen  männlichen  S3lumen  »erben, 
fo  viel  eg  fiel)  ohne  ben  grasten  ju  fd>aben  tfjun 
läpt,  abgenommen,  woburd)  für  bie  ^flanje  viel 
9laf)rung  gewonnen  wirb,  bie  auf  unnötige  SDBeife 
wäre  vergeubet  worben.  Sap  Uebrige  00m  (Schnitt 
unb  23ehanblung  bet  *Pßanje,  wag  mir  nod)  übrig 
bleibt  ju  bemerfen,  feil  weiter  unten  folgen. 

Sie  grbe  beg  S3eeteg  mag  fid?  allwohl  fe&en, 
fo  viel  fie  nur  will,  febr  bemetfbat  »irbg  aber  wäf)* 
tenb  einem  Monate  niefjt  fepn,  fcbalb  alleg  befolgt 
würbe,  wag  id)  bei  ©efcung  beg  Mißeg  u.  f.  cor* 
fdjrieb.  Sie  95flan$e  breitet  ßch  aber  in  tiefer 
unb  vorzüglich  bei  guter  ©itterung  fo  ßarf  aug, 
unb  ergebt  if)te  S3laitcr  fo  t)od),  bap  biefe  oft  fdjon 
in  ber  fürgeßen  i3eit  an  bie  ©d)ciben  ßopen,  unb 
fid>  fjorijonfal  anlegcn.  Siefeg  mup  verf)inbert  wer: 
ben.  ©obalb  alfo  bie  Slättet  bag  genßer  berühren, 
fo  mup  ber  Jlaßen  gehoben  »erben,  bap  ein  foldjeg 
SBlatt  webet  von  ber  ©onne  verbrannt,  nod)  von 
bet  ©djwere  beg  genßerg  gefnieft  wirb.  Siefe  2fr: 
beit  mup  fo  oft  ȟberholt  werben,  alg  eg  burd)  bag 
jlärfere  ©ad)fen  ber  33lätter  not^wenbig  wirb,  ba- 
mit  butdjaug  fein  SSlatt  in  feinen  gunftionen 
geßort  wirb,  hoch  mup  man  auch  fotgen,  unb  burd? 
Stiften  ber  genfter  ju  verhüten  fuefjen:  bap  fid)  bie 
58lätter  burd)  aüjugrope  ©eitbeit  —  welche  nur 
turd)  einen  unnatürlichen  ©ärmegrab  bei  ber  ange? 
»erbeten  ©rbe,  entfielen  fann  —  nicht  ju  ßarf  er* 
heben,  unb  fd)mädmge  lange  ©fiele  treiben,  bie  je. 
beg  Süftd)en  v.mjulegen  ftaif  genug  ifl.  Jlann  matt 
bie  votfommenben  beiten ,  wotu.cl)  ber  Siätter 
©efunbfjeit  gefäf>rbet  wirb,  nid)t  felbfi  b.forgen,  unb 


mup  netbgebtungen  folcf>en  ©«hülfen  ober  Unechten 
(@artenfned)ten,  worunter  man  einen  Menfdjen  ver* 
fief)t,  bet  bereitg  viele  3fahte  folrfje  Arbeiten  ver: 
richtete  unb  fid)  eine  vorzügliche  medjanif^e  gertig: 
feit  in  ben  Manipulationen  eigen  mad)te,  aber  fein 
fogenannter  gelernter:  ober  Äunßgäctner  i]l)  ü6er: 
laßen,  fo  fann  man  nid)t  genug  prebigen,  nicht  oft 
genug  bag  zehnmal  gefagte  wieberhoten,  unb  nicht 
ftreng  genug  ferm,  benn  jebeg  zerbrochene  S3latt  mup 
bem  Sigenthümec  mehr  ftänfen,  alg  eine  erhaltene 
Shrfeige.  ©elbß  h*«  meine  ich  ,  müpte  immer  noch 
mehr  gefagt  werben,  um  ©chonung  für  fie  zu  er: 
weefen. 

9?ad;bem  ber  Äaffen  aufgehoben  unb  nur  fo 
viel  unteroelegt  würbe,  bap  bie  S5lä(ter  nid)t  unmit: 
telbar  an  bie  ©cheiben  ßopen  (ungefähr  einen  25acf. 
jfein),  fo  wirb  man  finben,  bap  unter  ben  gehoben 
nen  S5rettern  ein  leerer  Sfaurn  ifl,  ber  nofhwenbiget: 
weife  aug  nacbfolgenben  ©rünben  ohne  S3erzug  aug: 
gefüllt  werben  mup.  Siefe  2lugfüllung  fann,  ehe 
bie  ©urzeln  borthin  reichen,  mit  jebem  .£clje  ver* 
richtet  werben,  vermitteljl  befien  man  ben  3wifchen: 
raum  mit  Grebe  gubrüeft  unb  augfüllt.  ©hrb  biefe 
aber  fdjon  fo  weit  vorgebrungen,  fo  ifl  weiter  no* 
thig,  bap  bie  2lugfüllung  mit  ben  $änben,  fehr 
vorfichtig  gefdf>che ,  auperbem  ber  Mißumfafc  (wenn 
ein  foldjet  mupte  gemacht  werben)  f)inroeggeräumt 
wirb,  unb  einem  anbern  von  ber  vorräthig  liegenbett 
©rbe  fPta|  macht.  Siefer  Grtbumfa|  wirb  fo  hoch 
gemacht,  alg  bie  Gfrbe  tm  SBeete  hoch  iß,  unb  folg: 
lieh  mit  biefec  e-'ne  gleiche  horizontale  Sage  annimmt. 
Sie  58teite  iß  wiUführlich  unb  richtet  ßd)  eineg 
Sh*i^  n«<h  bem  CfcbevorraCb,  anbern  Sheilg  nach 
ber  ©efunbheit  unb  ben  ßarfen  Stieben  bet  ganzen. 
5eboch  iß  anzurathen,  bap  et  unten  wohl  2  gnp 
£b  2 


223  Srei&s  imb  ®ett>«d)&fKut§  ^  ©ctrfnem. 


fcxxit  gemacht  werbe,  Woburch  er  oben  etwa«  übet 
14—  15  Soll  wirb.  3«  fldrbet  bic  ^(lanje 

treibt,  je  breiter  muß  er  werben;  je  mehr  fte  aber 
in  tiefer  ^inftdjt  fd)on  abnimmt,  um  fo  fcijmdler 
barf  er  fei;n,  tie  eben  bemerfte  -g)ot)C  unb  SSceite 
ijt  aber  immer  unb  in  jcfcrm  S3etrad;t  tie  «ottheil» 
öftere.  S3iö  bie  3eit  l)cran  fommt,  wo  eg  noth» 
toenbig  wirb/  einen  folgen  Umfafc  ju  madjtn,  fo 
hat  ft'dj  ber  Sflifl  gewohnlid)  fo  tief  gefegt,  baß  bie 
itjiterfle  glddje  ber  in  ba«  SSeet  gebrachten  Gebe,  mit 
ber  £)betfldd;e  ber  natürlid)en  Grblage  tc«  ©arten« 
in  eine  gerabe  2itiic  gefommen,  unb  aller  Sttifi  nun 
in  bie  ©rube  jufammengepreßt  ijt.  2(u«  tiefer  Ut» 
fad)e  wirb  e«  nun  um  fo  nothwenbiger,  ben  Grbum» 
fa|  unoerweitt  $u  fe^en,  bamit  bie  au«  bem  S5eete 
hetvotbringenben  Söurjeln,  nach  unb  nad),  fo  wie 
e«  ba«  Aufheben  be«  jfajfen«  nothwenbig  macht,  h«s 
au«  in  ten  Itmfafe  unb  in  bie  natürliche  Grblage  ein» 
würfeln  tonnen.  £iefe«  ijt  eine  große  SSeihulfe  für 
bie  spflanie  unb  ihre  gtud>te ,  unb  für  beibe  non 
außerotbcnllidjcm  Kufccn.  ©inb  alienfall«  bi«  babin 
bie  erfien  grüßtet  (wa«  bei  grühtceiberei  gewöhnlich 
bet  galt  ijt)  fd)on  abgenontmen,  ober  nähern  ft d)  ber 
Steife,  fo  fangt  nid;t  feiten  bie  $flonje  jum  jweiten» 
mal  an  ju  treiben  unb  gvüchtc  anjufe^en,  bic  jwar 
nicht  fo  groß  werben  fennen,  al«  biejenigen  bet  er» 
fj.en  Sucht,  ater  boch  ielifat  unb  jatjlrerd? ,  unb  al» 
terwenigfren«  boch  —  wenn  e«  fdjon  fpdt  im  3ahte 
ifi  _  fchr  anwenbbac  $um  Giumad;en  finb. 

Sßeiter  bleibt  mit  nun  noch  übrig  oon  bem  Gib» 
umfa&e  jufagen,  baß  er  mit  einer  glachfchippe  ganj 
feft  gefchlagen  wirb,  unb  außer  einem  angenehmen 
fpmmetrifchen  2feußcrn,  fall«  bie  Gtbe  troefen  fepn 
follte,  oben  an  bem  Äajlen  eine  f leine  Kinne  be* 


halt,  in  welche  man  rad)  SSerhdlfniß  mehrere  Äannen 
5Baffer  eingi.ßt,  um  bi?  jungen  SBurjeln  herau«ju» 
locfen,  wa«  fte  um  fo  lieber  thun,  ba  tiefe«,  wie  ich 
weiter  jeigen  werbe,  ein  etwa«  fcltncr  ?lnbiß  ijt. 
2fuf  tiefen  Umfals  barf  eben  fo  wenig  getreten  wer» 
ben,  wie  auf  bcu  frtfd)  ctngcfeljten  »Stift  in  ber  ©tu» 
be,  ba  e«  aber  bei  bem  ßüfn-n,  ?(uf  =  unb  Oblegen 
ber  genfter,  bem  Arbeiter  ju  fd)wer,  ja  öfter«  un» 
möglich  werben  bürfte,  feine  Arbeit  gehörig  $u  «ec* 
richten,  ohne  wenigften«  ©cheiben  ju  jetbted)en:  fo 
wirb  an  jebem  genfter  unb  $roar  in  ber  SKitte  beffeU 
ben,  wo  gewöhnlich  bie  Kinge  jum  Aufheben  berfel* 
ben  angebrad)t  fittb,  ein  Stritt  ertaubt  unb  gelaffen, 
in  welchem  jeter  ber  hier  ctroaS  «errichten  will,  ein» 
treten  muß,  um  ben  übrigen  Kaum  ju  fdjonen. 
©inb  enblidj  bie  SJtcloncnpflanjen  fo  herangcwachfcn, 
baß  butd)  ba«  wicberholte  öftere  $cben  ber  Äajten, 
tiefe  bie  Gtbfldche  nur  !aum  berühren,  unb  biefem 
jufolge  bie  2uft  nietvigen  fann,  fo  wirb  bei  fdjled)» 
tem  51' etter  runbtim  eine  f leine  Anhäufung  ge» 
mad)t,  um  ten  2uflburd)äug  ju  «ctmeiben  obetc 
gdnjlid)  ju  «erhuten.  5ft  hingegen  bie  5ßitterung 
für  bie  9J?elonen&ud}t  unb  hche  ©ommee 

bereit«  angerüeft,  fo  hebt  man  bie  haften  uod)  auf 
jwei  S^adfteine,  unb  jeigt  jeber  Kanfe  —  intern 
man  fie  au«bceitet  ttnb  in  gehörige  2age  bringt  — 
ben  Ußeg  au«  bem  SSecte  in’«  greie  ju  laufen. 
£>ie  f>tcrju  beftimmten  ober  «orhantenen  Kaufen, 
bürfen  aber  fecnegwcg«  gleid)  auf  ber  ©teile  fo  wett 
t)erau«gejogen  werben ,  al«  fie  burch  ihtJ  Cange 
möglich  madjen  bürften,  foitbern  bleiben  immer  noch 
im  Snnern  be«  föeete«,  au«  weihen  fte  fid),  wenn 
fie  bie  greifet  fpüren ,  leid)t  unb  gern  hetauSwin* 
ben.  Sra  cntgegcngefcfctcn  gälte,  oetbrennen  bie  ber 
©onne  blo«geftellten  Sh{«ie  frtP  augenblicflih» 


&rei&  s  unb  (SetuadjSfjauS  s  ©avfnerer. 


wenn  man  nicht  ein  befchroetticheg  ©dfattengeben 
mit  Seifen,  Sieten  ober  begleichen  einführen  will. 

Sie  9? anfen  taufen  nun  heraus,  warfen  freu= 
big  fort,  unb  fegen  niete  gritdte  an,  bie  in  nod) 
guter  Saf^eit  unb  unter  guter  pflege,  gtoftentheilg 
recht  gut  werben,  weit  bag  tfuglaufen  bet  Söurjetn 
unb  Sianfen  für  fte  eine  grofe  2Bot)ttf)at  ifl.  ©es 
fdhnitten  wirb  mm  nidjts  mehr,  auf  er  baf  inan  6 
bi§  10  2fugen  über  einer  guten  grucht,  btofj  bag 
$ec5  an  ber  ©pige  augfneipf  ober  auch  fcftneibet, 
bamit  bie  grudjt  nidf )t  ju  viel  an  She:len  verliert, 
wetdje  bag  weitere  gortwadffen  if>r  entziehen  würben. 
Sag  2(ugpugen  wirb  aber  fortgefegt. 

Sie  £auptfache  bei  biefet  3frt  ber  duffuc  ifl 
aber  bag  Segie&en.  2Benn  bie  fPfl  njen,  wie  oben 
gefugt  würbe,  au$  Hopfen,  ober  auch  anbetS,  in 
baö  95eet  gebracht  werben,  unb  bie  Grebe  ifl  flarf 
abgetroefnet  —  wag  jeboeb  nur  im  ^c^ett  ©ommec 
ber  galt  fcpn  bürfte,  wenn  man  um  fotche  Seit  nod) 
SDIetonenbeete  antegt  —  fo  werben  fte  t eicht  angegof* 
fen,  um  fte  babutd)  jum  2tnn).ich[cn  ju  wermogett. 
Siefeö  gefd>ief)t  in  bet  gotge  noch  einigemal,  aber 
nur  mit  wenigem  23affet ,  unb  nur  big  ber  jweite 
©djnitt  vorüber  ifl.  Ueberbiejs  mit  grofet  23orfid)f, 
bamit  webet  bie  Stattet  jufammengebrüeft ,  noch 
nebfl  ben  Sianfen  Verfchtcmmt  werben.  ^jaben  bie 
SJutieln  aber  ben  innern  {Raum  beg  gcnflcrg  fo 
ziemlich  burchjogen,  fo  hott  atleg  Segiefen  nicht  nur 
ganj  auf,  fonbern  man  mujj  auch  atteg  Seregnen, 
alleg  Ginfropfen  neu  SRegenwaffer  unb  wag  eg  fepn 
mod;te,  fiteng  verhüten.  Sem  Uneingewcifjeten  wirb 
biefe  9Rctf>obe  jwac  fehr  fonberbat  vorfommen,  unb 
^ee  giopte  £h*M  bec  SRelonens  Griiehet  mochte  woht 


ben  grofjfen  3tnjlanb  nehmen  fte  einjttführcn,  id> 
fetbfi  würbe  nid)t  tagu  rathen,  wenn  ich  nidjt  feit 
bereitg  20  Sahnen  bie  fijonflen  —  unb  wag  bag  S:* 
fle  babei  ifl  —  bie  fdjmacfbafteflen  grüchte  auf  biefe 
SÖeife  gejogen  hatte.  9?ut  auf  biefem  SBcge  fann 
man  ben  feinflen  ©efehmad  unb  ©erttd)  bejweden, 
unb  tfnfpruch  madjen  auf  befonbere  Sotifommenhcif, 
unb  2fehttlichfeit  ber  im  Sntevtanbe  ber  fPflanje  gejos 
genen  grüchte.  Sfl  bie  $igc  überaug  grof  unb  brüfs 
fenb,  fo  barf  man  —  aber  auch  biefeg  nur  fetten  — 
ben  Umfag  mafig  befeuchten.  ©obalb  @c Witter  Ifers 
anjtehen  unb  brohen  ftcf>  augjuteeren  (wo  man  aufters 
bem,  beg  #agclg  wegen  fchon  jubedt)  ober  Siegen  ans 
berer  2frt  rüdt  heran,  fo  muf  forgfaltig  jugebedt, 
unb  unter  feinem  Sorwanbe  bie  geuchtigfeit  einge= 
taffen  werben.  Sie  einige  Äugnahme  in  biefem  gatte 
machen  bie  fogenannten  ©preuregen,  bie  fo  fein  flnb, 
bap  fte  oft  nur  bie  Stattet  unb  bie  duferjle  Grbobers 
fldd)e  leicht  anfeuchten  unb  nicht  einmal  f  Soll  eins 
bringen.  Grrfotgen  biefe,  bann  barf  man  getrofi  bie 
genfrer  abffehen,  burch  fte  ben  ©taub  von  ben  Stdts 
tern  abwafchen  unb  fte  erguiden  taffen,  ba  biefeg  von 
fcefonbem  9Bicf>tigf eit  ifl.  £dlt  ein  fo!d)cr  Siegen 
aber  an,  ober  eerdnbert  gar  feine  Slafur,  wirb  ftdrs 
fer  unb  befeuchtet  ju  flarf,  fo  tritt  ber  gatt  be«  3«s 
bedeng  ein.  Gg  ifl  möglich,  bag  man  bei  Sut$If« 
fung  biefeg  ©ageg  ,  mir  Unnatürlid;feit  vorwerfen 
mochte,  wag  ich  weittr  unten  fd»on  5a  wicberlcgen 
hoffe;  ba  aber  hier  ber  $tag  ijl,  wo  matt  bie  grojjfe 
Unnatur  ft'nben  wirb,  fo  will  ich  gleid;  meine  Ser= 
antwortung  beginnen,  ofme  bie  fotgenbe  ©etegenfjeit 
abjuroarten  ober  babureh  51t  umgehen, 

©d)on  oben  fagte  id)  augfcrudlidj,  unb  nur 
mit  anbetn  SBorten:  bie  ^unfl  muffe  ft'ch  ber 


$vetf>  *  unb  ®erodcf>ef)ati§  =  ©dctncvei. 

£a«  tiefe  flarfwachfenbe  fafttge  spfTanje,  wenn  fte  tem 


230 

sftatur  fo  fe^c  al«  nur  möglich  fep. 

bort  ©efagte  flimmt  nun,  oberflächlich  be* 
trachtet  unt  wie  man  glauben  follte,  mit  tem  eben 
beenbigten  nirfjt  fo  gerabeju  überein.  Sa,  Strftbe 
hier  mochte  man  wef>l  bie  wahre  S3loßev  vermuten, 
unb  gefunbm  ju  haben  glauben,  Sem  ijl  aber  m$t 
fo.  23ie  befannt,  if*  bie  Sfegenjeit  in  ben  vctfd)ie* 
benen  eigentlichen  #eimathlänber.t  bet  Melonen, 
ber  SBinter,  wo  alle«  ruht  (bitte  tiefeg  ntdjt  unrecht 
ju  verfielen),  ter  ©ommer  hingegen  erjeugt  weniger 
Siegen,  woburd)  bie  @rbe  oft  fo  ftarf  abtrocfnet,  baß 
fte  große  Sfiffe  befommt  (wo  bet  33obcn  fcfywer  ifi), 
unb  tfmungeadjtet  wddjft  Alle«  gut  fort,  gebeitet 
(jertlicb,  unb  liefert  bie  föfltichften  grumte,  beten 
5Bol)lsefcb,macf  bei  ben  SKelonen  j.  SS.  unübertreff* 
lid)  ifi.  ©0  votjügliche«  ©ebenen  türfte  un«  nun 
wot)l  bei  ©ewächfcn  nid)t  wunbern,  bie  tiefeinbrin* 
genbe  5öurjeln  Ijabcn  ,  unb  au«  ber  tiifften  Siefe 
baö  auf  ber  Sberflädje  mangclnfcc  t>erL'eifd)ßifcn. 
9Bie  fiel)t’ö  aber  mit  ben  SPleloneit,  mit  9)flanjen, 
beten  SBurjetn  ganj  oberfl.tdjlid)  fortlaufcn,  unb  nid)t 
einmal  einen  Sufi  tief  eintaudjen?  hierin  bitte  id> 
meine  SBtebetlegung  obiger  3weifel  s u  fudjen.  Sm 
Sßaterlanbe  tjat’ö  bie  SfHclonenpflanie  in  £infid)t  auf 
geuebtigfeit  gar  nid)t  beffer;  fonbern  wohl  ned)  übe* 
ler,  ba  fte  ben  ©onnenjhaljlen  unge^ir.bert  auSge* 
fefet  ifi,  gegen  weldje  unfete  genfter  fdjon  einiget* 
maßen  fdjüfcen,  wenn  fie  gelüftet  finb.  2Bir  fet)en 
j)iec au«  beutlid),  baß  bie  befd)riebene  CEultut  =  «Sie* 
tjjobe,  bet  natürlichen  00m  ©(hopfet  ben  Melonen 
angewiefenen  unb  jugeth^ten  S3ege:ation«art,  am 
ähnlich jien  ifi,  unb  baß  ba«  wenige  23egießen  burd) 
ba«  glachlaufen  bet  SBurjeln,  fd)on  einigermaßen 
jut  giatar  bc«  ©ewäcbf««  fann  gcjählc  werben.  9Äan 
wirb  nun  aber  von  feuern  fragen :  wovon  lebt  aber 


SSoben  feine  geuchtigfeit  entnehmen  fann?  hierauf 
bient  einftweilen  jur  Antwort:  baß  ich,  wenn  vom 
güften  ber  SJhjibeete  bie  Siebe  ohnebieß  fepn  wirb, 
beutlicher  bemeifen  werbe,  wa«  bie  ^öflanje  am  met* 
fien  ernährt.  ©0  viel  ifi  aber  gewiß,  unb  viefe« 
Will  ich  nur  noch  fagen:  bie  SSJMonenpffanje  bebarf 
im  angemeffenen  SSoben  bie  Gebe  mehr  al«  manch 
anbere«  ©ewäch«,  nur  al«  gefihaltung«punft ,  unb 
entnimmt  ben  größten  £h«i  feiner  Wahrung  au«  ber 
Atmosphäre.  Mochten  wir  hoch  entlieh,  ober  balb 
fo  gl ü (flieh  fepn  auSmitteln  ju  fonnen,  ob  bie  «Pflan* 
jen  nidht  ba«  SBorjügliche  im  ©efd)tnacf  unb  ©etuche, 
ia  wol;l  felbft  bie  fdjone  auffaHenbe  SStumenfarbe  au« 
ber  2uft  entnehmen,  unb  weniger  ebler  ber  Gebe  ent* 
winben.  Sie  AnanaSpflanje  fann,  wenn  wir  fte 
gleich  ben  Alten  cultiviren  wollen,  ohne  alle«  SSe* 
gießen  fepn,  obgleich  fie  alSbann  nidjt  von  bet  ©roße 
wirb  al«  wir  fte  jefct  feh»n,  nad)bem  man  mehr  be* 
gießt.  5Batcn  aber  bie  grüd)te,  auf  jene  SBeife  ange* 
$ogen,  wohl  nicht  beffer  von  ©efehmaef?  Sd)  wünfeh* 
te,  e«  mod)te  unrern  berühmteren  Ghemifern  gefal. 
ten  herauf  ju  refleftiren,  wo  möglich  foldje«  au«= 
mittein,  unb  babutd?  eine  neue  SSahn  für  ben  Wtf« 
fenfdjaftlich  verfahrenben  ©ärtner  eröffnen. 

SSJJit  biefer  Sflethobe  be«  SSegießen«  hangt  ta« 
güften  ber  «Slelonenbeete  genau  jufammen,  unb  fann 
«ben  fo  wenig  al«  jene«  genug  empfohlen  werben. 
£er  mit  praftifdjen  Äenntniffen  auögefhtttete  ?D?elo* 
nengärtnet,  wirb  in  biefem  gälte  mit  befonberer  SSe. 
rücfftchtigung  auf  ba«  dußetfi  wenige  SSegießen,  fleh 
fchon  ju  benehmen  wiffen.  3u  idugnen  ifi  jeboch 
nicht,  baß  berjenige  eine  tüchtige  Sloutine  haben  muß, 
ber  fid)  augettblicflid)  hi«  würbe  finben  finnett,  wa« 


^  Strcib  -  unb  ©ctt)dd>§^au§ s  ®drtnerei.  23! 

felfcfl  mt)  einer  Betreibung  bet  erprobteren  ©r*  phpfifcheg  SBofjlgefallett  bamit  $u  erweefen.  0chwet 

fabrung,  noch  immer  fchwierig  bleibt,  unb  mancheg  wirb’g  jwat  bem  Anfänger  in  biefer  Guftur  =  SJfethobe 

fogenannte  ßefjrgelb,  burch  Btigrathen  beg  einen  werben,  jum  hochffen  fünfte  ju  gelangen,  benn  eg 

ober  tfnbern  mug  bejaht  werben.  Sag  güften  ber  mup  unffret'ttg  hier  fef>r  biel  beobachtet  Werben,  ©in 


Beete  beruht  auf  ©tjftebung  jweiertei  3wecfe,  ndm* 
lieb:  feuchte  unb  babei  warme  guft  in  jeber  Stag* 
unb  9?acbtäeit  einjulaffen;  unb  bie  2öärme  bet  2ft* 
mogphdte  fo  bielfach  unb  jweefmafig  ju  benufsen, 
alg  nur  möglich  ift.  —  S«neg  ift  beghalb  fo  nethwen* 
big  alg  wichtig,  weil  bureb  tag  eingefuhrte  fpdrlicheBe* 
giefjen,  ber  $)flan$e  ein  Spittel,  ähnlich  bem  in  ihrem 
Baterlanbe,  mug  «errafft  werben,  bureb  welcbeg  ffe 
etfefcen  fann,  wag  ihr  hier  abgehf.  ©olcheg  ju  be* 
wetfftelligen  ift  burdjatig  nicht  anbetg  möglich/  alg 
bureb  bie  Seud)tigfeit  ber  dugom  guft,  unb  bie 
nächtliche  üüble,  welche  Sfjau  erjeugt  unb  bem  ©e* 
wdchfe  bureb  bie  Blatter,  felbft  bie  JRanfen  unb  fo* 
gar  bie  grüd;te  jufuhrt  unb  erfe&t,  wag  eg  wdhrenb 
bem  Sage  irnb  ber  auf  bafflbe  wirffam  gemachten 
©onnenhige  entbehrte,  ober  oielmehr  »erlor.  3fuch 
fo  i|V«  in  ber  £eimatf).  Sie  nicht  feiten  für  ben 
SJcenfchen  unaugflehitche  ©o»ncnhi($c,  weift  unb  er* 
fcl?lo(ft  alle  Sbeile  bet  ,  evbi&t  ben  ©aft  big 

auf  ben  hödjlten  ©rab,  foebt  unb  berebclt  baburd) 
bie  ebletn  ©ubftanjm  unb  bewirft  mit  ihm  ben  ho* 
ben  SBohlgefatten ,  ben  wir  SWenfchen  fo  fehr  herbor* 
fuchen,  rühmen,  unb  an  feld;en  Svütfjfen  borjiehen. 
Ser  phpftfehe  ©efehmaef,  fo  auffaüenber  Belieben* 
heit  er  auch  unterworfen  iff,  fo  ffnb  aüe  ©aumen 
hierin  bodj  fo  jiemlich  einig,  unb  wiffrn  fc^r  wohl 
bag  Bcftere  in  biefer  £irtjtcht  ju  unterrcheiben  ©ef;t 
unfer  ©treben  bahin,  biefe  beiben  gweefe,  nämlich 
bie  eblere  Erhaltung  ber  »pffanje,  unb  bie  größere 
SJereblung  ber  Stud)t,  in  gewiffer  ©.meinfebaft  ju 
erreichen,  fo  fann  eg  ficher  nid;t  fehlen,  ein  hofjeg 


eiferner  Steig,  grege  Bebarrlichfeit,  unb  unermübete 
Beobachtung,  ffnb  bie  erftern  unb  hauptfdchlichften 
Soiberungen  auf  ber  einen;  unb  bielleicht  —  mancher 
Berluft,  mancher  unerreichter  3wecf  bag  goog  auf 
ber  anbern  ©eite. 

Sie  gufthöljer,  Welche  ju  biefem  3wecfe  noth* 
wenbig  ffnb,  enthalten  alle  Simenftonen,  bie  man 
bei  einem  ober  bem  anbern  botfommenben  Salle  an* 
juwenben  haben  möchte,  ©ie  ffnb  3  3oll  breit  unb 
2  3oll  bief,  Woburch  biefe  Tfbffufung  unb  Sauethaf; 
tigfeit  fd)on  gewonnen  wirb.  2fuf  ber  SRücffeite  wirb 
unten  ein  jwei  3oll  tiefer  @infd)nitt  gemacht  unb 
bag  $olj  auggehauen,  woburch  £icfe  betn  unter 
ber  erften  dtnaefe  ober  ©taffel,  welche  4  3otl  half, 
einen  Soll  bleibt,  mithin  1—  4  3oll  baburd)  bejwecft 
würben.  Sie  übtigen  ©taffein  ffnb  immer  3  3oll 
bon  einanber  entfernt,  weil  hier  fleine  Sfdume  nicht 
fönnen  angebracht  werben,  wag  auch  ohnebieg  un= 
bienlich  fepn  würbe,  benn  im  Salle,  bag  bag  SSetter 
fo  günffig  iff,  bag  man  fann  4  3oll  geben  unb  eg 
beebeffert  ftch  noch,  fo  tf>ut  ber  ©prung  ben  4  auf 
7  3oll  gar  nichtg.  Siefeg  bachte  icf)  wenigffeng  bod; 
berühren  ju  muffen. 

©0  lange  bag  Btelonenbeet  noch  ffatfe  £i&e 
hat  unb  böfe  ©chwaben  erjeugt,  fo  mug  wiebefannt' 
felbjf  bei  ungünffiger  ^Bitterung  gelüftet  werben,  unb 
ift  in  biefer  3eit  beffer,  bag  Beet  «faltet  um  et: 
wag :  alg  eg  ift  wann  unb  mit  fauler  guft  ange-- 
füllf.  2llg  fflcrni  mug  baher  angenommen  werben: 


£veib  =  unb  ©eit>äd>§f)au§  *  ©drfncret. 


232 

balj  alle  £ifce  »om  SJtijt  etjeugt ,  weniger  barf  getit* 
ten,  bahingegen  ade  ©onnenwarme  erfpart  unb 
mit  großer  Defonomie  «erwenbet  werben  mufj. 
im  gv.ien  aufgehängter  Thermometer  giebt  fo  siem* 
lieh  ben  SJtaagftab.  #at  bie  äußere  Temperatur  18 
big  20  unb  meutere  ©rabe  nach  Steaumur,  fo  barf 
man  bie  genjiec  fo  f>ocf;  {teilen,  baß  unter  unb  ne* 
ben  bcnfel&en  einerlei  SBätmegrab  erhalten  wirb.  ©hc 
biefet  Buftanb  aber  eintritf,  muß  man  möglich  ju 
machen  fudjen,  biefe  höbf<m  ©rabe  unter  ben  Sen* 
ftem  fjeräuftcUcn  unb  nun  nvt  bem  ßüftcn  äufierft 
aufmetffam  fepu,  feine  Tljdiigftit  ocrboppeln  unb  be* 
fonber«  im  grul)ial;re,  wenn  tag  SBettcr  oeränbcrlich 
ift,  nnt  jebet  23etänbetung,  aud;  ben  ©taub  ber 
Stiftung  netinbctn,  unb  entweber  erhoben  ober  h«ts 
abfeben.  £>ag  eben  ©cfagte  barf  burchaug  nicht 
obcrfIäd?iid>  genommen,  fonbcrn  muß  mit  ber  groß* 
ten  tfufmerffarofeit  unb  rafllcfen  Sorgfalt  unaug* 
gefegt  betrieben  werben.  ©0  wie  bie  ftvfcKrj^cn* 
uenwdrme,  ober  Söärm;  ber  tftmogphärc  j  4  nimmt, 
unb  folglich  auch  bie  im  SJeete  {leigt,  fo  muß  auch 
bie  Süftung  fid)  erweitern  unb  [feigen;  fo  wie  jene 
hingegen  abnimmt  unb  fid;  uerminbert,  fei;  cg  nun 
butd;  bie  Neigung  beg  Tage«,  ober  butd;  anbere 
mcteorolcgifdje  S5e gebent>cifej: :  fo  «ui&  biefe  f>evab» 
finfen  unb  entlieh  ganj  vmfthwinbm.  £>abei  l;üte 
man  frdj  aber,  bie  $  flanken  nicht  netbrennen  ju  laf* 
fen,  benn  ein  foldjcr  ©da ben  ift  uneriefctid)  unb  für 
bie  Scudytc  Born  größten  9lachtt?ile. 
lieh  ift  bie  burd;  ütecraaßigi 
Jveibcigejogen»  fleine  SKilben fein ne ,  welche,  wenn 
fie  wirflid;  in  einem  SBeetc  ift,  nur  burch  öftereg 
Ue&ejfprrfee»  ber  SSlätter  furj  oor  Stacht,  unb  Süf* 
tung  im  Saufe  biefer,  fönnen  «ertrieben  werben. 
9Sdl;rcnb  biefer  Cur  leiben  nidjf  feiten  bie 


anfehntid),  unb  ift  beßfjalb  borjufiehen  fie  fobiet  wie 
moglid)  abjuhatten.  23ag  ßüften  in  bet  9tad>t ,  ja 
felbft  bag  tfbnehmen  ber  genftcc  wdhrenb  berfelben, 
wenn  fie  fchwul  unb  ohne  ©ewitter  ift,  barf  in  23er* 
binbung  mit  einem  Steichthum  «on  gefunben  23lat* 
tern,  alg  bag  wahre  Stemebium  angefehen  werben, 
gute  allen  [Regeln  beg  pt}i;fifdjen  ©efehmaefg  bollig 
entfpred;enbe  Srüd;te  51t  bejwecfen.  6g  beefteht  jid> 
aber  bon  felbft,  baß  bie  übrigen  23orfd)riften  biefer 
S5eh«nbluna6art  angepaßt  finb,  unb  eben  fo  wenig 
bürfett  bccnad;ldffigt  nod;  weniger  übergangen  wer* 
ben.  __  gftan  tvtct>  finben,  baß  bie  «Pflanje  nach 
einer  günfiigen  Stad; t  fich  »öllig  erholt,  unb  fo  üiel 
Stahrunggfroffe  eingefogen  hflt/  »eiche  hinteidjenb 
jinb,  biefclbe  bov  gänzlicher  ©rfcfjöpfung  wdl;renb 
bem  Tage  ju  fidjern,  in  welchem  jene  ©dftc  bott 
neuem  gefocht  unb  «erarbeitet ,  ben  grurf>tett  alg 
>£>aupt;wecf  bet  9>jTanje  jujtrömen,  fo,  baß  man  burd;* 
aug  feinen  tfbgang  burch  bag  auggefe£tc  23egießen 
bemufen  fann.  ßbenfo  »erhdlt  ficlj’g  im  23aterlanbe 
ber*PfIanje,  nicht  nur  mit  biefer,  fonbern  mit  allen 
übrigen  ©cwdd;fen.  2Bir  wiffen  j.  25.  bafj  in  ben 
heißen  {Jonen,  ber  nächtliche  Tf)au  ndein  bie  ©e* 
wdd;fe  erhalt,  unb  für  ben  Untergang  in  ben  bren* 
nenb  Reißen  Tagen  fichet  [teilt.  2ßir  wiffen  weiter, 
bap  bort  unter  biefen  SBirfungen  unb  ©egenwir* 
fiingen  bie  fojtlichjten  grüßte  auf  ben  jtro&enbften 
spflanjen  hJl'anwad;fen  unb  beffer  gebeihen  alg  in 
unfern  Treib, el;äufetÄ  unb  25eeten,  wo  wir  bag  im 
fefjlenbe  recht  gefliffcntlich 
unfern  erbäcmlidien  Theorien 
unb  ^ippothefcn  jufe&en  unb  «erabreichen.  SBarum 
wollen  wir  nicht  ber  Statut  ©chritt  vor  ©ebritt  fol* 
gen,  unb  ung  erfldren,  wie  auf  bem  natürlichen 
23cge  jeterjeit  bag  ©ine  ©tfafc  für  bag  tfnbere  ift? 


©ben  fo  fchdb* 

u..b  unnatüriiehe  ^)ihe  SSatertanbe  fd;  ein  bar 
hcroorfuchen,  unb  nach 


Sreib  s  tmb  ®en>dd)§f)auS  =  ©arfneret. 


9fur  auf  biefe  ?frt,  Wo  mit  forfdjenb  ebne  Unterlaß 
ben  rechten  ©eg  einfchlagenb  Bevfolgen,  fönnen  wir 
immer  weiter  fommen,  unb  felbfi  Siete  erteilen,  bie 
in  ber  Statur  nicht  fo  oollfommen  erfcheinen,  weil 
ber  ©chöpfer  gar  oft  abjtcf)tliä&e  Süden  gut  2Cuöful= 
lung  burch  menfdhlichen  gteif  unb  @rfmbung6ftaft 
gelaffen  h«t,  meines  mir  ju  erflaren  nicht  fchwet 
fallen  bürfte,  unb  nur  allein  baburch  in  ber  Äurje 
fd[)on  bewiefen  werben  fann,  baff  foldje  Süden  wirf* 
lidb  Borfjanben  waren  unb  noch  finb,  wenn  ich  auf 
ba-3  fofitiche  Sbji  ber  Fachwelt  Berweife,  welches 
bet  SBorwelt,  wie  wir  bcutlid;  wiffen,  gang  lieh 
abgieng. 

SD?an  Beleihe  mir  biefen  2fbfprung,  ber  nur  gu 
großem  gifer  feinen  Urfprung  oerbanft,  unb  fe(>r e 
mit  mir  gutüd  jurn  funftlichen  ©elonenbeet. 

©odfe  allenfalls  bie  gar  gu  btüdenb,  bie 
Mächte  faum  etwas  fühlet  als  bie  Sage  fepn,  unb 
wdhrenb  jener  ganzer  ©angel  an  Shau,  waS  ira 
SSaterlanbe  nie,  bei  uns  aber  nicht  feiten  ber  gaff 
iff,  fo  befpti&e  man  2fbenbS,  nach  BÖUigem  Unter* 
gange  ber  ©onne,  b  e  ©elonenbeefe  mit  reinem 
glufwaffer,  baf  fchon  langer  in  bet  ©onne  flanb, 
aber  nicht  jidrfer,  als  bafj  nur  bie  ölatfer  btfeud;* 
tet  werben,  S  aber  — ■  waS  man  an  ber  großem 
ober  geringem  Schlaffheit  ber  SSldtter  (eicht  gewahrt  - 
nicht  fo  duferff  nethwenbig ,  fo  iff  bie  tfuSfe&ung 
tiefes  Sefprengens  Borjujiehen.  2fupetbem  fantt  man 

nun  mit  madigen  —  aber  fo  feiten  als  möglich  _ 

83<?gief;en  beS  Ucnfa|eS,  Bctmittelf!  beS  weiter  oben 
bemerften  SiinnchenS  ben  auf  erfreu  ©ur.  ein  einige 
Nahrung  geben,  bie  bet  ‘P-Tange  Bon  grofen  9?u&en 
i(*'  unb  au;l;  ben  fruchten  gutrdglid;  bleibt,  wenn 
Sertf.  &,  tf.S.Sart.  SDlag,  V.S3bö.  6.  <S$.  1821. 


man  eine  gewijfe  ©d&igfeit  beobachtet.  Sabei  rauf 
aber  baS  SSeet  in&ner  flarf  gelüftet  bleiben,  liefet 
2uftung  fiellen  fich  freilich  in  t)i\$eK  ©ommerjeit 
grofe  #inbermffe  burd)  fireidjenbe  ©ewitter,  wcld^e 
mit  ©türm  Berbunben  finb,  entgegen,  ber  ©utl) 
biefer  gu  entgehen,  ohne  bort  Abbruch  gu  thun,  muf 
man  fidj,  wie  natürlich,  bequemen  unb  gefallen  laffen 
ndd)tlicher  ©eile  aufgufiehen,  unb  fo  wie  es  notl)* 
wenbig  wirb  bie  Suft  abgunehmen,  unb  baS  fßect  gu* 
jubeden.  man  am  2lbenb  Berfichert,  baf  ©ewit* 
ter  fommen  werben:  fo  fann  man  fich  biefer  9?uf)e 
fiörenben  Arbeit  baburch  entheben,  baf  man  Bor  9fadjt 
alles  ©efahtbrohenbe  befeitigt. 

Sie  Sfeifejeit  ber  juchte  iff  nicht  fehr  genau 
ju  bejfimmen,  bocf>  thut  man  bei  allen  am  beffen  fie 
nicht  überreif  werben  gu  laffen.  SaS  Hbtöfen  beS 
©tiets  iff  baS  ficherfie  Seichen,  ba  aber  gar  Biel 
fruchte  biefe  Sigenfdjaft  nicht  beffen,  fo  muf  man 
bei  fotchen  ©etuch  unb  gelbliche  garbe  gu  £ütfe  neh* 
men,  unb  nach  biefen  bie  BÖUige  0?eife  beurteilen. — 
S5ei  ben  ©affermelonen  ijf  feinS  Bon  jenen  ©erf« 
malen,  bas  uns  als  ©ittet  gu  biefer  ©rfenntnif 
bient.  Sie  Uebung  ift  baS  erjfe,  unb  wieberholtcS. 
Klopfen  mit  bem  gingetfnöchel  (gleich  bem  Klopfen 
an  irbene  Söpfe,  beten  @d;theit  man  baniit  erfor* 
fchen  will),  baS  gweite  aber  fichere  ©ittel,  ben  Seif = 
punft  ju  erfahren,  wenn  bie  feucht  abgenommen  f::;n 
foll.  Sa  gar  Biel  praftifche  ©drtner  bie  «Keifjeit 
ber  ©affermelonen  nicht  fennen,  fo  will  ich  fie  ges 
nauer  befchreibcn.  Stopft  man  g.  S5.  an  eine  oöllig 
unreife  Svudjt,  fo  giebt’S  feinen  weitern  Nachhall, 
unb  erfdjeint  uns  baburch  wie  eine  ©affe,  bie  ohne 
innern  9taum  ifi.  ©iebcrholen  wir  biefeS  Älopfm 
m  ber  golge  öfter,  fo  werben  wir  gewahr,  wie  fie 

Si 


SSveibs  unb  ©cwdcf)§^au§  =  (Sdrtnci'et. 


23  + 

nach  tmb  nach  T?of)(cc  werben.  3(1  bet  dflang  «nb; 
lieh  hcU,  unb  jeigt  eine  große  .fjöhlung  an,  fo  bur* 
fen  wir  ße  getrofl  abf*neiben.  Qi  gefellen  ft*  frei» 
lt*  t)terju  no*  aubere  3«id)en,  bie  bet 
©drtner  buc*  ben  ©eftd)tßfmn  erfennt,  jte  fmb  aber 
fttt  ben  Seien  ju  ttugli*  unb  weniger  leicht  ju 
nennen.  23et  mehr  bamit  umgebt,  Srüd)te  biefet 
2(rt  ju  sieben,  bem  wirbß  ni*t  f*wet  werben,  ben 
rechten  3eitpunft  beß  mnehmeng  su  treffen. 

25ic  tfuffammlung  ber  ©aamen  ij!  nicht  gleich* 
niel,  fonbetn  mup  mit  großer  ÖtbnungSliebe  unb 
gjorjtcht  betrieben  werben.  S3ci  allen  5Jfelonen  iß 
alg  ©tunbregel  ansunebmen  unb  feßjufeben,  baß 
nUer  ©aame  non  gans  voüfommen  außgewachfenen 
geuchten  mu§  genommen  werben,  bie  außer  ihrer 
fichtbaren  «Bollfommenheit  auch  innere  ©utc  heften, 
«nb  völlige  SReife  erlangt  t)aben  muffen.  SSiele  bet 
ältetn  © artenfdjriftfleUer  s«<9«n  *inc  ^efonbere  ©teile 
in  ber  gtud)t,  beten  Körner  man  nur  nehmen  foll, 
man  fleht  aber,  baß  fold>e  23otf*riften  unseitige 
©ebutten  eineß  verfemten  SBahng  jtnb.  Ser  ©i& 
ber  Äevnen  iß  einerlei,  aber  bemungeaebtet  nicht  jebe 
wilUubrliche  «1  &u  belügen.  SWa n  barf  immer 
nur  bie  vollfommcnßen,  ßdrfßen  unb  f*wetßen 
©aamen  heraußfuchen,  unb  ba  bie  lernten  bo*  fo 
anfehnli*  jinb ,  bie  übrigen  alg  untauglich  wegwet« 
fen.  -  SBiele  ©drtner,  felbß  von  ben  feuern, 
wollen  bie  SSRelonenferne  nicht  burch  #ulf*  beß  53af* 
ferß  gefdubert,  fonbetn  ohne  2lbwafd)tmg  im  ©«hat* 
ten  getroefnet  haben.-  ©ine  folch*  vergebliche  »ot. 
ficht  ift  nicht  werth,  baß  man  fie  berührt,  fonbern 
i*  tatf>e ,  bie  jterne  recht  absuwafchen  unb  fie  fo 
fdjnell  alß  möglid)  absutroefnen  unb  aufsubewahren. 

__  sgei  guthm«lcncn  mu&  man  f0C9f^t  iÖ  botauf  fe* 


hen,  von  ber  etßen  reifen  grud)t  feine  ©aamett  $u 
nehmen  —  voraußgefefef,  baß  fie  nicht  fruppelig  war  — 
unb  fo  jebeß  Saht  fortfahren,  fo  wiib  man  nach  ei» 
ner  beßimmten  Seit  mit  föergnugen  wahrnehmen,  baß 
biefe  «Borftcht  nicht  ohne  alle  Belohnung  war,  baß@e» 
gentheil  aber  von  gtofjem  ©djaben  iß. 

3n  inficht  auf  baß  tfltcr  bet  ©aamen,  ift 
man  f*on  feit  unhöflichen  Seiten  ber  Meinung,  baß 
ber  altere  immer  ber  beffere  fep.  3«h  bin  hiervon 
völlig  fiberseugt  unb  lege  nie  Äevne  unter  8  10 

Sahren.  Sie  frifchen,  ober  vielmehr  jungen  5Terne, 
treiben  su  raf*  unb  vereiteln  oft  eine  reiche  lernte. 
Sic  Urfache  hiervon  liegt,  na*  meinen  ©infi*ten,  in 
ben  Gotplebonen  (©aamenlappen),  welche  in  ber  erften 
Seit  ober  fürs  n««h  bem  tfuffeimen  baß  ^5f(dns*en 
ernähren,  unb  ihm  ©toff  su  ©runbbeßanbtheilett 
Sufuhren,  ber  su  oi«l  ©eilhtit»  ober  SEtiebfraft  hat, 
bie  ber  «Pßanse  verbleiben,  unb  biß  sut  gru*treife 
wirfen.  S3ieljdhrige  Erfahrung  unb  unabldßtidje 
«Beobachtungen  hoben  mit  biefeß  gelehrt,  i*  fann 
eß  bähet  um  fo  mehr  ben  betheiligten  Siebhahern  für 
erprobt  unb  bewdhrt,  unfern  Ghemifern  aber  m*t 
genug  anempfehlen,  hi«*  ben  ©runb  fo  viel  alß 
möglig  s«  fu*en;  ber  gefunben,  von  bebeutenbe« 
«Bottheilcn  fepn  burfte, 

©inb  enblich  bie  größte  von  ben  SSeeten  alle 
abgenommen,  fo  hört  bei  biefer  Gultur» «OIcthobe  bie 
@otge  no*  nicht  auf,  waß  auß  bem  h»«*  Solgenoett 
leicht  s«  erfchen  iß.  —  9?och  vor  völliger  Ginwin» 
ttrung  trage  i*  ©orge,  baß  alle  ßRelonenbeete  ge» 
fdubert,  bie  Gtbe  abgehoben  unb  auf  bie  SSanfe  (bie 
swifdjen  ben  SDlißgruben  befinbli*en  fföege)  gefegt 
wirb,  Um  einigermaßen  Sungung  $u  geben,  wirb 


2reih  --  itnb  ©mdcf^auö  =  (Sätfnem. 


ber  oteie  5JZt‘jl  »on  manchmal  2  3ofl  tief,  ber  ganj 
faul  tfl ,  mit  bet  gebe  gua[etd>  fibgehobett,  unb  un= 
termifcht.  @0  bleibt  mm  bis  gebe  in  beit  3Binter= 
monafen  öltet  ginwirfung  bet  2ftmoSpb)dte  MoSge* 
Mt}  friert  tüchtig  auS;  faugt  atmoSphärifche  Stoffe 
ein,  unb  getfegt  völlig  was  noch  unaufgelöft  war. 
Sfi  bie  3eit  berattgefommen,  bajj  fte  tvieber  foll  ge* 
braucht  werben,  unb  ijl  febt  feucf>feö  ober  auch  aüju 
fatteö  Söetter,  fo  wirb  fte  burd)  bretterne  gaben  ge» 
gen  ju  fefyt  einbringenbe  Stoffe,  unb  «ermittelfi  alter 
f! tönerner  3Jlijibectbecfen  gegen  ben  grofl  gefiebert. 
2>iefe  S3orfef)rungen  gefcfjefjen  blofj  befjbalb,  bamit 
bie  grbe,  wenn  fte  auf  bie  Seete  gebracht  wirb,  we* 
ber  ju  hart  gefroren ,  nod)  ju  fef>r  burcbndft  ifi, 
Wetcije  beibe  gytremitäten  gleich  bei’nt  Auflegen  ber« 
felben  bas  33eet  erfälten,  unb  bie  grbe  in  jebem 
S«Ue  ju  febmieeig  machen,  was  man  wdbrenb  beut 
ganzen  grübjabre  allerwenigfienS  verfpürt.  3m  33er* 
folge  gebt*  nun  fo  fort,  wie  ich  weiter  oben  febon 
jeigte. 

SD7an  wfrb  aber  nun,  wie  billig,  biegrage  auf» 
werfen:  wie  famt  aber  bei  biefer  2fct,  bie  grbe  aus* 
jufaugen,  in  mehreren  ttacbeinanbet  folgenbett  3ab= 
ren ,  fo  viel  fPflanjennabrenber  Stoff  vorbanben 
fei;n,  bet  boeb  unumfiöglicb  jur  guttut  eines  ®e* 
wdcbfeS  vorauSgefefct  wirb  ?  —  £i?fes  tvill  ich 
gleichfalls  erflärett,  unb  jeigen,  welcher  ©effolt  auch 
hier  geforgt  ifi, 

£>ie  Sfftijigtuben  finb  4gug,  unb  ber  Swifcben» 
raum  jweier  Sagen  8  Sup  breit,  gelterer  bient  erff» 
lieb  baju,  unb  enthalt  feine  23reite  begbalb,  weit 
man  l)ier  nötbig  bat  ftcb  frei  bewegen,  unb  bie  vor» 
tdtbige  Stbe  auffebutten  ju  fonnen.  Zweitens  ifi 


a35 

bie  ginriebtung  fo  getroffen,  baf  nach  bret  Sabren, 
wenn  bie  grbe  ber  etjien  Sage  entfräftet  ifi,  butch 
fie  ber  ©raben,  woraus  fte  entnommen  war,  vollge* 
füllt  wirb,  liefet  Ausfüllung  voran,  wirb  ber  5ftiff 
womit  bie  ©rube  angefüllt  war,  bis  auf  einen  gufj 
hoch  auSgefabren ,  ber  Uebecrefi  unangerührt  gelaf» 
fett,  unb  nach  Verlauf  non  btei  3abren,  als  völlig 
jergangen  ber  grbe  beigemifebt.  hiernach  wirb  (itt 
ber  83ornuSfe|ung ,  bag  bas  grbteicb  gut  ifi)  längs 
beS  UBegeS  ober  ßwifchenraums  unb  gerabe  in  ber 
2J?itte,  ein  ähnlicher  gleich  langer,  breiter  unb  tiefer 
®raben,  als  grfa&mittel  für  ben  jugeworfetten, 
auSgegraben,  unb  bie  gtb5  ju  weitern  ©ebraud; 
t>or  SBinter  auf  ben  Bwifdjenrdumen  auSehtanbec 
gebreitet  unb  wdbrenb  berufenen  mit  $acfen  ober 
Ädrfien  bearbeitet,  bamit  aUeö  auSfriert,  unb  ba» 
bureb  ben  gehörigen  ©rab  non  Sraucbbarfeit  erhalt, 
ber  fie  baju  eignet,  ^flanjen  biefer  Art  aufnebmen 
ju  fonnen.  £>aS  bearbeiten  im  Saufe  beS  SöinterS 
barf  burdbauS  nicht  umgangen ,  fonbern  muf?  bei 
SÜbauweffer  fo  oft  wieberbolt  werben ,  als  nur  ims 
mer  möglich  ifi,  bamit  Alles  recht  tüchtig  aus*  uttb 
burebftiert.  Sm  UnterlaffungSfalle  hat  ftcb  ber  gr* 
gentbümer  ober  gultivator  es  felbfi  jujufchreiben, 
wenn  bie  Aentte  mifjrätb.  £)enn  burd)  biefe  33er* 
fäumnifj  befommt  bie  grbe  ihre  gehörige  Socferbeit 
nicht,  bleibt  gebunben  (was  freilich,  wenn  fte  brei 
Sabte  vorher  fd)on  gebraucht  würbe,  nicht  fo  bruf* 
fenb  ifi),  reigt  bei  AuStrocfnung  beS  33ceteS,  jer> 
fprettgt  bie  Söurjeln  unb  gewährt  fehlste  grüßte. 
3m  anbern  unb  beffern  galle  aber,  unb  befonberS 
alSbann,  wenn  man  fte  nid)t  gleid)  ju  grubmeto* 
nen  nimmt  :  gewährt  fte  Alles  was  ju  erwarten 
fleht,  unb  ifi  ber  fenfi  gewöhnlichen  leisten  Saub* 
unb  anbern  ©tbe  bei  weitem  vorjujiehen,  —  Sie 
3i  2 


235  ©emüfc&au  im  ©arfen 

im  jugeworfenen  ©taben  befinbliche  <5vbc  155t  fiel) 
ltid)t  worauf  berechnen,  «tbolt  ffcf)  in  ben  brei 
fahren  betäube  völlig ,  unb  gemalt  fobatb  fte  non 
Steuern  in  Sbatigfcit  gefefet  wirb,  alte  SSoubeitc 
fcifdjcc  au«gerubtcr  <*rbe.  —  witb  wechfeffeitig 

foctgcfabrm,  unb  bei  2fu«fütlung  be«  einen  ©ra» 
benä,  bec  anbere  geteert.  #ierau«  hoffe  id)  wirb 
man,  wie  id?  erwarten  barf,  leidjt  abnebmen  können, 
baf  alte  «Borfcbriften  biefer  (5ultur  =  «OTethobe  in  ©in* 
flang  gebraut  unb  gehörig  beobachtet,  einen  t)ot>en, 
biebec  wenigffen«  nod)  nid)t  allgemein  erjtelten 
©rab  non  SBotlfommenhcit  erreichen  taffen,  unb  ich 


unb  auf  freiem  $e(be. 

fdjmeicbte  mir  im  «Borau«,  baff  Banner  non  £in» 
ffebten,  richtiger  «Beutth.-ilungöktaft  unb  Siebe  jum 
gortfdjreiten ,  biefer  auf  Erfahrung  begrunbeten  «Ne» 
lonenjud)t  ihren  SBeifall  eben  fo  wenig,  at«  bie  5Bur» 
bigung  einer  auf  wirtlicher  Einführung  begrunbeten 
Prüfung  nerfagen  werben. 

2Me$  Ucbrige  wa«  nod)  konnte  gefagt  werben, 
iff  non  ju  geringer  33ebeutung  unb  fo  befannt,  bajj 
ich  e«  tffrr  füglich  ctfpaten,  unb  ohne  weitere«  über» 
gehen  fann. 

2enj. 


©emüfet'au  int  ©arten  ttnb  attf  freiem  Selbe. 


Ucher  bie  Betriebenen  tftten  bc5  ©pargetfofylS 

(Broccoli  brassica,  asparagodes  cnspa) 

unb  bie  ?lrt  feiner  Gultur. 


©$  ift  in  bec  Zi>at  s«  nerwunbern,  baff  ber 
«patgelfohl  in  fo  wenig  2eutfd)en  ©drten  angetrof» 
fen  wirb ,  ungeachtet  et  für  bie  Safet  ein  eben  fo 
belifate«  ©emüfe  iff  al«  ber  «Blumenkohl.  Sie  Äi* 
pfe  werben  ebenfo  jugerichtet,  unb  bie  <3tangel  ffnb 
non  gleicher  Nahrhaftigkeit;  testete  taffen  ft«  fogat 
trocknen.  wenn  man  bie  ©chaale  baoon  abjiehet  unb 
ffe  in  eine  t)eiffe  Ofenrohre  legt,  tfud)  bie  «Blatter 
geben  wähtenb  be«  ©ommer«  ein  ungemein  f«ma<k* 


hafte«  ©erid)t,  unb  netmehren  auf  eine  f^dfebave 
3frt  bie  ©enüffe  be«  ©aumen«.  Sn«gemetn  glaubt 
man,  et  fei)  au«  bem  «Blumenkohl  entffanben  unb 
juerft  au«  Statien  ju  un«  gebrad)t  worben.  Sn  ben 
gewbbnlicben  ©attenbüd)ern  werben  nur  jwei,  hoch* 
ffen«  brei  ©orten  banon  aufgeführt,  bet  weife,  pur» 
purrotbe  unb  fdjwarje,  in  Snglanb  aber,  wo  man 
biefe  ©emü«pflanje  ungleich  hoher  ffhafct  al«  bei  un«, 
ffnb  nach  unb  na«  burd)  bie  (Sulfur  folgenbe  ©or= 
ten  entffanben. 

i,  v^etbff  »  «Broccoli  ober  SSlaufopf. 

Ser  Äopf  iff  gefchtoffen  unb  feff,  non  f«onec 
blauer  gatbe.  Sff  bet  ©ommet  feud)t  unb  er  ffebf 


©emufebou  im  ©arten  unb  auf  freiem  ^etbe. 


in  gutem  ©oben,  fo  tt>irb  bot  Äopf  bcffelberr-  eben 
fo  breit  wie  ber  Stopf  be«  ©lumenfohl«.  ©det  man 
if>n  in  ber  C0?ittc  be«  ®?ai,  ju  Anfänge  unb  ju 
Grnbe  be«  Suniu«,  fo  folgt  bie  tfernte  beffelben  re? 
gelmöpig  oom  tfuguff  bi«  in  ben  Secembet  auf  ein? 
anber,  wenn  bie  .Stopfe,  treibe  etwa«  gart  finb,  nicht 
von  frühjeitigen  gröjfen  gu  ©tunbe  gerietet  werben, 
©äet  man  ihn  im  Suiiu«  unb  tfugujl,  fo  wirb  er, 
wenn  ber  ©Sinter  getinbe  iff,  im  grufjiinge  gute 
«fföpfe  liefern,  ©äet  man  ifjn  ju  Anfang  be«  ©ep? 
ternber«,  fo  wirb  er  im  Suni  unb  Sult  fefjr  gute 
-Stopfe  bringen,  wenn  man  ifjn  nur,  wie  ben  ©lu? 
menfohl,  wäfjrenb  bc«  SOSinter«  unter  genjlern  halt. 
Siefe  ©orte  bann  atfo  bei  gehöriger  Wartung  faft 
ba«  ganje  Saht  ^inburc^  bie  Stüdje  oerforgen,  ben? 
nocf>  aber  ift  fie  nicht  fo  hart,  bap  man  fte  ben 
©Sinter  über  fich  felbjt  uberlaffen  fonnte.  Sie 
^flan3en  muffen  jwei  gup  weit  oon  einanber  fielen, 
©ie  werben  i  bi«  ij  gup  f>ocf>.  Sie  Störtet  finb 
ganj,  gerabe,  runb  au«get)6f)lt,  unten  am  ©nbe  in 
Wappen  geteilt,  fet>r  wellenförmig,  furj  unb  fielen 
regelmafig  um  ben  Stopf  fjerum;  it>re  Abetn  unb 
bie  ©fittelribbe  finb  blau  gefärbt,  unb  biep  ift  ein 
geirfjen,  bap  bie  ©orte  noch  rein  ift.  Set  Stopf 
Mt,  fo  lange  er  wödjft,  offen,  ift  nidjt  fef)r  grep, 
unb  fo  wie  et  gröper  wirb  oermifdjt  ftcf>  ba«  S3(au 
mit  einem  grünlichen  ©3eip  in  ben  aupern  feilen 
ber  ^ftanje. 

2.  «£erbjt  ?  ©roccoli  ober  ©rünfopf. 

Siefe  €  te  unterfefjeibet  jtd)  oon  ber  »origen 
blop  burd)  ihre  gatbe.  Ser  Stopf  unb  bie  ganje 
^flanje  finb  auch  gröper,  bie  ©(öfter  lang  unb 
fd>mal,  faft  wie  bie  SSldtter  be«  ©lumenfohl«,  nicht 
fehr  wellenförmig ;  bie  Abern  unb  SKittelribbe  grün. 


Ser  Stopf,  welcher  mit  bem  Stopfe  be«  SSlumen? 
fohl«  einige  Aef)nlid)feit  hat  ,  ift  grünlich  -  weip 
unb  gewöhnlich  mit  ©lottern  bebeeft.  Siefe  beiben 
©orten  finb  eigenfinnig,  »erwanbeln  fich  oft  in  ein? 
anber  unb  haben  eine  grope  Neigung  3um  Au«atten; 
gleichwohl  unterfcheiben  fie  (Id)  beutlid)  oon  einanber, 
unb  finb ,  wenn  fie  ihren  urfprunglichen  ßharaftet 
behalten,  feht  fdjön.  £0?an  rnup  bähet  recht  auf? 
merffam  fepn,  bap  man  ben  ©aamen  nur  eon  ganj 
reinen  SPflanjen  abnehme.  Siefe  Siegel  gilt  über? 
haupt  »on  allen  ©orten. 

3.  gruf)et  ©lumenfohl ©roccoli. 

SBenn  man  biefe  ©orte  ju  bte:  oerfchiebenen 
Reifen  fdet,  »om  Anfänge  be«  ©?ai  bi«  ju  ©nbe  be« 
Suniu«,  fo  bringt  er  feine  Stopfe  nach  unb  nach  00m 
©nbe  be«  ©eptembet  bi«  ju  SOSeihnachten,  wenn  bet 
^erbfl  nicht  gar  311  falt  iff.  Sa  ber  Stopf  mit  ben 
©lottern  bebeeft  iff,  fo  iff  er  »or  fleinen  gröften 
hinlänglich  gefchüfjt.  Sie  ©lattfticle  finb  runb  unb 
naeft,  unb  bie  ©Idtter  breitet  unb  fuqer  al«  bie 
SSldtter  be«  grunföpfigen  ©roccoli,  unten  an  ber 
©tunbffadje  gelappt  unb  nur  wenig  wellenförmig; 
bie  Abern  unb  bie  ©tittelribbe  weiplichgrün;  ber 
Äe»f  ift  breit  unb  ganj  weip.  Sie  ^flanjen  muffen 
2  gup  weit  »on  einanber  flehen. 

4.  SOSinte  r  ?  ©roccoli,  grün  unb  mit 
gefcfjloffenen  .Stopfe. 

Siep  iff  eine  neue  unb  fchöne  ©arietöt,  bie, 
wo  ich  nicht  irre,  »on  bem  grunföpfigen  ©roccoli 
abflammt,  auf  ben  er  unmittelbar  folgt,  ©ein  un* 
tcrfcheibenber  (Stjarafter  befielet  barin,  bap  er  ben 
ganjen  SBSinter  I>inburch ,  wenn  bie  Temperatur  bef» 
felben  getinbe  ift,  31t  warfen  unb  Stopfe  30  liefern 


©emfifebatt  im  hatten  unb  auf  freiem  Selbe. 


238 

fortfä&rf-  Sie  fPflanjen  muffen  1  bi«  $uf  weit 
von  einanbet  flehen.  Sec  ©tätiget  wirb  nid)t  bod), 
bie  SSlatter  finb  gtof,  leid)t  gejdbnt,  ja^lceicl?,  nid)t 
fetje  wellenförmig  unb  breit,  bte  tfbern  beefetben  finb 
tneif.  Sec  Äopf  ifr  offen,  ähnelt  «in  wenig  bem 
bes  gtünfopftgen  23ro«oti  unb  ift  oon  mittelmdfi-- 
ger  ©rofe. 

5.  grüßet  blauet  SSroccoli. 

Siefc  b>errlict>e  ©orte  iff  bunfelbtau.  5Bemt  fie 
rein  iff,  fo  iff  bet  Äopf  betfelben  anfänglich  fet>c 
gefdffoffen;  hierauf  lofen  ffd)  bie  3weige  ab,  unb 
in  red)t  guten  25oben  wirb  fie  gern  grün  unb  aufet* 
orbentlid)  affig.  <5det  man  fie  im  2fpril,  fo  gebt 
il;r  Ertrag  im  fJlouember  an,  unb  faxtet  fort  Äopfe 
unb  ©ptoffen  ben  ganjen  Söinter  binburd)  ju  treu 
ben,  wenn  et  gelinb  iff.  ©det  man  fie  im  Suniu«, 
fo  liefert  ff«  im  folflenben  SNdrj  unb  2lpril  eine 
gtofe  3Kenge  ©proffen.  Sb*  ©tdngel  wirb  2-3 
gu^  bod).  Sb«  »littet  finb  8«Mnt'  bIau'' 
grün  non  gatbe,  breiten  ficb  febt  au«  unb  finb  nid)t 
fo  lang  ol«  it)r e  ©tiele.  Sie  Äopfe  finb  offen  unb 
mit  flcinen  SSldttern  untermifcht;  in  fl»ten  »oben 
muffen  bie  «Pffanjen  3  weit  non  einanbet  ffeben. 

6.  grübet  weifet  SStoccoli. 

£)ie  jtepfe  biefer  23arietdt  finb  febt  gefdjloffen 
unb  fd)6n  weif.  Um  ibn  jatt  unb  »eilig  ju  haben, 
muf  man  ihn  im  gebruar  unb  ju  Anfänge  be« 
Sffldti  auf  ein  gelinb  warme«  Sfliffbeet  fden.  5öenn 
bie  ^flanjen  3  —  4  3oll  bocb  finb,  muf  man  fie 
3  —  4  j}oU  weit  non  eiuanbet  auf  ein  33eet  in  gu* 
ten,  tüchtig  gebüngten  »oben  nerpflanjen  unb  fie 
forgfaltig  not  bem  groff  unb  bet  9lad)tfüble  burd) 
Stätten  fcbüfcen,  ©egen  ba«  ©nbe  be«  2(pril  wer= 


ben  fie  ffarf  genug  fepn,  um  an  £>rt  unb  ©teile 

2  —  3  guf  weit  non  einanbet  nerpflanjt  ju  werben. 
3m  üionember  werben  fie  juerff  febone  dlopfe  lies 
fern,  unb  wenn  bie  ^Bitterung  ein  wenig  gelinbe  iff, 
bi«  5Bcibnad)ten  bamit  fortfabten.  Siefe  ©orte 
unb  ntebtere  anbeve  werben  non  ben  ©drtnern,  wenn 
fie  ju  tjcfticje  gtoffe  befürchten,  in  großer  Sflenge 
abgefebnitten ;  fie  bringen  fie  bann  in  ©cboppen 
ober  ©peifegewolbe,  um  nach  unb  nid)  bie  5)?dcfte 
bamit  ju  nerforgen.  Ser  ©tdngel,  welcher  beinahe 

3  guf  bod)  wirb,  bat  getabe,  hellgrüne  unb 

faff  ganje  iölattec. 

7.  S5  raunet  ßwerg  *  SS r  0 cc 0 li  mit  ge* 
fcbloffenem  Äopfe. 

£iit  2febnlid)fcit  mit  bem  fcbwefelbatbenen 
«Broccoli  macht  mich  geneigt  ju  glauben,  baf  er  non 
ihm  abffamme,  jebccb  unterfebeibet  et  ficb  oon  ‘hm 
bureb  feine  grübjfitigleit,  fo  wie  burd)  bie  gorm 
unb  garbe  feine«  Äopf«.  Sie  SSldtter  bcffelben  finb 
breiter  unb  für jer ;  fie  finb  flein ,  nid)t  febt  wel« 
lenformig,  bunfelgrün  mit  weifen  Tlbern,  gerabe, 
unb  bebccfen  ben  Äopf  nicht  ganj.  SD?ef>rere  f leine 
jftonen  finb  bei  ihrem  Gntffeben  grün ,  machen  abec 
halb  «inen  fdjonen  unb  breiten  braunen  Äopf.  ©det 
man  ihn  in  ber  Sflitte  be«  2fpril,  fo  wirb  er  im  SJldti 
unb  2lpril  be«  folgenben  Sabre«  eßbar. 

3.  «Blauer  SSroccoli  mit  großen  breiten 
Ä  op  fett. 

£)iefe  ©orte,  welche  2  — 3  guf  hoch  wirb,  lies 
fert  große  unb  breite  blaue  Äopfe.  ©det  man  ihn  ju 
Gnbe  be«  SSftdrj,  fo  wirb  er  im  Stfdrj  unb  2lpril  be« 
folgenben  Sabte«  efbar.  2JJan  muf  ib«  3  3up  weit 
au«  «inanbet  pffanjen. 


©cmufcBau  t'm  ©arten  unb  auf  freiem  gfefbe. 


9.  SHahmfarbiger  ober  *))ottSmuthet 
58roccoli. 

£>i?fi  ifl  eine  fehr  fchdtte  ©orte,  reelle  alle 
«n'oete  an  ©roge  übertrifft.  25er  Äopf  beffetbcn  ifl 
rabmfatbig  ober  wie  gelblich  33üffelleber.  ©eine 
S3latter  finb  breit  mit  weifen  2fbern  unb  breiten  ftch 
fehr  au«;  bod;  bebecfen  bie  fleinen  ben  Sflittelpunft 
bet  S3liime.  21, n  $un  SDlai  1818.  würbe  ber  ©ar* 
tenbaugefellfchaft  non  2onbon  burd;  £errn  Slba; 
fer,  von  ©eiten  ©ir  Sofeph  SSanf«  ein  äcpf 
baoon  überreicht,  welcher  4  Sug  im  Umfange  batte, 
ob  fich  steict?  bie  S3(dtter  bicht  um  ihn  anfchloffen. 
©aet  man  if>n  in  ber  Sflitte  be«  2fpril,  fo  wirb  er 
im  folgettben  SJldrj,  2fpril  unb  5Jfai  eßbar.  (?c 
wirb  nicht  fef>r  hod; ,  unb  beßwegen  muß  man  ifjn 
3  guß  weit  au«  einanber  pftanjett. 

10.  ©chwefelfatbiger  S3roccoli. 

Sief  ifl  eine  febr  gute  ©orte,  unb  hart  gegen 
hie  Äalte.  SBcnn  man  ihn  im  2lpril  fdet,  fo  wirb 
et  im  barauf  fotgenbcn  2fpril  unb  ju  Anfang  be« 
5D?ai  eßbar.  Ser  Äopf,  weldjet  einen  fehr  belifaten 
©eühmad  hat,  ifl  ftfl,  fonifch,  fchwefelfarbig ,  unb 
§uweilen  blau  angelaufen.  Sie  Slatter,  welche  auf 
langen  ©fielen  jt§en,  finb  fehr  gejdhnt  unb  bldulid); 
grün.  Sie  ?)fTanjen  flehen  2  guß  weit  genug  »on 
einanber. 

11.  S5lumenfoht  =  SSroccoli,  ober  weifet 
gtühlingö  =  33roccoli. 

(^t  muß  im  SDldrj  gefaet  unb  3  guß  weit  oer* 
pflanjt  werben.  gn  gutem  SSoben  liefert  er  im 
3frr>l  unb  SD?oi  be«  folgenbcn  gahre«  belifate,  ganj 
weife  Äopfe,  Cfr  ifl  oott  fraftiger  Statut j  feine 


langen  unb  fchmalen  Slotler  finb  mit  ftarfen  2fbern 
berfehen,  fie  hüUen  ben  Äopf  fo  ein,  baß  matt 
ihn  gemeiniglich  nicht  fiehet,  fo  lange  er  auf  bem 
©tdngel  bleibt,  unb  hieß  hilft  ihn  gar  fehr  gegen 
bie  SDtorgenfröfle  fd;ü|en;  bie  in  ben  grüf>ling«» 
monaten  gemein  ftnb, 

12.  flauer  fpdter  3werg  ,  SSroccoli  mit 
gefchloffenem  .Kopfe. 

Sief  ifl  bet  fpdtejfe  blaue  «Broccoli,  weit  et 
nur  im  efpril  unb  SKai  eßbar  wirb,  er  wirb  feiten 
über  einen  guß  hoch,  ©eine  S5lume  jeigt  fxcf>  an= 
fanglid)  flein  unb  grün;  aber  halb  wirb  fie  großer 
unb  bilbet  einen  blauen  fegelformigen  .Kopf.  Sie 
SSlatter  finb  t'urj  unb  fchmal;  bunfelgrun  mit  wei» 
gen  2fbern,  frumm,  tief  geahnt,  unb  flehen  ring« 
um  bie  SSlume  in  regelmäßigen  ©trahlen,  welche« 
ber  ganjen  «Pflanje  ein  fonberbareö  2fnfehen  giebf. 
2)?an  muß  ihn  im  2fpril  feien  unb  bie  spfTanjen  1 
bi«  i|  guß  weit  oerfehen. 

13.  ©iberifchet  ober  fpdter  grüner 
58  ro  cco  ti. 

Sieg  ifl  bie  fpdtefle  unb  hdrtefle  ©orte,  weit 
fte  ben  flrengflen  «Sintern  wiberflehet.  2ßenn  man 
ihn  gegen  ba«  (?nbe  be«  2fpril  fdet,  fo  liefert  er 
ben  ganjen  2)?ai  be«  folgenben  gab™«  hinburch  breite, 
grüne  unb  fehr  fejle  Äopf?.  Sie  «Blatter  finb  wel* 
lenformig,  gejdhnt,  lang,  fchmal  unb  auf  ben  3?ibs 
ben  leicht  blau  gefärbt.  Sie  ^fTanjen  flehen  2  guß 
weit  genug  oon  einanber.  Einige  nennen  ihn  auch 
Sänifchen  SSroccolr. 

5Ba«  nun  bie  Gultur  biefer  b?rrlfd>en  ©emü«= 
pflanje  betrifft,  fo  hat  fte  Zieles  mit  ber  Sultur 


©emufebau  im  ©arten  unb  auf  freiem  gelbe. 


240 

beS  VlumenfohtS  gemein.  Sie  ©aamenbeete  muf* 
fen  aus  einem  (eggten,  fetten,  leisten  unb  t&fr 
tig  gebungten  (Scbretdf?  jubereitet  werben,  fcie  man 
bes  2£benbS  —  im  galt  man  fie  beS  anbern  Mot* 
gen«  befden  will  —  begießen  muf ,  wenn  fie  $u 
troden  fct;n  fotlten.  SO^a n  muf  ben  ©aamen  bunn 
faen  unb  bie  Veete  mit  Statten  ober  langer  ©treu 
bebeefen,  bis  bie  pflanjen  aufgegangen  finb.  WSbann 
nimmt  man  bie  Vebecfung  t>imr«g  unb  begiept  bie 
jungen  pflanjen  fotiel  eS  nott)ig  ifl.  Sie  be(le 

5Jfetf)obe,  wenn  bie  SSBitterung  ju  troefen  wdte,  ifl, 
fte  auf  ein  anbercS  Vcet  4  3oll  weit  au§  einanbet 
ju  pflanjen,  wenn  fie  3—4  3<>U  I)ocf>  finb.  85et 
ber  gehörigen  QfufmerffamEeit,  fie  ton  Seit  JU  Seit 
burd)  leichtes  Vegiepen  anjufrifchen,  werben  fie  nach 
Verlauf  ton  14  Sagen  ober  3  5Bod?en  flarE  genug 
fepn,  um  $um  anbernmale  uerpflanjt  5«  werben. 
SiefeS  Verfahren  gewahret  ben  Vorteil,  baff  man 
3cit  jum  2CuSjtef)cn  ber  gruhetbfen  gewinnt  unb 
folchergefialt  leeres  2anb  befommt,  um  jene  an  Stt 
unb  ©teile  barauf  pflanjen  ju  Eönnen.  Sie  4  er* 
ffcn  ©orten,  bie  ich  als  terwanbt  anfebe,  muffen 
nur  einmal  terpflanjt  werben,  weil  ein  jweiteS  Vet* 
fefcen ,  baburd? ,  ba&  eS  baS  geuer  ber  Vegetation 
fehwdeht,  bie  .Köpfe  ju  fd>nell  tjccaaorlo^en  würbe, 
»eiche  in  biefem  galle  $u  flein  unb  ton  mittetmä&i* 
ger  SSefd)  affen  heit  werben  würben.  3fl  bie  SBitte» 
tung  naS,  fo  mu&  man  äu  Abhaltung  bet  Vögel 
sRche  übet  bie  Veete  fpannen,  unb  bie  jungen  $flan* 
ien,  fobalb  fie  jum  Vorfcbein  fommen  mit  Äalfwaf* 
fec  begiefjen,  ober  an  b:r  ßuft  jerfaüenen  Stalt  bar* 
fibet  flteuen,  um  bie  ©ebneefen  ju  oertilgen.  ©inb 
bie  pflanjen  6-8  3o«  hoch,  fo  fann  man  fie  an 
Sit  unb  ©teile  in  ber  für  jebe  ©orte  angegebenen 
Entfernung  tetpflanjen. 


Sie  alten  ©arten  werben  oft  ton  einem  3«s 
feft  heimgefuebt,  weldjeS  fid)  wahrenb  beS  ©ommerS 
in  bie  SBurjetn  «Uer  Äoblarten  fehlest,  unb  h'ec 
eine  ©efdjwutlfl  tecurfacht,  bie  eine  wahre  Kranfheit 
tfl;  wenn  man  in  biefem  galle  bie  Erbe  tief  genug 
auSgrabt,  um  5  —  6  Soll  frifche  Erbe  barubet  ju 
bringen,  fo  gewinnen  bie  pflanjen  baburch,  unb  bie 
Snfeften  werben  wahrfcheinlich  fo  tief  begraben,  bafj 
fie  feinen  ©d?aben  mehr  thun  fönnen.  Sann  man 
biefeS  Verfahren  in  einigen  ©arten  nicht  anwenben, 
weil  fie  burd)  eine  lange  golge  ton  ^lernten  erfdjopft 
finb,  fo  mufj  man  non  einem  ©emeinbeplafce  ober 
ton  einem  gelbe  frifche  Erbe  t)ineinfd>affen ,  welch« 
anfänglich  bie  Vegetation  beS  Vcoccoli  beförbern  unb 
hernad)  ben  nad)  ihm  folgenben  pflanjen  eben  fo 
nufclid?  fepn  wirb. 

©eifenfieberafche  reichlich  angewenbet  unb  gut 
mit  Erbe  termifcht,  ifl  baS  befle  VerwahrungSmit* 
tel  gegen  bie  ©efd>wul|l  ber  SBurjeln ,  jumal  wenn 
biefe  tot  bem  Verpflanjcn  in  einem  biefen  Vret  ton 
eben  bet  d)e  eingeweicht  worben  finb.  Eine  $DIU 
fdjung  ton  flaueren  Sngrebienjien  j.  S5.  9luf, 
<Sd)»vefct,  Xabacf  bürfte  ulelletcht  noch  witffamet 
fe^n. 

Sec  Vroccoli  gebeihet  überhaupt  in  einem  mit* 
ben  unb  frifdjen  Voben  am  beflen,  wo  fid)  bie  ©or* 
ten  reiner  erhalten  ,  unb  wo  er  harter  gegen  bie  Ädlte 
ijt,  wenn  man  ihn  nicht  mit  fOlifi  belegt.  .Kann 
man  fid?  fotdjen  nicht  ton  biefer  Suatitat  terfchaf* 
fen,  fo  ifl  baS  einjige  SHittel,  gute  lernten  ju 
befommen,  ihn  reichlich  i«  bungen  ur.b  tief  ju 
graben. 

Eg  ifl  begannt  genug,  fcaf  bie  VroccotiS  am 
beflen  werben  unb  bie  gvo^ton  Äöpfe  befommen,  wenn 


£>  b  ft  =  (5  u  !  f  u  r. 


ffe  auf  bet  ©teil«  fielen  bfeiben ,  wo  man  fte  t)in= 
pflanzt;  inbeffen  iff  «6  bod)  bet  jttugheit  cemäfj, 
einen  5lJ)cit  »on  ben  neun  ledern  ©orten  ju  2Uu 
fang  be$  9fooember$  mit  moglichffer  ©djonung  bet 
Sßurjeln  in  eine  recht  fc&täge  i'age,  ben  Äopf  nach 
Siorben  gefehlt,  nur  einige  3°U  übet  ben  SSoben 
unb  18  i3oU  weit  oon  einanbet  ju  oerfegen.  25a 


24  t 

ter  jfopf  auf  biefe  SSeifc  fef)t  nichtig  ju  fielen 
fommt,  fo  wirb  er  00m  ©d)nee,  bet  gemeiniglich 
tor  ben  ffarfen  groffen  fallt,  bebeeft  unb  gefd)ügt. 
2)ie  spflanje  wirb  auch  5«  gleicher  3eit  harter,  unb 
mehr  in  ben  ©tanb  gefegt,  ber  Ädlte  ju  wiberffe= 
hen,  weit  bie  SSerfegung  betfelben  bie  S3egetation 
fchroddjt. 


1. 

(S^araftccifltB  t>cr  £>  b  ft ;  <S  0  r  t  e  n. 


25  ie  Seutfche  S3rom  beere. 

granj.  La  Ronce  bleue. 

( SOJit  JCböitbimg  auf  Safel  31.  ) 

g  r  u  cf)  t. 

25ie  SSrombcer  iff  bie  grucht  eine?  ©traud)$, 
ber  jwar  nicht  befonberS  cultiuict  wirb,  unb  nur 
nod)  wilb  wach  ff ,  ber  c$  aber  gar  wohl  ber'oiente, 
bajj  man  einige  SOfuhe  auf  ihn  wenbete  *),  et  würbe 
ffe  eben  fo  gut  belohnen,  wie  aubete  berJeidjen 

*)  93Jan  ocrgleidje  hiermit  bes  föerrn  Dr  Sßcibe  unb 
Dr.  9teeg  0.  Sifenbecf  ju  Sonn,  3fnf  nbigung 
einer  Sefdjrei&ung  ber  Seutfdjen  Srombeeren, 
mit  Hbbilbungcn  in  ber  gortfegung  bei  Z.  G>a  teiu 
SDlagajinS,  V.  Sbs  1.  ©t.  Snt.Uigcnjblatt  ©.V.. 
gotlf.  b  b  31.  Z.  ®act.  SOlagaj.  V.Sb.  6- ©t.  1821, 


grüdjte,  al8  Himbeere,  ©rbbeere  u.  f.  w. ,  bie  man 
auch  noch  nicht  gar  $u  lange  aus  ber  SBilbnif?  in 
bie  ©arten  gezogen  hat.  greilid)  muf?  man  für  jebe 
©taube  einen  grofjen  Draum  haben,  weil  er  ftd)  lang 
unb  weit  auöbmtet,. 

35ie  Frucht  iff  eine  Sufammenfegung  oon  fünf* 
jehen  bi$  jroanjig  f leinen  runben  S3eeren,  bie  auf 
einen  fegelformigen  grud)thaltec  jufammen  gcbtangt 
flehen,  beten  jebe  einen  fteinen  runben  ©fein  hat. 
©ie  enthalten  uielen  weinfduetlid)en ,  ffdtfenben  ©es 
fehmaef,  woju  ffe  aber  nur  recht  reif  fepn  muffen.  2)ie 
garbe  fpielt  in’8  25laurothe  ober  2ila§,  unb  in  ihrer 
hochffen  SReifjeit  in’«  ©cbwarje,  25ie  gtud)t  wdchff 
an  einet  oier  bi$  fünf  gufj  langen  9?anfe,  bie  oiete 
fcharfe  ©tacheln  hat ,  gelbgrün  iff,  ihre  cig-nen  3!tag; 
jweige  hat,  an  welchen  ftd)  bie  SSeae,  einfach,  bop* 
pelt,  aud)  wohl  breifad)  beftnben.  25ie  SSlatter  in 
eben  biefer  mehrfachen  3ahl  wachfen,  mit  furzen 
©tielen,  »n  einem  #aupt[fiel,  ber  mit  ber  SKanfe 


243 


£>  6  ft  -  <5 

gufammenhangf ,  beffammet»,  unb  ^iefe  ®£i{*c 
unb  ©tangel  finb  mit  fleinen  Stacheln  verfemen. 
Sie  Stattet  finb  met)rentf)eil8  runb,  haben  biSweü 
len  tiefe  (Sinfchnitte,  unb  auf  bcm  9?anbe  flehen  un» 
gleich  große  unb  fleinc  föatfe  Sacfchcn.  Sie  Beeren 
üjn-ben  nach  unb  nach  tcif,  unb  man  ftn bet  vom 
Sutiuö  an,  im  tfuguft  bi«  gum  ©eptember,  Stuf)* 
tcn,  grüne  unb  reife  Beeren.  Sie  taffen  fiel),  wenn 
fte  red?£  reif  finb,  ted)t  gut  bei’ra  S^adjtifcb  auch 
mit  auf  SSafetn  bringen.  Gin  eingiger  ©tod  hat 
immer  brei  unb  vier  große  SRanfen.  Saß  fie  buich 
gehörige  ßuttur  ftcf>  tyurben  verbeffern  taffen,  fi«h£ 
man  fdjon  an  benen,  bie  in  bet  SSilbniß  auf  bef* 
fern  Boben  unb  in  einer  guten  Sage  liefen,  gegen 
bie  fo  ftd>  biefc«  nicht  gu  erfreuen  haben.  Sie  taf¬ 
fen  fiel;  burdj  Ablegung  ihrer  Zweige  fortpflanjen, 
bie  in  einem  jeben  ©etenfe  batb  Söurgel  f (ft  tagen, 
ober  auch  burch  ihre  SBurjelbrut, 

3lufer  ihrem  frifdjen  ©enuffe,  »erben  fie  auch 
jur  gdrbung  beS  5Bein6  gebraucht,  unb  bie  berste 
empfehlen  ben  bavon  gemachten  ©prup  unb  ©elee 
für  Äranfe. 

«5  t  cf  ter. 


2. 

Uefcet*  bie  SSecebtung  beS  StupbaumS  buvd/ö 
Stuliven.  SSotan  ein  ?)aar  SBorte  übet 
bie  ©ntbef;rlid)feit  be§  BecebelungSgefdjöftg 
fclbjt. 

SOian  hat  In  ben  neueften  Seiten  bie  Berebe.- 
lung  ber  ©bfthaume  burch'«  Sruliten,  pfropfen, 


u  l  t  «  r. 

Goputiren  u  f  »  für  ein  entbehrliche«  unb  unnötige« 
©efchdft  erfldrt,  unb  für  biefe  Behauptung  man* 
chertei  ©runbe  angeführt.  Sie  votnehmften  bcrfel-. 
ben  »aten  fclgenbc: 

1)  eS  tiefen  fich  burch  ben  Saamcn  eben  fo  ebte 
unb  feine  ßbfffottm  erziehen,  als  gemeiniglich 
auf  bem  2Bege  ber  Berebelung  gewonnen  Witts 
ben,,  unb 

2)  fönnten  auch  burch  bie  Setebelung  nicht  alle 
unfere  Sbfibdume  fertgepflangt  werben. 

Allein  eS  gehöret  nur  wenig  Befanntfchaft  mit 
bec  Sbfjbaumjudjt  baju ,  um  baS  Unhaltbare  jener 
Behauptung  einjufehen  ,  unb  baS  SevebelungSge* 
fchdft  nach  feinem  wahren  5Bertf)e  gu  fdjdfcen.  Senn 
wenn  aud)  gleich  nicht  geldugnet  werben  fann ,  baß 
burch  bie  Grrjichung  bec  Baume  auS  bem  Saamen 
gang  vortreffliche  Sbftforten  gewonnen  werben  fön* 
nen,  wie  benn  ohne  3t*>cifcC  alle  bie  fofilichen  Zfrten 
bie  wir  befifcen,  auf  biefem  23ege  ergielet  worben 
finb;  fo  bleibt  bcch  @t}ichungSme$hobe  immer 
höchfl  ungewiß,  unb  ein  bloßes  2Serf  beS  SufaHS. 
QBcr  fid)  nur  einigermaßen  mit  biefem  ©efchdfte  be* 
faßt  hat,  wirb  bieß  ohne  23ibcrrebe  gugeftehen  rauf* 
fen.  Seitbem  ich  mich  mit  bet  Sbffajltuc  befchäf* 
tige  —  e«  finb  bereit«  3°  ^af>re  —  bin  i d>  biefen 
Sfßeg  ebenfatt«  gu  verfchiebencn  Fialen  eingcfchlagett. 
(5S  ift  wahr,  ich  erhielt  einige  herrliche  ©orten,  aber 
niemals  bie  nämliche  »ieber,  welche  ben  ©aamen 
geliefert  f>atte ;  unb  eben  fo  oft  begegnete  mir’«, 
baß  ich  mid)  in  meinen  ©twartungen  gctäufcht  fanb, 
unb  von  ben  auS  ©aamen  gegogenen  Bdumett 
f leine,  fdjlecbte,  unb  unfehmaefhafte  grüßte  drnfete, 
unb  jene  boch  gulefct  noch  vetebeln  mußte, 


Ö  M  ■ 

glaube  baf>er  fuf>nlidb  betupfen  ju  fönnen,  baß 
man  butcb  auggefdete  Sbfiferne  tie  ©orte,  »on  mU 
ä)n  fit  genommen  ftnb,  nifmalg  ganj  rein,  fonbetn 
immer  mit  Jlbdnterungen  wieber  erhalten  wirb.  £)ie 
Urfadjcn  baoon  liegen  am  Sage.  Grs  ftnb  biefelben, 
reelcbe  bag  tfugarten  beg  Äoblg,  ber  Söhnen,  ©al* 
Pforten  u.  f.  w.  bewirfen,  unb  fttf>  f)ier  fo  »iel  tl)d* 
tigec  geigen,  jeme^r  bie  Saume  anbere  ©ewdcbfe  an 
@rb£e  übertreffen.  Surcf)  bie  3Binbe,  Sienen  unb 
anbere  Snfeften,  wirb  ndmlicb  ber  ©aamenffaub  »on 
einem  Saume  ju  bem  anbern  getragen,  bie'er  »er* 
mifd;t  ftcb  tyn  jur  $er»orbringuug  einer  neuen  @e* 
neration,  unb  mir  erblichen  bernad;  in  ber  »egetabi* 
lifcben  ©cbopfung  eben  biefelben  Phänomene,  bie 
mir  in  ber  animalifdEjen  ohne  Sefremben  »abrneb* 
men.  ©eiten  ober  nie  wirb  bah«  aug  ben  fernen 
beg  eblen  Sotgborfetg  wiebet  ein  ebler  Sorgborfet 
erjogen  »erben,  unb  eg  bleibt  bemnadb  ber  ^(Tanger, 
ber  bloß  aug  bem  ©aamen  feine  Saume  ergeben 
unb  von  feiner  ber  befannten  Serebelunggarten  ©e= 
brauch  machen  will,  in  ber  größten  Ungewißheit,  ob 
er  eben  biefelben  £>bffarten,  »on  welken  er  ben 
©aamen  genommen  b<*t,  ober  ebiere ,  ober  gar 
fd)led;tere  erhalten,  unb  ob  bie  auf  foldje  71  rt  ge¬ 
wonnenen  Saumcben  t>erfcf>iebene,  ober  alle  einerlei 
geuebte  bringen  werben.  Sei  ber  Serebelung  aber 
ftnbet  gerabe  bag  ©egentbeil  ©tatt.  $ier  fann  man 
mit  ©ewißbeit  barauf  rcdjnen,  baß  bag  »on  biefem 
ober  jenem  genommene  Sieiß  ober  2luge  biefelbe  ßbjl, 
forte  wieber  b«»orbringt,  wenn  eg  auf  einen  anbern 
©tamm,  ober  auch  nur  auf  ben  21)1  eineg  anbern 
SJaumeg  übergetragen  wirb  ,  unb  man  wirb  batum 
birg  S3ecebelungggefd)dft,  alg  ftebereg  gortpflanjungg; 
mittel  befiimmter  jObfiacten  nie  für  entbebtlicb  am 
fonnen,  / 


6  »  l  hi  r, 

2öaö  nun  aber  ben  greifen  oben  angeführten 
©runb  betrifft,  baß  ndmtidb  nicht  alle  unfere  £bfl* 
bäume,  mittel)!  ber  befannten  Serebelunggarten  fort* 
gepflanzt  werben  fonnten,  fo  haben  bie  neueffen  Ser* 
fuebe  ebenfallg  bie  9?ichtigfeit  beffelben  bargetban. 
3war  ifl  nicht  $u  idugnen,  baß  fich  einige  £>bff* 
bäume  ungemein  fjaetndefig  gegen  gewiffe  Serebe¬ 
lunggarten  bezeigen,  infonberbeit  biejenigen,  bete» 
jdbrige  Sriebe  ein  fef>c  biefeg,  lodereg  unb  fdf)Wam* 
migeg  ffftaxi  enthalten,  a.  S.  ber  5»ußbaum.  Sig* 
bet  würbe  biefe  Öbffart  lebiglicb  burdh>  ben  ©aamen 
forfgepflanjt,  weil  alle  Serfuche,  ihn  burd)’g  £cult* 
ren,  pfropfen,  Copultren  u.  f.  w.  ju  »«mehren,  fehl* 
feblugen.  $ie  unb  ba  glüefte  eg  wohl  einem  unoer* 
broffenen  Saumiüd&ter,  bie  Sampertg  *  unb  Beller* 
nuß  burcb’g  Öritliten  fortjupflanjcn ;  allein  ber  SEBalf* 
nußbaum  festen  ffdF>  bisfjec  gegen  jebe  Serebelungg* 
art  —  bag  2fblactiren  allein  auggenommen  —  ju 
jitduben.  2>ie  Urfad;e  biefer  SJiberfpenfrigfeit  fonnte 
bei  ber  Sunfelbeit,  bie  noch  in  ber  ^flanjenphpfto* 
logie  betrfebet,  £>iöf>ec  fein  Saumsüchfet  unb  $>omo* 
log  angeben.  £ert  Sflebicinal  *  Sfcdjnungg ;  9fatb 
2Böber  in  Sßien,  febeint  fit  jwar  im  tfllgemei* 
nen  anjubeuten,  wenn  et  in  feinem  »ortrefflidjen 
gebrbuebe  über  bag  ©anje  ber  Bucht  unb  Serebelung 
beg  Äbjleg;  2Bien,  1814.  1.  Sanb,  ©eite  8r 
fagt :  „©er  wilbe  ©tamm  muß  bem  eblern  Bweige 
eine  folcbe  Nahrung  $u  liefern  im  ©tanbe  fepn,  bie 
betfelbe  nach  feinet  ihm  eigentümlichen  Sebengfraft 
»erarbeiten  unb  in  feine  9?atur  »erwanbeln  fann. 
Sjl  beßbalb  ber  Saibling  ju  genetifdb  betrieben 
bie  Gompofttion  feiner  ©affe  fdijon  in  ber  S5ur$el 
*u  W  »on  benen  beg  Gbelreifeg  abweicbenb,  fo  iff 
biefeg  nicht  im  ©tanbe,  bie  Bcrfefcung  ber  juge* 
führten  9?«f)tung  fo  weit  $u  treiben ,  um  feine  tym 
Ä  f  2 


©  &  fl  s  d  u  t  t  u  r. 


2  44 

eig.ntftdmttd&ett  Stoff«  I»  ®”8 

Cb*.»’  (litt,  olfo  <*.  ob..  WU  «i»  «•*«• 

Ern  «(hn  8«»  »oi9«  »»«  ***  Ä""rtii  *uf  ®““’ 

»bd.  brn  »nwitt»  Sof.l  «»f  autli.n  ob«  Strom, 
bot,,,  bi,51otl,o,mbi9icit  b«  „«Wirt«!«  «,(*..*- 

tct  b«  ©tuobdämmt,  »in  ®koW"9  »«  »“W"’ 

b,„,n  8.»U*t«  b.»  5b.lobd,S.  Sobcffon  odtb, 
bod,  bi,  8t.mbotti9e.it  »<*  »oumfofttä  b„f, 
etfdKittuttg  no d,  bm  ®<f<9<it  »«  ttcScn  ®"m' 

_  ©tofll.bt,  -  «Mit  t>'ullid!  "™n  *'* 

bi„  m*tjub,n  Säft.n  0«  M.ib.n,  »«*  b„  ttt 

bm  ®<t»Sd>8  eifltntd imli^on  «.brasttoft  »u= 

®o  Wäbto,  bitf.lßine,  dnb.  tt”»  f»  W  Tu 
b,m  bmfettben  S3flumj4d)ttt  ,«!<«  «MIT«» .  ««<■«» 
Um[i«t  toi  f<i»t»  ««ff*™  ju  ®,rf<  I“  8«*«»'  M 
bot  m  bod)  $«t  9B  6  b  .  ,  4b, t  biefen  »>««9« 
@,s,„donb  ttidjt  »St,,,  ortlitt,  fo  mi.  « 
bie  Gt,i,bun3  b,8  SduSboum«  9«»»  4b„9005,rt  bot. 
Em  (dutffittnistn  »t«P™t  b«  ©0tt.nt9u9cf.n- 
(dtoft  in  ionoon,  (ttn.  dniabt,  n>0,  .8  oufbtt 

holten ,  bt<  bi.tnb«  "»«  0«.^«*«  »««<«■&"*  >“ 
.„nremn.  Ettt*  f.in.  unetmüb.t.n  SS.tfu*.  9” 
lono  ,8  ibm  mbli*,  bi,  3ftt,  »i«  «  b" 

eb.tuttä  b<8  Stuft«»»«  »«rfotlt.n  muf,  »»>  f><  <“ 

9t6«,n  e.fo'S  bob.n  fo»,  i»  «•*>*«. 

biefdadttid)',  bi.  «bobon  bntonbn«  ®o,„nbou8„ 
Mftboft  9,9.1.»  b««.  id  9<»ie  f‘t  >rt,n  S"‘"'b  *" 
rbdmtut,  000  9,05"  dß, djti9e.it,  bob«  toit  ft«  b>« 
unvert&rjt  mitt^eilen. 

®«t  fd>ted)te  t*rfotg  faft  aller  wein«  »«M«’ 
bm  tfu&baum  mHtelfl  be«  pfropfen«  unb  DculircnS 
ju  vermuten»  beftirnmte  mid,  normal«,  bie  33er mcf>= 


tun befreiten  nur  bur<h  ben  ©aamm  unb  ba«  Uh 
lactirm  ansurathen.  «RicfetS  betfo  weniger  fuhr  id, 
fort  in  jebart  neue  Mu*e  *u  ma*en '  md 

id,  immer  nod,  ein  ftd,ere«  Verfahren  *u  ftnben  hoffte, 
tie  mancherlei  Abarten  biefer  grudjt  unb  einiger  an, 
berer,  bie  [ich  eben  fo  hartnaefig  gegen  biefe  2lct  bet 
dultur  fhduben,  VwV*  t>tix\mn  *u  vermehren; 
enbtich  mürbe  meine  ©ebutb  unb  burch 

einen  voUfommenm  ßrfolg  gefront. 

gd,  glaube,  man  wirb  bie  33etmehrung  ber  vtt* 
fdjicbenen  harten  leS  fKugbaumö,  ocrmittelfi  bc« 
Dculirenö  fel)t  tortluilbaft  finben,  wenn  man  forg* 
faltig  barauf  beb  acht  Ift,  bie  ficuUmifet  oon  jun= 
g?n  SSdumen  ober  SSdumen  oon  n.i  ttern  Älter  ju 
nehmen  j  beim  beffen  nicht  ju  gebenfen ,  ba§  man 
babutd,  feht  junge  SSdume  juro  grud,ttragen  britu 
gen  fann,  fo  wirb  bet  ^flanjer  barin  einen  93or* 
theil  ftnben,  bai  er  bie  «barten,  bie  heften 

Srud,te  liefern  unb  biejenigen,  beren  ^olj  am  met* 
fien  im  Stanbe  ifl,  bem  «Seifet  unfer«  «tima’« 
ju  wieerfiehen,  wählen  fann.  3»  biefer  ^mftdjt 
'  finbet  man  inmi.c  Sö^fdjicb.nh.eiten  i«  bem  Xcmpe* 
tamente  bet  oetfd^ebenen  Snbioibuen  bie  au«  ‘©aa-- 
men  gelogen  worben  finb,  beren  <5iörnfd,aftcn  {$ 
unoeranbcrlid,  bued,’«  Cculiwei|  fortpflanjen. 

2)ie  ift  eine  nicht  fonberlid,  nahrhafte 

Frucht,  unb  vielleicht  nur  ber  ©egenffanb  eine«  ber 
©efunb&eit  fd,dbltd,en  «upt«.  «««“  ©ro^br-fan, 
Kien  bringt  feine  ^oi}art  hervor,  bie  eben  fo  fefl 
nnb  eben  fo  ctajfifd,  wäre  aU  »a«  Olufbaumholj, 
im  Sßerhdltni^  ju  feiner  fpecififdjen  Schwere,  unb 
man  gebraucht  e<  5«  Smgen  ,  weju  man  bi« 
noch  feine«  ©teUvertreter  beffelben  gefunben  f)at, 
2  33.  ju  ©olbatens  unb  Sogoflintcn. 


£>  6  ji  -  (Sulfur. 


245 


gai!  bei  alten  Saumarten  fommen  bie  2£ugcn 
beinahe  unfehlbar  fort,  wenn  man  fie  non  ben  Srie= 
fcert  bcffelben  2fabre8  nimmt;  allein  Slupbaume  fd>ei= 
nen  eine  2fu8ttat)me  non  biefet  allgemeinen  Sieget  ju 
machen.  2)iep  röbjrt  oietleicht  batjer,  bap  bie  Äno8» 
pen  im  grühtingc  alle  bie  Stattet  enthalten,  welche 
bet  Saum  wahrenb  be$  ©ommerS  entwicfeln  fott, 
woraus  fofgt,  bnjj  bie  jährigen  Stiebe  in  bie  gange 
ju  wadjfen  aufhöten,  fobatb  baS  2tuae  erfcheinet,  bap 
alte  bie  dvnofpen  beinahe  non  gleichem  2Tttcc  finb, 
unb  bap  lange  Seit  nother,  ehe  fie  ben  ©rab  bet 
tauglichen  Steife  erlangt  h^en,  um  abgenommen  $u 
werben,  bie  SahreStriebe  in  bie  gange  ju  warfen 
unb  neue  Stattet  $u  treiben  aufgehort  haben. 

Um  nun  ben  Stachtheifen,  bie  au«  biefen  Um» 
flanben  entfpringen,  ju  begegnen,  fann  ich  barauf, 
bie  Seit  bet  Segetation  bet  ju  nerebetnben  ©ubjecte 
aufjuhalten,  um  fie  mit  bet  Segetation  bet  Swelge 
jufammentreffen  ju  taffen,  welche  bie  Jtnofpen  tra; 
gen,  bie  baS  Grbetreip  titben  fotten,  unb  eS  gelang 
mit  jum  Sl)eit.  2fuf  bet  ©runbflache  bet  jährigen 
Sriebe  beö  9tupbaum$  unb  emtget  antever  Saume, 
giebt  c8  an  bet  ©fette,  wo  fie  fid)  mit  bem  oorjdf)s 
tigen  Stiebe  oereinigen,  mehrere  f [eine  dtnofpen,  bie 
faft  in  bet  Stinbe  nerborgen  finb,  ftd)  niemals  obet 
wentäflenS  febr  feiten  entwicfeln  unb  nur  in  bem 
gälte,  wo  bie  biefm  jtnofpen  in  bet  Stifte  unb  am 
©nbe  b?e  Sriebcö  $u  ©tunbe  gegangen  finb.  2tl$ 
ich  nun  ju  Seit  unb  auf  ba§  nämliche  ©ub» 
ject  eine  non  ben  f leinen  unb  eine  non  ben  gtopen 
jfnefpen  geimpft  hott«»  h^tte  ich  hi«  Sreube  ju  fe» 
hen  ,  bap  baS  f leine  immer  trieb,  wdtjrenb  ba$  grope 
fceffdnbig  jn  ©tunbe  eieng.  liefet  Setfuch  würbe 
im  ©ommer  1815  wuberhott,  auf  $wei  ©ubjecten. 


bie  ein  Saht  1«  Söpfen  etjogen  waren,  unb 
wahrenb  beS  ganjen  gtuhlingS  unb  ben  Anfang  beS 
©ommerS  im  ©chatten  an  einet  SDtauer  gefianben 
hatten.  Son  ba  würben  fte  gegen  baS  ©nbe  be$ 
SuliuS  weggenommen  in  ein  ju  Serfucfjcn  beflimm» 
teS  SBarmhauS  gebracht,  unb  herauf  nerebelt.  £  a 
fie  wahrenb  bes  ganjen  übrigen  ©ommerS  in  bem 
©laShaufe  blieben,  fo  trieben  bie  f leinen  ein.e;mpf= 
ten  Änofpen  3  gup  lange  goben,  mit  biefen ,  weib> 
liehen,  nollfommen  gleichen  Änofpen  an  ber  ©pi&e, 
wetdje  nothwenbig  unfrudjtbat  bleiben  mupten,  weil 
§u  ber  3«it,  wo  jie  fich  entwiif eiten,  man  unmöglich 
mdnnlidje  Sluthen  hfthen  fonnte;  allein  bie  feu!)* 
Seifige  Silbung  biefet  Änofpcn  beweifet  jut  ©nttge, 
bap  bie  Grigenfd;aften  unb  ©ercofmheiten  eine« 
gruchtjweigeS  beS  Stupbaumö  auf  einen  jungen 
Saum,  mittelfi  beS  £)culircn8  ebenfowohh  al3  burdf* 
2fbtactiren  fortgepflanjt  werben  fonnen  *). 

Sie  ©fette,  bie  man  jurn  ©tnfeben  ber  2fugen 
biefet  Sfrt  Saume,  imb  wahrfcheintich  auch  alter  an* 
bem,  bie  eben  fo  oegetiren,  Wahlen  mu£,  ift  baS 
(Snbc  bcö  notjahtigen  StiebeS,  fotgtid)  ganj  nahe 
an  ber  ©runbfladje  beS  SriefeeS  non  b-iefem  3af)ce. 
©inb  bie  f leinen  2fugen,  beten  ich  fo  eben  ermahnte, 

*)  ©8  gefd&tebet  |>aufig ,  bap  bie  fleinen  2tugen,  von 
benen  £err  Änight  rebet,  treiben,  wenn  bas  Sicfe, 
auf  welches  man  in  2tnfehung  beS  ©elirgenS  ber  3ms 
pfung  rechnete,  aus  trgenb  einer  Urfache  abfhrbt  (obet 
wie  bie  ©ärtner  fprechen,  einfdjlaft);  allein  ich  glaube 
nicht,  bap  man  bis  ju  ber  ^Beobachtung,  non  welcher 
hier  bie  Webe  i ft,  baran  gebacht  hflt,  eä  00r* 
theilhaft  fepn  fonnte,  in  einigen  galten  bie  fleinen 
Jtugen  ben  gropen  ootiujühen.  ©iep  i|t  eine  neue 
Shutjache ,  beren  itnwenbung  in  »ielen  galten  ber 
jprartS  feljr  wichtig  werben  fann. 


246  - 

behenb  In  Swcige,  b*e  e,ne  Iä^afte  unb  Wnc^e  ®e5 
getation  jeigan,  eingefegt  worben,  fo  wirb  man  ffe  faft 
tUn  fo  ffd)er,  wie  bie  2(ugcn  i«b{t  anbcrcn  *rt  Mn 
iObflbdumcn  anfdffagen  fegen,  wenn  nur  iebetaiat 
i^re  JKeife  weiter  gebieten  iff,  al«  bie  Oleife  ber  £no«= 
pen  be«  Subject«,  auf  welrfje«  fte  geimpft  werben*). 

Sie  Vortheile,  bie  man  baburcf)  für  alle  Tfrten 
ton  Vdumen  erlangen  fann,  bajj  man  bie  Änofpen 
in  einem  guflanbe  ber  Steife  impft,  bie  weiter  ge* 
biegen  ijt,  al«  bie  Steife  bet  Unterlage,  terbienen 
alle  Tfufmerf famfeit ,  unb  id)  glaube,  bajj  fte  im 
©anjen  bett  ©drtnern  unb  Pflegern  ber  Vaumfchu* 
len  noch  nicht  befannt  ftnb.  Unter  gleichen  Umffdn* 
ben  fcgldgt  ein  red)t  reife«  2fuge  fogleid)  unb  pdje# 
rer  an,  e«  ift  weniger  in  ©efagr  im  5Binter  ju 
©runbe  $u  geben,  unb  geniest  ben  fet)t  bebeutenben 
SSortljeil,  iu  Gnbc  be«  Sommer«  unb  wagrenb  be« 
•£etbfh«  feiner  feithjeitigen  Vegetation  au«gefegt  ju 
fepn,  ob  e«  gleid)  tor  ber  gewöhnlichen  3eit  unb  in 
einer  Sal;re«jeit  eingefegt  worben  iff,  wo  bie  Unter* 

*)  3m  »origen  Sagte  batte  £err  9S  o  f  c  in  $atis 
Gbelreifec  »on  tfmeriranifeben  gtußfcäumen  erbalten, 
meldje  ec  auf  ben  gettj&t)nlt4)cn  9?ufibaum  impfen 
ttoUte,  um  |Te  in  ber  §olge  burd)  JtOteger  ju  »ermeb* 
ren.  Sr  lief  bie  ©dfflber  gleich  über  ben  SBiirjeln 
in  SSäumc&cn  »om  »orbergebenben  Sabre  einfegen, 
unb  alle  fälligen  gegen  feine  Grroartung  an.  Gr 
glaubte  baber,  bnf  ber  glüdlidje  Grfolg  baber  rüfjrte, 
baf  baS  @d)ilb  burdf)  feine  (Stellung  nabe  am  »oben, 
unb  »eil  eS  »on  ben  benachbarten  ©tammdien  Oefdjat* 
tet  »orben  war,  bie  ju  feinem  JCnfdjlagen  nhfhige 
^eachtigfeit  erhalten  batte.  GS  ift  moglid),  baf  eS 
bem  »on  £tn.  Äniggt  angegebenen  Umfianbe  jtiju= 
fdjteiben  war ,  benn  ber  £alS  ber  aBurjeln  führt  ben 
»on  ihm  angegebenen  Umjianb  mit  (ich, 


Sulfur. 

läge  in  ber  guöe  be«  Safte«  flefjt.  3d)  habe  oft 
3fugen  ju  £unberten  ton  ^ftrfdjenbdumen  im  ©la«* 
häufe  genommen  unb  fte  auf  ffatfe  Stiebe  ber  im 
freien  ftebenben  $ftrfd)enbäume  geimpft,  bed)  faf)e 
id)  niemai«,  bajj  fte  itdbrenb  be«  Sommer«  unb 
^jcrbfle«  Stiebe  entwicfelt  unb  gebilbet  batten;  allein 
wenn  id)  biefen  Verfud)  umgefeget  machte  unb  2fu* 
gen  ton  spftrfcgenbdumen  im  gteien  auf  3weige  non 
*J)ftrfd;enbdumen  tm  ©la«baufe  fegte,  fo  gefegage  e« 
immer,  bafj  mehrere  unter  ihnen  unb  juwcilen  alle 
fich  gleid)  nad)  bem  Ginfegen  entwickelten ,  obgleich 
jur  3eit,  wo  fie  geimpft  werben  waren,  bie  Vege* 
tation  ber  Unterlagen  faft  einen  Stilleffonb  machte. 
Sowohl  in  bem  einen  al«  in  bem  anbern  galle  fiel 
ba«  Olefultat  gegen  meine  Gvwartung  au«;  e«  fegei» 
net  mir  aber  einleucgtenb,  baf  man  e«  bem  }ufd)rei* 
ben  muffe,  baf  ba«  reife  3fuge,  ehe  e«  tom  Vaume, 
auf  weld;em  e«  ffanb,  genommen  würbe,  ton  Olatuv 
in  jenem  3uffanb  ber  Oluge,  welche  tor  bem  langen 
SBinterfcblafe  torhergehet,  terfunfen  war,  unb  baf 
bie  2eben«fraft  fid)  noch  in  bem  3uffanbc  bet 
Gr  regbarfeit  in  ben  Änofpen  ber  in  freier  2uft 
ffegenben  Södume  tefanb. 

enthalten  bie  reifen  Änofpen  be«  $firfd)en* 
bäum«  Vlütgen,  wenn  man  fie  au«  bem  VJarm* 
häufe  bringt,  fo  fann  man  fie  fef>t  weit  tetfdjicfen 
unb  im  folgenben  gtuglinge  grüdjte  baton  erhalten. 
3fuf  biefe  2frt  erhielt  id)  Änofpen  baton,  bie  mir 
au«  bet  Oldhe  »on  Sonbon  $ugefchicft  worben  wa* 
ren,  unb  id)  jweiffe  nicht,  baff  man  eben  fo  ScuUc* 
reifer  au«  a  t  i  «  unb  felbff  au«  bem  füblicgen 
granfteid)  erhalt,  wenn  fie  nur  gut  eingepaeft  wor* 
ben  ftnb.  Sn  biefem  galle  mu^  man  bem  tfuge 
ein  ganj  bunne«  Stucfchen  ^olj  (affen,  anffatt  e« 


£  6  fl  *  (Sulfur. 


gan$  babon  ju  trennen.  ©iefe  SJorfTdbt  wirb  juwei* 
ien  nccfy  nu&iiO  fepn ,  wenn  man  im  freien  2fugen 
einimpfen  wiflf,  weiefee  man  bon  S3dumen  genommen 
fjat,  beten  giud;te  jeitig  im  ©las^aufe  reif  gewor* 
ben  ftnb.  — 

£>iefe  (e|te  35emetfung  be$  $etrn  Ä rt  i  g f>  t  ift 
in  Seutfdjlanb  idngjt  beginnt;  benn  wenn  man  im 
gruijlinge  pfropfet  ober  copuiiref,  fo  werben  bie  9?ei* 
fer  meutere  3iage  unb  SSodjen  botfjer  gebrochen  unb 
in  feuchtem  Sftoofe,  im  bettet  ober  aurf>  im  @d?at: 


24  ? 

ten,  mit  bem  rnUtn  Steile  in  bie  (Stbe  bergrabett 
«ufbewabrt,  ober  aus  bet  gerne  perfekteren,  tmb 
man  erfjdtt  fte  im  feuern  SJfoofe  gepaeft.  U.ib 
ebenfo  bei’m  £>culiren  im  ©ommer,  wenn  bie  2fits 
gen  be$  SdumOenS,  ba$  man  perebcln  wiß,  no$ 
nicf)t  iu  ii)rec  poßigen  ©ntwiefetung  gelangt,  ober, 
wie  bie  ©ättner  fpree&en,  reif  finb,  fo  bcfOicuniget 
man  biefe  iijre  2f«6bilbung  entwebec  baburO,  baf 
man  bie  ©pi|e  abfOneibet,  ober  untenan  ben  3we:V 
gen  ben  KingelfOnift  madjt,  ober  timen  bie  Sidtter 
abfneipf. 


n 


£  a  l  t. 


3 


r  u  m  i  |l  e  t  «  fc 


©eite 


i.  ©d;cne  erotifd)e  ’Pflanjen. 

A.  Sie  nadjtföattige  ©pi&biume.  {VTAt  2CbbtIbung 

x  .  20Q 

auf  SEflf.  28-)  •  •  •  •  * 

B.  ©er  retbe  SRatternfopf«  (SiitÄbbilbung  auf  a*-- 

fet  . . 810 

C.  ©er  Ganbifdje  SiatternEopf.  (<Dlit2(bbÜbung  auf 

Safel  Bo- . . 210 

2)  Ueber  bie  Eultur  ber  ©atjticn  ober  ©eorgu- 
nen,  unb  über  bie  jai)lreid)cn  tfbänberungen, 
bie  man  baoon  ju  8  5»en  gejogen  bat  •  210 

Sreib*  unb  ®cw«4)§bö«^©drtnercf. 

©ine  nod)  unbefannte  Krt,  wc^medente  $ßEele  = 

nen  ju  erjiefcen . 81 


©emüfebau  im  ©arten  unb  auf 
fru.m  S.ltie. 

lieber  bie  oerfdjicbenen  2(tten  beS  ©pargelEoi)IS 
(Broccoli  brassica  asparagodes  crispa)  unb 

bie  2Crt  feiner  . . 230 

§3  b  ft  «  6  u  1 1  u  r. 

1.  gf)  araf  teriftiE  ber  ©bft  »  ©orten. 

©ie  üaitfdje  «Brombeere.  ( 2Bit  2tbbi(bunß  auf 
JJafcl  . . . . 

2.  Ueber  bie  ffierebetung  beö  «RuübaumS  burd)'S  Ocu« 

liren.  Soran  ein  «paar  SBorte  über  baS  SSer= 

cbetungögefdjSft  . . 2*" 


$u  biefem  ^efte  gebeten  folgenbe  2(C'6i(bungen . 
IXafel  28.  Sie  nadjtfdjattige  ©pii^blume. 

_  29.  Ser  rotbe  «RatternEopf. 

_  30.  Ser  Sanbifdjc  9tatternfopf. 

—  31.  ©ie  Seutföe  «Brombeere. 


$  t  9  i  ft  e  t 

jur  ^ortfefcung 

t>  e  6 

5nigc meine»  $  e  u  t  f  cb  c  n  ©arten^SSÄagajins, 


fünfte*  93  a  n  t>,  1820 — 1821. 


X. 

JCcctimatifirung  ber  StofFaflanie  in 
Sentfcfjtanb,  38. 

Agavejamericana,  ibre  S8lüi;jeit(  203. 
2ücot>r,  ber  Shintfifcfje,  86. 

3Hop,  bie  flroßf,  in  mit  viel  3eit  fie 
blühe,  203. 

Jfnalofe,  cöemifcbe,  ber  Sopinambutg, 
154- 

2tnanagbaug,  ein  norfj  nirf)t  alfenfe 
falben  beFanntcg,  86 
Qfnanagfiudjte,  ihr  © c tt> i db t,  117, 
Xnanaö  tragbar  $u  machen,  180. 

—  »011  Snfeften  $u  reinigen,  180. 

Ardisia  soianacea,  290. 

Aristolochia  cordiflora,  121,  203. 
tfprfijitet;  ^fofc,  38. 

95. 

Smm,  ber  größte  in  ber  33ert,  m, 
SNicg  n  ter  <pfhnjen,  maß  baöei 
J«  beobachten,  133. 

Sortf.  beg  71.  Z.  @art. 


aSeleebere,  SStütben  =  SBerjeicbniß  ba* 
felMt,  73.  9q. 

SBIi^ableitet  aug  ©trobfeilen,  77. 

SSlüt bangen,  bag  ©inimpfen  fcerfet» 
ben,  67. 

3S[ütt;en»33er5eicbmf5  *u  SBeloebere,  73. 

SBlume,  bie  größte  in  btt  StBelf,  12t. 

202. 

SSlumenFobf,  neue  2frt  i^n  ju  pftan* 
jen,  103. 

©iumenFobijuebf,  Sranffurter,  106. 

ffiocöborfcr  2fpfel,  50. 

SSofaniftbe  ©arten,  Ueberffcbt  beefet» 
ben  in  Qeftermcb,  204. 

Sotanifdieg  SBunbecptitoer,  122. 

ffirafilien ,  S&beecwlfur  bofe^ft,  39. 

SJtief,  anonimer,  an  b.-n  £eraugge» 
ber  beg  ©arten  *  SJtagajing,  31. 

SSroccoli,  beffen  2f etten  unb  ©uttur, 
236. 

»tomöeere,  bie  gefönte  Stofen--,  46. 
—  b'e  Seurfcbe,  241. 

33runnenroaffer,  reenn  cg  jum  Sße, 
Gießen  3U  gebrauten,  127. 


<5. 

Cactus  speciosus,  ior. 
gantatoupen,  220. 

Santorbirn,  bie,  49. 

Centifolie,  btübenbe,  auf  einem  Dräns 
geriebäumdjen,  5. 

©Oemniger  »runnen,  30. 

©icborien.  gaffee  »üotferie,  204. 
Cleome  spinosa,  170. 

Convolvulus  candicans,  125. 
Courtpendu  rouge,  139, 
ßultur  beg  ©tumeiifoblg,  nach  Ji» 
lippo  Stee,  103. 

—  beg  SBroccol»,  236. 

—  bet  Sabfien  ober  ©eorginen, 

210 

—  ber  Srbapfer,  109. 

—  bet  SDtetoften,  igi. 

©. 

35abrien,  gattue  betferben,  210. 
iDaupbinerpflaume,  bie,  6. 

er 


SJtagaj.  V,  33b.  6.  <3t.  1821. 


e  9  i  |i  e  t« 


250 

SDecoratton  großer  ©arfen  unbparJS, 

43-  85- 

Senemapt  beS  ©cpuUepwS  Hobler, 

I3* 

JDioSmen  burdj  Sterlinge  fortju* 
pflanjen,  J71. 

e. 

Ecliium  creticum,  210, 

—  rubrum,  210. 

Ginimpfen  bec  ülütpenaugen,  6r, 
Gnglifepe  ©arteneingdnge  unb  plan» 
f«n,  31. 

Grbäpfei,  Änfcau  berfelben,  109, 

—  Staepricpt  ber  9)tärfifd)cn  5f o« 
notmfcpen  ©efeUfdjaft  baoon, 
156. 

Erica  Monsoniae,  170» 

s. 

Facfelbiptl,  bie  fe^bne,  101. 

Filippo  9teeS  SBlumenfcpljuept,  103. 
Ficus  australis  »Sepp  ohne  ©tbf, 65. 
glußtnaffer,  toenn  es  &um  SBcgießen 
anjutoenben,  129. 

goUppanjungSmetpobe,  neuer  tropi» 
«per  ppanjcn ,  171. 
grantfucter  SSlumenfopljucpf,  106. 
grudjtbarfeit,  außerotbentlicpf,  121. 
Functionen  bec  »lütter,  11. 

©. 

©artcnfunp,  Beitrag  jur  ©efepicpte 
betreiben,  198. 

©arienfepciften,  neue,  21. 
©artemrcge  ju  reinigen,  15?. 
©ebiute,  f leine  gefepmaclDolte  jur 
©ecoration  großer  ©Srten  unb 
ParfS,  43- 

Georginen,  Kbinberungcn  berfelben, 
211. 

—  Kultur,  berfelben,  210. 
©ermain ,  ©t  ,  50. 

©tfcpidjte  bet  ©artenfunP,  189- 
©rubentoaffet ,  »enn  eS  jurn  SBeflie» 
ßen  anjuicenben,  129. 

©uirlanben  s  Stofe,  tie  bunfle,  oiel* 
btutpige,  45. 

—  —  bie  blaffe,  oiclblütpige,  45- 


£agelaMeiter  aus  ©tropfcilen,  77. 
£aibe,  üJtonfonifdje,  170. 

£aiben  burep  ©tecflinge  foitjuppan» 
Jen,  171. 

Helianthus  tuberosus,  109. 

^»untere  pep  felbft  btiregenbe  pumpe 
für  ©arten,  30. 

£pacintpe,  eine  monprofe,  4. 

s. 

Sapanifdje  Stofen,  jtoet  neue,  45. 
Jasminuni  Sambac,  3. 

SerufalemS  tlrtifepofe,  9tad;ricpt  ba» 
non,  156. 

Snbianifepcs  SogelpauS,  44* 

Snfeften  oon  ben  Änanas  ju  oertrei* 
ben,  180. 

—  non  ben  SMonen  ju  oertrei» 
ben,  181. 

Snftrumente,  ©arten«,  gaPtprieS, 
198. 

Ä. 

Habe’S  Änbau  b«t  ©rbäpfet,  no. 
Hartoffel,  EanSmannS  neue,  1 15- 
Hartoffeln,  neue  2trt,  fie  oortpcilpaft 
ja  bauen,  113. 

—  fegen  über  ber  ®rbe  Hnollen 
an,  116. 

Hodjfalj,  ©ebrauep  beffclbcn  bei’n» 
©artenbau,  121-  143- 
Hopler’ö  Benfmabl,  13. 

Hurjftiel,  ber  rotpe,  139. 

i. 

gantmann«  neue  Äartoffel,  1x5. 
CapopoUe’S^agelableitcr  aus  ©trop» 
feilen ,  77. 

Lathyrus  grandifloms  ,  4. 

Limax  agrestis,  32 
Limodorum  Tankervilliae,  169. 
Ctnneifdjeö  ppanjenfppem  bilblitp 
bargepellt,  182. 

gotteie  oon  6i<porienfaffee,  204. 

® ?. 

SJtafefjine,  Ungarifipe,  30. 

—  jur  Reinigung  ber  ©arten* 
weg«,  157* 


Sftafdjinen  für  ©drlcn  non  gapeprie, 

199. 

SKauranc  e,  bie  gbmenmaulblSttrige, 

46. 

SKclonen ,  Ärten  unb  21  arten  berfei» 
ben,  2i8- 

—  öegeßen  berfelben,  unb  ma4 
babei  ju  beobachten,  229. 

—  Befcpneiben  berfelben,  225, 
ßultur  berfelben,  71.  181. 

—  6tbe  für  biefelbeti,  225.  235. 

—  58tutel  jur  Vertreibung  bec 
Snlefien  auf  benfelben,  187* 

—  Steife  berfelben,  233. 

—  ©aamen,  234. 

—  baS  ©tbneiben  berfelöen,  225. 

—  tooplfepmecfenbe  ju  erjtepen, 
216. 

—  «Beete,  baS  guften  berf. ,  230. 
Mesembrianthemum  inclaudens  , 

102. 

sßtiputifdje  fRacptferj»,  101. 

SBitPbeete  fuc  Sßelonen,  223. 
rptonS,  Dr.  oan,  9tad>rid)t  non  feiner 
Dbpcultur,  20a. 

9Jtonfonifcpe  ^aibe,  170. 

m. 

9taditferje,  bie  93tiffurif(he,  iot. 

9tamen  =  SePiinmung  in  ber  pomo» 
legte,  48. 

Staitcrnfopf,  ßanbtfihcr,  210. 

—  totper,  210. 

9tu^baum,  burep  baS  Dcutircn  ju 
oerebeln,  242. 

O. 

Öberraber  Bliimenfoplxudjf,  106. 
DbPbäume  burep  Äbfdjnitte  fortju* 
nPanjen,  205. 

Obpbaumjud;t  in  Ungarn,  140. 
ßbPcultur  bcS  eg>rn.  Dr.  oan  50ton5, 
200. 

Debera,  bie  fproffenbe,  46. 
Oeuothera  Missourensis,  IOI. 
Dtangeriebduntepen  mit  blüpenben 
‘  Stofen,  5. 


% 

■fatfeS,  ©amuel,  143, 

§>epin,  entflcljung  birf.  Vameng,  48, 
$>firfd>en,  frülje  gum  fragen  gu  brin» 
ßcn,  10. 

fpflangenfpftem,  CinneifcheS ,  bilblich 
bargcftellt  r  182. 

«Pflanjcn,  trcpifdje,  gu  eermeftren, 
171. 

Pflaume,  bie  Saupbiner*,  6. 
Phillips  pomarium ,  63. 
fPißenblume,  bie  hornige,  170. 
planten,  ®ngtifd>e,  für  ©ärten,  31. 
Pomarium  brittannicum,  63. 
fpomolcgie,  Vefiimmung  ber  «Kamen 
in  berfelben,  48. 

—  ©ntftebung  ber  tarnen  in  ber» 
felben,  48. 

S>omolo0ifd)er®unfdi  u.  «Bitte,  205. 
Proteen  bur$ Sterlinge  fortgupflan* 
gen,  171. 

5)umpe,  fid^  feCbft  bewegenbe,  für 
©arten,  30. 

0f* 

«afflejta,  bie  größte  Vlume  in  ber 
SBelt,  202. 

Staube  ber  «Birnbäume  gu  feilen,  141. 
Stegenwaffer,  j.  Segiepen  b.  befte,  129. 
Steidiart’S  Canb  *  unb  ©artcnfd)a&, 
ilngeige  betreiben,  25. 

Steinigung  ber  ©artenwege,  157. 
Renealmia  uutans,  12g. 

Ronce,  la  bleue.  241. 

Stole,  bie  Äprffjire*,  38. 

—  bie  ©ucrlanben*,  45, 

—  bie  Sapanifcfje  otelbiüt^ige,  3s. 
Stofen,  blübenbe,  auf  Orangen,  5. 
Stofen .  ^Brombeere,  46. 

Slofcnmetf,  neue«  ©nfllifdtes,  47. 
Stcptajlame,  acclimatifirt  in  2eutf<h* 

lanb,  38. 

Stcttleben,  13. 

Rubus  rosaefolius  coronarius,  46. 


9t  e  g  f  fl  e  t. 

0. 

©aanrn  ber  SOMonen,  234. 
©adjenbäufer  Vlumenfoblgudjf,  106. 
©alg,  ©..brauch  beff  Iben  im  ©arten* 
bau,  i2i. 

©arnbac*  SaSrnin,  ber  gefüllte,  3. 
©djnecfen,  naefte  gu  »erlügen,  32. 
©djriften,  neue,  für  ©artenfunft  unb 
Votanif,  21. 

©überminbe,  bie,  125. 

©  fc,  beconrter,  in  einem  Vlumen* 
garten,  85- 

©pargelfobl,  beffen  Ärten  unb  ©ul* 
tu  r,  236. 

©pigblume,  Stad&tfchattige,  209, 


£. 

SafractSart,  eine  neue,  39. 

Salaoera  SBatgen,  beffen  gruchtbar» 
teil,  121. 

SEanfetb  UfdjeS  Cimoborum,  169. 
Setcbmaffer,  ob  eg  gum  Vegiepen  an* 
guwenben,  12g. 

Sbeecultur  in  Vrafflien,  39. 

Sbeorie  ber  Vegetation,  68- 
Sbonerncffiarmeröfjren  für  ^flangen* 
häufet,  166. 

SEigerr,  ber,  eine  .RtaiiFfjeit  berVirn» 
bäume,  141. 

Sopinambur,  109. 

—  tbemifd)  anaiifirt,  154, 

—  9tad)tid»t  her  «Btärfifchen 
Jfoncm.  ©efellfdjaft  baoon,  156. 

Sragbarieit  ber  Änanas  gu  beföc* 
bern,  180. 

—  oerfrühefe  b.  Dbflbäume,  7. 

u. 

Ueberftöt  ber  bofanif^en  ffiärten  in 
Oefterreid',  204.  ' 

UngarifdK  «Oiafchine,  30. 

—  Obfibaumgucht,  140. 

«rat,  ein  neues  iDüngunggmitter,  74, 


251 

23. 

Vegetation,  Sporte  berfelben,  63. 
Verebelung  ber  «Bäume,  ob  fie  ent* 
befjrlid)  fct>,  242. 

—  bes  VupbaumS  burch’S  Ocu* 
Iiren,  242. 

Vergäunungen,  ©nglifche,  31. 
Virgouleufe,  bie,  50. 

Vogelhaus,  baS  Snbianifche,  44. 

23. 

VJärmercfjren,  tönerne,  für  «pflan.- 
gen&äufer,  166, 

SBaigcn,  SEalaoera*,  grudjtbarfeit 
beffelben,  12t. 

SBalbft'i,  beccrirter  ©nglifd&er,  44. 
SEBaffer  gum  Vegiepen,  wie  eä  be* 
fchaffen  fepn  mup,  126. 

—  unentbehrlich  gut  Vegetation, 
132. 

•—  bem  üerfd&iebenen,  bie  Sigen» 
fchaften  beS  SiegenS  mitgutfiei* 
len,  130.  137. 

SBafTermelonen ,  220. 

SBafferpumpe,  fi<h  felbft  bewegenbe, 

30. 

SBege  in  ©ärten  gu  reinigen,  157. 
2BeinftocEe,  breimaltragenbe,  39. 
SBeintrauben,  baS  Veeren  berfelben, 
38- 

SBerfgeuge  für  ©ärten  Don  8aftet>rtf, 

199. 

SBicfe,  bie  grop6lüt!jige,  4. 

SBinbe,  bie  Silber*,  125. 
VSortertlärung,  wiberrpredjenbe ,  in 
bet  Homologie,  48. 

SBunberpuloer,  botanifcheg,  122. 
SOSuafd),  pomologifcher ,  20g. 

3. 

äafetblume,  niefd;liepenbe,  102. 


«  I  2 


SSerjetdjntfs 

fcer  in  biefcm  S5anbe  befinblic&en  Ä u v>fc r. 


'i.  gefüllte  ©iimbüC:SafmiH. 

■2.  Sic  großblütfjige  SBicfe. 

'3.  Sic  mcnftrbfe  ^vjacirtbe. 

4.  Sie  Saupbiner.'Pflcumr. 

•5.  ©!i3lifdje  ©artencinaange,  planten  unb  S5cc» 
jaunungen. 

'6.  SRiß,  «in«  fi$  fdblibeivcgenben  spumpe  für 
@5rtcn. 

'7.  Sie  blaffe,  oielblütfeige  ©uirlanbcnrofc. 
g.  Sic  bunfle,  »ieibiütbige,  9 cogblattciae  ®uir* 
lanbencofe. 

Sic  gefüllte  Stofen :  SBrombeete. 

10.  A.  Sie  fproffenbe  Debera. 

ao  B.  Sie  lötccnmaulblüttrigc  3J?auranbie. 
n.  J?ig.  i*  ©a«  3«biani|dbc  SSogelbau«. 

11.  fiig.  2.  (Sin  ffiiU-ff*. 

12.  Scr  Ficus  eustralis. 

13.  Sie  frf)6ne  gocfclbiftel. 

14.  Sie  ÜRiffurifdje  Sta^tferjc 


Safcliö.  Sie  nieföließenbe  3afcrblume. 

_  16  u.  V-  Sccorationen  großer  ©arten  unb  ?>arf«. 

—  ‘iß.  Stiß  ju  einem  KnanaS&aufe. 

—  19.  SanfmannS  neue  Äartoffel  ju  ®ent. 

—  20.  Sie  ©ilberminbe. 

_  21.  Sie  überfjängenbe  SRencalmie. 

—  22.  Ser  tetbe  Äutjffiel. 

_  23.  A.  SBegcreinigang«  » SJtafcbinc. 

_  23.  B.  aBdrmer&brcn  für  ^>flanäcnt)aufer. 

—  24.  Sanferoillftfje«  Cime  0  um. 

_  '25.  Sie  üRonfonifdje  £aibe. 

—  26.  Sic  bornige  ^iaenblumf. 

—  27.  Sa«  tinneifdje  ^ffanjenfpffem  bilblicfc  bärge. 

ftellf. 

_  28.  Sie  nadjtfdfjattige  ©pi&blume. 

—  29.  Ser  rotbe  Statternfopf. 

3o.  Ser  S&nbiflje  Statternfopf. 

—  31.  Sie  Heuige  »rombtere. 


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